Fluggäste verhindern Abschiebung
5 Jahre Haft in Aussicht für Verhinderung einer Abschiebung
Der sizilianische Anthropologe Franco La Cecla hatte sich geweigert
im Flugzeug zu bleiben während ein sans papier abgeschoben wurde.
Der sizilianische Anthropologe Franco La Cecla hatte sich geweigert
im Flugzeug zu bleiben während ein sans papier abgeschoben wurde.
Der bekannte italienische Wissenschaftler war am 15.12.2004 am Flughafen
von Paris festgenommen worden und erwartet zur Zeit seinen Prozeß.
Bei der Abreise nach Senegal hat er sich geweigert die Rolle des stummen Betrachters zu spielen während einer gewaltsamen Abschiebung in den Kongo.
Im Flugzeug hatte der Abschiebehäftling verzweifelt versucht aufzustehen. Die begleitenden Beamten schlagen seinen Kopf gegen den Sitz, drücken sein Gesicht auf den Boden und stopfen einen Handschuh in seinen Mund um ihn zum Schweigen zu bringen.
Bei dieser Szene fängt ein Kind zu weinen an, ein Reisender ruft "Es reicht!", La Cecla und zwei weitere verlangen das Flugzeug zu verlassen.. Die Passagiere applaudieren.
La Cecla berichtet: "Sie Szenen die ich im Flugzeug gesehen habe waren schrecklich. Die Abschiebung in Linienflügen zwingt andere Passagiere zum kollaborieren und zum Mitansehen des Schmerzes und der Verzweiflung. Dazu bin ich nicht gemacht."
Der Flugkapitän, von den Protesten im Flugzeug gezwungen, beschließt den Abzuschiebenden mit den Beamten aussteigen zu lassen.
Die Anklage gegen La Cecla lautet auf "Verzögerung des Abflugs.. Aufhetzung der Passagiere, um eine auf französischem Territorium nicht zugelassene Person aussteigen zu lassen, ein Verstoß gegen die Sicherheitsregeln und die Startprozedur."
La Cecla riskiert 5 Jahre Haft.
"Paris-Dakar, ein Flug der Angst" von Franco La Cecla
aus "Il Manifesto" vom 18.12.04
Um halb acht Uhr morgens betreten wir das Flugzeug, eine Chartermaschine der Air Horizon nach Dakar. Kaum eingestiegen, hören wir schon Schreie aus dem hinteren Teil der Maschine.
Wir haben Plätze in der vorletzten Reihe, daher nähern wir uns zwei Polizisten, die in ihrer Mitte einen jungen Afrikaner haben. Er ruft
"Je ne suis pas un esclave" "Lasst mich", er ruft nach seiner Mutter und daß er Schmerzen hat.
Seine Augen treten aus den Augenhöhlen und sein Gesicht ist schmerzverzerrt. Er schreit verzweifelt.
Beunruhigt setzen wir uns und die Polizisten sagen, kein Problem, wenn das Flugzeug mal oben ist hört der schon auf. Die Hostessen lächeln uns zu.
Es vergeht eine halbe, dann eine dreiviertel Stunde, das Flugzeug hebt nicht ab und er schreit und weint. Die Polizisten lassen ihn hin und wieder verschwinden, sie beugen ihn gewaltsam herunter (er ist hinter dem Rücken gefesselt). Sie stecken einen Handschuh in seinen Mund und sagen, er zwinge sie dazu, indem er nicht aufhört.
Die Passagiere sind sichtbar mitgenommen. Das Flugzeug ist voll besetzt, Kinder und Familien. Mehrere Personen stehen auf, es sind dann ich und ein anwesender Journalist die zum Piloten gehen und sagen daß wir so nicht bereit sind zu fliegen.
Meiner Begleiterin wird es übel, ein Passagier aus Senegal sagt daß er Herzprobleme hat und so nicht fliegen kann. Wir verlangen von ihm uns aussteigen zu lassen.
Das Flugzeug ist noch mit dem Terminal verbunden. Er sagt daß er sich um die Sache kümmert.
Nach einigen Minuten sagt er durch daß laut seinen Befugnissen der Entschluß lautet, die Beamten und der Abzuschiebende müssen aussteigen.
Dann kommt er zu uns und frägt uns nach unseren Pässen, er brauche sie um seine Entscheidung bestätigen zu lassen. Später ruft er uns zu sich um unsere Pässe wiederzuholen.
Als wir am Eingang ankommen, werden uns von Polizisten Handschellen angelegt und wir werden aus dem Flugzeug gezerrt. Wir verlangen eine Erklärung, sie zerren uns wortlos zu einem Gitterwagen und fahren ins Flughafenkommissariat.
Dort wird uns die Festnahme erklärt, wir werden getrennt in Zellen gesteckt.
Wir fragen wieder nach einem Grund und es heißt nur, jetzt gibt es mächtig Ärger, wir hätten uns in eine für uns sehr gefährliche Geschichte verwickelt.
Wir werden gefilzt, man zwingt uns nackt auszuziehen und dann wird alles beschlagnahmt, Uhren, Schuhbänder, Geldbeutel, der gesamte Tascheninhalt.
Sie sagen wir hätten Anrecht auf eine ärztliche Untersuchung und daß sie einen Anruf für uns machen.
Dann werden die Zellen geschlossen. Wir werden um ca. 9 Uhr eingesperrt und es wird 19 Uhr bis zu unserer Freilassung. Niemand sagt uns wann wir rauskommen. Wir werden einzeln zum Verhör gerufen.
In der Zwischenzeit erzählen andere Beamte daß der sans papier versucht hat sich auf eine Eisenspitze zu stürzen um Selbstmord zu begehen und daß er jetzt im Krankenhaus ist.
Es kommt die Nachricht daß das Flugzeug nicht gestartet ist, daß die anderen Passagiere nicht ohne uns starten wollten.
Das Flugzeug hebt letztendlich um ca. 16 Uhr ab, einige Fluggäste sind mittlerweile ausgestiegen.
Später erfahren wir daß sie sich alle bereit erklärt haben für uns auszusagen.
Als wir verhört werden sind die Vorwürfe der Aufruf zu Straftaten und die Behinderung des Flugverkehrs. Es kommt noch die Verhinderung der Abschiebung dazu.
Ich werde beschuldigt den Beamten vorgeworfen zu haben, ihr Verhalten sei Folter- was ich zu ihnen nie gesagt habe. Außerdem verstehen sie nicht warum ich in einer Chartermaschine und nicht in einem Linien- oder Militärflug war.
Der das Verhör leitende Polizist gibt mir im letzten Punkt Recht. Ich erkläre ihm meine Version und daß ich mich erinnere daß ein Passagier das Recht hat den Flug vor dem Start zu verlassen wenn er Angst hat oder es ihm körperlich schlecht geht. Ich komme zurück in die Zelle, dann zur ED-Behandlung.
In den Akten bin ich jetzt als gefährlicher Flugzeugentführer.
Die Stunden in der Zelle vergehen und man lässt uns endlich raus. Der Polizeiposten ist schmutzig, überfüllt, die Polizisten sind ganz eindeutig von der Front National und begegnen jedem Dunkelhäutigen der Eintritt mit rassistischer Abscheu- sie behandeln alle mit extremer Verachtung.
Als wir freikommen wird uns gesagt daß wahrscheinlich keine Anklage erhoben werden wird und daß wir in ein paar Monaten, wenn das Verfahren anlaufen sollte, Gegenanzeige gegen den Kapitän stellen könnten.
Wir müssen eine Freilassungserklärung unterschreiben und bekommen keinen schriftlichen Beleg über unseren Gewahrsam.
Fassungslos treffen wir uns draussen und beschließen das französiche Fernsehen und einen Anwalt zu informieren.
Am nächsten Morgen geben wir ein Interview daß mehrmals am gleichen Tag gesendet wird.
Die Beiträge beeinhalten auch eine Erklärung des Polizeipräsidenten der uns 5 Jahre Haft und eine Strafe von 7000 euro androht.
Wir werden der Aufforderung zum Aufruhr, Gefangenenbefreiung, gewaltsamen Widerstand und Beleidigung bezichtigt. Die Gewaltvorwürfe werden dann umgehend zurückgenommen.
Es stellt sich raus daß ein sehr ähnlicher Vorfall am vorherigen Tag geschehen ist und das Flugzeug nicht starten konnte, aber zum ersten Mal haben Passagiere 10 Stunden in Haft verbracht weil sie ihr Unwohlsein zum Ausdruck brachten anhand dessen was sie mit anschauen mussten.
Franco La Cecla ist 1951 in Palermo geboren. Er ist Dozent für Anthropologie an der Universität von Venedig, nachdem er in Berkeley, Paris, Ravenna und Palermo gelehrt hat.
Er war Gastprofessor an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris, wo er seit 10 Jahren wohnt.
Quelle:
http://italy.indymedia.org/news/2005/03/741077.php
Übersetzt von -baol-
von Paris festgenommen worden und erwartet zur Zeit seinen Prozeß.
Bei der Abreise nach Senegal hat er sich geweigert die Rolle des stummen Betrachters zu spielen während einer gewaltsamen Abschiebung in den Kongo.
Im Flugzeug hatte der Abschiebehäftling verzweifelt versucht aufzustehen. Die begleitenden Beamten schlagen seinen Kopf gegen den Sitz, drücken sein Gesicht auf den Boden und stopfen einen Handschuh in seinen Mund um ihn zum Schweigen zu bringen.
Bei dieser Szene fängt ein Kind zu weinen an, ein Reisender ruft "Es reicht!", La Cecla und zwei weitere verlangen das Flugzeug zu verlassen.. Die Passagiere applaudieren.
La Cecla berichtet: "Sie Szenen die ich im Flugzeug gesehen habe waren schrecklich. Die Abschiebung in Linienflügen zwingt andere Passagiere zum kollaborieren und zum Mitansehen des Schmerzes und der Verzweiflung. Dazu bin ich nicht gemacht."
Der Flugkapitän, von den Protesten im Flugzeug gezwungen, beschließt den Abzuschiebenden mit den Beamten aussteigen zu lassen.
Die Anklage gegen La Cecla lautet auf "Verzögerung des Abflugs.. Aufhetzung der Passagiere, um eine auf französischem Territorium nicht zugelassene Person aussteigen zu lassen, ein Verstoß gegen die Sicherheitsregeln und die Startprozedur."
La Cecla riskiert 5 Jahre Haft.
"Paris-Dakar, ein Flug der Angst" von Franco La Cecla
aus "Il Manifesto" vom 18.12.04
Um halb acht Uhr morgens betreten wir das Flugzeug, eine Chartermaschine der Air Horizon nach Dakar. Kaum eingestiegen, hören wir schon Schreie aus dem hinteren Teil der Maschine.
Wir haben Plätze in der vorletzten Reihe, daher nähern wir uns zwei Polizisten, die in ihrer Mitte einen jungen Afrikaner haben. Er ruft
"Je ne suis pas un esclave" "Lasst mich", er ruft nach seiner Mutter und daß er Schmerzen hat.
Seine Augen treten aus den Augenhöhlen und sein Gesicht ist schmerzverzerrt. Er schreit verzweifelt.
Beunruhigt setzen wir uns und die Polizisten sagen, kein Problem, wenn das Flugzeug mal oben ist hört der schon auf. Die Hostessen lächeln uns zu.
Es vergeht eine halbe, dann eine dreiviertel Stunde, das Flugzeug hebt nicht ab und er schreit und weint. Die Polizisten lassen ihn hin und wieder verschwinden, sie beugen ihn gewaltsam herunter (er ist hinter dem Rücken gefesselt). Sie stecken einen Handschuh in seinen Mund und sagen, er zwinge sie dazu, indem er nicht aufhört.
Die Passagiere sind sichtbar mitgenommen. Das Flugzeug ist voll besetzt, Kinder und Familien. Mehrere Personen stehen auf, es sind dann ich und ein anwesender Journalist die zum Piloten gehen und sagen daß wir so nicht bereit sind zu fliegen.
Meiner Begleiterin wird es übel, ein Passagier aus Senegal sagt daß er Herzprobleme hat und so nicht fliegen kann. Wir verlangen von ihm uns aussteigen zu lassen.
Das Flugzeug ist noch mit dem Terminal verbunden. Er sagt daß er sich um die Sache kümmert.
Nach einigen Minuten sagt er durch daß laut seinen Befugnissen der Entschluß lautet, die Beamten und der Abzuschiebende müssen aussteigen.
Dann kommt er zu uns und frägt uns nach unseren Pässen, er brauche sie um seine Entscheidung bestätigen zu lassen. Später ruft er uns zu sich um unsere Pässe wiederzuholen.
Als wir am Eingang ankommen, werden uns von Polizisten Handschellen angelegt und wir werden aus dem Flugzeug gezerrt. Wir verlangen eine Erklärung, sie zerren uns wortlos zu einem Gitterwagen und fahren ins Flughafenkommissariat.
Dort wird uns die Festnahme erklärt, wir werden getrennt in Zellen gesteckt.
Wir fragen wieder nach einem Grund und es heißt nur, jetzt gibt es mächtig Ärger, wir hätten uns in eine für uns sehr gefährliche Geschichte verwickelt.
Wir werden gefilzt, man zwingt uns nackt auszuziehen und dann wird alles beschlagnahmt, Uhren, Schuhbänder, Geldbeutel, der gesamte Tascheninhalt.
Sie sagen wir hätten Anrecht auf eine ärztliche Untersuchung und daß sie einen Anruf für uns machen.
Dann werden die Zellen geschlossen. Wir werden um ca. 9 Uhr eingesperrt und es wird 19 Uhr bis zu unserer Freilassung. Niemand sagt uns wann wir rauskommen. Wir werden einzeln zum Verhör gerufen.
In der Zwischenzeit erzählen andere Beamte daß der sans papier versucht hat sich auf eine Eisenspitze zu stürzen um Selbstmord zu begehen und daß er jetzt im Krankenhaus ist.
Es kommt die Nachricht daß das Flugzeug nicht gestartet ist, daß die anderen Passagiere nicht ohne uns starten wollten.
Das Flugzeug hebt letztendlich um ca. 16 Uhr ab, einige Fluggäste sind mittlerweile ausgestiegen.
Später erfahren wir daß sie sich alle bereit erklärt haben für uns auszusagen.
Als wir verhört werden sind die Vorwürfe der Aufruf zu Straftaten und die Behinderung des Flugverkehrs. Es kommt noch die Verhinderung der Abschiebung dazu.
Ich werde beschuldigt den Beamten vorgeworfen zu haben, ihr Verhalten sei Folter- was ich zu ihnen nie gesagt habe. Außerdem verstehen sie nicht warum ich in einer Chartermaschine und nicht in einem Linien- oder Militärflug war.
Der das Verhör leitende Polizist gibt mir im letzten Punkt Recht. Ich erkläre ihm meine Version und daß ich mich erinnere daß ein Passagier das Recht hat den Flug vor dem Start zu verlassen wenn er Angst hat oder es ihm körperlich schlecht geht. Ich komme zurück in die Zelle, dann zur ED-Behandlung.
In den Akten bin ich jetzt als gefährlicher Flugzeugentführer.
Die Stunden in der Zelle vergehen und man lässt uns endlich raus. Der Polizeiposten ist schmutzig, überfüllt, die Polizisten sind ganz eindeutig von der Front National und begegnen jedem Dunkelhäutigen der Eintritt mit rassistischer Abscheu- sie behandeln alle mit extremer Verachtung.
Als wir freikommen wird uns gesagt daß wahrscheinlich keine Anklage erhoben werden wird und daß wir in ein paar Monaten, wenn das Verfahren anlaufen sollte, Gegenanzeige gegen den Kapitän stellen könnten.
Wir müssen eine Freilassungserklärung unterschreiben und bekommen keinen schriftlichen Beleg über unseren Gewahrsam.
Fassungslos treffen wir uns draussen und beschließen das französiche Fernsehen und einen Anwalt zu informieren.
Am nächsten Morgen geben wir ein Interview daß mehrmals am gleichen Tag gesendet wird.
Die Beiträge beeinhalten auch eine Erklärung des Polizeipräsidenten der uns 5 Jahre Haft und eine Strafe von 7000 euro androht.
Wir werden der Aufforderung zum Aufruhr, Gefangenenbefreiung, gewaltsamen Widerstand und Beleidigung bezichtigt. Die Gewaltvorwürfe werden dann umgehend zurückgenommen.
Es stellt sich raus daß ein sehr ähnlicher Vorfall am vorherigen Tag geschehen ist und das Flugzeug nicht starten konnte, aber zum ersten Mal haben Passagiere 10 Stunden in Haft verbracht weil sie ihr Unwohlsein zum Ausdruck brachten anhand dessen was sie mit anschauen mussten.
Franco La Cecla ist 1951 in Palermo geboren. Er ist Dozent für Anthropologie an der Universität von Venedig, nachdem er in Berkeley, Paris, Ravenna und Palermo gelehrt hat.
Er war Gastprofessor an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris, wo er seit 10 Jahren wohnt.
Quelle:
http://italy.indymedia.org/news/2005/03/741077.php Übersetzt von -baol-
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Abschiebungen sind nie gerechtfertigt
Die Bevölkerung wird in zwei Klasssen gespalten- privilegierte Inländer und
"unerwünschte Personen" denen nicht nur das Aufenthalts- sondern mittelbar auch das Lebensrecht abgesprochen wird.
Daß diese Politik auch in den Köpfen der Leute teilweise Erfolg hat zeigt sich an solchen Schwachköpfen wie "egal".
Es gibt keine Rechtfertigung für eine Abschiebung, schon gar nicht für eine
mit Gewaltanwendung durch uniformierte Täter.
Zum Fall La Cecla:
Ich denke es lassen sich an diesem Vorfall zwei Phänomene beobachten.
Erstens ist es nicht schwierig, eine Abschiebung zu verhindern. Das von La Cecla erwähnte Recht auf verlassen des Flugzeugs bei körperlichem Unwohlsein gibt es tatsächlich. Und wenn das mehrere Passagiere für sich beanspruchen, wird der Kapitän eher die Polizisten rauswerfen.
Jeder kann eine miterlebte Abschiebung verhindern- selbst eigentlich Unbeteiligte wie der italienische Professor. Man braucht nur etwas Zivilcourage.
Zu der Verhaftung kann ich nur sagen, das zeigt einerseits daß der Pilot ein Riesenarschloch war und andererseits daß der Staat und die Polizei sich durch solche Aktionen des zivilen Ungehorsams empfindlich gestört fühlen. Die französische Polizei ist in noch höherem Maße für ihre rassistischen Tendenzen bekannt als die deutsche, aber dieser Fall könnte sich genauso an einem beliebigen anderen Flughafen abgespielt haben.
Trotzdem finde ich es gut daß "normale" Passagiere so agieren und Antirassismus nicht nur eine gezielte Haltung von Aktivisten sein kann.
Die in den letzten Jahren von Beamten bei Abschiebungen qualvoll umgebrachten Häftlinge könnten noch leben wenn mehr Leute sich so verhalten würden.
Ich werde noch Updates übersetzen und veröffentlichen falls sie auf italy.indymedia auftauchen.
kein Einzelfall
Erst im Januar wurden in Paris drei Flugpassagiere, die gegen eine in ihrem Flug nach Lagos (Nigeria) stattfindende Abschiebung protestierten, aus dem Flugzeug heraus verhaftet und per Schnellgericht zu EINEM MONAT GEFÄNGNIS verurteilt.
Die betroffenen sind inzwischen wieder frei. Wenn es ihnen wieder besser geht wird ein Ausführlicher Bericht folgen
Danke
Ich denke, du hast hier den richtigen Weg gewählt.
Gruß Friederike
Die BGS´ler tuns gerne (BRD)
kann die Abschiebung gleich noch mit einem netten Strandurlaub am Zielort verbinden.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
startseite — starteseite
Pervers — Heyerdahl
jaja — egal
@egal — goodnightwhitepride
@egal — Juri
Abschiebungen... — ra0105
@ra0105 — hä?
... — s.l.
respekt.... — gibt doch eh keiner an...
au weiah — egal