CDU: Dänische Gefahr in Schleswig- Holstein..

r.A.nd 23.02.2005 08:47 Themen: Antirassismus Medien
CDU Politiker sind sich für keine Fremdenfeindlichkeit im Zuge der Schleswig- Holsteinischen Wahl zu schade. Die öffentliche "Warnung" vor einer "dänischen Gefahr" für das norddeutsche Kulturgut findet Platz in der Lauenburgischen Landeszeitung.
Nach der nahezu verlorenen Wahl in Schleswig- Holstein sucht die CDU nun allerorts Möglichkeiten doch noch die anstehende Koalition von SPD, der Grünen und Südschleswiger Wählerverband zu verhindern.

Selbst volksverhetzende Methoden sind dem lauenburgischen CDU- Kreischef Norbert Brackmann dabei nicht zuwider. In der "Lauenburgischen Landeszeitung" sprach er von einer Bedrohung "unser schleswig-holsteinischen Identität und Kultur" durch die dänische Minderheit in Norddeutschland.
Besser noch: nach Brackmann haben "wir Deutsche, wir Schleswig-Holsteiner, wir Lauenburger unsere eigene Lebensart, die wir nicht einfach nur, weil eine kleine dänisch orientierte Minderheit es möchte, über Bord werfen werden."
Seiner Ansicht nach würde unser Leben nach dem Einzug des SSW ins Landesparlament von den Dänen "diktiert"! Aus der neuen Koalition könnte ein Flächenbrand der dänischen Beinflussung des norddeutschen Lebens drohen...

Die dänische Gefahr - CDU oder NPD, es scheint mal wieder einerlei!

r.A.nd


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Ergänzungen

bundesweite Presse

tyske kai 23.02.2005 - 14:36
CDU schürt Minderheiten- und Fremdenfeindlichkeit, scheint zu stimmen:

"Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU) sagte, es müsse eine ernst zu nehmende Debatte geführt werden, ob es in Ordnung sei, daß eine nationale Minderheit den Wahlausgang in das Gegenteil verkehren könne."
 http://www.faz.net/s/Rub6EAA9BF249C249FE86A5EFF3F83DC130/Doc~EDDE6E143C0F847D5A56274556FE59A46~ATpl~Ecommon~Scontent.html

"Die CDU-Spitze in Berlin warnte den von der Fünf-Prozent-Klausel befreiten SSW vor der Duldung einer rot-grünen Minderheitsregierung. Dies würde das Verhältnis zwischen der Bevölkerungsminderheit und der Mehrheit im Norden belasten, mahnte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Fraktion im Bundestag, Norbert Röttgen."
 http://www.sueddeutsche.de/,poll1/deutschland/artikel/317/48269/

@abc

tagmata 23.02.2005 - 15:00
Das stimmt zwar, aber es geht hier konkret um den SSW. Und die sind immerhin orientiert (vielleicht als letzte bedeutende Partei der BRD) am skandinavischen Konzept des Wohlfahrtsstaats, dessen erste Aufgabe es ist, den Menschen ein gutes Leben zu garantieren. Klar, daß das der CDU ein Dorn im Auge ist, andererseits die noch einigermaßen (relaitv zu anderen Landesverbänden) traditionell sozialdemokratisch ausgerichtete Nord-SPD große Hoffnungen auf eine Tolerierung setzt.

Holsteiner Kultur

Holsteiner 23.02.2005 - 15:13
"unser schleswig-holsteinischen Identität und Kultur"

Vielleicht sollte dam Mann mal jemand sagen daß unsere Schleswig-Holsteinische Identität und Kultur der dänischen zum Großteuil entspringt weil S-H über Jahrhunderte hinweg zu DK gehörte...

Na gut, sein Lauenburger Landkreis gehört vielleicht zu den Slawen, aber da kann ja der Rest der bevölkerung nix für *g*

Spiegel über das Thema

Ben Dover 23.02.2005 - 17:08
Auch wenn ich einige der Aussagen des Artikels nicht gänzlich folgen kann, wirft der Artikel doch einige interessante Aspekte auf, die mir zumindest nicht bekannt waren:
 http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,343116,00.html

@ splash / @ abc

Anmerkung 23.02.2005 - 17:09
Vielleicht solltet Ihr Euch mal mit dem Begriff rassismus auseinadersetzen. Rassismus kommt nicht in immer in Form von Naziglatzen, die gegen Südländer oder Slawen hetzen daher. In seiner eigentlichen Beduetung meint er zwar die Aufteilung der menschlichen Rasse in verschiedene verschiedenwertige Rassen, aber im Allgemeinen wird damit auch die kollektive Zuschreibung von bestimmten Eigenschaften aufgrund der "Vokszugehörigkeit" bezeichnet.
mehr:  http://de.wikipedia.org/wiki/Rassendiskriminierung

Das fehlende Allgemeinwissen der heutigen Linken ist wirklich beängstigend. Kein Wunder, daß die Sekten gerade wieder ein Hoch feiern. Viele Linke sind nicht mal in der Lage, Rassismus/Abntisemitismus zu erkennen, wenn er nicht in seiner traditionellen Form daherkommt. Schauerlich!

Dänische Minderheit....

Dr. Tosch 23.02.2005 - 20:53
Es ist ja noch nicht einmal so, dass es sich bei den Vertretern des SSW um Dänen handelt, sondern um deutsche Staatsbürger, die sich dem dänischen Kulturkreis zugehörig fühlen.

Missverständnisse beseitigen:Originalartikel!

r.A.nd 23.02.2005 - 20:56
::Hier nochmal der ganze Artikel... um die meinerseits erzeugten Missverständnisse auszuräumen und jedem die Möglichkeit der eigenen Meinungsbildung zu ermöglichen.::
____________________________

-Aus der "Lauenburgischen Landeszeitung" vom 23.02.2005-
 http://www.bergedorfer-zeitung.de/

CDU will nicht dänisch leben
Norbert Brackmann kritisiert Macht des SSW

Schwarzenbek (jd).
In der CDU liegen die Wahl- Nerven offenbar blank. Auch im lauenburgischen Kreisverband wird inzwischen massive Kritik am Südschleswigschen Wählerverband (SSW) geübt. In einer gestern veröffentlichten Erklärung des CDU- Vorstandes werden alle politischen Kräfte in Schleswig- Holstein aufgefordert, "sich vordringlich für eine Änderung des Landeswahlgesetzes einzusetzen und dafür zu sorgen, daß der SSW allenfalls noch im Landesteil Schleswig von der Fünf-Prozent-Sperrklausel befreit wird".
Genau dies aber hatte kurz vor der Wahl das Bundesverfassungsgericht abgelehnt, weil der Landtag das gesamte Gebiet Schleswig- Holsteins vertrete. Für den stellvertretenden CDU- Kreischef Norbert Brackmann droht sich durch den SSW "unsere schleswig-holsteinische Identität und Kultur bis hin zur Veränderung unseres ganzen Schulsystems durch Schaffung einer Einheitsschule in Richtung Dänemark grundlegend zu verändern".
Brackmann: "Bei aller Bewunderung für Stil und Lebensart unserer Nachbarn in Dänemark und in Skandinavien überhaupt: wir Deutsche, wir Schleswig- Holsteiner, wir Lauenburger haben unsere eigene Lebensart, die wir nicht einfach, nur weil eine denkbar kleine dänisch orientierte Minderheit es möchte über Bord werfen werden. Jeder kann von seinen Nachbarn lernen, aber wir werden uns unsere Lebensart von niemandem diktieren lassen. Ich kann allen verantwortlichen nur raten, nicht aus persönlichem Machterhalt einen Flächenbrand auszulösen."
Im Kreis Herzogtum Lauenburg wählten am vergangenen Sonntag 1420 Bürger (1,5 %) den SSW.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Unseriös — abc

@ abc — ich

@abc — kaudawelsch

danske mindretal — tyske poelser

sehr komisch.... — splash

@anmerkung — splash