In Diskussionen um den 8. Mai eingegriffen
Seit zwei Wochen wird über den Beschluß der BVV Berlin Steglitz-Zehlendorf zum 8. Mai in der Öffenlichkeit breit diskutiert.
Die CDU-FDP Mehrheit beschloß neben den Opfer des Faschismus auch den "deutschen Opfern" zu gedenken. Deutsche "Opfer" waren nach Ansicht der CDU-FDP auch die "Vertriebenen" und die anderen "Opfer" der Roten Armee.
Heute solllte in der BVV nochmal über diese Form des Gedenkens diskutiert werden.
Dieses nammen einige Aktivisten der Gruppe "Kritik und Praxis" zum Anlaß sich mal im nobelem Zehlendorf umzuschauen.
Die CDU-FDP Mehrheit beschloß neben den Opfer des Faschismus auch den "deutschen Opfern" zu gedenken. Deutsche "Opfer" waren nach Ansicht der CDU-FDP auch die "Vertriebenen" und die anderen "Opfer" der Roten Armee.
Heute solllte in der BVV nochmal über diese Form des Gedenkens diskutiert werden.
Dieses nammen einige Aktivisten der Gruppe "Kritik und Praxis" zum Anlaß sich mal im nobelem Zehlendorf umzuschauen.
Sie gingen in die BVV Sitzungen.
Nachdem die Tür geschlossen wurde und die Sitzung beginnen sollte, standen sie auf und entrollten ein Transparent.
Auf dem Transparent stand : WIR DANKEN DER ROTEN ARMEE - DEUTSCHE TÄTER SIND KEINE OPFER!
Riefen Parolen und verteilten dieses Flugblatt:
Gedenken in Deutschland 2005 (Steglitz-Zehlendorf)
Heute am 16.2.2005 soll der Beschluss des Bezirksparlamentes Steglitz-Zehlendorf, am 8. Mai diesen Jahres nicht nur den Opfern des Nationalsozialismus, sondern gleichzeitig den „deutschen Opfern“ zu gedenken, offenbar von der SPD und den Grόnen des Bezirks torpediert werden. Der Antrag der CDU, der mit den Stimmen der FDP verabschiedet worden war, hat mittlerweile Wellen geschlagen. Als anstφίig wird vor allem die Formulierung, dass der 8.Mai neben der „Befreiung vom totalitaristischen Naziregime auch fόr den Schrecken und das Leid der Bevφlkerung, den die Rote Armee von Ostpreuίen bis nach Berlin zu verantworten“ habe, angesehen. Man habe dem Bezirk geschadet, klagt etwa die Fraktionsvorsitzende der Grόnen Irmgard Franke-Dressler. Auch die SPD ist unzufrieden.
Wδhrend dieser offene geschichtsrevisionistische Akt verurteilt wird, ist sich die SPD in Tempelhof-Schφneberg allerdings mit der CDU einig. Denn hier wurden derartige „Kunstfehler“ bei dem Versuch, am 8. Mai auch an deutsche Opfer zu erinnern, gleich umgangen. Schlieίlich wird klar gestellt, dass der Zweite Weltkrieg von Deutschland ausging, es soll betont werden, dass Flucht und Vertreibung darin ihre Ursache haben. In Tempelhof-Schφneberg wird die Art von Gedenkpolitik praktiziert, wie sie im Jahre 2005 keinen Anstoί mehr erregt: Nein, die deutschen Taten werden nicht geleugnet, dafόr aber Opfergruppen gleichgesetzt. So hat die SPD vorgeschlagen, Gόnter Grass am 8. Mai einzuladen, er soll aus seiner 2002 erschienenen Novelle „Im Krebsgang“ vorlesen, die gemeinhin als Werk όber das Leid der deutschen Vertriebenen interpretiert wurde. Des weiteren sei eine Ausstellung όber deutsche Vertriebene geplant, so der Tagesspiegel vom 14.2.05.
Wird einerseits der platte in Steglitz-Zehlendorf von CDU und FPD praktizierte Rechtskonservatismus verurteilt, der bereits anlδsslich des 8. Mai 1995 fόr Aufruhr sorgte, als rechtskonservative Krδfte den 8.Mai als „Tag der Niederlage“ propagierten, erscheint das parallele Gedenken an deutsche Opfer und Opfer der Deutschen legitim, so lange eben die deutsche Schuld betont wird. Als hδtten die deutschen Opfer nicht jahrzehntelang deutsches NS-Gedenken bestimmt, όbertrumpfen sich seit einigen Jahren die verschiedensten Medien mit Berichten όber frierende Soldaten in Stalingrad, verhungernde Vertriebene, brennende Stδdte etc. Dieser wiederauflebende Opfermythos hilft dabei, das unbequeme Kapitel der deutschen Geschichte, den Nationalsozialismus, erneut in den Hintergrund zu rόcken, schlieίlich gilt dieser lδngst als aufgearbeitet und bewδltigt.
Dem bleibt gegenόber zu stellen, dass der 8.Mai nach wie vor fόr die Befreiung vom Faschismus steht, fόr das Ende der industriellen Vernichtung von Juden und Jόdinnen, fόr den Terror der von der Mehrheit der Deutschen gestόtzten NS-Herrschaft. Vergangenheit kann nicht „bewδltigt“ werden, vielmehr gilt es in Zeiten wie diesen dafόr zu sorgen, dass der deutsche Opfertaumel nicht hegemonial wird. Deshalb protestieren wir hier gegen die Formen der Geschichtskittung wie sie in Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schφneberg betrieben wird.
Deutsche Tδter sind keine Opfer!!!
Nach dem gelungenen Auftritt verliesen sie den Saal und machten sich auf ins heimatliche Kreuzberg
Wer den ganzen Auftritt und die anschließende Diskussion sehen moechte, sei heute die Abendschau um 19:30 auf RBB empfohlen.
Nachdem die Tür geschlossen wurde und die Sitzung beginnen sollte, standen sie auf und entrollten ein Transparent.
Auf dem Transparent stand : WIR DANKEN DER ROTEN ARMEE - DEUTSCHE TÄTER SIND KEINE OPFER!
Riefen Parolen und verteilten dieses Flugblatt:
Gedenken in Deutschland 2005 (Steglitz-Zehlendorf)
Heute am 16.2.2005 soll der Beschluss des Bezirksparlamentes Steglitz-Zehlendorf, am 8. Mai diesen Jahres nicht nur den Opfern des Nationalsozialismus, sondern gleichzeitig den „deutschen Opfern“ zu gedenken, offenbar von der SPD und den Grόnen des Bezirks torpediert werden. Der Antrag der CDU, der mit den Stimmen der FDP verabschiedet worden war, hat mittlerweile Wellen geschlagen. Als anstφίig wird vor allem die Formulierung, dass der 8.Mai neben der „Befreiung vom totalitaristischen Naziregime auch fόr den Schrecken und das Leid der Bevφlkerung, den die Rote Armee von Ostpreuίen bis nach Berlin zu verantworten“ habe, angesehen. Man habe dem Bezirk geschadet, klagt etwa die Fraktionsvorsitzende der Grόnen Irmgard Franke-Dressler. Auch die SPD ist unzufrieden.
Wδhrend dieser offene geschichtsrevisionistische Akt verurteilt wird, ist sich die SPD in Tempelhof-Schφneberg allerdings mit der CDU einig. Denn hier wurden derartige „Kunstfehler“ bei dem Versuch, am 8. Mai auch an deutsche Opfer zu erinnern, gleich umgangen. Schlieίlich wird klar gestellt, dass der Zweite Weltkrieg von Deutschland ausging, es soll betont werden, dass Flucht und Vertreibung darin ihre Ursache haben. In Tempelhof-Schφneberg wird die Art von Gedenkpolitik praktiziert, wie sie im Jahre 2005 keinen Anstoί mehr erregt: Nein, die deutschen Taten werden nicht geleugnet, dafόr aber Opfergruppen gleichgesetzt. So hat die SPD vorgeschlagen, Gόnter Grass am 8. Mai einzuladen, er soll aus seiner 2002 erschienenen Novelle „Im Krebsgang“ vorlesen, die gemeinhin als Werk όber das Leid der deutschen Vertriebenen interpretiert wurde. Des weiteren sei eine Ausstellung όber deutsche Vertriebene geplant, so der Tagesspiegel vom 14.2.05.
Wird einerseits der platte in Steglitz-Zehlendorf von CDU und FPD praktizierte Rechtskonservatismus verurteilt, der bereits anlδsslich des 8. Mai 1995 fόr Aufruhr sorgte, als rechtskonservative Krδfte den 8.Mai als „Tag der Niederlage“ propagierten, erscheint das parallele Gedenken an deutsche Opfer und Opfer der Deutschen legitim, so lange eben die deutsche Schuld betont wird. Als hδtten die deutschen Opfer nicht jahrzehntelang deutsches NS-Gedenken bestimmt, όbertrumpfen sich seit einigen Jahren die verschiedensten Medien mit Berichten όber frierende Soldaten in Stalingrad, verhungernde Vertriebene, brennende Stδdte etc. Dieser wiederauflebende Opfermythos hilft dabei, das unbequeme Kapitel der deutschen Geschichte, den Nationalsozialismus, erneut in den Hintergrund zu rόcken, schlieίlich gilt dieser lδngst als aufgearbeitet und bewδltigt.
Dem bleibt gegenόber zu stellen, dass der 8.Mai nach wie vor fόr die Befreiung vom Faschismus steht, fόr das Ende der industriellen Vernichtung von Juden und Jόdinnen, fόr den Terror der von der Mehrheit der Deutschen gestόtzten NS-Herrschaft. Vergangenheit kann nicht „bewδltigt“ werden, vielmehr gilt es in Zeiten wie diesen dafόr zu sorgen, dass der deutsche Opfertaumel nicht hegemonial wird. Deshalb protestieren wir hier gegen die Formen der Geschichtskittung wie sie in Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schφneberg betrieben wird.
Deutsche Tδter sind keine Opfer!!!
Nach dem gelungenen Auftritt verliesen sie den Saal und machten sich auf ins heimatliche Kreuzberg
Wer den ganzen Auftritt und die anschließende Diskussion sehen moechte, sei heute die Abendschau um 19:30 auf RBB empfohlen.
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Ergänzungen
Hintergrundinfos
mehr infos dazu
(auf deutsch):
(auf englisch):
Bericht in der Abendschau
Ein anschließendes Interview mit Bürgermeister und Vorsitzendem der SPD-Fraktion wurde auch sehr kritisch geführt. Der CDU Bürgermeister wurde direkt gefragt, ob eine solche Gleichsetzung der Opfer noch vertreten werden könne. Dre Vorsitzende der SPD-Fraktion forderte den Bürgermeister zum Rücktritt auf.
Für 21:30 ist ein weiterer Bericht auf dem RBB im Magazin Klartext angekündigt.
Abendschauvideo zur Aktion
Hier der Link: (oben Rechts im Fenster auf Viedo klicken ;-) )
jep
hier noch'n bild vom transpi, via rbb.
Abstimmungsergebnis
ergänzend
Taz Artikel zur Aktion
Antifa singt in Steglitz
Aktivisten der Aktion Kritik & Praxis haben gestern Nachmittag die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf unterbrochen. Kurz nach Beginn der Sitzung liefen die sechs Antifas mit einem Transparent - Aufschrift "Deutsche Täter sind keine Opfer" - einmal quer durch den Saal. Dabei intonierten sie das Lied "Ihr habt den Krieg verloren". Von den Zuhörerplätzen wurden sie dafür teilweise mit Applaus bedacht. Danach verließen die Politaktivisten den Saal wieder. Auf der Sitzung sollte unter anderem über den umstrittenen Antrag von CDU und FDP abgestimmt werden, in dem die beiden Fraktionen das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mit dem Gedenken an das Leid der Berliner Bevölkerung gleichsetzen, das diese nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 erfahren musste (taz berichtete). Bis Redaktionsschluss hatten sich die Bezirksverordneten allerdings noch nicht mit dieser Thematik auseinander gesetzt. TAZ
8. Mai
abzurufen ist.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
viva viva — xyz
ausgefüllt — shnoop
umlaute — tsts
gut, ich glaub aber es geht noch besser — 666
Mal was anderes — Troll-Watcher
jaja — egal
deutsche täter — sind keine opfer!