Demo gegen Studiengebühren in Mannheim
In Mannheim demonstrierten heute mehrere tausend Menschen gegen Studiengebühren und für die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaften. Auch der Sozialabbau generell wurde thematisiert.
Nach Angaben der VeranstalterInnen nahmen gut 6000 Menschen an der Demonstration teil, die lautstark vom Bahnhof aus durch die Innenstadt zog. Auf Transparenten, in Sprechchören und in Reden wurden die jetzt mögliche Einführung von Studiengebühren abgelehnt, aber auch die Wiedereinführung der demokratischen Mitbestimmung von StudentInnen und die studentische Selbstverwaltung wurden gefordert.
Der fzs, die Landesastenkonferenz Baden-Württemberg und der AStA
der Uni Mannheim werteten in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Demonstration, die parallel zu den Demos in Hamburg, Berlin, Leipzig und Essen stattfand, als einen großen Erfolg. "Wir wollten mit der Demonstration ein klares Zeichen für freie Bildung setzen", sagte AStA-Sprecherin Natascha Massing. Dank der überwältigenden Beteiligung sei dies auch gelungen.
Am Ende der Demonstration wurde ein Teilnehmer festgenommen, weil er angeblich einen Polizisten beleidigt haben sollte. Nachdem er wieder freigelassen wurde zog ein Teil der Demonstranten unter "Alles für alle"-Rufen vom Platz der Abschlusskundgebung durch Stadt.
Nachdem die Kundgebung beendet wurde versuchten außerdem etwa siebzig DemonstrantInnen am Rathaus ein Geschenk für die CDU abzugeben: Einen aus Pappmaché gefertigten Nachbau von Wissenschaftsminister Frankenbergs Gesäß gefüllt mit kopierten 500 Euro-Scheinen und kurzen Statements zur Einführung von Studiengebühren. Das Rathaus wurde jedoch abgeschlossen und die Polizei gerufen. Die Übergabe soll nun in den nächsten Tagen stattfinden.
Die erwähnte Presseerklärung:
http://www.asta.uni-mannheim.de/count.php?nav=leech&id=415
Der fzs, die Landesastenkonferenz Baden-Württemberg und der AStA
der Uni Mannheim werteten in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Demonstration, die parallel zu den Demos in Hamburg, Berlin, Leipzig und Essen stattfand, als einen großen Erfolg. "Wir wollten mit der Demonstration ein klares Zeichen für freie Bildung setzen", sagte AStA-Sprecherin Natascha Massing. Dank der überwältigenden Beteiligung sei dies auch gelungen.
Am Ende der Demonstration wurde ein Teilnehmer festgenommen, weil er angeblich einen Polizisten beleidigt haben sollte. Nachdem er wieder freigelassen wurde zog ein Teil der Demonstranten unter "Alles für alle"-Rufen vom Platz der Abschlusskundgebung durch Stadt.
Nachdem die Kundgebung beendet wurde versuchten außerdem etwa siebzig DemonstrantInnen am Rathaus ein Geschenk für die CDU abzugeben: Einen aus Pappmaché gefertigten Nachbau von Wissenschaftsminister Frankenbergs Gesäß gefüllt mit kopierten 500 Euro-Scheinen und kurzen Statements zur Einführung von Studiengebühren. Das Rathaus wurde jedoch abgeschlossen und die Polizei gerufen. Die Übergabe soll nun in den nächsten Tagen stattfinden.
Die erwähnte Presseerklärung:
http://www.asta.uni-mannheim.de/count.php?nav=leech&id=415
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Ergänzungen
Solidarische Grüsse
solidarisiert sich mit den Anliegen der Studenten.
Alle gemeinsam gegen den Sozialkahlschlag hier und weltweit.
Allein machen sie Dich ein-sind wir Millionen,werden wir ihnen den Arsch
versohlen!
Tip für das nächste Mal
Mein Problem ist nur gewesen, dass ich hinten im Zug stand und wir ständig angehalten haben. Es war irgendwann sowas von nervig, dass wir nicht mal 10 Minuten ein normales Tempo gelaufen sind, sondern ständig unserm Vordermann/frau beim Abstoppen auf die Hacken getreten sind ...
Also BITTE BITTE keine Spielerein mehr mit dem Demowagen, oder igrnedwelche Setz-dich-und-steh-wieder-auf-Aktionen ... das demotiviert den Rest nur!
Ansonsten wäre noch erwähnenswert, dass sich während der Kundgebung einzelne "radiaklere"* Grüppchen von 50-100 Studis abgespalten haben und lautstark durch die Innenstadt gelaufen sind. Ein Vorfall blieb mir noch im Gedächtniss: Ein Beamter aufm Motorrad fuhr (absichtlich?) eine Demonstrantin an. Das gab dann nochmal Diskussions, war aber mehr Schrecken als Schmerzen anscheinend.
Zudem blockierten am Ende noch eine Meute von ca. 300 (oder sogar mehr?) Studies die Kreuzung vorm Wasserturm (oder wie man das da nennt ;)
Beste Grüße aus Frankfurt!
*Augenscheinlich die Fraktion incl. Sympatisanten, die "Bildung für alle, sonst gibts Krawalle" skandalierte.
Zahlen
Links:
www.op-marburg.de/op/home.news.lokal/article.op.jsp?id=20050203.484297
www.taz.de/pt/2005/02/04/a0099.nf/text.ges,1
Gerechnet wurden mit 1000, sind also wesentlich mehr gekommen. Insofern ist die Behauptung in den Medien, wonach weniger als erwartet kamen, nicht richtig...
Kritik
so ,da jetzt schon mal einiges lob kam kommt jetzt auch ein büschen Kritik ;o)
1. )
hat für mich KEIN SPD oder VERDI Funktionär auf der Rednerbühne was zu suchen !!!
2. ) im Gegensatz dazu wurden seitens der Veranstalter Versuche von Montagsdemonstrantlern und Hartz IV Gegnern abgewürgt ,eine Solidaritätsbekundung (max 3 Minuten)
abzugeben .
Ich finde so etwas ehrlich gesagt eine Schande und kann nur hoffen , dass so etwas bei der nächsten Studi Demo ausbleibt
Übersicht
Studenprotest alsTeil der sozialen Bewegung!?
Erst als er dann die Bühne verlassen hat, wird eine kurze kritisches Statement abgehalten. - was naklar untergeht!
Wir StudentInnen müssen unseren Kampf als ein Teil des Kampfes gegen Soziahlkahlschlag sehen. Es geht nicht nur um „uns“ sondern auch um Erwerbslose, Menschen mit Behinderung, MigrantenInnen, Schüler, alter Menschen, der zunehmenden Prekärisierung der Arbeitsplätze.
Ein isolierter Kampf für unsere Interessen ist ein Kampf für „unsere Privilegien“ und keiner der als Teil der weltweiten sozialen Bewegungen zu sehen ist.
Wir stehen jetzt am Anfang, und können für unsere weiteren Aktionen das breite Bündnis erarbeiten was nötig ist. Also ran an die Sozialforen, Erwerbslosenini's, linken GewerkschaftlerInnen, ...
Koch kommt nach FFM
Es würde in Mannheim auch eine rede gegen den Opernball in FFM gehalten.
Mannheimer Beteiligung
Und zu dem SPD-Politiker: Seine Rede war für mich absolut in Ordnung und ich denke, wir können jede Unterstützung brauchen, die wir kriegen können (und wieso gegen den SPDler sein, wenn die Jusos doch auch da waren???)
Die SPD auf ner Demo?? ;o))
es ist nicht verwunderlich dass soviele Menschen diesem SPD Fritzen zugejubelt haben wenn ich deine letzten beiden Sätze lese.
Pass mal auf :
Ja wo war denn die SPD und als mit Hartz IV Millionen Menschen in Armut getrieben wurden??
Wo sind denn deine Jusos wenn viele ALG II Empfänger am 15. nicht mal mehr Kohle für den ARZT haben.
Er hat recht wenn er sich selbst als Verfassungsbrecher bezeichnet.
Da Hartz IV ja nichts anderes ist?
Und was meinst du wird uns dieser SPD Politiker kurz vor der undestagswahl sagen?
So etwas wie " Seht ihr wir sind dochdie bessere Alternative zur CDU ?"
Wer steht denn seit August jeden Montag auf den Protestengegen Sozialabbau bei Wind und Wetter rum und friert sich den Arsch ab?Was anderes sind Studigebühren auch nicht
Was wir brauchen ist eine breite Solidarität von ALLEN gegen Agenda 2010 gegen Studiengebühren,gegen die Profitlogik denn sonst stehst auch du, liebe Mannheimer Studentin nach einigen Jahren auf der Straße.
Ich finde es schändlich , wie sich einige Demonstranten nach der Festnahme eines Aktivisten verhielten.
O-Ton :"Was geht denn hier ab ?" "Da kriegt einer ne Anzeige wegen Beamtenbeleidigung?" "Und deswegen steht ihr hier rum ?"
Musste ihm dann erst mal das Wort Solidarität erklären.
Genauso wie jetzt bei Dir ;o)
viele grüße
bis zur nächsten Demo
Zu viel gelatsche.. zu wenig AKTION!
Erst mal gut das doch immerhin 5000 Leute zusammen gekommen sind auf der Demo. Allerdings möchte ich doch ein wenig Kritik an den Veranstaltern üben:
1. Der Lautsprecherwagen, der vorne vor der Demo herfuhr, war ziemlich sinnlos platziert! Das Teil hat die ganze Dynamik aus der Demo genommen, da die "Ordner" ja auch zum Großteil sehr darauf bedacht waren, das auch ja keiner mal neben dieses Teil läuft und so etwas Schwung in die Demo bringt! Zudem konnten wohl 75% der Demonstrierenden sowieso nicht hören, was die Leute durchs offene Micro so bekannt gegeben haben! Ein aussagekräftiges Fronttranspi, der Lauti in der Mitte der Demo.. das wäre der Aktion auch mal förderlich gewesen, und hätte nicht zu diesem Trauermarsch geführt, der die Demo teilweise war! Ausserdem verhinderte die strickte Demoführung mit ihrem Frontwagen einfach mal Aktionen am Rande der Demo und jegliche Dynamik die entstehen hätte können wurde unterdrückt.
2. Dazu trugen mMn auch die vorgedruckten"Parolen" bei! Leute mal im Ernst: Is ja schön das ihr euch Gedanken gemacht habt, aber euer Vorbrüller auf dem Lauti, der die teilweise ziemlich schlechten Sprüche ("500€ .. Tschüss! .. und ein Doppeltschüss für 2500 €!" - lol!!) laut gröhlend in die menge rief, war über weite Strecken einfach peinlich... Auch das "üben" der Sprüche vor der Demo.. nun ja...
3. Die Abschlusskundgebung: Zu viel gelaber, zu viel SPD... Es gibt ne Zeit für Theorie und eine für Aktion! Die fast gar nicht vorhandenen Bullen und die mit "Bürgern" volle Mannheimer Innenstadt hätten wir prima für kreative Aktionen oder ganz einfach zum Druck machen durch Strassenbesetzungen, Spontandemos etc. nutzen können! Wurde ja auch durchgeführt von einigen der Demonstrierenden schließlich, allerdings leider ohne Unterstützung von der Rednerbühne und mit relativ wenig aus der Menge!
Da muss mehr kommen Leute! Wenn wir wirklich was bewegen wollen, müssen wir mehr machen, als nur alle paar Monate mal durch irgend ne Staat latschen!
Organisiert den Widerstand! Macht Aktionen, informiert die leute, solidarisiert euch mit den vom Sozialabbau betroffenen und STREIKT! Ohne MASSIVE Proteste, wird sich nix verändern!
Grüße aus Marburg!
radio bericht
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Scheibe zu Bruch
frage: ich habe bei dem nachtreffen in der mensa gehört, dass bei der cdu eine scheibe zu bruch gegangen sein soll, weiß da jemand genaueres? gabs da auch wieder Verhaftungen?
oüäidd
Heult doch!
Warum studiert Ihr denn? Um zu "lernen"? Dazu braucht Ihr keine Universität, das könnt Ihr auch zuhause machen, auf der Straße, im Park, im Wald und in jeder Stadtbücherei.
Es geht bei einem Studium doch nur darum, am Ende einen "Abschluss" in den Händen halten zu dürfen, der Eure Verwertbarkeit auf dem kapitalistischen Arbeitsmarkt ultimativ dokumentiert. Alles andere, an "Bildung", "Wissen", etc. könntet Ihr auch ebenso gut außerhalb einer Uni erwerben.
Heul doch selber ;)
Mal im Ernst: Ich persönliche habe Träume und die kann ich eben nur so verwirklichen. Oder erklär du mir mal, wie ich mit nem Hauptschulabschluss Forscher werden soll?!?!
Klar ist ein Problem dabei, dass die jetzt angehenden Akademiker irgendwann die Oberschicht bilden werden und wieder von oben nach unten getreten wird. Aber ich denke, der Anteil dieser Leute war auf der von dir kritisierten Demo verschwindend gering. Du vermischst die Jura/BWL/Polit-Studies mit den, die hier aufrecht auch ne Meinung haben.
Außerdem muss man nich 100% sein ... Dogmatismus hat bis jetzt nur Tote gebracht!
pOsItIvE eNeRgY wünscht
Gegenwind
@ Gegenwind
resignation: es haben sich ne ganze Menge Studies an den Montagsdemos beteiligt. Ihr Spinner seht auch nur, was Ihr sehen wollt!
@riotgirl & oponents
nur weil sie etwas kritisches schreibt, heisst es noch lange nicht, sie sei ein "richkid". bei so etwas würde ich mal empfehlen nen selfcheck zu starten, wohin sich so eine argumentation bewegt.
ich bin grundsätzlich gegen jede form von gebühren für das studium, aber die forderungen auf den demos müssen weiter gehen, viel weiter, sonst hat @riotgirl am ende recht und man kämpft nur für die eigenen privilegien und für das eigene "arbeitfähigkeitszertifikat"; die verwertungslogik, die logik des kapitals wird da nicht mal angekratzt.
somit ist ihr statement so ziemlich das radikalste hier und echt mal gut.
für mehr demos, aber bitte auch mit mehr inhalt und mehr bezug auf die gesamtthematik...
ich bin dann immer gerne dabei (...obwohl, bin ich ja jetzt auch schon)
@ s.l.
wieso? weils mit deiner weltsicht übereinstimmt?
"es sollte nicht als direkte anpisse verstanden werden was sie schreibt"
es ist aber eine geworden. schon allein, weil hier den leuten sachen unterstellt werden und falsche tatsachenbehauptungen aufgestellt werden.
"sondern eher als aufforderung mal zu reflektieren das bildung so wie sie bisher angeboten wird nicht wirklich besser ist als die, welche in zukunft in den lehranstalten feilgeboten wird."
genau das ist aber thema vieler kritischer auseinandersetzungen. das wird von leuten wie euch aber ignoriert, weil nicht in euer weltbild passt (demzufolge nur ihr checkt, was abgeht)
"nur weil sie etwas kritisches schreibt"
das war nichts kritisches. das waren unterstellungen und dumme anmachen.
"heisst es noch lange nicht, sie sei ein "richkid"."
aber stimmt doch - oder? ist doch das typische gelaber, was ich ständig von irgendwelchen richkids zu hören bekomme.
"bei so etwas würde ich mal empfehlen nen selfcheck zu starten, wohin sich so eine argumentation bewegen"
ja, wie ist das eigentlich bei linksdogmaten: hinterfragt man sich da kritisch oder zählt der unfehlbarkeitsglaube zur ideologie dazu? soweit ich weiß, hat sich in den letzten 20 jahren bei linken weder in parxis noch ideoligie verändert. die einzigen änderungen sind andere lieblingsflaggen und andere themen bei euren sektenkriegen.
"ich bin grundsätzlich gegen jede form von gebühren für das studium, aber die forderungen auf den demos müssen weiter gehen, viel weiter"
noch ne diffamierung. du hast dir nicht mal die mühe gemacht, die inhalte der demo zu checken oder du lügst.
"sonst hat @riotgirl am ende recht und man kämpft nur für die eigenen privilegien und für das eigene "arbeitfähigkeitszertifikat"
dito. unterstellung. diffamierung. trifft eher auf deinesgleichen zu: du kämpfst für deinen elfenbeinturm.
"die verwertungslogik, die logik des kapitals wird da nicht mal angekratzt"
bei dir? stimmt. polemisierst ja immer nur gegen leute,die es wagen den kapitalismus in frage zu stellen.
"somit ist ihr statement so ziemlich das radikalste hier und echt mal gut"
ja, radikal wie die faz.
"für mehr demos, aber bitte auch mit mehr inhalt und mehr bezug auf die gesamtthematik..."
was ist denn inhalt für dich? fahnen wedeln und stumpfe linksdogmaten-parolen gröhlen?
fazit: besser machen oder klappe halten. oder vielleicht erst mal aus der ju austreten?
richkid?
Ok., ihr wollt also Forscher werden. Euer gutes Recht. Aber ich will vielleicht Filmkritikerin werden. Auch mein gutes Recht, oder? Bezahlt mir der Staat jeden Tag einen Kinobesuch? Eher nicht, oder?
Warum geht Ihr also nicht für mein Recht auf freien Kinoeintritt auf die Straße? Oder auch für staatlich finanziertes Freibier - z.B. für die, die Biertester von Beruf werden wollen?
Ihr seht schon, Eure Forderungen sind ganz und gar eingeschränkt auf den Aspekt, "Bildung" staatlich organisiert an einer staatlichen Institution eingetrichtert zu bekommen. Dass es sich dabei aber um ein PRIVILEG handelt, dass Ihr verteidigt, und dass Euch gegenüber dem "Bildungs"anspruch der angehenden Filmkritikerin, des angehenden Biertesters usw. von Staat wegen (bislang) besser gestellt und privilegiert hat, findet überhaupt keine Beachtung.
Es geht hier ganz klar darum, diese Privilegien zu verteidigen. Die Privilegien einer kleinen Minderheit, die eben den Weg über die "Ausbildung" in einer staatlichen Institution gewählt haben, um glücklich zu werden. Dafür habe ich - eben gerade als NICHT-"richkid" - kein großes Verständnis. Ich gehe ja auch nicht für die Privilegien von Beamten, Mittelständlern, oder Bundestagsabgeordneten auf die Straße.
Das hier vorgebrachte Argument, dass man als Forscher am Ende ja nicht mehr verdiene denn als Angestellter ist nicht nur falsch (wer wirklich gute Forschungsarbeit leistet, die für die Industrie verwertbar sind, wird sehr wohl viel mehr verdienen!) sondern auch von der zugrundeliegenden Logik fragwürdig: warum verweist Du darauf, wieviel oder wenig Du verdienen wirst? Die Logik, dass es etwas "besseres" sei, wenn man wenig in diesem System verdient, teile ich überhaupt nicht. Reichtum ist genau so wenig eine Schande, wie Armut irgendwie moralisch besser ist.
Wer aber einfach nur forschen will, um des forschens und des entdeckens und der Neugierde selbst willen, braucht keine Universität, keine Scheine, keine Leistungsnachweise, keine Diplomprüfungen, Übungen, Seminare und keine Professoren. Uni-Bibliotheken sind ohnehin ohne Gebühr frei zugänglich, im Internet könnt Ihr zusätzlich das erforderliche Basiswissen sammeln, usw. -- nur den staatlich zertifizierten ABSCHLUSS, der Eure Leistungsfähigkeit und Eure Verwertbarkeit für Euren zukünftigen Boss und Ausbeuter dokumentiert, bekommt Ihr so nicht. Und genau dafür braucht man sie, die Uni, und den Universitätsabschluss - egal ob als Forscher, BWL´ler, Jurist oder Religionslehrer :-))
junge union missioniert bei indy
@ ich
Ach ja, wenn Du keine Kohle für Unibiblihothek hast (kostet in 3 Jahren wahrscheinlich ordentlich), ist das Dein Pech! Abschaum muss nich studieren. Abschaum hat sich für niedere Arbeit bereitzuhalten. Du kannst ja nach 12 Stunden malochen im Callcenter zu Hause noch ne Stunde vorm Schlafengehen forschen.
sozialdarwinismusjungeunionfazrichkidblablubb
Was ist denn daran "sozialdarwinistisch" oder gar "rechtskonservativ"? Ich kritisiere das Uni-System von einer anarchistischen und radikal arbeits-kritischen Sichtweise aus. Das hast Du offenbar noch nicht gemerkt. Und ich greife gerade den "Sozialdarwinismus" an, der durch das Leistungs-System "Universität" verkörpert wird. Da kommt nämlich nur derjenige zu einem Abschluss, der am besten und am reibungslosesten funktioniert und für den späteren Arbeitsmarkt verwertbar ist. Und darum geht es bei dem Uni-Zirkus in seiner Essenz. Survval of the most productive. Wenn das kein Sozialdarwinismus ist - was dann?
br />br />br />br />br />
Ich schreibe überhaupt nicht, dass Ihr "zahlen sollt" - ich frage Euch vielmehr, warum Ihr überhaupt an einer Uni seid, und warum Ihr glaubt dass das was besseres und förderungswürdigeres ist als wenn jemand z.B. ins Kino geht oder Bier trinkt? Und ob Ihr nicht fähig genug seid, Euch "Bildung" selbst anzueignen - warum Ihr dafür einen Staat und staatliche Autoritäten, Professoren etc. braucht?
<*lol* ... naja, richkid: schieb dir deine faz sonstwohin :-)
Die Behauptung mit dem "richkid" wird auch nach mehrmaligem Wiederholen nicht besser. Oder, wenn Du es genau nimmst, sind wir alle "richkids", es gibt Milliarden von Leuten, die sich einen Internetanschluss nicht mal leisten könnten. Tu also mal nicht so, als wärst Du NICHT deutlich reicher als 95% des Rests der Menschheit. Das nimmt Dir keiner ab ;-)
Wohin soll´s gehen?
Ich fand es schade, dass die Demo "echt gut geklappt" hat. Ich hätte ehrlich gesagt ein wenig mehr "Unkomformität" und Aktionismus erwartet, v.a. bzgl. der Bedeutung des Urteils vom 26.01., da es sich um einen (lediglich) weiteren krassen Rückschritt um 35 Jahre handelt. So ziemlich alles was mal außerpalamentarisch erkämpft wurde geht Schritt für Schritt dahin. Das soll kein "nostalgisches Blabla-ich möchte den Sozialstaat der 70 er zurück-Gerede" sein. Das was war ist nicht das wohin ich wieder hin will. Ich möchte hier lediglich dem scheinbar gemäßigten Gegenwind klar machen, dass die Dinge, die hier in den letzten Jahren einfach mal so abgeschafft werden einfach eine verdammt große symbolische und leider auch materielle Wirkung haben und ein wenig mehr Widerstand als konforme Demos benötigen. Und wenn in diesen Kreisen gedacht wird, dass eine Demo, die glatt abläuft, daran irgendwas ändert, der/die irrt sich m.E. gewaltig.
Vor allem möchte ich ebenso wie Har(t)zer Käse meine Fraglosigkeit darüber ausdrücken, dass ein SPD-Mensch die Möglichkeit hatte, sich auf der Bühne zu artikulieren. Die sind, wie wir ja alle wissen, seit 1914 nicht mehr glaubwürdig, aber schön, dass die kritische Masse der Studis auf der Demo solchen Leuten immer noch applaudieren.
Ich bedanke mich auch für den Begriff der Meute. Mir ist die Meute ehrlich gesagt lieber, als tausende konformer Studis auf einer konformen Demo, die außer ein paar nüchterne Pressezeilen nichts erreichen werden.
In diesem Sinne: Alles für alle, sonst gibt´s Krawalle!
Beste Grüße aus Marburg!
Es gibt viel zu tun.
@ Störer
Ok, stoppen wir auch hier den Bullshit und nehmen uns dem Thema ernst an.
Ja, du hast recht damit, dass die sozialen Grundsicherungen und Rechte nur auf dem Kampf von Unten beruhen. Ja, du hast recht, dass diese unsere Rechte suksessiv wieder verloren gehen ... obwohl wir in den letzte 4 Jahren nichtmehr von Suksessivität reden können. Aber wo du nicht recht hast, ist die Form, in der wir sie zurückgewinnen.
Gewalt ist keine Lösung, und ich bin nicht ohne Grund im Februar an der Rhein-Main-Aribrase gewesen und hab mir den Arsch abgefrohren, weil ich auf Gewalt stehe ... ich habe mein Hirn nur einfach mal eingesetzt und lehne jegliche Form von Gewalt ab - auch um meine Rechte durchzusetzen.
Mahatma Gandhi hats uns vorgemacht, dass man ein ganzes Land aus dem Kolonialismus befreien kann OHNE die Hand zur Faußt zu ballen.
Es ist nicht die einfachste Methode und auch nicht die Wirkungsvollste - doch ist es die intelligenteste und gerade wir Akademiker sollte diesen Anspruch an uns haben und nicht zu den Flastersteinen greifen.
Ich war froh drüber, dass es keine Ausschreitungen gab. Jede Form der Gewalt würde von der Presse und der Polizei auf uns zurückfliegen und unserer Proteste als "Chaoten Terror" abstempeln. Unsere Argumentationen treten in den Schatten zurück und die Presse wird sich wie Gaier auf die nächsten Verwüstungen stürzen.
Also ich denke, wir müssen uns andere Wege und Mittel aussdenken, wie wir unser Anliegen mit Nachdruck an die Politiker bringen können. Die Proteste sind dahingehened nur ein Auftackt. Kreative Publicety und pazifistische Blockaden von Lehreinrichtungen wären weitere Schritte, die mir einfallen. und bei denen ich mitmachen würde.
Aber zum Stein werde ich nicht Greifen und jeden den ich sehe, der Steine schmeißt, bekommt meine Aussage vor Gericht GEGEN sich!
@gegenwind
2.es widerspricht keinem pazifismus, kreuzungen zu besetzen und die bullen zu ärgern, wie es es gestern wohl während der spontandemo passiert ist.
3. es widerspricht aber sehr wohl einer pazifistischen grundhaltung polizei-übergriffe zu verschweigen/verharmlosen und gleichzeitig eine gestern gar nicht existierendes gewalt-szenario (außer von seiten der polizei) herbei zu halluzinieren.
4. deine avangardismus ("wir akademiker... pla,pla") ist zum kotzen
fazit: du scheinst mir ein ziemlicher heuchler mit guten aussichten auf partei-karriere zu sein.
@ Klaus
Wenn du meinen letzten Beitrag gelesen hättest, dann würdest du wissen, dass ich FÜR "pazifistische Blockaden von Lehreinrichtungen" bin. Gegen die Straßenblockeaden habe ich mich mit keinem Wort negativ geäußert, sondern nur gegen ungeziehlte destruktive (Gewalt-)Aktionen, die aus den Krawallen entsehen können. Ich selbst war ja wie o.g. bei der Airbaseblockade immer dabei, bin weggetragen worden und hab deswegen auch latzen müssen und halte Straßenblockaden und kleiner Störungen noch für halbwegs vertretbar - aber hart an der Grenze, da das Mittel und das Ziehl beim Blockieren von Bürgern, die nichts mit der Sache zu tun haben, sehr weit auseinander liegen. Die (fiktive) Mutter, die nur gerade für ihre Kinder einkaufen geht, hat bestimmt nicht unsere Studiengebühren mitverursacht, oder?
"Übergriffe" der Polizei habe ich nicht verschwiegen, denn ich war es ja, der sie hier thematisierte. Und da ich einfach kein Augenzeuge der direkten Tat war, kann ich nur mutmaßen und nicht behaupten! Wenn ich hier LÜGEN soll und dem Beamten eine vorsätzliche Straftat unterstellen soll, nur damit du deine Bullen-geilheit befriedigt bekommst und dein Vorurteil, dass alle Bullen nix besseres zu tun haben als Demonstranten zu verdreschen, bestetigt bekommst, dann muss ich dich leider enttäuschen. Ich unterschlage hier keine Geschehnisse pushe sie aber auch nicht willkürlich auf!
Gestern lief ja noch alles weitestgehend Glatt ... was ich auch geschrieben habe und ich habe hier nirgends auf Gestern ein Gewaltszenario halluziniert - sondern auf Störers Anregung hin, dass Demos nicht glatt zu laufen hätten. Halluzinationen hat imho jemand anderes hier, wenn er jeden, der mal was moderates sagt, gleich als Parteizögling abstempelt und somit auf schlechte Weise versucht seine Argumentation zu enthebeln, weil ihm selbige fehlen.
Außerdem tut es mir leid, wenn ich mich als Studi mit den Studiprotesten identifiziere ... aber gewöhn dich drann - ich bin genau so ein Teil davon wie du!
Salem & Shalom
Gegenwind
mal ganz sachte @ich
schön das du zurückschreibst und nicht mal den anstand besitzt, zu lesen was denn der andere schreibt, den zu kommentieren du dich ja berufen fühlst.
ist schon komisch das du mich so genau kennst, wer bin ich denn deiner meinung nach? du liest ein, zwei sätze und kommst nicht über übelste diffamierung hinaus. an den pranger sollte ich wohl stehen, könnte deine schlussargumentation sein.
zum einem arbeite ich in einer antifa, PLANE solche demos wie die um die es hier geht unde habe weiss gottnnix mit der ju zu tun. hättest du dir die mühe gemacht den text auch zu verstehen, dann wäre dir aufgefallen, das es mir nicht darum geht, sie schlecht zu reden, aber so wie sie laufen wirds eben nix. woher ich das weiss? ganz einfach ich mache hochschulpolitik nun schon seit etlichen jahren. gebrachts hat nichts, naja zumindest wenig. eine ausweitung der proteste hat nicht stattgefunden, eine kritische reflektion ebensowenig, für was man denn eigentlich auf die strasse geht. das ich dennoch denke die proteste weiterzuführen ist daraus ersichtlich, das ich aktiv an den vorbereitungen für die kampagne im spätfrühling /sommer mitmache. wenn du dagegen auch nur den hauch einer ahnung um den umstand hättest, wüsstest du das das was riotgirl und ich geschrieben haben auch auf den vorbereitungen diskutiert wird. zb in düsseldorf vor ner knappen woche auf der vv von zig asten, abs und fzs.
also halt doch bitte selber die klappe, wäre vermutlich angebrachter.
nun zu deiner argumentation, ich hätte diverse parolen nicht gehört bzw plakate nicht gelesen. bulshit, absoluter blödsin diese unterstellung. nur wenn du allen ernstes meinst, die paar menschen die auch mal andere inhalte mit auf so eine demo bringen wären die demo selber und würden ihr gewissen bestimmen, dann denkst du bestimmt auch morgen ist revolution.
mal nachgedacht, wraum manche menschen das privileg haben zu studieren und andere nicht? wohl eher nicht. das in den schulen vorselektiert wird, das leute aus sog. "sozial schwachen/bildungsfernen schichten" nicht zu sehen sind in der bibo, ist dir wohl noch nicht aufgefallen. woran liegt das?
vielleicht daran, das dir dein eigenes recht auf bildung, was explizit für dich in dieser gesellschaft eingerichtet wurde zu wichtig erscheint?
du bist halt ein armes würstchen was sich nun ertappt fühlt in seiner heilen welt. an andere menschen auch nur einen gedanken zu verschwenden kommt idr beim vielen büffeln gar nicht in den sinn.
ach ja, welchen dogmatiker darf ich denn nun spielen?