Berlin: 30.01.05 Heult Doch! - Demo

www.bernau.tk 30.01.2005 21:30 Themen: Antifa
Unter dem Motto: "Heult Doch! - Deutsche Opfermythen angreifen" rief die Antifa Friedrichshain, die Antifa Hohenschönhaußen und der Antifaschistische Aufstand Köpenick heute um 14:00 am S-Bhf Berlin Lichtenberg zu einer Antifademo auf.
...
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Deutsche Zustände

germany sucks! 30.01.2005 - 21:42
Neben einer Demo mit einem wichtigen und richtigen Anliegen, die nebenbei noch an einem kalten Sonntag wie diesem, viele Menschen auf die Straße gelockt hat um gegen einen deutsche Opferinszenierung zu demonstrieren, müssen bestimmte Dinge kritisiert werden. Der heute in Lichtenberg gebotetene linke Pluralismus, der sich auf vielen Demos bietet ist antisemitisch, antiamerikanisch und ganz und gar nicht antifaschistisch.

TrägerInnen von Israel und Alliertenfahnen wurden als Nazis (!) beschimpft.

Besoffene Punks grölen „Wir haben keinen Lieblingsstaat!“ und provozieren durch ihr Verhalten viele anwesende Antifas.

Es wurden immer wieder Schneebälle auf Israel – und USA Fahnen und ihre TrägerInnen geworfen.

All dies wird von den DemoteilnehmerInnen, mit Ausnahme der Betroffenen toleriert und nicht kritisiert.

Der Fakt, dass in Deutschland auf einer antifaschistischen Demonstration Israel- und USA-Fahnen bzw. die der allierten Mächte in diesem Maße verschmäht werden ist ein Skandal und bestätigt den deutschen Mob in seinem Treiben, was nicht das Ziel dieser Demonstration gewesen sein kann und war. Die Linke hat heute wieder ihre Theoriefeindlichkeit bewiesen und ihr wahres Gesicht gezeigt. Die oben genannten Situationen sind nicht Teil einer ernstzunehmenden linksradikalen Kritik, sondern zeigen nur die erheblichen Misstände in diesem Land auf von denen die deutsche Linke nicht verschont geblieben ist.

NIE WIEDER DEUTSCHLAND!
OPFERMYTHEN ENTZAUBERN. DEUTSCHE ZUSTÄNDE ANGREIFEN.

die demo war wichtig

dresden-neustadt 30.01.2005 - 22:42

die demo war pluralistisch und gut, hatte ein gut gewähltes ziel und einen wichtigen anlass. und wer jetzt wieder nur auf die fahnen achtet und wieder nichts besseres zu tun hat als hier rumzumeckern, der/die hätte sich vielleicht besser mal daran beteiligt und sich dann sogar auch einen differenzierten redebeitrag zur fahnenproblematik anhören können, aber selbstreflektion als basis emanzipativen denkens is nu mal wie jede weiss in den erganzungen hier nich so angesagt. es gab auch eine durchsage vom bündnis, die nationalfahnen im hinteren teil der demo zu tragen und damit wars gut und der anlass war ja wohl ohne hier weiteres erklären zu müssen selbstverständlich gegeben. ich hab in der tat ein paar junge jungs gesehen, die wohl glaubten jetzt auch schneebälle auf die fahnenträger schmeissen zu müssen, aber soviele waren das nicht, 'germany sucks'. dein beitrag wirkt leider auch etwas, sorry, jungenhaft grossmäulig. die allermeisten schneebälle sind in richtung polizei geschmissen worden, was auch lustig war und die polizei durch den lauti zu der wunderbaren mitteilung genötigt hat: die polizei bittet die teilnehmer mit dem schneeballwerfen auf die polizistn aufzuhören.
alles in allem ein guter und wichtiger spaziergang an einem kaltnassen sonntagnachmittag.

@germany sucks

Antifaschist 30.01.2005 - 23:35
Also wenn, dann bitte alle Fahnen der Allierten. Wo war die französische und vorallem, wo war die sowjetische Fahne? Generell lehne ich Nationalfahnen komplett ab, aber in diesem geschichtlichen Zusammenhang sind sie auf ner Demo zu akzeptieren. Aber wenn dann alle und nicht nur die, die am meisten provozieren.

Ihr Antideutschen wurdet nicht als einzige mit Schneebällen beworfen. Das waren keine Angriffe gegen euch, sondern Spaß unter den Demoteilnehmern. Wegen nem Schneeball rumheulen - ihr seit lächerlich!

@Fred - was das ist

RBMK 31.01.2005 - 02:04
Hi Fred!
In short: It was no anarchists-demonstration. They demonstrated against german facists. Because in the first part of the 20th century germans murdured more than 6000000 jews, these (german) people see it as a duty to defend Israel as a place where jews can live secured of persecution.
Furthermore they say "thank you" to the allies who liberated germany of Hitler and stopped the holocaust.
This point of view has caused a big conflict in the german left.
More here:  http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-German

By the way: in Germany nowadays the Nazis are carrying Palestine-Flags and organise demonstrations against "American- and Israeli-terror" (because they hate jews):  http://de.indymedia.org/2005/01/104036.shtml

Strange situation...

US-Fahnen kein Antifaschismus

... 31.01.2005 - 08:28
Es sei denn im Zusammenhang mit den Fahnen der Antihitlerkoalition. Das Zeigen der Us-Fahnen hat hier aber einen anderen Hintergrund: Unterstützung der gegenwärtigen Politk.

Hier was Aktuelles zum Mythos "antifaschistische USA" (der ja schon durch den Plan Condor widerlegt wurde):

CIA hält Nazi-Akten zurück
Der US-Geheimdienst weigert sich offenbar, mit einer Arbeitsgruppe des Kongresses zu kooperieren. Aus den bisher freigegeben Unterlagen sei zu entnehmen, dass die US-Regierung engere Kontakte zu Nazi-Kriegsverbrechern gepflegt habe, als bisher angenommen, schreibt die Zeitung.
 http://www.sueddeutsche.de/,polm1/ausland/artikel/965/46919/

7 Millionen

Pamela 31.01.2005 - 09:35
Also, irgendwie haben Amerikaner und Briten sogar schon mehr als 7 Millionen Menschen vernichtet und umgebracht,... warum das niemanden davon abhält, freudig erregt mit ihren Nationalflaggen herumzuwedeln ist mir nicht so ganz klar.

Das mit den Opfern halte ich für etwas problematisch. Wie kann man "Täter" und "Opfer" nach ihrer Nationalität selektieren? Natürlich waren auch "Deutsche" Opfer des 2. Weltkrieges. "Deutsche" Juden, Homosexuelle, Sozialisten und sonstige Systemgegner im KZ, genau so wie tausende "deutsche" Kinder die im Bombenhagel starben und noch nicht mal wussten was das überhaupt ist - Politik.

Und das mit den Schneebällen ist echt lächerlich. Hier werden Transparente getragen auf dem in glorifizierender Weise militärische Flugzeuge gezeigt werden, die Bomben abwerfen. Und hier beschwert sich ernsthaft jemand darüber, dafür ein wenig gefrorenes Wasser abzubekommen.

Hallo, geht´s noch?!

Geht doch nach Spandau

Lichtenberger 31.01.2005 - 13:39
Kleiner geschichtlicher Hintergrund: Lichtenberg war vor und während der NS-Zeit eine Berliner Hochburg der antifaschistischen Widerstandes. Vor diesem Hintergrund ist die Demo nicht nur höchst fragwürdig, sondern einfach de-plaziert (auch wenn in dem Kiez heute viele Nazis wohnen; denn die demo bezieht sich auf die Bomber, die deutsche Städte zerstört haben und nicht auf die Nazis, die in Lichtenberg wohnen).

• Wahlen zum Reichstag 6.11.32 (vor der Machtübertragung) in Lichtenberg
KPD 35,7%, SPD 24,8 %, NSDAP 24,3 % (Rest sonstige, wie Zentrum, DNV, ...)

• Wahlen zum Reichstag 5.3.33 (nach der Machtübertragung) in Lichtenberg
KPD 29,2%, SPD 23,5%, NSDAP 32,7% (Rest sonstige, wie Zentrum, DNV, ...)

Noch nach der Machtübertragung hatten die antifaschistischen Parteien SPD & KPD mehr als 50% der Stimmen. Das ist mit das "beste" Wahlergebnis in ganz Berlin (abgesehen vom "roten" Wedding). Welche dt. Stadt kann denn nach '33 noch mit solchen Ergebnissen aufwarten.

Zudem wurden in Lichtenberg nahezu keine Häuser zerbombt – also hat dort auch niemand geheult.

Geht doch mit der Demo mach durch Spandau, wo die NSDAP schon Ende der 20er Jahre die Macht im Bezirksparlament hatte. Oder nach Charlottenburg oder ins spießige Tempelhof oder Zehlendorf. Da saßen die Nazis, da heulten die NS-Täter um ihre schmucken Häuser.


Die einzig coolen auf der Demo, waren die Leute, die sich nicht von USA/Israel/...-Fahnen beindrucken lassen und trotzdem mit Pali-Tuch zur Demo kamen.

Bild 4

blabla 31.01.2005 - 13:47
...sehr süss: unten links das kleine fdj-logo!
bleibt nur zu sagen: deutsche täter sind keine opfer!!!

insgesamt war ich von dem inhalt der demo sehr(!) enttäuscht:
- die demo route ging nicht bei den nazis vorbei
- es wurden nationalfahnen gezeigt -hierbei die der su-armee einfach vergessen
- x-ddr autoritäre organisationen durften teilnehmen
- der streit um die tschechische frau auf dem plakt noch nicht geklärt

schade, schade...

Demo

zug 31.01.2005 - 22:48
War nur kurz da und kann deshalb nur nen kurzes Statement abgeben. Erstmal waren meines Erachtens nicht so viele Leute da, vielleicht so 200. Hab da doch mit mehr gerechnet. Scheint aber auch mit der momentanen Schwäche der beteiligten Gruppen zusammenzuhängen. Besonders gruselig war mal wieder das Mitführen diverser bekannter Fahnen, die immer mehr zum Selbstzweck denn zur Aussage politischer Positionen bestimmt sind. Stimmung war gut bis latschig (wenigstens solang ich da war). Flugblätter für die Leute am Rand wären auch nicht schlecht gewesen. Hab da in der Richtung nix gesehen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 55 Kommentare

Cool

Antifa 30.01.2005 - 21:57
Schneebälle auf NationalistInnen? Was soll daran verkehrt sein?

Ultradeutsche raus aus linken Demos!

@"Antifa"

authentisch wirkender name 30.01.2005 - 22:13
Wow, wieviele Kommentare willst du heute eigentlich noch posten? Wo bleiben eigentlich deine Links, die über pöhse "Rassisten" und "Nationalisten" aufklären?

Achso

Berliner 30.01.2005 - 22:19
Wer keinen Lieblingsstaat hat, ist ein besoffener Punker! Jetz weiss ich endlich, was ich bin.

PS: Lächerlich!!!

Danke für die Demo !

Lichtenberger 30.01.2005 - 23:06
Bitte mehr davon, hier sind zu viele Nazis im Kiez, das kotzt mich an.

Und hört doch bitte mit dieser Fahnendebatte auf, es gibt viel Wichtigeres jetzt zu tun.

was ist das?

Fred 30.01.2005 - 23:14
Entschuldingung aber spreche ich nicht sehr gut auf Deutsch.
I found very surprising to see anarchists defending nations and armies. And seeing people that say "Solidarität" mit Israel when this state is a racist one...very sad.

Au Weia!

Vaterland 30.01.2005 - 23:32
Was für ein perverser Kindergarten! Antis jeder Coleur mit Flaggen freudiger Kriegsnationen und Kolonialmächte! Abartig - geschichtslos - bescheuert!

KP (wieder) antideutsch

fragende 30.01.2005 - 23:49
Da fühlt sich die "KP Berlin" wieder wohl: umringt von US-, GB- und Israelfahnen. Haben die aus den Erfahrungen aus Hamburg vor genau einem Jahr nichts gelernt. Damals fiel ein Dutzend UltraDeutsche auf, als sie sich mit o.g. Fahnen in eine Antifa-Demo prügeln wollten. Mit dabei auch einige KP'ler. Damals wurde sich ja von dem Vorfall distanziert; aber was soll das jetzt???

Ich dachte, da wären wir in Berlin schon weiter (in Bezug auf das Verzichten von Fahnen).

ich werde es wohl nie verstehen

x 31.01.2005 - 00:05
wie oft haben wir schon versucht mit antideutschen eine debatte zu führen, wie oft haben wir versucht sie zu verstehen. sie kamen aus unseren eigenen reihen, sie waren freunde, mensch hat mit ihnen sonstwas erlebt, aber ich werde es wohl nie begreifen, wie freunde, die früher voller fantasie lebten und kreativ sich gedanken machten, sich hinter niemanden verstekcen wollten, aber auch gleichzeitig nichts hervorheben wollten, plötzlich flaggen tragen, für die sich selber früher erschossen hätten.
ich denke es kommt mit der resignation.

kampf dem faschismus heißt kampf dem imperialistischen system
viva autonomia

wem dankt ihr?

querbet 31.01.2005 - 00:11
"dank euch ihr soldaten der antihitlerkoalition"
jup, denen danke ich auch innerlich, aber: hallo! sie sehen euch nciht, geschweige denn sie hören euch.
lebt ihr in der vergangenheit? ich denke nein, also hat doch dieses flaggengelumbe mehr zu bedeuten als der geschichtliche zusammenhang. und wer die usapolitik als extremes beispiel gutheiß, der hat in meinen augen echt nicht mehr alle tassen im schrank und sollte sich echt mal gedanken machne, ob er nicht zu ideologisch verfärbt ist!
für den kritischen gedanken!

antifa heißt dank den allierten?

FU 31.01.2005 - 00:23
okay, danke.
ich muss euch recht geben an einer stelle, gut, dass die alliierten da waren, um hitlerdeutschland den gar auszumachen! danke, danke, und nochmals danke!
aber irgendwann ist auch schluss!
hey, ich hab nem freund auch schonmal das leben gerettet, mal schauen, ob er auch so wie ihr reagiert, wenn ich ne tankstelle in die luft jage, es zig tote gib (drunter viele kinder ua). meint ihr, er würde noch ewig weiterbrüllen und mir zujubeln? er würde weiterhin meinen, joah, dass was du früher gemacht hast war spitze und ich danke dir dafür, aber jetzt kriegst du eine aufs maul. ich könnte es ihm nicht verübeln und es wäre vollkommen berechtigt. wäre er wie ihr, würde er mir weiterhin hinterher jubeln!

Heult doch!

Anarchist 31.01.2005 - 00:23
Da demonstriert ihr mit Transpies auf denen Flugzeuge bomben werfen mit dem Spruch "Heult doch!" dabei, und heult wegen Schneebällen rum?! Sehr konsequent...und an alle, die sich über die Fahnendebatte beschweren. Ich halte es für sehr wichtig zu kritisieren, dass auf Antifa-Demos Nationalflaggen rumgetragen werden...ich will eine Welt ohne Nationen, deshalb weg mit den Flaggen, auch aus unseren Köpfen. Auch eine Israelflagge ist da fehl am Platz, der Konflikt Israel-Palästina ist einfach zu vielschichtig um sich einfach hinzustellen und lahmes schwarz-weiß-Denken an den Tag zu legen indem man irgendwelche Nationalflaggen (ob Israel oder Palästina) auf einer Demo auspackt.
Die üblichen Schlussparolen spar ich mir mal, bis auf eine:
No Nations, No Borders!

wer

bitte 31.01.2005 - 00:45
denkt hier in nationen?
scheiß nationalgedanken innerlich töten!

huhu mod

grüßender antifaschist ohne flagge 31.01.2005 - 01:16
wollte dich hier nurmal eben grüßen. hast hier sicherlich gut was zu tun. danke für deine arbeit, hörst du bestimmt nicht oft! sorry für den delete click, den du jetzt machen musst, aber hey, egal. schönen abend, bzw schöne nacht noch :)
grüße aus göttingen

@germany sucks: allet klar, ihr verwirrten!

rote zora 31.01.2005 - 01:21
wer als "linker" die fahne der USA durch die gegend trägt, in deren namen:

3 millionen linke vietnamesen, zigtausende linke chilenen und argentinier, unzählige andere menschen aus südamerika etc... barbarisch ermordet wurden -, und in deren namen das kuba-boykott, die unterstützung husseins im iran-krieg, die anschließende unterstpützung des irans gegen hussein, die ausbildung und unterstützung osama bin ladens im afghanistan krieg in den 80ern, die unterstützung des südarfik. apartheidregimes etc... sowie die tägliche kapitalistische ausbeutung begangen werden - wer also diese fahne stolz durch die gegend trägt - hat für mich POLITISCH KEINE RELEVANZ.
das proletariat kennt kein vaterland! ihr habt es immer noch nicht geschnallt, oder?

darüber hinaus könnt ihr euch nicht darauf berufen, die fahnen der allierten befreier getragen zu haben, zumal die sowjetische fahne nicht vorhanden war. ein deutlicherers zeichen eurer uneingestandenen pro-kapitalistischen gesinnung habt ihr nicht geben können.

ihr diskreditiert euch fortlaufend selbst.
armseliger auftritt.

kein staat, kein vaterland! ihr fahnenheinis!

Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland

Antinationalist 31.01.2005 - 01:49
Nationalfahnen sind pervers!
Und wenn die Fahnen Staaten repräsentieren, die uns _damals_ von den Massenmörderischen Nazis befreit haben (gut so!), heute repräsentieren sie etwas anderes!

Ihr, die ihr immer auf korekte Auslegung der Geschichte pocht, solltet euch mal an die eigene Nase fassen!
Denn es ist genauso revisionistisch, heute mit solchen Fahnen auf eine Demo zu gehn.

Nationen angreifen!
Kommunismus ist international!
Anarchismus ist Freiheit!

anti-d.... logo, why not?

peter lustig 31.01.2005 - 01:57
ah, ähm ja.

"antinationalisten" ("germany sucks!") die mit nationalfahnen ("solidarität mit israel/USA") unterwegs sind. logo, why not?

"antikapitalisten", die mit den fahnen von kapitalistischen weltmächten unterwegs sind. logo, why not?

"antifaschisten", die glauben, faschismus käme aus dem "deutschen volk" per se, und nicht aus kapitalistischen nationalstaaten generell. logo, why not?

"revolutionäre", die imperialistische besatzungsmächte verteidigen. logo, why not?

"bomber-harris-fans", die rumheulen, wenn sie auf ner demo von nem schneeball getroffen werden. logo, why not?

geschichtsrevisionisten oder dummköpfe?

--- 31.01.2005 - 02:10
das transpartent auf bild 11 steht wohl exemplarisch für das verwirrte geschichtsverständnis der sog."antideutschen": "...deutsche vernichteten 7 millionen menschen." aha, 7 millionen menschen? und der rest? waren keine menschen? im wk2 sind wohl ein paar milliönchen mehr durch deutsche hand umgekommen, aber das scheint euch einen dreck zu interessieren - oder ihr wisst es nicht mal. zu dem transparent fällt mir nur ein: wenn man keine ahnung hat einfach mal die fresse halten!

Frage

kurt 31.01.2005 - 07:26
Hallo ihr antideutschen,
irgendetwas über den aufmarsch hier zu schreiben, spar ich mir.
wollte allerdings mal was zur demo am 8. januar in berlin-spandau lesen, konnte bislang nichts finden war da keiner? Vielleicht hat jemand mal einen Link? Oder ist die demo ausgefallen?
Bis die tage,
more Border, more Nation

KP-Transpi

Autonomer Enkel 31.01.2005 - 07:58
Wie schon jemand in einem anderen thread geschrieben hat. Mein Opa war ebenfalls Jude, hat den Holocoust überlebt und hat bis ins hohe Alter immer noch gegen Faschismus gekämpft. Doch wenn er sowas lesen würde, hätte er sicher einen Herzinfarkt bekommen.
Das kann doch nicht wahr sein, unter autoritären Staats-Fahnen im Gleichschritt marschieren, die Bombadierung von Deutschland einzufordern und sich dann über Schneebälle aufregen.
Antideutsche oder wie ihr euch auch immer bezeichnet. Stoppt endlich diese unreflektierte Scheisse!

NATIONALSTAATEN & DEREN TREUE UNTERSTÜTZER BEKÄMPFEN!
NIE WIEDER FASCHISMUS!

Wir haben keinen lieblingsstaat

jo 31.01.2005 - 08:38
Da haben die panks voll recht, auch wenn sie nicht Adorno zitiert haben, um das zu beweisen

ich glaub ich seh nicht richtig

meinereiner 31.01.2005 - 09:05
als ob uns die alliierten kluggebombt hätten .. als ob sie besser wären .. als ob ihre bomben damals besser geschmeckt haben als heute woanders .. ein hitler war nur deshalb ein hitler weil die massen hinter ihm standen, ein bush nur deshalb ein bush .. tsktsk weil es immer noch leute gibt die sich über "friedensstiftung" bedanken .. ihr tut mir leid .. hättet ihr euch heute auch noch bedankt wenn berlin ein hieroshima geworden wäre ?

NO BORDER NO NATION and NO TOLERANCE FOR MURDERS
HIER UND ÜBERALL

(muss ausgefüllt werden)

(muss ausgefüllt werden) 31.01.2005 - 09:20
Ohje,wenn ich mir die Bilder so anschaue könnte man meinen ihr hättet wirklich nur Brei in der Birne.
Wenn wollt ihr eigentlich mit euren Transparenten beeindrucken,ihr werdet euch mehr Feinde machen als Freunde,das müsste euch doch wohl einleuchten.
Die heutige Linke ist einfach verblödet und peinlich.Mit sollchen Leuten kann ich mich beim besten Willen nicht mehr Identifizieren.

Fahnen?

aus der schweiz 31.01.2005 - 09:24
ich bregreife eure antideutsche bewegung ganz und gar nicht.... wie kann eine antifaschistische gruppe mit FLAGGEN umherlaufen?? Es ist egal welche flaggen aber es sind FLAGGEN und erst noch von kriegs/kolonialmächte.
da verstehe ich nicht mal den zusammenhang mit dem 2ten weltkrieg als ausrede für die flaggen!
Wollen wir mal aufzählen wieviele menschen durch amerika umgebracht wurden? Könnten es nicht noch mehr tote sein als im 2ten weltkrieg?? darf ich erwähnen, dass israel auch nicht ganz unnschuldig ist?

NACH WAS GEHT IHR ANTIDEUTSCHE??
Ihr macht einen verwirrten eindruck!

@ über mir

ich 31.01.2005 - 09:25
1. es gibt nicht DIE linke, es gibt verschiedene strömungen
2. weltfremde und menschenverachtende positionen kommen in erster linie in der k-gruppen-szene vor
3. was können die anderen linken dafür, wenn irgendwleche rich-kids, die sich als links bezeichnen, abdrehen?

die antideutsche szene ist längst über ihren zenit. in berlin kriegste grad mal noch 30, 40 von denen zusammen. die meisten leute auf der demo waren keine anitdeutschen/nationalisten

6, 7 Millionen waren wichtig, der Rest nicht

AntiD 31.01.2005 - 09:39
Was gehen mich Russen, Polen, Zigeuner, Schwule, Linke und Ausländer an? Die werden schon nicht grundlos über'n Jordan gegangen sein.

Wer findet den fehler

ich war nich dabei! 31.01.2005 - 09:57
auf Bild3 ???


Kleiner Tipp:
Palitücher, hinter Pro-Israel-Transpi...Seltsam, seltsam!

fehler

korrekter antideutscher 31.01.2005 - 10:20
warum soll das ein fehler in dem bild sein. das palituch ist doch ein puzzelstück in dem antideutschen-mosaik. ohne das tuch wärn sie nur die hälfte. das ist doch nur die vollkommende realsatire. mehr nicht.

voll lustig irgendwie. die antideutschen geben vor gegen geschichtsrevisionismus zu sein und verdrehen selber die geschichte...

nie wieder brd und frankreich und russland und polen und usa und gbr und luxenburg und lichtenstein und und und!

frag mich wann wie lang die noch existieren...es werden ja immer weniger.


ein ums andere mal

volksseelenkocher 31.01.2005 - 10:40
die dynamik deutscher abwehrreflexe...

Partisanen in Griechenland

US- Kritiker 31.01.2005 - 10:43
Hallo,

neulich hab ich eine ganz spannende Deokumentation gesehen über die Partisanenbewegung in Griechenland, die gegen die deutschen Truppen gekämpft hat.
Kaum zogen sich die braunen Mordbanden zurück, fingen US- Truppen an, das Land aufzuteilen. Dabei gingen sie rigoros gegen die Partisanen vor.

Das gleiche Bild zeigte sich fast überall. Auch den KZ- Insassen in Buchenwald, die sich gerade selber von der Nazityrannei befreit hatten, wurden von US- Truppen die Waffen abgenommen - Waffen, welche sie unter Lebensgefahr mühselig im Lager teilweise jahrelang verstecken mussten.
Aber auch diejenigen im NS- Regime Verfolgten, die in Deutschland nach dem Krieg eine schlagkräftige Arbeiterbewegung aufbauen wollten, wurden von dem alliierten Militärapparat unterdrückt.
Was Frankreich in den 60- er Jahren mit Algeriern anstellte, was unter der britischen Fahne in aller Welt an kolonialistischen Mordaktionen lief, ist unvorstellbar.

Was war in Vietnam, Korea, Grenada, Hiroshima, Chile ?

Napalmverbrannte Kinder !

Und ihr tragt antifaschistische Symbole und lauft diesen Mordfahnen hinterher !



"Die nationale Fahne deckt jedes Unrecht, jede Unmenschlichkeit, jede Lüge, jede Schandtat, jedes Verbrechen..." Rudolf Rocker



Erst das fressen dann die Moral

anti 31.01.2005 - 11:19
Ich kann es echt nicht mehr sehen! Immer diese links-anti-deutschen Beissreflexe.
Kommt mir langsam vor wie eine Art Querfront von 'links' mit nationalistischen und faschistischen Fahnen.

Wird Zeit, dass die Nationalisten aus linken Strukturen für immer vertrieben werden!

Anti-Antifa und Antideutsche auf 's Maul!

Mobilisierung

echter Antideutscher aus Bärlin 31.01.2005 - 11:32
Diese Demo sollte eigentlich zur Mobilisierung nach Dresden dienen. Ich frage mich jetzt ganz ehrlich, ob das nicht ein Schuss in den Ofen war.
DCIKES Lob an die Organisatoren! Ihr habt das gut gemacht! Bloß schade, dass so ein paar Verblendete mit Staatsfahnen dabei waren. Darum hoffe ich mal, dass von der kleinen DUMMEN antideutschen Minderheit jetzt nicht auf eine ganze Demo geschlossen wird. Es waren wirklich nur ca. 50 Assis aus dem KP-und dem AANO-Spektrum mit Fahnen und Transpis am Start.

Für mehr antideutsche Gruppen ohne nationalistische Tendenzen innerhalb der Linken!

Wir sehen uns in Dresden!

Wer Nationalfahnen...

egalo 31.01.2005 - 11:45
... durch die Gegend trägt, allen andern Linken ständig vorwirft antisemitisch zu sein, es für besonders emanziptorisch hält für Kriege zu sein, die "Mehrheitslinke" mit Faschisten gleichsetzt, kann nur engstirniger Betonkopf sein.

Es geht hier nicht darum in Frage zu stellen, dass es natürlich gut war, dass Deutschland von den Nazis durch die Allierten befreit wurde. Es ist klar, dass der Staat Israel ein Existenzrecht hat, es ist klar dass Linke gegen Rassismus und Antisemitismus kämpfen müssen. Es ist klar, dass deutsche Opas Nazis waren. Es ist klar, dass jede Form der Opferrolle die Taten unserer Großelterngeneration verharmlost. Es ist auch klar, dass es Nationalisten bei den Linken gibt. Und es ist klar, dass Nationalismus niemals emanzipatorisch sein kann.

Aber:
Wer Flugblätter an gegen Krieg demonstrierende Schüler verteilt, in denen ihnen vorgeworfen wird, sie seien doch nur an Eminem interessiert und sie sollten doch nach Hause gehen, wer jeden anderen Ansatz in endlosen Diskussionen erstickt, in denen doch nur rauskommt, dass die anderen Faschisten und Antisemiten seien, der muss sich auch vorwerfen lassen, destruktiv zu sein.

Wer Bush für gut hält und seine (auch ihre natürlich) politische Arbeit nur auf Deutschland und Israel fixiert, der bekommt leider einen Tunnelblick.

Ihr Antideutschen, oder wie ihr auch immer genannt werden wollt, seid letztlich doch das Beste was dem Staat passieren kann. In ständiger Spaltungsbestrebung gegen die ach so rückwärtsgewandte, nationalistische Linke seid ihr die besten Helfer Widerstand und Protest gegen Deutschland, Krieg und soziale Mißstände klein zu halten.

Bekommt ihr eigentlich Geld dafür?





Geschichtsrevisionismus

Pike 31.01.2005 - 12:36
Es ist schlichtweg geschichtsrevisionistisch, wenn behauptet wird, Linke und AntifaschistInnen seien solidarisch mit kapitalistischen Nationalstaaten.
Wer das praktiziert, hat sich selber aus linken Kontexten herausdividiert!
Basis jeder linken Politik ist ein Klassenverständnis und der Klassenkampf. Diesen Kampf und dieses Verständnis haben die Amerika- und Israel-Freunde dieser Demo nicht vorzuweisen.
Im übrigen sollte Indymedia doch wohl über linke Aktivitäten berichten. Also plädiere ich dafür, dass nationale Aufmärsche wie dieser hier kein Forum bekommen.

transpis

antifa 31.01.2005 - 12:45
die ergänzungs-funktion wird ja wieder richtig gut genutzt.

das transpie mit dem "...deutsche vernichteten 7 millionen menschen." ist nicht von antideutschen, sondern von den falken. außerdem ist die industrielle vernichtung von menschen nur um der vernichtung willen in der tat krasser als alles andere. trotzdem hättest du natürlich auch ein transpie gegen den vernichtungskrieg der wehrmacht im osten mitbringen können. statt dessen beschwerst du dich über leute, die nochmals auf EINEN anspekt aufmerksam machen, steckst sie in ne schublade (antideutsche=böse) und freust dich an deinem compi sitzend.

zu dem kp-transpie und der "kritik" vom "autonomen enkel". ich bin mir sicher, das kein jude einen herzinfarkt bekommt, wenn in deutschland antifaschist_innen mit transoies darauf hinweisen, das die deutschen ihre geschichte zurechtlügen und behaupten opfer gewesen zu sein - "mein opa war kein nazi..."

in diesem sinne:
oma, opa und hans-peter - keine opfer sondern täter!

kp berlin

egal 31.01.2005 - 13:13
also die kp berlin kann sich wohl nicht entscheiden. erst tragen sie ein transpi im vorderen teil der demo, pöbeln dann einen usa-fahnen-träger an, dann rollen sie ihr transpi ein und sind danach nur damit beschäftigt, die polizei und die träger von usa-fahnen mit schneebällen zu bewerfen. die können sich einfach nicht entscheiden, ob sie jetzt antideutsche sind oder nicht. komisch.

Alliierter Antifaschismus?

Anarchist 31.01.2005 - 13:42
Ist das nicht interessant das das 3. Reich schon 1939 den Krieg gegen die Sowjetunion begonnen hat und die Alliierten erst 1944 eingriffen, als sich die Wehrmacht schon auf dem Rückzug vor der Roten Armee befand?

@ 7 Millionen- Tote Transparent.

Wusstet ihr nicht das auch KommunistInnen, SozialistInnen, AnarchistInnen, Homosexuelle und Zeugen Jehovas in den KZs ermordet wurden? Was ist mit den 25 Millionen Toten in den "Deutschbesetzten Gebieten Osteuropas?". Sagt euch das Wort Klassengesellschaft etwas?

Gegen jeden Staat - Nieder mit Deutschland und für den Anarchismus.

Auch einmal eine andere Sichtweise

Objektivzuseinversucher 31.01.2005 - 14:17
Moin moin

Es war also eine Demo gegen Opfermythen. Soweit so gut. Was ich aber an der ganzen sache nicht ganz nachvollziehen kann, ist die Pauschalaussage, dass es keine Deutschen Opfer gab.

Krieg tötet Menschen. Es sind in dem Krieg Menschen gestorben, egal welcher herkunft.

Ich kann damit leben, wenn man behauptet, man trauere nicht um die, die den Krieg begonnen haben oder zumindest, in welcher Form auch immer, zum Beginnen beigetargen haben.

Es gab sehr viele Deutsche, die das NSDAP- System begrüßt hatten und damit leben konnten.

Letztendlich gab es auch solche, die darunter gelitten haben, die aber auch Deutsche waren. Immerhin gab es ca. eine Millio deutsche Juden, die unstrittig Opfer waren. Und das waren auch Deutsche.

Es gab ja auch deutsche Widerstandkämpfer, die umgekommen waren. Sind das denn keine Deutschen gewesen? Und die nicht als Opfer zu bezeichenen, das geht gar nicht....

Und es kann mir keiner sagen, dass ein z.B drei- Jähriges Kind in einem Luftschutzbunker, welches panische Angst hatte, ein Täter war. Aber das Kind war auch deutsch.

Es gab aber auch solche, die auf alliierter Seite eine gewisse Form von Sadismus aufzeigten. Und ich verurteile auch alliierte Soldaten, die Vergewaltigungen oder andere Verbrechen begangen haben.

In einem Krieg sterben Menschen auf allen Seiten. Es gibt keine Gewinner, sondern nur Verlierer.

Es war eine wunderbare sache, von den Nazis berfreit worden zu sein.

Aber es gab und gibt immer auf allen Seiten Opfer und Täter.

ich stimme zu, wenn Täter nicht als Opfer genannt werden. Aber eine Täter- oder Opferolle auf eine Nationalität festzumachen, das ist eine Vereinfachung.


OPFER SIND IMMER MENSCHEN!!!!!!!!

Schneebälle sind keine Steine

N.N. 31.01.2005 - 14:50
und 1989 ist nicht 1945,obwohl viele das leider glauben und ihre antifaschistische Wut über die Verbrechen der Täter an Repräsentanten und Politik der beiden Nachfolgestaaten auslassen.Viele der letzten Nazis des NS-Regime sind tot,es gibt inzwischen jüngere Großväter ,die nach 45 geboren sind.Trotzdem okay.Nicht okay ist,so zu tun,als wäre linke oder antifaschistische Politik vom Himmel gefallen,sie hat Traditionen sowohl in der BRD vor 89 als auch in der DDR (...),ich vertsehe das Ressentiment gegen die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika auf einem Hintergrund linker Politik in der Bundesrepublik vor 89.Die westdeutsche Linke verurteilte zusammen mit der amerikanischen Friedensbewegung den Krieg der USA gegen den Vietkong und kritisierte z.b. die Lateinamerikapolitik der USA von links.Vernachlässigt man eine solche Kritik,ist es kein Wunder,das hohle Nazis sich diese ehemals eindeutig von links besetzten Themen aneignen.
Die Achtundsechziger Bewegung ist nicht repräsentiert durch ihre beiden prominenten Rechtsabbieger und andererseits auch nicht allein durch den Aussenminister oder andere systemlinke Menschen.
Amerikakritik ist nicht zu verwechseln mit dumpfem oder plumpen Antiamerikanismus,der gegen den "american way " oder die vermeintliche oder in Teilen (Konsum ,Popkultur)stattgefundene "Amerikanisierung
der deutschen Verhältnisse " das völkisch oder europäisch oder nationalistisch -kulturelle "Eigene" hochhält und sie ist nicht notwendig rechts. Die DDR -Melange aus Amerikafeindlichkeit und Deutschtum ist ohne realen Sozialismus allerdings genausowenig zu ertragen wie mccarthymäßige
Verfolgung westlinker Positionen und Solidarität mit Staaten,die sich im Gegensatz zu amerikanischen außenpolitischen Wünschen oder Zielen befinden.

Bitte veröffentlicht doch meine letzte

N.N. 31.01.2005 - 15:03
Ergänzung,ich mache mir die Mühe nicht gerne umsonst !
Genauso wichtig ,wie es ist,Antisemiten jeder Couleur die Realität der Existenz des Staates Israel vor Augen zu halten ,ihnen die Notwendigkeit seines Bestehens zu erklären,ihnen das Halluzinierte ihrer Nahostkompetenz ,ihre eigene Anmaßung klarzumachen und sich ihrem Geschichtsrevisionismus entgegenzustellen,genauso wie es erlaubt sein muß,Israelfahnen durch deutsche Orte zu tragen,muß es erlaubt sein,staatliche israelische Politik gegenüber den Palästinensern zu kritisieren.Ob Schneebälle Kritik sind,müßte geklärt werden.Während der Antivietnamproteste sind Amerikafahnen verbrannt worden,von Linken,was vielleicht auch mit einer Enttäuschung an der Politik der Befreier zu tun hatte.Die Amis sind eben nicht überhistorisch "die Guten".Ich finde,es müssen intelligente Punks gewesen sein,die ihr Unbehagen am Zeigen von Nationalflaggen so ausdrücken.Alles im Rahmen ,oder ?

geht woher ihr kommt!!!

fight the police 31.01.2005 - 15:11
das hat auch nichts mit linksradikaler politik zu tun! genau so wenig wie die israel-boykotts in den 80ern! ein zeichen linksradikaler politik sollte immer eine gewisse rationalitaet sein, und die kann ich im augenblick beim besten willen in linken statements sehr schwer finden!

Diskussionskultur

Tina 31.01.2005 - 15:29
Früher konnten solche Sachen auch noch friedlich ausdiskutiert werden. Man hat teilweise bis in die Morgendstunden diskutiert, damit das Thema durch war. Z.B. bei der großen Patriarchatsdiskos. Aber die linke Kultur hat sich stark geändert, wo jetzt anscheinend lieber mit Messern "diskutiert" wird und immer noch keine Einsicht vorhanden ist. Traurig. Ich warte immer noch auf den Konsens in diesem Thema. Wahrscheinlich muss es erst einen Toten geben, bis einige anfangen nachzudenken.

antideutsch naja...

J 31.01.2005 - 15:48
is ja grauenhaft so viele Nationalflaggen zu sehen.. ich weiss gar nicht wo ich mit meiner kritik anfangen soll. mir ist da auf den bildern so einiges aufgefallen,spätestens beim bild mit dem transpi der FDJ musste ich anfangen zu lachen.jaja die antihitler koalition.ihr wusstet nich dass hitler und stalin nen pakt hatten , gegenseitig keinen krieg zu führen?ist euch wohl egal, hauptsache keine ahnung haben und "gegen den trend".ich kann eine israel flagge als provo gegen nazis ja noch verstehen und save israel auch noch ,aber wenn ich vorallem die flaggen der restlichen imperialistischen,kapitalistischen staaten seh dann hörts echt auf.dass die alliierten erst in den krieg eingetreten sind als es leider schon fast zu spät war ist euch nicht klar.und die rote armee kam auch erst dazu als sie sich selbst bedroht gefühlt hat. ihr solltet euer danken etwas differenzierter zum ausdruck geben, weil das auf üblen unmut stossen kann. ich will hier jetz selbst keine geschischtsrevisionismus betreiben,aber den soldaten der antihitlerkoalition zu danken ist meiner meinung nach fatal.eben dass in einem satz auf ein transpi zu bringen,wird schnell falsch verstanden.vorallem wie soldaten der roten armee mit frauen etc. in den damals eroberten gebieten 45 umgegangen sind ist erschrecken.steht aber in keiner relation zu den verbrechen der wehrmachtssoldaten und dem gesamt holocaust,nur um mal klar zu stellen.
deshalb, bleibt doch bitte eurem ursprung treu und betreibt linksradikale politik ohne solidarität mit staaten etc. zu zeigen...
wir müssen zusammen kämpfen!

Israel=kapitalistischer Staat

Wladek Flakin 31.01.2005 - 18:03
in dem letzten Redebeitrag auf der Demo wurde festgestellt, dass Israel ein kapitalistischer Staat sei. erstaunlich, dass die Deutschen Antideutschen endlich erkannt haben, dass Israel keine jüdische Volksgemeinschaft sondern eine Klassengesellschaft ist.

aber wer A (kapitalistischer Staat) sagt, muss auch B sagen: ein kapitalistischer Staat ist ein Organ der Kapitalistenklasse, um ihre Herrschaft aufrecht zu erhalten und alle anderen Klassen zu unterdrücken. von der Definition her kann die Bourgeosie nur eine Minderheit der Gesellschaft darstellen, d.h. der bürgerliche Staat bedeutet immer die Herrschaft der Minderheit über die Mehrheit. also, wenn man "Solidarität mit dem kapitalistischen Staat Israel" auf die Fahne schreibt, heißt das nicht weniger als "Solidarität mit den Unterdrückern der Mehrheit der israelischen Bevölkerung!" oder, um klarer zu sein, könnten die (Anti)Deutschen auch sagen: "Zur Höhle mit den israelischen ArbeiterInnen!"

ich würde vorschlagen: "Solidarität mit den ArbeiterInnen des öffentlichen Dienstes in Israel in ihrem Kampf für einen ausreichenden Lohn!" oder: "Solidarität mit den KriegsdienstverweigererInnen in Israel, die nicht bereit sind, zu einem dreijährigen Militärdienst zu gehen und an Menschenrechtsverletzungen teilzunehmen!" oder: "Solidarität mit den Friedensaktivisten, Kommunisten und Anarchisten in Israel, die für ein Ende der Besatzung Palästinas kämpfen und deswegen von der Armee unterdrückt werden!"

Nein, stattdessen sagen die (Anti)Deutschen: "Fickt die ArbeiterInnen und Linke! Solidarität mit dem israelischen Staat!"

Die Erzänzungen hier...

none 31.01.2005 - 19:08
... machen mir Hoffnungen, dass es anscheinend noch Menschen mit Hirn unter den Indy-Lesern gibt. Auch bei Indymedia finden nicht viele Artikel derartige Kontroversen.
Aber wir (Linke) sollten endlich anfangen, uns mit dem Thema Antisemitismus und Antiimperialismus ernsthaft auseinander zu setzen. Statt uns gegenseitig zu zerfleischen. Und wenn das derartige Auswucherungen hervorbringt wie in einigen antideutschen Kreisen ("Wir müssen die Linke zerschlagen!"), frage ich mich ernsthaft, wo das Hirn bei einigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern hingerutscht ist.
Wir brauchen Solidarität mit jüdischen und palästinensischen Friedensaktivisten, klare Ablehnung des Terrors palästinensischer "Widerstandskämpfer" genauso wie Ablehnung des staatlichen Terrors Israels. Und es darf dabei nicht nur bei verbalen Solidaritätsbekundungen bleiben, sondern braucht aktive Unterstützung.
Und das wäre alle Male besser, als Nationalfahen wedelnd durch die Straßen zu rennen, in dem total realitätsfernen Glauben, dass würde IRGENDEINEN Nazi auch nur irgendwie beeindrucken...

Naja

Anti 31.01.2005 - 19:21
Wenn du neben der USA, GB und Israel-Fahne gerne die der SU sehen möchtest, dann bring doch einfach eine mit! Ich glaube nicht, dass eine/r der Träger/Innen zwei tragen wird, um dir den Gefallen der Gerechtigkeit, oder worum auch immer es dir gehen mag, zu erfüllen.

Im übrigen fand ich den Sprechchor der TrägerInnen der Fahnen "Bücher lesen tut nicht weh!" wirklich klasse. Bis auf Sprechchöre gegen die Cops hat ja wohl keiner aus diesen peinlichen linken Banden irgendetwas hingekriegt...

Die schlechteste Demo, auf der ich je gewesen bin. Insbesondere der Lauti: Zität männliche Stimmen: "Hö, Hö [...] hö,hö [...] höhö."
Und alle beide Stimmen super gelangweilt und uninteressiert.

Muss jetzt auch nochmal meinen Senf dazugeben

Mr. Burns 31.01.2005 - 20:12
Ich habe versucht mich ernsthaft, unvoreingenommen und objektiv mit antideutscher Theorie zu beschäftigen. Ich kann auch mancher Grundthese zustimmen aber im großen und ganzen bin ich jetzt nur noch angewiderter von diesem Verein als zu der Zeit wo wir noch antiamerikanisch im Sandkasten gespielt haben. Und nun zu dieser Demo:
1. Deutsche Opfermythen und entsprechende Nazi-Propaganda sind für´n Arsch, aber der Rückschluss daraus kann nicht bedeuten gezielte Bombadierungen der Zivilbevölkerung unheimlich toll zu finden, auch nicht aus Provokation. Gerade im Fall Dresden. Da sind auch Kinder gestorben. Die konnten nun wirklich nichts für Nazi-Verbrecher. Das ist genauso bescheuert wie die Kriegsverbrecher Bush&Sharon als Helden dazustellen, nur weil es unter ihrer Gegnerschaft auch einige Vollidioten gibt.
2. Die Klassifizierung alle Deutschen = böse, alle Ami-Soldaten = gut ist schlichtweg nationalistisch, dumm und wenn das jetzt emanzipatorisch sein soll, dann höchstens emanzipiert von jeglicher Moral und Sinnzusammenhang.

zur Demo

Bert 31.01.2005 - 20:31
Bei all den Kritikpunkten, die es zu der Demo gibt, finde ich sie doch beachtlich, als Versuch aus den Binären Verhältnissen der linken Szene auszubrechen.
Ich schätze, dass nicht einer der Indy-Spammer den Aufruf gelesen hat, nicht einer sich mit den durchweg guten Redebeiträgen auseinandergesetzt hat und gar niemand versucht hat, produktiv auf die Demo Einfluss zu nehmen.

Stattdessen wird hier rumgesabbert, weil da 3-4 Menschen mit Nationalfahnen waren, weil die "Falken" auf ihrem Transpi explizit den 7 Millionen ermordeten Juden gedenken und weil der Anlass dieser Demo nunmal die Bombardierung Dresdens war.

Leider wird Indymedia zu oft als innerlinke Diskussionsplattform misverstanden. Das ist Indy nicht. Und der Dreck, der hier von Verwirrten, Nazis und Trollen in der Kommentarspalte gepostet wird kann getrost vergessen werden.



Aliirte als Befreier?

dersichübergebende 31.01.2005 - 23:38
Diese ganze Nationalfahnen Kacke hängt mir echt so zum Hals raus, wundert ihr euch eigentlich nicht, dass so wenig Leute auf eure Demos kommen. Und noch mal für alle die es so toll Nationalflaggen zu schwenken; die Aliierten wussten von den Konzentrtionslagern , haben aber erstmal nicht eingegriffen, Churchill der feige Wichser hat sich einen Dreck um die Menschen in Auschwitz gescherrt und ihr Trottel tragt dann den beschissenen Union-Jack mit euch rum. Die Amerikaner haben an NAzideutschland gut verdient, aber die Schwammkopfarmee hat nichts besseres zu taun als Flaggen zu schwenken.

Das Proletariat hat kein Vaterland, Antideutsche schon!

@ Anarchist

geschichtsprof 01.02.2005 - 01:20
"Ist das nicht interessant das das 3. Reich schon 1939 den Krieg gegen die Sowjetunion begonnen hat und die Alliierten erst 1944 eingriffen, als sich die Wehrmacht schon auf dem Rückzug vor der Roten Armee befand?"

Erstens erfolgte der Angriff auf die Sowjetunion am 22.Juni 1941 und zweitens unterstützten die USA die Sowjetunion lange vor 1944 beim Ausbau ihrer Rüstungsindustrie. Sogar Sherman-Panzer wurden geliefert.

geschichtsunterricht part II.

Garibaldi 01.02.2005 - 08:41
Nochmal für alle. Der erste Weltkrieg begann mit dem Überfall auf Polen. Während Frankreich und England daraufhin Deutschland den Krieg erklärten. Hatte die Sowjetunion sich erstmal an dem Überfall beteiligt und sich mit Deutschland Polen geteilt. Die polnischen Gebiete östlich des Bug fielen alle der Sowjetunion zu. Die Sowjetunion ist tatsächlich erst 1941 in den Krieg eingetreten als sie garnich merh anders konnte, da sie von Nazideutschland überfallen wurde.

@dersichübergebende
deine Begründung ist ja nun auch absolut bekloppt. Was hätte denn Churchill deiner Meinung nach tun sollen? Die KZs bombardieren statt so schnell wie möglich versuchen Nazideutschland niederzuwerfen? Immerhin konnte durch den Angriff auf Dresden, die Deportation der letzten 70 Juden verhindert werden. Was Leuten wie Victor Klemperer und Max Wolfram das Leben rettete.

Also Nationalfahnen sind scheisse, aber nicht weil die Briten angeblich nix gegen den Holocaust unternommen haben!


Wenn alle die sich hier über 3 Fahnen aufregen, sich mal politisch irgendwo einbringen würden, gäbe es vielleicht nicht so eine Bedeutung der Antideutschen in der Szene. Wer genauer hinschaut, kann auf dem Bild wo die Demo von hinten fotografiert wurde sehen, dass die Demo auch keineswegs von sogenannten Antideutschen dominiert wurde.

re: Garibaldi 01.02.2005 08:41

f545 01.02.2005 - 10:18
"...Überfall auf Polen. Während Frankreich und England daraufhin Deutschland den Krieg erklärten. Hatte die Sowjetunion sich erstmal an dem Überfall beteiligt und sich mit Deutschland Polen geteilt. Die polnischen Gebiete östlich des Bug fielen alle der Sowjetunion zu. Die Sowjetunion ist tatsächlich erst 1941 in den Krieg eingetreten als sie garnich mehr anders konnte, da sie von Nazideutschland überfallen wurde." Richtig! Und Hitlers Reden wurden in der Pravda neben denen Stalins abgedruckt, nachzulesen bei Wolfgang Leonhardt "Die Revolution enläßt ihre Kinder".

Allerdings haben die späteren westlichen Allierten des 2. Weltkriegs in den Jahren vor 1938 keinen Finger krumm gemacht um den Faschismus einzudämmen. In Spanien widersprach es Interessen des britischen Kapitals die Republik zu unterstutzen, es bestand die gefahr einer sozialen Revolution. Neben Mexiko lieferte nur die SU Waffen an Spanien, aber Stalin ließ sich das mit Gold bezahlen und achtete darauf dass die Waffen nicht in die Hände der Anarchisten gelangten. Frankreich und GB unternahmen nichts gegen die italienische Agression gegen Äthiopien. Die späteren westlichen Alierten liepen Die Tchecho-Slowakische Republik Hitlerdeutschland.

Auch wenn in den Reihen der Allierten Menschen mit einer antifaschistischen Motivation kämpften so unterschieden sich die tieferen Interessen wenig von denen Deutschlands.

Allesamt ein Grund die Finger von den Fahnen der Allierten zu lassen. Ohnehin, wenn man euch Autistenansammlung sieht kann man nur hoffen dass sich in deutlicher Abgrenzung zur Antifa andere Initiativen gegen Rechts bilden.

antideutsche Nationalisten

dersu uzala 01.02.2005 - 11:10
Kann mir ein Mensch ne kluge Antwort darauf geben, warum man auf ner Antifademo ne US-Fahne trägt? Ich weiß, die Antideutschen stehen auf stars n stripes, auch auf Davidsterne und Kommunismus und Bomberharris und Falafel. Ich weiß, Antideutsche stecken in der Regel in pubertären Abgrenzungsphasen, aus welchen sie in ein paar Jahren erwachen. Mir ist bewusst, dass Antideutsche nichts von Dialektik halten, ihr eigenes Agieren und Denken nicht hinterfragen.

Bevor ich also ne Antwort erhalte, muss ich vielleicht noch einige Lernhilfen geben.
1. Setzt euch mal intensiv mit der NS-Zeit auseinander.
2. Untersucht die Zusammenhänge zwischen US-Wirtschaftspolitik und Nazideutschland.
3. Untersucht die Kriegsziele der USA.
4. Studiert Soziologie, Psychologie, Geschichte; also, bildet euch erst einmal, bevor ihr es wagt, eure Meinung in die Öffentlichkeit zu streuen.
5. Setzt euch mal nüchtern mit dem Nahostkonflikt auseinander.

Aber das könnt und wollt ihr ja nicht, ihr zieht eure Thesen aus dem Bedürfnis, anders und besser zu sein, aber auf keinen Fall aus einem Verständnis von Geschichte, Gesellschaft, Mensch und Politik. Ihr seid euch selbst verfallen, und die Linke kann nur hoffen, dass ihr endlich mal erwachsen werdet. Geht arbeiten. Studiert, verbrennt alle eure Fahnen, aber das ist ja verboten, das wagt ihr ja nicht.

Antideutsche sind Nazis. oder einfach nur dumm und pubertär.

@

ahoi 02.02.2005 - 20:22
salute
ich denke ihr erkennt das problem von GERMAN SUCKS nicht. Es geht IHR/IHM nicht hauptsächlich um die geworfenen schneebälle sondern um das beschimpfen
von Trägerinnen der Israelfahne als "Nazis".
Solche verkennen absichtlich oder nicht die Thematik solcher demos und gehören ausgeschlossen von solchen veranstalltungen.
Denn das gleichsetzten der Anhängerinnen des Hitlerfaschismus(oder faschsimus im allgemeinen) mit der israelischen bevölkerung/israelische Staat und Menschen die sich mit diesen Menschen und allen Jüdeninnen auf der welt solidarisch erklären sind für mich auf keinen fall Antifaschistinnen.

NIE WIEDER DEUTSCHLAND // SAVE ISRAEL // SMASH FASCISM



P.s.
Mich wiedert auch das vergleichen der Opferzahlen auf dieser seite unheimlich an um heraus zu finden welcher staat oder welche nation doch die BÖSESTE ist.
PFUI!!!!!!!!!!!!!

@germany sucks

The Joker 03.02.2005 - 15:37
"Besoffene Punks grölen „Wir haben keinen Lieblingsstaat!“ und provozieren durch ihr Verhalten viele anwesende Antifas."

Oooch, die armen "Antifas"!
Wenn ich bei den Punx gestanden hätte, hätte ich kräftig "mitprovoziert"!
Wer ausgerechnet mit Israelfahnen "gegen rechts" herummarschiert, hat auf Lichtenbergs Straßen nix zu suchen.