FaschoGoth-Konzert in Darmstadt abgesagt

gruftschlampe 19.01.2005 18:21 Themen: Antifa
Die rechtsextreme Band "Sol Invictus" ist derzeit in Deutschland und Österreich auf Tour. Eines ihrer Konzerte war für 21.1. in der Krone, einer eher alternativen Location in Darmstadt geplant, und wurde mittlerweile abgesagt, ebenso ein Konzert in Wien :-)))
Die Band "Sol Invictus" ist derzeit in Deutschland und Österreich auf Tour. Eines ihrer Konzerte war für 21.1. in der Krone, einer eher alternativen Location in Darmstadt geplant.
Im Hinblick auf Songtexte, Inszenierung und Labels lassen sich Sol Invictus dem Neofolk-Spektrum zuordnen. Speziell bei Sol Invictus lässt sich die Anschlussfähigkeit an faschistoides Gedankengut zweifelsfrei zeigen - ersichtlich beispielsweise daran, dass Bandmitglied Tony Wakeford Führungsmitglied der britischen National Front war, dass Ian Read, ein weiteres Bandmitglied von Sol Invictus die Band Death in June mitgegründet hat und mit der Nazi Skinhead Band Screwdriver ein Album bei dem Rechtsrocklabel Rock-O-Rama veröffentlicht hat. Auch der Blick auf Albumcover mit stilisierten Wolfsangeln, oder Albumtitel wie "Against the Modern World" - letzteres mit Bezug auf in der rechten Gothic-Szene gern gelesene Buch "Revolte gegen die moderne Welt" von Julius Evola, einem Vertreter des italienischen Faschismus, sprechen Bände.
Sowohl Sol Invictus als auch der Konzertveranstalter  http://www.walaskialf.com/ weisen jegliche Verstrickungen mit der rechtsextremen Szene von sich - allerdings auf eine bemerkenswert durchsichtige Art: Da wird schon mal betont, mit einer Jüdin verheiratet zu sein, um sich auf diese Weise reinzuwaschen. Auch eine Form des Antisemitismus, aber dies nur am Rande ;-)

Die Krone hat das Konzert mittlerweile abgesagt. Auch das für den 25.1. in Wien geplante Konzert wird nicht stattfinden. Aber für
20.1. - KREFELD (Kulturfabrik)
22.1. - AUGSBURG (Musikkantine "Elfenfolk Festival")
25.2. - BERLIN (Kato)
26.2. - JENA (Altes Gut)
gibts noch was zu tun....

 http://members.fortunecity.de/gothics_gegen_rechts/html/darkwav1.html
 http://at.indymedia.org/newswire/display/49474/index.php
 http://www.indymedia.ch/de/2005/01/29036.shtml
 http://www.freundeskreis-goldene-krone-darmstadt.de/
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Ergänzungen

gratulation

beschämter gutmensch 19.01.2005 - 20:05
>Im Hinblick auf Songtexte, Inszenierung und Labels lassen sich Sol Invictus dem Neofolk-Spektrum zuordnen.

richtig

>Speziell bei Sol Invictus lässt sich die Anschlussfähigkeit an faschistoides Gedankengut zweifelsfrei zeigen - ersichtlich beispielsweise daran, dass Bandmitglied Tony Wakeford Führungsmitglied der britischen National Front war, dass Ian Read, ein weiteres Bandmitglied von Sol Invictus die Band Death in June mitgegründet hat und mit der Nazi Skinhead Band Screwdriver ein Album bei dem Rechtsrocklabel Rock-O-Rama veröffentlicht hat.

ergo: bei spermbirds läßt sich die anschlussfähigkeit an faschistoides gedankengut zweifelsfrei zeigen – ersichtlich beispielsweise daran, daß die band den i-punkt ihres bandnamens auf früheren alben mit einem ss-totenkopf ersetzte. ohl verwenden wehrmachsoldaten.
die npd ist eine linkextremistische vereinigung: denn horst mahler war mitglied der raf und jetzt großes tier bei der npd.

>Auch der Blick auf Albumcover mit stilisierten Wolfsangeln, oder Albumtitel wie "Against the Modern World" - letzteres mit Bezug auf in der rechten Gothic-Szene gern gelesene Buch "Revolte gegen die moderne Welt" von Julius Evola, einem Vertreter des italienischen Faschismus, sprechen Bände.

against the modern world. gegen globalisierung, coca-cola und usa. wie verwerflich.

>Sowohl Sol Invictus als auch der Konzertveranstalter   http://www.walaskialf.com/ weisen jegliche Verstrickungen mit der rechtsextremen Szene von sich - allerdings auf eine bemerkenswert durchsichtige Art

es werden ständig statements eingefordert, die es in der freien kunst nicht geben sollte. kommt ein künstler diesem drängem nach, wird es ignoriert. ekelhafte welt.

es lebe die freiheit.

Harmlose Grufits???

Antifaschist 19.01.2005 - 20:08
Tony Wakeford war jahrelang aktives Mitglied der "National Front" und spielte mit dem Bassisten der Nazi Skinhead Kultband "Screwdriver" ein Album namens "Above the Ruins" ein, welches auf dem Rechtsrocklabel "Rock O`Rama" veröffentlicht wurde.

Weiterführende Informationen:
 http://members.fortunecity.de/gothics_gegen_rechts/html/darkwav1.html

Blinden Aktionismus stoppen

Moroquen (cp) 19.01.2005 - 20:08
Ich finde es erschreckend, wieviele Leute auf wilde Anschuldigungen eines anonymen Schreibers aktiv werden ohne die Hintergründe zu prüfen oder eigene Quellen zu suchen. Sind wir inzwischen schon so gleichgeschaltet?

Die Band Sol Invictus und insbesondere Tony Wakeford sieht als politisch/philosophisch höchst problematisch einzustufen. Sich dabei auf seine 20 Jahre zurückliegende Mitgliedschaft bei der National Front oder Death In June zu berufen ist ziemlich planlos. Wenige Jahre zuvor war er z.B. aktiv in der Londoner Punkszene und als Linker bekannt.

Mit dumpfen Parolen irgendwelche Gästebücher vollzumalen und die Veranstaltungsorte zu nötigen, die Konzerte aus Angst vor schlechter Presse abzusagen, ist nicht nur infantil und unsachlich, sondern schadet auch mehr als es hilft.

Das in der "schwarzen Szene" mühsam (wieder-)aufgebaute Interesse an politischem Diskurs und der antifaschistischen Idee wird hierdurch massiv beschädigt. Kaum ein "Gruftie" hat Verständnis für diese Art der Pauschalisierungen und Einschüchterungsmethoden.

Also: Erst lesen, dann denken, dann nochmal denken und dann erst aktiv werden. Nicht die eigene Meinung von anderen vorgeben lassen.

Ruhig mal Google anwerfen und die vielfältigen Berichte über Sol Invictus/Tony Wakeford lesen oder noch besser mit jemanden sprechen, der sich mit der Musik und der Szene auskennt.

Sol Invictus Statement

finder 19.01.2005 - 20:36
I have been asked if I would make a statement regarding some accusations that have been made.
In the past I have always refused, as I knew that anyone who works with or knows me would be aware of how untrue these accusations are. Also, I have always refused to involve my family life and friends in the refuting of such accusations.

However, I have been told that it would help if I did made things clear.

I and Sol Invictus have no interest in or connection to any totalitarian ideology and that includes Nazism.

Tony Wakeford

If Tony were a Nazi, I wouldn't be in his band, not to mention have been married to him for almost six years. He wouldn't be a very good Nazi to have married a Jewish girl in the first place.

Renée Rosen


There seem to be rumours circulating about Sol
Invictus claiming that Tony Wakeford and the rest of the members are Nazis.
This is NOT true!
How can they be?
Tony's wife is Jewish who, is also one of the violinists in Sol and I am the other.
I am a Socialist, whose politics are LEFT-wing not
right.
We do not support any Nazi beliefs whatsoever.

Maria Vellanz


 http://p214.ezboard.com/fthetursadiscussionboardsfrm4.showMessage?topicID=46.topic
 http://www.walaskialf.com/

der was mit screwdriver gemacht hat,

x 19.01.2005 - 21:59
also der bassist ist nicht mehr in der band, auf der tour haben die einen bekannten und unumstrittenen mietmusiker...

peinlich hier.

antifa 19.01.2005 - 23:47
das statement der band ist doch überzeugend und o.k. auch wenn der basser mit screwdriver vor jahren eine platte eingespielt hat, muß er deswegen nicht heute noch nazi sein. menschen können sich schließlich ändern, das ist übrigens ein essential emanzipatorischen anspruchs. hier wird ziemlich sicher auf die falschen eingedroschen (sag ich jetzt mal so, als damals screwdriverkonzertverhinderer und heute noch aktiver antifa).

Berlin sagt auch das rechte Konzert ab!

Jana 20.01.2005 - 11:18
Nachdem schon Gestern das Konzert der rechten Gothic Band "Sol Invictus" in Darmstadt gecancelt wurde haben die Klubbesitzer in Berlin nun auch das Konzert abgesagt.
Jetzt sind in Deutschland nur noch drei Konzerte der fascho-Band übrig. Wie sich gezeigt hat lohnt es sich sehr die Klubs direkt auf die rechten Hintergründe von Sol Invictus anzusprechen. Weiter so.

Hier das Statement des "Kato" in Berlin (www.kato-x-berg.de)

KATO (  info@kato-x-berg.com):
Das Konzert von Sol Invictus wird nach gründlicher Recherche aus folgenden Gründen von uns abgesagt:
1. Die Band kann sich - auch wenn sie das per oberflächlichem Statement versucht -nicht glaubhaft von rechtem und menschenverachtendem Gedankengut distanzieren bzw. lossagen.
2. Aufgrund von Wakefords persönlicher Biographie - die ja einige nicht nachvollziehbare Gesinnungswandel beinhaltet - kann man sich auf seine Aussagen wahrscheinlich genauso gut verlassen wie auf die Pünktlichkeit der DB.
3. Das zu erwarten ist das u.a. auch Fans der Band "Death in June" ihr ehemaliges Idol sehen wollen, und wir diese Leute hier aber bestimmt nicht haben wollen.
usw.........

Raimund & David

wie bitte?

what happened next? 20.01.2005 - 12:08
es kommt mir jedes mal die galle hoch, wenn hier leute aus der neofolk, industrial und dark wave abteilung rumeiern, daß ihre heißgeliebten bands weder faschistoid sind, noch das der kampf gegen die moderne, von protagonisten aus der extrem rechten insziniert, irgend etwas problematisches ansich hätte.gehts eigentlich noch.
es wird sich auf die provokation berufen ohne dabei sehen zu wollen, daß, wenn ich mit faschistischen symboliken und ästhetiken versuche zu provozieren, das natürlich nach hinten losgehen muß, da ihr der provokation jegliche grundlage entzieht.wer soll provoziert werden, wenn die konzerte, konspirativ geplant und veranstaltet, genau die leute erreicht, die in ihrem weltbild genau das selbe leben und denken wie die band.es ist unmöglich faschistischer symbolik die politik zu entziehen und festzustllen, daß das ganze unpolitisch sei, wie soll das funktionieren.
es geht immer nur darum, wie ungefährlich und unbefangen sämtliche der protagonisten seien, da wird aus evola, dem architekten und theoretiker des italienischen faschismus kurzum ein ein philosoph gemacht und warum sein "kampf gegen die moderne" problematisch ist, weiß jeder der es gelesen hat.
aus jünger wird kurzum ein dichter und poet, vergessend, daß er ursprünglich als kämpfer der konservativen revolution gegen die weimarer republik bekannt wurde und aus röhm wird man, auch wenn man dieses gebetsmühlenartig immer- und immer wieder beteuert, niemals nur ein armer, verfolgter mißverstandener mensch, sondern in erster linie ein faschist, dessen vorstellung über den nationalsozialismus schon die selbe war, wie bei kadern der ss.
die ganze kritik an der modernen und dem wunsch nach romantik, todessehnsucht, dem streben nach nach altwürdigem, nach tradition kommt mir alles sehr bekannt vor, gepaart mit der ästhetik, dem archaischen, dem überlegenen.riefenstahl, evola, etc, eine verkettung böser umstände und dem ewigen "wir sind keine rechten, kümmert euch mal um die wirklichen nazis" wie hier auch schon gelesen, machen euch deswegen trotzdem nicht unangreifbar, ihr seid ein spielball geworden und ihr bemerkt es nicht mal.es hat einen grund warum bands aus der neofolk und darkwave abteilung großen anklang finden in zeitungen wie der jungen freiheit und in publikationen der npd, liegt diese gewiss nicht nur an der ablehnung der modernen, sondern vieleher am ungeschickten und naiven umgang mit der symbolik des dritten reiches.bands wie death in june, allerseelen, sol invictus, der blutharsch, von thronstahl etc sind ganz eindeutig der rechtsextremen szene zuzurechnen.wir müssen uns verdammt schnell von dem mythos trennen, daß nazis diejenigen sind, die besoffen durch die strassen rennen und wahllos andersdenkende- und aussehende wegknallen, wie müssen uns wieder um die theorie kümmern, was schwer fallen wird, wie man sieht, wenn die aufklärung über den faschismus einzig- und alleine auf der basis des antisemitismus und des rassismus gebaut wird, ohne dabei tatsächlich zu beleuchten, was alles die motivation für hitler und seine handlange war, ein wirres konstrukt aus heidnischem verständnis, esotherik, okkultismus etc.wenn also zum beispiel die schwarze sonne in großen kreisen der neofolk und darkwave als symbol uneingeschränkt akzeptanz findet, da setze ich voraus, daß man weiß was man da auf seinen jacken und t-shirts trägt, und die tatsache, daß eigentlich jeder mitbekommen hat, daß der ursprung dieser sonne als mosaik in der wefelsburg zu finden ist und diese bekanntermaßen der rückzugraum der ss-kader war, macht euch politisch mehr als angreifbar, weil der ästhetik nicht einfach so die politische bedeutung entzogen werden kann, was ihr immer glaubt.
leni riefenstahl selbst hat einmal gesagt, daß die kunst das reinste sein sollte was es gibt und das der künstler sich eigentlich zurücklehnen können sollte, frei von verantwortung.diese und ähnliche argumentationen höre ich sehr oft aus der "schwarzen szene", die alles und jeden als kunst und/oder als provakation im kontext der kunst darstellen zu versucht, nur kann man kaum von kunst reden, wenn diese auf codes und chiffren aufgebaut werden, die unmißverständlich klarmachen sollen, was der ursprüngliche gedanke war, da kann man sich auch nicht hinter nihilismus und menschehnfeindlichkeit im allgemeinen verstecken, weil die grenze hier überschritten wird, wo mit bestehender und bekannter symbolik und ästhetik
gespielt wird.
die "schwarze szene" beklagt ja immer wieder die anfeindungen der antifaschisten, reagiert teilweise ganauso wie die böhse onkelz fans darauf und streiten jegliche berührung zur neuen rechten ab, ohne dabei aber tatsächlich mal die augen aufzumachen und zu sehen was in eurer szenen passiert (in diesem zusammenhang möchte ich den begriff der "unterwanderung" mal ausblenden, eure szene baute von anfang an auf solchen strukturen auf, liegt es doch auch nahe).douglas pearce, kopf von death in june gibt regelmäßig interviews in zeitungen der neuen rechten, spiziell der neofolk-szene als auch in zeitungen wie der extremst rechten "jungen freiheit", rassisimus und antismitismus äußert sich nicht einzig-und alleine im gestus und in verbalen entgleisungen wie bei voigt und apfel, sondern kommt ebenso auf leisen sohlen um die ecke´, in dem antisemitismus gerne mal in die kritik gegen die moderne eingebaut wird, basierend auf weltverschwörungsfantasien (zum beispiel eines jan van helsing, gerne gelesen in der "schwarzen szene").sonic seducer druckte werbung der jungen freiheit, ohnedaß die redakteure und macher an der kritik störten, die von außen kam.jahrelang wurden artikel in der zillo von einer person geschrieben, die gleichzeitig für das sigill/zinober schrieb, natürlich unter synonym, was aber keinen wirklich störte.
death in june (wobei ich immer mal wieder auf den amen hinweisen möchte, spielt er doch auf den putsch gegen ernst röhm an) verweigerten 1992 während des weihnachtsfestivals mit unter anderem lacrimosa und goethes erben die unterzeichnung einer papieres, welches sich von den schweren rechtsradikalen ausschreitungen distanzierte, die seinerszeit in rostock und mölln stattfanden, mit der begründung"..man werde sich den dogmen nicht unterwerfen" und schwadronierte von "hexenjagden" die wieder abgehalten werden, dabei ging es niemals um einen aufruf zur gegengewalt oder ähnlichem, sondern einzig und alleine um ein zeugnis für die menschlichkeit.death in june sagten ihren auftritt ab, nicht ohne das douglas pearce feststellte, daß diese nun ja kein weihnachtsfestival- sondern ein antifa festival geworden ist.es verstört mich doch sehr, wenn ich dann lesen muß, daß diese band einige jahre später, während des jugoslawien-krieges an der kroatischen front in einem dorf, welches von kroatischen faschisten gehalten wurde, mit wehenden nazisymboliken auf den dächern, aufspielt und in den songs den tod glorifizierte, während vor der tür tausende von menschen ihr leben ließen.dieses würde sih jetzt weiterführen lassen, für jeden den es interessiert, es gibt zu diesem thema mehrere bücher und broschüren, wärmstens empfohlen sei hierbei mal wieder der unrast verlag genannt."...ich glaube an die lichtgestalt einer geschundenen nation...", wer als szene statements dieser art (von thronstahl) zuläßt und erwidert:"kümmert euch mal um die richtigen nazis", sollte sich fragen, was genau er eigentlich damit meint, die richtigen nazis!

So ein Quatsch

D 20.01.2005 - 12:15
Nach wie vor fehlt der Beweis für die "rechtsextreme Gesinnung" dieses völlig harmlosen und ansrpuchsvollen Musikers. Dass mit Screwdriver und der National Front ist absoluter Schwachsinn -- warum bloß, mient ihr, konnte das noch niemand beweisen hier? Wo bitte sind die entsprechenden Links?

Nichts als Lügen.

Thomas Fritzsche 20.01.2005 - 16:21
Der oder die anonyme „Gruftschlampe“ hat einen kurzen Text voller Lügen und Halbwahrheiten publiziert. Aber im Einzelnen:

----Die rechtsextreme Band "Sol Invictus"----

Natürlich liegen jugendlichen Hitzköpfen, die Ideologien und Religionen anhängen, extreme Begriffe sofort und immer als Kampfbegriff im Munde, doch in Wirklichkeit ist weder die Band noch einer ihrer zahlreichen Tonträger verboten/indiziert. Noch nie wurde ein Konzert der Band staatlicherseits oder durch Gerichte verboten – einfach weil dafür die Gründe fehlen.

----Speziell bei Sol Invictus lässt sich die Anschlussfähigkeit an faschistoides Gedankengut zweifelsfrei zeigen - ersichtlich beispielsweise daran, dass Bandmitglied Tony Wakeford Führungsmitglied der britischen National Front war,----

Beweise, Links – aber bitte nicht auf andere Seiten bzw. Homepages von Hitzköpfen, Ideologen und Religionsanhängern.

----dass Ian Read, ein weiteres Bandmitglied von Sol Invictus die Band Death in June mitgegründet hat----

Death in June wurden von Patrick oKill, Douglas Pearce und Tony Wakeford gegründet.
Ian Read ist Sänger der Band Fire+Ice.
(Solch ein Fehler macht m.E. die Qualität des gesamten Artikels deutlich.)

-----und mit der Nazi Skinhead Band Screwdriver ein Album bei dem Rechtsrocklabel Rock-O-Rama veröffentlicht hat. ----

Falsch, eine Lüge. Oder - falls ich mich doch irren sollte - wie heißt dieses Album, wo kann man es kaufen, Beweise her!

----Auch der Blick auf Albumcover mit stilisierten Wolfsangeln, oder Albumtitel wie "Against the Modern World" - letzteres mit Bezug auf in der rechten Gothic-Szene gern gelesene Buch "Revolte gegen die moderne Welt" von Julius Evola, einem Vertreter des italienischen Faschismus, sprechen Bände. ----

Das Buch von Julius Evola lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums (1988) noch nicht in englisch vor. Tony Wakeford hat niemals gesagt das er Evola kennt – die Frechheit Behauptungen ohne jeglichen Beweis in die Welt zu posaunen spricht Bände über den Charakter von „gruftschlampe“.

---- Sowohl Sol Invictus als auch der Konzertveranstalter  http://www.walaskialf.com/ weisen jegliche Verstrickungen mit der rechtsextremen Szene von sich - allerdings auf eine bemerkenswert durchsichtige Art: Da wird schon mal betont, mit einer Jüdin verheiratet zu sein, um sich auf diese Weise reinzuwaschen. Auch eine Form des Antisemitismus, aber dies nur am Rande ;-)-----

Würde „Gruftschlampe“ nicht wie in derlei Kreisen üblich anonym auftreten, hätte sie spätestens jetzt eine Anzeige wegen öffentlicher Verleumdung und übler Nachrede sicher.
Denn nicht Herr Wakeford hat dieses Argument gebraucht, sondern seine (zurecht über die Indymedia- ect. Kampagne schockierte) Ehefrau jüdischen Glaubens.

Das Tony Wakeford ca. 1985 einmal den Fehler machte mit nationalistischen Gedankengut zu liebäugeln, sollte heute – 20 Jahre später – vergessen sein, schließlich sprechen seine Arbeit und seine Kunst Bände über das was er ist. Man muß auch Verzeihen können (wenn es denn überhaupt etwas zu verzeihen gibt).

Das aktuelle Statement* der Gruppe „Sol Invictus“ ist eindeutig, doch die aktuelle Situation und der Fakt das die anonymen Verhinderer nur ihre eigene Wahrheit gelten lassen (wie das bei fanatischen Fundamentalisten nun einmal so ist) zeigen uns allen einmal mehr als deutlich wer die wahren Feinde der Freiheit sind.

* http://p214.ezboard.com/fthetursadiscussionboardsfrm4.showMessage?topicID=46.topic

Thomas Fritzsche

beweise

googel 20.01.2005 - 19:06
 http://www.fortunecity.de/kraftwerk/bauhaus/149/html/diplomarbeit5.htm

Gothics und die Neue Rechte


Die von Gothics so geliebte Beschäftigung mit allem, was nach Mystik, Okkultismus und Kirchenkritik klingt, bietet leider auch ein Einfalltor für die oben beschriebenen rassistischen und menschenverachtenden Theorien. Spätestens nachdem ungefähr Mitte der 80er Jahre Gerüchte über das Weltbild der Band DEATH IN JUNE auftauchten, war es vorbei mit der heilen Welt des Gothic und das Problem wurde offensichtlich. Teilweise geriet die Szene insgesamt ins Visier von einigen autonomen antifaschistischen Aktivisten, was nicht unbedingt für die aufklärerische Qualität dieser Art der "antifaschistischen Arbeit" spricht.85 Mittlerweile haben sich die Vorwürfe jedoch versachlicht, nicht zuletzt durch (leider noch alles andere als übliche) antifaschistische Arbeit von Menschen aus der Gothic- Kultur selbst. Doch was hat es nun mit dem rechten Rand der Szene auf sich? Am Anfang scheint, wie schon mehrfach erwähnt, die Neo- Folk Band DEATH IN JUNE zu stehen. Der Name der Band, die 1980 von Douglas Pearce, Patrick Leagas (O´Kill) und Tony Wakeford gegründet wurde, steht für den Todesmonat des SA- Führers Ernst Röhm. Douglas Pearce, der mittlerweile das einzige verbliebene Mitglied von DEATH IN JUNE ist und in Australien lebt, erklärte dazu 1992:

"Auf der Suche nach einer zukünftigen politischen Perspektive stolperten wir über den nationalistischen Bolschewismus, der sich wie ein Leitfaden durch die Hierarchie der SA zog. Leute wie Gregor Strasser und Ernst Röhm (...) fielen uns auf. (....) Man kann sich fragen, ob Röhm im Falle eines Sieges über Hitler den 2. Weltkrieg verhindert hätte."86

Völlig totgeschwiegen wird von Pearce, der angeblich einst Geschichte studiert hat, dass der nationale Sozialismus der NSDAP, mit seiner Unterscheidung von "schaffenden und raffenden Kapital", unter zweiterem wurde das jüdische Kapital verstanden, nur wenig bis gar nichts mit marxistischem Sozialismus zu tun hat. Außerdem entbehrt die Theorie von Röhm als theoretischen Friedensstifter jegliche historische Grundlage und dürfte vergleichbar mit der langjährigen Hess- Verehrung der deutschen Neonazi- Szene sein. Denkbar wäre es auch, dass der homosexuelle Uniformfetischist Pearce (das ist nicht abwertend gemeint, sondern beschreibt nur Tatsachen) in Röhms SA, der ja nachgesagt wurde, viele Homosexuelle als Mitglieder zu haben, eventuell eigene erotische Fantasien verwirklicht sieht.87 Das Symbol von DEATH IN JUNE besteht aus dem leicht veränderten Totenkopf der SS. Pearce betont zwar immer wieder, dass er ursprünglich mal in einer trotzkistischen Punk- Band gespielt hat und dadurch gar kein Faschist sein könne; in seinen Statements und seiner Kunst gibt es jedoch immer wieder Hinweise an dieser Eigenbeurteilung zweifeln zu müssen. Allerdings ist DEATH IN JUNE natürlich keine primitive Skinhead- Band, deren Texte man eindeutig beurteilen könnte (und so tölpelhaft, sich offen rassistisch zu äußern, ist ja nicht einmal der Armanen- Orden). Auffällig ist aber eine ständige Beschäftigung mit, bestenfalls, germanentümelnder Symbolik, wie beispielsweise der von der SS- benutzten Runenzeichen und anderen, ebenfalls vom Nationalsozialismus her, bekannten "Kunstwerken". Hinweise auf zumindest kritisch zu beurteilende Inhalte ihrer Platten bzw. CDs gibt es zuhauf, ich möchte nur einige wenige nennen: auf der LP- Brown Book, wiederveröffentlicht als CD namens "The Cathedral of Tears", ist das Lied "Brown Book" enthalten. In diesem Lied singt ein Sänger (wahrscheinlich Ian Read) das, in Deutschland verbotene, Horst- Wessel- Lied in Deutsch, wenn auch mit starkem britischen Akzent. In dem Lied sind auch noch andere Samples enthalten, wie etwa der Text einer jüdischen Großmutter, die ihrem HJ- Begeisterten Enkel ein Gleichnis erzählt (entnommen aus dem antifaschistischen Nachkriegsfilm "Die Welt in jenem Sommer"). In einem anderen Sample hört man einen Nazi, der über die homosexuellen Neigungen von SS und SA spekuliert (ebenfalls aus "Die Welt in jenem Sommer"). Pearce selbst fasst dieses Lied als bewusste Provokation auf, wen und vor allem warum er damit provozieren will, bleibt selbst nach dem Lesen seiner Stellungnahmen zu dem Lied schleierhaft.88 Das einzige was deutlich wird ist, dass er wieder einmal mit nationalsozialistischen Motiven gearbeitet hat. Andere, willkürlich herausgegriffene Liedtitel, die anscheinend nicht provokativ gemeint sind, da nach Pearces Eigenaussage "Brown Book" sein einziges Lied war mit dem er "vorsätzlich provozierte" sind "Rose Clouds of Holocaust", "Burn Again", "Omen- filled Season", "Symbols of the Sun", "Rule Again", "Blood Victory" und "Red Dog - Black Dog". Da hier wirklich nicht der Raum ist, eine Analyse jedes einzelnen Liedes zu leisten und man sich anscheinend selbst dann nicht immer zu einer eindeutigen Aussage über die politische Haltung von Pearce durchringen kann (wie z.B. die Pearce und andere Künstler, man möchte manchmal vermuten, gegen besseres Wissen, verzweifelt verteidigende Stöber zeigt) überlasse ich es dem Leser die Symbolkraft dieser Liedtitel zu deuten. Einige Hinweise auf die politische Gesinnung Pearces geben aber vielleicht die Spende der Erlöse der DEATH IN JUNE Platte "Something Is Coming - Live And Studio Recordings From Croatia" von 1993 an ein Militärkrankenhaus der oft als faschistisch bezeichneten, nationalistischen kroatischen HOS- Miliz. Pearce verweigerte sowohl beim "Dark X- Mas"- Festival 1992 in Hamburg die Unterschrift unter eine sich von Neonazis und Faschisten distanzierende Petition (Anlass waren damals die Pogrome von Hoyerswerda), wie auch beim 1994 stattfindenden "Festival Of Darkness". Außerdem äußerte er in dieser Zeit Verständnis für die pogromartige

Stimmung in den neuen Bundesländern (wahrscheinlich bezogen auf Rostock- Lichtenhagen):

"Hast du jemals Tür an Tür mit Zigeunern gelebt? Ich kann denn Groll, der in Ostdeutschland zum Vorschein kommt, verstehen ... ."89

Der einzige ehemalige Musiker von DEATH IN JUNE, der sich anscheinend mittlerweile grundlegender von Pearces Einstellungen abgewandt hat, ist Patrick O´Kill (jetzt SIXTH COMM und MOTHER DESTRUCTION), der eingesteht,

"dass das, was mal als Provokation in den ´linken 80ern´ gedacht war in etwas tatsächlich Negatives umgeschlagen ist. Seine ´menschenverachtende Phase´ sei Vergangenheit."90 Das dritte ehemalige Gründungsmitglieder von DEATH IN JUNE, Tony Wakeford (heute SOL INVICTUS und L´ORCHESTRE NOIR), vertritt offensichtlich eine magische, kulturpessimistische und sozialdarwinistische Denkweise, die aus der Theosophie nur allzu bekannt ist. Er titelte eine seiner Platten nach einem Buchtitel des faschistischen italienischen Philosophen Julius Evola (1898- 1974): "Against the Modern World". Er sagt allerdings, dass er das tat, ohne wirklich etwas über Evola zu wissen:

"´Wider die moderne Welt´- das hat damals genau auf den Punkt gebracht, wie ich mich gefühlt habe, aber eher in einem allgemein heidnischen als politischen Sinn".

Er äußert sich in dem selben Interview aus dem Jahr 1991 (über Aleister Crowley und Widersprüche zwischen Crowleys Lehre und "Nordischer Tradition"):

"Er war ein echter Individualist, mit einem gesunden Ekel vor jeglicher Vermassung. Leider scheinen die meisten Leute, die ihm auf den Pfaden von Thelema (übersetzt: ´Willen´; Kurzform von Crowleys wichtigstem Gesetz: ´Tu was du willst´ O.Z.) folgen, genau die Sorte schwacher, liberalistischer Narren zu sein, auf die Crowley voller Abscheu gespuckt hätte. Aber man kann nicht ihn verantwortlich machen für die Sklavengeister, die seinen Namen mißbrauchen. Die Runen und ihre Tradition scheinen mir das stärkste aller magischen Systeme, mit denen ich gearbeitet habe, in ihm fühle ich mich am meisten verwurzelt. Wahrscheinlich, weil ich glaube, daß sie ein Teil meiner Vergangenheit sind... (...) Wesentlich scheint mir die Erkenntnis von der natürlichen Ordnung der Dinge. Auf der Welt wird einem nichts geschenkt und die Starken werden immer über die Schwachen hinwegschreiten, ohne sich darum zu kümmern, für wie unfair wir dies vielleicht halten."

Im weiteren Verlauf des Interviews benutzt er zwar das Wort "Rasse", ohne diesen Begriff auch nur andeutungsweise zu problematisieren. Er bestreitet aber, wenn auch mit etwas eigenwilligen Argumenten, Rassist zu sein:

"Zum Begriff ´Rasse´ will ich nur sagen, daß ich nicht glaube, daß irgendeine Rasse einer anderen überlegen ist. Um mich herum gibt es zuviel weißen Abschaum, als daß mir dergleichen wahrscheinlich vorkommen könnte... Jede Rasse bringt einige Kreative und Massen von Kretins hervor."

Zum Thema Politik äußert er folgendes:

"Für Politik interessiere ich mich nicht mehr, sei es nun ´linke´ oder ´rechte´; vielmehr glaube ich, daß alle politischen Dogmen und Parteien nichts als reine Zeitverschwendung bedeuten. Die einzige Hoffnung liegt wahrscheinlich im selbstbewußten Zurückweisen der Massenkultur und ihrer Massenideale. Ich glaube jedes Individuum hat das Recht zu leben, zu denken und zu sagen wie und was es will. Wohl kaum eine Ansicht, mit der sich Kommunisten oder Faschisten anfreunden könnten!"91

Wohl aber die Neue Rechte, deren Elitedenken und Antidemokratismus sich deutlich mit den Ansichten Wakefords trifft. Im Umfeld der oben vorgestellten Künstler sammelten sich auch andere Musiker mit ähnlichem Gedankengut, die sich jeweils häufig als Gastmusiker gegenseitig unterstützen. Die meisten davon sind ebenfalls Vertreter des Neo- Folk. Dazu zählen die Bands (die eigenlich fast alle nur Soloprojekte jeweils eines Musikers sind) FIRE & ICE (Ian Read), BLOOD AXIS (Michael Jenkins Moynihan), RADIO WEREWOLF (Nikolaus Schreck92), der Sänger Boyd Rice (NON), SORROW (Wendy van Dusen, ehemals STRAWBERRY SWITCHBLADE) und neuerdings auch die österreichischen Bands THE MOON LAY HIDDEN BENEATH A CLOUD sowie DER BLUTHARSCH (beide Albin Julius). Boyd Rice begann als Vertreter des Industrial. Damals wollte er normale Hörgewohnheiten brechen und die Zuhörer am Produktionsprozeß selbst beteiligen. So war seine Platte "Pagan Music" mit verschiedenen Löchern versehen, um so diszentrisches Abspielen zu ermöglichen. Außerdem erhielt sie den Hinweis "playable at any speed". Seine Live- Performances waren reine Lärmorgien. Damit vertrat er damals ein ähnliches Konzept, wie die EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN und andere Bands. Geändert hat sich sein musikalisches Konzept mit der CD "In the Shadow of the Sword" (1989). Sie beginnt mit dem Lied "Total War":

"Do you want/ Total war/ Turn man into/ Beast once more/ Do you want/ To rise and kill/ To show the world/ An iron will"93

Die Frage wird am Ende mit "ja" beantwortet, was nicht überrascht wenn man die theosophische, sich in den Schwanz beißende Schlange, welche das Cover ziert, mit der Aussage des Liedes verbindet. Auch die anderen Lieder der CD lassen nur eine Interpretation zu: Die Welt muss zerstört werden, um eine neue aufzurichten. Mit dem Lied "A World on Fire" wird diese Aussage noch deutlicher:

"`In meinem Traum sehe ich eine Welt befreit von der Last der Falschheit. Ich sehe eine Welt wiedergeboren in Perfektion. Ich sehe die Herrschaft der Reinheit. Und wie kann dieser Traum wahr werden?` Rice weiß die Antwort: Großes und schreckliches Leiden sowie Zerstörung seien notwendig, die Wiederkehr der Kämpfe um Land, Nahrung und Wasser, eine Rückkehr zur Barbarei. In seinem Traum sieht er die Plätze der Städte erhellt durch die brennenden Leichname gekreuzigter Christen.(...) Die hinter ihr (seiner Musik O.Z.) stehende Ideologie ist eine Mischung aus Sozialdarwinismus und Feindschaft auf das Christentum."94

Seit 1993 erscheint in Dresden das Fanzine "Sigill. Magazin für die konservative Kulturavantgarde Europas", welches auch in diversen Plattenläden, besonders in solchen mit Schwerpunkt auf der Gothic- und Darkwave- Szene verkauft wird. In diesem Magazin sind neben vielen Plattenkritiken von Neo- Folk- und Industrial- CDs und Interviews mit den entsprechenden Bands, Beiträge mit den Schwerpunkten neues Heidentum und Neue Rechte zu lesen. Kurze Zeit später (ungefähr 1995) gründet sich in Berlin, das inzwischen wieder eingestellte Fanzine "Europakreuz" (ihre Aktivitäten verlegen die ehemaligen Macher nun auf das Internet), welches in Berliner Gothic- Clubs auslag und das auch einen Mailorder- Katalog beinhaltete, in dem faschistische und heidnische (ariosophische) Literatur angeboten wurde. Beide Fanzines versuchen (bzw. versuchten) über Interviews, Plattenkritiken und Berichten über Heidentum , natürlich nur über das in ihrem Sinne praktizierte, die Gothic- Szenen zu umarmen und ihrer rechtsextremistischen Szene anzugliedern. In der Szene wurde das Anfangs als die Spinnerei Einzelner abgetan und nicht weiter beachtet.95 Eine andere Qualität bekamen diese Vorfälle jedoch als die "Junge Freiheit", das Zentralorgan der Neuen Rechten, im "Zillo", dem damals größten Szene- Magazin, im Februar 1996 Werbung schaltete. Dank der Proteste des Hamburger Labels "Strange Ways" wurde bekannt, dass der ständige Redakteur der "Jungen Freiheit" Peter Boßdorf, auch seit einiger Zeit im "Zillo" Artikel veröffentlichte. Boßdorf war bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des "Ostpolitischen Deutschen Studentenverbandes" (mittlerweile "Gesamtdeutscher Studentenverband). 1985 ist er Mitglied des "Witikobundes", einer ultrarechten Gruppierung in der, auch nicht gerade für Linksradikalismus bekannten "Sudetendeutschen Landsmannschaft". Seit 1992 ist er außerdem Mitarbeiter des "Thule- Seminars", veröffentlichte in "Nation und Europa" und engagierte sich kommunalpolitisch für die Republikaner.96 Zur gleichen Zeit schaltet auch das "Europakreuz" Werbung im damaligen Berliner Veranstaltungskalender für die Gothic- Szene "Black Book". Erst nach Leser- Protesten entschloss sich die Redaktion, diese Anzeigen nicht mehr abzudrucken. Die Reaktion des "Zillo" dauerte etwas. Nach einer längerer Zeit des Schweigens und sich häufenden Protestbriefen (sowie von Drohungen mehrererer Plattenlabels, keine Werbung mehr zu schalten), trennte sich die "Zillo"- Redaktion aber letztendlich (im Frühjahr 1997) von Boßdorf. Alle diese Aktivitäten können nur als abgesprochene Aktionen der Neuen Rechten gewertet werden, um ihre Position in der Gothic- und Darkwave- Kultur zu stärken. Erklärbar wird dieser Versuch, wenn man weiss, dass die Rechte vorher damit scheiterte, die Techno- Kultur zu unterwandern. So schrieb Roland Bubik, langjähriger "Junge Freiheit" (JF)- Redakteur, 1993 unter der Überschrift "Die Kultur als Machtfrage", dass er in dieser Popmusik Anknüpfungspunkte für eine "Revolte gegen die moderne Welt" sieht:

"...die Jugendkultur von heute bietet erfolgversprechende Ansätze hierfür. (...) Ein merkwürdiges Bewußtsein, in einer Phase des Niedergangs zu leben, ist virulent, vom ´age of destruction´ ist die Rede, die Parties der Tekkno- Szene gleichen makabren Totenfeiern einer Epoche. Man (...) mißtraut der Erklärbarkeit der Welt, wendet sich sogar rückwärts, etwa in Form der verschiedenen Independent Szenen."97

Aus Bubiks anfänglicher Begeisterung für Techno ("Stahlgewitter als Freizeitspaß"), wurde bald Enttäuschung ("seelische Vergewaltigung durch Beat- Computer und Masse"). Welche Mechanismen und Einstellungen dazu führten, dass die Vereinnahmung der Techno- Kultur für die Neue Rechte als (zumindest vorerst) gescheitert erklärt werden kann, müsste an anderer Stelle untersucht werden. Das hält allerdings JF- Autoren wie Jürgen Hatzenbichler (Mitglied der FPÖ) weiter nicht davon ab, so abstruse Fragen zu stellen wie: "Ernst Jünger: der erste deutsche Raver?"98 Bubik indessen entdeckte die Gothic- Szene als neues Schlachtfeld für den Kulturkampf der JF. Im Jahr 1996 veröffentlicht er eine Reportage über die Verleihung des "Zillo"- Preisen an Tilo Wolff (LACRIMOSA):

"Deutschland ist das Zentrum einer Musikkultur geworden, die ihre Wurzeln im antimodernistischen Gestus der ´Gothic-´ (gemeinhin auch Gruft-) Szene besitzt. (...) Dieses Gemisch birgt eine Sprengkraft, vor der sich alteingesessene Sittenwächter des Musik- Mainstreams in Acht nehmen müssen. Wenn das Mystische und Irrationale, der Wunsch nach anti- aufklärerischer Innenschau und gelebter Transzendenz ihre Stimme in der Jugendkultur finden, ist der ästhetische Konsens des Westens durchbrochen. Wenn die Bezugspunkte Mittelalter und deutsche Geisteskultur darstellen statt ´Love and Peace´, wenn die Seele gegen den Intellekt ins Feld geführt wir - dann schneidet sich ein Keil in das Establishment oberflächlicher Beliebigkeit."99

Durch diese nur sehr oberflächliche Betrachtung der Gothic- Szene wird der Ansatzpunkt deutlich, an dem Bubik den Hebel zur Aushebelung der "linken" subkulturellen Traditionen der Gothic- Szene ansetzen will: Mystik und Irrationalismus. Lächerlich, aber in NS- Tradition, ist natürlich die Darstellung "deutscher Geisteskultur" als "Kampfes der Seele gegen den Intellekt". Bubik zählt anscheinend nur die Romantik zur "deutschen Geisteskultur" - und selbst bei Betrachtung dieser kulturellen Epoche wäre sein Bild deutlich zu eindimensional (die von ihm so abschätzig beurteilten Werte "Love and Peace" haben bspw. auch deutlich ihre Wurzeln in der Romantik). Obwohl dieser Kulturkampf seitens der JF und neuerdings auch einigen NPD nahen Publikationen recht offen geführt wird (auch im Internet hat sich eine vermutlich von der NPD gesteuerte Gruppe "Gothics für Meinungsfreiheit" gegründet), gilt es in der Szene immer noch umstritten, dass es Unterwanderungsversuche gibt. Auch ein offener Brief der ehemaligen JF- Redakteurin und Mitherausgeberin des Fanzines "Scharlach" bzw. "Scarlet" Gerlinde Gronow an den (inzwischen verstorbenen) Chefredakteur von "Zillo", konnte daran nichts ändern:

"Derlei ist bewährte Taktik der jungen Freiheit: Potentielle Bündnispartner werden dezidiert umarmt (in Wirklichkeit ist es eine Umklammerung), um sie gesellschaftlich und kulturell zu isolieren. Kritiker werden generell als ´Lügner´, ´PC- Kommissare´, ´Meinungswächter´ (O- Ton junge Freiheit) abgetan, bis ihr selbst glaubt, die Junge Freiheit ist die einzige, die es gut mit Euch meint. Mit jedem gutgemeinten Leserbrief, der Toleranz und Meinungsfreiheit einklagt, begebt Ihr Euch, obwohl Ihr es ehrlich meint, immer tiefer in das Fahrwasser der Jungen Freiheit. Der Jungen Freiheit geht es nicht um diese Werte - sie hat ganz andere politische und kulturelle Ziele. Eines davon ist die ´Erringung der kulturellen Hegemonie´. Was man sich darunter vorzustellen hat, beschreibt Roland Bubik unumwunden in seinen Programmschriften: man müsse unpolitische Szenen unter dem Deckmantel der Kultur unterwandern, ohne sich als Rechter zu erkennen zu geben, um Schlüsselpositionen in der Ku(l)turlandschaft zu erringen. Erst dann ist Zeit, sich an die Umsetzung der politischen Ziele zu machen. Anstatt Euch auf Scheingefechte über Meinungsfreiheit und Toleranz einzulassen, solltet iht Euch klar machen, was eine reaktionäre Kulturpolitik für zum Beispiel eine Subkultur, wie es die Wave- Szene ist, bedeuten würde. (...) Für die Junge Freiheit seid Ihr nichts anderes als nützliche Spinner auf dem Weg zur Macht. Als ich dies begriffen hatte, habe ich meine Mitarbeit bei der Jungen Freiheit eingestellt. Nun sehe ich, daß sich meine persönliche Geschichte in größeren Dimensionen zu wiederholen droht. Ich kenne noch die kleinen Anfangstage des Zillo, stamme selbst aus der Wave- Szene - Stichwort Death In June, So(l) Invictus, NON. Dadurch wurde ich auf Autoren wie Evola, D`Annunzio, Ernst Jünger aufmerksam. Obwohl ich mich diesen Bands und Schriftstellern ursprünglich kritisch näherte, wurde ich nach und nach durch die unleugbare Faszination, die von dieser Welt ausgeht, ästhetisch so gleichgeschaltet, daß mir der Schritt zur Jungen Freiheit irgendwann als ganz natürliche Konsequenz erschien. Mein ´Einstiegshelfer´ war übrigens Roland Bubik. In dem etwas über einem Jahr (1994- 1995), das ich für die Junge Freiheit schrieb, war ich seine engste Mitarbeiterin. Schon damals hatte Roland Bubik große Pläne für die Wave- Szene, die durch ihre romantische und ästhetizistische Haltung besonders leicht zu beeinflussen wäre (ob sie das ist, wird sich nun herausstellen)."100

Auf jeden Fall fällt auf, wie häufig die JF in den letzten Jahren Wave- und Gothic- Musik, natürlich vor allem die ihr politisch nahestehenden Bands (positiv) rezensieren. Auch im Privatleben hat Bubik Kontakt zur Gothic- Szene. Seine jetzige oder ehemalige Lebensgefährtin Simone Satzger (Felicia), ist Sängerin der Band IMPRESSIONS OF WINTER und veröffentlichte auch in Bubiks Buch "Wir 89er".101 Ebenfalls 1996 greift zum erstenmal ein rechtsextremistischer Verlag in die Musikproduktion der Gothic- Szene ein (wenn man das unbedeutende Projekt des "Europakreuz"- Herausgebers Marco E. Thiel nicht berücksichtigt, der auf seinem Label "Abyss Recordings Europe" ebenfalls Musik verlegte). Unter dem Namen "Heliocentric Distribution" wird ein Musiklabel des Bingener Verlages "Verlag & Agentur Werner Symanek" (VAWS) gegründet. Dort erscheint eine Doppel CD zu Ehren der Filmregisseurin Leni Riefenstahl, die aufgrund ihrer Filme über NSDAP- Reichsparteitage (Sieg des Glaubens (1933) und Triumph des Willens (1934)) und über die Olympiade 1936 (Fest der Völker, Fest der Schönheit) im Dritten Reich Berühmtheit erlangt hat. Warum ausgerechnet Riefenstahl ausgesucht wurde, um dieses erste eindeutig rechtsextremistische Projekt in der Gothic- Szene zu verwirklichen ist unklar. Es könnte mit der Ästhetik der Riefenstahlfilme zu tun haben oder mit ihrem mystischen Erstlingsfilm "Das blaue Licht"; möglicherweise hat man aber auch einfach nach einer Person gesucht, die nahe genug am Nationalsozialismus dran war, um sie mit ihm zu identifizieren und doch auch weit genug von ihm weg, um auf eventuelle Kritik mit dem Totschlagargument der "eingeschränkten künstlerischen Freiheit" argumentieren zu können. VAWS verlegt neben CDs rechtsextreme Bücher, so z. B. Schriften von Jürgen Rieger, kriegsverherrlichende Literatur über den "Wüstenfuchs Rommel" und Propagandaschriften gegen die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht". Außerdem werden von ihm seit 1969 die "Unabhängigen Nachrichten" des "Unabhängigen Freundeskreises" verlegt.

"Gegen die ´Unabhängigen Nachrichten´ laufen seit Jahrzehnten immer wieder Verfahren wegen Volksverhetzung und Aufstachelung zum Rassenhaß. Mitglieder des Freundeskreises wurden 1994 wegen terroristischen Straftaten (z.B. Bombenattentate auf AntifaschistInnen) verurteilt. Symanek arbeitet auch mit dem rechten Arun- Verlag zusammen, der Bücher aus dem rechten und extrem rechten Spektrum zu ´Großdeutschland´, sowie heidnisch- esoterische Bücher verlegt."102

Auf dem Riefenstahl- Sampler sind u.a. die Bands FORTHCOMING FIRE (D), STRENGTH THROUGH JOY (IRL), DEATH IN JUNE (GB/AUS), ALLERSEELEN (AUT), SWIRLING SWASTIKAS (IT), ANDROMEDA COMPLEX (IT), TURBUND STURMWERK (D), VOXUS IMP. (D), VON THRONSTAHL (D), NORTHWENDE, RÜCKGRAT, PREUSSAK (D), LADY DOMINO, PROJEKT BLAULAND und TOMBSTONE vertreten. Das Elektro Projekt PP?, das ebenfalls auf dem Sampler vertreten ist, distanzierte sich später. 1998 erschien die Nachfolge- CD - diesmal zu Ehren des Nazi- Bildhauers Josef Thorak. Auf ihr waren u.a., neben auch schon auf dem ersten Sampler vertretenen Musikgruppen, STALINGRAD (IT produziert von Angeo Bergamini von KIRLIAN CAMERA) und EGOAEDES (Musikprojekt des "Europakreuz"- Herausgebers Marco E. Thiel) vertreten. Das japanische Duo JACK OR JIVE, welches ebenfalls ein Lied beisteuerte, zeigte sich nach Erscheinen der CD entsetzt über das politisch- musikalische Umfeld, in das sie aus Ahnungslosigkeit geraten waren.103 Von VAWS vertrieben werden außerdem die Bands WALDTEUFEL (USA), MJÖLNIR TONKUNST (D) und UNTERNEHMEN DREIZACK (D). Zusammengestellt hat die beiden Sampler Jay Kay (Josef Klumb), der Frontmann von FORTHCOMING FIRE. Er ist Mitarbeiter des VAWS und anscheinend befreundet mit dem Ufo- Esoteriker und Antisemiten Jan van Helsing (Jan Udo Holey), dessen Machwerk "Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert" wegen Volksverhetzung verboten wurde und den er auf seinen Plattencovern grüßt. Aufgrund einiger wirrer und rechtsextremistischer Stellungnahmen in Interviews, u.a. zum Thema Illuminaten

"Es ist die Hochfinanz, es sind die Kräfte, welche hinter ihren Marionetten die Welt bewegen (...) Das Gesicht dieses kommenden Regimes drückt sich aus durch die UNO, NATO, Weltbank, Zionismus..."104

verweigerte ihm FORTHCOMING FIREs ehemaliges Label "Hyperium" bzw. "Hypnobeats" eine Vertragsverlängerung. Der 8. Mai 1945 war für ihn

"...trotz allem eine Eroberung, eine Unterwerfung und eine Unterdrückung des Geistes, die bis heute anhält und mir sogar mein Bewußtsein noch streitig machen möchte."105

Es spricht für sich, für wen er nicht spricht:

"Man muß ein für alle mal erkennen, daß, wenn ich für Deutschland rede, ich nicht für circa 50 Millionen geistige Totgeburten spreche, (...), sondern daß die ´Volksseele´, die bis ins Heute so brutal vergewaltigt wurde, daß ich für dieses Heiligtum (...) den Kern und das Zentrum des Begriffes Deutschland eben verteidigen werde...(...)"106

Klumb ist auf den beiden besprochenen Samplern auch mit seinen Projekten PREUSSAK und VON THRONSTAHL vertreten. Mit einem anderen Projekt, nämlich WEISSGLUT, gelang es ihm tatsächlich einen Plattenvertrag bei "Epic", einem Unterlabel von "Sony- Music" zu bekommen, welcher beste Karriereaussichten im Musikgeschäft eröffnet hätte. Im Januar 1999 trennte sich WEISSGLUT jedoch von Klumb, wahrscheinlich auf Druck von Epic. Eine Rolle dürfte dabei sicherlich spielen, dass im Dezember 98 eine Verleumdungsklage von Klumb gegen den "Spiegel", der ihn in der Ausgabe 44/98 als "Nazi" tituliert hatte, von Klumb zurückgezogen werden musste. Inzwischen musizierte er auch mit dem verurteilten Thüringer "Sondershausener Satansmörder" Hendrik Möbus und dessen Metal- Band ABSURD, bevor Möbus sich aufgrund einer erneuten Verurteilung, diesmal wegen "Verunglimpfung eines Toten", ins Ausland absetzte. Möbus hatte seinen Mord an einem jüngeren Mitschüler in Moynihans Buch "Lords of Chaos" mit den folgenden Worten kommentiert:

"Wenn aber das NS- Recht wirklich auf uns angewordet wäre, hätte man uns für die Vernichtung eines Volksschädlings nicht gestraft, sondern gelobt."107

Zum Abschluss dieses Kapitels sollen hier noch einige andere Ansichten von weiteren Personen aus diesem rechten Spektrum der Dark- Wave- und Gothic- Szene vorgestellt werden. An erster Stelle soll der eben als Buchautor genannte Michael Moynihan (BLOOD AXIS (USA)) stehen. Auch er stellt sich, wie eigentlich alle der in diesem Kapitel beschriebenen Musiker, gerne als unschuldig Verfolgter dar, der keineswegs rechte Ideen vertrete oder gar Faschist wäre. So etwa in einem siebenseitigen Artikel über eine von Antifaschisten erzwungenen Konzertabsage in Seattle. Darin äußert er folgendes:

"I am not an ´anti- semite´ and to label me as such is deliberately creating a falsehood. But I am also not a humanitarian, and I will state outright I do not believe in any kind of elusive notion about a ´sanctity of human life´ and I would challenge anyone to prove to me that such a thing exists. I also do not believe in moral concepts of ´good´ and ´evil´ and thus am not particularly upset about episodes in history where large numbers of people died. I am not a Holocaust Revisionist, but I also do not really care about the Holocaust one way or the other. I don´t feel responsible for it, and while it may mean a lot (understandably) to some people, it has nothing to do with me."108

Interessant wird diese verteidigend gemeinte Bemerkung in Zusammenhang mit einer anderen Äußerung Moynihans. Auf die Frage nach seiner Beziehung zur deutschen Sprache und den Begriffen: "Rasse", "Nation", "Pflicht" und "Ordnung" antwortete er:

"Ich bin durchaus sehr an der deutschen Sprache interessiert und versuche gerade, sie mir anzueignen. Lange Zeit dachte ich, sie sei einzigartig in ihrer Fähigkeit, eine Vielzahl von Bedeutungsnuancen und Gefühlszuständen in einem einzigen Begriff auszudrücken. In gewisser Weise scheint sie erfüllt zu sein von einer magischen Qualität des ´Aufgeladenseins´ mit Inhalten von tieferer Bedeutung. Neben dieser Erkenntnis wurde mein Interesse durch die Faszination verstärkt, die gewisse Perioden der deutschen Geschichte auf mich ausübten, sowie durch die aufrichtige Bewunderung, die ich für bestimmte deutsche Philosophen hege, von denen ich einiges gerne im Original gelesen hätte - Mit den genannten Begriffen verbinde ich folgendes: Rasse- Menschen gleicher Seele und gleichen Geistes; Nation- im Idealfall eine sich selbstversorgende, abgeschlossene Gemeinschaft (egal wie klein) von Menschen einer Rasse; Pflicht- das, was man tun muß, um in Einklang mit den eigenen Instinkten und dem eigenen Ehrgefühl zu leben; Ordnung- ein Zustand von Ausgeglichenheit und Klarheit, das Handeln und Entwicklung stark erleichtert.(...) Ich glaube, es gibt zwei Punkte von größter Wichtigkeit die ´Siege´ (eine Schrift des inhaftierten US- Neonazis James Mason O.Z.) ganz deutlich macht: Erstens, daß es für Reaktion und Konservatismus einfach zu spät ist, und das deshalb die einzig angemessene Strategie - wenn es überhaupt noch eine geben kann - darin bestehen muß, die Zersetzungsprozesse des gegenwärtigen Gesellschaftssystems möglichst voranzutreiben, weil dies der wesentlich vernünftigere und direktere Weg ist, Veränderungen zu erreichen. Zweitens, daß das Überleben an sich das wichtigste Lebensziel sein sollte, aber ohne daß man sich einer Gehirnwäsche unterziehen oder von der Leere der Gesellschaft aufsaugen läßt - also, um es auf den Punkt zu bringen: das Überleben als Geächteter."109

Neben dem menschenverachtendem Konzept des Anti- Humanismus vertritt er also das, schon bekannte, theosophische Konzept des Untergangs um der Erneuerung willen. Welche Perioden der deutschen Geschichte ihn so sehr interessieren, dürfte nicht schwer zu erraten sein. Im Booklet seiner CD "Im Blutfeuer" sieht man ihn am Grabe des SS- Brigadeführers beim "Ahnenerbe" Karl Maria Willigut. Auf der CD selbst hört man Ausschnitte einer Rede des von Evola bewunderten Führers der faschistischen rumänischen "Eisernen Garde" und eine Passage aus Ernst Jüngers Buch "Auf den Marmorklippen". In diesem Zusammenhang ist es nicht weiter überraschend, dass Moynihans Verteidigungsbrief auf der Homepage einer Organisation "Third Position - Beyond Left and Right" erscheint, die über sich selbst schreibt, dass sie eine "revolutionäre nationale Bewegung" sei, die eine "New Social Order110" will. Ein Pamphlet dieser Organisation endet mit den Worten: "For the Nation. Against the State!"111 Der geneigte Leser mag sich nun selber fragen: Steht Moynihan wirklich zwischen rechts und links? Die Band AIN SOPH folgt dem Vorbild von Julius Evola, wenn sie dem Priesterkrieger Kshatyra, dem Leitbild Evolas für einen politischen Soldaten in seinem Buch "Menschen inmitten von Ruinen", eine CD widmen. Sie singen auf ihrem Album "Kshatyra":

"Die Treue ist stärker als Feuer/ Sich erheben, auferstehen/ Eine Form und eine Ordnung schaffen/ Aufrecht durch die Ruinen/ Den schwersten Weg auswählen/ Unseren Mut in Metall gießen/ Endlich wiedergeboren durch das Blut/ stark durch unsere Ehre/ Kshatyra"112

Natürlich könnte man solche Texte auch als spätpubertäre "Männerphantasien" abtuen, wenn allerdings auf dem Cover ihrer CD "Aurora" Evola abgebildet ist und sich ein Musiker "von Sebottendorf" nennt - Sebottendorf war führender Aktivist der Münchener Thule- Gesellschaft, die in die Gründung der NSDAP involviert war - dann darf man sicherlich an dieser Interpretation zweifeln. Auf der Homepage der Dresdener Band TURBUND STURMWERK, der ich einige sehr interessante Interviewausschnitte mit den oben besprochenen Musikern verdanke,113 wird, wenn auch nicht ganz offen, rechtsextremistische Propaganda betrieben. Auch wenn sie sich scheinbar von faschistischer Ideologie abgrenzen:

"Zwar rechneten wir mit den üblichen Unterstellungen von Seiten derer, die immer alles vom eingeschränkten Blickwinkel eines ´politischen Ortungssystems´ aus bewerten zu müssen glauben; damit haben wir in den vergangenen Jahren umzugehen gelernt. Wir wußten, daß sich einige finden würden, uns ureflektiert eine ´faschistoide Gesinnung´ oder gar ´Kriegsverherrlichung´ zu unterstellen, weil wir Runen gebrauchten, uns auf Nordische Mythologie bezogen und vom Wert des Opfermuts sprachen. (...) Was wir - ganz abstrakt - als Projektion im Sinne eines ´geistigen Kriegertums´ vorgeben wollten, nämlich das Ideal, sich als Mensch einer Sache in aller Konsequenz hinzugeben, schien für manchen also bereits mit zu ´eindeutigen´ Entschlüsselungshinweisen versehen."

Um dann aber wenig später eine Abbildung auf dem Cover ihrer CD mit dem, völlig unwissensschaftlichen, "Runenschlüssel Williguts" zu interpretieren. Ihre Interpretation beenden sie mit den folgenden Sätzen:

"Problematisch erscheint freilich, daß die Materialisation des menschlichen Geistes an sich und grundsätzlich leidbehaftet und negativ erscheint, was manchen - zurecht - nicht einleuchten will, selbst wenn bedacht wird, daß inzwischen längst auch Menschen mit relativ gesunder und harmonischer Persönlichkeitsstruktur an ihrer Umwelt und den äußeren Zuständen leiden, welche sie selbst gar nicht zu verantworten haben. Dies spricht freilich weniger gegen die ´äußere Welt´ als vielmehr gegen diejenigen, die - teils fahrlässig, teils willentlich - ein ´Jammertal´ aus ihr gemacht haben."114

Da können wohl nur noch die "geistigen Krieger" helfen! Sie selbst berufen sich vor allem auf "Nationalbolschewismus" und "Hamburger Nationalkommunismus der 20er Jahre" und arbeiten musikalisch an einer "Symbiose von Ernst Jünger und Heiner Müller". Die im Moment in der Szene meist diskutierte Band ist die Band KIRLIAN CAMERA um den italienischen Musiker Angelo Bergamini. In einem "Zillo"- Interview mit Dirk Hoffmann wehrt sich Bergamini gegen Vorwürfe von Antifaschisten, hier einige Ausschnitte aus dem Interview:

"Zillo: Von Organisationen wie der Antifa werdet ihr als Neofaschisten bezwichnet, weil ihr ein Konzert mit dem Hitlergruß beendet haben sollt. Falls das der Tatsache entsprechen sollte: Was war euer Beweggrund dafür- reine Provokation oder steckt ein tieferer Sinn dahinter? Angelo: Eins muß von vorneherein klar sein: Ich protestiere gegen solche Gerüchte und Aussage, die zu beweisen versuchen, daß meine Band das Publikum mit dem Hitlergruß begrüßt. Ein gewisser Alfred Schobert hat in einem ´Spiegel´- Interview behauptet, daß wir - man beachte, daß wir - man beachte, daß er im Plural sprach und damit um alle meinte - das Publikum auf diese Weise be(g)rüßen. Das ist ein ernstes Statement und eine ernste Manipulation der Realität. Ich muß an dieser Stelle zum zigsten Mal wiederholen, daß andere Kirlian Camera- Mitglieder verschiedene (M)ale erklärt haben, daß sie ganz aufrichtig politisch links einzuordnen sind. (...) Diese Band hat durch all die Jahre Musiker aus ganz verschiedenen Richtungen (Schwarze, Weiße, Juden, Faschisten, Kommunisten, Christen, Schwule, Anarchisten) im Line- up gehabt und jeden einzelnen respektiert. Wenn aber jemand kindische Sachen mag, erkläre ich einiges zu Herrn Schoberts Aussagen: Im August letzten Jahres traten wir in Berlin auf, und ich muß ehrlicherweise zugeben, daß ich auf eine ähnliche Weise agiert habe, um einfach den schlechten Glauben von einigen Leu(t)en zu testen. Da habe ich die Leute mit ausgestrecktem Arm begrüßt. (...) Weder ich noch Emilia Lo Jacono und Barbara Boffelli haben je den Hitlergruß verwendet, da sie politisch viel zu korrekt sind. (...) Es gab keine versteckten politischen Botschaften in der Vergangenheit, und ich muß niemanden etwas erklären. Zillo: Gibt es denn etwas, das dich aus irgend einem Grund am Dritten Reich fasziniert? Angelo: Die Ästhetik des Dritten Reiches ist zweifellos faszinierend. (...) Aber was ich über Politik denke, geht nur mich etwas an, und das würde ich niemanden erzählen. Wahlen sind geheim, und es ist mein Recht es auch so zu halten. Ist es nicht so? (...) Zillo: Meinst du nicht, da(ß) Künstler eine besondere Verantwortung beim Gebrauch solcher Symbole haben, die eng mit dem Dritten Reich verknüpft sind? Angelo: Ich denke, es gibt zu viele Idioten, die versuchen, einige Werbung damit zu machen, Symbole und anderes Zeugs verwenden, von denen sie nicht mal die Bedeutung verstehen. Ich glaube, daß 90% dieser Bands, die Möchtegern- Nazis werden wollen, nichts weiter als ein Haufen von Verlier(er)n sind, die keine wirkliche Hoffnung besitzen. Sie verlassen sich darauf, populär dadurch zu werden, daß sie das Spiel der ´Verdammten´ spielen, aber sobald jemand kommt, um ihnen gefährlich mit Zensur zu drohen, leugnen sie alles, arme kleine Kätzchen!
(...) Übrigens haben Kirlian Camera nie ein Nazi- Symbol verwendet, weshalb wir mit dem Thema eigentlich nichts zu tun haben.(...) Viele Leute erheben den Anspruch, Dinge zu wissen, die sie nie erfahren werden, und legen dabei die wirklich intolerantesten Einstellung zutage: Sie verfolgen etwas, das sie nicht kennen. Suchen sie nach dem Antichristen oder was?"115

Auffällig bei den Äußerungen Bergaminis ist, dass er, wie auch bei früheren Interviews zu dem Thema, grundsätzlich nur über die politischen Einstellungen von anderen Bandmitgliedern redet. Dazu muss man wissen, dass KIRLIAN CAMERA letztlich ein "Ein- Mann- Projekt" Bergaminis ist. Den Hitlergruß bzw. den "Kühnen- Gruß" (mit zwei ausgestreckten Fingern), hat Bergamini in diesem Interview, soweit mir bekannt, hier zum ersten Mal zugegeben, nachdem er ihn in mehreren vorangegangenen Interviews abgestritten hatte. Diese Geste von ihm konnte man auch bei weiteren Konzerten von ihm beobachten. In dem Gesprächsteil über andere Bands, denen die Verwendung von NS- Symbolen nicht fremd ist, redet er nur über "Möchtegern- Nazis". Wie würde er wohl über "richtige Nazis" urteilen? Seine Ansichten dazu kann man möglicherweise vermuten, wenn man beachtet, dass er mit dem Stück "U- Bahn V. 2 Heiligenstadt" auf der CD "Todesengel- The Fall of Life" die "Eiserne Garde" Codreanus "ehren" wollte116 und Marco E. Thiel ihn im "Europakreuz", als einen "Kameraden" bezeichnet.117 In der selben Ausgabe des "Europakreuzes" wird an den 52. Jahrestages der Zerstörung Dresdens "durch britische Luftangriffe" gedacht und um einen "Kamerad Julius B. E. F. jun. (Pseudonym J. Streicher)"118 getrauert. Der österreichische Kadmon (Gerhard Petak), dessen Projekt ALLERSEELEN dem Neo- Folk zugeordnet werden kann, fällt durch die Herausgabe der Magazine "Ahnstern" und "Aorta" auf. In diesen Magazinen kommt seine Gedankenwelt, beruhend auf einer Mischung von (NS-) Esoterik, faschistoider Philosophie und Satanismus zum Ausdruck. Ein Ausschnitt aus dem "Ahnstern"- Katalog:

"II. LUCIFER RISING II. Interview (1995) mit dem amerikanischen Filmemacher Kenneth Anger über: Lucifer Rising, Externsteine, Bobby Beausoleil, Aleister Crowley, Friedrich Nietzsche. (...) III: FEUERTAUFE: Ernst Jüngers Werke über den ersten Weltkrieg (...) V: HEIDNAT: Völkischer Weg und thelemitischer Weg. Heimat und Heidentum als Kraftfelder. Heidnat als Entwurf einer halben Moderne, die Technologie und Spiritualität verknüpft. Die Bedeutung von Selbstachtung. Erdung. Widerstand.(...) VII: KRAFTFELD: Das Kornzeichen in Flandorf, Niederösterreich, Juli 1996, eine rätselhafte Einheit aus Kraft und Form (...)"119

Er beteiligte sich an den VAWS- Samplern, wie auch an einem Sampler des Labels des Dresdener "Sigill"- Herausgebers Eislicht- Verlages (Eis und Licht Tonträger); dieser erschien, um "Julius Evola zu ehren". Das Cover der ALLERSEELEN- CD "Gotos - Kalanda" ziert die sogenannte "Schwarzen Sonne", ein Marmormosaik aus dem "Obergruppenführersaal" der SS- Kult- und Schulungsstätte Wewelsburg. Auch er fühlt sich von Antifaschisten verfolgt, spricht sich aber immerhin für Gewaltlosigkeit seiner Anhänger aus.

"Daß jemand Flugblätter gegen Allerseelen verteilte, freute mich. Ich schätze die, die den Mut haben, Nein zu sagen, den Ketzer. Die sich Schwierigkeiten einbrocken. Daß manche Anhänger von Allerseelen glaubten, diesem Jugendlichen die Flugblätter aus der Hand reissen zu müssen, erfuhr ich erst hinterher. Es mißfiel mir."120

Daneben benutzt er aber typische Argumentationsmuster der Neuen Rechten:

"Ich verabscheue Bücherverbrennungen und Holocausts, wie sie in Auschwitz, Dresden, Hiroshima und Mururoa geschahen. (...) Was die Anti- Faschisten im Zeichen des roten Pentagramms begehen, stellt die Anschläge rechtsextremer Skinheads in den Schatten."121

Die Musikpresse und die meisten Plattenlabel fielen bis jetzt durch Totschweigen dieser gefährlichen Tendenzen dieses Teils der Szene auf. Vermutlich aus kommerziellen Gründen, denn die beschriebenen Bands verkaufen sich, nicht zuletzt wegen ihrer "umstrittenen Meinungen", besser als viele andere, politisch nicht auffallende Bands. Die meisten Szene- Mitglieder dürften aber (noch) eher ungefähr so denken wie Ashley, Kopf der Band WHISPERS IN THE SHADOW:

"Wenn man einfach akzeptiert, was man vorgekaut bekommt, kann dies üble Folgen haben, und plötzlich haben wir ein ´viertes Deutsches Reich´ und jeder ist plötzlich überrascht und tut so, als ob nichts wäre. Nach außen hin vertreten wir allerdings keine politische Richtung. Aber ich glaube kaum, daß uns irgendwer als ´rechts´ einstufen würde. Es ist wichtig, daß die schwarze Szene nicht ins rechte Lager abrutscht, wie das in letzter Zeit so der Fall ist. Dagegen werden wir uns auf jeden Fall wehren und ich hoffe, wir stehen da nicht alleine da."122

Das zeigt, dass Pauschalverurteilungen der Szene (wie beispielsweise Jean Cremets Beiträge in der Jungen Welt und anderen Zeitschriften) kontraproduktiv wirken. Dann nämlich fühlen sich auch politisch liberale oder linke Gothics gezwungen, sich Hand in Hand mit den, immer noch wenigen, wirklich rechtsextremistischen und faschistischen Vertretern zu verteidigen. Und gerade gegen dieses falsche Zusammengehörigkeitsgefühl, welches der Umarmungsstrategie von JF und anderen entgegen kommt, muss die Szene in nächster Zeit vorgehen, sollte sie ihre eigenen Wurzeln nicht verleugnen wollen. Ein wichtiger Ansatz dazu war sicher die Gründung der Initiative "Grufties gegen rechts/ Music For A New Society" (April 1998 in Bremen). Mit den Zielen dieser Initiative solidarisierten sich mittlerweile auch schon einige Musiker wie DEINE LAKAIEN, SEPULCRUM MENTIS, EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, Dirk Ivens (DIVE, SONAR, ehemals THE KLINIK), GOETHES ERBEN, LOVE LIKE BLOOD, DAS ICH und ISECS. Eine Internet- Initative "Gothics gegen rechts" versucht dem Beispiel der "Grufties gegen rechts" zu folgen und über rechte Tendenzen in der Szene aufzuklären.



Quellen

72: vgl. Bellmund, Klaus und Kaarel Sinniveer: Kulte, Führer, Lichtgestalten - Esoterik als Mittel rechtsradikaler Propaganda, München 1997, insbesonders das Kapitel: Esoterik: eine spirituelle Grundlage des Nationalsozialismus.
73: Goodrick- Clarke, Nicholas: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus, Graz 1997, S. 24
74: Schuhmacher, Hans: Ariosophie - ein Überblick, im Internet:  http://www.rabenclan.de/ariosophie.htm
75: Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass sie ihre Lehren dem medialen Kontakt mit den "Meistern" Morya und Koot Hoomi, die angeblich in abgeschiedener Einsamkeit des Himalaya lebten verdankte. Dadurch kann die "Quelle" ihrer Weisheit naturgemäß nur sehr schwer überprüft werden.
76: Goodrick- Clarke, a.a.O., S. 25 f.
77: Schuhmacher, Ariosophie, a.a.O.
78: Schuhmacher, Ariosophie, a.a.O.
79: Sünner, Rüdiger: Schwarze Sonne. Entfesselung und Mißbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik, Freiburg im Breisgau 1999, S. 173 ff.
80: Germanen- Glaube, 2/ 1996, S. 19, zitiert nach: Sünner, a.a.O., S. 181
81: Dass es solche Gruppen geben kann zeigen z. B. die Mitglieder der Vereins "Der Rabenclan - Arbeitskreis der Heiden in Deutschland". An diesem Punkt muss ich auch Arvid Dittmann widersprechen, der in einer Rezension zu Sünner: Schwarze Sonne schreibt: "Vielmehr versteht sich die mittlerweile nahezu unbedeutende ´Theosophische Gesellschaft´ nach wie vor als kosmopolitische Vereinigung, die eine Vebrüderung aller Völker, Rassen und Religionen anstrebt." (Dittmann, Arvid: Rezensionen: Rüdiger Sünner: Schwarze Sonne, in: Journal der Jugendkulturen #1 November 1999, S. 36). Das müsste nämlich heißen, dass sich die "Theosophische Gesellschaft" völlig von Blavatskys Rassetheorie getrennt haben müsste (da die "afrikanische Rasse" ja als Nachkommen der "Tiermenschen" gilt) - und die Rassetheorie ist ja schließlich eine der Grundlagen der Theosophie.
82: Schuhmacher, Hans: Wicca- das trojanische Pferd der Theosophie, im Internet:  http://www.rabenclan.de/wiccatr.htm
83: Schuhmacher, Wicca, a.a.O.
84: Zwar beruft sich Wicca durchaus auf die Theosophie als eine der Wurzeln der eigenen Religion, inwieweit auch Blavatskys Rassentheorien dazugehören, wird grundsätzlich nicht thematisiert. Da diese von der Wicca- Führung aber auch nicht offen angegriffen werden, muss man also davon ausgehen, dass sie akzeptiert sind. 85: Bis vor kurzem war es auch nicht unüblich, der Szene insgesamt Sexismus und Frauenfeindlichkeit vorzuwerfen, möglicherweise wegen der offen zur Schau gestellten SM- Sexualität von Mitgliedern der Szene (so z. B. Anfang der 90er Jahre in einer Flugblattaktion einer Männergruppe vor einer von Gothics besuchten Freiburger Diskothek). Diese Vorwürfe haben mittlerweile nachgelassen. Ob nun auf Grund veränderten gesellschaftlichen Bewusstseins oder einer vorurteilsfreieren Sicht auf die Gothic- Szene mag dahingestellt bleiben.
86: Zillo 2/ 92, zitiert nach: Grufties gegen Rechts: Die Geister, die ich rief, im Internet unter:  http://www.pc- easy.de/geister/brosch.htm
87: Dieses Interpretation von Pearces Antrieb liefert auch Steward Home in einem Interview mit dem Münsteraner Fanzine "Auf Abwegen": "Ich glaube einfach, daß bei Death In June Sexualität im Vordergrund steht. Ich glaube, seine sexuellen Vorlieben sind der Schlüssel zum Verständnis von Death In June, und ich glaube nicht, daß Douglas heute noch ein aktives politisches Interesse hat". (Zitiert in: Die geilsten Uniformen, in: Jungle World, 26. März 1998)
88: Pockrandt, Stephan: Sexy Uniforms, in: Sigill Nr. 6, 1994, Dresden, S. 20/21, zitiert in: Stöber, a.a.O., S. 69 f.
89: Zitiert nach: Antifaschistisches Info, Juli/ August 1997
90: Grufties gegen Rechts, Geister, a.a.O.
91: Im Internet unter:  http://www.myway.de/secretlab/dturbu56.htm
92: Douglas Pearce sagt in einem Interview von 1990 über Schreck allerdings: "Als ich Boyd Rice in Amerika besucht, hat der mir erzählt, in den USA gelte Schreck inzwischen als ´reicher Jude´, der sich in seltsame okkulte Dinge verstrickt habe. Wen interessiert schon dieser ganze amerikanische Werwolf- und Satanskram. Ich halte das alles für oberflächlich", im Internet unter:  http://www.myway.de/secretlab/dturbu55.htm. Eine Aussage, die Zweifel am Geisteszustand aller drei Beteiligten weckt.
93: NON/ Boyd Rice: Total war, von der CD: In the Shadow of the Sword 1989, zitiert nach Cremet, Jean: The dark side of the music. Jenseits von "Böhse Onkelz" und "Screwdriver". Über (neo-) faschistische Tendenzen in der Independent- Musik, in: analyse & kritik 389, 04/ 1996, S. 11 ff, im Internet unter:  http://www.pc- easy.de/geister/cremet.htm
94: Cremet, a.a.O.
95: "Europakreuz" war sich bspw. nicht zu schade, den unsäglichen "Heino der Neonazis", Frank Rennicke zu interviewen. Orginalton Rennicke: "Frank Rennicke, nationaler Barde, verheiratet, vier Kinder, seit 10 Jahren im Freiheitskampf, gebürtiger Niedersachse, Steckenpferd: Volk, Vaterland, Familie." (...) "Ich bin tolerant genug, liberalere und auch radikalere Meinungen von Gleichgesinnten zu dulden, wenn diese mit der ganzen Persönlichkeit gelebt werden." (...) "Lest, lernt, treibt Sport, enthaltet euch dem Zeitgeist und sehet mit Abscheu auf die willigen Büttel eines Systems, das es für ´normal´ hält, 600.000 Rapper- und Techno- Idioten in Berlin straßenverdreckend latschen zu lassen, junge Deutsche aber, die für Meinungsfreiheit und Erinnerung an den Mord an Rudolf Heß auf die Straße gehen, einsperren will. Heil euch!", Europakreuz Nr. 19, April 97, Berlin, S. 9- 12
96: Grufties gegen Rechts,Geister, a.a.O.
97: Junge Freiheit 10/93, zitiert nach: Grufties gegen Rechts: Revolte gegen die moderne Welt - Braune Graswurzelrevolution in der schwarzen Szene? Über den neurechten Kulturkampf und Widerständiges aus der Gothic- Szene, im Internet unter:  http://www.pc-easy.de/geister/aib.htm
98: Im Internet unter:  http://www.jungefreiheit.de/108aa16.htm
99: Junge Freiheit 4/96, zitiert nach: Grufties gegen Rechts, Geister, a.a.O
100: Gerlinde Gronow: Offener Brief an Easy Ettler, im Internet unter:  http://www.pc-easy.de/geister/easy.htm
101: Grufties gegen Recht, Revolte, a.a.O.
102: Grufties gegen Rechts, Geister, a.a.O.
103: Grufties gegen Rechts, Revolte, a.a.O.
104- 106: Gothic Nr. 23, Sommer 1995, zitiert nach. Grufties gegen Rechts, Revolte, a.a.O. 107: Zitiert nach MDR- Fakt vom 26.4.1999, im Internet unter:
 http://www.mdr.de/fakt/archiv/inhalt_260499_3.html
108: Im Internet:  http://www.thirdposition.com/blrnewsbloodaxis.html
109: Im Internet:  http://www.myway.de/secretlab/dturbu54.htm
110: Im Internet:  http://www.thirdposition.com
111: Im Internet:  http://www.thirdposition.com/blrnation-and-the-state.html
112: Zitiert nach: Cremet, a.a.O.
113: Auffallend ist, dass in letzter Zeit, sogar während der Monate meiner Recherche, immer mehr klare "politische" Aussagen auf den Homepages der besprochenen Künstlern verschwanden. Ich halte es für möglich, dass das mit der beginnenden antifaschistischen Arbeit in der Gothic- Szene zusammenhängt.
114: Im Internet:  http://www.myway.de/secretlab/dturbu25.htm
115: Hoffmann, Dirk: Das Versteck des Antichristen, in: Zillo Musik Magazin (7-8/ 99), im Internet:  http://members.tripod.com/~Heydebreck/kczil.html
116: Sigill (Nr. 12, 1996/97), Dresden
117: Europakreuz Nr. 18, Februar 1997, Berlin, S. 1
118: ebd.
119: Im Internet:  http://www.geocities.com/SunsetStrip/Amphitheatre/6522/ahnstern.htm
120: Kadmon: Anti- Faschismus: Katholizismus ohne Gott, im Internet:  http://www.geocities.com/SunsetStrip/Amphitheatre/6522/antifa.htm
121: ebd.
122: Back Again (Winter 97/98), Darmstadt und Hamburg, S. 8

wakeford und national front

xxx 20.01.2005 - 19:57
 http://www.uni-koblenz.de/~instso/neitzert_skript_ss04_recht_musiksz/skript_ss04_recht_musiksz.pdf (Seite 11)

Tony Wakeford: Er gehörte zusammen mit Pearce in den 70ern der eher linken Punkband „Crisis“ an,
die allerdings bereits begann (mit Titeln wie „White Youth") mit faschistoiden Versatzstücken zu
kokettieren. Zusammen mit Pearce, Michael Moynihan („Blood Axis“) und Boyd Rice gehörte er zu
einer in der Szene legendären Boyd Rice-Performance in Osaka/Japan unter dem Motto „Total War".
1984 verließ er „Death in June“, weil Pearce für ihn zu sehr und zu konkret mit rechter Politik
liebäugelte. Obgleich er selbst auch Kontakte hatte zu einschlägigen Organisationen – z.B. zur
neurechten Gruppe „IONA“ von Richard Lawson, dem Kopf der „National Party“, einer an den
Strassers orientierten Abspaltung der „National Front“. Und auch mit seiner neuen Band „Sol Invictus“
betreibt er weiterhin das gleiche Verwirrspiel unter Kunstvorbehalt.
Patrick O’Kill Leagas: Stieg 1985 aus dem gleichen Grund wie Wakeford aus. Danach ließ er sich in
militärischen Nahkampftechniken ausbilden und suchte Kontakt zu islamistischen Mujahideen.
I
an Read: Er ist Mitglied des Satanistenordens „Illuminates of Thanateros / IOT“ (der sich 1986 in
einer Höhle auf dem „Drachenfels“ bei Königswinter gründete). Außerdem pflegt er enge Beziehungen
zu neuheidnischen und okkulten Zirkeln wie etwa den Organisationen „Rune-Gild“ und „Asatru“.
I
n ihrem Repertoire findet sich ein Song über Klaus Barbie, den berühmt-berüchtigten Gestapo-Chef
und „Schlächter von Lyon: "Ou est Klaus Barbie?“
("Wo ist Klaus Barbie? Er ist unter dem schwarzen Herzen, Freiheit, es ist nur ein Traum"!)
Ein anderer Titel heißt „Rose clouds of Holocaust". (s.u.)
Auf dem Album „Brown Book“ spielen sie eine eigene Version des „Horst Wessel-Liedes" und in
einem Song über die Bombardierung von Dresden heißt es: „No War amongst Brothers!“
Auf der CD-„Salute to Light" schließlich vertonen sie Texte von Fidus und auf dem Cover gibt es dazu
ein Foto aus Leni Riefenstahl's „Olympia-Film" von 1936!
Die Band beruft sich immer wieder ausdrücklich auf die „Freiheit der Kunst“ und dementiert jede Nähe
zum politischen Rechtsextremismus.

kleiner tip googeln hilft und brningt beweise!!!

aktualitaet

bernd 21.01.2005 - 00:25
wie aktuell sind denn eure duennen angaben zur band sol invictus so ?
eher "antifa info" 1998 oder ?

so wird das nichts ...

beweise?

schlaumeier 21.01.2005 - 01:18
tolle beweise.
"Gothics und die Neue Rechte"
die kompetenz des verfassers erkenntm an schon allein dadurch, daß er offensichtlich von einer gruppe spricht, die es nicht gibt.

es gibt keine "gothICS" - jeder, der sich ernsthaft damit beschäftigt, weiß das, der rest sind entweder drexnoobs oder studenten einer x-beliebigen geisteswissenschaft auf ner schlechten uni, bei der so ein müll als diplomarbeit durchgeht.

Sex Pistols sind Nazis

Nazi-Hasser 21.01.2005 - 22:24
Die "Sex Pistols" demonstrieren Anschlussfähigkeit an rechtsradikales Gedankengut.
Hier der Beweis:

 http://www.acc.umu.se/~samhain/summerofhate/swastikapistols.jpg

Die Faschos und die Fascho-Goths ...

Doener 22.01.2005 - 01:13
Die Fascho-Goths haben auch so ihre Diskriminierungs-Problemchen innerhalb der Faschoszene: ;)

www.npd.de/npd_info/leserbriefe/2004/z1004-6.html

Diskriminierung von Fascho-Goths

Big Mac 22.01.2005 - 06:49
@Doener:

Bei dem Link den du da gepostet hast geht es nicht um Fascho-Goths sondern um einen rechtsradikalen Black Metaller.
Die Black Metal Szene hat mit Gothic nichts zu tun, und viele Black Metaller
bezeichnen die Gothics als depressive Weicheier.
Wie mir scheint hat also jeder sein Kreuz der Diskriminierung zu tragen, egal zu welcher Szene er gehört. Sich zu erschiessen ist wohl die einzige Möglichkeit nie mehr diskriminiert zu werden, und dann muss man sich auch keine Gedanken über links und rechts mehr machen. :-(

"beweise" von googel (20.01.05)

folkvang 23.01.2005 - 20:42
in diesem beitrag wurde wirklich mal versucht,hindergrundwissen zu veroeffentlichen.nun gut.in wie weit es der wahrheit entspricht,kann und will ich nicht beurteilen,da ich nicht einen der angeklagten persoenlich gesprochen habe!

was mich allerdings an diesm beitrag wirklich stoert,ist die verherrlichung von linksfaschistischen straftaten.
""Teilweise geriet die Szene insgesamt ins Visier von einigen autonomen antifaschistischen Aktivisten, was nicht unbedingt für die aufklärerische Qualität dieser Art der "antifaschistischen Arbeit" spricht.""
wird hier unter aufklaererischer qualitaet,diverse brandanschlaege und telefonische bombendrohungen verstanden???

und bitte betitteln wir diese (einige) personen nicht als "antifaschistische aktivisten".diese personen sind LINKSFASCHISTISCHE STRAFTAETAER!!!

tony wakeford interviews:

wissender 26.01.2005 - 00:35

Statement

SSUbermensch 23.12.2007 - 17:10
Erst ein mal möcht ich mich für den wunderbaren Artikel "beweise - googel 20.01.2005 - 18:06" bedanken, da hat sich jemand wirklich Arbeit gemacht... klasse Artikel bin echt froh das ich den gefunden hab...
Ich bin zwar spät dran aber möchte trotzdem noch was zum Thema sagen…

Ich bin auf die Seite gestoßen weil ich wissen wollte ob Allerseelen in Deutschland spielen dürfen, da ich begeistert von der Musik bin. Gerhard Petak ist für mich ein großes Vorbild, in meinen Augen ein grandioses Genie.
Auch andere Bands der Szene sind mir vertraut auch wenn ich nicht jede mag...
gefallen gefunden hab ich z.B. an:
A Challenge Of Honour
Arditi
Toroidh
Turbund Sturmwerk
Wappenbund
des weiteren an Projekten wie Luftwaffe, Gewaltakustik oder Panzertank...
und ich habe großes Interesse an Bands aus der japanischen Gothic und Visual Kei Szene, die sich mit Nazi-Symbolik schmücken und auseinandersetzen (z.B. Gille' Loves)
Es freut mich sehr zu lesen das Turbund Sturmwerk aus Dresden ist, da ich selbst nicht weit von Dresden wohne...
Leider hab ich bisher keinerlei Einblick in die viel beschriebene Neue Rechte oder ähnlich Gruppierungen und möchte daher auch davon ablassen über sie zu urteilen.
Auch habe ich keine Kenntnis über "Nationalbolschewismus" und "Hamburger Nationalkommunismus der 20er Jahre" usw.
ich möchte nicht urteilen, rechtfertigen oder ähnliches, nur eine, meine sicht zum Thema
aufzeigen.
Einblicke in die Szene besitze ich keine da ich mich mit der "Gattung" Gothic nicht anfreunden kann(auch wenn Marilyn Manson neben mir wohl wie ein "Normaler" neben einem Goth aussieht), aber diese Leute sind mir nun einmal unsympathisch.

"Mit den Zielen dieser Initiative solidarisierten sich mittlerweile auch schon einige Musiker wie DEINE LAKAIEN, SEPULCRUM MENTIS, EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, Dirk Ivens (DIVE, SONAR, ehemals THE KLINIK), GOETHES ERBEN, LOVE LIKE BLOOD, DAS ICH und ISECS"

Alles standart gothic Bands, DAS ICH finde ich noch einigermaßen erträglich aber den anderen "Quatsch" mag ich nicht hören.

Ich bin beeindruckt vom 3.Reich und 1.&2.WK, kann mich aber nicht mit gewalttätigen, Hasslieder grölenden Neonazis identifizieren, auch bin ich interessiert an nordischer Mythologie, Neopaganismus usw.

Gut zu wissen das es bereits Bestrebungen gibt die meiner Vorstellung einer neuen schwarzen Szene entsprechen. Eine schwarze Subkultur wie ich sie mir schon lange wünsche, schon um einiges länger als ich überhaupt Bekanntschaft mit Neofolk gemacht habe. Das Gedankengut ist also das meine und wurde mir nicht von dieser Szene eingetrichtert…
Jetzt ist es an mir Kontakt zur Szene auf zu nehmen. Wenn der Streich gelingt will ich dass mein Name mit erwähnt wird. Und söllte die schwarze Szene die Welt zu Grunde richten, was wäre denn ironischen als die „schwarzen“ die für die weiße Rasse in der Krieg ziehen xD
Auch wenn ich nicht glaube das sich Gruftis und Faschos sich je verstehn werden…

Zum Abschluss noch, ich bin kein Nazi aber die Welt kann nur durch Zerstörung wiedergeboren werden und mir ist es wenn das mit Stiel geschieht als wenn sich die großen Industrienationen gegenseitig irgendwann einfach so an die Gurgel springen…

Noch ein paar Zeilen die mir am Herz liegen!

Wappenbund - Empor
„Steht auf aus den Trümmern dieser unseelingen Zeit befreit euch und seit für Neues bereit!“

Wappenbund - Unser Blut
„Lang war die Nacht, und lang war die Not,
Wir lagen müde und verlassen.
Schlich nicht die Pest Und schlich nicht der Tod
Mit grauem Gesicht durch die Gassen?

Rafft euch empor und zusammengeschart,
Laßt durch die Trommel euch werben;
Frei und froh nach Nordmänner Art
Zu siegen oder zu sterben!

Sieg in der Not,
Da zeigt euern Mut,
Wer zaudert, der ist schon verloren,
Gott ist der Kampf
Und der Kampf unser Blut,
Und darum sind wir geboren.“

Böhse Onkelz - Ohne

Antifa ihr könnt mich mal!
Ich lache über euch und ihr merkt es nicht mal.
Ihr kämpft gegen mich, wie lächerlich.
Denn euren wahren Feind den seht ihr nicht.

Ihr denunziert, ihr seit schlecht informiert,
moralisch bankrott, dass ihr das nicht kapiert.
Ihr seid blinder als blind, Pseudomoralisten,
dumm und intrigant, nicht besser als Faschisten.

Und hier ein paar Worte an die rechte Adresse:
Leckt uns am Arsch, sonst gibt’s auf die Fresse!
Ich hasse euch und eure blinden Parolen.
Fickt euch ins Knie, euch soll der Teufel holen!

Ihr seit dumm geboren, genau wie ich.
Doch was ich lernte, lernt ihr nicht.
Ihr seit blind vor Hass, dumm wie Brot!
Ihr habt verschissen, eure Führer sind tot!

Ohne mich, mich kriegt ihr nicht!
Ich bin frei wie der Wind kapiert ihr das nicht?
Ohne mich, mich kriegt ihr nicht!
Ich hab das dritte Auge, seht ihr das nicht?

In dem Sinne
Frohe Rauhnächte!

(bei fragen usw. icq 258-290-905)

krone darmstadt

McKaye 30.07.2009 - 09:22
ich kenne booker aus der krone(nicht alle!) & muss jetzt hier mal schreiben,dass sich diese(offensiv!!!)gegen nazis wehren&das diese auf deren konzerten verdammt nochmal NICHT erwünscht sind!
jetzt könnte man an diesem punkt diverse grabenkämpfe zwischen einzelnen subkulturen benennen,aber im endeffekt stehen alle auf der selben seite&jeder der dort nicht steht wird das kriegen was er verdient,den toleranz hört da auf wo..ihr wisst schon!
ich kann so eine undistanzierte darstellung in diesem fall einfach nicht ertragen&will es einfach nicht haben,dass so smarte leute so verdammt in den schmutz gezogen werden.das regt mich maßlos auf!
ach so:das mit den subkulturen&den grabenkämpfen hat jetzt nichts mit dieser seltsamen neofolk anhängerschaft zu tun.weil rechtsoffenheit immer auch bedeutet,mit nazis gemeinsame sache zu machen&deswegen nichtz toleriert werden kann!
fight the white trash!
stay angry!

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Es ist nicht zu fassen

Oh Sole Mio 19.01.2005 - 18:56
Es ist echt nicht zu fassen was für einen Bockmist Ihr da baut. Geht lieber woanders spielen, als harmose Gruftls zu ärgern!
P.S.:Wo soll das bitte in Eurem Bild eine Wolfsangel sein???

vonwegen antisemitismus

Reddark 19.01.2005 - 20:07
Ihr habt sie dazu genötigt zu sagen das er mit einer jüdin verheiratet ist. Sie wollten das nie an die großen glocke hängen.
von wegen antisemitismus.. ihr seid doch blanke spinner!!!

Nazimethoden bei der Antifa ?

x-berger 19.01.2005 - 20:08
Habt ihr ja prima hingekriegt, eure Rufmordkampagne.
Keine Ahnung von Kunst/Politik aber den ganzen Tag vorm Computer hocken und Schwachsinn auf Indymedia posten. Sol Invictus sind keine Nazis ! (schade das man das wegen euch armseligen Helden überhaupt erwähnen muß).
Wenn ihr mal groß seid traut ihr euch hoffentlich auch mal gegen "Leute" die tatsächlich lebensgefährlich für Andersdenkende sind.
Aber das ist euch wohl zu gefährlich.

Schön Gruß an eure Mütter, die soll euer Taschengeld fürs Studium streichen

P.S. Lasst eure Finger mal schön weg von Berlin, hier haben die Leute andere Sorgen .

link mal ein paar hintergrundinfos

mann 19.01.2005 - 20:26
will sich ja auch selbst ein bild machen und nicht vorgekautes schlucken...

super und danke!

paul 19.01.2005 - 20:45
super wunderbar...nur würde mich interessieren wie ihr >>die krone<< dazu bekommen habt es abzusagen in der öttinger villa klappt das ja nicht immer so reibungslos!
freut mich aber zuhören das sich da jemand drum gekümmert hat!
cheers

interessirt keinen das statement ?

x 19.01.2005 - 21:02
????????????????????????????????????

Es lebe die Freiheit !

x-berger 19.01.2005 - 21:17
schade das weiterhin menschenverachtende Kommentare wie die von diesem "Paul" (der offensichtlich nicht der englischen Sprache mächtig ist ) veröffentlich werden. Soooo armselig, wenn das einer von der Antifa ist na dann gute Nacht. Scheiß Nazis !!!

Es lebe Die Kunst

Wenn-Dann

Elvis 19.01.2005 - 21:42

Also wenn der wirklich die Platte mit dem Skrewdriver-Bassisten aufgenommen hat (wann war das?) dann ist die Sache klar und seine Mitgliedschaftgeschichte fast überflüssig, dann ist der Typ ein Nazi! Und dann gibts da auch keine Diskussion mehr! Basta!

Und dann erfreut mich auch die Nachricht wie die Krone das geregelt hat und dass das jemand in die hand genommen hat.

Krone: 12 points!



Nazis auffressen!






frage an beteiligte

teddy 19.01.2005 - 23:31
wie steht ihr dazu, das die band ohl und der fluch acuh auf rock-o-rama veröffentlicht haben und auf einem sampler mit screwdriver und den onklez zu finden sind? bitte, dies ist eine ehrliche frage.

euer Verhalten...

unity 20.01.2005 - 08:43
...wird bei vielen Menschen auf Unverständniss stoßen und letztlich dazu beitragen,dass sich noch mehr Menschen anfangen zu ekeln,wenn sie das Wort "Antifa" hören...

richtige Nazi-Konzerte zu verhindern scheint euch eine Nummer zu hoch zu sein,könnte man ja was abkriegen bei 150 Skins.
Stattdessen sucht man sich eine friedliche Neo-Folk Band und startet eine Rufmordkampagne...widerlich.

Ich bin weder ein Nazi noch ein Rassist,aber die Antifa soll sich verpissen...

Moment mal...

Holzmichl 20.01.2005 - 09:05
>Da wird schon mal betont, mit einer Jüdin verheiratet zu sein, um sich
>auf diese Weise reinzuwaschen. Auch eine Form des Antisemitismus, aber
>dies nur am Rande ;-)

Warum ist dies eine "Form des Antisemitismus"?

Nehmen wir also mal an, ich sehe mich dem Vorwurf ausgesetzt, ein Nazi zu sein. Darauf hin erkläre ich in einem öffentlichen Statement, dass ich in einer Kommunistischen Partei Mitglied bin, und auch meine Frau Kommunistin ist.

Das wäre dann also eine "Form des Antikommunismus"? So ein Schwachsinn.

Mit einer Jüdin verheiratet zu sein schließt zwar nicht aus, politisch rechts zu sein (immerhin gibt es ja auch rechtsextreme Juden), aber es schließt definitiv aus, nationalsozialistischem Gedankengut nahe zu stehen. Ein Nazi ist nicht mit einer Jüdin verheiratet. Was an diesem Hinweis "antisemitisch" sein soll, müsste erst mal genau erklärt werden.

Wieviele AntiFa-Aktivisten...

Tut nicht zur Sache 20.01.2005 - 11:06
rennen zu Böhse Onkelz Konzerten? Anders: Wieviele Onkelzfans sind in der AntiFa tätig??? Die haben ja vor ein paar Jahren einen Sinneswandel durchlebt und sich reingewaschen. Warum kann bei Tony Wakeford (vorrausgesetzt er war in der o.g. Organistation und die Geschichte mit dem Bassisten) nicht die Vergangenheit einnfach ruhen lassen??? Er hat sich doch schon für meine Begriffe ausreichend genug erklärt und distanziert!
Aber wie Unity schon richtig sagt, zu einem Faschokonzert mit dem dazugehörigen Publikum, traut Ihr Euch nicht hin. Lieber selber faschistische Mittel anwenden und selber auf Schwächere eintreten. So ist das richtig??? Die AntiFa braucht sich da nicht wundern wenn sie als Chaotenbande und Staatsfeinde (was sie ja auch sein wollen!) von der normal denkenden Bevölkerung einen solchen Stempel aufgedrückt bekommt!
Und eines noch: Es ist auch menschenverachtend was Ihr treibt, keinen deut besser als das, was am 9. November 1938 passiert ist!

let there be rock!

Carrard Auban 20.01.2005 - 11:27
wenn mötörhead das nächste mal spielen müßt ihr aber auch so ein wind machen!
viel spaß dabei!

Ergänzung bzw. Klarstellung

Tit nicht zur Sache 20.01.2005 - 11:31
Bzgl. meiner Bemerkung zu Reichskristallnacht, will ich !!!ausdrücklich!!! betonen, daß ich damit keinesfalls die Opfer damit beleidigen oder gar verunglimpfen will!!!

@ über mir

ich 20.01.2005 - 11:46
Die Onkelz haben keinen Sinneswandel durchgemacht. Sie haben etwas Kreide gefressen, um besser zu verkaufen. Bei einer Fritz-Sendung 2001 haben sie sich eindeutig als rechtsextrem zu erkennen gegeben. Das wollen die Fans dieser Gruppe leider nicht wahr haben.

PS: ich finde den Aktionismus gegen die Gruppen auch albern, weil er nicht mit einem progressiven Menschen- und Gesellschaftsbild gekoppelt ist.

Onkelz

Nihil Baxter 20.01.2005 - 12:51
Das ganze Geseier bezüglich der Onkelz geht mir seit Jahren auf die Eier!
Die Onkelz waren nie NAZIS und haben ihre Gesinnung schon länger gewandelt, als die eisten von euch wahrscheinlich alt sind.
Aber es ist ja schön & einfach, wenn man mal ein Feindbild hat, dieses dann auch nicht mehr herzugeben!!!
Anstatt mal das Potential zu erkennen, das diese Band gehabt hätte - wenn man sinnvoll mit ihr umgegangen wär. Mit ihrem Einfluß hätte sie mit Sicherheit mehr Jugendliche dazu bewegt, sich eben nicht nach Rechts zu orientieren - aber durch die andauernde Diffamierung als "Naziband" haben sich natürlich auch sehr viele Leute, welche eher rechts denken, zu dieser Band hingezogen gefühlt. Sowas würde ich als klares Eigentor bewerten!
Aber soweit haben die wenigsten hier mal gedacht....

zu dem Herren "what happend next"

Peter 20.01.2005 - 13:18
Ich glaub Pearce interessiert sich eigentlich garnicht historisch dafür.
Der sieht/missbraucht das nur als Projektionsfläche für seine eigene Phantasien.
Wobei er natürlich übersieht das der Nationalsozialsmus u.a.
deswegen so "erfolgreich" war, weil er so vielen Menschen als Projektionsfläche
für ihre Männlichkeit-/Heroisch/Romantisch/Überlegensheits-Wahn gediehnt hat.
Obwohl er sich romantisch auf Röhm bezieht und nicht politisch ist das letzendlich egal.
Es ist mir durchaus klar das auch viele sogenannte Fans den Mist glauben den viele über
DI6 verbreiten, teilweise dadurch erst auf die Band gestoßen sind (Danke GGR & Konsorten).
Trotzdem ist es unwahr, genauso wie es unwahr ist das "Rose Clouds of Holocaust"
irgendetwas mit der Auschwitzlüge zu tun hat - der Titel stammt i.Ü. von David Tibet (c93).
Aber wahrscheinlich sind gerade diese Mißverständnisse und Vieldeutigkeiten der
beste Beweis dafür das DEATH IN JUNE Kunst sind - würde sie jeder politische
Hohlkopf verstehen wäre es eben doch nur Unterhaltung.Das Blöde an der Diskussion
ist doch, das sie stets so schnell in recht flache Kategorien gerät und alle beteiligten
gewisse Erwartungshaltungen haben. Rose Cloud of Holocaust bezieht sich auf den Holocaust,
allerdings nicht politisch sondern ästhetisch. David Tibet is genauso Mitglied der
Band DiJ wie C93. Kunst kann große Kunst sein wird dadurch aber auch nicht unschuldig.
Pauschal anklagen und pauschal verurteilen finde ich da beides nicht angbrachtDas Problem
ist ja auch nicht, auf was sich ein Titel wie RCoH bezieht, sondern wie er wirkt. Soweit
ich weiß stammt der Titel wirklich von David Tibet und wurde durch ein isländisches
Brandopfer inspiriert. Trotzdem ist natürlich durch die Verwendung des Begriffs Holocaust
die Assoziation zu den Verbrechen der Nazis gegeben, und ich gehe mal davon aus, dass David
und Douglas sich dessen bewusst sind. Erstens sind sie ja nich blöd, und zweitens knüpft
der Songtitel wahrscheinlich bewusst an die Crisis-Single "No more Holocaust" an, die in
einem knalligen rosa Cover erschien.Nun kann man ja ganz trefflich darüber diskutieren,
ob die Verwendung einer solchen Symbolik nach geschmacklichen und/oder ethischen Kriterien
vielleicht problematisch ist. Der ursprüngliche Vorwurf (weiß nicht mehr in welchem Text)
in Sachen RCoH lautete glaube ich: das Lied spielt Holocaustleugnern in die Hände, weil
eben die beiden Wendungen "Holocaust" und "bitter bitter lies" beieinander stehen.
Aber diskutiert wird ja gar nicht. Es läuft ungefähr so: jemand spricht einen Vorwurf aus
"...spielt Holocaustleugnern in die Hände..."), der Vorwurf wird von der Presse begierig
aufgenommen und weitergetratscht ("...leugnen den Holocaust...") und wird dann vielleicht
auch noch von irgendwelchen Deppen, für sich die Antifa meinetwegen gerne noch ein
bisschen mehr schämen könnten, als Entschuldigung für Gewalt gebraucht
("...die Fans von solchen bands sind doch eh alles Holocaustleugner...").
Du musst man schauen aus welcher Ecke DiJ kommt um diese Fragen zu beantworten.
ich glaube es gibt da irgendwo einen Bruch in der Rezeption. DiJ ist von Anfang an eng
mit Current93 verbunden und wurzelt in der Industrial-Szene anfang der 80ziger.
Da war totale Provokation an der Tagesordnung. Von Throbbing Gristle gab es eine
Performance mit Einläufen aus Maden und Current93 kam aus Crowley´s OTO.
Wiliam Burroughs "Nicht ist wahr alles ist erlaubt." war die Devise, Chaosmagier,
Ganzkörpertatowierte, Sado-Maso-Fans,Runenhexen und andere Total-Ausgeflippte
gingen da rum.In diesem Kontext wurden rechte Symbole verwendet aber durchaus
noch in einem progressiven Sinn um den faschistoiden Charakter der Konsumgesellschaft
aufzuzeigen oder einfach nur um total zu provozieren. Wer da meakelte war einfach spiessig,
Mainstream, unfrei, programmiert.Dij stammt aus der zweiten Phase, in der das Chaos selber
konservativer wurde. Das totale freie Durcheinander, der Lärm wich einer eher asketischen,
elitären, romantischen Stimmung. Die Chaosmagier strukturierten ihren Orden, Runen wurden
populär. Das grelle viel weg und machte einem gediegenem nihilistischen Kulturpessimismus Platz.
Die Band Sol Invictus benannte besang den römischen Krieger-Gott Mithras, unberührte englische
Landschaften wurden besungen und Nostalgie wehte über die Häupter. William Burroughs wich
Ernst Jünger. Das war um einiges rechter als vorher wurde aber nicht gross zum Thema.
Das Publikum war das selbe wie vorher und man hörte Bands wie DiJ zwischen Neubeuten und Punk
und hatte kein Problem damit.Der wirkliche Umbruch kam nicht aus England sondern aus Deutschland.
Zwar hatten Leute wie Tony Wakeford mit rechten Parteien kokketiert aber das hatte nimand ernst
genommen. Vor der Wende in Deutschland war Faschimsus etwas, das eigentlich sehr weit weg war,
aber aufeinmal und auch mit Jugosalwien) wurde es zu etwas aktuellen. DiJ war Anfang der 90er
immer noch nichtin der rechten Ecke, weil die nazis einfach zu dumpf waren.Und irgendwann fanden
sie sich. Rechte Kulturkämpfer fanden es gut, dass jemand das ausdrückt,was sie immer schon
ausdrücken wollten. Da war es dann herzlich egal, dass sich Douglas P. an soldatischen Männern
sexuell berauschte während sich das Publikum eher am Vaterland berauschen wollte. Hauptsache
Rausch. Für DiJ war es natürlich auch toll, aufeinmal so begehrt so aktuell, so bewundert zu
werden. Sie haben sich da auch ganz schnell drauf eingestellt und es gab eine ganze Reihe von
Trittbrettfahrern. Ausser diesem neurechten Publikum extistiert(in Westdeutschland) noch immer
die inzwischen leicht überalterten Publikums von 3179) und 3180). Die können aus ihrer eigenen
Erinnerung natürlich sehr gut argumentieren, dass sie DiJ aus einem sehr freiheitlichen,
undogmatischen Umfeld kennen. Und damit haben sie ja sogar recht.

Ich nehme nicht an, dass DiJ von politischen Ideen ausgehen.
Vielleicht ist das zentrale Thema bei DiJ Männlichkeit.
Es interessiert der Fetisch-Charakter des Faschismus, seine ästhetische Dimension,
alles andere wird als irrelevant ausgeblendet.
Ich sehe Douglas Pearce da in der Tradition von Genet und Mishima.
Die politische Relevanz ist da sehr schwer zu beurteilen.
Ich habe weniger ein Problem das jemand soetwas als menschenverachtend ablehnt
oder sogar bekämpft. Mich stört es nur das da immer politische Ziele
und ein politisches Denken unterstellt werden, wo einfach keine vorhanden sind.


Aber es geht ja hier im eigentlichen um Sol Ivictus . ....

wie bitte II?

what happened next 20.01.2005 - 13:45
....und das ewige gleichsetzen von rechts- und linksextremismus könnt ihr euch definitiv sparen, zeigt es doch nur eure dummheit und ohnmacht.ihr seid nämlich einem irrtum unterlegen, denn der ursprung dieses vergleiches liegt auf der fälschlichen annahme, sowohl linke- als auch rechte extremisten hätten die weimarer republik zum sturz gebracht.man kann es immer wider sagen, es wird aber nicht richtig dadurch!in aussagen wie "faschismus ist das selbe wie antifaschismus, weil es sich der selben mittel bedient", zeigt nur euren tiefen drang nach ausschwitz-relativierung, aufgrund der ohnmacht einer anscheinend nicht zu findenden neudefinierung des deutscheins.links ist nicht rechts, sondern verhamlost ausschließlich die greueltaten der faschisten des dritten reichs, und des heute stattfindenden neofaschismus.antifaschsimus ist NICHT gleichzusetzen mit stalinismus und ähnlichem, es vedreht nur die tatsachen, und macht aus den kriegsverbrechen und dem holocaust einen opfermythos, der nicht, nur weil ihr das gerne hättet, damit ihr nachts gut schlafen könnt, akzeptiert wird.faschismus ist keine meinung sondern ein verbrechen!

@peter

what happened next 20.01.2005 - 14:04
danke für deine erläuterung, fand ich sehr interessant und gebe dir definitiv in einigen punkten sogar recht, glaube aber, daß es sich dabei um sehr viel mehr handelt als um den fetish der männlichkeit, auch sehe ich den werdegang von douglas pearce wesentlich anders als du, da ich aber selber aus der industrial ecke komme, weiß ich sehr wohl, wie wichtig der punkt provokation war und ist, nur wenn er einzig und alleine nur noch auf der ebene "kommerzielle provokation" (wie auch im falle rammsteins)und dem ablegen jeglicher verantwortung stattfindet, dann ist es gelogen und gehäuchelt, denn wenn während eines konzertes von dij und der blutharsch unreflektiert ästhetiken der ns zeit wie überdimensional große sig runen und ss totenköpfe drapiert werden, dann lasse ich das aufgrund des werdegangs noch als provokation zu, wenn ich aber merke, wie in diesem und anderen fällen geschehen wenn dij spielten, ganz eindeutig die ironie( naja, vielleicht nicht bei dij, wohl aber bei bands wie laibach oder kraftwerk), die parodie und die provokation als stilmittel nicht verstanden wird, weil ein teil der anwesenden konzertbesucher ganz eindeutig dem neofaschistischen spektrum zuzuordnen ist, ich dem aber nichts entgegensetze, wo soll dann die provokation sein, wenn ich im endeffekt, die anspreche, die meinen es richtig zu definieren, es aber angeblich nicht tun und ich es so stehenlasse?wer wird denn noch provoziert dabei?

Der Sieg des Dumpfen

TheMonk77 20.01.2005 - 14:16
Kann man diese wunderbare mutige Antifa nichtmal einfach in eine dieser gemütlichen "National befreiten Zonen" aussetzen ? Da können sie sich mal so richtig mit ihresgleichen auseinandersetzen (die schlagen auch ertsmal gerne druff bevor sie denken um ihr verbohrtes Weltbild zu erhalten).Ich befürchte nur das diesen Kampf eindeutig zugunsten der "Rechten Faschisten" geht, da sich die Leute die wirklich was gegen Nazis unternehmen sich längst aus diesem Kindergarten-Spectrum verabschiedet haben.Halted euch ruhig weiter für die Guten IHR SEID UNFEHLBAR !!! HELDEN IM KAMPF GEGEN DAS UNSAGBAR BLÖDE...schaut mal in den Spiegel (nicht das Magazin)...Schade Kato, ab jetzt bitte nur noch Antifa-Karaoke (kotz)wie vor der LL-Demo...aber bitte mit Stahlinfähnchen P.S Danke an "Peter" für den guten Beitrag :)

Endlich hat...

Paul 20.01.2005 - 14:55
mal jemand, in diesem Falle Peter den Sachverhalt vollkommen richtig erkannt!!!
Ich gratuliere zu diesem objektiven Beitrag Peter!
Endlich mal einer den Durchblick hat und genau das wiedergibt wie es mit der "Problematik" aussieht.

Die Rechtschreibung

TheMonk77 20.01.2005 - 14:58
Hier die fehlenden Buchstaben zu meinem erbosten Artikel:) N N und natürlich "dieser" die Nacht war lang... (ihr könnt noch suchen...ich geh ins Bett)

at d

icke 20.01.2005 - 15:48
genau d, keine_r kanns beweisen und es stimmt auch nicht und überhaupt machen das hier alle nur weil sie lange weile haben - dann wird immer im netz nach ner band gegoogelt und dann wird die fertig gemacht, wa? so stellste dir das bestimmt vor...

faschismus bekämpfen!

auweija

rocknroll 20.01.2005 - 18:28
Also jetzt muss ich einfach mal dampf ablassen!!
Wenn die Klubs es für richtig halten,das Konzi abzusagen(auch auf Grund von
Hinweisen!),können sie das tuen,da sie ja auch einen eigen Kopf zum denken haben.
Aber dass dann gleich alle hier Indymedia zu Posten,u.a. auch
bekannte Nazis die "Lichtreigen" in Jena organisieren( http://de.indymedia.org/2005/01/104533.shtml unter Lichttaufe!)
,kotzt mich echt an!!
Die Faschos von Landser preisen sich öffentlich auch als nicht faschistisch an(da sie ja sonst ärger bekämen!!)
Ich will jetzt sol invictus nicht mit Landser vergleichen,aber ihren
Hang zu Ruhm und Ehre,find ich nicht unbedingt besser..!!
Das Faschopotential in den Ergänzungen ist erschreckend,wahrscheinlich merken
die meisten noch nicht mal das sie welche sind!!
Immer dieses Gequatsche von der bösen Antifa,die immer MANN GEGEN MANN kämpfen soll,echt ätzend!!!
und bitte furzt mich jetzt nich auch noch an,von wegen,ich wäre
schlimmer als Nazis,weil ich keine andere Meinung dulde...

Moralische Herrenmenschen

Anonym da linke Schläger sind nicht besser 20.01.2005 - 20:04
Klar machen das hier alle nur weil sie Langeweile haben..und weil sie leider meinen, mit solchen faschistischen Sperenzchen wie Konzertverbote in Rathäusern oder Clubs herbeinölen bzw. -klagen würden sie der Menschheit was Gutes tun...man wie selbstgerecht, intolerant und einfach albern. Letztendlich gehts doch eh nur um euer eigenes beschissenes Gewissen und euer Gefühl, ganz tolle und wichtige und vor allem moralisch bessere Hechte zu sein. Und ihr redet von Gleichheit... Na danke dass ihr Durchblicker mir mit solchen Aktionen zeigt was ich zu denken habe!
Schon mal was von pluralistischer Gesellschaft gehört? Und kommt jetzt nicht mit dem Argument Bands wie Sol Invictus würden Ansichten propagieren, die einer solchen pluralistischen Gesellschaft entgegen stünden. Das ist doch in vielen Fällen bloß reines Dogma und Blindheit von eurer Seite! Wie wärs mal mit Einzeluntersuchungen statt blindem Eifer und Pauschalisierungen? Und vor allem stichhaltigen Beweisen für eure Unverschämtheiten, denn damit haperts von eurer Seite immer gewaltig! Wahrscheinlich weil hier der eine Gesinnungsfascho dem anderen die Tipps gibt. Blindes Vertrauen wie annodazumal sag ich nur!

Und was soll eigentlich diese Zensur in Form von "Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen"? Wer entscheidet das? Hier gibts also bloß vorgefilterte Infos oder was? "Practice what you preach" heißt die Parole! Ihr widersprecht euch doch laufend selbst...

Und der Typ der weiter oben von einer quasi gottgegebenen Rechtfertigung des Antifaschismus im Gegensatz zum Faschismus labert sollte sich auch mal mit Denken beschäftigen...
Zitat/
"links ist nicht rechts, sondern verhamlost ausschließlich die greueltaten der faschisten des dritten reichs, und des heute stattfindenden neofaschismus.antifaschsimus ist NICHT gleichzusetzen mit stalinismus und ähnlichem, es vedreht nur die tatsachen, und macht aus den kriegsverbrechen und dem holocaust einen opfermythos, der nicht, nur weil ihr das gerne hättet, damit ihr nachts gut schlafen könnt, akzeptiert wird.faschismus ist keine meinung sondern ein verbrechen!"
/Zitat Ende
Der hier die Tatsachen verkennt und verdreht bist du. "Und da ward die Welt und am Anfang war der Antifaschismus..." oder wie? Verblendeter Trottel...

Ihr seid doch nur ein armseliger Haufen Spinner auf Kindergartenniveau! Ich brauche eure Weltverbesserungsversuche nicht, ich denke lieber selbst!
Schönes Parolenschreien noch...

Beweise ???

Roland 21.01.2005 - 09:45
Tolle Beweise sind das. Haufenweise Zitate und sonstiges Material das total aus dem Zusammenhang gerissen wurde, und teilweise schon mehr als 20 Jahre alt ist, und somit nicht mehr die heutige Meinung der Band widerspiegeln kann.
Wenn ich mir eine x-beliebige linke Band vornehmen würde, und sie genauso hinterhältig-boulevard-journalistisch portraitieren würde wie das hier mit Sol Invictus geschieht, könnte ich sofort eine RAF-, Stalin-, oder sonstige
Verbundenheit konstruieren, und dazu könnt ich noch 100 Seiten "Beweismaterial" nachliefern.
Doch das mache ich nicht, denn im Gegensatz zu Euch hab ich was besseres zu tun als Andersdenkende zu verfolgen.

Schlimmer als Sol Invictus sind deren Fans

Alex 21.01.2005 - 22:27
@what happened next: du hast es in deinem beitrag wunderbar auf den punkt gebracht! einer der wenigen beiträge zum thema, die den kern der sache treffen und sich nicht an oberflächlichkeiten aufhalten.

leider krankt die kritik an der faschistoiden neofolkszene tatsächlich oft daran, daß ungenügend recherchiert wird und/oder vorschnell schlüsse gezogen werden. dies gibt leuten wie thomas fritzsche (ist er identisch mit dem schreiberling aus sigill/zinnober???) natürlich die gelegenheit, in gewohnt schwülstigem, oberlehrerhaften stil sämtliche vorwürfe abzustreiten. gern werden die kritiker dann auch als "jugendliche hitzköpfe" (fritzsche) oder "politische wirrköpfe" (pockrandt) bezeichnet. die strategie, sich selbst als opfer zu sehen und den gegner als unreif und "wahren feind der freiheit" (fritzsche) zu denunzieren ist rhetorischer müll und absolut nicht neu. ebenso gern wird die qualität eines beitrags an sachlichen fehlern, die die kernaussage zwar keineswegs beeinträchtigen, festgemacht. so geschehen beim beitrag von gruftschlampe, den der herr fritzsche hier verrissen hat. an den beitrag von "what happened next" hat er sich dann offenbar doch nicht rangewagt.

@thomas fritzsche: tony wakeford hat unter dem projektnamen "above the ruins" 1988 die lp "songs of the wolf" auf dem label first floor records unter der nummer ff 8 rausgebracht. labeladresse ist köln. hinter first floor records soll sich rock-o-rama verbergen. daß du als sinistrer connaisseur so etwas nicht weißt!

check mal ebay. demnächst versteiger ich mein exemplar.

Danke für die Vorlage

Thomas Fritzsche 27.01.2005 - 11:41
@alex

Du schreibst:
"hinter first floor records SOLL sich rock-o-rama verbergen"

Soll oder verbirgt? Und selbst wenn: na und? Die veröffentlichten auch OHL und waren Mitte der 80er ein wichiges Indielabel. Es ging um die SCEWDRIVER Lüge deren Beweis mir noch niemand erbringen konnte.
Ergo: Jugendlichen Rotzern wie Dir sollte man eben doch öfters mal die Ohren langziehen ;-)

TF

PS: Um die ganzen anderen anonymen Beiträge hier auseinanderzunehmen, dazu fehlt mir einfach die Zeit. Räkeln sich doch vor meinen Füssen schon mehrere blonde Schönheiten in Uniformen...