Fotos: Agenturschluss Oberhausen
Erfolgreicher Agenturschluss in Oberhausen. 150 AgenturschliesserInnen, eine Hundertschaft Essener Bereitschaftspolizei und private Security verhinderten weitgehend erfolgreich den Zugang zur Oberhausener Arbeitsagentur.
Die Leitung hatte dermaßen die Hosen voll, dass ständig Arbeitslosen, die ihre nicht eingegange Kohle in bar abholen wollten, von Seiten des Arbeitsamtes der Zutritt verweigert wurde.
Die Leitung hatte dermaßen die Hosen voll, dass ständig Arbeitslosen, die ihre nicht eingegange Kohle in bar abholen wollten, von Seiten des Arbeitsamtes der Zutritt verweigert wurde.
Der Tag begann um 07.30 mit einer Kundgebung des Oberhausener Bündnisses gegen Sozialabbau. Dort hatte man zuvor offensichtlich beschlossen, dem Arbeitsamtleiter und der Chefin der örtlichen Zwangs-Arbeitsgemeinschaft ein Sprachrohr zu bieten. Die Leitungsebene trollte sich dann fluchtartig, als die ersten AgenturschliesserInnen eintrafen. Leider beschloss auch der Großteil des Bündnisses seine Kundgebung zu beenden und sich aus dem Staub zu machen. Ein Spaltung, über die noch zu reden sein wird.
Pünktlich um 08.00 begannen dann die Aktionen zum Agenturschluss an denen sich bis zu 150 Leute beteiligt haben und die von zwei anwesenden Kamerateams und einigen Radiosendern begleitet wurden. Da die Polizei die Eingänge mit Ketten von Beamten abgesichtert hatte, wurde zunächst nach voheriger Ankündigung angetestet, ob die Agentur tatsächlich die Durchführung einer Vollversammmlung in ihren Räumen verhindern will. Der Durchbruchsversuch schlug fehl, aber in Kombination mit dem einen oder anderen Zug um das Gebäude und einem weiteren Versuch sich Einlass zu verschaffen, war der Agenturschluss auf diese Weise perfekt.
Mehr als zwei Stunden lang wechselten sich Musikeinlagen, Redebeiträge, Feuerperformances und die eine oder andere spontane Demo ab. Im Verlauf der Blockade wurde kurzfristig der Verkehr vor der Agentur auf einer der Hauptachsen Oberhausens unterbrochen.
Während der Aktionen gab es viele Gespräche mit Arbeitslosen, die unsere Flugblätter und Arbeitsplätzchen in der Regel sehr freundlich annahmen und stinkesauer davon berichteten, dass sie von der Polizei am Betreten des Gebäudes gehindert worden seien. Denen, die es dennoch geschafft haben, wurde sofort ein Sachbearbeiter oder ein Security (die waren im Übrigen nicht zu unterscheiden) zur Seite gestellt, der sie abfertigte und anschließend wieder hinausbegleitete.
Wir sind sehr zufrieden mit dieser ersten Agenturschlussaktion in Oberhausen und kündigen hiermit bereits an: Wir werden wiederkommen und der Agentur, vor allem aber auch den Trägern, die sich an den 1-Euro-Drecksjobs beteiligen unangekündigte Besuche abstatten. Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder keine Frage.
Pünktlich um 08.00 begannen dann die Aktionen zum Agenturschluss an denen sich bis zu 150 Leute beteiligt haben und die von zwei anwesenden Kamerateams und einigen Radiosendern begleitet wurden. Da die Polizei die Eingänge mit Ketten von Beamten abgesichtert hatte, wurde zunächst nach voheriger Ankündigung angetestet, ob die Agentur tatsächlich die Durchführung einer Vollversammmlung in ihren Räumen verhindern will. Der Durchbruchsversuch schlug fehl, aber in Kombination mit dem einen oder anderen Zug um das Gebäude und einem weiteren Versuch sich Einlass zu verschaffen, war der Agenturschluss auf diese Weise perfekt.
Mehr als zwei Stunden lang wechselten sich Musikeinlagen, Redebeiträge, Feuerperformances und die eine oder andere spontane Demo ab. Im Verlauf der Blockade wurde kurzfristig der Verkehr vor der Agentur auf einer der Hauptachsen Oberhausens unterbrochen.
Während der Aktionen gab es viele Gespräche mit Arbeitslosen, die unsere Flugblätter und Arbeitsplätzchen in der Regel sehr freundlich annahmen und stinkesauer davon berichteten, dass sie von der Polizei am Betreten des Gebäudes gehindert worden seien. Denen, die es dennoch geschafft haben, wurde sofort ein Sachbearbeiter oder ein Security (die waren im Übrigen nicht zu unterscheiden) zur Seite gestellt, der sie abfertigte und anschließend wieder hinausbegleitete.
Wir sind sehr zufrieden mit dieser ersten Agenturschlussaktion in Oberhausen und kündigen hiermit bereits an: Wir werden wiederkommen und der Agentur, vor allem aber auch den Trägern, die sich an den 1-Euro-Drecksjobs beteiligen unangekündigte Besuche abstatten. Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder keine Frage.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Super Aktion
Oberhausen hat 12.000 Arbeitslose und hier steht nur ein winzig kleiner Bruchteil davon. - Wo ist der "Rest"? Haben die etwa keine Lust, sich an der Aktion zu beteiligen? Warum kriegen die den Hintern nicht hoch? War es tatsächlich "zu früh am Morgen" oder wussten sie einfach nur nichts von dem Ereignis? Oder schämen die sich einfach alle so abrundtief für ihre Arbeitslosigkeit, daß sie sich nicht trauen, sich vor dem Gebäude der Arbeitsagentur offen als HartzIV-Betroffene zu zeigen? Ist es die Angst, eventuell von ehemaligen Arbeitskollegen, Schulkollegen, Nachbarn, Ex-Partner(inne)n oder anderen Bekannten, die nicht arbeitslos sind, zufällig gesehen zu werden und von denen in die "Looser-Schublade" gesteckt zu werden? Ist es die Angst, daß irgendjemand sagen könnte: "Guck mal, da steht doch auch der/die XYZ mit dabei. Den/die kenn' ich doch. Ist der/die etwa auch arbeitslos? Ach gottchen, der/die arme..." Diese Menschen, die sich aus falscher Scham und einem großen Defizit an Selbstbewußtsein nicht aus ihrem Schneckenhäuschen trauen, müssen wir irgendwie erreichen! Wir müssen sie irgendwie aus der Reserve locken; irgendwie ins Gewissen reden und dazu bewegen, die offensichtlich schwer überwindbare Hemmschwelle zu überwinden und mitzumachen - und sei es auch nur durch bloße Anwesenheit. Denn ansonsten wird es in der Presse hinterher - so wie heute - immer wieder heißen:"HartzIV - Weniger Proteste als erwartet".
Vielleicht sollte man vor der Agentur in der nächsten Zeit verstärkt Flugblätter an Erwerbslose verteilen.
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Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
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