Knastdemo in Berlin
In Berlin liefen gestern Abend rund 150 Leute zur JVA Moabit um gemeinsam mit den Gefangenen Silvester zu feiern.
In Berlin liefen gestern Abend rund 150 Leute zur JVA Moabit um gemeinsam mit den Gefangenen Silvester zu feiern. Die Stimmung war gut und die Demo wirkte ziemlich kämpferisch.
Bei den Vorkontrollen versuchten die Bullen eine Person mitzunehmen, allerdings wurde die Wanna kurzerhand von ca. 30 Personen umstellt und somit wurde die Person wieder gehen gelassen.
Ansonsten verlief die Demo recht friedlich, die Bullen hielten sich zurück, es gab keine Festnahmen oder Störaktionen von Seiten der Bullen.
Vor dem Knast wurde um 0 Uhr getanzt und gesungen, Botschaften in mehreren Sprachen an die Häftlinge verlesen und Raketen abgeschossen.
Alles in allem eine kleine aber schöne Demo!
Bis zum nächsten mal! Kein Knast steht ewig!
Auch 2005: FREIHEIT FÜR LINKE POLITISCHE GEFANGENE!
Bei den Vorkontrollen versuchten die Bullen eine Person mitzunehmen, allerdings wurde die Wanna kurzerhand von ca. 30 Personen umstellt und somit wurde die Person wieder gehen gelassen.
Ansonsten verlief die Demo recht friedlich, die Bullen hielten sich zurück, es gab keine Festnahmen oder Störaktionen von Seiten der Bullen.
Vor dem Knast wurde um 0 Uhr getanzt und gesungen, Botschaften in mehreren Sprachen an die Häftlinge verlesen und Raketen abgeschossen.
Alles in allem eine kleine aber schöne Demo!
Bis zum nächsten mal! Kein Knast steht ewig!
Auch 2005: FREIHEIT FÜR LINKE POLITISCHE GEFANGENE!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
kurze Frage:
Knastdemo - Warum?
infos
zahl der demonstrantInnen
"Freiheit für alle Gefangenen"
eigene ansicht zu knast demos
Also fuer eine gesellschaft ohne knaeste der kampf geht weiter
frage zu thema knast
xxx
alternative wäre z.b. Therapie, zum Teil leider wesentlich kostenaufwendiger als Knast. Viele die andere sexuell missbrauchen, wurden in ihrer Kindheit selbst sexuell missbraucht, es hilft da wenig sie für zwei Jahre ins Gefängnis zu sperren. Wenn sie raus kommen machen es die meisten wieder, ob sie es wollen oder nicht, es ist ein Trieb.
Außerdem sitzen die meisten Menschen wegen Geldschulden, Diebstählen etc. im Knast und da gibt es mit Sicherheit Alternativen.
Redebeitrag zur Medienpräsenz am 1.Mai
Redebeitrag der „Soligruppe 1.Mai 2004“
Am 1. Mai 2004 gabs in Berlin, wie immer, richtig Ärger. Diesmal vor allem Nachmittags, weil die Polizei einen Aufmarsch von NPD und freien Kameradschaften durch Ostberlin durchsetzen wollte und sich an der „Friedrichshainer Parallelgesellschaft“ die Zähne ausbiss.
Die rassistische Forderung der etwa 2600 Nazis, „Volksgemeinschaft statt Globalisierungswahn“, mit positivem Bezug zum Nationalsozialismus und offenem Antisemitismus, musste kein Friedrichshainer an diesem Tag ertragen. Der Aufmarsch wurde nach langem Hin und Her aufgrund der starken Gegenproteste aufgelöst und nach nur einem Kilometer Wegstrecke zurück zum Bahnhof Lichtenberg geleitet.
Die antifaschistischen Proteste in Lichtenberg und später dann in Friedrichshain waren nur möglich durch die Zusammenarbeit von vielen tausend Menschen, welche die Lichtenberger- Brücke und die Frankfurter Allee blockiert hielten. Obwohl die Polizei noch am frühen Nachmittag verlautbaren ließ den Nazi-Aufmarsch gegen jeden Widerstand durchzuprügeln, musste zwei Stunden später, als ein paar Barrikaden in Friedrichshain brannten, und Leute auf den Dächern Steindepots anlegten doch eingerückt werden und die Nazis unter Polizeischutz nach hause fahren.
Bei diesen Protesten sind im Verhältnis zum 1.Mai in Kreuzberg eher wenig Aktivistinnen festgenommen worden, was aber eher der unvorbereiteten Polizei zu verdanken ist.
Einem der Angeklagten wurde nach sechs Monaten Untersuchungshaft der Prozess eröffnet, wo er nun zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt wurde. Eine schlimme, aber unter den gegebenen Umständen schon normale 1. Mai Erfolgsstory, werden die meisten jetzt denken. Doch einiges war doch nicht so normal.
In dem Verfahren stellte sich heraus, dass eine Verurteilung nur aufgrund von belastendem Videomaterial von AnwohnerInnen der Frankfurter Allee möglich war. Da, wo die Polizei mit ihren unzähligen Kameras noch nicht vorgerückt war, richteten sich zwei private Videokameras unabhängig von einander, auf eine Gruppe, die dem vorrückenden Naziaufmarsch durch das Umkippen eines Autos, aufhalten wollten. Beide Videos bekam die Justiz in die Hände und wurden als Belastungsmaterial vor Gericht verwendet.
Auch wenn es bei diesem Fall verwirrte AnwohnerInnen waren, wird doch ein generelles Problem sichtbar: Ob nun AnwohnerInnen, unabhängige Presse oder linke MedienaktivistInnen, wer Demonstrationen und Aktionen dokumentiert, mit welchem Zweck auch immer, riskiert von den Strafverfolgungsbehörden als quasi verdeckter Ermittler instrumentalisiert zu werden. Die neuerliche Dokumentationswut der Freemedia-AktivistInnen erleichtert die Arbeit von Polizei, Staatsschutz aber auch vom politischen Gegnern wie z.B. Anti-Antifa Nazis erheblich.
Der verstärkten staatlichen Repression, gerade am 1. Mai, muss auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den neuen technischen Möglichkeiten folgen. Immer wenn Teile unserer Strukturen kriminalisiert werden, braucht es viel Kraft für die Soli-Arbeit. Solidarität wird immer ein Zeichen unserer Stärke sein und ein Zeichen unserer Umsicht ist es, wenn wir so wenig belastendes Material wie möglich beisteuern.
Obwohl die Zahl der Leute, die auf Demos gehen immer weniger werden, wächst die Zahl derer, die diese dokumentieren immer mehr. Daher, fordern wir alle Hobby-Fotografen, Semi-Hi8-Filmern, Indymedia-Poster und Inernetaktivisten auf, ihre Kameras zu hause zu lassen und sich mal wieder an den Demos zu beteiligen, anstatt andere mit ihrem Dokumentationswahn in Teufels Küche zu bringen. Die Polizei wird sich schon bemühen jeden Winkel jeder noch so langweiligen Demo zu dokumentieren, auszuwerten und zu archivieren.
No camera, no problem!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Knäste
Diese Demos sind meist von Autonomen oder AnarchistInnen.
Linke an sich haben mit Gefängnisen kein problem.
Wer eine Straftat begeht muss dafür zur rechenschaft gezogen werden.Bei schweren Straftaten logischerweise mit Freiheitsstrafe.Insbesondere wenn durch Wiederholungsgefahr eine Gefährdung für die Gesselshaft besteht.
Jedoch find ich es nicht in Ordnung wenn Obdachlose oder Sozialhilfeempfänger wegen kleinen Diebstählen die sie zur Sicherung der Versorgung mit Narung begehen weggesperrt werden.
Politische Gefangene sind natürlich unverzüglich frei zu lassen.
Rotfront!
gegen zurichtungsanstalten jeglicher art
also, du hast da für meinen geschmack mal wieder (wie eigentlich ständig hier auf indymedia) einen viel zu klaren und abgegrenzten und abgrenzenden begriff von links ("Linke an sich haben mit Gefängnisen kein problem.")
halte ich (gelinde gesagt) für ziemlichen MIST!
--> ich begreife mich selbst durchaus als links, und ich habe ein problem mit knästen (und psychiatrien und schulen und ...), denn es sind staatliche zurichtungsanstalten, die vielfältige aufgaben erfüllen, ohne die ein staat nicht zurecht kommt.
das grade im zuge des weltweiten neoliberalismus die knäste privatisiert werden und outsourcing betrieben wird, enthebt sie nicht ihrer funktion (zurichtung von subjekten).
denn diese ist ein wesentlicher moment staatlicher und bürgerlich-kapitalistisch geprägter gesellschaft --> es gibt recht und gesetz, dessen einhaltung verpflichtend ist, wer nicht mitmacht wird bestraft. das damit in keinster weise die umstände und ursachen sogenannten "auffälligen" oder abweichenden (i.S.v. von der Norm abweichend) verhaltens betrachtet, beachtet und behoben werden, sollte eigentlich bei näherem hinsehen jedem menschen klar sein.
staatlich sanktionierte gewaltförmige zurichtung ist DAS bestimmende element der bürgerlichen gesellschaft, und wer gegen die gesellschaftliche Ordnung, wie sie nun mal grad besteht, ist, der sollte sich auch bei einer grundlegenden analyse eben dieser gesellschaft mit ihren wirkungsprinzipien beschäftigen.
dazu ein literaturtip:
Michel Foucault: "Überwachen und Strafen", Frankfurt/M, 1976
auch wenn an Foucault´s "Macht"-Begriff aus marxistischer Sicht einige Kritik anzubringen ist, so hat er dennoch eines der bisher umfangreichsten Werke zum Thema Repression und Zurichtung von Individuen geschrieben (nach wie vor aktuell, siehe Abu Graibh, Bundeswehrfolterskandal, F-Typ-Gefängnisse in der Türkei etc.).
also: gegen jegliche Knäste, Schulen, Psychiatrien, Heime usw.
aber:
klar ist, dasz das nicht so einfach und so schnell geht,
wie ja auch wohl die soziale revolution keine sache ist,
die mensch mal eben im handumdrehen plant und durchführt...
das es nach wie vor menschen gibt, die handlungen vollführen, die anderen menschen ihr recht auf menschsein absprechen, ist klar.
das fängt bei einzeltaten wie vergewaltigung, mord, raub,
körperverletzung ... an und geht über gemeinschaftlich begangene "gewalttaten" weiter bis hinzu unterdrückung von minderheiten durch staat und gesellschaft.
analysieren!
erkennen!
handeln!
für die soziale revolution weltweit - kein knast steht ewig!
i.A. M.F.
Ach jaaaa? Und was ist mit Nazis?
PS: Nicht immer nur von der "Arbeiterklasse" und der "proletarischen Revolution" faseln und zum 1 Mai als Nichtstuer und Yuppie-Bälger nach Kreuzberg rennen um alten Türkischen Migranten den 20 Jahre alten rostigen Gammel-Mercedes abzufackeln für den er vieleicht Jahre auf dem Bau arbeiten musste und sowas als "Schlag gegen den Kapitalismus" zu feiern, sondern mal selbst mit gutem Beispiel voran gehen und arbeiten. Dann gibts auch kein gejammer wegen Harz4.