BKA in Katastrophengebiet
Der deutsche Bundesinnenminister Otto Schily hat heute entschieden, morgen 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Identifizierungskommission des Bundeskriminalamtes (IDKO) nach Thailand zu entsenden.
Bereits gestern wurde ein vierköpfiges Team der IDKO nach Thailand entsandt. Dazu zählten ein Gerichtsmediziner und drei Kriminalisten.
Die Identifizierungskommission besteht bereits seit 1972. Zu ihr zählen etwa 100 freiwillige Spezialistinnen und Spezialisten des Bundeskriminalamts und ca. dreißig Rechts- und Zahnmedizinern aus ganz Deutschland.Die "IDKO" wird im In- und Ausland zur Identifizierung von Katastrophenopfern eingesetzt. Laut Bundesinnenministerium wurde sie seit ihrer Gründung zu 22 größeren Einsätzen einberufen und hat mehr als 1200 Opfer identifiziert.
Die Identifizierungskommission besteht bereits seit 1972. Zu ihr zählen etwa 100 freiwillige Spezialistinnen und Spezialisten des Bundeskriminalamts und ca. dreißig Rechts- und Zahnmedizinern aus ganz Deutschland.Die "IDKO" wird im In- und Ausland zur Identifizierung von Katastrophenopfern eingesetzt. Laut Bundesinnenministerium wurde sie seit ihrer Gründung zu 22 größeren Einsätzen einberufen und hat mehr als 1200 Opfer identifiziert.
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Ergänzungen
Vielleicht dass schon jetzt ...
Ihr solltet euch schämen
Mittlerweile sind wir sogar soweit, dass noch nicht mal mehr eine Naturkatastrophe mit mehr als 50.000 Toten in einem angemessen Ton kommentiert werden kann. Die Aktion "Deutschland hilft" und die ihr angehörigen Organisationen werden sogar als nationalistische paramilitärische Einheiten bezeichnet (kein Witz!
Ich frage mich, wo sind eigentlich die ganzen Linksradikalen? Die sitzen an ihren PCs und scannen indy auf Tabuwörter. Ganz in Bürokratenmanier würden sie die Millionen Obdachlosen lieber ihrem Schicksal überlassen als auch nur ein Hilfsgut mit der Aufschrift "Deutschland" zu verschicken.
@ Klaus
Ich stehe diesem Staat und seinen Überwachungsbehörden ebenso kritisch gegenüber wie du vermutlich auch, das das BKA jetzt aber seine Experten einsetzt finde ich OK. Hier tuen diese Leute mal was wirklich gutes. Für die Bewältigung des Horrors ist es meiner Meinung nach wichtig zu wissen, was mit Angehörigen und Freunden passiert ist. Wenn du ein Grab hast oder zumindest den Nachweiss, das die vermisste Person tot ist, kann auch Trauerarbeit anfangen, solange die Ungewissheit da ist und damit die Hoffnung auf ein Wunder (wer gibt schon die Hoffnung auf das Überleben der eigenen Kinder, der freundin /frau usw. auf, ohne den Beweis für deren Tod zu haben?) leben die Hinterbliebenen in einer sozusagen "psychologischen Schleife" die zwischen Hoffnung und Verzweiflung angesiedelt ist. Hinzu kommen so , vermeintlich, profane Dinge wie Hinterbliebenenrente, Lebensversicherungen usw. für deren Bezug der Tod zweifelsfrei festgestellt sein muss. Damit die Überlebenden weiterleben können müssen sie Gewissheit haben ob ihre Leute tot sind oder nicht. Und um das festzustellen sind die BKA-Leute ausgebildet, hier setzen sie ihr Können in meinen Augen gut ein. Diese Leute sind übrigends in der Regel keine altgedienten Bullen oder so, sondern Mediziner oder Biologen, die sich, in meinen Augen, für den falschen Arbeitgeber entschieden haben, hinzu kommen externe, also an Kliniken oder gerichtsmedizinischen Instituten beschäftigte, Experten. Der Job an sich verdient Respekt, unabhängig ob es sich um BKAler handelt oder nicht. Es ist verdammt hart zwischen tausenden von Leichen umherzulaufen und damit zu arbeiten ohne selbst einen psychischen Schlag weg zu bekommen.
Mit Überwachungsstaat hat diese Arbeit in Asien nun wirklich nix zu tun!
Keine Biologen oder Mediziner
Im Wesentliche geht es darum die vor Ort erhoben Befunde, d.h. die Post-Mortem-Daten, mit den an den jeweiligen Heimatorten von offiziell vermißt gemeldeten (Ante-Mortem-Daten) abzugleichen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
aha
@ blödkopp
hehehe
BKA, THW, TRALALA
Die Tsunami scheint einige Köpfe ausgespült haben; mit der Tränen der Rührung wird sich jegliche Kritik an der Berichterstattung auf Indymedia über staatliche Organe verboten, weil sich es ja um Menschen handeln würde,
siehe Ergänzungen zum Beitrag: THW-Erkundungsteam in Sri Lanka eingetroffen
Mit welchem Timbre in der Stimmung wird es erst hier abgehen, wenn die Bundeswehr in Bangladesh einmarschiert, und da ein bisschen "Oderflut"-Stimmung verbreitet wird? Kommt das dann in die Mittelspalte auf der Indymedia-Startseite.
Besser wäre, trotz Katastrophenstimmung und Betroffeneheit, erst zu denken und dann zu moderieren.
@ GTZ
bischen überrascht...
bisher nahm ich an, hier wird eher über fakten berichtet, die eben NICHT in der B.L.D zu finden sind. "verlautbarungen aus dem bundeskanzleramt" - oder so - hätte ich hier nicht vermutet.
vielleicht kann nicht jeder seine bauchschmerzen so exakt definieren...
MIR ist es jedenfalls auch .. sehr merkwürdig aufgestoßen.
laß sie gehen