Antitziganismus - die spanische Version
Ein Posting im spanischen Netz von " Auch die
Zigeuner existieren " macht auf die Getthoisierung
im Süden des sich für die Olympiade rüstenden
Sevilla aufmerksam ... übersetzt von
KEIN MENSCH IST ILLEGAL
Zigeuner existieren " macht auf die Getthoisierung
im Süden des sich für die Olympiade rüstenden
Sevilla aufmerksam ... übersetzt von
KEIN MENSCH IST ILLEGAL
Vorab : hier ist die Ausdrucksweise des übersetzten Artikels respektierend übernommen : für Zigeuner oder Roma oder wie auch immer steht : gitanos/ gitanas = gitan@s
" los gitan@s también existen " : Wir schreiben aus Sevilla , im Staat Spanien , um die Willkür der kommunalen Autoritäten anzuklagen.
Das Wohnblockviertel im Süden Sevillas, bekannt unter dem Namen 3000 Viviendas, ist einer der schlimmsten Stadtteile im reichen Europa. Er beherbert 60.000 Personen und 12.000 arme Familien . Wir leben dort weil wir arm sind.
In diesem " Bienenhaus " existieren Gettos wohin die Autoritäten im Verlauf der Jahre die BewohnerInnen der Elendsbehausungen hinverlagert haben da sie zu einem Störfaktor der Immobilienspekulation geworden waren, unter dem Vorwand ihnen eine würdvolle Wohnung und soziale Unterstützung zu gewährleisten was ihre " Normalisierung " verspräche . Ja, so wird jener Prozeß bezeichnet indem ein/eine gitan@ das Dichten und Singen aufgibt, ebenso wie die Unabhängigkeit und sich stattdessen mit einer Hypothek belastet ....
Was übrig bleibt sind die schnell vergessenen Versprechungen und daß sich jetzt diese gutgemeinten Absichten zu Brutstätten des Elends verwandeln wo es vor Ratten, Kakerlaken und Läusen wimmelt die solch blühende Namen tragen wie Las Vegas, und wo die " Verwirklichung der Träume " der Menge an Drogen entspricht die dort willkürlich verkauft werden.
Man wird fragen: Aber das ist doch in Europa?! Und, wie?, das soll Europa gewesen sein ?
Die EinwohnerInnen (vecinos = Nachbarn ) von 3000 Viviendas leben als Geißeln einer Kriminalität die von mal zu mal bösartiger wird und der Verständnisslosigkeit einer Regierung die auf der einen Seite durch Unterlassungen versagt und andererseits Megaprojekte favorisiert um Sevilla zum Sitz der Olymischen Spiele zu machen.
Unsere demokratIschen und sozialistIschen Autoritäten, wie immer bei Problemen mit der BürgerInnenschaft aufmerksam geworden, zeigten große Beunruhigung angesichts der Klagen der EinwohnerInnen / vencin@s von Los Bermejales, einem weiteren Stadtteil und gewiß normalisiert ... so wurde die Urlaubszeit genutzt und im letzten July die BewohnerInnen der Elendsbehausungen von dort vertrieben. Denn solche Individuen stellen bekanntlich nicht nur eine Bedrohung für die Normalität einer solch harmonischen Gegend dar, sondern sie behindern auch den Fortschritt obgleich es sich gezeigt hat, dass ein gerechtes Leben möglich war in den Gebieten, in welchen jetzt schöne Wohnungen für Frischvermählte gebaut werden sollen.
Das Rathaus von Sevilla gab jeder Familie aus den Elendsbehausungen 42,000 Euro wenn sie anderswo versuchten zu überleben und unter der Bedingung, dass sie das Wohnblockviertel Süd nicht mehr versuchen würden zu verlassen, keinen lokalen Druck mehr ausübten und die Ungleichheiten innerhalb der Stadt auf sich beruhen liessen.
Jetzt, drei Monate später, lebt ein großer Teil der Familien aus Los Bermejales in den Gettos des Wohnblockviertel Süd trotz der Opposition der Nachbarn und der Kompromißversuche für welche der Bürgermeister als" Lösung der Konflikte " viel Respekt erlangte.
Die EinwohnerInnen des Wohnblockviertel Süd bekräftigen, dass der Stadtteil keinem weiteren sozialen Druck mehr standhalten kann und wird klagen die Verantwortungslosigkeit der Autoritäten an die, weit davon entfernt die Probleme wirklich zu lösen, nur zu ihrer Verschlimmerung beitragen.
Plataforma para el Polígono Sur Nosotros También Somos Sevilla
( Quelle: von " los gitanos también existen " :
http://barcelona.indymedia.org/newswire/display/141967/index.php )
Aktuell auch :
Antitziganismus verbindet Europa
http://de.indymedia.org/2004/11/100426.shtml
Anmerkung: Xenophobie in der BRD aktuelle Statistik:
60 % der Deutschen sind der Meinung es leben zu viele AusländerInnen im Land
Über 1/3 sind der Meinung AusländerInnen sollten abgeschoben werden sobald Arbeitsplätze zu knapp werden ( eine klassische NPD-Fordrung )
Über 10 % meinen, Juden haben in Deutschland zu viel Einfluß. 62 % sagen sie seinen es leid, immer wieder von den deutschen Verbrechen an den Juden hören zu müssen
In Ostdeutschland beträgt die als fremdenfeindlich eingestufte Gruppe 56 %, im Westen 36 %. Der Antisemitismus ist jedoch im Westen grösser als im Osten.
Wilhelm Heitmeyer, führender Gewalt - und Konfliktforscher der BRD dazu : Mit sinkender sozialer Lage, mit wachsenden Befürchtungen von Desintegrationsprozessen betroffen zu sein und mit Antizipation von zunehmenden Spaltungsprozessen ... neigen Personen dazu, Minderheiten in dieser Gesellschaft abzuwerten und einer " Ideologie der Ungleichheit " aufzusitzen. Die Reaktion auf den eigenen drohenden Ausschluß ist dann z.B. die Übernahme von rassistischen, antisemitischen und islamophobischen Auffassungen. Aber auch ( sich momentan tendenziell verstärkend ) Feindseeligkeit gegenüber Homosexuellen, Behinderten, Obdachlosen und anderen Gruppen oder Personen welche die soziale Spaltung representieren gehören zu den Abwehrmechanismen der " Asozialparanoia " vornehmlich der Mitte der Gesellschaft .... ebenso wie die sog. " Schuldumkehr " : 47 % sagen die AusländerInnen sind selbst schuld, wenn man was gegen sie hat. Das trifft auch auf die " Selbstverschuldung " Arbeits-und Wohnungloser zu.
" los gitan@s también existen " : Wir schreiben aus Sevilla , im Staat Spanien , um die Willkür der kommunalen Autoritäten anzuklagen.
Das Wohnblockviertel im Süden Sevillas, bekannt unter dem Namen 3000 Viviendas, ist einer der schlimmsten Stadtteile im reichen Europa. Er beherbert 60.000 Personen und 12.000 arme Familien . Wir leben dort weil wir arm sind.
In diesem " Bienenhaus " existieren Gettos wohin die Autoritäten im Verlauf der Jahre die BewohnerInnen der Elendsbehausungen hinverlagert haben da sie zu einem Störfaktor der Immobilienspekulation geworden waren, unter dem Vorwand ihnen eine würdvolle Wohnung und soziale Unterstützung zu gewährleisten was ihre " Normalisierung " verspräche . Ja, so wird jener Prozeß bezeichnet indem ein/eine gitan@ das Dichten und Singen aufgibt, ebenso wie die Unabhängigkeit und sich stattdessen mit einer Hypothek belastet ....
Was übrig bleibt sind die schnell vergessenen Versprechungen und daß sich jetzt diese gutgemeinten Absichten zu Brutstätten des Elends verwandeln wo es vor Ratten, Kakerlaken und Läusen wimmelt die solch blühende Namen tragen wie Las Vegas, und wo die " Verwirklichung der Träume " der Menge an Drogen entspricht die dort willkürlich verkauft werden.
Man wird fragen: Aber das ist doch in Europa?! Und, wie?, das soll Europa gewesen sein ?
Die EinwohnerInnen (vecinos = Nachbarn ) von 3000 Viviendas leben als Geißeln einer Kriminalität die von mal zu mal bösartiger wird und der Verständnisslosigkeit einer Regierung die auf der einen Seite durch Unterlassungen versagt und andererseits Megaprojekte favorisiert um Sevilla zum Sitz der Olymischen Spiele zu machen.
Unsere demokratIschen und sozialistIschen Autoritäten, wie immer bei Problemen mit der BürgerInnenschaft aufmerksam geworden, zeigten große Beunruhigung angesichts der Klagen der EinwohnerInnen / vencin@s von Los Bermejales, einem weiteren Stadtteil und gewiß normalisiert ... so wurde die Urlaubszeit genutzt und im letzten July die BewohnerInnen der Elendsbehausungen von dort vertrieben. Denn solche Individuen stellen bekanntlich nicht nur eine Bedrohung für die Normalität einer solch harmonischen Gegend dar, sondern sie behindern auch den Fortschritt obgleich es sich gezeigt hat, dass ein gerechtes Leben möglich war in den Gebieten, in welchen jetzt schöne Wohnungen für Frischvermählte gebaut werden sollen.
Das Rathaus von Sevilla gab jeder Familie aus den Elendsbehausungen 42,000 Euro wenn sie anderswo versuchten zu überleben und unter der Bedingung, dass sie das Wohnblockviertel Süd nicht mehr versuchen würden zu verlassen, keinen lokalen Druck mehr ausübten und die Ungleichheiten innerhalb der Stadt auf sich beruhen liessen.
Jetzt, drei Monate später, lebt ein großer Teil der Familien aus Los Bermejales in den Gettos des Wohnblockviertel Süd trotz der Opposition der Nachbarn und der Kompromißversuche für welche der Bürgermeister als" Lösung der Konflikte " viel Respekt erlangte.
Die EinwohnerInnen des Wohnblockviertel Süd bekräftigen, dass der Stadtteil keinem weiteren sozialen Druck mehr standhalten kann und wird klagen die Verantwortungslosigkeit der Autoritäten an die, weit davon entfernt die Probleme wirklich zu lösen, nur zu ihrer Verschlimmerung beitragen.
Plataforma para el Polígono Sur Nosotros También Somos Sevilla
( Quelle: von " los gitanos también existen " :
http://barcelona.indymedia.org/newswire/display/141967/index.php ) Aktuell auch :
Antitziganismus verbindet Europa
http://de.indymedia.org/2004/11/100426.shtml Anmerkung: Xenophobie in der BRD aktuelle Statistik:
60 % der Deutschen sind der Meinung es leben zu viele AusländerInnen im Land
Über 1/3 sind der Meinung AusländerInnen sollten abgeschoben werden sobald Arbeitsplätze zu knapp werden ( eine klassische NPD-Fordrung )
Über 10 % meinen, Juden haben in Deutschland zu viel Einfluß. 62 % sagen sie seinen es leid, immer wieder von den deutschen Verbrechen an den Juden hören zu müssen
In Ostdeutschland beträgt die als fremdenfeindlich eingestufte Gruppe 56 %, im Westen 36 %. Der Antisemitismus ist jedoch im Westen grösser als im Osten.
Wilhelm Heitmeyer, führender Gewalt - und Konfliktforscher der BRD dazu : Mit sinkender sozialer Lage, mit wachsenden Befürchtungen von Desintegrationsprozessen betroffen zu sein und mit Antizipation von zunehmenden Spaltungsprozessen ... neigen Personen dazu, Minderheiten in dieser Gesellschaft abzuwerten und einer " Ideologie der Ungleichheit " aufzusitzen. Die Reaktion auf den eigenen drohenden Ausschluß ist dann z.B. die Übernahme von rassistischen, antisemitischen und islamophobischen Auffassungen. Aber auch ( sich momentan tendenziell verstärkend ) Feindseeligkeit gegenüber Homosexuellen, Behinderten, Obdachlosen und anderen Gruppen oder Personen welche die soziale Spaltung representieren gehören zu den Abwehrmechanismen der " Asozialparanoia " vornehmlich der Mitte der Gesellschaft .... ebenso wie die sog. " Schuldumkehr " : 47 % sagen die AusländerInnen sind selbst schuld, wenn man was gegen sie hat. Das trifft auch auf die " Selbstverschuldung " Arbeits-und Wohnungloser zu.
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Ergänzungen
Gemeinsam einsam?
( dem Durchsetzen sämtlicher Sozialdemontage, Repression, Rassismusgesetzen und Spaltungsversuchen hoch zuträglichen ) Massenpsychologie schlicht Angst aufgrund fehlender Emanzipation ist, im Sinne von mangelnder Fähigkeit einem bedrohlichen " von oben " eine alternativ-leistungsfäge und soziale Gemeinschaftlichkeit entgegenzustellen die , statt Unschuldige feige angstzubeissen, mindestens in Würde die Grundrechte zu verteidigen im Stande wäre. Es zeigt sich hieran aber eben auch, wie wichtig die Verteidigung und vor allem die Öffnung und Erklärung der bestehenden Autonomiemodelle ist. In ihnen liegt die einzige Chance der verschreckten Herde das Vertrauen in ein soziales Miteinander und teilen und letztlich ein Vertrauen vor allem in sich selbst zu geben. Ein Vertrauen welches ihr die Peitsche des " neoliberalistischen Oben " mit grausamer Permanenz sonst vollständig austreiben wird .... solang bis sie mit selbstverständlicher "Freiwilligkeit " ihre Selbstentwertungsdokumente erstellen und abgeben - nur um nicht mit einem konfrintiert werden zu müssen: dem Mut mit anderen gemeinsam allein - und eben NICHT einsam zu sein