Baskischer Friede ?

Z(11#) 16.11.2004 22:04 Themen: Militarismus
Der illegalisierte, sog. " politische Arm " der ETA , Batasunabekräftigt offiziell den Vorschlag zum Dialog . Hierzu sollenein politischer und ein militärischer Runder Verhandlungstischgeschaffen werden um die Differenzen friedlich und demokratischzu überwinden.
Am 15.11.04 wurden 17 Basken verhaftet und 18 Häuser durchsucht. Am Sonntag abend wurde der Friedensvorschlag im überfüllten Radstadion in Donostia-San Sebastian präsentiert .
Am 14.Nov.04 versammelten sich in der Anlage der Radrennbahn von Anoeta, San Sebastian, 15 000 SympathisantInnen der linken Batasuna, die wegen des Vorwurfes der finanziellen und ideellen Unterstützung der baskischen, bewaffneten Unabhängigkeitsorganisation ETA ( auf den entsprechenden Listen als Terrororganisation geführt ) verboten wurde.

In den Medien wird hervorgehoben, Batasuna distanziere sich noch immer nicht eindeutig vom bewaffneten Kampf, obwohl mit dem unterbreiteten Vorschlage versprochen wird, " alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten die nötig sind, um eine friedliche und demokratische " consulta " ( Volkbefragung ) abzuhalten "die unabdingbar ist für die Lösungsfindung /-entwicklung des baskischen Konflikts." Batasuna gab den Inhalt eines mit Spannung erwarteten und als " qualitativer Sprung " angekündigten Dokumentes bekannt welches in sechs Punkten ( davon der fünfte in sieben Kompromissen ) erläutert, dass nach dem als Gesinnungswandel gewerteten neuen Verständniss der Linken " abertzale " : " der Friede Priorität hat " : Der Konflikt soll von den Strassen an den Verhandlungstisch verlagert werden und ein Dialog stattfinden, im Ramen eines globalen, multilateralen Prozesses der Ernsthaftigkeit, ohne zeitlichen Druck und auf solider Basis. Innerhalb dieses Entwicklungsprozesses " sollen die Differenzen auf friedliche und demokratische Art und Weise überwunden werden " ....

Dieser Prozeß der Lösungsfindung soll, laut dem Vorschlag Batasunas, auf einem doppelten Übereinkommen basieren: 1) unter den RepresentantInnen Euskal Herrias ( des Baskenlandes ) einerseits und 2) zwischen ETA und dem spanischen und französischen Staat - hier sollen die Verghandlungsinhalte die Entmilitarisierung des Konfliktes, die deportierten Gef@ngenen, Geflohene und Opfer werden ....
" Das letztliche Ziel dieses Prozesses der Überwindung des politischen und bewaffneten Konfliktes muss sein, auf der Basis der Übereinkunft und innerhalb eines neuen, politischen Verständnisses eine Sphäre zu schaffen und weiter zu entwickeln, in der alle Rechte des gesamten baskischen Volkes garantiert werden.

" Alle haben dasselbe Recht gleichermaßen befragt und angehört zu werden "

Dier Nachrichtenagentur " Reuters " unterstreicht ihren Bericht abschliessen mit : " Im Sept.1998 erklärte ETA bereits schon einmal einen Waffenstillstand , kehrte jedoch 1999 zu den Waffen zurück. "
( Quellen : 1 2 )

Von den Medien vergessen erscheint indess hingegen die Tatsache, dass dieser Vorschlag sowohl inhaltlich als auch vom Wortlaut quasi identisch bereits am 28. Oktober von ETA selbst an Gara und andere Medien gesandt worden war :" Es el momento de explorar nuevas vías " (gara.net) :
Von: barcelona.indymedia.org | Deutsche Übersetzung: " ETA sucht den Dialog "

Und noch ein Geschehen, welches die öffentliche Meinung beeinflusst ( ?! ), droht den Dialogvorschlag zu diskreditieren:
Am 13.Nov. kam es in Belagua ( Nafarroa ) zu einem Anschlag auf eine spanische Militäreinrichtung. Um 7.50 früh detonierten zwei einzele Sprengsätze, einer vor einem Gasbehälter, der jedoch leer war. Der andere ca. 20 m von der Tür der Militärbüros entfernt. Es entstand ertheblicher Gebäudesachschaden, die vier anwesenden Militärs blieben unverletzt.Der spanische Regierungsvertreter in Nafarroa, Vincente Ripa dazu im üblichen spanischen Verdächtigungsautomatismus: " Es gibt Fußspuren im Schnee die auf ETA hinweisen. Wir können aber noch nichts bestätigen. " ( Bislang konnte noch nicht einmal recherchiert werden, wieviele Personen an dem Anschlag beteiligt gewesen waren) .Es wäre schon ein krasser Fall von Selbstboykott, nach der Bekanntgabe des Dialogvorschlages vom 28.Okt. und der Batasuna-Versammlung, einen Tag nach dem Anschlag, sollte ETA hier die Urheberin sein .

Mit der Untersuchung sind beauftragt : GEDEX ; unidad orgánica de la Policía Judicial de la Guardia Civil und agentes del cuartel Isaba y del GREIM de Erronkari.
( ebensowenig wie über die dazugehörigen Verhörmethoden, jedenfalls in der BRD, kaum eine NachrichtIn diesem Sinne :

"FIES", das spanische Foltersystem

Gabriele Kanze Prozeß auf Folterbasis

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Ergänzungen

kaixo

askatasuna 18.11.2004 - 00:32
gut, die baskische guerrilla ist am ende, solch massiven festnahmewellen hält niemand stand. aber wie schwer ist es bitte für die radikalen basken den hass und die waffen ruhen zu lassen wenn praktisch jede familie ein oder mehrere leute im knast sitzen hat? seit 1968 starben ca. 800 menschen bei eta anschlägen. seit 1980 wurden allein von der guardia civil 10.000 festnahmen gemeldet.relation? seit 2000 starben ca.40 menschen, dafür wurden
im selben zeitraum ca.1000 eta-mitglieder inhaftiert und nochmal dieselbe anzahl baskischer politiker,journalisten,streetfighter etc.
ich könnte kotzen, und ich wünsche den abertzales alles glück der welt.

weitere infos von anderen linken aus euskadi

der nestscheisser 18.11.2004 - 18:39

News und Infos aus dem Baskenland

euskal herria askatu ! 19.11.2004 - 00:13

Frage

paul 20.11.2004 - 15:31
weiß jemand warum die Euskadi Information Seite (  http://members.freespeech.org/euskadinfo/ ) nicht mehr aktuallisiert wird?

Information on the Basque Conflict in English

a 20.11.2004 - 15:36

in der dt. Presse steht nicht mehr als 1%

mira 22.11.2004 - 13:46
die eta hat zwar ein militärisches führungsproblem, aber solange die probleme im Baskenland nicht gelöst werden, fehlt es ihr nicht kämpfern. war im sommer im baskenland und es war wie immer: straßenschlachten in den städten, brennende barrikaden, anschläge auf kasernen und wohnungen von politikern, mehrere bomben der eta mit "nur" sachschaden. aber so ist es im baskenland seit eh und je, mal mehr mal weniger, ein ständiges auf und ab. jede verhaftungswelle schafft neue radikale.

...

aska 26.11.2004 - 12:49
4 angriffe auf büros der psoe und einer auf die marinekommandatur innerhalb
von ca. 12 stunden.......


 http://www.elmundo.es/elmundo/2004/11/26/espana/1101459927.html

Ein Konflikt gegen das eigene Volk

basta ya 22.12.2004 - 01:06
Es ist ein sinnfreier Kampf den diese Terroristen führen, es sind keine
Freiheitskämpfer und auch keine Separatisten. Euskadi hat ein Autonomiestatut das weitestgehende Freiheiten ermöglicht, es gibt
mit der Artzaintza eine eigene Polizei ein eigenes Gesundheitswesen
etc. Der zur Zeiten des Franco Regimes evtl. noch legitime Kampf
hätte mit der Ermordung Carrero Blancos enden müssen.

Die radikalen Gruppierungen wie Herri Batasuna, Euskal Herritarok,
Batasuna und wie all die anderen Gruppierungen hiessen pendelten um die
15% bei den freien Wahlen an denen sie teilnehmen durften. Man sollte
sich ruhig vergegenwärtigen das die Hauptfinanzierung der ETA und Konsorten, zu denen diese Gruppierungen zweifelsfrei gehören, haupt-
sächlich durch Erpressung und damit verbunden mit Mord und Anschlägen an diverse Basken, geschieht.

Diese Personen wollen ein Baskenland was es niemals in der Geschichte gegeben hat. Sie fordern Navarra und Teile Frankreichs und basieren ihre
abstrusen Forderungen auf nebulöse Ideen die um die letzte Jahrhundert-
wende entstanden. ETA hält das baskische Volk durch Intimidation und Gewalt in Angst und Schrecken. Absolut niemand der etwas auf die funda-
mentalen Menschenrechte hält kann den Kampf der ETA unterstützen noch
ihn ansatzweise gutheissen.

Als sich z.B. in Bilbao 4 ETA Terroristen mit Ihrem präparierten Anschlagsauto selbst in die Luft sprengten, wurden diese Postum zu Ehrenbürgern ihrer Gemeinden erklärt, Subjekte wie Arnaldo Otegui
scheuen sich nicht zynische Kommentare zu Anschlagsopfern zu machen
aber verlangen gleichzeitig die rechtstaatliche Behandlung die sie
Ihren Opfern verwehren.

Zu meinen Vorredner kaixo würde ich gerne noch anmerken das
Sätze wie: >
genau diese Art von Menschenverachtung ausdrückt die solche Subjekte
und deren Sympathisanten haben. Das ETA immer noch bombt zeigt das 10000
bei weitem noch nicht genug ist. Jeder Gefangene kann sich zumindest noch
über seine Behandlung beklagen und vor einem Gericht die passenden
Schritte unternehmen diese Möglichkeit haben die Ermordeten nicht mehr.
Es gibt keine legitimen Kampf der linken abertzale, es gibt nur bewaff-
neten Terrorismus verblendeter Möchtergern Freiheitskämpfer die doch nur
simple mafiös organisierte Mörder sind.

############# BASTA YA! ###################

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 6 Kommentare an

Doppelt — Z(11#)

deutsche linke - keine ahnung — gelbsucht / gora eta (m)!

... — askatasuna

muss ausgefüllt werden — muss ausgefüllt werden

endlich! — txapote

eta am ende? — txalarparta