1000 gegen Heisenhof in Dörverden

Opa Bräsig 14.11.2004 22:54 Themen: Antifa
Am heutigen Sonntag fand in Dörverden der erste Sonntagsspaziergang zum Heisenhof des Neonazis Jürgen Rieger statt.
Heute fand in Dörverden/Barme der 1. Sonntagsspaziergang zum Nazischulungszentrum Heisenhof des Hamburger Neofaschisten Jürgen Rieger statt. Etwa 1000 Menschen beteiligten sich daran. Aufgerufen hatte das Forum Zukunft e.V.
Ab etwa 11 Uhr versammelten sich 1000 Menschen an der Kirche in Barme. Nach dem Vorlesen der Demoauflagen (lustig!) setzte ich gegen 11:45 in Begleitung von einigen hundert Angehörigen des GreenTeams aus BS,H, LG usw. der Zug in Bewegung und erreichte über die vollständig gesperrte B 215 den Heisenhof. Mehrere bekannte Gestalten der „Besatzung“ des Heisenhofes standen hinter dem Jägerzaun und filmten und fotografierten fleißig. Auch Jan Hus(s), der alte Nazi, hockte hinter dem Zaun und guckte bescheuert auf die Menge, die da vor ihm vorbeimarschierte.
Unmittelbar vor dem Eingang zum Gelände wurden mehrere Wortbeiträge zum Thema Heisenhof abgeleistet. Bürgermeister (schwach), Pfarrer (schwach) Landrat (schwach) und ein Bauer, der wenigstens das Kind etwas beim Namen nannte. Alles in allem eine friedliche Demo gegen den Faschisten Rieger und seinen Heisenhof. Antifa hielt sich zurück und die Bullen auch und die Bürger sowieso.
Mal sehen wie das weitergeht.
Wer Fotos hat stelle sie doch bitte hier rein.
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Ergänzungen

Bericht in der taz dazu

hüllegülle 14.11.2004 - 23:16
Nazis unerwünscht
Knapp 1.000 demonstrieren gegen Nazizentrum. Bürgermeister zu Neonazi: "Verlassen Sie Dörverden"
Dörverden taz/epd An die 1.000 Menschen haben gestern mit einem "Sonntagsspaziergang" gegen das geplante Neonazizentrum im "Heisenhof" in Dörverden demonstriert. "Die Angst, dass Jürgen Rieger hier ein Nazizentrum aufbaut, ist in der Gemeinde sehr groß", erklärt Michael Müller vom Veranstaltungskreis, dem alle Parteien und Gewerkschaften und fast jeder örtliche Verein angehören.

Von der Evangelischen Kirche ist der Demonstrationszug zu dem etwas außerhalb des kleinen Ortes liegenden ehemaligen Bundeswehrgelände gezogen, das Neonazianwalt Rieger vor Monaten erworben hat. "Wir wollen kein Nazizentrum, keine Fruchtbarkeitsforschungsanstalt", betont Bürgermeister Rainer Herbst und verspricht: "Mit allen rechtsstaatlichen Mitteln wird die Gemeinde diesem Treiben ein Ende setzen."

Am Zaun des Anwesens steht eine Gruppe von Neonazis. Ihr Versuch, die Kundgebung mit Trillerpfeifen zu stören, gelingt nicht. Auch von den Videokameras in ihren Händen lassen sich die DemonstrantInnen nicht einschüchtern. Stattdessen führt die Polizei den NPD-Aktivisten Matthias Schulz ab. Er hatte das Gelände zum Fotografieren verlassen.

Derweil berichtet Bündnis-Redner Ehler Lohmann über die Vorstrafen jener Neonazis, die regelmäßig auf dem Hof verkehren. "Das sind ja alles Kriminelle", sagt erschüttert eine ältere Dame. Über Lautsprecher spricht Bürgermeister Herbst Rieger dann persönlich an: "Sie sind hier unerwünscht. Geben Sie den Heisenhof auf und verlassen Sie Dörverden."

Die Ankündigung der Behörden, jede Baumaßnahme und Wohnnutzung genau zu überprüfen, beeindruckt den indes bislang nur wenig. Drei Neonazis haben auf dem Gelände ihren Wohnsitz angemeldet. Den Verdener Nachrichten zufolge soll Rieger bereits nach Feldbetten gefragt haben. Auch nach den Kosten einer Kläranlage für "8 bis 200 Personen" soll er sich erkundigt haben.

Der "Heisenhof", bestätigt der niedersächsische Verfassungsschutz (VS), könnte das Zusammenwirken der NPD und der Freien Kameradschaften verstärken. "Wir wissen, dass Jürgen Rieger in Hamburg vor der NPD aufgetreten ist", sagt ein VS-Sprecher. Und: "Diese Rede ist auch von den freien Kameradschaften sehr positiv aufgegriffen worden." "Andreas Speit

taz Bremen Nr. 7514 vom 15.11.2004, Seite 21, 79 Zeilen (TAZ-Bericht), Andreas Speit
 http://www.taz.de/pt/2004/11/15/a0085.nf/text

Jürgen Rieger und seine Projekte

ein Überblick 15.11.2004 - 04:10
Jürgen Rieger und seine Projekte
 http://de.indymedia.org//2004/07/87657.shtml

Jürgen Rieger - Ein Überblick
 http://de.indymedia.org/2004/08/90949.shtml

Neue Heiden auf alten Pfaden
Ober-Gode Jürgen Rieger führt völkisch-heidnische Von Andreas Speit
 http://www.nadir.org/nadir/periodika/drr/archiv/NR67/inhaltsseite-NR67.htm

+ im aktuellen Antifa Infoblatt Nr.64 Herbst 2004
Kurzmeldung: Rieger sammelt Immobilien
 http://www.nadir.org/nadir/periodika/aib/

weiteres posting zu Riegers Heisenhof etc

ein Überblick 15.11.2004 - 04:16
Antifa Demo in Achim bei Bremen
 http://de.indymedia.org/2004/10/95187.shtml

(muss ausgefüllt werden)

(muss ausgefüllt werden) 15.11.2004 - 06:53
Jan Huss ist Tot der ist mit ner Waffenlieferung für den Heisenhof gegen nen Baum gefahren (50 m vorm Eingangstor des Heisenhofes), also kann er nicht am Zaun gestanden haben.

Jan Hus lebt natürlich

Beobachter 15.11.2004 - 12:11
Jan Hus ist nicht tot. Er erfreut sich vielleicht nicht allerbester Gesundheit, aber er hat den Unfall schwerverletzt überlebt. Am Heisenhof hockte er hinter dem Zaum und beobachtete die Sonntagsspaziergänger, in der Woche zuvor war er auch auf der Infoveranstaltung über den Heisenhof im Forstenhof in Barme mit seinem Rolli anwesend. Dort machte auch ein anderer Nazi auf sich aufmerksam. Ja das war Dr. Rigolf Hennig aus Verden. Und wahrscheinlich ist er auch Rigolf H. aus dem Posting oben. Zu Rigolf Hennig gibt es viele weitere Informationen unter
 http://www.rotenburg-verden.vvn-bda.de/schwerp/neof/rhenn.html
Und hier weitere Infos mit Bildmaterial
 http://bremen.antifa.net/enemy/achim.php
Und du Rigolf, alter Nazi verpiss dich aus Indymedia, brav so und abtreten.
Das nur dazu.

Zeitungsfoto vom Sonntag

Rollkragen 16.11.2004 - 22:59
Tja, da isser, der alte Jan. Unten links auf dem Bild im Rolli.

Jan Hus

MMhMM 17.11.2004 - 00:44
Hier das Foto

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 2 Kommentare

Hus im Rollstuhl

Rigolf H. 15.11.2004 - 08:36
Moin,

ne, der Jan Hus sitzt im Rollstuhl.

Antifa in "Bürger"-Bündnisse

Boy-Sue 15.11.2004 - 12:37
Wieso kann es nicht überall so sein? In Pirna dagegen sind die Nazis als ganz normale Mitbürger bestens integriert und akzeptiert. Ich denke, daß es wichtig ist, daß solch ein Klima erhalten wird. Denn nur so läßt sich Faschismus wirklich nachhaltig gekämpfen. Und da läßt sich doch mit strategisch intelligentem Handeln auch für "Autonome" Antifas wirklich einiges machen...