Antifaschistische Hausbesuche in Erkelenz

egal 05.11.2004 21:02 Themen: Antifa
Im Vorfeld des morgen stattfindenden Naziaufmarschs in Erkelenz haben engagierte AntifaschistInnen zwei Hausbesuche bei Mitgliedern der lokalen Naziszene durchgeführt.
Besucht wurden der V.i.s.d.P. des Naziaufrufes Andreas Mertens in Erkelenz und der Kreisvorsitzende des NPD-KVs Mönchengladbach/ Heinsberg in Hückelhoven-Horst, Helmut Gudat. Dabei wurde die Nachbarschaft per Flugies über ihre Nazinachbarn aufgeklärt.

Nazis auf die Pelle rücken! Naziaufmarsch am 6.11. in Erkelenz verhindern!
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Ergänzungen

super!

mad 05.11.2004 - 22:33
schöne aktion! wie haben anwohner/nachbarn reagiert, gibt es noch mehr infos zu den besuchten nazis oder nur, dass sie mit der morgigen demo in zusammenhang stehen?

informationsdienst

siehe oben 06.11.2004 - 00:13
Am Samstag, 6. November, wollen Nazis aus Mönchengladbach und Heinsberg in Erkelenz aufmarschieren - zu ehren der Wehrmacht des 3. Reiches. Eine offiziell angemeldete Kundgebung findet um 14 Uhr auf dem Marktplatz statt. Die Nazis werden ihre Abschlusskundgebung am nahen Johannismarkt (nur durch eine Kirche getrennt) abhalten.

Die vorraussichtliche Route der Nazis:
Um 13.30 am Haubtbahnhof treffen sich die Faschisten.
Um 14 Uhr gehts los: vom Bahnhof über die WILHELMstr. über WESTPROMENADE und ROERMONDERstr. zum ZENTRALFRIEDHOF, und von dort aus dannn später zurück über die ROERMONDER, NORDPROMENADE, und BRÜCKstr. zu ihrer Abschlußkundgebung auf dem Johannismarkt.

Von Aachen und Mönchengladbach aus recht easy mit dem Zug zu erreichen.

Diese Texte sind bei mir gelandet:

Anwohner 06.11.2004 - 01:08
!!! Achtung !!! An die AnwohnerInnen von Am Hufeisen !!! Achtung !!!

Auf Ihrer Straße, in der Hausnummer 51, wohnt der 24 jährige Neonazi Andreas Mertens, der mit seinem jüngeren Bruder Jens und anderen den harten Kern der Erkelenzer Neonaziszene bildet. Mertens hat für den morgigen Samstag im Namen der neonazistischen Gruppe "Offensive Grenzland" einen sogenannten "Heldengedenkmarsch" durch Erkelenz angekündigt. Unterstützt wird dieser "Marsch" der braunen Horden auch vom NPD Kreisverband Mönchengladbach/ Heinsberg, für die Mertens auch bei den Kommunalwahlen kandidierte. Der Aufruf im Internet dazu zeigt die Odals-Rune, das ehemalige Symbol der nationalsozialistischen Reichsbauernschaft", des "Rasse- und Siedlungsamt" und der "Hitlerjugend", welches auch Abzeichen einer SS-Gebirgsdivision war, und nach 1945 auch das Symbol der verbotenen neofaschistischen "Wiking Jugend" (welche der HJ nachempfunden war), sowie auch das des ebenfalls verbotenen "Bundes Nationaler Studenten", war. Desweiteren ist dort die Parole "Ruhm und Ehre den deutschen Soldaten" zu lesen, was eine Abwandlung der verbotenen Parole "Ruhm und Ehre der Waffen-SS" ist, deren Mitglieder neben Wehrmachtssoldaten ebenfalls auf Soldatenfriedhöfen Ehrengräber besitzen, und denen Neonazis regelmässig um den Volkstrauertag gedenken und sie als Helden verehren.
Mit dem Verfassen dieses Aufrufes hat Andreas Mertens bewiesen, wessen
Geistes Kinde er ist, so ist es auch nicht verwunderlich, dass er im
Internetforum des terroristischen Combat18 (Kampfgruppe Adolf
Hitler)-Netzwerkes verkündet, am diesjährigen Gedenkmarsch für den
Hitlerstellvertreter Rudolph Hess in Wunsiedel teilgenommen zu haben.
Wir sind der Meinung, Sie sollten über die Machenschaften Ihres
Nazi-Nachbarn bescheid wissen.

Mit vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und antifaschistischem Gruß,
verbleibt

Ihre Unabhängige Antifa FIGHT BACK Erkelenz/ Grenzland

!!! Achtung !!! An die AnwohnerInnen von Im Siel !!! Achtung !!!

Auf ihrer Straße, in der Hausnummer 31, wohnt der 47 jährige Neonazi Helmut Gudat. Gudat begann seine politische Laufbahn am rechten Rand der CDU Neuss, wechselte dann nach weiter rechts zur DVU, und ist nun ganz rechtsaußen bei der NPD gelandet. Er ist Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Mönchengladbach/Heinsberg der NPD, und ist bei der Kommunalwahl in den Kreistag Heinsberg gewählt worden. Beste Kontakte hat er zu dem ebenfalls Ex-DVUler und jetzt NPD-Ratsmann, sowie Mitglied des Landesvorstandes der NPD in NRW, Wilibert Kunkel aus Stolberg bei Aachen.
Gudat ist der ältere Führungskader mit Biedermannauftreten, der die
Mönchengladbacher und Kreis Heinsberger Naziskinszene, instruiert und führt.


Er ist neben ihnen auf Aufmärschen der NPD im gesamten Bundesgebiet, aber
auch auf welchen der sogenannten rechtsterroristischen "Freien
Kameradschaften" zu sehen, denn wie sein "Kamerad" Kunkel verfügt er über
beste Kontakte zu den Nazi-Skinheads und -Renees der neonazistischen
"Kameradschaft Aachener Land" und anderen aus der "Freien
Kameradschaftsszene". Morgen wird Gudat mit Mönchengladbacher und Erkelenzer Neonazis einen Naziaufmarsch durch die Erkelenzer Innenstadt zum Zentralfriedhof durchführen. Dort wollen sie die Gefallenen der SS-Infanteriedivisionen als Helden verehren. Es ist zu erwarten, dass auch die militanten "Kameraden" der "Kameradschaft Aachener Land" sich an diesem Aufmarsch beteiliegen werden.

Schauen Sie hinter die Biedermann-Maske und erkennen Sie den Hass, den ihr
Nazi-Nachbar in sich trägt!

Mit vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und antifaschistischem Gruß,
verbleibt

Ihre Unabhängige Antifa FIGHT BACK Erkelenz/ Grenzland

....
PS: Abtippen nervt.

falsche Adresse!

Richtigsteller 09.11.2004 - 00:04
Sorry,
aber euch ist ein kleiner aber schwerwiegender Fehler bei der Adresskundgabe widerfahren!!!
Der von euch genannte Andreas Mertens wohnt nicht am Hufeisen in Erkelenz.
Ihr habt damit bewirkt, dass ein harmloser Mitbürger euren Repessalien ausgeliefert wurde und nichtgerechtfertigte Drohbriefe bekommen hat!!!
Mertens gibt es viele in unserer Stadt und ihr habt den falschen erwischt!
Vielleicht solltet ihr euch entschuldigen und diesen dummen Fehler berichtigen.
Ihr seid euch hoffentich im klaren, was ihr diesem Mann angetan habt, der nun in Angst vor irgentwelchen Aktionen leben muss.
Also: demnächst besser recherchieren!!! Bitte,bitte,bitte

zum "Richtigsteller"

MenschmitWahlbekanntmachung 14.11.2004 - 12:52
Lieber "Richtigsteller" du solltest besser rechachieren.
Die Andresse von A.Mertens lässt sich in dieser Form in der Wahlbekanntmachung des Kreises Heinsberg; als Kanidat der NPD für den Kreistag musste er wie jeder andere Kanidat seine Adresse, Beruf, Geburtsort und Datum angeben. Irrtümer sind also ausgeschlossen. Die Wahlbekanntmachnung kann/konnte jeder bei der Kreisverwaltung des Kreises Heinsberg bekommen.

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