Menschliche Versuchskaninchen dringend gesucht
Es ist unglaublich, was der Staat manchmal den Arbeitslosen ("Kunden" genannt) zumutet. Der Beitrag handelt von einem solchen Beispiel aus Mannheim.
Was darf der Staat einem Arbeitslosen eigentlich zumuten? Herr M. aus Mannheim bekam kürzlich ein ungewöhnliches Stellenangebot von seinem Jobvermittler in der Arbeitsagentur: Er solle sich als Testperson bei einer Studie zum Hörvermögen melden. Einwirkung chemischer Substanzen und Blutentnahme inklusive! Aufwandsentschädigung: 500 Euro.
Der "Arbeitsagentur"-Brief endet mit der Aufforderung: "Vereinbaren Sie bitte umgehend einen Vorstellungstermin. Bitte teilen Sie mir umgehend das Ergebnis Ihrer Verhandlungen mit."
Müssen Arbeitslose also Jobs als Versuchskaninchen annehmen, selbst wenn dies möglicherweise mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden ist? Auf Nachfrage bei der Mannheimer Agentur für Arbeit gab diese kleinlaut Entwarnung: Verpflichtend sei das Jobangebot als Testperson keinesfalls. Eine Kürzung der Bezüge habe M. auch dann nicht zu befürchten, wenn er es ausschlage.
Doch warum dann die dringliche Aufforderung, sofort tätig zu werden? "Wir verschicken im Monat 60000 Schreiben, da können wir nicht mehr differenzieren", antwortet ein Sprecher der Agentur. Es müsse mit Standardformulierungen gearbeitet werden. Missverständnisse ließen sich aber in Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter ausräumen. Dass aber umgekehrt bei jedem winzigen Fehler seitens der "Kunden" das Arbeitsamt erbarmungslos zuschlägt, sagte er aber nicht.
M. schlug den Job im Versuchslabor aus und informierte statt dessen die Medien.
Der "Arbeitsagentur"-Brief endet mit der Aufforderung: "Vereinbaren Sie bitte umgehend einen Vorstellungstermin. Bitte teilen Sie mir umgehend das Ergebnis Ihrer Verhandlungen mit."
Müssen Arbeitslose also Jobs als Versuchskaninchen annehmen, selbst wenn dies möglicherweise mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden ist? Auf Nachfrage bei der Mannheimer Agentur für Arbeit gab diese kleinlaut Entwarnung: Verpflichtend sei das Jobangebot als Testperson keinesfalls. Eine Kürzung der Bezüge habe M. auch dann nicht zu befürchten, wenn er es ausschlage.
Doch warum dann die dringliche Aufforderung, sofort tätig zu werden? "Wir verschicken im Monat 60000 Schreiben, da können wir nicht mehr differenzieren", antwortet ein Sprecher der Agentur. Es müsse mit Standardformulierungen gearbeitet werden. Missverständnisse ließen sich aber in Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter ausräumen. Dass aber umgekehrt bei jedem winzigen Fehler seitens der "Kunden" das Arbeitsamt erbarmungslos zuschlägt, sagte er aber nicht.
M. schlug den Job im Versuchslabor aus und informierte statt dessen die Medien.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Apropos Versuchskaninchen - eine Mahnung
Diese Oberaufseherinnen beaufsichitigten KZ-Insassinnen, die unter anderem als medizinische 'Versuchskaninchen', so wurden sie im KZ genannt, mißbraucht wurden.
Diese geschichtlichen Grausamkeiten mögen Herrn Clement (und Anderen) zur Mahnung dienen, wenn er Arbeitslose die unter Hartz IV fallen, zu "prinzipiell jeder legalen Arbeit" zwangsverpflichten will. So kann man/frau sich z.B. fragen, ob denn auch anerkannte Kriegsdienstverweigerer in Rüstungsbetriebe arbeiten sollen ... etc.
Zudem wird hier jedem ein Besuch der Ravensburger Ausstellung über die KZ-Aufseherinnen empfohlen.
Ausstellung hier:
Eine Mahnung - Bildergänzung
Strafanzeige bei Zwang
Ich werde das freiwillig machen!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
lieber Ulli — xxx