nürnberg: aktion zum 6.11.

hans 03.11.2004 21:54 Themen: Soziale Kämpfe
heute früh versammelten sich rund 30 leute um mit einer alternativen pressekonferenz in aktionen vor der bundesagentur für arbeit auf die demo am 6.11. aufmerksam zu machen.
in der ba wurden heute die aktuellen arbeitslosenzahlen verlesen.
zu der pressekonferenz hatte das sozialforum, die organisierte autonomie und die aktionsgemeinschaft nürnberger arbeitsloser (ana) geladen.

neben der presse waren auch das usk in seinen historischen neuen uniformen ganz in schwarz da.
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23 04.11.2004 - 17:14
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nötig?

fragende 03.11.2004 - 23:55
ist es denn wirklich nötig alles immer und immer wieder mit ns-vergleichen toppen zu müssen. natürlich ist das usk ne widerliche schlägerbande und gehört abgeschafft, aber was soll der vergleich mit der ss? der natinalsozialismus mit der milionenfachen ermordung von menschen ist nun mal einfach einmalig PUNKT! kriegt das endlich auf den schirm und laßt den unsinn!

@ fragende

ich 04.11.2004 - 00:07
was du schreibst ist unlogisch. demzufolge dürfte ich nazis dann nicht mehr nazis nennen, wenn sie noch nicht gemordet haben. das ist usk ist durchsetzt von rechtsextremen.

gegen ns-relativierung!

antwortender 04.11.2004 - 13:09
Nicht jede gruppe in der sich auch rechtsradikale tummeln, ja nicht mal die jn oder die npd sollten mit der ss verglichen werden!

es ist nicht nur nicht nötig, es ist oft sogar schädlich immer historische analogien heranzuziehen - erst recht wenn sie nicht zutreffen:

"SS - Die Schutzstaffel im Dritten Reich

Heinrich HimmlerDie SS war eine im Umfeld der nationalsozialistischen Bewegung angesiedelte paramilitärische Gruppe und wurde 1925 zunächst als so genannte „Stabswache" zum persönlichen Schutz Adolf Hitlers gegründet. Anfänglich war sie noch der SA unterstellt, entwickelte sich aber zunehmend zu einer Elitetruppe mit besonderen Aufträgen. Unter ihrem „Reichsführer SS" Heinrich Himmler übte die Gruppe auch „Polizeifunktionen" innerhalb der NSDAP aus. Sie ermordete 1934 die Führungsriege der SA im Rahmen des so genannten Röhm-Putsches.

In der Folge wurden zahlreiche Unterabteilungen gebildet. Die wichtigsten waren:

* 1931 das Rasse- und Siedlungshauptamt (RuSHA), dessen Aufgabe die Heranbildung einer „rassisch wertvollen" Führungselite sein sollte.
* Das SD-Amt (SD = Sicherheitsdienst), ein Geheimdienst zur Bekämpfung externer wie interner Gegner (Leiter: Reinhard Heydrich), der u. a. auch die Stimmungslage in der Bevölkerung ausspionierte.
* Die Sicherheitspolizei (Sipo) als Dachorganisation für Kriminal- und Geheime Staatspolizei (Gestapo).

Besondere Einsatzgruppen betrieben - verstärkt nach Kriegsbeginn - die Verfolgung und Ermordung Hunderttausender von Menschen, die aus rassischen (Juden, Sinti und Roma), moralischen (Homosexuelle u. a.) oder politischen Gründen eliminiert werden sollten. Zur Bewachung der flächendeckend eingerichteten Konzentrationslager wurden die SS-Totenkopfverbände eingesetzt. Nicht zuletzt auch mit der ab 1939 stark ausgebauten Waffen-SS hatte die Organisation somit maßgeblichen Anteil an der geradezu industriell betriebenen Vernichtung von Millionen von Menschenleben im Rahmen der „Endlösung“.

Zudem verübte die SS zahllose Massenexekutionen in den besetzten Ländern. Während des Krieges übernahm die Organisation auch politische und administrative Aufgaben: Ab 1942 betrieb Sie die Verwaltung der Konzentrationslager, einschließlich der wirtschaftlichen Ausbeutung der Häftlinge über das Hauptamt Verwaltung und Wirtschaft. Weiterhin siedelte sie „Fremdvölkische" aus den Ostgebieten gewaltsam aus und „Volksdeutsche" an.

In den Nürnberger Prozessen nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus wurde die SS 1946 als Hauptinstrument des politischen Terrors zur „verbrecherischen Organisation" erklärt.

rev. ff, 2.2.04" (quelle:  http://www.shoa.de/ss_schutzstaffel.html)

o.k.

hans 04.11.2004 - 14:54
das der vergleich mit der ss eine relativierung des holocausts darstellt, zieh ich mir an. war vielleicht nicht die glücklichste bildunterschrift.
allerdings bleibt anzumerken, dass die usk´ler ziemliche faschos sind. gab sogar mal einen skandal in nürnberg, weil die in ihrer kaserne ne naziparty gefeiert haben. mit rudolf hess bilder, führergruß usw. dabei haben die sich auch noch fotografiert.

Gut gemeint

Josef 04.11.2004 - 22:33
aber warum macht ihr Gesichter von Leuten unkenntlich, die auf ner Pressekonferenz sitzen. Na ja. Man kann in Vielem übertreiben.
Trotzdem, danke für die ersten Eindrücke. Faschistoide Tendenzen im Staat sind gut zu beobachten! Das ist auch eine Lehre aus Deutschland.
Da kann es unter Demokraten aller Couleur keine Differenzen geben.
Faschismus hat nicht nur ein braunes Gewand und ein dummes Gesicht. Letzteres allerdings öfters.
Also, Ohren steif halten. Der 6.11. wird eine grosse Sache.

NIE WIEDER FASCHISMUS NIE WIEDER KRIEG

Jedenfalls nicht da wo wir es verhindern können.
Basta!

@ alle

muss ausgefüllt werden 04.11.2004 - 23:56
was heisst denn hier vergleich? was glaubt ihr eigentlich wer im dritten reich zum massenmoerder mutiert ist: ganz normale scheissbuerger. die npd-jn-usk-etc-pp leute waeren die ersten, die mit wehenden fahnen wieder dabei waeren. also ist ein verweis darauf mittels wort-korrekturen wie ussk doch voellig angebracht!

coole aktion

tom 05.11.2004 - 01:42
ich fand die aktion super. endlich mal linksradikale gegen sozialraub. wir fahren nach nürnberg. der berliner bus findet sich auf www.antifa.de

Bitte nicht immer nur an den Holocaust denken

armin 05.11.2004 - 06:42
...es gibt ja noch eine Zeit, in der das alles angefangen hat - wo alles "harmlos" anmutete und das barbarische Finale jedoch schon spürbar war.
Wenn ich Zeit hätte, würde ich jetzt mal einen Artikel aus einer deutschen Tageszeitung über das KZ Dachau aus den Nazi-Anfangsjahren einscannen und abschicken - da graust es einem schon, obwohl dort noch keine Leichenberge vor der Tür lagen.

Die Polizeiorgane spielten bei der Machtergreifung, der Kristallnacht und auch später eine sehr wesentliche Rolle. Bei den heutigen sonderbaren Verflechtungen zwischen Verfassungsschutz und Rechtsextremen, dem skandalösen Protegieren von Nazi-Gruppen bei öffentlichen Aufmärschen und Demos, sowie bei der braunen Gesinnung der Mehrheit der Beamten in den Sonderkommandos (nicht nur USK) finde ich, daß hier der Finger sogar explizit gehoben werden muß. Geschichtliche Paralellen gibt es immer und es ist keine Gegenthese, wenn du zu dem oben genanntem Komplex dann gleich noch 6 Millionen ermordete Juden und den ganzen zweiten Weltkrieg hinzurechnest.

Polizei-SA-SS ist eine Provokation die dich nachdenklich stimmen sollte.

natürlich

frageundantwort 05.11.2004 - 11:06
natürlich ist es richtig und wichtig rechte oder auch faschistoide tendenzen beim usk oder sonstigen bulleneinheiten zu skandalisieren, verflechtungen zwischen vs, npd, bullen, kameradschaften,... zu beobachten, öffentlich zu machen,...
ABER die SS ist ein konkrete organisation mit einer konkreten geschichte und dies alles läßt sich nicht vom millionenfachen massenmord an jüdinnen und juden, vom mörderischen terror gegen alles was der ns-ideologie im weg stand,... trennen. deshalb meine anmerkung relativierende vergleiche wie ussk oder ussa oder... zu unterlassen und statt dessen mit einer angemessenen einschätzung und benennung der situation einen wirklich politischen und nicht nur skandalisierenden umgang mit gegenwart und geschichte zu finden.