Bericht von der Montagsdemo in Berlin

Christoph 01.11.2004 21:11 Themen: Globalisierung Soziale Kämpfe
Heute endlich wieder zahlreicher und kämpferischer.
Als zu viele Fahnen, die Luft der Montagsdemos vernebelten, blieben die Bürger einfach fern. Jetzt verschwinden die Fahnen von den Montagsdemos wieder, und schon wird der Protest wieder vom einfachen Mann weitergeführt und er ist etwas kämpferischer geworden. Doch seht selbst.
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Ergänzungen

2 Demos - Wohin und Worum gings?

X 01.11.2004 - 21:27
Siehe hierzu den Artikel von heute nachmittag:

MontagsdemoS Berlin: zu Thierse und Wedding
Die Montagsdemobewegung in Berlin bleibt zwar gespalten, aber ihre Ideen werden immer besser. Heute haben Aktivisten gegen Hartz IV die Qual der Wahl: entweder durch den Prenzlberg zu Thierses Wohnung, oder in den Wedding zum Leopoldplatz am SPD-Haus und dem Arbeitsamt vorbei.
 http://de.indymedia.org/2004/11/97073.shtml

Daß die von den Parteifunktionären gewollte Spaltung weiter aufrecht erhalten bleibt ist sicherlich einer der Gründe, warum es nicht mehr Leeute werden. Wäre schön, wenn sich die Parteien und Sekten endgültig zurückziehen und die Bürger wieder eine gemeinsame Demo organisieren würden. Vielleicht bringts ja was, entsprechende Aufrufe auf beiden Demos zu machen?


PS zu den Bildern: Am besten Helligkeit hochdrehen und dann Kontrast stärker machen. So kann man mehr erkennen.

Alexanderplatz-Demo ist nicht gleich MLPD

auch müde 01.11.2004 - 22:30
Sowohl Fred Schirrmacher wie der müde Aktivist sind nicht Mitglieder der MLPD, die meisten die vom Alexanderplatz losgehen sind es auch nicht. Die Alexanderplatz-Demo war größer als diejenige als diejenige vom Roten Rathaus, und warum sich Berlin zwei kleine Demos leistet versteht kein Mensch. Und was ist denn die Bürgerpartei des Volkes? Klingt schrecklich.

krasse-zeiten...

Die oder der AutorIn muss angegeben werden 01.11.2004 - 22:30
...aber so krass dann doch noch nicht...
das mit dem stern ist allerdings krass...
sind die ersten ganzen bilder satire?
Ansonsten haben auch MLPD aktivisten nen balken verdient. auch wenn se scheiße, autoritär und und und sind...

alles andere als kämpferisch!

war da 01.11.2004 - 23:05
Ich kann zwar nur für die Demo vom Roten Rathaus sprechen aber die war alles andere als kämpferisch! So eine langweilige Demo habe ich noch nicht erlebt. Die Demo wurde total bescheuert moderiert. Am Anfang wurden erstmal breit Regeln erklärt: Keine Gewalt, kein Vermummen und keine Seitentranspis die länger als 1,70 m sind! Wenn schon mal ein paar Sprechchöre angestimmt wurden, wurden die vom Lauti sofort übertönt. Dazu ständig super schreckliche Musik...
Zu Bild Nr. 13: Ich bin kein Volk! Außerdem ist dies ein Bild von der Rathaus-Demo. Bei dieser Demo gab es diese schrecklichen "Wir sind das Volk" Parolen nicht!

6.11. Nürnberg

wurscht 02.11.2004 - 10:47
Nächsten Samstag, 6.11. ist bundesweite Demo zur Bundes"agentur" für Arbeit in Nürnberg. Treffpunkt 12 Uhr am Plärrer (soweit ich weiß). Es soll einen großen antikapitalistischen Block geben, jedenfalls hab ich schon vor Monaten Flyer dafür gesehen...

warum "Progromstimmung" gegen Thierse?

Darum 02.11.2004 - 13:10
Thierse war, wie man dem Buschfunk entnehmen kann, gar nicht erbaut von der - ziemlich zahmen - Demo kurz vor seiner Haustür. Klar, als die Montagsdemos begannen, so im August / September, und sie noch stark besucht waren, da fing Wolle an uns den Bedenkenträger zu geben. Er fand Hartz IV plötzlich nicht mehr gerecht. Im Herbst davor hat er aber extra eine "Informationstour" mit einem "Infomobil" durch den Prenzlberg und zum Arbeitsamt und zu einer Jugendbildungsstätte durchgeführt (stand glaube ich auch auf indy) und hat Propaganda für Hartz IV gemacht.

Thierse ist ein gerissener Opportunist, der sich mal seine Hände in Unschuld wäscht und den sozialdemokratisch-bürgerbewegten Gewissenmenschen mimt, mal den Leuten bedeutet, sich in´s Unvermeidliche des Sozialstaatsabbau zu schicken. Der Mann ist immer vorne wenn es darum geht Standortchauvinismus zu betreiben - natürlich mit sozial-mensch(lichen)ewistischen Antlitz. Wenn dann der neoliberale Schuss zu sehr nach rechts loßgehen sollte, und wir im Januar erleben müssen, dass die verblödete Volksmasse der Zonen-Proletarier mal wieder die falschen Schlüsse aus ihrer Niedriglohn-Misere zieht und aus Wut über Hartz IV Asylantenheime und Dönerbuden, statt "die Paläste" abfackelt, dann wird "uns Wolle" wieder nach dem "Aufstand der Anständigen" rufen. Denn spontaner Rassimus "von unten", statt wohl kalkulierte Kampagnen "von oben" gegen Einwanderer schadet den Exportchancen des "Modell Deutschland". Auch während des Irakkriegs konnte man Thierse auf einer Veranstaltung im Bundestag doch tatsächlich Antiamerikanisches über "gewisse Kräfte in Amerika", oder so ähnlich, raunen hören. Der Mann macht´s wirklich jedem, - wie es gerade kommt. Abwählen kann man diesen Tricktrommler, der mal im Bürgererechtlergewand daher kommt, mal als Stammtisch-Pilot um die Wählerbeute kreist leider nicht, da er sich bereits letztes Jahr über die Landesliste der SPD absichern ließ, - es sei denn die SPD scheiterte an der 5 %-Hürde. Ich könnte mir die Hand mit der ich diesen unsäglichen Schönwetter-Demokraten und Sonntagsprediger damals gewählt habe, abhacken vor Wut.

Demo in Nürnberg: Schwarz-roter Block

Fautista 02.11.2004 - 13:42
Es gibt einen schwarz-roten Block am 06.11.04 in Nürnberg!Ab 12:00 an der Lorenzkirche bei den schwarz-roten Fahnen.
Zuvor Infotisch der FAU ab 10:00 Uhr.

Berlin groß genug für 2 Demos

"Roter Wedding" 02.11.2004 - 14:00
Wenn es wieder ein Bündnis gäbe, dann würde dies es nie schaffen, zum Beispiel tief in die Stadtteile reinzugehen. So wie es jetzt ist, ist es gut. Alles anderer würde nur zu Reibungsverlusten führen. Berlin ist doch groß genug für zwei Demos. Man agiert also arbeitsteilig. (Detailierte Vorschäge für neue Routen gibt´s demnächst...)

Auch eine gemeinsame Montagsdemo würde nicht mehr ausrichten. So können wir mit zwei Demos halt mehr Publikum erreichen. Die Montagsdemos sind nicht mehr und nicht weniger als so ne Art Werbeaktion für den Widerstand.
Gemeinsam sollte aber letzter durchgeführt werden. Wenn wir schon keine Streiks in´s Leben rufen können, sollten sich beide Bündnisse wenigstens an den Besetzungen der Arbeitsämter am 3.01. beteiligen. Das MLPD-Bündnis könnte zum Beispiel sagen, ok, wir sind in dem und dem Stadtteil stark - also organisieren wir dort die Besetzung. Das andere Bündnis könnte sagen, ok wir gehen halt in das und das Arbeitsamt.

Was mir an der MLPD-geführten "selbständigen" Montagsdemo übel aufstieß war zum einen ein dummer Spruch von der Nümmes-Frau über "die Damen vom horizontalen Gewerbe, die vom Sofa rutschen". Diese Sprache wiederspiegelt eine chauvinistische Denkweise. Selbst Jesus hatte weniger Vorurteile gegenüber - SexarbeiterInnen!!!!! als die MLPD-D(N)ümmerlinge! Zum anderen nervt überhaupt die Dürftigkeitshow des Dümmes - das ist wie gewollt und nicht gekonnt. Was soll überhaupt diese nervige D(N)ümmes-Truppe? Warum sind die eigentlich jedes mal dabei? Die scheinen sich ja echt toll zu finden. Könnt ihr nicht mal ein paar Konserven mit gut interpretierten Arbeiterliedern abspielen? Busch, Hannes Wader, Degenhardt und Mossmann wäre toll - oder Originale von der Weimarer-KPD!

Das gilt auch für das andere Bündnis. Wieso zwang uns ein selbstverliebter Dauerplauderer vom Lauti aus seine persönliche Musikvorliebe auf? Der Typ und seine Mucke ätzte! Jede spontane Protestäußerung aus dem Publikum wurde von dem Sucker zusammengelabert. Eine Kampfstimmung - wie bei dem MLPD-Bündnis - konnte so nicht aufkommen. War das etwa eure Absicht? It sucks! YOU SUCK!

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Horrorfaktor 10 — muss ausgefüllt werden)

coole pictures *g* — reggaebrezel

Raft ihr's nie? — Antifa