Arnstadt: Protest gegen Nazikundgebung (Bilder)

Antifaschistischer Widerstand Arnstadt [AWA] 27.11.2004 01:33 Themen: Antifa Repression
In Arnstadt versuchten etwa 30-40 Thüringer Neo-Nazis auf dem Markt eine Kundgebung abzuhalten. Neben einer bürgerlichen Gegendemo mit mehr als Hundert Leuten an der Bachkirche wurde die Naziveranstaltung ebenfalls durch über Hundert AntifaschistInnen massiv gestört. Die Polizei ging brutal gegen die Demonstranten vor. Mit Faustschlägen, Schlagstöcken und Reizgas wurden die Demonstranten von der 'berühmten' BFE-Schlägereinheit angegriffen, 101 (!) Antifas, unbeteiligte Personen und Kinder wurden festgenommen, durchsucht und gefesselt in Linienbussen abtransportiert. Einzelne Gefangene wurden durch Polizisten teilweise als "Ratten" und "Affen" beschimpft.
Die meisten der Neo-Nazis sind als gewaltbereit und militant schon häufiger aufgefallen. Bild 2 ist nur ein Beispiel: Steve Herdegen wurde vor einigen Monaten in Arnstadt zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, obwohl er mehrere Menschen (darunter Jugendliche und einen Behinderten) teilweise lebensgefährlich verletzt hat. 'Psycho' aus Apolda gilt seit Samstag unter seinen Kameraden als seelisch sehr labil. Er drehte auf dem Markt durch, als sich jemand auf sein Auto setzte und ein duzend Antifas drumherum standen. Marcel Unger wurde als Ordner eingesetzt und ist ebenfalls als brutaler Nazi-Schläger vorgestraft. Sven Geyer meldete die angebliche "Anti-Harz" Kundgebung zusammen mit Wieschke aus Eisenach an, dieser wiederum saß zwei Jahre wegen Körperverletzung und einem Sprengstoffanschlag. Schneemann ist einer der drei sog. "Schneemänner", die ebenfalls als Nazi-Schläger in Arnstadt bekannt sind.

Ausführliche Berichte zu dem Vorfällen
am 20.11.2004 in Arnstadt:

Arnstadt: Antifa-Protest und Eskalation
 http://de.indymedia.org/2004/11/99759.shtml

Überzogener Polizeieinsatz in Arnstadt
 http://de.indymedia.org/2004/11/99869.shtml
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Ergänzungen

Angolanerin zusammengeschlagen

flopserver 27.11.2004 - 06:17
Gestern abend gab es wieder einen Übergriff in Fürstenwalde:
rbb. Nach einem ausländerfeindlichen Übergriff in Fürstenwalde ist am frühen Abend Haftbefehl gegen einen 17-jährigen Jugendlichen erlassen worden

gibts jawohl nicht...

??? 27.11.2004 - 10:40
auf den fotos ist zu erkennen das leute festgenommen wurden und der rest menschen einfach rumstand und nicht eingegriffen hat.was ist das den für ne aktion?das mit der solidarität vergessen?
selbst die nazis hätten ihre hohlen ,,Kameraden''geholfen.
na ja...denkt da mal drüber nach

coole aktion

dresdnerin 27.11.2004 - 11:05
lol und ich dachte thüringen liegt im winterschlaf :)
nachdem beim npd-parteitag in leinefelde kaum was los war, tanzte in arnstadt ja richtig der bär... coole akion, weiter so! egal ob grün oder braun, nazis auf die fresse hauen.

grüße von euren sächsischen nachbarn, bei uns gehts heute auch richtig ab.

Frage zu dieser Einheit

aus Berlin 27.11.2004 - 12:47
Gibt es eigentlich Versuche, die Identität der Schlägerpolizisten zu aufzuklären? In einigen Fällen in Berlin kam schon mal raus, daß da der eine oder andere Polizist Neonazi ist, der seinen Job natürlich für "Zecken- und Asylantenklatschen" ausnutzt. Gegen Schläger zu protestieren ist natürlich nicht sehr erfolgversprechend, ein Schläger lässt sich von Protest nicht vom Schlägern abhalten. Aufklärung und koordiniertes Vorgehen (meintwegen auch auf dem juristischen Wege) könnte dagegen Erfolge bringen.

Polizeigewalt

juristisches Nachspiel 27.11.2004 - 13:27
Auf Bild 14 (BFE-Plenum) befindet sich links neben den Grünlingen ein dunkler Jeep mit zwei Zivi-Bullen, der am 20.11. bereits seit 12:30 versuchte Antifas im Bahnhofsgebiet auszuspähen und später im Innenstadt gebiet Patrouille fuhr.

Als es zu den Ausschreitungen kamen, gab es auch vorne unter den Demonstranten zwei Zivilpolizisten, die aus der Demo quasi in die Demo reingeschlagen haben. Wer Bildmaterial hat, bitte posten.

Hier noch einer der Cops, der am unteren Marktende auf Antifas einprügelte und jemandem den Rucksack zerstörte.

BFE & Co...

no justice no peace 27.11.2004 - 16:07
Als in Hamburg das Erfurter BFE zur Unterstützung bei einer Bambule-Demo angefordert wurde, schlug die Knüppelbrigade so radikal rein, das selbst die Hamburger Zivilpolizisten aufs Maul bekommen haben und verletzt waren.

(07/2003) Haftbefehle gegen thüringische Prügel-Polizisten
 http://www.de.indymedia.org/2003/07/56599.shtml

(07/2003) Prozess gegen Thüringer BFE-Polizisten
 http://de.indymedia.org/2003/07/56740.shtml

Zwei der BFE Schläger wurden inzwischen zu 10 Monaten Bewährung verurteilt, dürfen aber weiterhin bei der Bereitschaftspolizei arbeiten.
Meistens werden die jedoch -wie üblich- von den Kollegen gedeckt, die Akten werden frisiert und dann werden Lügenmärchen erfunden. In Thüringen gibts ja öfters solche Skandale, bestes Beispiel hierfür sind BFE-Chef Roland Richter oder Chef der Polizeidirektion Gera, Lothar Kissel.
In Arnstadt gabs auch einen brisanten Vorfall vor vier Jahren: Eine Horde bewaffneter Neo-Nazis griff drei Asylbewerber an. Nach Eintreffen der Polizei wurden die Asylbewerber von der Polizei attackiert, auf der PI in Arnstadt misshandelt und von den Beamten als "Nigger" beschimpft.

Proteste gab es, aber entsprechende Maßnahmen gegen die Polizisten blieben aus.  http://www.nadir.org/nadir/aktuell/2000/11/13/1512.html

In einem Zeitungsbericht mangelt es auch bei dem Einsatzleiter Thomas Ziegler über das Vorgehen am Samstag in Arnstadt nicht an Falschaussagen: "Es wurde nicht mit übermäßigem unmittelbaren Zwang seitens der Polizei reagiert, es wurde nie­mand verletzt! Schlagstöcke wurden durch uns nicht einge­setzt. Unbeteiligte Per­sonen waren von der Gewahrsamnahme nicht betroffen...". Die Schlägerpolizisten haben nach dem Angriff auf die AntifaschistInnen -wie erwartet- die Nennung ihrer Dienstnummern verweigert. Auch als auf einen ver.di Funktionär auf dem unteren Marktende eingeschlagen wurde, dieser bewusstlos und verletzt am Boden lag, interessierte es Herrn Ziegler und seine Grünlinge einen Scheissdreck, anstatt Hilfe zu leisten wurde die betreffende Person gefesselt und durchsucht.

Die Identität der Verantwortlichen aufzuklären ist schwierig...
Momentan soll das Innenministerium im Landtag dazu Stellung nehmen. SPD-Landtagsfraktion fordert In­nenausschuss, PDS öf­fentliche Beratung im Parla­ment. Anzeigen wurden und werden gegen die Einsatzleitung gestellt.

meisten festnahmen im kessel

war mit dabei 27.11.2004 - 16:46
es gab teilweise befreiunsgaktionen, einige waren erfolgreich.
das entführungen hätten verhindert werden können, ist richtig, aber die meisten wurden ohnehin im großen kessel festgenommen, aus dem keiner raus aber noch etliche rein kamen.

nach angaben der bullen gab es
- 101 Festnahmen
- > 95 Leute kamen in gewahrsam
- > 6 Leute wurden verhaftet
alle wurden gefesselt zur pi gefahren,
personenkontrolle, durchsungen und teilweise
ed-behandlung

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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solidarität — -

Antwort auf Anmerkung — PolitNeutraler

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bla — quark

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