Heißer Herbst gegen Armut und Arbeitszwang
Göttingen, 16. – 30. Oktober 2004
Kampagne „Heißer Herbst gegen Armut und Arbeitzwang“ beginnt
Innenstadt-Aktionstag als Startschuss für zwei heiße Aktionswochen
Kampagne „Heißer Herbst gegen Armut und Arbeitzwang“ beginnt
Innenstadt-Aktionstag als Startschuss für zwei heiße Aktionswochen
Arbeit oder Leben
Das Bündnis „Heißer Herbst“ hat heute (16.10.) mit einem Aktionstag auf Göttinger Marktplatz seine zweiwöchige Kampagne „Arbeit oder Leben – Heißer Herbst gegen Armut und Arbeitszwang“ begonnen. Durch zahlreiche Aktionen, Veranstaltungen und mit einer Demonstration zum Abschluss wollen linke Gruppen aus Göttingen ihren Widerstand gegen den Sozialkahlschlag auf die Straße tragen. Dabei soll die Kritik jedoch nicht stehen bleiben: Lohnarbeitszwang, Standortpolitik, globale Konkurrenz und viele weitere Themen werden in der Kampagne aufgegriffen, um das Prinzip kapitalistischer Verwertung zu verdeutlichen und anzugreifen. Dabei soll die Perspektive einer solidarischen Gesellschaft, in der Produktion und Verteilung den Bedürfnissen
der Menschheit dienen und nicht dem Diktat des Mehrwerts, aufgezeigt werden.
Auf dem heutigen Aktionstag wurde dem so ernsten Thema zunächst mit Satire begegnet.
Ein „Pechrad” und ein Spiel „Mensch ärgere Dich“ führten den PassantInnen die gesellschaftlichen Konsequenzen von Agenda 2010 und Hartz IV vor Augen.
Höhepunkt war ein „Trainingsprogramm gegen den Standort Deutschland und internationalen Wettbewerb“. Endlich konnten alle die wollten einmal ein Ei auf Schröder oder auf einen Farbbeutel auf Fischer werfen. Mehr Punkte brachten allerdings Treffer auf Institutionen wie das Arbeitsamt oder gesellschaftliche Ideologien und Wertvorstellungen wie Rassismus oder Patriarchat. Den Hauptgewinn brachte ein Treffer in den Kern des kapitalistischen Systems. Viele Menschen nutzen diese Möglichkeit mit faulem Obst und Farbbeuteln ihrer Wut durch einen Wurf auf die Zielscheibe symbolisch Luft zu machen. Vertieft wurde die Kritik durch Redebeiträge, außerdem wurden Essen und Getränke gegen Spende nach Selbsteinschätzung zur Verfügung gestellt.
Eine Sprecherin des Bündnisses „Heißer Herbst“ kommentierte den Kampagnenauftakt zufrieden:
„Das war ein guter Anfang. Unser Ziel die Kampagne vielen Leuten bekannt zu machen
und näher zu bringen haben wir erreicht, denn unsere Aktionen sind auf großes Interesse gestoßen.
Die nächsten zwei Wochen sollen wirklich »heiß« werden.“
Das Bündis „Heißer Herbst“ wird getragen von:
A.L.I. - Antifaschistische Linke International, Antifa AundK, AntiRa Plenum, Erwerbslosenfrühstück, BG Medizin, Geschichtswerkstatt, OLAfA (Offene Linke– Alles für Alle), Redical M, Schöner Leben Göttingen, Soziales Zentrum, Widerstandswerkstatt
Weitere Informationen:
www.soziales-zentrum-goettingen.de
Das Bündnis „Heißer Herbst“ hat heute (16.10.) mit einem Aktionstag auf Göttinger Marktplatz seine zweiwöchige Kampagne „Arbeit oder Leben – Heißer Herbst gegen Armut und Arbeitszwang“ begonnen. Durch zahlreiche Aktionen, Veranstaltungen und mit einer Demonstration zum Abschluss wollen linke Gruppen aus Göttingen ihren Widerstand gegen den Sozialkahlschlag auf die Straße tragen. Dabei soll die Kritik jedoch nicht stehen bleiben: Lohnarbeitszwang, Standortpolitik, globale Konkurrenz und viele weitere Themen werden in der Kampagne aufgegriffen, um das Prinzip kapitalistischer Verwertung zu verdeutlichen und anzugreifen. Dabei soll die Perspektive einer solidarischen Gesellschaft, in der Produktion und Verteilung den Bedürfnissen
der Menschheit dienen und nicht dem Diktat des Mehrwerts, aufgezeigt werden.
Auf dem heutigen Aktionstag wurde dem so ernsten Thema zunächst mit Satire begegnet.
Ein „Pechrad” und ein Spiel „Mensch ärgere Dich“ führten den PassantInnen die gesellschaftlichen Konsequenzen von Agenda 2010 und Hartz IV vor Augen.
Höhepunkt war ein „Trainingsprogramm gegen den Standort Deutschland und internationalen Wettbewerb“. Endlich konnten alle die wollten einmal ein Ei auf Schröder oder auf einen Farbbeutel auf Fischer werfen. Mehr Punkte brachten allerdings Treffer auf Institutionen wie das Arbeitsamt oder gesellschaftliche Ideologien und Wertvorstellungen wie Rassismus oder Patriarchat. Den Hauptgewinn brachte ein Treffer in den Kern des kapitalistischen Systems. Viele Menschen nutzen diese Möglichkeit mit faulem Obst und Farbbeuteln ihrer Wut durch einen Wurf auf die Zielscheibe symbolisch Luft zu machen. Vertieft wurde die Kritik durch Redebeiträge, außerdem wurden Essen und Getränke gegen Spende nach Selbsteinschätzung zur Verfügung gestellt.
Eine Sprecherin des Bündnisses „Heißer Herbst“ kommentierte den Kampagnenauftakt zufrieden:
„Das war ein guter Anfang. Unser Ziel die Kampagne vielen Leuten bekannt zu machen
und näher zu bringen haben wir erreicht, denn unsere Aktionen sind auf großes Interesse gestoßen.
Die nächsten zwei Wochen sollen wirklich »heiß« werden.“
Das Bündis „Heißer Herbst“ wird getragen von:
A.L.I. - Antifaschistische Linke International, Antifa AundK, AntiRa Plenum, Erwerbslosenfrühstück, BG Medizin, Geschichtswerkstatt, OLAfA (Offene Linke– Alles für Alle), Redical M, Schöner Leben Göttingen, Soziales Zentrum, Widerstandswerkstatt
Weitere Informationen:
www.soziales-zentrum-goettingen.de
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Göttingen Umsonst in Action...
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
.
Welch`ein waghalsiger Tatendrang, einen Farbbeutel oder ein Ei auf einen Politiker zu werfen...
Wie wäre es denn, anstatt die Zeit damit zu vertrödeln, irgendwelche Kindergartenmaßnahmen durchzuführen, leiber selber politisch aktiv zu werden und ein intelelktuell hochwertiges Gegengewicht zu schaffen. Es ist ja nicht weiter anspruchsvoll, Eier und Farbbeutel zu werfen. Das kann jedes Kind, auch schon im Alter von zwei Jahren.
Aber mit Argumenten zu überzeugen und alles besser zu machen, das ist schon anspruchsoller.
Wir Linke haben den Anspruch, gebildet zu sein, dann lasst uns auch so auftreten,und nicht wie eine wildgewordene Hausfrau beim Einkauf von Sonderangeboten....
Ja bitte?
Ah, im übrigen... Ich liebe es, mit Farbbeuteln zu schmeißen. Aber nich mit Eiern, die sind zu schade. Übrigens auch zu teuer, weil ich sie von freilaufenden Hühnern kaufe. Die woll'n ja auch ein wildes Leben, genau wie ich!
Nochwas fiel mir auf: "Wir Linke haben den Anspruch, gebildet zu sein" - äh, nö! Lies mal die PISA-Studie. Bildung ist in Deutschland immer noch eine Klassenfrage, und ich hab als Linke nicht so unbedingt den Anspruch, aus einer höheren Schicht stammen zu müssen. Trotzdem bin ich nicht doof. Und bei der Bildung, die ich mir dann aus reiner Neugier doch noch angeeignet habe, habe ich als erstes kapiert, dass es auch gesellschaftliche Ursachen hatte, dass ich es mit 17 vorzog, zu heiraten und Kinder zu kriegen, statt weiter zur Schule zu gehen. Vielleicht solltest du dir diese Bildung auch mal reinziehen. Gibt's in ganz gewöhnlichen gewerkschaftlichen Bildungseinrichtungen und sogar an fortschrittlichen Universitäten ;-)))
Was bitte??
Ach ja?
Im übrigen denke ich grade an gewisse Linke, die schmeißen sogar mit Gemüse und Fisch! Das können nur Oberschichtler sein...
Werteste
Und verwechsle bitte nicht neureiche Emporkömmlinge und gehobenes Glücksradpublikum mit intellektuellem Kulturvolk.Es gibt genügend Leute,die können noch so reich sein und bei jeder Opernpremiere aufkreuzen,sie bleiben immer noch die Hinzes,Hinz mag sich vielleicht aus Prestigegründen die Wolken oder Tschechows Kirschgarten in der Edelloge reinziehen,verstehen wird er ihn nie
Bist du dir sicher