Göttingen Umsonst!
Literaturherbst- Umsonst!
Am Mittwoch, den 13.10. fanden sich etwa 20 Leute vor dem Alten Rathaus ein, und forderten freien Eintritt zu einer Lesung mit Viola Roggenkamp. Es war nicht das Ziel, die Lesung in irgendeiner Art und Weise zu stören. Vielmehr ging es darum, eine Diskussion anzustoßen über die Tatsache, dass über Geld viele Menschen von bestimmten Sachen ausgeschlossen werden.
Am Mittwoch, den 13.10. fanden sich etwa 20 Leute vor dem Alten Rathaus ein, und forderten freien Eintritt zu einer Lesung mit Viola Roggenkamp. Es war nicht das Ziel, die Lesung in irgendeiner Art und Weise zu stören. Vielmehr ging es darum, eine Diskussion anzustoßen über die Tatsache, dass über Geld viele Menschen von bestimmten Sachen ausgeschlossen werden.
Vor dem Rathaus verteilten wir unten stehendes Flugblatt an die BesucherInnen. Anschließend gingen wir zur Kasse und forderten freien Einlass. Der Veranstalter stand unserem Anliegen allerdings sehr feindselig gegenüber. Massiv bedrängte er einzelne Leute und forderte uns zum Verlassen auf. Da wir die Veranstaltung nicht stören wollten, verließen wir schließlich wieder das Rathaus. Die zwischenzeitlich gerufene Polizei rückte also vergeblich an.
Trotzdem kamen wir noch in den Genuss einer Lesung. Zum Ende der offiziellen Lesung versammelten sich die Leute erneut und es wurde aus dem neuen Buch von Viola Roggenkamp vorgelesen, während die BesucherInnen der offiziellen Lesung das Rathaus verliessen.
Literaturherbst- Umsonst!
Heute Abend findet hier im alten Rathaus eine interessante Lesung statt, die wir uns alle gerne anhören würden. Doch wie so oft bei derartigen Ereignissen, werden nur einige wenige in den Genuss eines unterhaltsamen literarischen Abends kommen. Bei den hohen Eintrittspreisen ist vorprogrammiert, dass nur diejenigen Viola Roggenkamp treffen, die genug Geld für Kulturveranstaltungen dieser Art haben. Alle anderen müssen draußen bleiben. Bereitwillig wird also in Kauf genommen, dass Menschen aufgrund ihrer finanziellen Lage von einem kulturellen Angebot ausgeschlossen sind. Und das nicht nur heute Abend.
Zuschüsse für Kulturprojekte wie z.B. kleine Theater oder Programmkinos werden gekürzt, Privatisierungen und steigende Eintrittspreise oder Schließungen folgen. Kultur soll attraktiv sein für ein zahlungskräftiges Publikum. Kultur wird so zum Standortfaktor, der dem Stadtimage dienen soll. Dass derartige Kulturveranstaltungen einem immer kleineren exklusiven Kreis von Leuten offen stehen, wird dabei bedenkenlos in Kauf genommen. Dieser Entwicklung erteilen wir eine Abfuhr und fordern deshalb heute Abend, die Veranstaltung des Literaturherbstes in Göttingen für Alle zu öffnen, die ein Interesse daran haben.
Mit Scheinargumenten von leeren Kassen für Kultursubventionen lassen wir uns dabei nicht einfach abbügeln. Wenn eine so reiche Gesellschaft wie unsere es nicht schafft alle in ihr lebenden Menschen an ihren Kulturveranstaltungen teilhaben zu lassen, dann läuft da etwas grundsätzlich falsch! Und dann kann unsere Reaktion nur sein, gemeinsame etwas gegen die Zustände zu unternehmen. Soziale und kulturelle Teilhabe muss Selbstverständlichkeit für ALLE sein.
Kultur soll Kultur für Alle sein!
Alles für Alle und zwar umsonst!
Trotzdem kamen wir noch in den Genuss einer Lesung. Zum Ende der offiziellen Lesung versammelten sich die Leute erneut und es wurde aus dem neuen Buch von Viola Roggenkamp vorgelesen, während die BesucherInnen der offiziellen Lesung das Rathaus verliessen.
Literaturherbst- Umsonst!
Heute Abend findet hier im alten Rathaus eine interessante Lesung statt, die wir uns alle gerne anhören würden. Doch wie so oft bei derartigen Ereignissen, werden nur einige wenige in den Genuss eines unterhaltsamen literarischen Abends kommen. Bei den hohen Eintrittspreisen ist vorprogrammiert, dass nur diejenigen Viola Roggenkamp treffen, die genug Geld für Kulturveranstaltungen dieser Art haben. Alle anderen müssen draußen bleiben. Bereitwillig wird also in Kauf genommen, dass Menschen aufgrund ihrer finanziellen Lage von einem kulturellen Angebot ausgeschlossen sind. Und das nicht nur heute Abend.
Zuschüsse für Kulturprojekte wie z.B. kleine Theater oder Programmkinos werden gekürzt, Privatisierungen und steigende Eintrittspreise oder Schließungen folgen. Kultur soll attraktiv sein für ein zahlungskräftiges Publikum. Kultur wird so zum Standortfaktor, der dem Stadtimage dienen soll. Dass derartige Kulturveranstaltungen einem immer kleineren exklusiven Kreis von Leuten offen stehen, wird dabei bedenkenlos in Kauf genommen. Dieser Entwicklung erteilen wir eine Abfuhr und fordern deshalb heute Abend, die Veranstaltung des Literaturherbstes in Göttingen für Alle zu öffnen, die ein Interesse daran haben.
Mit Scheinargumenten von leeren Kassen für Kultursubventionen lassen wir uns dabei nicht einfach abbügeln. Wenn eine so reiche Gesellschaft wie unsere es nicht schafft alle in ihr lebenden Menschen an ihren Kulturveranstaltungen teilhaben zu lassen, dann läuft da etwas grundsätzlich falsch! Und dann kann unsere Reaktion nur sein, gemeinsame etwas gegen die Zustände zu unternehmen. Soziale und kulturelle Teilhabe muss Selbstverständlichkeit für ALLE sein.
Kultur soll Kultur für Alle sein!
Alles für Alle und zwar umsonst!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
@potentieller Gulag-Kandidat
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Seid ihr eigentlich nur scheiße?
Los weiter immer feste druff
Autorin 18.10.2004 20:44
Sagt mal habt Ihr sie nicht mehr alle? Von was bitte soll denn die Autorin leben. Ihr seid so beschiseen ihr verdammten Wohlstanskinder...
Es heißt Wohlstandskinder, mit "d"
Deine Empörung, zeigt leider auch Deine verkürzte Denkweise.
Kapitalismuskritik (auch die hier verkürzte) ist nicht Deine Stärke.
Deine verkürzte Kritik Studierender, welche auf eine verkürzte Kapitalismuskritik hinauslaufen würde, ist nicht poentiert genug.
hab Dich trotzdem lieb
kern
...unser horsti
Dieser ganze pseudo(!)intellektuelle Schein-Aktionismus dieser wohlstandsdeutschen Kiddies, die in irgendwelchen "Wir sind die Guten"-Sekten drin sind, ist doch nichts weiter als identitäre Bauchpepinselung.
PS: Die Parole "Alles für Alle - nichts für uns" stammt von den Zapatistas. Aber die sind ja auch gaaaanz verkürzt, schliesslich wagen die es, eine konkrete Praxis zu haben.
@ autorin
und beschissen mit doppel s und einem e.
haben wir vieleicht noch einE satzbauexpertIn - da scheint nämlich auch was nicht so ganz zu passen.
rechtsschreibung, kapitalismuskritik
@mods
an die oberstudienräte und die streber horste
Reaktionäre Formen der Aneignung
Mit einer zusammengschusterten Ideologie schaffen es diese Kids es dann, sich auch noch als "die Guten"(TM) zu sehen und arrogant alle anderen abzukanzeln.
2. Im konkreten Fall ist die Schriftstellerin, die angegriffen (Pogrome sind 'in' in Deutschland) werden soll (auch hier in den Kommentaren mit "und wenn sie sich nicht finanzieren kann, muss sie halt was schreiben" begründet - sozusagen die Konkretisierung von "geht mal arbeiten, ihr Penner") weder alles-kommerzialisierendes Großunternehmen noch geldgieriges Ungeheuer. Sicher würden auch Leute in die Lesung kommen, die kein Geld haben.
Kapitalistische Verwertung wird nicht angegriffen (das könnte man toll tun, in dem man bei Dussman einfällt, ein Buch mehrmals kopiert und die Kopien verschenkt - sozusagen "contra geistiges Eigentum" oder "gegen Verwertung von Wissen" - oder in dem man mit Arbeitslosen in Luxustempeln YoMango spielt)...
3. Wie üblich bei kommunistischen Sekten wird natürlich Kritik nicht angenommen, sondern aggressiv niedergekämpft. "Ideologische Standhaftigkeit" nennt man(n) das gerne (besonders die, die einen besonders langen Pen... äh Kapitalismuskritik in der Hose haben). Eingangs erwähnte Zapatistas zeichnen sich dadurch aus, daß sie "fragend gehen", sich immer wieder in Frage stellen und gemeinsam beratschlagen, um ggf. den eingeschlagenen Weg zu korrigieren. Bei unseren scheinintellektuellen Provinzkiddies ist das anders: selbst wenn sie schon längst wissen, daß sie sich irren, sind sie zu stur und zu starr, um sich und ihre Weg zu korrigieren. Kommunismus in Deutschkand bedeutet Sekten und Sektenkrieg.
4. Noch was aus meinem Bauch: Es wäre schön, wenn diese Dogmatenszene Indy jetzt wegen der Kritik so sehr hasst, daß sie künftig diese Plattform boykottieren würden. Die Anpissereien gegen die Mods find ich peinlich, asozial und intolerant gegenüber (wirklich) emanzipatorischen Strukturen.
"fight kommies" hats passend ausgedrückt: "Dieser ganze pseudo(!)intellektuelle Schein-Aktionismus dieser wohlstandsdeutschen Kiddies, die in irgendwelchen "Wir sind die Guten"-Sekten drin sind, ist doch nichts weiter als identitäre Bauchpepinselung."