Selbstmordversuch wegen Folter?
Der Baske Peio Alcantarilla hat versucht sich umzubringen, um der Folter der Guardia Civil zu entgehen. Dies erklärte die baskische Anti-Repressionsorganisation Askatasuna (Freiheit) gestern und bezieht sich auf seine Erklärung vor dem Haftrichter und Aussagen gegenüber seines Anwalts. Auch die Gewalt der französischen Polizei nehme deutlich zu.
Es war die einzige Person, die am vergangenen Sonntag in Spanien verhaftet wurde, als die französische Polizei einen Schlag gegen die baskische Untergrundorganisation ETA führte. Dabei wurde das Führungsmitglied der ETA Mikel Albizu verhaftet. In vier Verstecken im französischen Baskenland wurden mehr als eine Tonne Sprengstoff, etliche Waffen, auch moderne Boden-Luft Raketen, und viele Dokumente beschlagnahmt.
Der LKW-Fahrer bestreitet Mitglied der ETA zu sein. Er habe mit dem Selbstmordversuch versucht, sich den Misshandlungen zu entziehen, erklärte er unter Tränen, als er nach vier Tagen der berüchtigten Kontaktsperre vor dem Richter stand. Er sei unter „Schlägen zermatscht“ und anderen „Grausamkeiten“ unterzogen worden. Am Montag hatte ihn die Guardia Civil wegen seines Zustands in ein ziviles Krankenhaus gebracht. Er habe eine „Angstkrise“ erlitten, behaupten die spanischen Behörden.
Nach seinen Aussagen, zu denen mit der Folter gezwungen worden sei, habe der Baske für die Intensivierung von Anschlägen geworben haben. Obwohl er angesichts erneuter Folterdrohungen die Aussagen vor dem Richter nicht wiederholte, wurden auf dieser Basis am Donnerstag erneut zwei weitere Personen verhaftet. Sie wurden inzwischen genauso wieder freigelassen, wie vier Jugendliche, die schon am Montag wegen angeblicher Mitgliedschaft in der ETA eingelocht wurden. Zum Teil wurden sie, nach ihrem Aufenthalt in Madrider Kerkern, nicht einmal von einem Richter vernommen.
Askatasuna beklagte auch, der Umgang mit Verhafteten in Frankreich gleich sich dem in Spanien an. Mit großer Gewalt seien die Verhaftungen am Sonntag vorgenommen worden. Einige der Betroffenen, sechs der 17 Verhafteten sind schon wieder auf freiem Fuß, denunzierten, man habe ihnen Gegenstände Anal eingeführt. Zum Teil mussten sie lange mit verhülltem Kopf aushalten. Askatasuna fragt, ob die Teilnahme spanischer Sicherheitskräfte an den Verhören dafür verantwortlich sei und ob Paris dann bald auch „Elektroschocks“ einsetzen werde.
© Ralf Streck, Donostia-San Sebastian den 09.10.2004
Der LKW-Fahrer bestreitet Mitglied der ETA zu sein. Er habe mit dem Selbstmordversuch versucht, sich den Misshandlungen zu entziehen, erklärte er unter Tränen, als er nach vier Tagen der berüchtigten Kontaktsperre vor dem Richter stand. Er sei unter „Schlägen zermatscht“ und anderen „Grausamkeiten“ unterzogen worden. Am Montag hatte ihn die Guardia Civil wegen seines Zustands in ein ziviles Krankenhaus gebracht. Er habe eine „Angstkrise“ erlitten, behaupten die spanischen Behörden.
Nach seinen Aussagen, zu denen mit der Folter gezwungen worden sei, habe der Baske für die Intensivierung von Anschlägen geworben haben. Obwohl er angesichts erneuter Folterdrohungen die Aussagen vor dem Richter nicht wiederholte, wurden auf dieser Basis am Donnerstag erneut zwei weitere Personen verhaftet. Sie wurden inzwischen genauso wieder freigelassen, wie vier Jugendliche, die schon am Montag wegen angeblicher Mitgliedschaft in der ETA eingelocht wurden. Zum Teil wurden sie, nach ihrem Aufenthalt in Madrider Kerkern, nicht einmal von einem Richter vernommen.
Askatasuna beklagte auch, der Umgang mit Verhafteten in Frankreich gleich sich dem in Spanien an. Mit großer Gewalt seien die Verhaftungen am Sonntag vorgenommen worden. Einige der Betroffenen, sechs der 17 Verhafteten sind schon wieder auf freiem Fuß, denunzierten, man habe ihnen Gegenstände Anal eingeführt. Zum Teil mussten sie lange mit verhülltem Kopf aushalten. Askatasuna fragt, ob die Teilnahme spanischer Sicherheitskräfte an den Verhören dafür verantwortlich sei und ob Paris dann bald auch „Elektroschocks“ einsetzen werde.
© Ralf Streck, Donostia-San Sebastian den 09.10.2004
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Ergänzungen
"aralar" zur folter bei der guardia civil
...
2000 basken im knast, bei einer einwohnerzahl so gross wie hamburg......