Schluss mit Montags-Demos -Attac hört auf
Nach dem der DGB bereits im Juli den Protest gegen Hartz für beendet erklärt hat, will Attac nun die Montagsdemos abblasen.
Schon im Juli diesen Jahres erklärte der DGB den "Protest" gegen Hartz IV und Agenda 2010 offiziell für beendet. [1] Statt dessen wolle man konstruktiv mitarbeiten und bei der Umsetzung der Reformen helfen. Beendet war aber nicht der Protest, sondern nur das, was die Gewerkschaftsführung dafür hält – das Bierbänke aufstellen und Bratwürste fressen "gegen Hartz". Gänzlich ohne die Gängelung der professionellen Protestverwalter konnte sich nun eine der größten Protestbewegungen in der deutschen Geschichte entfalten. In 230 Städten demonstrierten teilweise über 150.000 Menschen – und sie tun dies Woche für Woche, ganz ohne Anleitung des DGB und seiner Funktionäre. Die Konzernmedien waren von Beginn an aufgebracht: wohin sollte das führen, wenn die Menschen, und insbesondere die Betroffenen von Armut und Sozialabbau, plötzlich selbst anfangen zu denken oder gar zu handeln? Deshalb gab es seit Wochen Bürgerschelte: die Betroffenen seien alles Kommunisten, Nazis, arbeitsscheue Ostler, und was man sonst noch aus dem antikommunistischen Gruselkabinet hervorkramen konnte. [2] Die Teilnehmerzahlen mußten jedes mal drastischer heruntergelogen werden. Den Vogel schoss man dabei am 30.08 in Nürnberg ab, wo – für jedermann sichtbar – in der City über 500 Leute demonstrierten, der Bayrische Rundfunk aber von weniger als 5 Personen sprach, und dies zum Anlass nahm, das Ende des Protestes heraufzubeschwören. Sollten tatsächlich mehrere Konzernmedien die Teilnehmerzahlen um den Faktor 100 nach unten korrigiert haben, läßt das die Mobilisierung schon etwas im anderen Licht erscheinen...
Die sich nonkonform gebende außerparlamentarische Ersatz-SPD Attac hat nun die Montagsdemonstrationen für beendet erklärt. [3] Möge es ihnen ähnlich ergehen, wie dem DGB im Juli! Die Protestbewegung kann durch die Absenz von Protestkanalisierern und –befriedern, deren größte Sorge ist, es sich nicht allzu sehr mit Regierung und Wirtschaft zu verscheissen, nur gewinnen!
[1] "Wir sind Demokraten" - DGB will nicht mehr gegen "Hartz IV" protestieren, sondern nachbessern
http://www.jungewelt.de/2004/07-14/011.php
[2] mehr zu Medien-Hetze:
http://de.indymedia.org/2004/09/93981.shtml
[3] "Schluss mit Montags-Demos -Attac hört auf"
http://www.n-tv.de/5430127.html
Die sich nonkonform gebende außerparlamentarische Ersatz-SPD Attac hat nun die Montagsdemonstrationen für beendet erklärt. [3] Möge es ihnen ähnlich ergehen, wie dem DGB im Juli! Die Protestbewegung kann durch die Absenz von Protestkanalisierern und –befriedern, deren größte Sorge ist, es sich nicht allzu sehr mit Regierung und Wirtschaft zu verscheissen, nur gewinnen!
[1] "Wir sind Demokraten" - DGB will nicht mehr gegen "Hartz IV" protestieren, sondern nachbessern
http://www.jungewelt.de/2004/07-14/011.php [2] mehr zu Medien-Hetze:
http://de.indymedia.org/2004/09/93981.shtml [3] "Schluss mit Montags-Demos -Attac hört auf"
http://www.n-tv.de/5430127.html
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Desinformation
Heute gab es von Attac eine Presseerklärung mit dem Titel "Der Protest gegen Hartz IV und Agenda 2010 geht weiter"
Dort heißt es "Zwar ist es richtig, dass die Montagsdemonstrationen nicht mehr überall die wünschenswerte Dynamik besitzen. Insbesondere im Westen bleibt die Beteiligung vielfach schwach"... Gleichzeitg wird aber darauf verwiesen, daß "Die überregionale Demonstration in Berlin am 2. Oktober wird die öffentliche Wahrnehmung unseres Protestes wieder sichtbarer zu machen. Schon daraus kann ein neuer Schwung entstehen."
alles lesen:
Ich denke, daß der Autor dieses Textes, "YY" weiß, daß die gleichgeschalteten Medien in verzerrender Weise zitiert haben, um wie in den Vorwochen die Protestbewegung mit dem ständig widerholten "die Bewegung ist am Ende" zu lähmen. Nebenbei wird behauptet, daß bundesweit gestern nur noch 5.000 Menschen demonstrierten (zum Vergleich: in Berlin, Leipzig, Magdeburg waren es jeweils mehrere Tausend - demonstriert wurde in 200 Städten). Natürlich stimmt es, daß die Demos kleiner werden (die Protestbewegung hatte kein Fundament, weil außer Demos nichts passiert ist und das bricht jetzt weg, weil die Leute keinen langen Atem haben), aber nicht auf die Weise, wie es die Medien umlügen.
Ich finde schade, daß Leute wie "YY" die Lügen der Medien übernehmen, nur damit sie konkurrierenden Gruppen eins auswischen können. Wer Kraft in szeneinterne Hegemonikämpfe stecken kann, kann mir nicht erzählen, selbst von Hartz betroffen zu sein.
Wir sehen uns am Samstag und Sonntag auf Demos!
Jagen wir alle Mitglieder irgendwelcher Parteien davon, egal ob sie MLPD oder PDS heißen!
Propagandaministerium
So einfach ist es nicht ...
Grundlegende Kritik an den Vereinnahmungen der Hartz-Demos unter
Hartzer (Alter Käse)
Sie zeigen;-wir zeigen; damit nur unseren Widerstand, doch was sind unsere Forderungen, wie wollen wir leben?
Im Kapitalismus, mit ihm, ohne ihn?
Klare Sache, ohne ihn?! Wo liegen unsere Alternativen, ist der Mensch überhaupt fähig selbstverantwortlich zu leben?
Frankfurts Bürgermeisterin Roth (CDU)war neulich im Rundfunk zu hören,sie sagte geschichtsvergessen "Die Menschen wollen Führung", wollen sie das wirklich?
Genau hier scheiden sich die Wege, welche sich dann vergrobisiert als Linke und Rechte gabeln.
Linke gehen von einem freiheitlichen autonomen Menschenbild aus, definiert in unzähligen Büchern und Schriften des Humanismus ist darin die Freiheit des Einzelnen das höchste Gut.
Die Rechte hingegen zerteilt die Menschen in zwei Gruppen. Wenige Führer und die Mehrheit der "(Ver)Ge-führten".
Letzteres System, ist wohl leider auch unser Ursprung, unsere Roots, bei denen die Römer das Gebiet absteckten und die dort lebenden Vielvölker, global als deutsche Nation, unter römischer Führung, versklavte.
Päpste, waren dabei die geistigen und metzelnden Führer, ihnen gesellten sich dann nach und nach auch noch Fürsten, Könige und Kaiser hinzu, nicht zu vergessen Militärstrategen.(Letztere sind sehr wichtig, da Führung ohne Zwang dem auf Dauer nicht funktioniert, da ist was im Menschen, was Freiheit begehrt.)
Genauer betrachtet haben wir die Erben dieser alten "Führer" immer noch am Hals, bestimmen immer noch das Leben der Mehrheit der Menschen.
Das sich ihnen noch Politiker hinzugesellt haben ist dabei wohl eher auf den verlorenen ersten Weltkrieg zurückzuführen, als auf sonst was.
Auch heißen die Könige, Kaiser und Fürsten nicht mehr so, sondern Industrieller, Bankbesitzer, Hauptaktionär-- und Imperialismus heißt jetzt Globalisierung.
Rechts blieb der Tradition der Unterdrückung treu, ist die Linke ihren Überzeugungen treu geblieben?
Wie konnte sie, bei so viel Repression und ständigem Dasein als Zwangsgeführte, kann sich kein Mensch mehr auf Humbolth, Goethe, Kant, Fromm, Brecht, Haffner........ berufen, da sie in der Überdesinformation untergehen, oder nicht publiziert werden.
Jedenfalls steht auch in der Geschichte, das die SPD schon vor dem zweiten Weltkrieg damit aufhörte den freien unabhängigen Mensch in den Vordergrund ihrer Forderungen zu stellen. Mit Friedrich Ebert hörte diese Partei auf sich für die Belange der Freiheit einzusetzen, ersetzte diese durch den Ruf nach sozialer Arbeit.
Die Tatsache das diese Arbeit zum Preis eines Weltkrieges geschaffen werden sollte führte dann zum grauenvollsten, was im Namen der Nation jemals verbrochen wurde.
So und jetzt komm ich zum Thema, denn diese ganze Vorgeschichte ist nötig um zu begreifen, dass auch die Niederlage des zweiten Weltkrieges zur Erkenntnis führte, nie wieder Führer, nie wieder Krieg. Dies schlug sich auch im noch geltenden Grundgesetz nieder wo es zum Beispiel unter Artikel 146 heißt: Geltungsdauer des Grundgesetzes
"Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen worden ist."
Da es Industrien und Banken erneut geschafft haben die eigentliche Macht im Staate, und weit darüber hinaus, zu bilden und dies obwohl mehr Hürden als zu Weimarer Zeiten im Grundgesetz zu überwinden waren, bescheinigt ihm, dem Gesetz, die Reformationsnötigkeit.
Wie wollen wir leben wie soll die alternative Verfassung aussehen, darüber sollten wir uns Gedanken machen, denn sollte sich die Geschichte noch ein drittes Mal wiederholen, dieser Krieg wird dann für Alle der letzte sein und ein weiter wird es dann nicht geben.
Arbeitsplätze hin Arbeitsplätze her, wir sitzen auf einer nuklearen Schaukel und täglich kommen wir dem Zünder näher, was nutzt uns da noch Arbeit. Außerdem kann Arbeit weder gegessen noch getrunken werden, unser Überleben hängt zur Zeit weniger von Arbeit ab, als von dem Eingeständnis, dass Kapitalismus diese Welt und all ihre Vielfalt kaputt macht.
Wie wollen wir leben, weiter geführt bis zum bitteren Ende oder auf einem langen Weg zur Selbstverantwortung und Selbstbestimmung, welcher nur durch Erfahrung und Wissen zu leisten ist und der nie vergisst dass Leben einen höheren Wert besitzt als Eigentum.
Däfür lohnt es zu kämpfen.
Doppelstrategie von Attac
ah ja
Dokumentation einer E-mail von attac
Es gab grosse Irritationen um eine Agenturmeldung, attac würde das Ende der Montagsdemos wollen und diese nicht mehr unterstützen. DIES ENTSPRICHT NICHT DEN TATSACHEN. Der tagesspiegel und Reuters haben uns das in den Mund gelegt. Wir würden es uns nie anmaßen, das Ende der Demos zu setzen. Wenn, dann läuft dies in den lokalen Gruppen. In der Anlagen habt ihr unsere Erklärungen und Richtigstellungen.
Lieben Gruß
Pedram
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Attac Deutschland
Pressemitteilung
Berlin, 28.9.04
* Proteste gegen Hartz IV gehen weiter
* Demonstration am 2. Oktober in Berlin
Die auf der Grundlage eines Tagesspiegel-Berichts von
verschiedenen Agenturen verbreitete Aussage, dass Attac
generell nicht mehr zu Montagsdemonstrationen aufruft, ist
nicht zutreffend. Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis
hat lediglich erklärt, dass eine "Fixierung auf die
Montagsdemonstrationen" nicht sinnvoll sei, sondern dass
es auch andere Formen des Protestes geben müsse. Unter
anderem sind eine überregionale Demonstration am 2.
Oktober in Berlin und ein dezentraler Aktionstag am 17.
November geplant.
Die Montagsdemonstrationen sind initiiert und getragen von
lokalen Bündnissen vor Ort. Darum muss auch die
Entscheidung darüber, ob und in welchem Rhythmus diese
Proteste forgesetzt werden, vor Ort getroffen werden. Eine
zentrale Entscheidung von Attac gibt es darüber nicht.
Über die geplante Demonstration in Berlin am 2. Oktober
und eine anschließende Konferenz am 3. Oktober informieren
die Organisatoren bei einer Pressekonferenz am Mittwoch,
29. September, 11 Uhr, im Berliner Haus der Demokratie.
(Details: www.zweiter-oktober.de)
Für Rückfragen:
* Pedram Shahyar, Tel. (0163) 251 5571
* Peter Wahl, Tel. (0160) 823 4377
* Werner Rätz, Tel. (0163) 2423 541
Zum angeblichen Attac-Rückzug
Anfrage und Antwort ist in diesem Forenposting nachzulesen (6. Posting) ...
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Tagesspiegel lügt — BU
Dahinter steckt der Kommunismus! — antifa
PDS verabschiedet sich von "Hartz IV muß weg" — gugl
BU: etwas widersprüchlich — Hanz
Geschichtsstunde — Geschichtslehrerrin
Wahl über Kanzleramt abgesprungen — DRPA
Re. Geschichtslehrerin — Pedder
wer haffner — hihihi