Mauern. Berlin - Schengen, 1989 - 2004.

Institut für Nomadologie 01.09.2004 00:41 Themen: Antirassismus
Die Berliner Mauer kommt zurück - für zwei Tage auf den Berliner Alexanderplatz
Vor 15 Jahren fiel die Berliner Mauer. In dieser Woche ist sie auf dem Alexanderplatz wieder in Betrieb. Das Berliner Institut für Nomadologie protestiert mit dieser Aktion gegen die Asylpolitik der Europäischen Union.
Weltweit symbolisiert der 9. November 1989 das Ende des Kalten Krieges und der Teilung Europas; euphorisch begrüßten besonders die Deutschen die neue Bewegungsfreiheit. Seither sind rund um das im Vertrag von Schengen definierte Europa neue Mauern gebaut worden, ob an der Straße von Gibraltar oder an der polnisch-ukrainischen Grenze. Jedes Jahr sterben Hunderte von Flüchtlingen beim Versuch, die befestigten Außengrenzen der EU zu überwinden. Der Bau dieser Schengen-Mauer wurde hier in Berlin beschlossen: Es ist vor allem die Bundesregierung, die auf die Abschottung der vermeintlich bedrohten Festung Europa drängt.

Mit Inszenierungen, Informationen und Interviews thematisieren Forscherinnen und Forscher des Instituts für Nomadologie die Mauer von Schengen. Wir informieren über den Ausbau des europäischen Grenzregimes seit 1989, über seine konkrete Ausgestaltung an exemplarischen Orten und über die Opfer der inhumanen Abschottungspolitik. Und wir stellen die Bilder in Frage, die die Festung Europa in unseren Köpfen hervorruft: Was bedeutet Schengen-Europa für Menschen dies- und jenseits dieser Mauer?

Die neue Berliner Mauer steht von Dienstag, den 31. August, bis Mittwoch, den 1. September, 16.00 Uhr, auf dem Alexanderplatz. Performative Grenzkontrollen mit Visa-Vergabe erlauben es den PassantInnen, die Mauer zu durchschreiten und einen Projektionsraum mit Videoinstallationen zum Thema Grenze zu betreten.
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Ergänzungen

Nun ist die Mauer weg...

Mein Name 01.09.2004 - 20:12
...und die Demonstration auch!