"Wir sind das Volk" - Auch Marl ist reaktionär!
"Wir sind das Volk" hieß es diesen Montag auch in Marl! Dieser Meinung waren natürlich nicht nur die MLPD und sonstiger Bürgermob, sondern auch mindestens 10, meist jugendliche Faschos.
Die Kundgebung war ziemlich kurzfristig, überwiegend von Mitgliedern der MLPD, angemeldet worden, obwohl eine ähnliche Veranstaltung durch ein "linkes" Bündnis für ein bis zwei Wochen später geplant ist. Anscheinend nimmt die MLPD ihre Verantwortung für Deutschland und seine Volksgemeinschaft besonders ernst. Auf Grund des schlechten Wetters kamen nur ca.35 Teilnehmer zu der Kundgebung-darunter natürlich, wie zu erwarten, auch ca. 10 - teilweise bekannte, teilweise unbekannte - Nazis.
Ein Sprecher der MLPD registriete dies auch und erklärte, dass diese nicht an das offene Mikrofon gelassen werden, dennoch konnte sich die MLPD anscheinend nicht dazu durchringen, diese von der Kundgebung auszuschließen.
Wenigstens ist auch bei der MLPD bekannt, dass die Faschisten vor knapp sechzig Jahren noch schlimmere Dinge anrichteten als es die Politiker mit Hartz 4 momentan vorhaben! Der Vergleich ist zwar eine unglaubliche Verhöhnung gegenüber den Operern des Nationalsozialismus, etwas anderes hätte mensch allerdings von angeblich linken Personen, die mit der Parole:"Wir sind das Volk" (passender wäre:"Wir sind die Volksgemeinschaft")auftreten, auch nicht erwartet.
Leider konnten geplante Gegenaktionen von anti-deutscher Seite nicht durchgeführt werden. Bürgermob und die anderen 10 Nazis waren sich wieder einmel einig, Gegenprotest war somit unmöglich, da zu gefährlich.
(Geplant war eigentlich ein Transpi mit der Aufschrift:
"Nur Faschisten Denken völkisch - Kein Staat, Keine Nation, Keine Volksgemeinschaft!". Außerdem sollte ein Flyer verteilt werden:
Nationalismus & Volksgemeinschaft - Nicht mit uns!
Seit einiger Zeit geht ein Ruck durch Deutschland: Sozialabbau stoppen! - Deutschlands ansonsten doch so brave und untertänige Bürger verlassen ihren Stammtisch oder ihren Schrebergarten und gehen entrüstet auf die Straße. Das Feindbild heißt „Hartz 4".Unter anderem soll auch auf den so genannten Montagsdemos dagegen vorgegangen werden. Doch immer häufiger tauchen auf diesen Demos neben Deutschlands reaktionären Durchschnittsbürgern auch solche Nazis auf, die ganz klar der extremen Rechten zugewiesen werden können! Noch erschreckender dagegen ist allerdings, dass die Kritik der Nazis stark mit der der (konventionellen) Linken übereinstimmt. Wenn, wie heute z.B. die MLPD, mit dem Rest der „Lebens -und Schicksalsgemeinschaft" im kollektiv laut daher schreit ,.Wir sind das Volk" ,ist dies auch nicht verwunderlich. Hinter solche Parolen kann sich nicht nur die „patriotische Linke" und der große Bürgermob stellen, sondern zwangsläufig auch die extreme Rechte. Doch auch in gewissen Punkten der Kapitalismuskritik gibt es Übereinstimmungen zwischen der Rechten und der konventionellen nicht anti-deutschen linken Argumentation. Der Antikapitalismus der Nazis ist eben nicht nur Mittel zum Zweck, die Bevölkerung auf die eigene Seite zu ziehen, sondern durchaus ernst gemeint; genau wie auch die NSDAP sich nicht umsonst national-sozialistische und Arbeiterpartei nannte. Der Name ist mitnichten nur leere Floskel zwecks Anbiederung an die Arbeiterklasse, sondern entspricht durchaus nationalsozialistischer Programmatik. Die Forderung nach einem „deutschen Sozialismus'', in dem Klassengegensätze in der „Volksgemeinschaft" aufgehoben sind; die Verherrlichung „deutscher Arbeit" und der damit verbundene Hass auf tatsächliches oder vermeintliches Glück ohne Arbeit, das mensch wahlweise bei Juden, Reichen, Politikern, Ausländern oder so genannten „Sozialschmarotzern" zu entdecken meint; die Unterscheidung von gutem, deutschen Industriekapital" ,das Arbeitsplätze schafft, und beim bösen „jüdischen" oder amerikanischem Finanzkapital, das allein für jegliche Ausbeutung verantwortlich gemacht wird, und gegen das die Volksgemeinschaft zusammenstehen muss; dies alles taucht so oder so ähnlich in Publikationen alter und neuer Nationalsozialisten immer wieder auf.
Allerdings leider nicht nur dort, sondern auch in Gesprächen mit gewöhnlichen Deutschen, die sich selber nicht als rechts bezeichnen würden, bei der rot-grünen Bundesregierung, aber auch bei sich selbst als links verstehenden Protestbewegungen gegen die Sozialreformen derselben Bundesregierung. Bei allen Differenzen sind sich schließlich doch alle einig: „Sozial ist, was Arbeit schafft!" und wichtig ist, dass alle weniger „egoistisch" sind und zusammenhalten. Zum Beispiel sollen Unternehmen auch dann Arbeitsplätze schaffen, wenn es sich für sie beim besten Willen nicht mehr lohnt; diejenigen die dieser „Verantwortung für Deutschland" nicht nachkommen wollen, gelten als Vaterlandsverräter! Eigeninteressen sind out - stattdessen sollen alle etwas dazu beitragen, Deutschland (ein Land, das schon wegen seiner Geschichte nach wie vor kein Existenzrecht besitzt) wieder nach vorne zu bringen. Dies muss mit allen Mitteln verhindert werden!
Deutlich wird hier auch, dass die übliche Kapitalismuskritik der konventionellen Linken nicht mehr als nur verkürzt ist. So wird zum Beispiel nicht erkannt, dass sich der Arbeitgeber selbst ebenfalls nicht den skrupellosen Spielregeln des kapitalistischen Systems entziehen kann. Dieser steht nämlich unter dem Druck, ständig Profit machen zu müssen. Wenn er im vernichtenden kapitalistischen Konkurrenzsystem überleben will, ist er darauf angewiesen, möglichst ökonomisch zu handeln. Die Forderung sollte also nicht sein, den Kapitalismus, mittels Sozialstaat, zu zähmen, sondern diesen radikal, mittels der klassen -und staatenlosen Gesellschaft, abzuschaffen. Es gilt nicht die Symptome der Krankheit zu bekämpfen, die Krankheit selbst muss bezwungen werden!
Für den Anarchismus/Kommunismus Deutschland den Krieg erklären!
(Der Text des Flyers wurde zu großen Teilen von einer Rede der Prozionistisch-sozialistischen Initiative übernommen("Arbeit für alle - und zwar umsonst"))
Ein Sprecher der MLPD registriete dies auch und erklärte, dass diese nicht an das offene Mikrofon gelassen werden, dennoch konnte sich die MLPD anscheinend nicht dazu durchringen, diese von der Kundgebung auszuschließen.
Wenigstens ist auch bei der MLPD bekannt, dass die Faschisten vor knapp sechzig Jahren noch schlimmere Dinge anrichteten als es die Politiker mit Hartz 4 momentan vorhaben! Der Vergleich ist zwar eine unglaubliche Verhöhnung gegenüber den Operern des Nationalsozialismus, etwas anderes hätte mensch allerdings von angeblich linken Personen, die mit der Parole:"Wir sind das Volk" (passender wäre:"Wir sind die Volksgemeinschaft")auftreten, auch nicht erwartet.
Leider konnten geplante Gegenaktionen von anti-deutscher Seite nicht durchgeführt werden. Bürgermob und die anderen 10 Nazis waren sich wieder einmel einig, Gegenprotest war somit unmöglich, da zu gefährlich.
(Geplant war eigentlich ein Transpi mit der Aufschrift:
"Nur Faschisten Denken völkisch - Kein Staat, Keine Nation, Keine Volksgemeinschaft!". Außerdem sollte ein Flyer verteilt werden:
Nationalismus & Volksgemeinschaft - Nicht mit uns!
Seit einiger Zeit geht ein Ruck durch Deutschland: Sozialabbau stoppen! - Deutschlands ansonsten doch so brave und untertänige Bürger verlassen ihren Stammtisch oder ihren Schrebergarten und gehen entrüstet auf die Straße. Das Feindbild heißt „Hartz 4".Unter anderem soll auch auf den so genannten Montagsdemos dagegen vorgegangen werden. Doch immer häufiger tauchen auf diesen Demos neben Deutschlands reaktionären Durchschnittsbürgern auch solche Nazis auf, die ganz klar der extremen Rechten zugewiesen werden können! Noch erschreckender dagegen ist allerdings, dass die Kritik der Nazis stark mit der der (konventionellen) Linken übereinstimmt. Wenn, wie heute z.B. die MLPD, mit dem Rest der „Lebens -und Schicksalsgemeinschaft" im kollektiv laut daher schreit ,.Wir sind das Volk" ,ist dies auch nicht verwunderlich. Hinter solche Parolen kann sich nicht nur die „patriotische Linke" und der große Bürgermob stellen, sondern zwangsläufig auch die extreme Rechte. Doch auch in gewissen Punkten der Kapitalismuskritik gibt es Übereinstimmungen zwischen der Rechten und der konventionellen nicht anti-deutschen linken Argumentation. Der Antikapitalismus der Nazis ist eben nicht nur Mittel zum Zweck, die Bevölkerung auf die eigene Seite zu ziehen, sondern durchaus ernst gemeint; genau wie auch die NSDAP sich nicht umsonst national-sozialistische und Arbeiterpartei nannte. Der Name ist mitnichten nur leere Floskel zwecks Anbiederung an die Arbeiterklasse, sondern entspricht durchaus nationalsozialistischer Programmatik. Die Forderung nach einem „deutschen Sozialismus'', in dem Klassengegensätze in der „Volksgemeinschaft" aufgehoben sind; die Verherrlichung „deutscher Arbeit" und der damit verbundene Hass auf tatsächliches oder vermeintliches Glück ohne Arbeit, das mensch wahlweise bei Juden, Reichen, Politikern, Ausländern oder so genannten „Sozialschmarotzern" zu entdecken meint; die Unterscheidung von gutem, deutschen Industriekapital" ,das Arbeitsplätze schafft, und beim bösen „jüdischen" oder amerikanischem Finanzkapital, das allein für jegliche Ausbeutung verantwortlich gemacht wird, und gegen das die Volksgemeinschaft zusammenstehen muss; dies alles taucht so oder so ähnlich in Publikationen alter und neuer Nationalsozialisten immer wieder auf.
Allerdings leider nicht nur dort, sondern auch in Gesprächen mit gewöhnlichen Deutschen, die sich selber nicht als rechts bezeichnen würden, bei der rot-grünen Bundesregierung, aber auch bei sich selbst als links verstehenden Protestbewegungen gegen die Sozialreformen derselben Bundesregierung. Bei allen Differenzen sind sich schließlich doch alle einig: „Sozial ist, was Arbeit schafft!" und wichtig ist, dass alle weniger „egoistisch" sind und zusammenhalten. Zum Beispiel sollen Unternehmen auch dann Arbeitsplätze schaffen, wenn es sich für sie beim besten Willen nicht mehr lohnt; diejenigen die dieser „Verantwortung für Deutschland" nicht nachkommen wollen, gelten als Vaterlandsverräter! Eigeninteressen sind out - stattdessen sollen alle etwas dazu beitragen, Deutschland (ein Land, das schon wegen seiner Geschichte nach wie vor kein Existenzrecht besitzt) wieder nach vorne zu bringen. Dies muss mit allen Mitteln verhindert werden!
Deutlich wird hier auch, dass die übliche Kapitalismuskritik der konventionellen Linken nicht mehr als nur verkürzt ist. So wird zum Beispiel nicht erkannt, dass sich der Arbeitgeber selbst ebenfalls nicht den skrupellosen Spielregeln des kapitalistischen Systems entziehen kann. Dieser steht nämlich unter dem Druck, ständig Profit machen zu müssen. Wenn er im vernichtenden kapitalistischen Konkurrenzsystem überleben will, ist er darauf angewiesen, möglichst ökonomisch zu handeln. Die Forderung sollte also nicht sein, den Kapitalismus, mittels Sozialstaat, zu zähmen, sondern diesen radikal, mittels der klassen -und staatenlosen Gesellschaft, abzuschaffen. Es gilt nicht die Symptome der Krankheit zu bekämpfen, die Krankheit selbst muss bezwungen werden!
Für den Anarchismus/Kommunismus Deutschland den Krieg erklären!
(Der Text des Flyers wurde zu großen Teilen von einer Rede der Prozionistisch-sozialistischen Initiative übernommen("Arbeit für alle - und zwar umsonst"))
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
BDI-Chef Rogowski lehnt Volksabstimmungen ab
„Antideutsch“ geht die Linke zugrunde, „Volk"
Volk bedeutet nicht Volksgemeinschaft (Auch wenn viele Antideutschen es scheinbar gerne so hätten). Wer das nicht glaubt soll mal im Duden nachschauen. Die ganze Debatte ist meiner Meinung nach überflüssig, wenn die Menschen endlich lernen mehr als nur den Wortlaut und das was sie damit verbinden zu verstehen.
„Wir sind das Volk“ An diesem Spruch erregen sich die kleinlichen Rechthaber.
Man kann von der MLPD halten was man mag, aber es ist quatsch davon auszugehen, dass jemand der die Parole „Wir sind das Volk“ ruft mit Volk Volksgemeinschaft ruft. Hier findet eine politisch kleinliche Schlammschlacht statt, weil Volk und Volksgemeinschaft unterschiedliche Worte sind, die zwar gleich beginnen, die aber trotzdem eine unterschiedliche Bedeutung haben (ja das soll es geben). Wenn ein Mensch etwas sagt, muss man den inhalt immer aus dem Kontext heraus sehen. Wie die MLPD das meint weis ich natürlich nicht genau. Aber ich weis wie ich es meine und wie es bestimmt auch viele andere meinen. „Wir sind das Volk“: Wir sind souverän und Ihr handelt (zumindest in diesem Punkt) nicht in unserem Auftrag (gerichtet an die Regierung). Und das ist nur eine der vielen Bedeutungen! Man kann die Parole auch wie Lafontaine auf die Umverteilung von Arm zu Reich beziehen und meinen „Wir sind ein Volk“ also müssen alle für den Sozialstaat aufkommen, nicht nur die Armen.
Wie auch immer, aber aus „Wir sind das Volk“ auf eine Völkische Gesinnung derer zu die es rufen zu schließen kommt mir vor wie wenn es dem Hinterzimmer einer Sekte entsprungen sei. Ich glaube vielmehr, dass Spitzel diese Debatte verstärkt haben um die Linke zum 1001. Male zu spalten.
Also bitte: Interpretiert die Aussagen anderer wohlwollend und aus dem Kontext heraus. Die MLPD ist wohl eine stalinistische Kaderorganisation, aber völkisch doch wohl eher nicht.
Vielmehr haben viele linke Sekten scheinbar Angst davor, dass sich die Montagsdemos allzu gut entwickeln könnten ohne dass sie alle auf ihre spezielle Linie bringen können.
Übrigens gab es das Wort Volk schon vor 1933 und nur die juristische Definition reduziert es auf die Staatsbürgerschaft (von denen leitet die Regierung ihre Souveränität ab). Aber nein die Nazis haben das Wort „Volk“ ja patentiert und diese Patente müssen wir schützen, ne?
Viel Glück und schmeißt die Nasen aus allen Demos raus, nicht das Volk!
Uns last das sinnlose aufeinander losgehen und spalten sein!
Keine Macht für Niemand
diskriminierend und elitär
Antikapitalismus der Nazis
Meint Ihr das ernst?
Und wie kommt Ihr darauf, dass nur Faschisten völkisch denken???
Aber das passiert, wenn ein paar pubertierende deutsche Jungs, die wahrscheinlich nicht auf irgendwelche Sozialleistungen angewiesen sind (außer von mami und Papi),Politik spielen wollen... Reaktionäre, neoliberale, deutsche Scheisse!
Warum bleibt sowas auf Indymedia?
sozialstaat ist doch bedingung für sozialrevo
das kapital hat den sozialstaat zugelassen, weil er dies musste, weil er ihm abgerungen wurde. seit die ddr nicht mehr "mit am tisch sitzt" bei den verhandlungen zwischen "arbeitgebern" und gewerkschaften, pfeift die wirtschaftselite auf den sozialstaat. nicht die sogenannte krise der wirtschaft (+80% kapitalvermögen seit 1990, exportweltmeister) führt zum erdrutschartigen abbau des sozialstaates, sondern die krise der linken. dies zeigt ja auch die wirkung der montagsdemos. kaum sind mal leute auf der straße, schon kommt es zu korrekturen.
leo trotzki schrieb 1931 dazu:
klingt irgendwie aktuell, oder?
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
oh nee — paul
Geschichtsbücher für Antideutsche!! — sandra
Geschichtsbuecher fuer alle / @sandra — autonom
falsch — richtig
Prozionistisch? — Hans im Glück
Hinter dem Faschismus, steht das Kapital !! — sandra
danke sandra — der bedanker
hey marl — oigen
for Sandra&Realdemokrat jus' to think about — jean
@Nationalisten-jean — m
@ jani und andere.... — mrx
zur konstruktion des "mob" — hearts fear
anmerkungen — prozionistisch-sozialistische initiative
today your traditions are completly dead — -
haha — punchliner