Montagsdemo(s) Berlin: Spaltung überwinden!
In Berlin fanden diesmal noch 2 Montagsdemos statt – immer deutlicher wird, dass die überwiegende Mehrheit beider Demos die Spaltung überwinden will. Entsprechend konnte die Spaltung nur noch mit Polizeigewalt durchgesetzt werden.
Beide Demos hatten die SPD-Zentrale als Ziel, genehmigt wurde nur die Kundgebung der Rote-Rathaus-Demo. Die Alex-Demo sollte nach Polizeiauflagen am Halleschen Tor enden. Auf einem Flugblatt verbreitete das "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010" (www.montags-gegen-2010.de) bereits zu Beginn einen Appell für eine gemeinsame Demo auf dem Alexanderplatz. Dann spielte sich folgendes ab:
Station 1: Dieter Ilius (MLPD und einer der 4 Sprecher des "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010") wurde bereits um 17:30 festgenommen (und als sich hunderte um die Wanne sammelten wieder freigelassen), der Lautsprecherwagen des Bündnisses mit Polizeidruck entfernt. Offizielle Begründung: Der Standort (Unter der S-Bahnbrücke) gehöre nicht mehr zum Alexanderplatz. (Verdi-Bus, den Peter Schrott angemeldet hatte durfte bleiben)
Station 2: Die Polizei verhindert, dass sich die Alexanderplatzdemo Richtung Rotes Rathaus in Bewegung setzt, um mit den anderen Demonstrantinnen und Demonstranten eine gemeinsame Demo zu machen. Offizielle Begründung: Die "Veranstalter der Demo am Roten Rathaus wünschen das nicht".
Station 3: Die Polizei verhindert selbst das Abmarschieren in die andere Richtung auf dem Alexanderplatz, "damit die Rote Rathaus-Demo genug Vorsprung hat".
Station 4: Die ersten Reihe schieben die Polizisten zur Seite, müssen aber dennoch warten, bis der Lautsprecherwagen folgen kann.
Station 5: Die Demo verläuft insgesamt kämpferisch. (Schätzungsweise zwischen 5000 und 10000 Leuten)
Station 6: Unter Sprechchören "Straße Frei" und "die Mauer muss weg" räumen die Wannen die Sperre am Halleschen Tor (offizielles Ende laut Polizeiauflagen), verhindern aber das Durchkommen der Lautsprecherwagen. Das "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010" verzichtet auf die eigene Abschlusskundgebung, mit Parolen "Hoch die internationale Solidarität", "Weg mit Hartz 4, das Volk sind wir" zieht die Alex-Demo ein. Die meisten freuen sich, viele rufen mit oder klatschen, vom Attac-Lautsprecherwagen kam als Reaktion "Ihr stört unsere Kundgebung".
Station 7: Das "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010" wünscht Rederecht, um eine gemeinsame Abschlusskundgebung und ein Ende der Spaltung vorzuschlagen – wird verweigert. Der Versuch, dass über eine kleine Handlautsprecheranlage vorzubringen, wird mit Handgreiflichkeiten, Steckerziehen und lauter Musik vom LKW beantwortet.
Station 8: Findet nächsten Montag statt. Klar ist jedoch dass immer mehr Menschen die Spaltung nicht mehr hinnehmen werden.
Fotos gibt es bereits auf
http://www.germany.indymedia.org/2004/08/91441.shtml
Station 1: Dieter Ilius (MLPD und einer der 4 Sprecher des "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010") wurde bereits um 17:30 festgenommen (und als sich hunderte um die Wanne sammelten wieder freigelassen), der Lautsprecherwagen des Bündnisses mit Polizeidruck entfernt. Offizielle Begründung: Der Standort (Unter der S-Bahnbrücke) gehöre nicht mehr zum Alexanderplatz. (Verdi-Bus, den Peter Schrott angemeldet hatte durfte bleiben)
Station 2: Die Polizei verhindert, dass sich die Alexanderplatzdemo Richtung Rotes Rathaus in Bewegung setzt, um mit den anderen Demonstrantinnen und Demonstranten eine gemeinsame Demo zu machen. Offizielle Begründung: Die "Veranstalter der Demo am Roten Rathaus wünschen das nicht".
Station 3: Die Polizei verhindert selbst das Abmarschieren in die andere Richtung auf dem Alexanderplatz, "damit die Rote Rathaus-Demo genug Vorsprung hat".
Station 4: Die ersten Reihe schieben die Polizisten zur Seite, müssen aber dennoch warten, bis der Lautsprecherwagen folgen kann.
Station 5: Die Demo verläuft insgesamt kämpferisch. (Schätzungsweise zwischen 5000 und 10000 Leuten)
Station 6: Unter Sprechchören "Straße Frei" und "die Mauer muss weg" räumen die Wannen die Sperre am Halleschen Tor (offizielles Ende laut Polizeiauflagen), verhindern aber das Durchkommen der Lautsprecherwagen. Das "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010" verzichtet auf die eigene Abschlusskundgebung, mit Parolen "Hoch die internationale Solidarität", "Weg mit Hartz 4, das Volk sind wir" zieht die Alex-Demo ein. Die meisten freuen sich, viele rufen mit oder klatschen, vom Attac-Lautsprecherwagen kam als Reaktion "Ihr stört unsere Kundgebung".
Station 7: Das "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010" wünscht Rederecht, um eine gemeinsame Abschlusskundgebung und ein Ende der Spaltung vorzuschlagen – wird verweigert. Der Versuch, dass über eine kleine Handlautsprecheranlage vorzubringen, wird mit Handgreiflichkeiten, Steckerziehen und lauter Musik vom LKW beantwortet.
Station 8: Findet nächsten Montag statt. Klar ist jedoch dass immer mehr Menschen die Spaltung nicht mehr hinnehmen werden.
Fotos gibt es bereits auf
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Wer hat den Polizeiensatz angeordnet?
Übrigens behaupten die Medien, daß bei Eurer Demo nur 1000 Leute gewesen wären! Als ich am Alex gegen 18.40 vorbeigeschaut habe (und Ihr gerade losgegangen seid), waren es bereits mindestens 3000 Leute (ich bin dann aber zu anderen Demo, weil da meine Leute waren)....
Lagezentrum zu Hartz-Protesten
Rund um die Uhr Hartz IV im Auge
24 Stunden lang überwachen die Mitarbeiter Nachrichten von Agenturen und Rundfunk zur Arbeitsmarktreform, alarmiert die Behördenspitze und bereitet nötigenfalls Dementis vor, wie FOCUS berichtet.
Nach Zielvorgabe von Regierungssprecher Bela Anda soll spätestens nach zwei Stunden eine Stellungnahme auf dem Markt sein.
Angeordnet hat den Polizeieinsatz
Zur Station 6
Deine Beobachtung "vom Attac-Lautsprecherwagen kam als Reaktion "Ihr stört unsere Kundgebung"" kann ich nicht bestaetigen (falls der Lautiwagen vor der Absperrung gemeint ist). Der Mensch auf dem Wagen hat die TeilnehmerInnen der zweiten Demo begruesst und dies unter grossem Applaus und Hallo.
ihr stört
Den Spaltern die rote Karte
Werner Halbauer, (Attac- und Linksruck-Funktionär)
• Gemeinsam mit Sascha Kimpel setzte er Fred Schirrmacher, parteiloser ehemaliger DDR-Bürgerrechtler und Anmelder für die Montagsdemonstrationen am Alexanderplatz massiv unter Druck, damit dieser die Demonstrationsanmeldung an sie abtritt. Mit den dabei angewandten Methoden haben sie sich selbst disqualifiziert. Zitate: „Hast du überhaupt genug Geld für die möglichen Schadenersatzansprüche?“ „Du kannst ja nicht mal die Toilettenhäuschen für so eine große Demo finanzieren! Wenn du nicht von der Anmeldung zurücktrittst, werden wir eine eigene Demonstration anmelden!“ Zurecht lehnte Fred Schirrmacher diese Erpressungsversuche ab. Was ist eigentlich das Motiv von Werner Halbauer und Sascha Kimpel für solche Methoden ?
• Nachdem die Erpressung gescheitert war, wurde von W.Halbauer für den 16.8. eine eigene zweite Demonstration vom Alex angemeldet. Diesem offensichtlichen Spaltungsversuch haben die 30.000 am 16.8. eine eindeutige Absage erteilt – die Menschen wollen eine einheitliche Montagsdemo!
• Nachdem dieser erste Spaltungsversuch gescheitert war, meldete der Landesvorstand der PDS gemeinsam mit Werner Halbauer am 17.8. eine zweite Demonstration vor dem Roten Rathaus an. Für viele Menschen war und ist dies völlig unverständlich. Man muß jedoch sehen, daß damit ein bestimmter Zweck verfolgt wird.
• Dem auf Grundlage klarer demokratischer Prinzipien arbeitenden Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010 soll mit allen Mitteln die Möglichkeit genommen werden gleichberechtigt an der Organisierung der Montagsdemonstrationen mitzuwirken. Damit soll SPD und PDS aus der Kritik genommen werden. Verschiedene an der Spaltung beteiligten Kräfte aus den Reihen der PDS und des Gewerkschaftsapparates sagen offen, dass sie die Losung „Weg mit Hartz IV“ ablehnen und sich auf einige Nachbesserungen beschränken wollen. (Siehe die Stellungnahmen von Harald Wolf und Lothar Byski von der PDS und Susanne Stumpenhusen und Peter Schrott vom Berliner Verdi-Vorstand.
• Um zu verhindern, dass die Demonstration vom Alexanderplatz am 30.8., wie am 16.8. und 23.8. ihre Abschlusskundgebung wieder vor der SPD-Zentrale durchführt, arbeitet W. Halbauer mehr oder minder offen mit der Polizei zusammen. Mit einer von ihm durchgeführten Anmeldung einer eigenen Abschlusskundgebung vor der SPD-Zentrale, begründet die Polizei nunmehr, dass am 30.8. die Demonstration vom Alexanderplatz ihre Abschlusskundgebung nicht vor der SPD-Zentrale durchführen kann. Das ist ein offensichtlicher Versuch zur Unterdrückung der selbständig und überparteilich organisierten Montagsdemonstration. Lassen wir dies nicht zu. Treten wir für eine gleichberechtigte, gemeinsame Organisierung der Demonstration und Abschlusskundgebung am
30.8. ein !
Sascha Kimpel (Attac-Funktionär und Mitglied einer trotzkistischen Vereinigung)
• Gemeinsam mit Werner Halbauer versuchte er Fred Schirrmacher, als Anmelder der Montagsdemonstrationen am Alexanderplatz einzuschüchtern und zu erpressen, hatte damit allerdings keinen Erfolg.
• In der Öffentlichkeit betätigt sich Sascha Kimpel (Student) gerne als selbsternannter Sprecher der verschiedenen sozialen und politischen Bewegungen.
• Er verfügt über gute Kontakte zur Presse und andere Medien, die er dafür nutzt.
• Eine solidarische Streitkultur ist für ihn ein Fremdwort.
• Insbesondere gegenüber Arbeitern, Angestellten und Arbeitslosen, die sich an den Protesten gegen Hartz IV beteiligen, glänzt er durch eine ungeheure Überheblichkeit.
• Nachdem sein Versuch der Einschüchterung und Erpressung gegenüber Fred Schirrmacher, dem parteilosen ehemaligen DDR-Bürgerechtler nicht fruchtete, behauptete er in der Presse einfach, Fred Schirrmacher sei ein Mitglied der MLPD. Offenbar ist für ihn jeder ein Mitglied oder Sympathisant der MLPD, der nicht bereit ist, sich von ihm diktieren zu lassen, was zu tun ist. Wir weisen dies als einen Angriff auf den überparteilichen Charakter unseres >Berliner Bündnisses Montagsdemo gegen Agenda 2010Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010< seid Dezember 2003 gleichberechtigt und konstruktiv mitarbeiten und von den Montagsdemonstrierern in Berlin respektiert und anerkannt werden. Von Sascha Kimpel hatte man allerdings bei der Organisierung der monatlichen Montagsaktivitäten seid Dezember 2003 auf dem Alexanderplatz nichts gesehen. Sein „Stern“ als selbsternannter Specher der Berliner Montagsdemonstration ging erst auf, als die Bewegung gegen Hartz IV einen Aufschwung nahm.
• Um seinen intellektuellen Führungsanspruch und die weiterhin von ihm verfolgten verfolgten Absichten zur Spaltung und Vereinnahmung der bundesweiten Bewegung der Montagsdemonstrierer durch regierungsnahe Kräfte Nachdruck zu verleihen, behauptet er in der Presse vom 30.8.: dass sich am 26.8. „etwa 200 Vertreter von Montagsdemonstrations-Bündnissen aus der gesamten Republik“ in der Humboldt-Universität getroffen haben und sich „auf eine bundesweite Demonstration gegen Hartz IV in Berlin am 2. Oktober veständigt haben.“ Beides entspricht nicht den Tatsachen. Das „Neue Deutschland“und die TAZ sprechen von 100 Teilnehmern. Tatsächlich waren dort max. 80 Einzelpersonen, vor allem aus dem Spektrum Attac, PDS, Linksruck und Gewerkschaftsapparat versammelt. Montagsdemonstrationsbündnisse waren 3-4 vertreten. Aus den alten Bundesländern nur aus Aachen. Als die Abstimmungen durchgeführt wurden, bestand die Versammlung noch aus ungefähr 50 Leuten. Ein Beweis dafür sind in Indymedia veröffentlichte Fotos über die Versammlung.
• Die Teilnehmer der Versammlung lehnten es mehrheitlich ab, sich schon auf eine Demonstration am 2. Oktober festzulegen, sondern beschlossen, dass zunächst eine Absprache mit den Teilnehmern des Leipziger Treffens erfolgen soll. Dies war tatsächlich ein Basistreffen der Montagsdemonstrier aus 66 Städten. Das hindert Sascha Kimpel in seinem persönlichen Ehrgeiz allerdings nicht, über verschiedene Medien das Gegenteil zu verbreiten.
Um die selbständige Bewegung der Montagsdemonstrierer durch regierungsnahe Kräfte zu vereinnahmen, wollen W. Halbauer und Sascha Kimpel den DGB-Bundesvorstand „ins Boot“ holen. Lassen wir nicht zu, dass die selbständige Bewegung der Montagsdemonstrierer durch solche Kräfte gespalten wird.
Sie haben sich selbst durch ihr bisheriges Verhalten disqualifiziert.
Antwort von Werner Halbauer
die Polizei am 30.8. gebeten, die MLPD-Demo von der Bündnis-Demo
fernzuhalten:
»Es war die Auflage der Versammlungsbehörde, dass die MLPD als
Zug nicht vor 18.30 den Alex verläßt. Von der Polizei wurde gegen 18 Uhr
verhindert, dass der Lauti der MLPD auf die Kundgebung des breiten
Bündnisses fährt. Eine Teilnahme der Leute vom Alex an unserer Kundgebung
war ohne Probleme möglich. Es gab auch keinen Anruf an unsere Demo-Leitung,
dass die MLPD sich unserem Zug anschließen wollte und ihre eigene Route
aufgeben wollte.«
Die MLPD
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Spaltungsgerede — jup
MLPD nationale kommunisten — prolet
So erlebte ich die MLPD! — "Volksfeind" Pankone
HI VERLINKER!!!! — ICH!!!
@volksnaher Pankone — Sponti
@ss: Ditt war ich — Wixxxer