Montagsdemo(s) Berlin: Spaltung überwinden!

Demonstrant 31.08.2004 00:11 Themen: Soziale Kämpfe
In Berlin fanden diesmal noch 2 Montagsdemos statt – immer deutlicher wird, dass die überwiegende Mehrheit beider Demos die Spaltung überwinden will. Entsprechend konnte die Spaltung nur noch mit Polizeigewalt durchgesetzt werden.
Beide Demos hatten die SPD-Zentrale als Ziel, genehmigt wurde nur die Kundgebung der Rote-Rathaus-Demo. Die Alex-Demo sollte nach Polizeiauflagen am Halleschen Tor enden. Auf einem Flugblatt verbreitete das "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010" (www.montags-gegen-2010.de) bereits zu Beginn einen Appell für eine gemeinsame Demo auf dem Alexanderplatz. Dann spielte sich folgendes ab:
Station 1: Dieter Ilius (MLPD und einer der 4 Sprecher des "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010") wurde bereits um 17:30 festgenommen (und als sich hunderte um die Wanne sammelten wieder freigelassen), der Lautsprecherwagen des Bündnisses mit Polizeidruck entfernt. Offizielle Begründung: Der Standort (Unter der S-Bahnbrücke) gehöre nicht mehr zum Alexanderplatz. (Verdi-Bus, den Peter Schrott angemeldet hatte durfte bleiben)
Station 2: Die Polizei verhindert, dass sich die Alexanderplatzdemo Richtung Rotes Rathaus in Bewegung setzt, um mit den anderen Demonstrantinnen und Demonstranten eine gemeinsame Demo zu machen. Offizielle Begründung: Die "Veranstalter der Demo am Roten Rathaus wünschen das nicht".
Station 3: Die Polizei verhindert selbst das Abmarschieren in die andere Richtung auf dem Alexanderplatz, "damit die Rote Rathaus-Demo genug Vorsprung hat".
Station 4: Die ersten Reihe schieben die Polizisten zur Seite, müssen aber dennoch warten, bis der Lautsprecherwagen folgen kann.
Station 5: Die Demo verläuft insgesamt kämpferisch. (Schätzungsweise zwischen 5000 und 10000 Leuten)
Station 6: Unter Sprechchören "Straße Frei" und "die Mauer muss weg" räumen die Wannen die Sperre am Halleschen Tor (offizielles Ende laut Polizeiauflagen), verhindern aber das Durchkommen der Lautsprecherwagen. Das "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010" verzichtet auf die eigene Abschlusskundgebung, mit Parolen "Hoch die internationale Solidarität", "Weg mit Hartz 4, das Volk sind wir" zieht die Alex-Demo ein. Die meisten freuen sich, viele rufen mit oder klatschen, vom Attac-Lautsprecherwagen kam als Reaktion "Ihr stört unsere Kundgebung".
Station 7: Das "Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010" wünscht Rederecht, um eine gemeinsame Abschlusskundgebung und ein Ende der Spaltung vorzuschlagen – wird verweigert. Der Versuch, dass über eine kleine Handlautsprecheranlage vorzubringen, wird mit Handgreiflichkeiten, Steckerziehen und lauter Musik vom LKW beantwortet.
Station 8: Findet nächsten Montag statt. Klar ist jedoch dass immer mehr Menschen die Spaltung nicht mehr hinnehmen werden.

Fotos gibt es bereits auf  http://www.germany.indymedia.org/2004/08/91441.shtml
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Ergänzungen

Wer hat den Polizeiensatz angeordnet?

Frager 31.08.2004 - 00:19
War das jemand aus dem Senat/Polizeispitze (um die Spaltung fortzusetzen?) oder war das jemand von der Bündnisdemo?
Übrigens behaupten die Medien, daß bei Eurer Demo nur 1000 Leute gewesen wären! Als ich am Alex gegen 18.40 vorbeigeschaut habe (und Ihr gerade losgegangen seid), waren es bereits mindestens 3000 Leute (ich bin dann aber zu anderen Demo, weil da meine Leute waren)....

Lagezentrum zu Hartz-Protesten

Demonstrant 31.08.2004 - 00:43
Nur die Polizei selber weiss, wer ihre Befehle konkret angeordnet hat. Ein Hintergrund ist aber sicherlich, dass die Regierung ein "Lagezentrum" im Bezug auf die Proteste gegen Hartz 4 eingerichtet hat. Laut "Focus" ist es die Aufgabe dieses Zentrums, 24 Stunden am Tag alle Nachrichten zum Thema "Hartz IV" zu überwachen und gegebenenfalls zu reagieren. Nach Zielvorgabe von Regierungssprecher Bela Anda geht es darum, binnen zwei Stunden mit Dementis, Gegeninformation und ähnlichem an die Öffentlichkeit gehen zu können. Das sind Desinformationsmaßnahmen, wie wir sie bisher vor allem von der US-Regierung während Kriegen kennen. Insofern sind einerseits die niedrigen offiziellen Zahlen nicht verwunderlich, andererseits werden Maßnahmen gegen die Demos wahrscheinlich kaum unabhängig von diesem Lagezentrum angeordnet.

Rund um die Uhr Hartz IV im Auge

@Demonstrant 31.08.2004 - 00:51
Das Bundespresseamt hat auf den Streit um Hartz IV mit einem neuen Lagezentrum reagiert.

24 Stunden lang überwachen die Mitarbeiter Nachrichten von Agenturen und Rundfunk zur Arbeitsmarktreform, alarmiert die Behördenspitze und bereitet nötigenfalls Dementis vor, wie FOCUS berichtet.

Nach Zielvorgabe von Regierungssprecher Bela Anda soll spätestens nach zwei Stunden eine Stellungnahme auf dem Markt sein.

Angeordnet hat den Polizeieinsatz

Demonstrant 31.08.2004 - 01:01
Wie zu hören war, hat Werner Halbauer (ATTAC-Fürst) & Co. verhindert, das sich beide Demonstrationszüge zusammenschliessen können. Auf seinen Antrag hin verhinderte die Polizei den Abmarsch der Demo vom Alex. Diese konnte nicht, wie üblich um 18.00 Uhr los, sondern musste bis 18.30 Uhr warten, um ja nicht mit dem anderen Demozug zusammentreffen zu können!!! Daraus wird klar, von wem die Spaltung ausgeht. Anscheinend hat er gute Kontakte um so etwas durchzusetzen....

Zur Station 6

Beobachter 31.08.2004 - 11:45
Moin Demonstrant.

Deine Beobachtung "vom Attac-Lautsprecherwagen kam als Reaktion "Ihr stört unsere Kundgebung"" kann ich nicht bestaetigen (falls der Lautiwagen vor der Absperrung gemeint ist). Der Mensch auf dem Wagen hat die TeilnehmerInnen der zweiten Demo begruesst und dies unter grossem Applaus und Hallo.

ihr stört

demonstrant 31.08.2004 - 14:10
ich lief in der ersten reihe trug das leittransparent mit. NATÜRLICH kam der satz, "ihr stört UNSERE kundgebung"!!!!!!!!!

Den Spaltern die rote Karte

Bert 31.08.2004 - 16:37
Merkwürdige Methoden der Attac-Funktionäre Werner Halbauer und Sascha Kimpel


Werner Halbauer, (Attac- und Linksruck-Funktionär)
• Gemeinsam mit Sascha Kimpel setzte er Fred Schirrmacher, parteiloser ehemaliger DDR-Bürgerrechtler und Anmelder für die Montagsdemonstrationen am Alexanderplatz massiv unter Druck, damit dieser die Demonstrationsanmeldung an sie abtritt. Mit den dabei angewandten Methoden haben sie sich selbst disqualifiziert. Zitate: „Hast du überhaupt genug Geld für die möglichen Schadenersatzansprüche?“ „Du kannst ja nicht mal die Toilettenhäuschen für so eine große Demo finanzieren! Wenn du nicht von der Anmeldung zurücktrittst, werden wir eine eigene Demonstration anmelden!“ Zurecht lehnte Fred Schirrmacher diese Erpressungsversuche ab. Was ist eigentlich das Motiv von Werner Halbauer und Sascha Kimpel für solche Methoden ?
• Nachdem die Erpressung gescheitert war, wurde von W.Halbauer für den 16.8. eine eigene zweite Demonstration vom Alex angemeldet. Diesem offensichtlichen Spaltungsversuch haben die 30.000 am 16.8. eine eindeutige Absage erteilt – die Menschen wollen eine einheitliche Montagsdemo!
• Nachdem dieser erste Spaltungsversuch gescheitert war, meldete der Landesvorstand der PDS gemeinsam mit Werner Halbauer am 17.8. eine zweite Demonstration vor dem Roten Rathaus an. Für viele Menschen war und ist dies völlig unverständlich. Man muß jedoch sehen, daß damit ein bestimmter Zweck verfolgt wird.
• Dem auf Grundlage klarer demokratischer Prinzipien arbeitenden Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010 soll mit allen Mitteln die Möglichkeit genommen werden gleichberechtigt an der Organisierung der Montagsdemonstrationen mitzuwirken. Damit soll SPD und PDS aus der Kritik genommen werden. Verschiedene an der Spaltung beteiligten Kräfte aus den Reihen der PDS und des Gewerkschaftsapparates sagen offen, dass sie die Losung „Weg mit Hartz IV“ ablehnen und sich auf einige Nachbesserungen beschränken wollen. (Siehe die Stellungnahmen von Harald Wolf und Lothar Byski von der PDS und Susanne Stumpenhusen und Peter Schrott vom Berliner Verdi-Vorstand.
• Um zu verhindern, dass die Demonstration vom Alexanderplatz am 30.8., wie am 16.8. und 23.8. ihre Abschlusskundgebung wieder vor der SPD-Zentrale durchführt, arbeitet W. Halbauer mehr oder minder offen mit der Polizei zusammen. Mit einer von ihm durchgeführten Anmeldung einer eigenen Abschlusskundgebung vor der SPD-Zentrale, begründet die Polizei nunmehr, dass am 30.8. die Demonstration vom Alexanderplatz ihre Abschlusskundgebung nicht vor der SPD-Zentrale durchführen kann. Das ist ein offensichtlicher Versuch zur Unterdrückung der selbständig und überparteilich organisierten Montagsdemonstration. Lassen wir dies nicht zu. Treten wir für eine gleichberechtigte, gemeinsame Organisierung der Demonstration und Abschlusskundgebung am
30.8. ein !

Sascha Kimpel (Attac-Funktionär und Mitglied einer trotzkistischen Vereinigung)
• Gemeinsam mit Werner Halbauer versuchte er Fred Schirrmacher, als Anmelder der Montagsdemonstrationen am Alexanderplatz einzuschüchtern und zu erpressen, hatte damit allerdings keinen Erfolg.
• In der Öffentlichkeit betätigt sich Sascha Kimpel (Student) gerne als selbsternannter Sprecher der verschiedenen sozialen und politischen Bewegungen.
• Er verfügt über gute Kontakte zur Presse und andere Medien, die er dafür nutzt.
• Eine solidarische Streitkultur ist für ihn ein Fremdwort.
• Insbesondere gegenüber Arbeitern, Angestellten und Arbeitslosen, die sich an den Protesten gegen Hartz IV beteiligen, glänzt er durch eine ungeheure Überheblichkeit.
• Nachdem sein Versuch der Einschüchterung und Erpressung gegenüber Fred Schirrmacher, dem parteilosen ehemaligen DDR-Bürgerechtler nicht fruchtete, behauptete er in der Presse einfach, Fred Schirrmacher sei ein Mitglied der MLPD. Offenbar ist für ihn jeder ein Mitglied oder Sympathisant der MLPD, der nicht bereit ist, sich von ihm diktieren zu lassen, was zu tun ist. Wir weisen dies als einen Angriff auf den überparteilichen Charakter unseres >Berliner Bündnisses Montagsdemo gegen Agenda 2010Berliner Bündnis Montagsdemo gegen Agenda 2010< seid Dezember 2003 gleichberechtigt und konstruktiv mitarbeiten und von den Montagsdemonstrierern in Berlin respektiert und anerkannt werden. Von Sascha Kimpel hatte man allerdings bei der Organisierung der monatlichen Montagsaktivitäten seid Dezember 2003 auf dem Alexanderplatz nichts gesehen. Sein „Stern“ als selbsternannter Specher der Berliner Montagsdemonstration ging erst auf, als die Bewegung gegen Hartz IV einen Aufschwung nahm.
• Um seinen intellektuellen Führungsanspruch und die weiterhin von ihm verfolgten verfolgten Absichten zur Spaltung und Vereinnahmung der bundesweiten Bewegung der Montagsdemonstrierer durch regierungsnahe Kräfte Nachdruck zu verleihen, behauptet er in der Presse vom 30.8.: dass sich am 26.8. „etwa 200 Vertreter von Montagsdemonstrations-Bündnissen aus der gesamten Republik“ in der Humboldt-Universität getroffen haben und sich „auf eine bundesweite Demonstration gegen Hartz IV in Berlin am 2. Oktober veständigt haben.“ Beides entspricht nicht den Tatsachen. Das „Neue Deutschland“und die TAZ sprechen von 100 Teilnehmern. Tatsächlich waren dort max. 80 Einzelpersonen, vor allem aus dem Spektrum Attac, PDS, Linksruck und Gewerkschaftsapparat versammelt. Montagsdemonstrationsbündnisse waren 3-4 vertreten. Aus den alten Bundesländern nur aus Aachen. Als die Abstimmungen durchgeführt wurden, bestand die Versammlung noch aus ungefähr 50 Leuten. Ein Beweis dafür sind in Indymedia veröffentlichte Fotos über die Versammlung.
• Die Teilnehmer der Versammlung lehnten es mehrheitlich ab, sich schon auf eine Demonstration am 2. Oktober festzulegen, sondern beschlossen, dass zunächst eine Absprache mit den Teilnehmern des Leipziger Treffens erfolgen soll. Dies war tatsächlich ein Basistreffen der Montagsdemonstrier aus 66 Städten. Das hindert Sascha Kimpel in seinem persönlichen Ehrgeiz allerdings nicht, über verschiedene Medien das Gegenteil zu verbreiten.
Um die selbständige Bewegung der Montagsdemonstrierer durch regierungsnahe Kräfte zu vereinnahmen, wollen W. Halbauer und Sascha Kimpel den DGB-Bundesvorstand „ins Boot“ holen. Lassen wir nicht zu, dass die selbständige Bewegung der Montagsdemonstrierer durch solche Kräfte gespalten wird.
Sie haben sich selbst durch ihr bisheriges Verhalten disqualifiziert.

Antwort von Werner Halbauer

ich habe ihn um einen Kommentar gebeten 31.08.2004 - 17:29
Werner Halbauer schrieb mir als Antwort auf den Vorwurf, er habe
die Polizei am 30.8. gebeten, die MLPD-Demo von der Bündnis-Demo
fernzuhalten:

»Es war die Auflage der Versammlungsbehörde, dass die MLPD als
Zug nicht vor 18.30 den Alex verläßt. Von der Polizei wurde gegen 18 Uhr
verhindert, dass der Lauti der MLPD auf die Kundgebung des breiten
Bündnisses fährt. Eine Teilnahme der Leute vom Alex an unserer Kundgebung
war ohne Probleme möglich. Es gab auch keinen Anruf an unsere Demo-Leitung,
dass die MLPD sich unserem Zug anschließen wollte und ihre eigene Route
aufgeben wollte.«

Die MLPD

ss 31.08.2004 - 20:05
legt ihre Verschwörungstheorien-Pampflete sogar in die Zeitungen von öffnetlichen Bibliotheken um Stimmung zu machen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 6 Kommentare

Spaltungsgerede

jup 31.08.2004 - 01:23
Kann nicht mal wenigstens eineR hier einen Bericht zu Berliner Montagsdemos bringen ohne in das Spaltungsgequatsche zu verfallen? Alle sind immer mächtig dagegen, machen aber eifrig mit dabei - und die Kommentare drunter sind dann auch niveaumässig entsprechend, Gerüchte und Kolportage... Die Polizei kocht ihr eigenes Spaltungs-Süppchen drauf, und sofort wittern irgendwelche Paranoiker PDS-Strategen dahinter... o tempora o mores

MLPD nationale kommunisten

prolet 31.08.2004 - 01:29
Die Losung der MLPD "neue Politiker braucht das Land" ist reaktionaer. Angesichts zaghafter selbstorganisierter Proteste arrogant dazu. Sie behauptet mit dem fake 2010-Buendnis zu sein und ihr Parteivorstand diktiert die Linie ihre Singebruppe troetet ihre Scheiße im Takt.
Allen die das geil finden im Volk seien neue Politiker verordnet.
Der Hoehepunkt der Einflussnahme auf das tatsaechlich als Buendnis arbeitende Sozialforum seit November 03 waren denuziatorische Artikel und im Rueckgriff auf Steckbriefe veroeffentlichte Fotos und Namen der "MLPD-GegenerInnen" (deren terminologie) in ihrem Parteiblatt. Auch der/die national kommunistische AutorIn nennt einen ehrenamtlichen Gewerkschafter namentlich. Wollt ihr sie liquidieren?
Mich kotzen Vereinnahmungen von Buendnissen durch Sekten und selbsternannte ML_Wahrheit_fuer_den_echten_Sozialismus_Mao_Kinderarbeit_Arschgesichter an.
Heult nicht. Alle die mitheulen verdienen "neue politiker"

So erlebte ich die MLPD!

"Volksfeind" Pankone 31.08.2004 - 16:56
"Mit den Rufen "Die Straße frei, die Straße frei" und "Spalter"-Rufen drückte sich der MLPD-"Block" von etwa 200 Leuten mit ziemlichen Tempo durch unsere böse, böse "Spalter"-Kundgebung. Vorne weg ein Typ definitiv mit Deutschland-Fahne. Mit "Das Volk sind wir" drängte die MLPD-"Masse" dann zur eigentlichen Polizeiabsperrung, die einen etwa drei Meter hohen Sicherheitszaun vor dem SPD-Haus schützte. Es wurde dann pseudoradikal ein Durchbruchsversuch simuliert. Aber nach ein wenig rütteln und drücken im Zeitumfang von drei Minuten war die Volksrevolution bereits zu Ende. "Wir kommen wieder". Auffallend fand ich eine Gruppe Herrschaften, die gar nicht aussah wie das typische MLPD-Klientel. Diese basecap- und in einem Fall Sonnenbrille tragende Klientel sahen doch sehr nach Kameradschaftszene aus, hatten aber keine Transpies dabei und riefen keine offenen Nazi-Parolen. Sie verhielten sich nach dem simulierten "Durchbruch" durch die Absperrung vor der SPD-Zentrale sehr ruhig und standen in einer Gruppe und berieten sich. Ich glaube einen Nickelbrille tragenden für seine Unauffälligkeit bekannten Kader aus Weißensee erkannt zu haben. Ich bin mir sicher dass es bei diesen Leuten nicht um undercover-Bullen handelte, denn ihr dunkles und basecap outfit passte nicht zur MLPD-Klientelder Alex-Demo. (Die antideutsche "AANO"/ "Kameradschaft-Nord-Ost" war´s auch nich, die kenn ich. Außerdem meint die ja immer die Gewerkschaftsdemo nach Nazis checken zu müssen, von wegen "Querfront" und so.) Dann bog die MLPD mit ihren Prolls (ohne mutmaßliche KSzene) mit etwa 2o Leuten zum Kundgebungswagen der "Spalter" ab. Rangelte sich durch, Peter Illius voran und stellte sich mit ihrem tragbaren Lausprecher neben den Kundgebungswagen der "Spalter". Es gab einige kurze Streitgesräche mit Werner Hallbauer. Dann drehten die MLPDler ihren Lauti auf und wollten stören. Es gab eine Rangelei die eindeutig von der MLPD ausging mit den Hummel-Studies, die den "Spalter"-Lauti betreuten, während der "Spalter"-Lauti seinerseits den MLPDler-Lautsprecher mit lauter Musik übertönte. Als die "Spalter" durchgaben, dass ein Nazi-Aufmarsch vom Alex in Richtung F´hain gehe, und dass wir dort hin sollten um das zu verhindern, haben die MLPlemmPlemmler-Mobster, darunter eine Glatze, übrigens nicht geklatscht. Einer meinte: "Wieso? Die Nazis haben doch genauso das Recht zu demonstrieren wie wir!"

HI VERLINKER!!!!

ICH!!! 31.08.2004 - 17:14
HI VERLINKER LABER KEINEN SCHEISS!!!

"200 Leute" "MLPD-Meute" etc.

ich bin weder von der MLPD noch war ich mit nur 200 Leuten vom Halleschen Tor aus vor die SPD-Zentrale gezogen!


Und natürlich gab es viele Menschen der anderen Demo, die uns vor der SPD-Zentrale begrüßt haben - sogar in unsere Richtung gerannt sind, weil sie gesehen haben ,dass wir die Bullensperren durchbrochen haben!

Eine Frage bliebe aber: hat ein ATTAC-Funktionär tatsächlich mít den Bullen vereinbart, die andere Demo abzusperren und nicht zur SPD-Zentrale gelangen zu lassen???

Hoch die Internationale Solidarität!
Kapitalismus zerschlagen!

@volksnaher Pankone

Sponti 31.08.2004 - 20:06

Hallo völkischer Pankone,

da machen "Deine" Leute schon ne eigene Demo mit Lauti bei der einfach alles stimmt und demnächst sogar ne unvölkische Volxküche und Du hast trotzdem nichts besseres zu tun, als auf der bösen und wuchtigen Marxisten-Leninisten Demo mitzulatschen. Hast Du nen Kopf-Problem oder ist Dir Deine Domina abhanden gekommen, dass Du das gleich zweimal hier posten musstest:
 http://de.indymedia.org/2004/08/91441.shtml

Nun haben wir schon in Berlin den Vorteil, um nicht zu sagen berlintypischen Luxus, für die unterschiedlichen linken Aktivisten neben den "Normalos" ein unwirtschaftliches Mehrfachangebot an Demonstrationen aufzubieten und solche Nörgeler und Meckerer wie Du kriegen es trotzdem nicht auf die Reihe. Ich stelle fest, während die MLPDler hier ewig und ständig ihre Parteiflugis publizieren, dass Du dem nur die gleiche unsinnige Mitteilungsbedürftigkeit vorzuweisen hast. Aber vermutlich wirst Du uns demnächst wieder mit Deiner hochwissenschaftlichen Attitüde, 100jahre zurückliegende geschichtlich ganz unvölkisch anzusehende "Wurzeln" Deines Denkens und Deiner Symbole zu erklären, überziehen. Der Lächerlichkeit nicht genug, rammelst Du auch noch auf die Demo Deines selbsterklärten Feindes. Uiuiui, da waren die 10 Euro für den Besuch in der örtlichen Psychatriepraxis Deines Vertrauens wohl wieder verkifft. Du bist total verkrustet und hälst mit aller Macht an auch noch jeder so kleinen Sache fest, obwohl mittlerweile jeder weiß, dass die Montagsdemos nicht mehr "steuerbar" sind. Übrigens, die Rathaus-Demo ist ja wohl echt die Parteiveranstaltung! Du bist eben auch nur Volker, Pöbel und Gesoxs!

@ss: Ditt war ich

Wixxxer 31.08.2004 - 21:41
Ne, ne, ditt war ick. Ick hatte keen Lesezechen. Findeste da och noch die Zettelchens von da ATTAC und den Spartakisten und so nem Frauenvereinszeug, Courage oder so. Och von den DKP-in Aufbauleuten habe ick heute nen Zeittel als Lesedingsda benutzt. Watt man halt so in de Hand gedrückt bekommt. Ick fraje mir nur, wie die mit de Penunzen machen, ick meene wovon leben die eijentlich und wer jibt den ditt Jeld, den Zaster für de Pappe und so fort.