Montagsdemo in Göttingen
In Göttingen fand heute am späten Nachmittag die zweite Montagsdemo statt. Nachdem letzte Woche 150-200 TeilnehmerInnen ihren weg zum Alten Rathaus fanden, waren heute ungefähr doppelt so viele am Start: 300-350 Menschen gingen auf die Straße.
Eigentlich war ja wohl mehr zu erwarten: Göttingen mit seiner eingeübten "Protestkultur" sollte für größere Demos stehen, aber offensichtlich macht das Ost-West-Gefälle in Sachen Protest auch vor dem ehemaligen Zonenrandgebiet nicht halt. Wesentlich breiter als in der vergangenen Woche war jedenfalls das Spektrum der VeranstalterInnen. Nachdem letztes eigentlich nur die - als "Bündnis gegen Sozialkahlschlag" getarnte - MLPD aufgerufen hatte und sich die ALI (Ex-Antifa M-Splittergruppe) und die Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe (GALG) offen auftraten, waren diemal auch die DKP, Attac!, der DGB und mehrere Kleingruppen vertreten. Anmelder war der südniedersächsische DGB-Chef Sebastian Wertmüller. Inhaltlich gab es keine großen Würfe, auf die MLPD-Parole "Das Volk sind wir!" wurde allerdings glücklicherweise verzichtet.
Anbei noch die Meldung des Stadtradios von 18 Uhr (Steht auch nach was zu dem famosen Hungerstreik von gestern drin):
Erneut Montagsdemonstration in Göttingen
Über 300 Personen haben heute Nachmittag auf dem Göttinger Marktplatz an einer weiteren Montagsdemonstration teilgenommen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Hartz IV stoppen – Agenda 2010 kippen". Aufgerufen hatten unter anderem der DGB, die Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe GALG, ver.di, Attac und diverse weitere Institutionen und Initiativen. Der DGB-Regionsvorsitzende Sebastian Wertmüller sagte in seiner Rede, es sei allerhöchste Zeit, dass sich die Unzufriedenen auch auf der Straße zeigten. Die Demonstrationen seien notwendig, weil in Berlin niemand auf Kritik und gute Argumente hören wollte. Wertmüller warf der Bundesregierung vor, die Bodenhaftung verloren zu haben. Wer in Zusammenhang mit Hartz IV von verkraftbaren Einschnitten und notwendigen Korrekturen spreche, gehöre zu denen, die nie mit 350 Euro in der Hand einen langen Monat über die Runden bringen mussten, so der DGB-Regionsvorsitzende wörtlich. Unterdessen ist ein geplanter Hungerstreik von 150 Personen gegen Hartz IV vor der Göttinger Agentur für Arbeit gestern Abend kurz nach seinem Beginn abgebrochen worden. Die Stadtverwaltung habe die Aktion zwar zunächst genehmigt, am Freitag aber wegen drohender Suizidgefahr doch noch untersagt, heißt es in einer Mitteilung im Internet.
Anbei noch die Meldung des Stadtradios von 18 Uhr (Steht auch nach was zu dem famosen Hungerstreik von gestern drin):
Erneut Montagsdemonstration in Göttingen
Über 300 Personen haben heute Nachmittag auf dem Göttinger Marktplatz an einer weiteren Montagsdemonstration teilgenommen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Hartz IV stoppen – Agenda 2010 kippen". Aufgerufen hatten unter anderem der DGB, die Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe GALG, ver.di, Attac und diverse weitere Institutionen und Initiativen. Der DGB-Regionsvorsitzende Sebastian Wertmüller sagte in seiner Rede, es sei allerhöchste Zeit, dass sich die Unzufriedenen auch auf der Straße zeigten. Die Demonstrationen seien notwendig, weil in Berlin niemand auf Kritik und gute Argumente hören wollte. Wertmüller warf der Bundesregierung vor, die Bodenhaftung verloren zu haben. Wer in Zusammenhang mit Hartz IV von verkraftbaren Einschnitten und notwendigen Korrekturen spreche, gehöre zu denen, die nie mit 350 Euro in der Hand einen langen Monat über die Runden bringen mussten, so der DGB-Regionsvorsitzende wörtlich. Unterdessen ist ein geplanter Hungerstreik von 150 Personen gegen Hartz IV vor der Göttinger Agentur für Arbeit gestern Abend kurz nach seinem Beginn abgebrochen worden. Die Stadtverwaltung habe die Aktion zwar zunächst genehmigt, am Freitag aber wegen drohender Suizidgefahr doch noch untersagt, heißt es in einer Mitteilung im Internet.
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Ergänzungen
kein Wunder
War es nicht auch der Arbeiterverräter Wertmüller, der schon mal seine Befehle hiter der Hand gab, wenn Gruppierungen, die nicht in der Reichsarbeitsdienstmentalität der Schröder/Brüning zu hause sind, obdachlos gemacht werden sollten?
Göttingen ist eine schöne Stadt, weil sie viele Bäume hat...
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@kein Göttinger — nach der revolution
War schon ein guter Anfang... — in Göttingen