Berlin: McKinsey kommt
Die Unternehmensberatung McKinsey möchte in Berlin ihr 40jähriges Jubiläum ihrer Tätigkeit in Deutschland feiern. Bescheiden wie der neoliberale Konzern nunmal ist, wurden dafür gleich mehrere Museen und öffentliche Gebäude im Stadtzentrum Berlins für geschlossene Veranstaltungen angemietet. Mit einem riesigen Festessen will McKinsey und Company am 27.8. 2004 5000 geladene Gäste aus aller Welt beglücken, und selbst den Dom und den Palast der Republik nehmen sie dafür in Beschlag. Bischof Huber und Wirtschaftsminister Clement wollen Reden schwingen.
Ob das Festgelage so glimpflich über die Bühne gehen wird? Der Konzern McKinsey hat als neoliberaler think tank die Entlassung von zahlreichen Menschen auf dem Gewissen, und der Geschäftsführer von McKinsey in Deutschland, Dr. Peter Kraljic , saß auch in der Hartz-Kommission. Weltweit berät McKinsey Unternehmen und Regierungen in Verschlankungs- und Effizienzmassnahmen, und ließ seine Beratungstätigkeit auch bei der Privatisierung von Krankenhäusern (Vivantes) in Berlin teuer bezahlen. In einer Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin dürfen Studierende zum Beispiel über die Erschließung neuer Finanzquellen und die Serviceorientierung der Universitätsverwaltung mit nachdenken.
Der Dramaturg Rolf Hochhuth schrieb ein Stück "McKinsey kommt!" über den Raubtierkapitalismus. Offenbar traute sich kein großes Schauspielhaus an die Uraufführung, und die Premiere wurde in die Stadt Brandenburg verlegt, ein Ort mit 22 Prozent Arbeitslosigkeit. Mit dem Thema McKinsey traf Hochhuth "den Nerv der Zeit" sagte Reich-Ranicki. Der Abbau von Arbeitsplätzen wurde zum Maß aller Dinge. McKinsey sei ein Beispiel, sagt Hochhuth. "das symptomatisch für den 'Terror der Ökonomie' überhaupt geworden ist: Die Deutsche Bank (...) hat im erfolgreichsten Jahr seit ihrem Bestehen - 9,8 Milliarden Reingewinn 2001/2002 - sämtliche Filialen mit weniger als acht Angestellten geschlossen und mehr als elftausend ihrer Mitarbeiter hinausgeworfen, was die Bosse mit zynischer Unmenschlichkeit 'freisetzen' nennen. Der oberste Herr Josef Ackermann 'verdient' jährlich 6,95 Millionen Euro. Die Deutsche Bank hat den 'Propheten der Effizienz', der Firma McKinsey 179 000 Beraterstunden mit je 300 Euro bezahlt."
Die Uraufführung des Stücks "McKinsey kommt!" fiel zusammen mit der Anklage gegen Josef Ackermann, der wegen des Verdachts der Untreue vor Gericht stand. Es ging um die Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone im Jahre 2000 - und um die gewaltigen Abfindungen für die ehemaligen Mannesmann-Manager. Ackermann, der im Jahr 2001 gleichzeitig einen Rekord an Profit und an Massenentlassungen produzierte, fühlte sich vom Theaterstück so beleidigt, dass er sogar rechtliche Schritte gegen Hochhuth prüfen ließ.
Die Firma McKinsey dagegen buchte für ihre MitarbeiterInnen und GeschäftsfreundInnen gleich zwei ganze Vorstellungen des Hochhuth-Dramas in Brandenburg. So sicher ist sich der Konzern, daß der Kapitalismus reibungslos funktioniert und niemand ein schlechtes Gewissen aufgrund der Massenentlassungen hat: Denn "das Effizienzprinzip hat einen Namen: McKinsey" (Dirk Kurbjuweit).
Die Uraufführung von "McKinsey kommt!" in Berlin sollten wir uns auf jeden Fall nicht entgehen lassen!
Hartz-IV-Gegner wollen McKinsey-Fest stören:
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story699339.html
McKinsey kommt:
http://www.jungewelt.de/2004/08-26/009.php
felS:
http://www.nadir.org/fels
Der Dramaturg Rolf Hochhuth schrieb ein Stück "McKinsey kommt!" über den Raubtierkapitalismus. Offenbar traute sich kein großes Schauspielhaus an die Uraufführung, und die Premiere wurde in die Stadt Brandenburg verlegt, ein Ort mit 22 Prozent Arbeitslosigkeit. Mit dem Thema McKinsey traf Hochhuth "den Nerv der Zeit" sagte Reich-Ranicki. Der Abbau von Arbeitsplätzen wurde zum Maß aller Dinge. McKinsey sei ein Beispiel, sagt Hochhuth. "das symptomatisch für den 'Terror der Ökonomie' überhaupt geworden ist: Die Deutsche Bank (...) hat im erfolgreichsten Jahr seit ihrem Bestehen - 9,8 Milliarden Reingewinn 2001/2002 - sämtliche Filialen mit weniger als acht Angestellten geschlossen und mehr als elftausend ihrer Mitarbeiter hinausgeworfen, was die Bosse mit zynischer Unmenschlichkeit 'freisetzen' nennen. Der oberste Herr Josef Ackermann 'verdient' jährlich 6,95 Millionen Euro. Die Deutsche Bank hat den 'Propheten der Effizienz', der Firma McKinsey 179 000 Beraterstunden mit je 300 Euro bezahlt."
Die Uraufführung des Stücks "McKinsey kommt!" fiel zusammen mit der Anklage gegen Josef Ackermann, der wegen des Verdachts der Untreue vor Gericht stand. Es ging um die Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone im Jahre 2000 - und um die gewaltigen Abfindungen für die ehemaligen Mannesmann-Manager. Ackermann, der im Jahr 2001 gleichzeitig einen Rekord an Profit und an Massenentlassungen produzierte, fühlte sich vom Theaterstück so beleidigt, dass er sogar rechtliche Schritte gegen Hochhuth prüfen ließ.
Die Firma McKinsey dagegen buchte für ihre MitarbeiterInnen und GeschäftsfreundInnen gleich zwei ganze Vorstellungen des Hochhuth-Dramas in Brandenburg. So sicher ist sich der Konzern, daß der Kapitalismus reibungslos funktioniert und niemand ein schlechtes Gewissen aufgrund der Massenentlassungen hat: Denn "das Effizienzprinzip hat einen Namen: McKinsey" (Dirk Kurbjuweit).
Die Uraufführung von "McKinsey kommt!" in Berlin sollten wir uns auf jeden Fall nicht entgehen lassen!
Hartz-IV-Gegner wollen McKinsey-Fest stören:
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story699339.html McKinsey kommt:
http://www.jungewelt.de/2004/08-26/009.php felS:
http://www.nadir.org/fels
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Action!
15:00 Uhr, mitessen bei McKinsey auf dem Pariser Platz, es gibt Fingerfood und cocktails
19:00 Uhr, Mitessen beim Dinner, Treffpunkt Bebelplatz (gegenüber HU auf Unter den Linden)
ab 20:00 Uhr Schlossplatz, Bruder&Kronstädta sind am Start! Mucke und Action!
ab 21:30 mitfeiern bei der Palastdisko, mit Clement und Co.!
Kommt alle
Hartz IV stoppen, McKinsey schocken! (und in die Hummersuppe spucken)
Palastder Republik 40JahreMcKinsey4.500 Gäste
Mitglied der Hartz-Kommission:
Dr. Peter Kraljic, Direktor der McKinsey & Company Düsseldorf
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Charité sucht Projektmanager Mittwoch, 18. August 2004
Sparkurs: 20 Mediziner und 200 Pflegekräfte werden überflüssig
Von Tanja Kotlorz
Wie viel sich die Charité den externen Sachverstand kosten lassen wird, ist nicht bekannt.
McKinsey hat für drei Monate Arbeit bei Vivantes immerhin 2,7 Millionen Euro in Rechnung gestellt.
Das entspricht einem Tageshonorar pro Berater von etwa 2500 Euro.
Drastischer Sparkurs: Jeder vierte Arzt im Humboldt-Klinikum soll gehen
von Tanja Kotlorz
Sparkurs bei Vivantes: Im Humboldt-Klinikum soll jeder vierte Arzt gehen
Von Tanja Kotlorz Freitag, 20. August 2004
Vivantes: 130 Ärzte sollen gehen
"Schmerzhafte Einschnitte" für Sanierung des Klinikkonzerns - Mediziner warnen vor "OPs im Akkord" Von Tanja Kotlorz
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McKinsey kommt - am 27.8. nach Berlin
Berliner Morgenpost/ Die Welt/ Welt Kompakt - eine Redaktion 3 Zeitungen
Hartz-IV-Gegner wollen McKinsey-Fest stören von K. Jahr-Weidauer
Donnerstag, 05. August 2004 McKinsey feiert mit 4 500 Gästen cri.
40 Jahre McKinsey
Mit rund 4.500 Gästen feiert McKinsey sein Jubiläum. Geplant ist auch ein Lindenfest entlang der Straße Unter den Linden, das allen offensteht zu besuchen. Ein mehrteiliges Kunstwerk, dass Teil der Langen Nacht der Museen am 28. 8. sein soll, wird dort ebenfalls errichtet. Die Feiergesellschaft selbst bleibt dann später am Abend im Palast der Republik ganz unter sich.
Ort: Palast der Republik, Unter den Linden, , 10117 Berlin
Dienstag, 24. August 2004 Feiern und feiern lassen
Die Unternehmensberatung McKinsey tut etwas fürs Image.
Von ihrem Sommerfest sollen auch die Berliner etwas haben Elmar Schütze
EIN ARTIKEL ZWEI VERSIONEN
Mittwoch, 25. August 2004 Montagsdemos werden koordiniert
Organisatoren wollen Zersplitterung begegnen
Anke Springer und Christoph Scheuermann
Mittwoch, 25. August 2004 Montagsdemos werden besser koordiniert
Die Organisatoren wollen der Zersplitterung begegnen
Anke Springer und Christoph Scheuermann
21.08.2004 01:05 Auferstanden aus Ruinen Von Gunnar Leue
Auferstanden aus Ruinen – der Charme des Palastes der Republik. Daran gibt es keinen Zweifel, wenn man sieht, wie begehrt die größte Bauruine der Hauptstadt als Kultur- und Eventort dieser Tage ist.
Die Düsseldorfer (!) Unternehmensberatung McKinsey feiert hier mit einer großen Party ihr Firmenjubiläum.
21.8.2004 Zwischenpalastnutzung Das zweitägige Kulturfest in Berlin Von Hartmut Krug
Kunst in Bau Von Christian van Lessen
Unter den Linden entstehen riesige Skulpturen – sie werden zur Langen Nacht der Museen das Stadtbild in Mitte prägen
Berlin: Oberprivatisierer McKinsey feiert sich selber - Firmenjubiläum
Unter den Linden mit Reichenspeisung Wir organisieren die Armenspeisung
Montagsroutine und Spaltungstendenzen Peter Nowak 24.08.2004
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1. Zur Bildungspolitik:
a) Sofortige Rücknahme des „Hochschulmodernisierungsgesetzes“.
Dieses ist Produkt eines politischen Prozesses, aus denen die betroffenen
gesellschaftlichen Gruppen bewusst ausgeschlossen wurden. Die Ausarbeitung der Reform wurde weitestgehend von der Unternehmensberatung Mc Kinsey gestaltet, während die
mehrheitlich mit Wirtschaftsfunktionären besetzte Dohnaniy-Kommission nur als Namensgeber und Aushängeschild dienten.
Die führenden Akteure verschiedener deutscher Konzerne, unter anderem von Deutscher Bank, Allianz und Daimler-Chrysler gaben zusammen mit der Hertie-Stiftung bei der Unternehmensberatung Mc Kinsey eine Studie in Auftrag. Deren Ergebnis: Weltniveau bei der Bildung ist auch in Deutschland machbar.
deutschnationaler Arbeits Propaganda Tag
TeamArbeit-Aktionstag in Berlin am 9. September
Aktionstag Berlin
Der 16. Aktionstag von TeamArbeit für Deutschland geht am 9. September in Berlin über die Bühne. TeamArbeit stellt dabei private Initiativen, Projekte und nachahmenswerte Beispiele von Unternehmen und ehemaligen Arbeitsuchenden vor, die sich für mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze einsetzen. Vor Ort gibt es wie bei vorangegangenen Aktionstagen zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch.
Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister Wolfgang Clement wird voraussichtlich von 14.00 bis 18.00 Uhr vor Ort sein. Gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, wird er bei einer Talkrunde Unternehmern Rede und Antwort stehen. ..............
Das Aktionstag-Programm in Berlin