erfolgreicher start der anti-lager-actiontour
die antilageractiontour hat sich am 20.08. aufgemacht den widerstand gegen lager im land hörbar und spürbar zu machen. ihr erster aktions tag kam diesen ziel schon sehr nah.
Das Abschiebelager in Bramsche-Hesepe ist, im westlichen Niedersachsen liegend hat Modellcharakter für das, was an menschunwürdiger Unterbringung möglich ist. Die Situation in Bramsche-Hesepe ist, wie in vielen anderen Lagern auch, miserabel. Das Lager befindet sich gänzlich abgelegen von der einheimischen Bevölkerung, zu der ein Kontakt kaum möglich und nicht erwünscht ist. Auch die ca. 50 Kinder, die in dem Lager untergebracht sind, sollen das Lager noch nicht einmal für den Schulbesuch verlassen, dafür wurde nun eine Lagerschule eingerichtet. Die medizinische Versorgung der MigrantInnen ist mangelhaft. Die oftmals durch Folter und Krieg stark traumatisierten Flüchtlinge erhalten in der Regel keine psychologische Betreuung, und auch andere Facharztbesuche sind erst nach langen Auseinandersetzungen möglich. Bei der Verpflegung wird kaum Rücksicht auf kulturelle Vorlieben bzw. Abneigungen genommen. Die Unterbringung ist katastrophal, ein 16 qm Zimmer müssen sich bis zu vier Personen oder ganze Familien teilen, eine Privatsphäre ist somit nicht möglich. Eine Rechtsberatung sieht das Konzept des Lagers nicht vor. Stattdessen gibt es die sog. „Rückkehrberatung“. Entscheidend dabei ist, daß es sich bei den in Bramsche-Hesepe untergebrachten Flüchtlingen keineswegs um abgelehnte AsylbewerberInnen handelt, die „ausreisepflichtig“ sind. Fast alle Flüchtlinge haben erst kurz vor der Einweisung in das Lager ihren Asylantrag gestellt. Die Einweisung findet ausschließlich aufgrund der „Prognoseaussage des Bundesamtes für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge“ statt, die allein aufgrund der Herkunftsländer „keine Perspektive für einen dauerhaften Aufenthalt“ erkennt. Mit dieser Praxis wird selbst der letzte Rest des deutschen Asylrechts ausgehebelt, das immerhin nach seinem Text eine individuelle Prüfung der Asylgründe vorsieht. Mit 550 Insassen als größtes Abschiebelager Europas ist dieses Lager ein zentraler Baustein in der rassistischen und repressiven Ausländerpolitik der BRD.
am 21.08. versammelten sich in hesepe 350 - 450 menschen, im rahmen der antilageractiontour, um ihren protest gegen diese zustände, das lagersystem und allen anderen staatlich, rassistischen ausgrenzungsstrukturen den kampf anzusagen. einige menschen aus dem lager waren gekommen und berichteten das sie hätten gehen dürfen aber ihnen gedroht wurde, dass der kontakt zu menschen vom camp und die teilnahme an der demonstration nicht gut für sie wäre. solche einschüchterungen und die seit tagen auf dem gelände stationierte polizei hat viele flüchtlinge eingeschüchtert, so dass sie sich entschieden, nicht zu kommen. hatte die polizei eine grosse präsenz angekündigt, hielt sie sich voerst, bis auf einen völlig unnötigen vorderen spalier, zurück. durch das dorf hesepe führte die route auf die bundesstr. und zum abschiebelager. die heseperInnen hielten sich sicher auf ihren balkonen und hinter den gartenzäunen auf. reaktionen und kommentare liessen aber wenig zweifel daran, dass sie wenig verständnis für die anliegen der demonstration hatten, um hier eine freundliche formulierung zu wählen. mensch könnte auch von einem offenen rassismus und feindseliger ignoranz schreiben. trotzdem oder eben drum war die demo durch lauti, singen, trommeln parolen sehr laut und kräftig. in redebeiträgen wurde immer wieder auf die situation im lager hingewiesen und die abschaffung aller lager gefordert. am selbigen angekommen fanden die demonstrantInnen den für sie von der polizei zu gestimmten und markierten kundgebungsplatz zu klein. ausserdem sollte der forderung nach dem ende der isolierung der flüchtlinge nachdruck gegebe werden. so wurde der rasend gestürmt und versucht den lagerzaun umzureissen. die durchaus in hoher zahl vorhandenen cops hatten sich scheinbar auf ihre macht durch präsenz verlassen und reagierten vorerst gar nicht oder mit hilflosen am "ärmchenziehen" einzelner. so war ein konsequentes rütteln am zaun mehrere minuten möglich. bevor das erhoffte fallen der "grenze" umgesetzt werden konnte hatte sich team green aber leider berappelt und tat was es immer tut. dennoch erfolgte auch der rückzug mit guten noten. einziger fataler abzug bei den punkten: eine festnahme.
nach einer abschlussrede und einem kurzen fussballspiel, das leider ohne die flüchtlinge aus dem lager stattfinden musste, ging die demonstration zurück zum camp.
am 21.08. versammelten sich in hesepe 350 - 450 menschen, im rahmen der antilageractiontour, um ihren protest gegen diese zustände, das lagersystem und allen anderen staatlich, rassistischen ausgrenzungsstrukturen den kampf anzusagen. einige menschen aus dem lager waren gekommen und berichteten das sie hätten gehen dürfen aber ihnen gedroht wurde, dass der kontakt zu menschen vom camp und die teilnahme an der demonstration nicht gut für sie wäre. solche einschüchterungen und die seit tagen auf dem gelände stationierte polizei hat viele flüchtlinge eingeschüchtert, so dass sie sich entschieden, nicht zu kommen. hatte die polizei eine grosse präsenz angekündigt, hielt sie sich voerst, bis auf einen völlig unnötigen vorderen spalier, zurück. durch das dorf hesepe führte die route auf die bundesstr. und zum abschiebelager. die heseperInnen hielten sich sicher auf ihren balkonen und hinter den gartenzäunen auf. reaktionen und kommentare liessen aber wenig zweifel daran, dass sie wenig verständnis für die anliegen der demonstration hatten, um hier eine freundliche formulierung zu wählen. mensch könnte auch von einem offenen rassismus und feindseliger ignoranz schreiben. trotzdem oder eben drum war die demo durch lauti, singen, trommeln parolen sehr laut und kräftig. in redebeiträgen wurde immer wieder auf die situation im lager hingewiesen und die abschaffung aller lager gefordert. am selbigen angekommen fanden die demonstrantInnen den für sie von der polizei zu gestimmten und markierten kundgebungsplatz zu klein. ausserdem sollte der forderung nach dem ende der isolierung der flüchtlinge nachdruck gegebe werden. so wurde der rasend gestürmt und versucht den lagerzaun umzureissen. die durchaus in hoher zahl vorhandenen cops hatten sich scheinbar auf ihre macht durch präsenz verlassen und reagierten vorerst gar nicht oder mit hilflosen am "ärmchenziehen" einzelner. so war ein konsequentes rütteln am zaun mehrere minuten möglich. bevor das erhoffte fallen der "grenze" umgesetzt werden konnte hatte sich team green aber leider berappelt und tat was es immer tut. dennoch erfolgte auch der rückzug mit guten noten. einziger fataler abzug bei den punkten: eine festnahme.
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Ergänzungen