'Grüne' Moritz zu Pingutopia/Bauprojekt
Die 'grüne' Spitzenkandidatin Barbara Moritz antwortet auf die Anfrage eines besorgten Anwohners, der einen massiven Verlust an Lebensqualität durch das dort, wo bis gestern das Soziale Zentrum Pingutopia befand, geplante Bauprojekt.
the squatting ecologist kommentiert Barbara Moritz' Antwort unter besonderer Beachtung lokalpolitischer und ökologischer Gesichtspunkte.
the squatting ecologist kommentiert Barbara Moritz' Antwort unter besonderer Beachtung lokalpolitischer und ökologischer Gesichtspunkte.
Seite 1, Absatz 3: "Niemand würde auf die Idee kommen..."
Doch, erfahrungsgemäß würde Fritz Schramma ganz sicher auf die Idee kommen. Umweltpolitisch ist die Regierung Schramma/Moritz hauptsächlich durch 2 Aspekte aufgefallen: eine konsequente Verweigerung des Nachhaltigkeitsgedankens und das gnadenlose Abholzen von Bäumen, auch wenn es sich um alte, schützenswerte Exemplare handelt. Ob es das wenig fachgerechte Zurechtstutzen der Bäume am Rheinpanorama handelt, um die großangelegte Baumfällung für die neue Durchgangsstraße an der Raderthaler Brache oder als neuster Skandal die ebenso erbarmungslose wie gesetzeswidrige Vernichtung des Biotops hinter dem Sozialen Zentrum 'Pingutopia', Fritz Schramma scheint erst glücklich zu sein, wenn er vom Splittern fallender Bäume träumen kann.
Die Luftqualität im innerstädtischen Bereich hat sich durch diese umweltpolitischen Amokläufe nicht gerade verbessert.
Abs. 5: "Der Wegzug...":
Ja, aber die geplanten Betonklötze machen alles dadurch Gewonnene wieder zunichte.
Abs.6: "Langfristig besteht...":
Frau Moritz ist offenbar über die wirtschaftliche Situation in dieser Stadt uninformiert. Sie redet über de facto nicht sonderlich mit der ökonomischen Realität verbundene, unverbindliche Absichtserklärungen, als wäre morgen Baubeginn. Es ist noch anzumerken, daß die 'Ansiedlung' eines Lebensmittelmarktes am genannten Ort aufgrund der vorhandenen Bausubstanz erneut mit erheblichen Bauarbeiten verbunden sein wird.
Die Sicherheit, mit der Frau Moritz faktisch unabwägbare 'Tatsachen' darstellt, ist rätselhaft: entweder handelt es sich um als Tatsachen getarnte Spekulation, oder es ist mal wieder Schmiergeld geflossen. Im ersteren Fall wäre Frau Moritz offenbar unfähig, die ihr von der Wählerschaft übertragene Aufgabe sachgemäß zu erfüllen, im zweiten Fall eine schnöde Kriminelle.
Seite 2, Abs.2: "Es wird aber sicher...":
Ja, das wird es natürlich geben, obwohl eine zeitweilige Komplettsperrung bzw Blockierung des Kreuzungsbereichs Mosel-/Pfälzer Straße durch Transport- und Baufahrzeuge schwer vermeidbar sein wird. Nichtsdestotrotz hat die Anwohnerschaft im Laufe der Zerstörung des Geländes und der Gebäude einen ersten Vorgeschmack auf das bekommen, was sich nunmehr mehrere Monate lang vor ihrer Nase abspielen wird. Aber da Frau Moritz nicht am Eifelplatz wohnt und das fragliche Areal offenbar nur aus Berichten aus zweiter oder dritter Hand kennt, ist von ihrer Seite offensichtlich keinerlei Detailkenntnis vonnöten.
Abs. 3: "Der Ziel- und Quellverkehr...":
Es existieren alternative Konzepte für reine Wohnbebauung und für eine Mischbebauung aus Wohn- und Bürogebäuden. Diesen Lapsus allerdings darf man Frau Moritz nicht ankreiden, er entwertet lediglich ihre Aussage.
Abs.4: "Abgesehen von...":
Wäre Frau Moritz nicht an ökologischen Aspekten so offensichtlich uninteressiert und uninformiert, würde ihr klar sein, daß bis auf einige geschützte Gebiete wie den Altrheinarm 'Worringer Bruch', die Wahner Heide etc, die für Bauvorhaben ohnehin nicht in Frage kommen, das Kölner Umland größtenteils aus ökologisch nahezu wertlosen Monokulturen (Kohl, Mais, Raps, Getreide) besteht, deren Böden durch intensive Landwirtschaft, Dünge- und Spritzmitteleintrag teilweise stark belastet sind. Mit anderen Worten, die paar 'unberührten Naturräume', die es dort noch gibt, kommen von vorneherein nicht in ein Bauvorhaben in Frage, und mehr noch: wird das neuste know-how nachhaltiger Bautechniken angewandt, ließe sich bei einer Realisierung des Bauvorhabens im Stadtrandgebiet die ökologische Wertigkeit des betreffenden Areals ERHÖHEN.
Nach den Vorstellungen von Frau Moritz resultiert 'grüner' Städtebau in einer sterilen Betonwüste, die lediglich durch ökologisch minderwertige Nutzflächen wie Parks 'aufgelockert' wird - auf dem mit ausdrücklicher Billigung von Frau Moritz vernichteten Areral am Eifelplatz war neben als 'vom Aussterben bedroht/streng geschützt' klassifizierten Tieren (die mit ziemlicher Sicherheit bei den Abrißarbeiten ums Leben gebracht wurden) alles in allem eben NICHT die typische artenarme Stadtflora, die marginale Lebensräume kennzeichnet, anzutreffen. Aber da Frau Moritz offensichtlich statt ihrer Pflicht, sich kundig zu machen, lieber Erlasse in typisch selbstherrlicher Bürokratenmanier, wie man sie von den etablierten Parteien kennt und längst leid geworden ist, mit einem Federstrich und unbefleckt von notwendigem Hintergrundwissen abhakt, ist das für sie irrelevant.
Von der anstehenden Versiegelung der zerstörten Fläche durch das Neubauprojekt, die negativen Folgen für Lokal-/Mikroklima, Wasserhaushalt, das Problem der Lagerung von immerhin ca. 100.000 Kubikmetern Bodenabtrag, die Notwendigkeit, auf den dann anstehenden biologisch toten Boden für teures Geld eine unnatürliche Humusschicht aufzutragen, die erst nach Jahren wieder als 'Boden' bezeichnet werden kann etc anzufangen ist überflüssig, da Frau Moritz offenbar nicht über die notwendigen Kompetenzen verfügt, derlei Fakten zu berücksichtigen.
dito, "...hat eine solche Abwanderung...":
Wenn es nicht die von SPD/FDP/CDU/Grünen getragenen Steuererlässe und Abschreibungsmöglichkeiten für Großsteuerzahler gäbe, würde sich die finanzielle Situation der Stadt Köln sehr viel besser darstellen.
dito, "Der Wohnstandort Köln...":
Ignoranz oder bewußte Trickserei? Die Daten lassen keinen klaren Trend erkennen; vielmehr erscheint es angesichts von Faktoren wie der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage - insbesondere den peinlich gescheiterten Luftschlössern Schrammas, Köln zur 'Medienhauptstadt' aufzubauen, der zunehmenden Verarmung durch die Sozial'reformen' von SPD/Grünen/CDU/FDP - Leben in der Stadt ist teuer, und die nach Hartz IV 'zumutbaren' Zwangsumzüge und 2stündigen Arbeitswege werden summa summarum zu einer generellen Zunahme der Stadflucht führen -, aufgrund von Studiengebühren rückläufigen Studierendenzahlen eher wahrscheinlich, daß eine stochastische Schwankung, weil Erfolge rar geworden sind für Team Schwarz-Grün, gleich als Trend verkauft wird.
Mittelfristig scheint eher das genaue Gegenteil zuzutreffen. Wer mit offenen Augen durch diese Stadt geht, wird viele Neubauwohnungen finden, die seit geraumer Zeit leerstehen.
Was nicht angesprochen ist, ist das ungeklärte Problem, wie mit dem zwangsläufig anfallenden Partikeleintrag (Stäube, Ruß, hochgiftige Herbizide) der angrenzenden Bahnstrecke umngegangen werden soll. Es ist bislang nicht bekannt, daß seitens der Bauplanung diesem Problem beachtung geschenkt worden wäre. Bislang sorgte die dichte Bepflanzung des Geländes dafür, daß die mikroklimatischen Bedingungen im mittleren Teil des Biotops qualitiativ in der Kölner Innenstadt ihresgleichen suchten; bei Gleisbettarbeiten war zu beobachten, wie die anstehenden Bäume riesige Staubwolken 'wegfilterten'. Partikeleintrag ist eins der am schwersten zu lösenden Probleme bei Bauvorhaben an emissionsreichen Zonen; hinzu kommt die vorherrschende Windrichtung, die alles, was auf der Bahntrasse aufwirbelt, geradewegs auf das Gelände wirbelt. Die Filterfunktion der Bäume wurde dadurch unterstützt, daß nur eine geringe Überhöhung der Bahntrasse gegenüber dem Gelände bestand. Nach Abtrag jedoch sind die Wohnhäuser geradezu in der 'Schußlinie'.
Das Baugesetzbuch der BRD verbietet Bauvorhaben, die "[d]ie Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse" nicht wahren.
Der Gipfel des Zynismus ist die von Frau Moritz bei anderer Gelegenheit vorgebrachte Argumentation, es würde doch mit dem Bau von Sozialwohnungen eine wichtige soziale Funktion erfüllt. Es sollte auch Frau Moritz bekannt sein, daß die in Sozialwohnungen untergebrachten Menschen (chronisch Kranke, Alte, Behinderte, kinderreiche Familien etc) sich oftmals durch besondere Anfälligkeit gegenüber ungesunden Lebensbedingungen auszeichnen. Das Bauvorhaben in der geplanten Form, mit allen Unterlassungen, Schlampigkeiten und Mängeln, als sozialen Segen zu bezeichnen, ist abstoßend - 'Euthanasie durch die Hintertür' ist sicher zu hart, aber leider Gottes eine 'dank' der Ignoranz, Uninformiertheit und Verantwortungslosigkeit der (Un)Verantwortlichen PolitikerInnen eher zutreffende Bezeichnung, sollte das Bauvorhaben wie geplant realisiert werden.
Dessenungeachtet zeugt die Kaltschnäuzigkeit, mit der Frau Moritz die Vernichtung der ökologisch höchst wertvollen Fläche, das Töten vom Aussterben bedrohter Tiere, abgenickt hat, daß man von dieser Kandidatin für den Stadtrat eines jedenfalls nicht erwarten kann:
eine Politik, die in irgendeiner Weise die Attribute 'ökologisch', 'nachhaltig' oder einfach auch nur 'verantwortlich' verdient.
Doch, erfahrungsgemäß würde Fritz Schramma ganz sicher auf die Idee kommen. Umweltpolitisch ist die Regierung Schramma/Moritz hauptsächlich durch 2 Aspekte aufgefallen: eine konsequente Verweigerung des Nachhaltigkeitsgedankens und das gnadenlose Abholzen von Bäumen, auch wenn es sich um alte, schützenswerte Exemplare handelt. Ob es das wenig fachgerechte Zurechtstutzen der Bäume am Rheinpanorama handelt, um die großangelegte Baumfällung für die neue Durchgangsstraße an der Raderthaler Brache oder als neuster Skandal die ebenso erbarmungslose wie gesetzeswidrige Vernichtung des Biotops hinter dem Sozialen Zentrum 'Pingutopia', Fritz Schramma scheint erst glücklich zu sein, wenn er vom Splittern fallender Bäume träumen kann.
Die Luftqualität im innerstädtischen Bereich hat sich durch diese umweltpolitischen Amokläufe nicht gerade verbessert.
Abs. 5: "Der Wegzug...":
Ja, aber die geplanten Betonklötze machen alles dadurch Gewonnene wieder zunichte.
Abs.6: "Langfristig besteht...":
Frau Moritz ist offenbar über die wirtschaftliche Situation in dieser Stadt uninformiert. Sie redet über de facto nicht sonderlich mit der ökonomischen Realität verbundene, unverbindliche Absichtserklärungen, als wäre morgen Baubeginn. Es ist noch anzumerken, daß die 'Ansiedlung' eines Lebensmittelmarktes am genannten Ort aufgrund der vorhandenen Bausubstanz erneut mit erheblichen Bauarbeiten verbunden sein wird.
Die Sicherheit, mit der Frau Moritz faktisch unabwägbare 'Tatsachen' darstellt, ist rätselhaft: entweder handelt es sich um als Tatsachen getarnte Spekulation, oder es ist mal wieder Schmiergeld geflossen. Im ersteren Fall wäre Frau Moritz offenbar unfähig, die ihr von der Wählerschaft übertragene Aufgabe sachgemäß zu erfüllen, im zweiten Fall eine schnöde Kriminelle.
Seite 2, Abs.2: "Es wird aber sicher...":
Ja, das wird es natürlich geben, obwohl eine zeitweilige Komplettsperrung bzw Blockierung des Kreuzungsbereichs Mosel-/Pfälzer Straße durch Transport- und Baufahrzeuge schwer vermeidbar sein wird. Nichtsdestotrotz hat die Anwohnerschaft im Laufe der Zerstörung des Geländes und der Gebäude einen ersten Vorgeschmack auf das bekommen, was sich nunmehr mehrere Monate lang vor ihrer Nase abspielen wird. Aber da Frau Moritz nicht am Eifelplatz wohnt und das fragliche Areal offenbar nur aus Berichten aus zweiter oder dritter Hand kennt, ist von ihrer Seite offensichtlich keinerlei Detailkenntnis vonnöten.
Abs. 3: "Der Ziel- und Quellverkehr...":
Es existieren alternative Konzepte für reine Wohnbebauung und für eine Mischbebauung aus Wohn- und Bürogebäuden. Diesen Lapsus allerdings darf man Frau Moritz nicht ankreiden, er entwertet lediglich ihre Aussage.
Abs.4: "Abgesehen von...":
Wäre Frau Moritz nicht an ökologischen Aspekten so offensichtlich uninteressiert und uninformiert, würde ihr klar sein, daß bis auf einige geschützte Gebiete wie den Altrheinarm 'Worringer Bruch', die Wahner Heide etc, die für Bauvorhaben ohnehin nicht in Frage kommen, das Kölner Umland größtenteils aus ökologisch nahezu wertlosen Monokulturen (Kohl, Mais, Raps, Getreide) besteht, deren Böden durch intensive Landwirtschaft, Dünge- und Spritzmitteleintrag teilweise stark belastet sind. Mit anderen Worten, die paar 'unberührten Naturräume', die es dort noch gibt, kommen von vorneherein nicht in ein Bauvorhaben in Frage, und mehr noch: wird das neuste know-how nachhaltiger Bautechniken angewandt, ließe sich bei einer Realisierung des Bauvorhabens im Stadtrandgebiet die ökologische Wertigkeit des betreffenden Areals ERHÖHEN.
Nach den Vorstellungen von Frau Moritz resultiert 'grüner' Städtebau in einer sterilen Betonwüste, die lediglich durch ökologisch minderwertige Nutzflächen wie Parks 'aufgelockert' wird - auf dem mit ausdrücklicher Billigung von Frau Moritz vernichteten Areral am Eifelplatz war neben als 'vom Aussterben bedroht/streng geschützt' klassifizierten Tieren (die mit ziemlicher Sicherheit bei den Abrißarbeiten ums Leben gebracht wurden) alles in allem eben NICHT die typische artenarme Stadtflora, die marginale Lebensräume kennzeichnet, anzutreffen. Aber da Frau Moritz offensichtlich statt ihrer Pflicht, sich kundig zu machen, lieber Erlasse in typisch selbstherrlicher Bürokratenmanier, wie man sie von den etablierten Parteien kennt und längst leid geworden ist, mit einem Federstrich und unbefleckt von notwendigem Hintergrundwissen abhakt, ist das für sie irrelevant.
Von der anstehenden Versiegelung der zerstörten Fläche durch das Neubauprojekt, die negativen Folgen für Lokal-/Mikroklima, Wasserhaushalt, das Problem der Lagerung von immerhin ca. 100.000 Kubikmetern Bodenabtrag, die Notwendigkeit, auf den dann anstehenden biologisch toten Boden für teures Geld eine unnatürliche Humusschicht aufzutragen, die erst nach Jahren wieder als 'Boden' bezeichnet werden kann etc anzufangen ist überflüssig, da Frau Moritz offenbar nicht über die notwendigen Kompetenzen verfügt, derlei Fakten zu berücksichtigen.
dito, "...hat eine solche Abwanderung...":
Wenn es nicht die von SPD/FDP/CDU/Grünen getragenen Steuererlässe und Abschreibungsmöglichkeiten für Großsteuerzahler gäbe, würde sich die finanzielle Situation der Stadt Köln sehr viel besser darstellen.
dito, "Der Wohnstandort Köln...":
Ignoranz oder bewußte Trickserei? Die Daten lassen keinen klaren Trend erkennen; vielmehr erscheint es angesichts von Faktoren wie der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage - insbesondere den peinlich gescheiterten Luftschlössern Schrammas, Köln zur 'Medienhauptstadt' aufzubauen, der zunehmenden Verarmung durch die Sozial'reformen' von SPD/Grünen/CDU/FDP - Leben in der Stadt ist teuer, und die nach Hartz IV 'zumutbaren' Zwangsumzüge und 2stündigen Arbeitswege werden summa summarum zu einer generellen Zunahme der Stadflucht führen -, aufgrund von Studiengebühren rückläufigen Studierendenzahlen eher wahrscheinlich, daß eine stochastische Schwankung, weil Erfolge rar geworden sind für Team Schwarz-Grün, gleich als Trend verkauft wird.
Mittelfristig scheint eher das genaue Gegenteil zuzutreffen. Wer mit offenen Augen durch diese Stadt geht, wird viele Neubauwohnungen finden, die seit geraumer Zeit leerstehen.
Was nicht angesprochen ist, ist das ungeklärte Problem, wie mit dem zwangsläufig anfallenden Partikeleintrag (Stäube, Ruß, hochgiftige Herbizide) der angrenzenden Bahnstrecke umngegangen werden soll. Es ist bislang nicht bekannt, daß seitens der Bauplanung diesem Problem beachtung geschenkt worden wäre. Bislang sorgte die dichte Bepflanzung des Geländes dafür, daß die mikroklimatischen Bedingungen im mittleren Teil des Biotops qualitiativ in der Kölner Innenstadt ihresgleichen suchten; bei Gleisbettarbeiten war zu beobachten, wie die anstehenden Bäume riesige Staubwolken 'wegfilterten'. Partikeleintrag ist eins der am schwersten zu lösenden Probleme bei Bauvorhaben an emissionsreichen Zonen; hinzu kommt die vorherrschende Windrichtung, die alles, was auf der Bahntrasse aufwirbelt, geradewegs auf das Gelände wirbelt. Die Filterfunktion der Bäume wurde dadurch unterstützt, daß nur eine geringe Überhöhung der Bahntrasse gegenüber dem Gelände bestand. Nach Abtrag jedoch sind die Wohnhäuser geradezu in der 'Schußlinie'.
Das Baugesetzbuch der BRD verbietet Bauvorhaben, die "[d]ie Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse" nicht wahren.
Der Gipfel des Zynismus ist die von Frau Moritz bei anderer Gelegenheit vorgebrachte Argumentation, es würde doch mit dem Bau von Sozialwohnungen eine wichtige soziale Funktion erfüllt. Es sollte auch Frau Moritz bekannt sein, daß die in Sozialwohnungen untergebrachten Menschen (chronisch Kranke, Alte, Behinderte, kinderreiche Familien etc) sich oftmals durch besondere Anfälligkeit gegenüber ungesunden Lebensbedingungen auszeichnen. Das Bauvorhaben in der geplanten Form, mit allen Unterlassungen, Schlampigkeiten und Mängeln, als sozialen Segen zu bezeichnen, ist abstoßend - 'Euthanasie durch die Hintertür' ist sicher zu hart, aber leider Gottes eine 'dank' der Ignoranz, Uninformiertheit und Verantwortungslosigkeit der (Un)Verantwortlichen PolitikerInnen eher zutreffende Bezeichnung, sollte das Bauvorhaben wie geplant realisiert werden.
Dessenungeachtet zeugt die Kaltschnäuzigkeit, mit der Frau Moritz die Vernichtung der ökologisch höchst wertvollen Fläche, das Töten vom Aussterben bedrohter Tiere, abgenickt hat, daß man von dieser Kandidatin für den Stadtrat eines jedenfalls nicht erwarten kann:
eine Politik, die in irgendeiner Weise die Attribute 'ökologisch', 'nachhaltig' oder einfach auch nur 'verantwortlich' verdient.
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Ergänzungen
Anemerkung
cologne left -united!
Ich hab auch schon immer das Gedacht,mich allerdings nicht getraut,das auch zu sagen-denn die angeblich nicht hierarchischin Zusammenhänge dann plötzlich auch schön hierarchisch werden...
Obwohl ich so ziemlich in der Nöhe von einem dieser Häuser wohne,habe ich erst so nach 7 (!) Jahren in der Nachbarschaft erfahren,das dies mal ein linkes Projekt war und auch noch heute eins sein soll...
Die Grönde die dazu geführt haben,kann ich jetzt nicht alle aufzöhlen,aber eines ist klar-DAS muss ein Discussionssthema werden!
yo
Es scheint ein Bedarf da zu sein, die Frage in der Szene zu thematisieren. AnsprechpartnerInnen wären konkret die Kampagne für ein Soziales Zentrum (Ladengold, Dienstags 20 Uhr) oder AK Pingu (momentan obdachlos). Aber angesichts der Montagsdemos, der Ratswahlen etc kann es sein, daß die Machtverhältnisse in der Stadt so erschüttert werden, daß diese Frage vom Lauf der Ereignisse überrollt wird. Die nächsten Wochen jedenfalls, soviel ist sicher, wird für die Kölner Linke sehr arbeitsintensiv werden, zumal 2 Menschen, die mit der Pingutopia-Besetzung gar nichts zu tun haben, außer zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein, vom Staat zur Kasse gebeten werden (1500 Euro Verfahrenskosten für die Räumungsverfügung).