Antifas von Montagsdemo in Gera entfernt

Robert Elsäßer 17.08.2004 03:48 Themen: Antifa
Bei der Montagsdemo am 16. August gegen Hartz IV wurde mehre AntifaschistInnen, welche sich in der Demo mitlaufenden Nazis in den Weg stellten von der Polizei ausgeschlossen, da sich „das Volk“ anscheinen mehr an den sich gegen die Nazis stellenden AntifaschistInnen zu stören scheint als an der Tatsache, das Nazis an der Demonstration teilnehmen.
kam es zu offenen Konfrontation zwischen AntifaschistInnen und Nazis welche sich in einem eigenem Block marschierten und unter eigenem Transparent liefen. Da es für die Antifas ausgeschlossen war hinter einem Transpi zu laufen, welches von NPD- Funktionären (z. B. Michael Soa), Anti- Antifas und anderen einschlägig bekannten Neo-Nazis, getragen wurde, entschloss Mensch sich die Nazis aus der Demo zu werfen, was aber an der Ignoranz und Gleichgültigkeit der sonstigen DemoteilnehmerInnen, sowie dem immanenten Faschismus und Nazismus in der Stadt Gera scheiterte. Als sich die Antifas mit ihrem Transparent vor die Nazis stellten kam es zu Handgreiflichkeiten gegen die Antifas, die herbei eilende Polizei versuchte zu schlichten, welches aber nicht gelang. Der Veranstalter meinte daraufhin, das er restliche Demozug an den Nazis vorbei laufen sollten (Vielleicht sollten die Nazis das Demoende bekommen?), dies stieß auf Unverständnis (schließlich hatten sich ja die Antifas in den Weg gestellt und die guten dt. Jungs waren ja friedlich). Nach ca. 20m wurden dann aber die Antifas von der Polizei der Demo verwiesen, der Veranstalter schien sich dieser Tatsache nicht weiter zu stören und so konnten bis zum Schluß ca. 35 wenn nicht noch mehr Nazis bei der geraer Montagsdemo mitlaufen, eingebettet in eine schweigende Masse, welche lieber ihrem Volksstatus huldigten.
Doch der Veranstalter die „Initiative für Soziale Gerechtigkeit“ sieht keinerlei Fehler bei sich sondern noch eher bei den Antifas und ist nicht bereit bei der nächten Montagsdemo ein klares Zeichen gegen die mit marschieren Nazis zu setzten, vielleicht weil der Übergang zwischen DemonstrantInnen und Nazis zu magial war/ ist? Und ein rein deutscher homogener Demonstrationszug das richtige zu den "Wir sind das Volk" - Rufen sind?
So dürfen auch die Nazis das nächste mal wieder mitlaufen, da ja erst die engagierten Antifas den Nazis eine Plattform geboten hätten. Desweiteren kann man in einer pluralistischen Demokratie nicht einfach jeden von der Demo werfen und überhaupt wenn die Nazis auch "Hartz IV" feindliche Transparent tragen, würden sie ja für die selbe gute Sache kämpfen wie die „Initiative soziale Gerechtigkeit“ und last but not least wäre das Ignorieren von Nazis (am besten Augen und Ohren zu, da sieht und hört mensch, sie nicht, und wenn Mensch das Maul hält machten die Nazis vielleicht auch nichts) viel besser, als immer so agressiv gegen die Nazis vorzugehen.
Nicht dessotrotz verschweigt auch die regionale Ostthüringer Zeitung (OTZ vom 17. August( http://www.otz.de/otz/otz.gera.volltext.php?kennung=on3otzLOKStaGera38214&zulieferer=otz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt®ion=Gera&auftritt=OTZ&dbserver=1) in ihrem Bericht ganz nach alter geraer Manier die skandalöse Verhalten von Polizei und Veranstalter.
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Ergänzungen

Rechtschreibung? Grammatik? Inhalt?

ghh 17.08.2004 - 11:49
Versuch noch mal klar zu machen WAS passiert ist und was Du erreichen möchtest, aus Deinem Text geht das leider nicht hervor.

Montagsdemos

de.nic 17.08.2004 - 13:14
In Suhl sah dass ein wenig anders aus, nach dem beim letzten mal der thüringer Heimatschutz kurzzeitig das Fronttranspi beim Demozug stellte, wurden diesmal sämtliche Nazis von mehreren Antifas schon zu Begin der Kundgebung aus den Demos rausgeworfen und abgedrängt. Bericht/Fotos folgen morgen.

Kannst ruhig mal mehr zur Demo in Gera schreiben, ist ja nicht mehr als ein halbes Crossposting...

Au Weia

ist mein Name... 17.08.2004 - 14:47
Neutraler Bericht,basierdend auf Augenzeugen sogenanter,normaler'Demonstranten.
Also,folgendes wurde berichtet von einer Frau,welche sich im unmittelbaren
Umfeld der ,Ereignisse'befand.In den Montagsdemozug reihten sich Anfangs
etliche als diese deutlich erkennbare Nazis ein,mit einem Transparent mir
unbekannten Inhalts.Darauf hin riefen etliche?einige?Autonome oder so (Zitat
der Frau) Nazis raus etc.Es kam zu Schubbereien.Die Frau teilte mit,das die Nazis
u.a. daraufhin von der Polizei aus der Demo entfernt wurden.Dies geschah unter Beifalls-
bekundungen etlicher Normaldemonstranten.Ein älterer Bürger legte sich weiterhin
verbal mit einem vermutlichen Anführer(?)der Nazus an,welcher im Alter um die
50 gewesen sein muss.M.E. möglicherweise ein Nazikader.Dieser musste sich von
dem Bürger u.a. anhören,ob er nicht etwas zu alt sei für solche Kindergärtnereien,da
er sich Altersmässig übermässig von der sonstigen Nazifraktion abhob.Die Frau,welche
die berichtete,gab wieder,das sie und viele Ihrer mitdemonstrantinen sich von
den Nazis sich gerade angezogen fühlten,im Gegenteil,sie waren Ihnen Unheimlich.
(Zitat:Was wissen die schon von früher..).Weiterhin sorgten sich die Beschriebenen
um einen Zitat:Behinderten,der mit einer Spd-Mütze am Strassenrand stand.Weiteres
Zitat:Die(die Nazis) gehen doch auch immer auf solche drauf..)Warum jener
ausgerechnet mit einer Spd-Mütze dastand,ist mir pesönlich schleierhaft.
Die,Autonomen',so mein Eindruck,nur durch ihr gebrülle und die Schubberein
wahrgenommen,sonst 0 Message.Nebenbei,vorige Woche liefen einige Punks
mit,was in dem Zug auf keinerlei Probleme,Ablehnung,Gewalt,Ausgrenzung führte.
Wobei wohl auch 2,3 Faschos in der Demo liefen,mit einem Demokonformen Transpi,
aber sonst ,ruhig & normal.Diese wurden aus dem Demolautsprecherwagen
mit hysterischer,aufpeitschender Nazis raus brüllerei denunziert und aus der Demo
geworfen,was ebenfalls auf Misstimmung vieler stiess(Zitat:Solln sie die doch
lassen,es geht doch ums Soziale,da kann doch jeder seine Meinung sagen).
Meine Eindrücke aus diesem Gespräch mit der Frau und mein Fazit:
Die Gesamtstimmung war mit Sicherheit weder Nazisympathisierend noch
Konform.Die ,Autonomen'sind nicht durch konkrete Inhalte aufgefallen
sondern durch Niederbrüllerei und Schubberei mit den Nazis,welche als
geschlossene Fraktion mit Sicherheit NICHT den geschlossenen Beifall
etc der zumindest umstehenden Demonstranten fanden,aber/und gerade
jene waren die,die in obigen Text als Symphatisanten bezeichnet wurden.
Die Leute,zumindest in Gera,wollen von irgendwelchen Radikalinskis,egal
ob rechts oder links,nichts wissen,solange die Demo zum Schlachtfeld
ihrer Meinungsverschiedenheiten wird.Die Leute wollen,auf gut deutsch
gesagt,in Ruhe demonstrieren!,und dann ist jeder herzlich willkommen,der
eben auch nur einfach das will.
Es spricht wieder für die Autorinen obigen Textes,wenn überhaupt,das
einfach wieder nur Kübel voller Scheisse über alle ausgekippt werden,die
einfach nicht begreifen wollen,das der in sich selbst geschlossene Clan
der AAB doch gerade derjenige ist,der doch die Guten sind,für die menschliche
Freiheit kämpft,und was halt so links ist.Frei nach Brecht,dann wähle Mensch
sich doch ein neues Volk!So nach dem Motto,ey Volk,kuck mal,wir wollen
die Revolution für Euch,aber was macht Ihr denn da,ohne unz vorher zu fragen,
Ihr seid ja alle böse und gemein...!...
Jaja,so ist das.Bei jeder Gelegenheit wird ansonst Gera als ultrabraunes Kacknest
bezeichnet.Dabei kann mensch sich ,egal wie er aussieht,doch im Vergleich zu anderen
Städten relativ Gefahrenfrei in der ganzen Stadt bewegen,auch Nachts,bis die wohl über-
all üblichen Gefahrenschwerpunkte.Linke,andersaussehende,etc sind in der Stadt
optisch weitaus präsender als deutlich erkennbare Faschos.Sicher,Pech haben
kann mensch überall,aber es haben durch aus auch schon Rechte nachts in der
Bahn die Schnauze vollgekiegt.Es gibt einen grossen Treffpunkt,ein Park,da kann
mensch sich in aller ruhe zukiffen,ohne Angst haben zu müssen,das gleich ein
Trupp Glatzen über einen herfällt.Es gibt in Gera reichlich Döner,ausländische
Restaurants aller Preisklassen,von optisch nicht deutschen geführte Geschäfte.
Und das alles läuft meist wesentlich besser als deutsche Geschäfte,warum sei mal
dahingestellt,im Moment.Bloss,wer kauft dort denn ein,etc,wenn ganz Gera
so kackbraun ist?Oder ist es die AAB allein,die unter Aufbietung aller
finanziellen Kräfte die,ausländische'Geschäftsinfrastruktur stützt??
Kaufen alle Geraer nur bei Deutschen???
Ja,es ist wie scheinbar überall:Bei jeder Gelegenheit werden die Bürger
beschimpft und defarmiert,ohne Abstrich.Und dann,oh Gott,machen die
Ihre Revolution auf einmal ohne die Guten!!!Na so was.
Und,speziell an die AAB:Es ist zwar mittlerweil ein alter Hut,aber es brennt
mir und etlichen anderen auf der Seele.Wer zu Konzerten eine PUNKBAND
ausläd,welche es schon länger gibt als manche von euch alt sind,die in
der DDR ein Insidertip war und nach der Wende weiterhin im Untergrund
wühlt,wer die auslädt wegen der sogar noch ironischen Textzeile :(Sinngemäss)
Deine 13 jährigen Titten sind so geil!,diese als sexistische Band branntmarkt,hat
a)nicht alle Tassen im Schrank b) sollte in euerm Alter mal generell über
seine Einstellung zum Sex nachdenken c)braucht sich nicht zu wundern,wenn
andere linke Freischärlergruppen in Gera,die es teilweise schon wesentlich
länger gibt als euch,euch als Rotfaschisten bezeichnen.
Die 68ger haben m.E. gut erkannt,das Befreiung bei sexueller Befreiung anfängt.
Wenn ich da eure Einstellungen seh und das ihr das beste für die Menscheit
wollt,na gute Nacht,erstens verpasst ihr nä Menge im Leben und zweitens
nein Danke.Eure Mädels sehn ja teilweise nicht schlecht aus,oh dieser Sexismus,
aber eure Einstellung ist einfach ebenfalls teilweise zum Kotzen.Schade um Euch.
Ps:Wenn wieder mal nä Freiluftpunkorgie in der Gegend ist,wir lassens euch
wissen,damit ihr mal seht,wie schön feiern mit ALLEM drum und dran sein kann..:-)..
Oder stellt ihr euch dann an Rand und ruft irgendwas???...

Noch am Rande:Die Zahl der Demoteilnehmer in Gera hat sich zur Vorwoche verdoppelt.

Mehrere Demos in einer Stadt?

sebi 17.08.2004 - 16:48
Spannend das die Informantin von "ist mein Name..." offensichtlich auf einer anderen Demo gewesen sein muss, anders lässt sich der von ihr vermittelte Eindruck nicht erklären. Das die Antifas nur deswegen nicht mit Informationen glänzten, da die demonstrierenden Bürger kein Interessen daran hatten und sich statt dessen lieber (auch gewaltvoll) von den antifaschistischen Störenfrieden befreien möchten, scheint ihr nicht aufgefallen zu sein. Offensichtlich wohnt der Schreiber auch in einer anderen Stadt, denn von der von ihm vermittelten Freiheit in Gera ist nichts zu spüren. Rassistische Kontrollen von Gera und Nazischläger sind keinesfalls die Ausnahme, sondern leider immer noch die Regel. Offensichtlich ist dem in die Jahre gekommenen einfach nicht aufgefallen, dass die hauptsächliche Gefahr längst nicht mehr von den "Stiefelnazis" ausgeht, sondern von einem großen Teil der Bevölkerung die Rassismus und Nationalismus genüsslich verinnerlichte. Vielleicht meinte er mit Sicherheit einfach die ständigen Polizeikontrollen und damit verbundenen Repressionen. Wer nun auch noch offen sexistische Bands verteidigt, weil sie ja schon ach so lange existieren, und damit versucht ein Argument für die Sektenhaftigkeit Geraer Gruppen gefunden zu haben, macht sich eigentlich nur lächerlich. Wobei die Hauptfrage außerdem sein sollte, was ein solcher Kommentar in diesem Zusammenhang zu suchen hat. Interessant stelle ich mir auch die "Revolution" vor die von den Bürgern da ausgeht. Sowas nennt man auch negative Aufhebung des Kapitalismus und worin das mündet brauch ich wohl zu erklären. "Wir sind das Volk!" Wa? Ich kann eigentlich nur empfehlen an der Demo einmal teilzunehmen, anstatt hier solchen Unsinn zu verbreiten.

bitte ins open posting

mensch 17.08.2004 - 17:40
Ich find der Artikel hier und die Ergänzungen, wo einige anscheinend versuchen unter dem Namen des Verfassers einen anderen Inhalt zu posten, sollten weg von der Indy-Startseite. Ich find das alles sehr dubios hier, möchte aber nicht gleich verdächtigungen aufstellen. Jedenfalls wird mir keine "wertvolle" Information mitgeteilt.

Artikel stimmt nicht ganz

Zeuge 18.08.2004 - 18:26
Es gab lediglich verbale Auseinandersetzungen zwischen Antifas und Faschos. Ausserdem sind die Antifas nicht entfernt worden, sondern sind von sich aus gegangen. Leider haben die Leute gegenüber bürgerlichen Demonstranten von vornherein einen Konfrontationskurs gefahren. Es wurde weder aufgeklärt, noch sonst irgendwie ein Vermittlungsversuch unternommen. Bei anderen Auftreten wäre die Entferner der Nazis möglich gewesen.

@MODS - posting und antworten löschen!

aag-sympathisant 19.08.2004 - 18:18
mensch bekommt den eindruck, in den linken strukturen geras würden sich nur dumme menschen bewegen. abgesehen von den vielen rechtschreibfehlern werden hier falsche namen (wer soll michael soa sein, etwa martin soa?) und infos verbreitet. der artikel ist einfach blödsinn und die antworten verstärken diesen eindruck. insbesondere der sexistische anti-antifa-text von "ist mein name...", der die antifas als "rotfaschisten" bezeichnet, sollte verschwinden. was ist indymedia doch für ein sammelbecken...

Montagsdemo in Gera - Keine Keine gewalt

Reinhardt Beike 27.08.2004 - 10:39
Die Initiative für soziale Gerechtigkeit Gera besteht schon seit 2003. Wir haben bereits im Dezember 2003 eine Demo mit über 1000 Bürgern organisiert.
Unsere ganz große Überschrift ist: KEINE GEWALT.
Egal was passiert, man muss immer bei der Wahrheit bleiben.
Zur Montagsdemo am 16.August 2004 kam es zu tätlichen Übergriffen - leider. Mehrere Presse - Kameras haben es festgehalten. Wenn Bürger, auch wenn sie meinen im Recht zu sein, tätlich Büger angreifen, muss dieses unterbunden werden. Hier waren es nun einmal Personen, die der Meinung sind Linke zu sein, die Neonazis mit Gewalt aus dem Demozug "entfernen" wollten.
Wir sind schon froh, dass diese Bilder nicht im TV gezeigt wurden, weil sie der Sache für die soziale Gerechtigkeit schaden würde.
Es kann natürlich auch sein, dass zum Beispiel der NDR, RTL und MDR diese unschönen Szenen, die sie nie gesendet haben, nun doch über den Sender ausstrahlt. Da kann man ja noch dran arbeiten, wenn man ....
Mit der Verdrehung von Tatsachen, auch wenn sie einem nicht passen, ist niemandem geholfen. Da ist es schon besser, diesen Vorfall zu verschweigen.
Elefanten im Pozellanladen können wir also nicht gebrauchen. Es ist schade um die Zeit, die auch wir für solche Dinge verwenden, wie eben jetzt diesen Beitrag schreiben zu müssen. Die brauchen wir für wichtigere Dinge.
Helft lieber mit, weitere Bürger gegen Hatz IV zu mobilisieren.
Frage immer: Was nutzt wem?
Reinhardt Beike - Pressesprecher der Initiative für soziale Gerechtigkeit Gera - Pressesprecher
 sprecher-initiative-gera@t-online.de

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Autor des Berichts = TROLL? — BITTE LÖSCHEN

Nun aber der richtige Text — Robert Elsäßer

äh . . . hallo — Zeitungsleser