3 Wochen Pingutopia in Köln
Seit drei Wochen ist nun das Gelände am Eifelplatz besetzt.
Einige Anmerkungen zu den drei Wochen und eine Bitte um Unterstützung findet sich hier.
Einige Anmerkungen zu den drei Wochen und eine Bitte um Unterstützung findet sich hier.
Am 23.7. besetzte der "AK Pingu" das Gelände am Eifelplatz 5 in Köln um die Forderung nach einem sozialen Zentrum praktisch zu untermauern und um den geplanten Abriss des kompletten Hügels am Eifelplatz auf dem ein Gartenbiotop liegt zu verhindern (Erklärung des "AK Pingu" zur Besetzung unter:
http://de.indymedia.org/2004/07/88017.shtml ).
Innerhalb dieser Zeit wurden verschiedene Projekte wie ein umsonst Laden,... verwirklicht. Andere Projekte sollen auch noch entstehen.
Es fanden auch verschiedene Workshops, Konzerte, ein Kindertag,... statt.
Die BesitzerInnen des Geländes sind Rotonda Immobilien jedoch wird das Gelände von der LEG(Landesentwicklungsgesellschaft) verwaltet.
Dies ist auch kein Zufall da die LEG zu 50% an Rotonda beteiligt ist.
VertreterInnen der LEG waren mehrfach am Haus und hingen Briefe auf in denen sie darauf hingewiesen dass das Betreten des Geländes illegal ist und das sie wünscht dass das Gelände sofort verlassen wird. In diesem Falle würde die LEG die bereits gestellte Strafanzeige zurückziehen und die Staatsanwaltschaft würde das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung WOHL auch verneinen. Sollte das Gelände nicht verlassen werden würde eine Räumung bald folgen da ein Abriss unmittelbar bevorstehen soll jedoch ist zwar eine Abrissgenehmigung für das Haus erteilt aber der Bebauungsplan ist auf jeden Fall noch nicht abgesegnet.
Die Reaktion der Nachbarschaft auf die Besetzung ist durchweg positiv wenn sich auch bisher nicht sehr viele AnwohnerInnen bis auf die alternativeren von ihnen auf das Gelände getraut haben. Es gibt aber viele Menschen in der Nachbarschaft die solidarisch mit uns sind aber die aber nicht aufs Gelände kommen. Vielleicht hängt das damit zusammen das eine Hausbesetzung eine illegale Aktion ist und viele AnwohnerInnen deshalb nicht den Weg ins Haus wagen. Wobei auch zu sagen ist das in den letzten Tagen immer öfter Menschen aus der Nachbarschaft vorbei kamen die ansonsten nicht in besetzten Häusern anzutreffen sind. Die Chancen dass das soziale Zentrum also auch von Menschen die sich nicht im linken Szeneghetto aufhalten genutzt wird stehen nicht schlecht, wenn das auch noch eine Zeit dauern könnte.
Die Solidarität aus der linken Szene von Köln hielt sich sehr im Rahmen. Nur wenige AktivistInnen kommen regelmäßig vorbei um das Zentrum zu Unterstützen. Dagegen muss positiv angemerkt werden dass einige Menschen spontan teilweise über 500km zurückgelegt haben um sich an diesem Projekt zu beteiligen oder auch nur um ein paar Tage mal vorbeizuschauen. Vielen Dank allen die bisher gekommen sind.
Es gibt auch jetzt noch die Möglichkeit für Menschen, die Lust haben sich aktiv ins Projekt einzubringen nach Pingutopia zu ziehen. Menschen die nur kurz oder für wenige Tage vorbeikommen wollen sind natürlich genauso willkommen. Bitte kommt einfach vorbei. Wichtig zu sagen ist noch dass Pingutopia ein "offenes Projekt" ist. Das heisst natürlich nicht das Jeder Mensch egal wie sehr er sich daneben benimmt willkommen ist. Zu der Frage wie weit die Offenheit gehen kann bzw. wie mit verschiedenen Verhaltensweisen umgegangen wird wurde noch keine Einheitliche Vorgehensweise gefunden aber es ist zu hoffen das dies nur noch eine Frage der Zeit ist.
Also kommt vorbei, bringt euch ein und bleibt so lange wie ihr könnt.
Pingutopia muss bleiben!!!
http://de.indymedia.org/2004/07/88017.shtml ). Innerhalb dieser Zeit wurden verschiedene Projekte wie ein umsonst Laden,... verwirklicht. Andere Projekte sollen auch noch entstehen.
Es fanden auch verschiedene Workshops, Konzerte, ein Kindertag,... statt.
Die BesitzerInnen des Geländes sind Rotonda Immobilien jedoch wird das Gelände von der LEG(Landesentwicklungsgesellschaft) verwaltet.
Dies ist auch kein Zufall da die LEG zu 50% an Rotonda beteiligt ist.
VertreterInnen der LEG waren mehrfach am Haus und hingen Briefe auf in denen sie darauf hingewiesen dass das Betreten des Geländes illegal ist und das sie wünscht dass das Gelände sofort verlassen wird. In diesem Falle würde die LEG die bereits gestellte Strafanzeige zurückziehen und die Staatsanwaltschaft würde das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung WOHL auch verneinen. Sollte das Gelände nicht verlassen werden würde eine Räumung bald folgen da ein Abriss unmittelbar bevorstehen soll jedoch ist zwar eine Abrissgenehmigung für das Haus erteilt aber der Bebauungsplan ist auf jeden Fall noch nicht abgesegnet.
Die Reaktion der Nachbarschaft auf die Besetzung ist durchweg positiv wenn sich auch bisher nicht sehr viele AnwohnerInnen bis auf die alternativeren von ihnen auf das Gelände getraut haben. Es gibt aber viele Menschen in der Nachbarschaft die solidarisch mit uns sind aber die aber nicht aufs Gelände kommen. Vielleicht hängt das damit zusammen das eine Hausbesetzung eine illegale Aktion ist und viele AnwohnerInnen deshalb nicht den Weg ins Haus wagen. Wobei auch zu sagen ist das in den letzten Tagen immer öfter Menschen aus der Nachbarschaft vorbei kamen die ansonsten nicht in besetzten Häusern anzutreffen sind. Die Chancen dass das soziale Zentrum also auch von Menschen die sich nicht im linken Szeneghetto aufhalten genutzt wird stehen nicht schlecht, wenn das auch noch eine Zeit dauern könnte.
Die Solidarität aus der linken Szene von Köln hielt sich sehr im Rahmen. Nur wenige AktivistInnen kommen regelmäßig vorbei um das Zentrum zu Unterstützen. Dagegen muss positiv angemerkt werden dass einige Menschen spontan teilweise über 500km zurückgelegt haben um sich an diesem Projekt zu beteiligen oder auch nur um ein paar Tage mal vorbeizuschauen. Vielen Dank allen die bisher gekommen sind.
Es gibt auch jetzt noch die Möglichkeit für Menschen, die Lust haben sich aktiv ins Projekt einzubringen nach Pingutopia zu ziehen. Menschen die nur kurz oder für wenige Tage vorbeikommen wollen sind natürlich genauso willkommen. Bitte kommt einfach vorbei. Wichtig zu sagen ist noch dass Pingutopia ein "offenes Projekt" ist. Das heisst natürlich nicht das Jeder Mensch egal wie sehr er sich daneben benimmt willkommen ist. Zu der Frage wie weit die Offenheit gehen kann bzw. wie mit verschiedenen Verhaltensweisen umgegangen wird wurde noch keine Einheitliche Vorgehensweise gefunden aber es ist zu hoffen das dies nur noch eine Frage der Zeit ist.
Also kommt vorbei, bringt euch ein und bleibt so lange wie ihr könnt.
Pingutopia muss bleiben!!!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
aktuelles Programm im PINGUTOPIA (14.-18.08.)
samstag:
21h beats - ketama sound (freestyles, hiphop, reggae, dancehall) mit open mic
sonntag:
21h filmnacht - city of god, twin town & simpsons bis zum abwinken mit popcorn + saftbar
montag:
16h workshop - bauchtanz(bringt wenn möglich ein fransentuch o. ä. mit)
21h filmnacht - land and freedom, chaos refill, irreversible 6 staplerfahrer klaus ab mit popcorn & saftbar
dienstag:
16h workshop - direct action
open jam session - lagerfeuer und akkustik mit trommeln, gitarren, didgeridoos und 21h allem was ihr sonst noch mitbringt ab
mittwoch:
ab 17h rasta r-evolution - conscious reggae vibes im grünen oder dub under the roof, ohne alkverkauf dafür mit saftbar
jeden tag:
12h spätstück
14h ak-treffen (kommunikation, haus, veranstaltungen)
20h das große fressen
mehr infos:
@robman
Sieht so aus. Und schlimmer noch, nicht nur soziale Räume, sondern ein gerade für lau entstehendes und im Umkreis mehrerer Kilometer einzigartiges Biotop mitten im Stadtgebiet droht für viel viel Geld abgebaggert zu werden.
Und wer findet das Bauvorhaben ein ganz tolle Idee? Die (mit der Mafia-CDU regierenden) Kölner Grünen.
Das einzige, was man ihnen zugutehalten *könnte*, ist, daß sie sich das Gelände nicht angeschaut haben.
Ab dem 30. wird der Bebauungsplan offengelegt. Das heißt, der Zorn der AnwohnerInnen, denen viele Monate Großbaustelle und Dreck in einer angenehm ruhigen Gegend blühen, kann sich dann auch endlich in einer Form entladen, die nicht mehr ignoriert werden kann.
Ganz zu schweigen davon, daß die Vernichtung von Fledermaushabitat ganz schlicht nach dem BNatSchG eine verbrecherische Handlung ist ('besonders geschützte Arten' bzw 'streng geschützte'), und da Staatsbüttel federführend sind, es sich in diesem Fall um eine Straftat besonderer Schwere handeln würde. Ein Ersatz-Jagd- und Schlafgebiet kann für diese Population nämlich gar nicht mehr geschaffen werden, da ringsum schon alles zugebaut ist, was zugebaut werden kann (an den Volxgarten trauen sich die Idioten nämlich nicht dran: das einzig gute, was Adenauer je gemacht hat, war, der Nachwelt einige Parks zu hinterlassen. Da machen sich momentan zwar die Papageien breit und der seltenen Fauna die Unterschlupfe streitig, aber noch gibt's ja das ZFN am Pingutopia).
Ja, Barbara Moritz, die Kölner 'Grünen'-Chefin, ist auf dem besten Weg, zu einer Umweltschwerkriminellen zu werden. Das nur als kleinen Hinweis für die bevorstehenden Kommunalwahlen.
linke Unterstuetzung
Diesen Satz finde ich eine Frechheit und er trifft auch nicht zu. Ich weiss nicht, wie ihr dazu kommt, das zu schreiben, aber allein um Euch Wasser und Strom zu beschaffen, haben sich viele eingesetzt, auch wenn der Einsatz erfolglos war. Saemtliche Gruppen haben ihre Veranstaltungen und Plena zu Euch verlagert. Ich bin versucht, das hier aufzulisten, werde es aber nicht tun, weil ja nicht jeder wissen muss, welche linken Strukturen wann was machen und wie funktionieren. Es ist einfach Vorsicht.
Eure Unterstuetzung ist sehr weit gestreut und in ihrer Vielfalt sehr breit. Dass Euch das nciht genug ist, ist ein anderes Paar Stiefel. Aber vielleicht solltet ihr ins Verhaeltnis setzen, wie gross und stark die Szene tatsaechlich ist, dass es auch noch das Problem mit der drohenden Raeumung des SSK Salierring gibt und dass Sommer ist und viele im Urlaub oder auf Camps: will sagen, es gibt viel zu tun und wenige, die es tun (koennen).
Keine Ahnung, was Ihr Euch von diesem unsolidarischen Kommentar erhofft oder wie ihr dazu kommt.
easy bronco!
Klar haben sich so viele Leute, zumal gerade Leute, die sonst nicht so mega politisch aktiv sind, unglaublich für Pingutopia ins Zeug gelegt, und die Tatsache, daß das ganze noch steht und alles in allem sehr gut läuft, ist ganz besonders auch darauf zurückzuführen.
Was mit dem Satz wohl eher gemeint war, ist, daß Gruppen, von denen mehr aktive Hilfe zu erwarten gewesen wäre (weil's halt ein Teil der gemeinsamen linken Sache ist)- und das sind wohl eher nicht die Gruppen, die Du meinst - wenig mehr als kluge Ratschläge gegeben haben, daß das ganze ja so furchtbar strukturlos ist und sich das ändern müsse und daß von Seiten der üblichen Verdächtigen bemängelt wurde, daß es banal gesagt zu wenig Hierarchie gibt. Aber das ganze Ding ist nun mal so aufgezogen, daß es nicht dadurch läuft, daß irgendwer der oder die SupercheckerIn ist. Vielleicht eher, wie meinte Marx es, als er sagte "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen" - jedenfalls ist das ein netter Spruch und beschreibt den Geist des Projekts ganz gut.
Zu sehen, wie Leute, die von der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft ausgegrenzt wurden, hingehen und einen Pavillon für den Garten zimmern, nicht, weil irgendjemensch gesagt hat: da soll jetzt n Pavillon hin, mach du das mal und du und du, sondern weil sie Lust drauf hatten, und die Fähigkeiten, und alle es für eine supergeile Idee hielten (und das Ding ist ja wohl nur fett geworden). Für mich kommt es nicht so rüber, daß Leute ihre Kraft und Energien und weißgott was alles noch einsetzen, sondern eher so, daß sie all das Pingutopia schenken und im Gegenzug von Pingutopia mit den Früchten des Einsatzes anderer beschenkt werden.
Und das ganze läuft jetzt schon seit 23 Tagen so viel besser, als irgendwer sich das in den wildesten Träumen auszumalen gewagt hätte.
Ja klar, ich kann verstehen, wenn (sorry) eher strukturkonservative Gruppen oder Personen das Projekt nicht richtig erfassen oder verstehen können. Aber das kann eigentlich eh keineR, dazu ist es zu neuartig, zu unkonventionell - und zu erfolgreich. Pingutopia ist anders, Pingutopia hat eine relativ klare politische Linie, ist aber unberechenbar - vielleicht ein Grund, warum die Bullen sich die Sache momentan weiterhin bloß ansehen; jedenfalls sollte denen klar sein, daß es (unter anderem) auch ihr Verhalten ist, das die weitere Entwicklung viel entscheidender beeinflußt, als das normalerweise in einer solchen Situation der Fall ist:
Pingutopia ist keine Besetzung gemäß irgendeiner Doktrin; das 'Drehbuch', sozusagen, wird tagtäglich verworfen und neu geschrieben. KeineR kann sagen, was passiert, wenn geräumt werden sollte - stirbt die Kampagne ab oder brennt die Stadt... es gibt viel wichtigeres zu tun, als sich über mögliche Probleme von übermorgen groß Gedanken zu machen. Es werden halt so viele Optionen wie möglich offengehalten. Für mich ist es ein erster Schritt einer wunderbaren Reise, von der keineR sagen kann, wann sie zu Ende sein wird, und ich würde es nach allem, was ich dort erlebt habe, nicht anders wollen. That's anarchy in action, and (nearly) everyone likes it. Krass. Hab so was noch nie erlebt. Funktionierende Anarchie, die sogar von BürgerInnen gemocht wird. Prinzipien werden nicht diskutiert, sondern gelebt. Praxis schlägt Theorie 23:0.
Oder, wie Pingu es sagt: "Ich weiß nicht, ob das klappt... aber wir müssen es wenigstens versuchen."
PS: Die Pflaumen sind reif. Kommt doch bitte mal vorbei und helft uns ernten. Leitern sind da, und das Obst kost' nix... wenn ihr so nett seid, auch uns davon einen Kuchen zu backen ;-P
freiraum deluxe
nach den erlebten 3 wochen bin ich aber komplett anderer meinung.
die sache war von anfang an offen für (fast) alles - zitat flyer: "das soziale zentrum ist das, was man daraus macht". und was da bis jetzt ohne organisation organisiert wurde (5€ wortspielkasse) und entstanden ist, übertrifft auch meine erwartungen.
natürlich ist diese offenheit SCHWIERIG. es ist auch schon viel scheisse abgelaufen, meist kam sie von aussen, und nicht immer ist darauf gut reagiert worden. aber das lässt sich bei dieser herangehensweise nicht verhindern. es ist eben kein konzept, sondern ein PROZESS. und wir lernen & wachsen daraus & darin - auch aus schlechten aktionen. nochmal: die idee ist schwierig, aber (meiner meinung nach) nicht falsch; und dabei vor allem eines: extrem spannend...
die fehlende unterstützung seitens 'der kölner linken' (was solln das überhaupt sein? ;-) trifft teils zu, teils nicht, kölnA hats schon gut beschrieben.
es könnte sicher noch mehr sein - aber das wird schon noch. und allen die da waren & sind & sein werden 1000 dank. cya soon.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
an die da oben — miesmacher
So sei es@Miesmacher — THE Robman
Teil II — THE Robman