Fotos und neuste Infos aus Kunersdorf
Die Proteste von Flüchtlingen in Kunersdorf gegen das Chipkartensystem gehen weiter. Gestern fand eine weitere Kundegbung vor dem Rathaus statt und die Flüchtlinge verweigern weiterhin die Annahme der rassistischen Chipkarten. Neuere Infos und den zweiten Teil der Fotos findet ihr hier:
Seit Mittwoch verweigern die Flüchtlinge die Annahme der Chipkarten: sie wollen Bargeld und die Möglichkeit Kunersdorf in Brandenburg verlassen zu können. Ihr Protest bedeutet, für jeden Tag den sie ihn fortführen kein Geld für Lebensmittel zu haben und 5 Euro beim Sozialamt vom "Guthaben" abgezogen zu bekommen - bei 4,30 Euro pro Tag "Existenzsicherung". Eine weitere Kundegbung brachte den Menschen nun eine Begründung für diese Schikane, die der Landkreis sich einiges kosten läßt: "Wir kennen Fälle, da wurden selbst die Chipkarten in Zigaretten und Schnaps in Mengen und so später in Bargeld umgesetzt. Wir müssen befürchten, dass nach solchen Einkäufen der Familienväter der Lebensunterhalt für Frauen und Kinder nicht mehr gesichert ist. Das können wir nicht zulassen", erklärte Bonin -amtierender Landrat - gegenüber der MOZ.
Totaler Quatsch übrigens, auf Chipkarten können weder Alkohol noch Zigaretten gekauft werden, aber auch hier wieder die Argumentation, Flüchtlinge, die nicht arbeiten dürfen, wären weder in der lage noch so "verantwortungsbewußt", sich und ihre Familien nicht verhungern zu lassen. Die rassistischen Stereotypen die hier öffentlich verbreitet werden, zeigen nur um so mehr, wie berechtigt und wichtigt der Widerstand der Flüchtlinge ist.
Märkische Oderzeitung: "Im Landratsamt abgeblitzt"
Seelow (MOZ) Eine klare Absage hat der amtierende Landrat Michael Bonin jenen Asylbewerbern erteilt, die ihre Forderung, Bargeld statt Chipkarten zum Lebensunterhalt zu erhalten, am Donnerstag, 5. August, im Landratsamt lautstark erneuert haben. Bereits am Mittwoch hatte Asylbewerber im Kunersdorfer Heim das Ausgeben von Bargeld statt wie bislang der Chipkarten gefordert (MOZ berichtete).
Donnerstag, 05. August 2004 (17:52)
Der Protest wird weitergehen - unsere praktische Solidarität ist aber notwendig!
WICHTIG: Samstag wird es ab 22.30 Solicocktails im xb-liebig in Berlin geben, der Erlös geht komplett nach Kunersdorf, der Alk ist gespendet, nach der Regel: 150 x 2 Cocktails = 1 Tag länger Protest!
Kommt vorbei, bevor Ihr irgendwo anders tanzen geht - Solidarität kann lecker sein!
Totaler Quatsch übrigens, auf Chipkarten können weder Alkohol noch Zigaretten gekauft werden, aber auch hier wieder die Argumentation, Flüchtlinge, die nicht arbeiten dürfen, wären weder in der lage noch so "verantwortungsbewußt", sich und ihre Familien nicht verhungern zu lassen. Die rassistischen Stereotypen die hier öffentlich verbreitet werden, zeigen nur um so mehr, wie berechtigt und wichtigt der Widerstand der Flüchtlinge ist.
Märkische Oderzeitung: "Im Landratsamt abgeblitzt"
Seelow (MOZ) Eine klare Absage hat der amtierende Landrat Michael Bonin jenen Asylbewerbern erteilt, die ihre Forderung, Bargeld statt Chipkarten zum Lebensunterhalt zu erhalten, am Donnerstag, 5. August, im Landratsamt lautstark erneuert haben. Bereits am Mittwoch hatte Asylbewerber im Kunersdorfer Heim das Ausgeben von Bargeld statt wie bislang der Chipkarten gefordert (MOZ berichtete).
Donnerstag, 05. August 2004 (17:52)
Der Protest wird weitergehen - unsere praktische Solidarität ist aber notwendig!
WICHTIG: Samstag wird es ab 22.30 Solicocktails im xb-liebig in Berlin geben, der Erlös geht komplett nach Kunersdorf, der Alk ist gespendet, nach der Regel: 150 x 2 Cocktails = 1 Tag länger Protest!
Kommt vorbei, bevor Ihr irgendwo anders tanzen geht - Solidarität kann lecker sein!
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Ergänzungen
Welches Kunersdorf, es gibt mehrere
Hallo Peter
Fotos Teil 1 und erster Bericht
Bericht:
Kunersdorf/ Brandenburg
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Bin ich hier im Kindergarten?