Berlin. Biermeile. Kundgebung!
Antifa Friedrichshain und schoenerfriedrichshain laden ein:
// Kundgebung // 7. August // 16 Uhr // Frankfurter Tor // Motto:"Alltagsrassismus, Saufgelage und Chauvinismus. Unser Spaß sieht anders aus!" // Live Bands: Egotronic und Kissing Link //////
Danach Aftershowparty // 22 Uhr // K9 - Kinzigstr. 9 // Live: ClickClickDecker :: Lattekohlertor
// Kundgebung // 7. August // 16 Uhr // Frankfurter Tor // Motto:"Alltagsrassismus, Saufgelage und Chauvinismus. Unser Spaß sieht anders aus!" // Live Bands: Egotronic und Kissing Link //////
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Alltagsrassismus, Saufgelage und Chauvinismus.
Unser Spaß sieht anders aus!
Zum achten Mal findet in diesem Jahr vom 6. bis 8. August das "Internationale Berliner Bierfestival" auf der Frankfurter Allee in Friedrichshain statt. Wie die Initiatorin des Festes, die "Präsenta GmbH", bekannt gab, werden auch in diesem Jahr etwa 700.000 Besucher an den Ständen von über 230 Brauereien dazu verlockt, sich einem hemmungslosen Alkoholkonsum hinzugeben. Traditionell kommt es bei dieser Massenwerbeveranstaltung zu gewalttätigen Übergriffen.
Neonazis auf der "Biermeile"
Während in den vorangegangenen Jahren die "längste Theke der Welt" des Berliner Bierfestivals durch den "Odin Trunk", den Treffpunkt für Neonazis, komplettiert wurde, ist den Betreibern des Bierstandes die Teilnahme 2004 offiziell untersagt. Am "Odin Trunk", der seit mindestens drei Jahren einen festen Treffpunkt für die organisierte und unorganisierte Naziszene Berlin-Brandenburgs darstellt, wurden neben dem obligatorischen Gerstensaft auch Devotionalien mit germanischem Bezug verkauft. Nachdem es 2002 am, mit kontinuierlich etwa einhundert offensichtlichen Neonazis gut besuchten Stand, zu Schlägereien zwischen den rechtsextremen Besuchern und der Polizei kam, kamen die OrganisatorInnen der Biermeile nicht umhin, dem "Odin Trunk" den Ausschank für 2003 zu untersagen. Jedoch vergeblich. Die Betreiberin des Standes, die neubrandenburgische Imkerei Schwaßmann, welche offensichtlich um die Popularität seines Nazitreffs wusste, blieb hartnäckig. Offensichtlich war es den VeranstalterInnen des Festivals nicht allzu ernst mit ihrem Verbot - der Stand wurde nicht geräumt.
Vom diesjährigen öffentlich bekannt gegebenen Verbot versprechen sich die VeranstalterInnen offensichtlich eine nicht mehr allzu auffällige Präsenz organisierter Neonazis. Doch selbst wenn der Fixpunkt "Odin Trunk" wegfallen würde und die Rechtsextremen sich nicht mehr lokalisieren ließen - das Problem gewalttätiger Übergriffe und aggressiver Pöbeleien bleibt. Die offizielle Erklärung des Geschäftsführers der veranstaltenden "Präsenta GmbH", Lothar Grasnick, zeigt, dass die VeranstalterInnen weit davon entfernt sind, sich explizit gegen die rechten Übergriffe zu positionieren. Grasnick sagte, man sei "an politischen Inhalten ob links oder rechts nicht im Mindesten interessiert. Dies ist auf dem Fest unerwünscht." In einer solch "toleranten" Atmosphäre jenseits politischer Grenzen ist es nicht verwunderlich, wenn an der längsten Theke der Welt bierseliges Einverständnis herrscht. Der Otto Normalverbraucher betrinkt sich ohne Scheu gemeinsam mit den braunen Kameraden.
Rechte Positionen sind nicht nur Neonazis vorbehalten
Die paar hundert offensichtlichen Neonazis, die das Fest besuchen werden, sind Teil eines größeren Kontexts: Rassismus, Antisemitismus und Sexismus sind tief in der Gesellschaft verankert. Neonazis und ihre Gewalttaten sind nur der extreme Ausdruck dessen, was ohnehin viele denken und bei Gelegenheiten wie der "Biermeile" gerne äußern. Rechte Positionen sind keinesfalls eine gesellschaftliche Randerscheinung, sondern werden gerade auch aus der Mitte der Gesellschaft heraus vertreten. Dies zeigt sich zum Beispiel an der öffentlichen Debatte um das Zuwanderungsgesetz, die deutlich rassistisch geprägt ist. Die Verwertbarkeit von MigrantInnen für die deutsche Wirtschaft ist zentral für die Bewilligung der Aufenthaltserlaubnis, während die prekäre Lage der meisten Flüchtlinge als Einwanderungsgrund weiter zurückgedrängt wird. So wundert es nicht, dass der deutsche Staat unverändert mit "Folterstaaten" wie Togo oder China kollaboriert; die Flucht vor Armut oder die unter Deutschen als völlig verständlich empfundene Suche nach dem besseren Leben wird bei Flüchtlingen aus ärmeren Staaten als "Wirtschaftsflucht" denunziert. Damit nicht genug, gibt es ein immer weiter anwachsendes Internierungssystem am Rande der Städte und in vielen ländlicheren Gegenden, durch das nach Deutschland geflüchtete Menschen bestraft, eingesperrt, psychisch gebrochen und schließlich doch abgeschoben werden.
Auch im multikulturellen Konsens werden vermeintliche Unterschiede zwischen "deutsch" und "fremd" betont. In populären Massenevents wie dem "Karneval der Kulturen" drückt sich positiver Rassismus aus, der ebenfalls auf althergebrachte Stereotypen zurückgreift - die Aufmachung der Stände schwarzafrikanischer Anbieter beispielsweise befriedigt nicht nur die Lust am Exotischen, sondern reproduziert eben auch das Bild vom primitiven Schilfhüttenbewohner. Als nicht-deutsch eingestufte Menschen werden wegen ihrer vermuteten Herkunft oder wegen ihres Aussehens Eigenschaften zugeschrieben aufgrund derer sie diskriminierbar werden. Ähnlich freundlich rühmt sich die "Biermeile" ihres weltoffenen Charakters. Als besondere Attraktion gelten exotische Biere, wie das Thai-Bier aus Südostasien. Menschen, die aufgrund ihres Äußeren der selben Region zugeordnet werden, sollten einen Besuch der "Biermeile" jedoch vermeiden, da sie fürchten müssen, als potentielles Ziel für rechte Angriffe ausgemacht zu werden.
Übergriffe gehen auch von "normalen" Bürgerinnen aus
Obligatorische "Begleiterscheinung" des Bierfestivals werden auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von tätlichen Übergriffen sein, die nicht selten politisch motiviert sind. Damit wird Friedrichshain, das ansonsten als "alternativer" Stadtbezirk gilt, an diesen Tagen wieder zur Gefahrenzone für all diejenigen werden, welche die entsprechende Angriffsfläche bieten. Die durch vermehrten Alkoholgenuss herabgesetzte Hemmschwelle führte bei den als "normal" geltenden BürgerInnen in den letzten Jahren zu verstärkter "Offenheit" - permanente Äußerungen rechter und sexistischer Positionen waren die Folge. Der Bierdunst lässt die Zungen der sich bedrängt fühlenden Deutschen locker werden und - je später der Abend - vermehrt deren Fäuste. Betroffen von Angriffen und Pöbeleien sind meist als "nicht-deutsch" Klassifizierte, alternative Jugendliche, Homosexuelle, Obdachlose und Frauen. Offen auftretende Nazi-Cliquen gehen auf in der Männermasse, welche die "Biermeile" dominiert und durch sexistische Sprüche, aggressive Anmachversuche und abwertende Witze ein (frauen)feindliches Klima schafft. Die Präsenz von Neonazis, rechte Verhaltensweisen und Denkmuster werden vom Großteil des Publikums der "Biermeile" mitgetragen bzw. toleriert. Auch die bereitgestellte Polizei, die die Eskalation des Festes vermeiden soll, trägt nicht zur Beruhigung bei. Im Gegenteil. Vor zwei Jahren wurden Beamte selbst zu fremdenfeindlichen Aggressoren, indem sie einen Schwarzafrikaner am Rande des Bierfestes beleidigten, tätlich angriffen und verletzten.
Um zu verhindern, dass es auch in diesem Jahr wieder zu Übergriffen kommt, findet am 7. August ab 16 Uhr in unmittelbarer Nähe zur "Biermeile" eine Kundgebung statt. Damit wollen wir unseren Protest gegen die Nichtthematisierung und Bestreiten dieser Zustände zum Ausdruck bringen, die bisher nicht für die breite Öffentlichkeit, sondern nur für die potentiellen Opfergruppen wahrnehmbar waren. Auch wir wollen feiern - Unser Spass sieht anders aus!
// Kundgebung // 7. August // 16 Uhr // Frankfurter Tor // Motto:"Alltagsrassismus, Saufgelage und Chauvinismus. Unser Spaß sieht anders aus!" // Live Bands: Egotronic und Gäste //////
Danach Aftershowparty // 22 Uhr // K9 - Kinzigstr. 9 // Live: ClickClickDecker :: Lattekohlertor
Aufrufer/Untertützer: Antikapitalistische Aktion Berlin, Antideutsche Frauen Berlin, Antifa Aufstand Köpenick, Antifa Bernau, Antifa Friedrichshain, A.G. Genderkiller, Antifa Soundkollektiv, Graffiti Hates Germany, Jugendantifa Friedrichshain, Lebensfreunde Berlin, Naturfreundejugend Berlin, Schoenerfriedrichshain
Unser Spaß sieht anders aus!
Zum achten Mal findet in diesem Jahr vom 6. bis 8. August das "Internationale Berliner Bierfestival" auf der Frankfurter Allee in Friedrichshain statt. Wie die Initiatorin des Festes, die "Präsenta GmbH", bekannt gab, werden auch in diesem Jahr etwa 700.000 Besucher an den Ständen von über 230 Brauereien dazu verlockt, sich einem hemmungslosen Alkoholkonsum hinzugeben. Traditionell kommt es bei dieser Massenwerbeveranstaltung zu gewalttätigen Übergriffen.
Neonazis auf der "Biermeile"
Während in den vorangegangenen Jahren die "längste Theke der Welt" des Berliner Bierfestivals durch den "Odin Trunk", den Treffpunkt für Neonazis, komplettiert wurde, ist den Betreibern des Bierstandes die Teilnahme 2004 offiziell untersagt. Am "Odin Trunk", der seit mindestens drei Jahren einen festen Treffpunkt für die organisierte und unorganisierte Naziszene Berlin-Brandenburgs darstellt, wurden neben dem obligatorischen Gerstensaft auch Devotionalien mit germanischem Bezug verkauft. Nachdem es 2002 am, mit kontinuierlich etwa einhundert offensichtlichen Neonazis gut besuchten Stand, zu Schlägereien zwischen den rechtsextremen Besuchern und der Polizei kam, kamen die OrganisatorInnen der Biermeile nicht umhin, dem "Odin Trunk" den Ausschank für 2003 zu untersagen. Jedoch vergeblich. Die Betreiberin des Standes, die neubrandenburgische Imkerei Schwaßmann, welche offensichtlich um die Popularität seines Nazitreffs wusste, blieb hartnäckig. Offensichtlich war es den VeranstalterInnen des Festivals nicht allzu ernst mit ihrem Verbot - der Stand wurde nicht geräumt.
Vom diesjährigen öffentlich bekannt gegebenen Verbot versprechen sich die VeranstalterInnen offensichtlich eine nicht mehr allzu auffällige Präsenz organisierter Neonazis. Doch selbst wenn der Fixpunkt "Odin Trunk" wegfallen würde und die Rechtsextremen sich nicht mehr lokalisieren ließen - das Problem gewalttätiger Übergriffe und aggressiver Pöbeleien bleibt. Die offizielle Erklärung des Geschäftsführers der veranstaltenden "Präsenta GmbH", Lothar Grasnick, zeigt, dass die VeranstalterInnen weit davon entfernt sind, sich explizit gegen die rechten Übergriffe zu positionieren. Grasnick sagte, man sei "an politischen Inhalten ob links oder rechts nicht im Mindesten interessiert. Dies ist auf dem Fest unerwünscht." In einer solch "toleranten" Atmosphäre jenseits politischer Grenzen ist es nicht verwunderlich, wenn an der längsten Theke der Welt bierseliges Einverständnis herrscht. Der Otto Normalverbraucher betrinkt sich ohne Scheu gemeinsam mit den braunen Kameraden.
Rechte Positionen sind nicht nur Neonazis vorbehalten
Die paar hundert offensichtlichen Neonazis, die das Fest besuchen werden, sind Teil eines größeren Kontexts: Rassismus, Antisemitismus und Sexismus sind tief in der Gesellschaft verankert. Neonazis und ihre Gewalttaten sind nur der extreme Ausdruck dessen, was ohnehin viele denken und bei Gelegenheiten wie der "Biermeile" gerne äußern. Rechte Positionen sind keinesfalls eine gesellschaftliche Randerscheinung, sondern werden gerade auch aus der Mitte der Gesellschaft heraus vertreten. Dies zeigt sich zum Beispiel an der öffentlichen Debatte um das Zuwanderungsgesetz, die deutlich rassistisch geprägt ist. Die Verwertbarkeit von MigrantInnen für die deutsche Wirtschaft ist zentral für die Bewilligung der Aufenthaltserlaubnis, während die prekäre Lage der meisten Flüchtlinge als Einwanderungsgrund weiter zurückgedrängt wird. So wundert es nicht, dass der deutsche Staat unverändert mit "Folterstaaten" wie Togo oder China kollaboriert; die Flucht vor Armut oder die unter Deutschen als völlig verständlich empfundene Suche nach dem besseren Leben wird bei Flüchtlingen aus ärmeren Staaten als "Wirtschaftsflucht" denunziert. Damit nicht genug, gibt es ein immer weiter anwachsendes Internierungssystem am Rande der Städte und in vielen ländlicheren Gegenden, durch das nach Deutschland geflüchtete Menschen bestraft, eingesperrt, psychisch gebrochen und schließlich doch abgeschoben werden.
Auch im multikulturellen Konsens werden vermeintliche Unterschiede zwischen "deutsch" und "fremd" betont. In populären Massenevents wie dem "Karneval der Kulturen" drückt sich positiver Rassismus aus, der ebenfalls auf althergebrachte Stereotypen zurückgreift - die Aufmachung der Stände schwarzafrikanischer Anbieter beispielsweise befriedigt nicht nur die Lust am Exotischen, sondern reproduziert eben auch das Bild vom primitiven Schilfhüttenbewohner. Als nicht-deutsch eingestufte Menschen werden wegen ihrer vermuteten Herkunft oder wegen ihres Aussehens Eigenschaften zugeschrieben aufgrund derer sie diskriminierbar werden. Ähnlich freundlich rühmt sich die "Biermeile" ihres weltoffenen Charakters. Als besondere Attraktion gelten exotische Biere, wie das Thai-Bier aus Südostasien. Menschen, die aufgrund ihres Äußeren der selben Region zugeordnet werden, sollten einen Besuch der "Biermeile" jedoch vermeiden, da sie fürchten müssen, als potentielles Ziel für rechte Angriffe ausgemacht zu werden.
Übergriffe gehen auch von "normalen" Bürgerinnen aus
Obligatorische "Begleiterscheinung" des Bierfestivals werden auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von tätlichen Übergriffen sein, die nicht selten politisch motiviert sind. Damit wird Friedrichshain, das ansonsten als "alternativer" Stadtbezirk gilt, an diesen Tagen wieder zur Gefahrenzone für all diejenigen werden, welche die entsprechende Angriffsfläche bieten. Die durch vermehrten Alkoholgenuss herabgesetzte Hemmschwelle führte bei den als "normal" geltenden BürgerInnen in den letzten Jahren zu verstärkter "Offenheit" - permanente Äußerungen rechter und sexistischer Positionen waren die Folge. Der Bierdunst lässt die Zungen der sich bedrängt fühlenden Deutschen locker werden und - je später der Abend - vermehrt deren Fäuste. Betroffen von Angriffen und Pöbeleien sind meist als "nicht-deutsch" Klassifizierte, alternative Jugendliche, Homosexuelle, Obdachlose und Frauen. Offen auftretende Nazi-Cliquen gehen auf in der Männermasse, welche die "Biermeile" dominiert und durch sexistische Sprüche, aggressive Anmachversuche und abwertende Witze ein (frauen)feindliches Klima schafft. Die Präsenz von Neonazis, rechte Verhaltensweisen und Denkmuster werden vom Großteil des Publikums der "Biermeile" mitgetragen bzw. toleriert. Auch die bereitgestellte Polizei, die die Eskalation des Festes vermeiden soll, trägt nicht zur Beruhigung bei. Im Gegenteil. Vor zwei Jahren wurden Beamte selbst zu fremdenfeindlichen Aggressoren, indem sie einen Schwarzafrikaner am Rande des Bierfestes beleidigten, tätlich angriffen und verletzten.
Um zu verhindern, dass es auch in diesem Jahr wieder zu Übergriffen kommt, findet am 7. August ab 16 Uhr in unmittelbarer Nähe zur "Biermeile" eine Kundgebung statt. Damit wollen wir unseren Protest gegen die Nichtthematisierung und Bestreiten dieser Zustände zum Ausdruck bringen, die bisher nicht für die breite Öffentlichkeit, sondern nur für die potentiellen Opfergruppen wahrnehmbar waren. Auch wir wollen feiern - Unser Spass sieht anders aus!
// Kundgebung // 7. August // 16 Uhr // Frankfurter Tor // Motto:"Alltagsrassismus, Saufgelage und Chauvinismus. Unser Spaß sieht anders aus!" // Live Bands: Egotronic und Gäste //////
Danach Aftershowparty // 22 Uhr // K9 - Kinzigstr. 9 // Live: ClickClickDecker :: Lattekohlertor
Aufrufer/Untertützer: Antikapitalistische Aktion Berlin, Antideutsche Frauen Berlin, Antifa Aufstand Köpenick, Antifa Bernau, Antifa Friedrichshain, A.G. Genderkiller, Antifa Soundkollektiv, Graffiti Hates Germany, Jugendantifa Friedrichshain, Lebensfreunde Berlin, Naturfreundejugend Berlin, Schoenerfriedrichshain
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Ergänzungen
Fragt sich nur...
Keinen Fußbreit dem linken Rassismus!
Haltet mal die Luft an
Und dann noch dieses (wirklich langweilige) Straßenfest in einen größeren Zusammenhang mit "Folterstaaten" wie "China" zu bringen, ist das nicht ein wenig weit hergeholt?
Mag euer Spaß anders aussehen, keiner wird gezwungen da hin zugehen. Aber aus jeder Fliege einen ideologischen Elefanten mit linksdrall zu machen zeigt einfach nur das die Linke sich einfach nur noch lächerlich macht.
AD veranstaltung?
Berlin - Die Deutschen kehren sich zunehmend von grundlegenden Werten einer liberalen Gesellschaft ab. Das geht aus der Studie "Deutsche Zustände" des Bielefelder Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung hervor. In der Einstellung der Deutschen gegenüber Muslimen u.a. ist ein "Klima der Vergiftung" festzustellen, sagte der Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) bezeichnete die Gesellschaftsstudie als "Dokument der Selbstaufklärung der deutschen Gesellschaft".
Laut der repräsentativen Umfrage unter mehr als 2700 Bundesbürgern sind 55 Prozent der Deutschen der Auffassung, dass es zu viele Ausländer in Deutschland gebe. 28 Prozent plädieren dafür, dass Ausländer zurück in ihre Heimat geschickt werden, wenn Arbeitsplätze knapp werden.
71 Prozent der Befragten teilten die Ansicht, dass Muslime in Deutschland nicht nach ihren Glaubensgesetzen leben sollten. Für 53 Prozent sind Moscheen ein Zeichen dafür, dass der Islam seine Macht vergrößern wolle. Heitmeyer sagte, die Vorurteile gegenüber dem Islam zögen sich durch alle Bildungsschichten. Überraschenderweise seien Frauen deutlich fremdenfeindlicher eingestellt als Männer. Außerdem nehmen Vorurteile gegenüber Muslimen auch bei zunehmendem Bildungsgrad der Befragten nicht ab. Ein Drittel der Bevölkerung stört, dass wieder mehr Juden in Deutschland leben.
saubermänner und -frauen unterwegs
wie immer wird hier mit 2erlei maß gemessen! die egotronic-leute mögen zwar antideutsche sein, aber die kritik an einer band sollte schon anhand dessen formuliert werden, was die band slebst MACHT, was für inhalte sie verbreitet. und solange hier niemand eine inhaltliche kritik an egotronic-texten oder -musik vorbringen kann und auch der rahmen, in dem sie da am samstag auftreten, nicht zu kritisieren ist, sollen die reinhaltungs-saubermänner und -frauen sich bitte schön zurückhalten und meinetwegen zuhause bleiben, wo alles 100% pc ist (??? von wegen...), und den nazis die straße überlassen während der biermeile. ihr seid echte helden!
Stellungnahme von schoenerfriedrichshain
Schade, schade
Von der Antifa Friedrichshain hätte ich eigentlich mehr Bewußtsein erwartet aber anscheinend positioniert sie sich jetzt auch lieber auf der Seite nationaler Fanatiker.
Die Kundgebung gegen die Biermeile ist für mich damit gestorben, Schade.
Einfach nur lächerlich.
Ich halt es für grundfalsch, dumm und gefährlich, die Frage der Beteiligung an der Demo an dem "Kulturprogramm" festzumachen. Mein Eindruck ist, dass die Debatte hier nur zu eigenen Identitätsbildung benutzt wird. Das die AFH und Schöner Friedrichshain diesen Quatsch nicht mitmachen, und ihr Kulturprogramm nicht nach pubertierenden Linksradikalen ausrichten, finde ich richtig und mutig.
Wenn ein Hineweis auf antideutsche Beteiligung genügt, um ein Projekt insgesamt zu bewerten, wird ersetzt die Dummheit die politische Analyse. Es ist doch wirklich nicht mehr zu fassen, dass jemand wegen einer - möglicherweise bereichtigten - Kritik am Kulturprogramm, nicht mehr zu einer antifaschistischen Demo geht.
Damit abschließend keine Missverständnisse aufkommen: Wenn ich es richtig weiss, versteht sich die Redaktion der Bahamas nicht mehr als Teil der Linken. Eine Einschätzung, die ich übrigens Teile. Die Affinität der eingeladen Band für diese Zeitschrift ist mir völlig fremd.
Aber: Wir ich freue mich auf ihre Musik.
Noch ein letztes Wort: Viel fremder, als die Nervbacken von der Bahamas sind mir aber diejenigen hier, die die Aktion wegen der Band boykottieren wollen. Sowas finde ich dermassen absurd, sektiererisch und unpolitisch. Einfach nur irre. Die Linke beweist mal wieder, dass sie viel lustiger ist, als das Leben des Brain.
Ok, Ok... neue Zeiten
oooooo
Gegen Pawlowsche Reflexe!
@borst und @muss man wissen
Ich glaube es ist ein Unterschied ob ich zu einer Party gehe oder mich politisch, in Form einer Kundgebung, artikuliere. Im Übrigen würde ich natürlich auch nicht auf ein Konzert gehen wo die Band T-Shirts von Arafat trägt, oder wie Egotronic vom IDF. Da bleiben trotzdem noch ein Haufen Partys übrig.
immer dit gleiche...
schoenerfriedrichshain hat gesagt, dass die entscheidung, egotronic spielen zu lassen, nicht konsensual getroffen wurde. lieber den teil der vernünftigen stärken, als den spinnern auch dieses mal das feld zu überlassen.
LangeBierWeile
Geht lieber eine Runde Eure überhitzen Gehirnwindungen abkühlen. Egotronic, Antideutsch, AntifaFH, Bahamas, Rassisten some Schlüsselreize against Sonnenstich //
Die Partei, die Partei hat immer Recht!
Geil, eure Erklärung so hörte sich das auch in den Siebziegern von diversen K-Gruppen, oder der Bundesregierung an, oder in den Achtzigern bei taz-Besetzungen, dem Grünen Marsch durch die Institutionen, oder in denn Achtzigern bei Täterschützer und Böhse Onkelz Veranstaltern.
Wenn euer interner Kompromis so aussieht, daß eine Band spielt obwohl soviele Bauchschmerzen damit haben, dann würde ich gerne mal Mäuschen bei eurer Konsenssuche spielen. Ich nenne das jedenfalls eher Fakten schaffen und aus Unfähigkeit zur Auseinandersetzung sich nicht mehr zur eigentlich notwendigen ausladung aufgrund fehlender gemeinsamer Position trauen! Am besten alles so lassen wie es ist.
Nicht dem Druck der Straße beugen. Alles andere: Spaßbremsen, Spielverderber, Mießmacher! Die Biermeile wirds ähnlich sehen!
Viel vergnügen und Prost...
Ich wollte Egotronic nicht ausladen!
ich gehöre zur Vorbereitungsgruppe und war dagegen, Egotronic auszuladen. Nicht etwa, weil ich Antideutscher bin. Im Gegenteil. Mitte Ende der Neuziger Jahre habe ich aktiv daran mitgewirkt, sog. Antideutsche aus meinen politischen Zusammenhang zu schmeißen. Das war notwendig und richtig. Die Zeitschrift Bahamas find ich bekloppt und ich gehöre auch zu dem Teil, der die Einschätzung der Redaktion richtig findet, nicht mehr Teil der Linken zu sein.
Aber: ich finde das Zitiat "dem Druck der Linken Debatte nicht weichen" völlig richtig. Wenn die radikale Linke so irre ist, eine antifaschistische Veranstaltung zu boykottieren, weil ihnen die politische Gesinnung der im Kulturprogramm auftretenden Band nicht gefällt, darf man sich diesem Druck tatsächlich unter keinen Umständen beugen, andernfalls erweckt man nämlich den Eindruck, man würde akzeptieren, dass die - möglicherweise berechtigte - Kritik an der Band, einen solchen Boykott politisch rechtfertigen würde. Auf diesen irren Quatsch nicht einzugehen, sich nicht zu jeder Aktion die Frage stellen zu lassen, wie hälst du es mit Israel, war meine Motivation, die Band nicht auszuladen, sondern innerhalb der Linken zu symboliseren: mag sich an dieser Frage spalten wer will, wir haben wichtigers zu tun.
außerdem: wer die aktion nur nach einer eingeladenen band beurteilt, nicht aber danach wer dort reden, was im Aufruf steht sonderen den einfachen schluss zieht: da spielt ne antideutsche band, also ist die ganz aktion antideutsch, also gehe ich da nicht hin, hat seinen Verstand verloren, der oder die hat Denken durch Stigmatisierung ersetzt.
also...
wir wollen ja nicht den eindruck erwecken, die kritiker an egotronic seien auf einem auge blind, gelle.
Freunde der Bahmas sagen Auftritt ab!!!
Leider werden bei Egotronic im Gästebuch, im Gegensatz zu Indymedia, kritische Einträge meistens kommentarlos gelöscht.
Interessant bleibt aber, dass die Band ganz klare rassistische Zitate aus der Bahamas als "keineswegs rassistisch" zurückweist.
Wer sich an der Diskussion dort beteiligen will, hier ist der Link:
Aus dem Gästebuch:
"[502] torsun schrieb am 06. August 2004 um 11:17 Uhr:
hier geht es um musik oder nicht musik..
nicht musik machen wir morgen auf der kundgebung...
sorry an die die uns gern dagehabt hätten, aber wir sind von dem ganzen hickhack doch ziemlich angepiszt und deshalb gilt:
"unser spasz sieht anders aus"
kurz noch zum schlaumeier.
wenn ein zitat schon sexistisch sein soll weil das wort sex in welcher abwandlung auch immer darin vorkommt.. wirst du hier gleich deine wahre freude haben. achtung: sex...
nichts für ungut, aber zukünftig werde ich so einen bockmist hier im g-book umgehend löschen.
zensur, zensur"
Rechtfertigung eines rassistischen Zitates von Pünjer aus der Bahamas:
nun zum rassismus des herrn pünjer. seine einlassungen zur angeblichen fremdenfreundlichkeit der deutschen muss man nicht unbedingt teilen - ich tu es nicht. der sören ist an dieser stelle wohl etwas über das ziel hinausgeschossen. vermutlich setzte er rassismus als notwendige erscheinung bürgerlicher subjektivität (das dem kapital sich annähernde subjekt projiziert seine triebhaftigkeit auf die angeblich so ursprünglichen wilden neger etc.pp.) und die deutsche volksgemeinschaft als gemeinschaft eben nicht bürgerlicher subjekte, sondern - naja, ich-loser lurche. daraus ergab sich der schluss, die deutschen wären nicht rassistisch. das ist nicht kohärent und an der empirie vorbei, wenn du mich fragst. aber ganz gewiss nicht rassistisch.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
och nöööö!!! — lars
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