Berlin: Demo gegen Kreuzberg und Neukölln
Der bundesweiten Mobilisierung folgten 150-200 "Antideutsche". Der Lautsprecherwagen trug ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Fussbreit den Islamisten." Viele Israel-Flaggen und Transparente, welche "Bomber Harris" ehrten, waren zu sehen.
Von Anfang an umringten 200-250 Gegner/-innen den Zug, der von einem Wanderkessel der Polizei eskortiert wurde. Dort waren Palästina-Flaggen, aber auch lustige Sprüche wie "Narrenfreiheit für die Bahamas", "Lang lebe Island" und "Lang lebe Taka-Tuka-Land" zu sehen und hören. Über der Oranienstraße hing ein Transparent "Stoppt die zionistische Besatzung - Freiheit für Palästina".
Am Rande der Demo kam es zu Eierwürfen und einem Flaschenwurf, es gab vereinzelte Festnahmen. Es waren auf beiden Seiten bescheuerte Parolen zu hören.
Eigentlich war mir die ganze Aktion zu bescheuert um überhaupt darauf einzugehen, aber als auf der Oranienstraße vom Lautsprecher alle Einwohner/-innen Kreuzbergs erneut als Antisemiten diffamiert und beschimpft wurden (weil ja ein Multi-kulti Stadtteil zwangsläufig zu Antisemitismus führe), ging es auch bei mir als Bewohner eben dieses Bezirks durch und ich ging mit zur Abschlusskundgebung am Heinrichplatz.
Dort wurde Indymedia, das Anti-Ds gerne als "Internetkotzkübel der deutschen Linken" bezeichnen, auch vom Lauti aus als "Linksnazi-Chatroom" beschimpft. Es wurde auf eine Ergänzung des Artikels "Kreuzberg befürchtet Gewalt wegen 'Bahamas'" eingegangen. Dass dieser nicht auf der Startseite steht und die zitierte Ergänzung als "beitræge die keine inhaltliche ergænzung darstellen" eingestuft wurde, hinderte den Redner nicht daran, zu glauben, dass die Moderatoren/-innen dieser Nachrichtenplattform eben dieser Meinung seien. Das Prinzip des "Open Posting" scheinen dogmatische kommunistische Sekten nicht zu verstehen oder zu akzeptieren.
Ein Redner der Demo kritisierte die Polizei, weil diese das Recht der Demo-Kritiker/-innen auf Freie Meinungsäußerung durchsetzte, statt hart gegen diese vorzugehen.
Weiterhin kam vom Lauti:
- eine undifferenzierte Ablehnung der "Hölle unter dem Kopftuch", weil dieses ja sexistisch (und höchstgradig antisemitisch sowieso) sei
- Hetze gegen "Messerangriffe arabischer Streetgangs" - siehe hierzu den Vorfall beim Karneval der Kulturen
- Vergleiche mit Wahlerfolgen der NPD in der Sächsischen Schweiz mit Wahlerfolgen einer Pro-Palästina Partei in Paris, was ja beides dasselbe sei und auch auf Kreuzberg zutreffe (...)
Bleibt zu hoffen, dass keine Beiträge derer hier erscheinen, die fordern "Indymedia abschalten" und nicht kapieren, dass Indymedia kein Diskussionsforum ist oder sein will.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
zur erinnerung
scheiss auf euren sektenkrieg!!
Die aufrufenden Gruppen
AANO zeigt Kriegsgegner bei Polizei an:
Berlin AANO zerstört Poster gegen Sozialabbau:
Antideutsche prügeln auf linken Juden ein:
Die Georg-Weerth-Gesellschaft Köln solidarisch mit rechtsextremer Pro Köln wegen deren Demo gegen Moscheenbau:
Die prozionistische Initiative Frankfurt hat die Folter und den sexuellen Mißbrauch an irakischen Kriegsgefangenen gerechtfertigt.
Und die Bahamas... man kann gar nicht alles aufzählen...
Ein kleiner Überblick:
Wahnsinn marschiert
- Etwa genausoviele Stalinisten und Trotzkisten auf der anderen Seite mit kaum emanzipatorischeren Parolen sind nur das Spiegelbild der Antideutschen. Entsrechend wird ebenfalls versucht, mit Nationalflaggen die Weltrevolution herbeizuwedeln..
- Ein paar Schaulustige (darunter vielleicht 50 Linke und Anarchos) beobachten den Sektenkrieg (eine Indymedia-Kommentarschlacht live auf der Straße) und können so viel Dummheit kaum fassen. Touristen fragen sich, ob hier das Satire-magazin Titanic "das Leben des Brian" nachspielt.
- Gerüchte, wonach sich Nazis auf beiden Seiten einmischen wollten, um die Lage zu eskalieren bestätigten sich nicht.
Ein Kommentar unter einem anderen Artikel trifft die Lage ganz gut:
Antideutsche verzweifelt?
Anarcho 09.07.2004 02:08
Auf mich macht es eher einen verzweifelten Eindruck. Nach den Angriffen auf Antifademos und ihren Kongressen, wo sie sich als normale Bratwurstfressende deutsche Spießbürger mit Sorge um die mitteleuropäische Kultur gezeigt haben, schrumpft die Szene der Antideutschen.
Früher haben sie mit Provokation Aufsehen erregt, Aufsehen erregen war die wichtigste Praxis der Antideutschen, um sich in linke Diskurse einzuschleichen. Viele Kids und Studies, auf der Suche nach Identität schlossen sich antideutschen Sekten an (denen meist nur zwischen 2 und 6 Personen angehören)... heute provozieren die immergleichen absurden Texte und Unterstellunge antideutscher Ideologen nicht mehr. Das bringt sie zum Verzweifeln. Sie wissen, daß sie nur durch weitere Provokation und Im-Gespräch-Bleiben weiter bestehen können. Also suchen sie offene Konfrontation, versuchen gewalttätige Auseinandersetzungen zu erzeugen, indem sie zum Beispiel vor linken Zentren aufmarschieren und diese angreifen...
Wer gegen die Antideutschen die direkte Konfrontation sucht, ihnen mit Gewalt antwortet macht genau das, was Stratege Wertmüller will. Wer offenen Stress mit ihnen sucht betreibt dieselbe Praxis und kräftigt antideutsche Strukturen.
Stigmata
Zitate der Aufmarschierenden
Pünjer in der Bahamas: "Die traditionellen Nazis sind längst von links Getriebene, deren Halbwertzeit sich immer mehr verkürzt. Deshalb werden übliche Anti-Nazi-Demos immer lächerlicher und überflüssiger. Seien wir doch ehrlich, Rassismus, der wirklich noch Rassismus genannt werden kann, also nicht die Verrücktheiten der Antira-Szene, die jede staatliche Regulierung von Zuwanderung als Rassismus geißelt, oder jeden, der das Wort Neger in den Mund nimmt, standrechtlich zusammenschlagen will, hat doch nicht wirklich eine Zukunft. Die Zukunft gehört der Ideologie des Antirassismus als menschenverachtendem globalem Massenbewußtsein, also als Fusion aus Multikulturalismus und Ethnopluralismus ... Wer das nicht sehen will, ist taub, blind und Teil des Problems."
Pankow in der Bahamas: "Nichts fürchtet der Moslem-Mann neben Alkohol und Ungläubigen mehr als Sex – jedenfalls dessen heterosexuelle Variante.."
und wieder Pünjer: "Die Behauptung, die Deutschen seien fremdenfeindlich, ist eine Lüge. Denn Fremdenfeindlichkeit ist ein Beleg für eine aufgeklärte kapitalistische Gesellschaft. In Deutschland dagegen ist man von jeher fremdenfreundlich. Und Fremdenfreundlichkeit ist das Herzstück der antirassistischen Ideologie. Insofern kann man sagen: Das deutsche Problem besteht darin, dass Deutsche traditionell eher antirassistisch sind, weil sie nämlich weniger gegen andere Rassen und Kulturen sind, sondern vielmehr für diese."
und Fallaci in der Bahamas: "Ich werde die Versammlungen nicht vergessen, mit denen die ‚clandestini’ letztes Jahr die Plätze Italiens füllten, um Aufenthaltsgenehmigungen zu erhalten. Die verzerrten, bösen, feindseligen Gesichter. Die erhobenen, drohenden, zum Einschlagen auf den, der sie beherbergt, bereiten Fäuste. Ich werde sie nicht vergessen, weil ich mich, mehr noch als ich mich beleidigt fühlte durch deren Anmaßung in meiner Heimat, verarscht fühlte von den Ministern, die sagten: ‚Wir möchten sie abschieben, aber wir wissen nicht, wo sie stecken’. Ihr Mistkerle! auf jenen Plätzen befanden sich tausende, und sie versteckten sich keineswegs. Um diejenigen auszuweisen, hätte es gereicht, sie aufzureihen, bitte-werter-Herr-setzen-Sie-sich, sie zu einem Hafen oder Flughafen zu begleiten und sie in ihre Länder zurückzuschicken. ...
Ich rief einen Polizisten an, der das Büro für Sicherheit in der Stadt leistete und sagte: Werter Polizist ..., wenn Ihr bis morgen nicht das beschissene Zelt fortschafft, dann stecke ich es an. Ich schwöre auf meine Ehre, dass ich es anstecke, und nicht einmal ein Regiment Carabinieri wird mich daran hindern können, und dafür will ich festgenommen werden. Mit Handschellen in den Knast, festgenommen. So komme ich in alle Zeitungen und Sender, die-Fallaci-festgenommen-in-ihrer-Stadt- weil-sie-sie-verteidigt-hat, und auf Euch spucken alle. Intelligenter als der Rest, entfernte der Polizist im Laufe weniger Stunden das Zelt. An Stelle des Zeltes blieb nur ein enormer und ekelerregender Schmutzfleck: das Resultat von einem über drei Monate dauernden Zeltlager."
und schließlich Wertmüller über Indymedia in der Bahamas: "In Indymedia regiert das gesunde Volksempfinden, das Zigarettenrauchen als Anschlag auf die Volksgesundheit empfindet und seine eigene verklemmte und daher zu allem Unheil bereite Sexualität energisch verteidigt und auf Täterjagd nach potentiellen Vergewaltigern geht. In Indymedia ist man so nationalsozialistisch wie David Irving oder Jörg Friedrich und so grundfriedlich wie das deutsche Volk, wenn es sich zum nationalen Aufmarsch gegen die Zivilisation in Berlin versammelt."
Wer diese Auswürfe nicht als "antifaschistisch" bezeichnet, muss wohl ein "Muslimedia-Nationalsozialist" oder ein Mitglied der "Globalisierungsgegner-SA" sein!
Redebeiträge?
Einmal gings gegen Kreuzberg (und besonders gegen die Anwohner der O-Strasse). Diese seien zu Fremdenfreundlich und damit Multikulti und somit potentiell antisemitisch. Danach gabs noch Schelte gegen "Nazi-Indymedia". Ansonsten nur die üblichen unreflektierten Parolen gegen alles mögliche und Lob an Bomber Harris.
Die Redebeiträge dürfte dann auf den Seiten der Sekten zu finden sein.
Bericht
Das politische Spektrum bei den Gegen-Demonstranten war so breit wie seit dem 1.Mai-Bündnis letztes Jahr nicht mehr. Auch Vetreter von verschieden Organisationen aus der Türkei und Kurdistan waren da. Die Rasissten wurden von Anfang an mit einem Polizeispalier bechützt. An die 80% der Teilnehmer war nicht aus Berlin, 100% weiß, 95% junge stramme deutsche Männer. Ihre Demo war extrem deffensiv und hatte ausser "Lang lebe Israel nur Fußballparolen zu bieten.
Der Rasisstenumzug wurde von Anfang an mit Protesten an der Seite und vor der Demo begleitet. Auf dem Kotbusser Damm gab es immer wieder kleinere Versuche der Blockade, die von Bullen sofort vertrieben wurde.
Auf dem Kottbusser Damm wurde ein Gegendemonstrant ohne jeglichen Anlaß bewust festgenommen. Das geschah unter dem JUbel und Klatschen der "Demonstranten". Es erinnerte daran, als Teile der ehemaligen Autonomen die Bullen bejubelten, als diese versuchten am 1.Mai 1993 die Maoisten rauszuhauen. Und es zeigt, wie sie es Zusammenarbeit mit den Bullen zum Alltag machen möchten.
Auf der Adelbertstrasse wurden Die Gegendemonstranten immer mehr. In der Oranienstrasse haben die Bullen die Demo ziehen lassen und den Bürgersteig für alle anderen abgesperrt.
Trotzdem fanden viele den Umgehungsweg zum Heinrichsplatz und die Abschlusskundgebung massiv zu stören.
In dem Redebeitrag für das antiislamische Kopftuchverbot war die Aussage die folgende:
Die islamischen Mädchen leiden Hölle unter dem Kopftuch, weil (ungefähres Zitat)" sie sich auch gerne Schminken und ihren Körper sexuell anziehend zeigen würden."
Ihre Parolen waren
1. Lang lebe Israel!
2. USA-Antifa!
3. Scharon ist ein Antifaschist!
4. Tauscht eure Tücher gegen Bücher!
5. (Am Heinrichsplatz:) Ihr müsst hier wohnen und wir nicht!
6. Wer Kreuzberg mag, muss scheisse sein!
7. BomberHarris Parolen!
Diese Parolen zeigten ihren wahren rasisstischen Charackter und entlarvten sie selber!
Mit folgenden Parolen wurde ihr rasisstischer prozionistischer/proimperialistischer Aufmarsch gestört:
1. Scharon ist ein Mörder und Faschist!
2. Freiheit für Palästina!
3. Viva Viva Palästina!
4. Sabra, Schatila und Dschenin - die Unterdrückten kennen ihn, Scharon steht für Massenmord, Widerstand an jedem Ort!
5.Ihr, Ihr, Ihr seit das Deutschland!
6. Nichts wird vergessen - nichts wird vergeben, ein freies Palästina wird es geben!
7. Afghanistan: Besatzer raus! Irak: Besatzer raus! Palästina: Besatzer raus!
8. Intifada Volksaufstand - Klassenkampf in jedem Land!
9. Stoppt Massaker Stoppt den Krieg - Intifada bis zum Sieg!
10. Ohne Bullen wärt ihr heut' nicht hier!
11. Nazis morden, der Staat schiebt ab - ihr seit das gleiche Rassistenpack!
12. (zum Ende hin, als sie unter Polizeischutz zur U-Bahn begleitet werden sollten, was auch geschah:) Wie die Nazis geht heut nach haus!
13: Deutsche Polizisten - schützen die Rasissten!
Die Parolen sind nicht vollzählig!
Zum Schluß muss man festhalten, dass es schön zu sehen war, das die Gegendemonstranten ein großes Bündniss waren, einige Passanten und Kreuzberger Jugendliche verschiedener Herkunft sich aktiv den Protesten anschlossen.
Und das dieses Rasisstenpack NIEMALS ohne ihren grossen Bruder die deutsche Polizei, sonstwohin gekommen wären! Die Bullen alle möglichen Taktiken wie bei Nazidemos, Schutzspalier, Festnahmen von Gegendemonstranten, Abblocken und Protestierende nicht durchlassen, Begleitschútz zur U-Bahn, keine anderen Menschen in die U-Bahn lassen ausser die Rassisten, etc...-
Freiheit für die Festgenommenen!
Nie wieder rasisstische Provokation in Neukölln/Kreuzberg und sonstwo!
Nieder mit dem Imperialismus!
Beobachtungen vom Balkon
- ca. 150-200 "Anti-Deutsche" in sehr engem Block, Lautsprecherwagen mit rassistischen Parolen (besonders ekelig) im "Antifa"-Tonfall
- ca. 70 Polizisten schützten mit einem weiteren Block darum die Nazis gegen die Kreuzberger Bevölkerung, plus vielen Wannen davor und dahinter
- ca. 50 Gegendemonstranten pöbelten recht lautlautstark gegen die Nazis
mindestens ein Gegendemonstrant wurde ohne sichtbaren Grund unter meinem Fenster innerhalb von 10 Minuten verhaftet
- die "antideutschen" Nazis gefielen sich sehr in Ihrer Rolle: Als wir zusammen mit unseren griechischen und türkischen Nachbarn von unseren Balkonen gegen die Nazis mit "Haut ab!" etc. antworteten, freuten sie sich auf ein "solange in die Augen schauen bis der Erste aufgibt" und "Hausnummern notieren."
- seit der homophoben Instrumentalisierung des Kreuzberger CSDs vor einem Jahr, ist dies der unverschämteste Angriff auf die deutsche und ausländische Kreuzberger Bevölkerung. Nazis raus!
Ergänzung
Parolen, Parolen, Paroli
Wo Du doch schon so schön die Parolen aufgezählt hast, die auf beiden Seiten des Spaliers skandiert wurden (ohne jegliche Kritik an denen der sogenannten Gegendemonstranten, selbstredend), solltest Du vielleicht deiner Liste noch ein paar prägnante hinzufügen, die in loser Reihenfolge von einigen aufgebrachten türkischen Männern und mehreren jüngeren weißen Kiddies mit Palitüchern mehrfach auf der A- und O-Straße gerufen wurden:
1. Ihr Hurensöhne!
2. Inzest, Inzest, Inzest! Ich macht doch alle nur Inzest!
3. Euch müsste man alle umbringen!
4. Deutschland, Deutschland - Sieg Heil!
Ich gebe gern zu, dass ich bei den Redebeiträgen der Bahamas die Demo gerne vorzeitig verlassen hätte und auch mit großer Wahrscheinlichkeit in Zukunft entgültig diesen fernbleiben werde, weil die Redebeiträge wirklich unter aller Sau waren. Das Problem ist nur, bei dem keifenden Mob auf den Bürgersteigen drumrum hab ich mich nicht getraut, mich allein aus dem Korso zu bewegen. Nicht zuletzt deshalb gab es ja auch diese Demo, weil man sich nämlich als Antifaschist, der sich offen gegen Antisemitismus ausspricht (und den nicht erst in der tatsächlichen Ermordung von Juden sieht) oder eben Jude in einigen Gegenden Berlins nicht mehr sicher fühlen kann. Weder die Messerattacke auf dem KdK, noch der Angriff auf den jüdischen Touristen in Neukölln waren, wie einige Poster das hier gerne darstellen, übertrieben oder gar imaginiert.
Wenn jemand anders als die Bahamas und Konsorten eine Demo gegen eben diese traurige Tatsache gemacht hätten, wäre es mir auch allemal lieber gewesen (Vernüftigeres dazu zu sagen gäbe es sicher)- die Frage stellt sich jedoch: Warum hat das keiner getan? Die Reaktionen "der Straße" und hier in den Foren beantworten das, wie ich finde, eindrucksvoll. Den meisten ist das total egal ("sind ja alles Zionisten - sind ja selbst Schuld), ein kleinerer Teil ist eben genau das, wogegen sich diese Demo richtete, nämlich eingefleischte Antisemiten und militante Freunde jeder Volksgemeinschaft und der kläglicher Rest, der nicht zur totalen Durchknall-Clique der Bahamas gehört (ich z.B.), hatte schlicht und ergreifend zuviel Angst, den geballten Hass der zweiten Gruppe auf sich zu ziehen, weil 1992 und 2004 ja zeigen, was einem da so passieren kann - sowohl von sogenannten Linken, als auch von arabischen Menschen, wie eben kürzlich auf der Sonnenallee. Ergo: So scheiße die Bahamas sein mag (von wegen es gäbe keinen Islamhass in Deutschland, etc.), die Demo zu diesem Anlass war völlig gerechtfertig. Das hat die "Gegendemo" genauso bewiesen wie viele Postings hier.
P.S. Anstatt sich an den spezifisch vereinfachten bahamistischen Vorwürfen gegen "Multikulti" so abzugeifern, könnten einige hier vielleicht selbst mal auf den Trichter kommen, dass es sowas wie einen rassistischen Konsens gibt, der eben gerade nicht durch eine multikulturelle Gesellschaftsform aufgehoben, sondern affirmiert wird. So muss man z.B. Brasilianer nicht hassen, um rassistische Denkmuster zu reproduzieren - das Erfreuen am "natürlichen Feuer im Blut" funktioniert da ganz genauso. Nur weil es nicht direkt im Totschlag endet, ist es trotzdem biologistische Ideologie und könnte falscher nicht sein.
kleinen TAZ-Artikel noch als Update
Studie: Demokratieschwund im Kiez
Rechtes Friedrichshain, multikulturelles Kreuzberg? Eine Kommunalstudie attestiert dem Fusionsbezirk rassistische Alltagskultur und zunehmenden Antisemitismus. Eine Bestandsaufnahme...
Nie hatte sich Gökhan K. vorgestellt, dass eine Diskussion so folgenreich sein könnte. Der studierte Theologe und Geschäftsführer eines türkischen Gemüseladens am Kottbusser Tor hatte in den beiden Moscheen des Kiezes heftig mit seinen Nachbarn um religiöse Fragen gestritten. Seitdem wartet Gökhan K. auf die ehemalige Kundschaft. Sein Disput für liberalere Ansichten im Islam ließ die ehemaligen Kunden, mehrheitlich orthodoxe Muslime, auf Geheiß des Imams zum Konkurrenzladen abwandern. Alltag im Kreuzberger Multikulti-Kiez. Die deutschen Nachbarn bekommen von diesen Repressionen innerhalb der türkischen Gemeinde kaum etwas mit. "Antidemokratische Tendenzen und Diskriminierung nehmen im Alltag des Fusionsbezirkes zu", attestierte denn auch gestern eine druckfrische Kommunalstudie dem Fusionsbezirk. "Demokratiegefährdende Phänomene und Möglichkeiten der Intervention" betitelte das elfköpfige Autorenteam des Zentrums demokratischer Kultur (ZDK) und anderer Institutionen seine 203 Seiten starke Studie im Auftrag des Bezirksamtes. Fazit: Rassistische und rechtsextreme Tendenzen nehmen zu. Besonders überrascht waren die leitenden Autoren Claudia Danschke und Dierk Bostel über die alltägliche Diskriminierung Dunkelhäutiger und einen zunehmenden Antisemitismus. Untersucht wurden antidemokratische Gruppierungen und Tendenzen jenseits der Klischees vom Rechtsextremismus in Friedrichshain und der Toleranz in Kreuzberg. "Wir haben festgestellt, dass quer durch alle sozialen und kulturellen Schichten und unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit eine Art antisemitisches Milieu herrscht, aus dem heraus ein Aktionismus möglich ist", sagte Danschke bei der gestrigen Präsentation der Studie. Die Vorfälle der letzten Wochen gegen erkennbar jüdisch aussehende Menschen habe diese Erkenntnis bereits bestätigt. Der Studie zufolge gehört auch Rassismus insbesondere gegenüber dunkelhäutigen Menschen im gesamten Bezirk zum Alltag. "Das äußert sich in Pöbeleien oder darin, dass sie in Restaurants nicht bedient werden", sagte Bostel, der ein Jahr lang überwiegend Jugendliche in Friedrichshain interviewte und beobachtete. Von den rund 98.000 Friedrichshainern sind nur und 700 dunkelhäutig, in Kreuzberg sind es von 147.000 Einwohnern knapp 2.300. Es sei keine Ausbreitung der rechtsextremen Szene in Friedrichshain zu beobachten gewesen, sagte Bostel. Zwar organisiere sich dort eine bundesweite Gruppe "Kameradschaft Tor", lokal trete sie allerdings kaum in Erscheinung. Gegenwärtig gebe es etwa fünf bis sechs Jugendcliquen mit rechtsextremer Gesinnung. Gewalttätigkeit sei in beiden Bezirksteilen kein vordergründiges Problem. Vor allem Jugendliche seien stark emotionalisiert und ideologisiert, resümierte Danschke. Diese Entwicklung werde von der Gesellschaft aber nicht problematisiert. Dabei handele es sich nicht um eine neue Entwicklung. Vielmehr sei der latente Antisemitismus durch die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten befördert worden.
Adrienne Woltersdorf
Bahamas = Nebendarsteller im "Kampf d Kulture
Weder Zionismus noch Islamismus
Für mich gilt immer noch der alte marxsche Satz: "Das Proletariat hat kein Vaterland!". Es ist ein absolutes Unding, dass deutsche RassistInnen gegen einen linken Stadtbezirk und gegen die gesamte Linke demonstrieren und das mit USA und Israel-Fahnen. Dass sie dabei noch die deutsche Polizei um Schutz und um durchgreifen gegen StörerInnen gebeten haben, spricht für sich! Kapitalismuskritik kam in den Redebeiträgen auch nicht mehr vor. Stattdessen versteckten sich die Identitäts-"Linken" hinter ihren Nationalfahnen. Das Kreuzberger Multi-Kulti wurde als ein völkisches Allerlei rassistisch verklärt!
Gegen Gegennationalismus
Leider war zumindest ein kleiner Teil der "Gegendemonstranten" auch nicht gerade von fortschrittlicher Gesinnung. Den dennoch wahren Kern des Zionistenaufmarsches, dass jüdische Mitmenschen auch in Kreuzberg und Neukölln antisemitischen Angriffen ausgesetzt sind, belegten antijüdische Jugendliche, die Sprüche wie "Juden raus" riefen.
Einige Antiimps standen auf den Gehsteigen und wedelten dort mit ihren Palästinafahnen, um sich von dem (anti-)deutschen Mob abzugrenzen und riefen Parolen wie "Viva Palästina"! Die sicherlich gut gemeinte Solidarität mit den Unterdrückten Nationen schlägt hier in eine reaktionäre Richtung um. Eine Volksfront mit den Bourgeoisien der unterdrückten Nationen (oder Islamisten) hat Lenin nie propagiert. Es ging Lenin "lediglich" darum, dass den unterdrückten Nationen "die Freiheit der politischen Abrennung von der unterdrückenden Nation" anerkannt werden muss. Darum also, dass die PalästinenserInnen, weil sie als PalästinenserInnen unterdrückt werden, das Recht auf einen Staat haben, dass aber das palästinensische Proletariat gemeinsam mit dem israelischen Proletariat sowohl gegen Sharon als auch gegen Arafat kämpfen soll.
Eine positive Bezugnahme von Seiten der Linken auf bürgerliche Klassendiktaturen (Nationen) darf es nicht geben! Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus lassen sich nicht durch Gegennationalismus und Gegenrassismus, sondern nur durch den gemeinsamen Klassenkampf gegen die gemeinsame Ausbeuterklasse bekämpfen.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum es keinen entschlossenen Widerstand gegen den Zionistenaufmarsch gab, denn wer möchte schon mit palästinensischen NationalistInnen in einen Topf geworfen werden?
*Zionismus ist der Israel-spezifische Nationalismus. Genauso wie die deutsche Bourgeoisie benötigt auch die israelische Bourgeoisie eine Rechtfertigungsideologie für das Konstrukt Nation. Die Kritik der Linken darf sich nicht gegen einzelne Nationalismen (wie z.B. den Zionismus oder den palästinensischen Nationalismus), sondern muss sich gegen Nationalismus überhaupt richten. Wer seine Kritik auf Israel (bzw. den Zionismus) beschränkt oder dem jüdischen Proletariat vorschreiben will wie es gegen den Staat der israelischen Borgeoisie zu kämpfen hat, ist Antisemit und hat weder in der Linken noch sonstwo was verloren!
Solidarität mit dem Proletariat in Israel, Palästina und überall sonst auf der Welt! Nieder mit den Mördern Schröder, Sharon und Arafat!
jw zur demo
Inland
Markus Bernhardt
Rassistischer Aufmarsch in Berlin
Antideutsche Gruppen fordern Ende von Migrantenprojekten in Kreuzberg und Neukölln
Über 200 Anhänger sogenannter antideutscher Gruppen aus dem Umkreis der Zeitschrift Bahamas haben am Sonnabend an einer Demonstration unter dem Motto »Gegen den antizionistischen Konsens« durch die Berliner Bezirke Neukölln und Kreuzberg teilgenommen. Dabei kam es wiederholt zu körperlichen Angriffen der »Antideutschen« auf nichtdeutsche Anwohner und Linke, die spontan gegen den rassistischen Aufmarsch demonstrierten. Auch mehrere Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien wurden bedroht und geschlagen. Bezugnehmend auf den Krieg der israelischen Besatzer gegen die Palästinenser forderten sie weitere militärische Aktionen gegen die Bevölkerung der besetzten Gebiete. Auf Transparenten wurde unter anderem verlautbart »Panzer in Ramallah – das ist wahre Antifa!« und »Scharon ist ein Antifaschist!« Neben der proisraelischen Propaganda gingen die »Antideutschen« vor allem mit der Bevölkerung von Neukölln und Kreuzberg ins Gericht, die pauschal als »antisemitisch« bezeichnet wurde. Die »multikulturelle Alltagskultur« in diesen Bezirken müsse »empfindlich gestört und bekämpft werden«, hieß es in einer Rede, in der auch die Schließung von Sozialprojekten für Jugendliche mit islamischem Hintergrund gefordert wurde.
taz - "Theater in Kreuzberg"
Antideutsche rechnen mit der "Multikulti-Hölle" ab.
120 Teilnehmer bei Aufzug gegen Antisemitismus
Enough is enough
Trotzkisten?
Rechtsradikale für Israel
Die Ba - hamas-Leute scheinen diese Reihe würdig zu kompletieren. Es ist nur traurig, dass sich auch eine Reihe junger AntifaschistInnen, die durchaus wissen, was Rassismus und Patriarchat hat ist, dazu hergeben.
Trotzkisten!
erwähnenswert
offener antisemitismus, der natürlich in weiten teilen der islamistischen gemeinden west-berlins vorkommt, sollte durch kulturellen austausch, offenem miteinander und gesprächen entgegengetreten werden. aufgrund der befriedeten lage in europa, sollte es doch hoffentlich irgendwann möglich sein zu begreifen, dass man nicht alle und alles in einen topf schmeißen kann, was nicht ins sektiererische (schlimmstenfalls massenphänomenologische - spätestens hier ist es mit frieden und shopping vorbei) weltbild passt.
provokation und überhebliches gutmenschentum, wie es im nahost-zusammenhang von teilen der sog. antiimp. sekten, und teilen der sog. antideutschen propagiert wird, führt nur zu aggressionen und gewalt.
sofort auf den müll damit.
revolutionär-faschistischer islamismus, faschistischer nationalismus , rassismus und antisemitismus können nur gemeinsam bekämpft werden.
dazu wir brauchen eine antifaschistisch-pluralistische gesellschaft.
dieses wird niemals geschehen, wenn man den otto-normalverbraucher von nebenan, der bestenfalls von beruf polizist ist, nicht auf einen sozial-revolutionären trip bringt. verbessern wir einfach mal unsere sozialen verhältnisse im ganzen, und die der gebeutelten länder.
seien wir realistisch:
fuck social-fascism!
solidarität mit einem gerechten israel und einem friedlichen palästina!
her mit dem schönen leben - alles für alle!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
gute Idee
immer noch nichz
Nasen gesehen
von einem gemeinsamen kampf gegen zionismus&imperialismus,von wegen gemeinsamen Weltfeinden oder son scheiß.
Die Nasen sahen eher wie Skater aus oder HipHoper oder so. Waren bekannte Gesichter dabei, muß mal schauen, mal Fotos durch wühlen
Weiß jemand was von einer soli der seiten, wegen irak-krieg&palätina usw.?
Alle doof außer ich
...wir sind die volksfront von judea!!!
Nach den erschreckenden Ereignissen um den Mumia Wagen incl. Messerattacke musste ja ne Scheissaktion von der Gegenseite kommen. Klar gegen Islamisten durch Kreuzberg maschieren, ich fass mir an den Kopf, muss das sein? Antizionistische Aktion, habt ihr keine anderen Probleme? Ihr kotzt mich alle an, ALLE!!! Die Hetzer von der Bahamas genauso wie die Idioten von der RIM! Das Problem ist, das es warscheinlich eh nur ein paar Hitzköpfe mit ner Profilneurose auf jeder Seite sind die eine normale Lösung unmöglich machen, es anscheinend, zumindest ihrem Verhalten nach zu urteilen, auch gar nicht wollen.
Ich glaube nicht das mensch mit rassistischen Ressentiment und Verallgemeinerungen irgendetwas gegen beschissene Antisemiten machen kann!
Lang lebe Israel! Weg mit Bahamas!
Bla bla bla
ooooo
All das scheint ja nicht so wichtig zu sein.
Das einzige was dieser Affenzirkus noch verdient ist unser aller Ignoranz.
Dokumentation d Spartakist-Flugblatts
„Antideutsche“ planen rassistischen Aufmarsch in Neukölln am 10. Juli!
Stoppt Hetzkampagne gegen RK, Mumia-Unterstützer!
Am 10. Juli wollen die so genannten „Antideutschen“ unter dem Titel „Gegen den antizionistischen Konsens“ eine rassistische Provokation am Hermannplatz im Zentrum des Berliner Immigrantenbezirks Neukölln durchführen. Geführt von den offen pro-imperialistischen Rassisten der „Redaktion Bahamas“, wollen sie nichts weniger als dem rassistischen deutschen Staat und SPD-Bluthund Schily Munition liefern für deren „Krieg gegen den Terror“ gegen die Immigrantenbevölkerung. Der Bahamas-Internetaufruf, neben anderen auch von der fehl benannten „Autonomen Antifa Nordost“ unterschrieben, beinhaltet jedes rassistische Codewort, das zu haben war. Da ist von „Hasspredigern“ die Rede, ein Begriff aus dem neuen so genannten „Zuwanderungsgesetz“ von „Rot“/Grün und CDU, mit dem jetzt Nichtdeutsche aufgrund ihrer Äußerungen abgeschoben werden können. Sie phantasieren von einer „Kiezmiliz“ in Neukölln/Kreuzberg, die angeblich eine „Zionistenfreie Zone“ geschaffen hätte – eine krasse Gleichsetzung von Immigrantenwohnvierteln und „national befreiten Zonen“, also Gegenden, in die sich kein Immigrant oder Linker mehr hineinwagen kann, weil sie von Nazischlägern verseucht sind.
Neukölln und Kreuzberg, das sind genau die Gegenden Berlins, die vom kapitalistischen SPD/PDS-Senat als sogenannte „Problembezirke“ betitelt werden, denn hier leben viele Türken, Kurden, Araber und andere ethnische Minderheiten, die von massiver Arbeitslosigkeit und sozialem Kahlschlag besonders hart betroffen sind. Genau das sind die Ziele der „Antideutschen“, die Bullen und andere Rassisten darauf hinweisen, wie man z. B. Palästinenser erkennt. Besonders arabische Immigranten waren auch die Opfer der rassistischen Rasterfahndung nach dem 11. September 2001, die vom Senat durchgeführt wurde. Was nötig ist, um wandelnde Polizeifallen wie den Bahamas-Aufmarsch am 10. Juli zu stoppen, ist eine integrierte Mobilisierung von Gewerkschaftern und Immigranten. Der ganze Sinn dieses Aufmarsches ist es, eine Macht gegen die Berliner Immigrantenbevölkerung zu entfesseln, die viel bedrohlicher als die „Antideutschen“ selbst ist: den rassistischen deutschen Staat. Die „Antideutschen“ führen solche Provokationen nur durch, weil sie hoffen, berechtigten Zorn von Immigranten und Linken auszulösen und den Bullen so eine Rechtfertigung zu liefern, diese zu verprügeln und zu verhaften.
Genau nach dieser Methode kam auch einer der Vorfälle zustande, den die Bahamas als Anlass für ihren Aufmarsch angibt. Wir waren keine Augenzeugen des Vorfalls und müssen uns deshalb auf die Erklärungen der Betroffenen stützen. Beim Karneval der Kulturen am 30. Mai beteiligte sich das Aktionsbündnis für Mumia Abu-Jamal, das von den Revolutionären Kommunisten (RK) unterstützt wird, mit einem eigenen Wagen. Ein junger Mann mit Migrationshintergrund lief neben diesem Wagen und trug ein T-Shirt mit einer palästinensischen und einer roten Fahne und der Aufschrift „Antizionistische Aktion“, eine Abwandlung des Symbols der „Antifaschistischen Aktion“ der KPD der 30er-Jahre. Dafür wurde er von mehreren „Antideutschen“ aus der Gruppe „Kritik & Praxis“ als „Antisemit“ beschimpft.
„Sich in der Überzahl wähnend, griffen sie den Träger des besagten T-Shirts zuerst verbal und dann körperlich an. Nachdem er sie mehrmals aufgefordert hat, das zu unterlassen, sie aber den Angriff fortsetzten, rief er um Unterstützung. Worauf vier bis fünf Personen, alle nichtdeutscher Herkunft, ihm zur Hilfe eilten und den Angriff erfolgreich abwehrten“ (Stellungnahme der Betroffenen des reaktionär/zionistischen Überfalls beim Karneval der Kulturen, Juni 2004).
Die „Antideutschen“ machten daraufhin das, was sie am besten können: Sie riefen die Bullen. Das Opfer (!) des Übergriffs wurde brutal verhaftet – er wurde geschlagen und gewürgt. „Nach mehreren Stunden wurde der Verhaftete mit einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung aus dem Polizeirevier entlassen“ (ebenda). Für die Einstellung des Verfahrens! Selbstverteidigung ist kein Verbrechen!
Mit ihren Antisemitismusvorwürfen versuchen die „Antideutschen“ alle Kritiker am zionistischen Staat Israel in die Nähe des Faschismus zu rücken, auch um weitere Übergriffe auf sie zu provozieren. Es war nicht das erste Mal, dass der T-Shirt-Träger ins Visier von „antideutschen“ Schlägern geriet, so wurde ihm auf der Tag-X-Schülerdemo gegen den Irakkrieg letztes Jahr ein halber Zahn ausgeschlagen und auf einer Antifa-Demo in Köpenick am 13. März wurden mehrere Personen wegen des gleichen T-Shirt-Motivs von einem Mob von ca. 20 „Antideutschen“ angepöbelt, bedroht und rassistisch beschimpft, wie auf indymedia (14. März) berichtet wurde: „Geht zurück nach Kreuzberg, wo ihr herkommt!“ Nun beschweren sich K&P, dass ihr Opfer diesmal nicht gewartet hat, bis sie ihm die restlichen Zähne rausschlagen, sondern nach Hilfe gerufen hat!
Eine von den „Antideutschen“ kurze Zeit später herausgebrachte Stellungnahme begann eine Kampagne, die RKs zu isolieren. Diese werden als „gewalttätige Antisemiten“ verunglimpft, die aus „linken Strukturen“ rausgeschmissen werden sollen. Es gab bereits Versuche, sie auf Grundlage dieses Schmierblattes aus linken Demos auszuschließen. Die Verteidiger des T-Shirt-Trägers denunzieren die Stellungnahme als Lügen und Verfälschungen und machen klar, dass es ihr Genosse war, der attackiert wurde. Jetzt nimmt Bahamas das als Anlass für ihre 10.-Juli-Provokation. Sie vermischen das mit einem kürzlich erfolgten tatsächlich antisemitischen Angriff auf einen israelischen Juden – damit setzen sie Antisemitismus mit Antizionismus gleich, genau wie es Joschka Fischer tut, der damit die Bourgeoisie von Auschwitz in den Augen der „demokratischen“ Öffentlichkeit weißwäscht! (über Antisemitismus und Zionismus siehe: „Holocaust, ‚Kollektivschuld‘ und deutscher Imperialismus“, Spartacist Nr. 20, Sommer 1998)
K&P hat der Bahamas eine Steilvorlage für ihren 10.-Juli-Aufmarsch geliefert, auch wenn sie nicht offiziell dazu aufrufen. Nach dem gleichen Muster haben K&P und Bahamas bei einer Provokation gegen eine Antifa-Demo in Hamburg am 31. Januar zusammengearbeitet (siehe „Hamburg: Staatsterror gegen Antifaschisten – Für Arbeiter-/Immigrantenmobilisierungen, um die Nazis zu stoppen!“, Spartakist Nr. 154, Frühjahr 2004). Außerdem ist der Bahamas-Aufruf von einer rassistischen Hetztirade gegen Mumia Abu-Jamal gekennzeichnet, den sie als „Antisemiten“, der „zum Mord an Juden“ aufruft, verleumden. Dieser Angriff auf Mumia, ein schwarzer Journalist, der unschuldig in der Todeszelle in den USA sitzt, zeigt klar, dass „Antideutsche“ wie Bahamas nichts mit der Linken zu tun haben. Das ist die Art von Dreck, die man von der „Fraternal Order of Police“, der rassistischen Bullenbruderschaft in Pennsylvania erwartet, die Mumia tot sehen wollen! Bahamas Hass auf Mumia spiegelt den Hass der amerikanischen Bourgeoisie auf die schwarze Bevölkerung wider.
Die „antideutsche“ Kampagne gegen die RK und Mumia-Unterstützer findet beunruhigende Akzeptanz und Unterstützung (implizit und explizit) bei Teilen der Autonomen, auch bei denjenigen, die den Rassismus und Pro-Imperialismus der Bahamas ablehnen. In einer ekelhaften Kapitulation vor der rassistischen Kampagne hat das (ehemalige?) Antifa-Zentrum Köpi ein Mumia-Solidaritäts-Konzert am 11. Juni abgesagt, weil sich das Aktionsbündnis für Mumia Abu-Jamal nicht von dem „Antizionistische Aktion-“T-Shirt distanzieren wollte. In einer Stellungnahme zur Absage des Konzerts gehen sie soweit, den „antideutschen“ Angriff zu rechtfertigen: „Wer derartige Symbole trägt, riskiert halt, was auf’s Maul zu kriegen!“
Dass Linke die Verteidigung von Mumia Abu-Jamal sabotieren, ist wirklich verabscheuungswürdig! Er ist ein mutiger ausgesprochener Gegner von rassistischer und imperialistischer Unterdrückung. Wir Spartakisten haben seit ca. 15 Jahren aktiv dafür gekämpft, seinen Fall international bekannt zu machen, vor allem um die Macht der Arbeiterklasse für seine Befreiung zu mobilisieren. Für Hintergrundinformationen empfehlen wir die Broschüre „Mumia Abu-Jamal Is an Innocent Man!“ (September 2001) des Partisan Defense Committee, die Beweise für seine Unschuld dokumentiert. Freiheit für Mumia! Weg mit der rassistischen Todesstrafe!
Andere autonome Gruppen unterstützen die Hexenjagd, indem sie helfen, die RKs aus Antifa-Bündnissen und ähnlichem auszuschließen, ihre Unterschrift unter das „antideutsche“ Statement setzen, oder einfach durch bedrücktes Schweigen. Die Autonomen und Linken, die vor der „antideutschen“ Kampagne kapitulieren, sind vor allem durch die Darstellung der „Antideutschen“, die RKs seien gewalttätige „Antisemiten“ und „Messerstecher“, in Hysterie verfallen. Sie tun dies weil sie die „Antideutschen“ noch immer als einen Teil der Antifa-Linken sehen und nicht als das was sie sind, gewalttätige Rassisten im Dienst der Bourgeoisie von Auschwitz. Die „antideutsche“ Kampagne ist ein perfide eingefädelter Appell an rassistische Vorurteile. Sie hetzen wie der Staat und die Springerpresse gegen arabische und türkische „Streetgangs“. Wir haben nur Verachtung für diejenigen übrig, die so wenig Rückgrat haben, dass sie vor dieser widerwärtigen rassistischen Demagogie kapitulieren!
Wie schon gesagt, kennen wir nicht alle Details des Vorfalls auf dem Karneval der Kulturen. Aber wir müssen gar nicht jede Einzelheit kennen, um zu wissen, wer die „Antideutschen“ sind und was ihre Geschichte ist! Die „Antideutschen“ sind keine Linken, sondern Unterstützer der US-geführten kolonialen Besatzung des Iraks und des zionistischen Staatsterrors gegen die Palästinenser. Sie sind rassistische Helfershelfer für den „Krieg gegen den Terror“ der SPD/Grünen-Regierung des deutschen Imperialismus gegen die muslimische Minderheit und alle Immigranten. Wie wir in „‚Antinationale/Antideutsche‘: Schlägertrupps für SPD/Grünen-Regierung!“ (Spartakist Nr. 152, Herbst 2003) aufgedeckt haben, kassieren einige „antideutsche“ Gruppen Geld vom deutschen kapitalistischen Staat. Wiederholt haben sie linke Gegner von israelischem Staatsterror attackiert. Wir selbst waren Ziele physischer Angriffe, als „antideutsche“ Schlägertrupps vor einem Jahr zwei unserer Veranstaltungen an der Humboldt-Uni angriffen und uns als „Antisemiten“ diffamierten. Die Zionisten behaupten, die Palästinenser gegen israelischen Staatsterror zu verteidigen sei „antisemitisch“. Was sie an uns besonders hassen ist, dass unsere internationalistische Position diese Lüge zunichte macht: Wir kämpfen für die Perspektive einer arabisch/hebräischen Arbeiterrevolution gegen Israels kapitalistische Herrscher. Im Rahmen des Kapitalismus gibt es keine gerechte Lösung, wenn zwei Nationen, wie in Israel/Palästina, ein und dasselbe Territorium für sich beanspruchen. Entweder unterdrückt die zionistische Bourgeoisie die Palästinenser, oder die Bedingungen der Unterdrückung kehren sich um. Am 3. Juli 2003 mussten wir unsere Veranstaltung abbrechen und verlegen, weil sie eine Rauchbombe zündeten und die Bullen riefen. Als Antwort darauf haben wir eine Gegenkampagne gestartet, um uns und die Linke zu verteidigen, wir appellierten an andere Linke sich solchen Angriffen entgegenzustellen, und entlarvten den wahren Charakter der „Antideutschen“, um sie politisch zu isolieren.
Als Trotzkisten haben wir grundsätzliche politische Differenzen mit den maoistischen/guevaristischen RKs, aber wir stehen auf dem Prinzip der nichtsektiererischen Verteidigung innerhalb der Arbeiterbewegung und Linken: „Ein Angriff auf Einen ist ein Angriff auf Alle!“ Die „Antideutschen“ sind eine wirkliche Bedrohung für Linke und Immigranten und wir sind für das Recht der RKs und anderer, sich gegen Angriffe der „antideutschen“ Provokateure zu verteidigen. Wie man an ihrer pogromartigen Ankündigung für den 10. Juli sieht, wird das Ziel der „Antideutschen“ jedes Mal breiter, wenn ihnen eine Provokation gelungen ist: Sie richtet sich neben Immigranten und Linken in Neukölln/Kreuzberg auch gegen die reformistische Tageszeitung junge Welt und den liberalen Grünen-Abgeordneten Ströbele. Nieder mit „antideutschen“ Angriffen auf Linke und Immigranten! Stoppt die Hetzkampagne gegen RK und Mumia-Unterstützer! Nieder mit dem rassistischen „Krieg gegen den Terror“! Volle Staatsbürgerrechte für alle, die hier leben! Verteidigt die Palästinenser gegen israelischen Staatsterror!
e-Mail::
Das Problem an der ganzen Geschichte...
Ohne ein Ende der Besatzung, wird es keine Perspektive auf Frieden für Israelis und Palästinenser geben. Selbstbestimmung und Sicherheit ist nicht teilbar. Solange hier Parolenhaft an Solidaritätsbekundungen gearbeitet wird, solange wurde hier nichts begriffen.
Wer sich jedoch nach all diesen Geschichten der Bahamas noch antideutsch nennt, bildet inzwischen Anknüpfungspunkte an Rassismus und Eurozentrismus, wie Antizionisten dies zum Antisemitismus bieten.
@ bla
"Und wie auch hier in den Kommentaren zu lesen ist gibt es auch auf der Seite der Nicht-Antideutschen nur Schwarz-weiß denken und dumme Kommentare"
Die Kommentare sind inhaltlich verschieden und unterschiedlich differenzierend. Deine Behauptung stimmt nicht.
"Das die Bahamas auch in Antideutschen Kreisen nicht mehr gerade beliebt ist spielt da keine Rolle"
Vielleicht in einigen Teilen der Antideutschen, aber es gibt immer noch sehr viel Unterstützung. Die Kritik an Bahamas innerhalb der Antideutschen hat eher was mit Konkurrenzkampf innerhalb dieser Strömung zu tun.
"Das sie mit Antiislamistischen Parolen durchaus recht haben interessiert auch keinen"
Haben sie nicht, weil ihre Parolen zu einseitig sind und meist eine rassistische Note haben. Antideutsche kritisieren Islamismus von rechts und nicht von links.
" Statt dessen wird mal wieder gegen Israel gehetzt"
Wo haben Nicht-Antiimps gegen Israel gehetzt? Lügner!
"die Antideutschen werden als Spalter beschimpft"
Falsch, Antideutsche haben mit der Linken nichts zu tun und werden auch nicht als Spalter beschimpft.
"Und bei aller Kritik (die durchaus berechtigt ist) an der deutschen Linken haben die "bösen Antideutschen" zumindest noch niemanden Niedergestochen wie diverse Antisemitische Sektenspinner"
Antideutsche haben schon mehrmals andere Linke verprügelt und abgezogen. In FFurt gabs auch mal einen Buttersäureanschlag auf ein linkes Projekt.
" aber die Antideutsche Bewegung ist keineswegs auf dem Rückmarsch, ganz im Gegenteil, es werden immer mehr"
Nein. Mehr als 200 bekommt Ihr bundesweit nicht mehr zusammen.
"Und viele andere "Antideutsche" sind garnicht erkennbar weil die nämlich aus dem Anarchistischen oder anderen "traditionellen" Linken Bewegungen kommen und gewisse Grundsätze aufgreifen"
Dasselbe sagt die RIM über sich übrigens auch. Gibt nur ein Problem: Antideutsch ist eine autoritäre kommunistische Ideologie, absolut unvereinbar mit herrschaftskritischen und libertären Idealen.
"Mit Antideutschen reden kann mal helfen um aus dem Schwarz-weiß denken rauszukommen"
Alles schon versucht, Wer Nationalismus und Militarismus kritisiert, wird sofort als Nazi angeschrien. Bis heute ist mir keine inhaltliche Diskussion mit Antideutschen bekannt, das Verweigern von Inhalten und ehrlichen Diskussionen ist ja wesentlich für diese Leute.
"Aber das wäre ja Mist, weil dann müsste man ja feststellen das auch sehr viel positives aus diesem Lager"
Was denn? Pinochet? Berlusconi? Bratwurst-Essen? Leitkulur-Ideologie?
"lebt weiter in eurer kleinen Welt voller böser Amis und Zionisten, spaltenden Antideutschen und bösen Bonzen"
Genau das meine ich: Du bist ein Scharfmacher wie die Bahamas auch. Alle Nicht-Antideutschen werden von Dir pauschal als Antisemiten abgestempelt.
PS: Kommunismus ist eine autoritäre, reaktionäre, nationalistische Ideologie. Mehr nicht.
ohmann
Habt ihr echt nichts besseres zu tun als euch diesem Sektenscheiss hinzugeben?
Von autoritären und zum teil völkischen Kommie-Sekten über maoistische Antideutsche und was der Geier was fürn scheiss.
Dieses Macker-getue, das gewichse auf eure Nationalfahnen und der ständige abfall in rassistische Hetze,(sei sie nun gegen Araber oder gegen Amerikaner/Israelis) habt ihr echt nix besseres zu tun? oder wollt ihr einfach nur darstellen wie Deutsch ihr seid in dem ihr meint das Recht für euch gepachtet zu haben und auf totalitäre Weise mit den Symbolen von Massenmördern um euch schmeisst?
No Nation - No Border!
@bla
Wenn die Antideutsche Linke etwas von diesem Begriff, als linke Kritik retten will, dann ist eine radikale und öffentliche Ablehnung von den VeranstalterInnen der Demo (die nicht nur Bahamas sind) notwendig.
Wer z.B. wie das BGR Leipzig auf seiner Website zur Demo aufruft ist politisch zu isolieren. Wer auf die Website der Bahamas verlinkt oder wer die Bahamas, wie z.B. Bad Weather aus Hamburg, auf Veranstaltungen einlädt ist politisch anzugreifen.
Nur durch das vollziehen einen solchen Schnittes, kann antideutsche Politik noch ein Bestandteil linker Bewegungen sein. Wer aber weiterhin im Windschatten von reaktionären Gruppen segeln will, bleibt in der Flaute hängen.... ...ich verlege mich aufs Rudern jenseits identitätspolitischer Rettungsversuche!
Redebeiträge
Am längsten lebe Isabell!
@Es
Antizionimus bildet kein Anziehungspunkt für Antisemitismus.
Es mag verdeckten Antisemitismus unter dem Deckmantel des Antizionismus geben. Doch wird es ohne Antizionismus keine Befreiung für die Israelis bzw. Juden (denn Zionismus ist nicht nur israelischer, sondern historisch verspäteter jüdischer Nationalismus) geben. Willst du nun behaupten, daß die offen antizionistische Linke (wie früher die Mazpen)in Israel antisemitisch sei bzw. Anknüfungspunkte dazu gäbe?
Und wie will eine internationale Linke es schaffen zusammen mit der israelischen Linke für Befreiung zu kämpfen, wenn sie vor dem Zionismus kapituliert? Keine Chance, mein Guter! Ohne Antizionismus wird das wohl nichts! Wie soll eine emanzipierte israelische und palästinensiche Linke denn ihren Kampf gewinnen, wenn die weltweite Linke ihr die Solidarität verweigert und sie nicht auf diese Linke bauen kann? Marx sei Dank, daß das Antideutschenproblem ein weiß-deutsches Phänomen ist (Deutsche wußten ja schon immer, was für "Juden" gut ist, gell? Im Falle der Antideutschen ist eine Paralelle klar zu erkennen, auch wenn sich ihre Vernichtungsphantasien zur Zeit eher gegen Araber richten. Zudem sind es in anderen Ländern eher die Rechten, nicht die "Linke", die pro-zionistisch ist.) und daß es so etwas nicht in anderen Ländern gibt bzw. daß die Linke in anderen Ländern von einer Kapitulation vor dem Zionismus weit entfernt ist.
@ Katapult
Warum probiert Ihr es nicht mal zur Abwechslung ganz ohne Ideologie?
Ein voller Erfolg ...
Und wenn wackeren Gegendemonstranten außer "Stoppt die zionistische Besatzung - Freiheit für Palästina" oder "Lang lebe Taka-Tuka-Land" - Ist Israel Taka-Tuka-Land? - sowie Eierwürfen nichts einfällt, dann scheinen die Zu- und Umstände berechtigt in der Kritik zu stehen, zumal sich in diesem Zusammenhang nicht nur die Frage aufdrängt, welches Palästina denn von einer angeblichen "zionistischen Besatzung" befreit werden soll - etwa das der Hamas?
Sofern in diesem Kontext Israel zwangsläufig gleichgesetzt wird mit der Märchenwelt von Taka-Tuka-Land, dann soll ein Staat Israel, in dem Juden einigermaßen sicher sind vor antisemitischer Verfolgung, nach dem Willen der Spaßvögel, die sich diese wenig lustige Parole ausgedacht haben, wohl wieder nicht mehr sein als eine schöne Vision, ein Märchen, nicht aber Realität. Es ist bemerkenswert, wie schnell doch die "Provozierten" ihre wahre Gesinnung offenbaren ...
Insofern war die Demonstration in der Tat ein voller Erfolg.
MfG
tw_24
Was ich noch sagen wollte
Die RKler die ich kenne, haben aus den Mao-Bibeln die Parolen auswendig gelernt, glauben über Antisemitismus bescheid zu wissen, hauen aber im nächsten Moment die schönsten parolen in die Landschaft, welche dieses "Wissen" unterstreichen. "Zionisten sind Faschisten" und ein "rotes Palästina" ist im Kommen. Hat mit den Realitäten wohl nix zu tun, aber Argumente helfen nix mehr bei soviel einfältiger Volksbefreiungsromantik.
Alle beiden Gruppierungen haben eines gemein: sie wollen "was ganz Großes aufziehen". Heraus kommt ein "Karneval bizarrer Linkskulturen" wie diese Demo. Ich höre schon, wie sich Bestätigung geholt wird, weil die Anderen so scheiße waren und weil die so scheiße sind, sind wir so wichtig blabla blabla...
Leute, macht einen Bogen um die heutige Linke, wollt ihr noch eine Chance zu kritischem Denken und emanzipatorischer Perspektive haben. Die ist mit diesen identitären Kleingeistern nicht zu haben.
Zu "Dokumentation d Spartakist-Flugblatts "
Wieso bleibt hier also die Dokumentation eines Spartakist-Flugblatts (älteren IndymedialeserInnen kennen die weltfremden SpartakistInnen sicher noch als Lachnummer auf zahlreichen Plenas) als Inhaltliche Ergänzung stehen?
Obacht: Hier geht es mir nicht darum, Spartakist, RIM etc., Bahamas (die immerhin Indymedia i.d.R. nicht für ihre Zwecke vereinnamen) und ähnliche zu zensieren (obwohl ein Beitrag einer solchen Gruppe sicher schon per Modarationskriterien rausgeschmissen gehört). Ich frag mich eher wieso die Dokumentation dieses Flugblatts eine Inhaltliche Ergänzung seien soll.
Nicht nur das in den IM-Grundsätzenden unter "Was will indymedia NICHT sein?" steht: "Absatzpool für vorbereitete Stellungnahmen hierarchischer, etablierter oder kommerzieller Gruppierungen". Sonder vor allem da das Flugblatt wohl eher der Aufheizung einer Stimmung und der Rechtfertigung bzw. dem Runterspielen eines Angriffs von RMlern auf Antifas dient. Das die Tatsache, einer der RMler trug ein Nazi-Shirt überhaupt nicht thematisiert wird, stattdessen lieber ein identitärer Sektenkrieg aufgeheizt wird, spricht wohl Bände.
Ich will jetzt ja garnicht auf eine "IndyMods sind dies oder das" Schienen Aufspringen, noch Verschwörungstheorien aufstellen. Ich finde die Art und Weise wie hier z.T. mit solchen Texten (nicht) umgegangen wird durchaus unsensibel, politisch wie moralisch fragwürding, bestenfalls schluderig und ganz persönlich: Scheisse.
Und nur um mal die andere Seite der Wahrheit zu erwähnen, ein Link zu einer Schilderung des Angrifs (und Aufgepasst: ich erspare euch ellenlange Ergänzungen, wen's interessiert, der/die klickt den Link):
@ geht scho
Ist echt der grösste Quatsch (vielleicht ja aber auch gewollt von einigen Beitragschreibern), ständig bei diesen Konflikten über "die Linke" oder "die Antideutschen" herzuziehen. Die Bahamassekte und ihre Anhänger sind weder das eine noch das andere. Real antideutsch ist nämlich was notwendiges und positives! Genauso wie antifaschistisch, antikapitalistisch, antisexistisch und gegen Antisemitismus! Lassen wir uns das nicht von ein paar dahergelaufenen Idioten diktieren und kaputtmachen.
interessant
wenn sich indymedia deutschland offensichtlich so pro-rassitisch/zionistisch positioniert, nun gut
ich werde diese ganze einseitige proimperialistische scheisse die hier abgeht sowieso mal bei indymedia.org melden, mal sehn was die amilinken dazu sagen
indymedia deutschland vom server!
@ Sendero
hubert hat recht
Ich habe den Eindruck, daß Zionismus außer als Klausel in der israelischen Verfassung und innerhalb philosophischer Zirkel ziemlich tot ist - sein Ziel, nämlich die Errichtung des Staates Israel und die Absicherung dessen Existenz hat er ja de facto erreicht (Israelis werden von palästinensischem Terrorismus bedroht, aber nicht der Staat an sich, und gegen die IDF können die arabischen Armeen lange nicht mehr anstinken; nach Saddams Abgang haben sie es hoffentlich begriffen).
'Zionismus', in Deutschland aufgebracht, und insbesondere der 'Zionismus', auf den sich der deutsche und arabische 'Antizionismus' bezieht, ist, wie einigermaßen historisch Gebildete wissen, ein Fossil aus der Zeit der panarabischen Bewegung; an Namen sind hier primär Aflaq (der Begründer der damals noch 'allarabischen' Ba'ath-Partei) und Nasser zu nennen, desweiteren Ghaddafi, Saddam Hussein und Assad.
Aflaq war interessanterweise Christ.
Wer's nicht glaubt, möge bitte Zitate auftreiben, in denen sich Arik authentisch als Zionist gibt (also nicht, weil es das Protokoll von ihm verlangt). Viel Spaß beim Suchen.
Das ändert nichts an der Tatsache, daß Zionismus, der ja seine zeitlichen Wurzeln in der Ära des Nationalstaatsdünkels, des virulenten Rassismus und der Idee der 'Kulturnation' des späten 19/frühen 20 Jahrhunderts hat, definitiv nicht unkritisch hingenommen werden sollte. Aber Zionismus ist keine einheitliche Sache, das Spektrum reichte in der Blütezeit von Leuten wie Herzl, der die Rolle der Muslime im Nahen Osten ziemlich komplett ignorierte, weil er annahm, daß es mit ihnen gar keinen Streß geben würde (und es waren ja auch tatsächlich weniger die islamische Bevölkerung als die britischen Kolonialherren, die, genau wie in Indien zwischen Muslimen und Hindus, zwischen Muslimen und Juden Spannungen schürten, nach dem klassischen Prinzip 'teile und herrsche'. Somit richtete sich die erste aufsehenerregende Aktion der jüdischen Guerilla nach dem 2. WK auch gegen die Kolonialmacht - King-David-Hotel, 22.7.1946!), bis hin zu der lunatic fringe, die auf rassistischen Antisemitismus mit nicht minder rassistischer Ideologie reagierten, nach der 'die Juden' das wahre 'Herrenvolk' seien.
Man sieht also, Zionismus (im korrekten Sinne) ist ein komplexes Phänomen, das a) nur im historischen Kontext korrekt analysiert werden kann und das b) heutzutage in Israel nur noch eine nominelle Rolle spielt. Das, was deutsche 'Antizionisten' als 'Zionismus' betrachten, hat jedenfalls mit der Sache nix zu tun, sondern ist die komplett gedankenlose Übernahme eines zu recht als antisemitisch kritisierten Propagandaslogans eineiger arabischer Tyrannen, Erznationalisten, Kriegstreiber und Kulturfaschisten. Die 'antizionistische' Linke wäre gut beraten, dieses Wort, in das sie ihre Inhalte kleidet, durch ein weniger geschichtsfälscherisches zu ersetzen. Denn wer die historischen Realitäten so grob und mutwillig ignoriert, braucht sich über antideutsche Kritik nicht zu beklagen, auch wenn diese in ihrer Form teilweise unerträglich ist!
Was fuer ein Drama
Solidarität mit Asrael!
Spartakistflugblatt löschen?
Das ist ausgemachter Shit!
Wenn die Spartakisten sooo sehr hierarchisch sind, dann sind es ALLE Antifagruppen auch. Nein, viel schlimmer. Im Gegensatz zu Trotzkisten, die eine klare innere Demokratie mit jederzeit abwählbaren Posten besitzen (sollten), stützen sich die sogenannten K-Grüppchen und Antifagruppen auf eine viel stärkere Hierarchie. Hier sind meist irgendwelche Cliquen am Zug, die eine Gruppe klar dominieren und mackerhaft ihren Willen aufzwingen. Von wegen emanzipiert und so was. Ein Haufen Mitläufer und ein paar Männlein (zumeist), die allen sagen, wo es lang geht.
Die Sache mit den Beiträgen von Parteien und hierarchischen Gruppen ist eine faule Ausrede für Zensur, denn im Gegensatz zu den meisten K-Grüppchen kommt von solchen kleinen Trotzkistengruppen meist eine klare übersichtliche Analyse, die nichts verschönert und nicht ewig irgend eine Konsenzscheisse fährt.
Wenn wir von Parteien wie SPD/PDS/Grünen reden: ja, die haben hier nichts verloren. Aber nur, weil eine Gruppe sagt, sie sei parteiähnlich aufgebaut und sich auf den Trotzki berufen, gleich Zensur? Beseitzen die Spartakisten einen Parteiapparat wie die PDS? Nein, ist eine winzige Gruppe, so groß wie eine Antifagruppe und hat darum das GLEICHE Recht hier zu stehen, wie alle anderen.
Was für ein Scheiss!
Ihr lügt euch doch selbst die Hucke voll.
Da kommen einem ja nur noch die Tränen!
Antideutsche...
Fußballfans waren da
1. FC Sachsen Leipzig
2. BFC Dynamo
3. Dynamo Dresden
4. Roter Stern Leipzig.
Erstaunlich ist das Auftreten des Fanbetreuers von Türkiyemspor, die erst vor kurzem beim Vereinsfest des RSL gespielt haben. Als erstes wird der Link zu Türkiyemspor auf der RSL-Seite gelöscht.
Lang lebe Chemie Leipzig!
chatroooooom/ forum
raus mit euch linksextremisten :-)
Ausreden
Das gilt eh nur für Artikel, die kommen dann nämlich nicht in den Newswire sondern bleiben im Open Posting. In Kommentaren kann alles stehenbleiben, solange es nicht "Rassistisch, antisemitisch, sexistisch" o.ä. ist.
Takka Tukka
Wird Zeit das man mit dem antideutschen Rassistenpack genauso umgeht wie mit dem prodeutschen Rassistenpack (Faschos).
Die Sprüche "Narrenfreiheit für die Bahamas", "Lang lebe Island" und "Lang lebe Taka-Tuka-Land" sind jedoch sehr gut! :-)
Bitte moderieren!
@ bertram
siehe auch unter
kritik ist rassismus
Was ist rassistisch daran, wenn konstatiert wird, dass sich Deutsche und Nichtdeutsche, Linke, Rechte und Islamisten plötzlich einig sind, wenn es gegen Israel geht und wenn kritisiert wird, dass gewalttätige Angriffe auf Juden und Leute die als "Zionisten" definiert werden, verharmlost oder gerechtfertigt werden?
Sind Fakten rassistisch, wenn ein antisemitischer Überfall auf einen Juden von selbsterklärten Palästinensern verübt wird?
Die einzig mögliche KRITISCHE Reaktion auf den Aufruf wäre die Behauptung gewesen, dass es in Kreuzberg/Neukölln keine Sympathien für antisemitische Schläger gibt, die selbstverständlich ausgegrenzt gehörten. Wenn aber die hier geposteten Statements - Kritik des Antisemitismus sei rassistisch und daher mindestens genauso schlimm wie der Antisemitismus selbst - etwas von der Stimmung im Kiez wiedergeben, dann sieht es dort wirklich finster aus.
Und an die "neutralen" Jammerer über den "Sektenkrieg": Vor über 10 Jahren wurde der Antifaschist Silvio Meier von einem Nazi erstochen. Linke waren sich weitgehend einig in ihrer Empörung über die staatlichen Stellungnahmen, es habe sich um eine "Auseinandersetzung" unter "rivalisierenden Jugendbanden" gehandelt. Werdet Ihr auch dann noch von "rivalisierenden Sekten" reden, wenn der nächste Messerangriff von Palästinafreunden nicht ins Bein, sondern in die Brust geht?
Titel falsch
Return to the Planet of Apes
ich denke in erster linie ist es etwas geheimes, was nicht jeder intellektuel erfassen kann. man schreibt sozusagen für sich selbst um an professioneller hilfe zu sparen.was es genau dann bedeutet könnte höchstens horkheimer oder adorno sagen. leider können sie es aber nicht mehr.
wir müssen uns also selber ein reim auf die geheimen botschaften der bahamas machen. interessant ist es wie man es schafft so etwas zu finazieren.ich glaube nicht das DEUTSCHE jüdischen glaubens wie michel friedman das blatt unterstützt ( er gibt lieber der jungen freiheit interviews ). auch kann ich mir nicht vorstellen das andere DEUTSCHE jüdischen glaubens diese blatt finazieren.wer dies behauptet kommt wohl aus dem reich der verschwörer ( nein, nicht die des 20 Juli :-; ).
wer hätte den daran interesse die antifaschistische oder nehmen wir die gesamte linke zu täuschen, zu destabilisieren oder gar zu verunsichern ?
die antwort ergibt sich, denke ich von selbst.
durch die diskussion kann man natürlich auch ein problem größer machen als es letztendlich ist.
schaut man sich um dann ist die sog. antideutsche eine definitive minderheit. ihre strategie, bei demos in den aufrufen nicht zu sehr die antideutsche dominanz, geht zwar hin und wieder auf, doch die linke ist denke ich reflektiert genug um sich nicht für ein bad in ami oder israelflaggen einspannen zu lassen.
die argumetationslinie der "geistigen" führer der antideutschen hier nochmal wieder zu geben ist mir zu blöd, da zu einfach.
ich frage mich aber weshalb und es mag jetzt vielleicht zu platt rüberkommen, weshalb die sog. antideutschen sich überhaupt in deutschland, gegen deutschland angagieren ?
sie sprechen die DEUTSCHE sprache, die sprache der mörder von buchenwald etc. sie, bzw. ein teil von ihnen nehmen DEUTSCHE unis in anspruch um dann
irgendwann mal in DEUTSCHland ihr geld zu verdienen.können sie in kino gehen wenn es DEUTSCHE synchronisationen gibt ? sprechen sie untereinander
DEUTSCH oder gar amerikanisch bzw. hebräisch und wenn ja wieviele von ihnen ? wie fühlen sie sich wenn sie z.b. die DEUTSCHE bahn benutzen müssen um zu ihren demos zu kommen ( die nachfolgeorganisation die die züge nach auschwitz rollen ließen )? haben sie ein permanentes schlechtes gewissen wenn sie in DEUTSCHE läden einkaufen gehen um nicht zu verhungern ? wie ist es mit ihrer kleidung ? sitzt sie bequem oder zu (DEUTSCH) stramm ? ich weis, mann kann mir jetzt polemik vorwerfen aber genauso gut werfe ich ihnen vor inkonsequent zu sein!
wieviele von ihnen haben sich um eine amerikanische staatsangehörigkeit bemüht? die israelische bekommen sie eh nicht als deutsche ( was für eine groteske )glauben sie wirklich durch ihr hilfloses gehampel ein platz in der strasse der gerechten zu bekommen ?
die amis würden ihnen genauso in gesicht schei... wie die israelis ( wobei nicht alle israelis = jüdischen glaubens sind nur mal so nebenbei )
also ich glaube von der seite ist für antideutsche nichts erwarten.
wäre diese strömung nicht staatlich initiiert könnte man ja durchaus
die eine oder andere gemeinsamkeit entdecken.
das die amis mit an der befreiung vom naziscum ihren beitrag geleistet
haben, lässt sich nicht leugnen. das bomber harris,wenn auch etwas zu weich,genial war und der sturm über hamburg auch mein herz erwärmt ok, aber die amis von heute, haben herzlich wenig mit denen zu tun, welche heute das praktizieren, was sie früher bekämpften.ich schließe das einmalige der shoa damit aus !
gut soll sich jeder damit solidarisieren, mit dem er meint solidarität schließen zu müssen.wenn jedoch konkret leute der antifa bzw. der linken angegriffen werden, weil sie die rassenidiologische voraussetzung der bahams oder t34 und wie sie alle heißen nicht erfüllen, dann wird die linke die entsprechende konsequenz daraus ziehen und die DEUTSCHE antideutsche entsprechend behandeln.
HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!
GEGEN STAATLICHE PROVOKATÖRE!
DER STAATLICHEN NAZIBRUT AUFS MAUL!
@... re: "Nazishirt"
@ nn (nn = Nationalistischer Nationalist?)
Gar nichts. Das wurde auf der Demo aber auch nicht gemacht. Auf der Demo wurden Ausländer pauschal als Nazis bezeichnet, Deutsche Nazienkel brüllten Türken rassistische Parolen zu. Menschen werden von Antideutschen aufgrund ihrer Herkunft bewertet - DAS ist rassistisch!
"Die einzig mögliche KRITISCHE Reaktion auf den Aufruf wäre die Behauptung gewesen, dass es in Kreuzberg/Neukölln keine Sympathien für antisemitische Schläger gibt, die selbstverständlich ausgegrenzt gehörten"
Ist im Vorfeld mehrmals passiert, woraufhin von Euch Parolen kamen, wie ich sie von PRO Köln kenne.
"Vor über 10 Jahren wurde der Antifaschist Silvio Meier von einem Nazi erstochen."
Heute sind Antideutsche fast soweit sowas zu tun. Siehe Potzlow. Siehe Hamburg. Siehe Hamm.
Denkanstoß
SHOW MUST GO ON
und politische Eskalationen
nach klarem Regieplan.
Bitte prügelt Euch untereinander!!!
Mod
Der Artikel oben ist keinesfalls objektiv sondern drückt nur die üblicheScheißegalhaltung gegenüber Antisemitismus aus.
An alle anderen die hier rumfurzen: Kommt doch mal mit argumenten aus dem Koffer:
Warum nochmal sind antideutsche rassistisch und warum ist die Parole "lang lebe ISrael" rassistisch? konnte mir noch niemand schlüssig erklären. Außer dass jede jüdiusche HAndlung, die nicht dem deutschen Diktat der Friedfertigkeit gegen Nazis folgt als rassistisch abgeurteilt wird, weil sich Juden eben gegen niemand wehren dürfen, der einer anderen "Ethnie" angehört.
Wer sich wirklich dafür interessieren würde, könnte mal nachfragen, was für Gegenaktionen es von der "gemäßigten LInken" gegen Antisemitismus gibt? Was hat zum Beispiel die Kreuzberger gemeinde so für einen Konsens zur "antizionsitischen Aktion"? ICh habe noch keien negative Äußerung aus der Richtung gehört, islamische INiativen gegen Anitsemitismus sucht man auhc eher vergeblich. KÖnnte es da nicht unter umständen vielleicht doch ausnahmsweise mal sein, dass Grund zur BEanstandung politischer Vorgänge innerhalb des ethnopluralistischen KOnsens gibt?
Der vielfalt der Völker werden ein weiteres MAl die Juden geopfert.
@Luise
ein großer kampf soll die richtige lösung des krieges in palästina sein, wie es dort seit jahrzenten passiert?
hamas+likud lässt grüßen...
vielleicht ist dir nicht klar wieviele menschen durch diesen konflikt umgekommen sind: 10.000e palästinenser und 1000e israelis,
wieviele obdachlos geworden sind: 1000e palästinenser
wieviele durch den krieg zu flüchtlingen wurden: millionen palästinenser
ich denke wenn man wirklich objektiv diese zahlen und den vergleich von palästinensischem und israelischem lebensstandard betrachtet muss man begreifen, dass israel zu einem industriestaat + einer atommacht geworden ist und die palästinenser de facto keinen eigenen staat besitzen
(in jordanien stellen die palästinensischen flüchtlinge fast die hälfte der bevölkereung dar).
ich denke dass israel die macht uhnd die ressourcen besitzt, eine längerfristige lösung(keinen trennwall!) zu gunsten beider ?völker?
durchzuführen, ich denke nicht das arafat oder die plo-autonomiebehörde
die chance
ps das hat niiichts mit antisemitismus zu tun !!!!!!!!
@jemand
Heute sind Antideutsche fast soweit sowas zu tun. Siehe Potzlow. Siehe Hamburg. Siehe Hamm."
Das ist die Schuldumkehr, die in diesem Forum systematisch betrieben wird. Potzlow? Das war ein antisemitischer Mord - und soll für die Mordlust der Antideutschen stehen ??!
Ich empfehle allen, die noch nicht von einer Antideutschenparanoia zerfressen sind, die Antisemitismus ausblendet, die links zu lesen, die der zweite Ergänzer (alex) zum Beweis antideutschen "Rassismus" postete. Unter "Antideutsche prügeln auf linken Juden ein" findet man in Wirklichkeit den Verweis auf den Welt-Artikel "Autonome prügelten auf junge Juden ein..."
Unter "Die Georg-Weerth-Gesellschaft Köln solidarisch mit rechtsextremer Pro Köln wegen deren Demo gegen Moscheenbau" findet man eine Dokumentation des GWG-Zitats, die diese Behauptung vollständig dementiert.
Ihr habt eine grosse Zukunft als Fussvolk eines europäisch-antiamerikanischen und antizionistischen Imperialismus vor Euch.
@alex
Allen UnterstützerInnen gemein ist, dass sie aus dem Irak-Krieg unterstützenden Spektrum kommen, hier ein paar Einzelheiten:
AANO zeigt Kriegsgegner bei Polizei an:
Berlin AANO zerstört Poster gegen Sozialabbau:
Antideutsche prügeln auf linken Juden ein:
Die Georg-Weerth-Gesellschaft Köln solidarisch mit rechtsextremer Pro Köln wegen deren Demo gegen Moscheenbau:
Die prozionistische Initiative Frankfurt hat die Folter und den sexuellen Mißbrauch an irakischen Kriegsgefangenen gerechtfertigt. "
alex danke für deine info,kanst du kurz einige infos über diese frankfurter gruppe geben ,komme von dort hab aber außer hier auf indy nix von dehnen gehört.
sollen wohl nur 1-2 leute sein ,dafür machen die aber ganz schön wind
islam = ausländer??
ich will hier auch nicht die bahamas verteidigen, die schreibt wirklich viel schwachsinn. aber versucht bitte nicht alle antideutschen in die nähe der bahamas zu schieben. es gibt viele menschen die sich ebenfalls als antideutsche bezeichnen und die bahamas scheiße finden.
trotz alledem muss die grundlage jeder emanzipatorischen politik folgende sein: "AM LÄNGSTEN LEBE ISRAEL!!"
Intifada???
Volksaufstand, Intifada???
toll Deutsche seid ihr
übrigens seid mit D
wie Deutschland
Das ist echt ne Schande...
Das dieser Kriegsverbrecher auch eure Verwandte u.U. auf dem Gewissen hat, daran denkt ihr nicht, was?
Mann, Mann, was ist nur aus der einst so starken und ernstzunehmenden deutschen Linken geworden...ein Haufen verwirrter Witzfiguren.
Das gilt auch - und gerade - für Berlin!
Wenn ihr meine Meinung nicht veröffentlicht, liebe Red., dann seid ihr feige.
Antideutsche???
Die Leute um das "Bahamasspektrum" sind ja wohl keine Antideutschen. Das sind irgendwelche durchgeknallten Spinner.
Posting mit Fotos der ADS wurden gelöscht
Keine Plattform mehr für Bahamas, AANO und Co
Keine Plattform mehr für Bahamas, AANO und Co.
Nach den Vorfällen in Hamburg am 31.1.2004, als sich "sogenannte Antideutsche" mit ihren Nationalfahnen provokativ in die Spitze einer Antifa-Demo reindrängen wollten, hatten wir die kompletten Termine der Antifaschistischen Aktionswoche von unseren Seiten genommen, da eine der hauptsächlich organisierenden Gruppen dieser Aktionswoche - die AANO (Autonome Antifa Nordost) - neben Mitgliedern der Redaktion Bahamas an den Vorfällen in Hamburg beteiligt waren. Dies war nicht fair gegenüber den Gruppen, die sich an der Antifaschistischen Aktionswoche beteiligten und dem Verhalten der AANO ebenso kritisch gegenüberstehen. Wir möchten noch mal betonen, dass wir keineswegs alle in der Aktionswoche vertretenen Gruppen damit in einen Topf werfen wollten.
Wir hatten damals angekündigt, eine ausführlichere Stellungnahme zu veröffentlichen. Aus verschiedenen Gründen hat es nun doch etwas länger gedauert. Da viele Gruppen und Menschen zu diesem Vorfall Stellung bezogen hatten, wollten wir diese Meinungen erst noch auswerten und dann abwägen, welche weiteren Konsequenzen dies für uns haben sollte. Letztendlich fehlte uns aber schlicht und einfach die Zeit. Nun geht es in unserer Stellungnahme nicht mehr hauptsächlich um die Aufarbeitung der Vorfälle in Hamburg, da wir dies nur als einen Punkt in der sich weiter verschärfenden Auseinandersetzung mit den "sogenannten Antideutschen" sehen, sondern eher um einen perspektivischen Umgang mit dem Konflikt.
Termine von den "sogenannten antideutschen" Gruppen, wie z.B. Bahamas oder Antideutsche Kommunisten (ADK), hatten wir ja schon länger nicht mehr veröffentlicht. Da die AANO in letzter Zeit immer mehr diese Positionen der genannten Gruppen übernimmt und eine Zusammenarbeit erkennbar ist, ziehen wir die Konsequenz und werden den Link der AANO von unserer Seite entfernen und in Zukunft keine Termine der AANO mehr veröffentlichen. Werbung von und für Gruppen, die sich zum Hauptziel gesetzt hat, die "deutsche Linke" zu bekämpfen, wird von unserer Seite nicht unterstützt.
Unser Statement richtet sich nicht gegen "die Antideutschen", da es in diesem Spektrum unterschiedliche Gruppen gibt, und wir eine antideutsche Position für richtig und wichtig halten.
Gruppen, die immer wieder pauschal "die Linke" destruktiv kritisieren und angreifen, stellen sich selbst ausserhalb und werden von uns nun auch so behandelt. Wir wollen solchen Gruppen, die als ihren Hauptfeind "die deutsche Linke" bekämpfen, keine Plattform mehr bieten.
Mit einer pauschalen und kollektiven Verurteilung als "antisemitisch" oder "Zugehörigkeit zum deutschen Volksmob" von allem, was nicht der eigenen Meinung entspricht, wird der tatsächliche Antisemitismus verharmlost und ist kaum noch wahrnehmbar.
Wir verurteilen die Instrumentalisierung der israelischen Fahne von deutschen und nicht-jüdischen Linken zu taktischen und provozierenden Zwecken.
Eure bedingungslose Solidarität zu Nationalstaaten wie USA oder GB durch Fahnenschwenken oder Parolen ("USA - Antifa") halten wir für dumm und gefährlich.
Ein Grossteil der linken politischen Menschen hat auf diese Polarisierung des Konfliktes ("sogenannte Antideutsche" gegen Antiimps) keine Lust und wird sich nicht daran beteiligen. Ein gegenseitiges Anstacheln und Eskalieren (von beiden Seiten) werden wir nicht mitmachen.
Wir finden es wichtig, gegen Antisemitismus in der Linken vorzugehen. Antisemitische Parolen haben auch auf einer linken Veranstaltung nichts zu suchen! Wir sehen es dabei auch nicht als Entschuldigung an, wenn dies aufgrund von Provokationen von "sogenannten Antideutschen" geschieht.
Eine Auseinandersetzung mit gewalttätigen Mitteln und körperlicher Gewalt lehnen wir ab. An einer Eskalation der jetzigen Lage sind wir nicht interessiert. Jedoch sehen wir eine Notwendigkeit, Provokationen und Angriffen auf linke Veranstaltungen und Demos entschlossen entgegenzutreten.
Wir haben vielleicht nicht alle Punkte berücksichtigt, die wichtig sind. Wir beenden dies aber hier und verweisen auf die Links im Anhang, die sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigt haben. Besonders der Text vom Antifaschistischen Infoblatt gibt so in etwa unsere Meinung ganz gut wider.
Aus Erfahrung wissen wir, dass Kritik an den "sogenannten Antideutschen" meistens in einer überheblichen Art auseinandergenommen wird. Auf so einen Diskussionsstil werden wir uns nicht einlassen. Wir lassen uns nicht in euer eingeschränktes "gut/böse"-Schema pressen.
Stressfaktor - Internet-Ausgabe
(nicht identisch mit der Papierausgabe)
Berlin, 11. Juli 2004
Wo endet der Antifaschismus?
Zur Auseinandersetzung mit der antideutschen Strömung
Antifaschistisches Infoblatt
"Feature: Bahamas" (sinistra)
"Sonderseite: antideutsche Ideologie" (Schwarze Katze)
Wo endet der Antifaschismus?
In den letzten Monaten kam es im Zusammenhang mit antifaschistischen Aktionen mehrfach zu (körperlichen) Auseinandersetzungen zwischen Personen aus antideutschen Gruppen und radikalen Linken.
Spätestens nach den Ereignissen bei der antifaschistischen Demonstration in Hamburg Ende Januar diesen Jahres ? wo VertreterInnen der antideutschen Strömung entgegen allen Absprachen mit Israel-Fahnen versuchten, sich gewaltsam an die Spitze der Demo zu setzen bzw. diese zu provozieren ? und nach ähnlichen Vorfällen bei einer Demonstration in Hamm oder in Berlin am 9. November 2003 ? ist es notwendig, eindeutig Position zu beziehen.
Es handelt sich hier nicht mehr um einen »szeneinternen« oder »städteinternen« Konflikt, denn die Formen der Auseinandersetzung haben ein Niveau erreicht, das alle innerlinken Umgangsformen sprengt. Schlägereien auf antifaschistischen Demonstrationen, die Instrumentalisierung der Israelfahne und rassistische, religiöse und ethnische Zuschreibungen in Diskussionen und Publikationen sind mit unserer Vorstellung von linken, antifaschistischen und emanzipatorischen Zielen unvereinbar.
Angesichts der jüngsten Ereignisse müssen wir selbstkritisch feststellen, dass das AIB zu dem Konflikt zwischen VertreterInnen antideutscher Gruppen, die unten genannte Positionen teilen, und der Antifabewegung schon eher hätte Stellung beziehen müssen. Inzwischen denken wir, dass es längst nicht mehr um »szeneinterne Schmutzwäsche« oder um »Randerscheinungen« geht ? worauf wir viele Ausfälle der letzten Monate gerne reduziert hätten ? sondern um ein grundsätzlich unterschiedliches Verständnis und Ziel von (linker) und antifaschistischer Politik.
Der, durch den Zusammenbruch des Ostblocks beschleunigte Zersetzungsprozess der politischen Linken in der BRD, führte bei einem Teil dieser Linken zur theoretischen Neubestimmung ihrer Politik.
Ein Produkt dieser Neubestimmung ist die antideutsche Strömung.
Der auszutragende Konflikt besteht weniger in der Verwendung der Fahne der USA oder Israels, weniger in der Frage Kriegsbefürwortung oder Kriegsgegnerschaft, es geht um die Frage der grundsätzlichen Systemopposition, die Frage der Ablehnung oder begeisterten Zustimmung zur warenproduzierenden kapitalistischen Gesellschaftsform. Daraus resultierend stehen sich die vertretenen Positionen unversöhnlich gegenüber, ist eine solidarische, faire und konstruktive Auseinandersetzung kaum mehr möglich. Uns geht es aber nicht darum, durch platte Polemiken in der Auseinandersetzung mitzumischen, sondern klar aufzuzeigen, dass das Bejubeln des global durchgesetzten Kapitalismus, rassistische, religiöse und ethnische Zuschreibungen in Diskussionen und Publikationen, die Instrumentalisierung der Israelfahne und die Forderung nach Zerschlagung der politischen Linken mit unseren Vorstellungen von linken, antifaschistischen und emanzipatorischen Zielen unvereinbar ist.
Die ideologischen Grundlagen der antideutschen Strömung
Die Entstehungsgeschichte der antideutschen Strömung beginnt zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung und dem daraus resultierenden nationalistischen Größenwahn, mit einer Auseinandersetzung mit dem NS und der »Deutschen Ideologie«. Die daraus resultierende Ideologiekritik arbeitete sich treffend an den Defiziten der traditionellen Linken ab, die Antisemitismus aus sozialen Interessenslagen erklärte und ihn letztlich verharmloste, was nicht zufällig in einem linken Antisemitismus gipfelte. Der Versuch den Antisemitismus auf das Wesen des Kapitalverhältnisses zurückzuführen, blieb stecken. Die Erkenntnis, dass der Antisemitismus zum Kapitalismus gehört wie die Milch zur Kuh, verschwand zunehmend zugunsten einer reinen Fixierung auf seine spezifisch deutsche Prägung, getreu der Formel: Gesellschaft = Ideologie = Antisemitismus = deutsches Unwesen.
Die zerstörerische Form des Kapitalismus wurde allein auf Deutschland projiziert. Deutschland wurde somit zum Bösen an sich, dass quasi hinter allem steckt. Nur dadurch wurde es möglich Deutschland zum ewigen Gegenspieler der USA zu imaginieren, der wieder kurz davor stehe seine faschistischen Großmachtambitionen auch mit Waffengewalt gegen die USA durchzusetzen. Durch die theoretische Verkürzung resultierte als Lehre aus Auschwitz nicht die Kritik an der Nation und ihrem Begriff an sich, sondern eben ausschließlich an der Nation der Deutschen.
Die Singularität von Auschwitz wird von jeglicher Geschichte abgelöst und aus seinem spezifischen Kontext gerissen. In der antideutschen Theorie bleibt die Geschichte stehen, Auschwitz ist quasi immer und überall präsent. Diese Enthistorisierung funktioniert genauso wie bei Rot/Grün wo mit dem Verweis auf ein »neues Auschwitz« für den Krieg gegen Jugoslawien geworben wurde. Dass die Singularität von Auschwitz aber in der einzigartigen Synthese einer breiten Palette von Herrschafts- und Vernichtungsweisen des warenproduzierenden Systems und nicht als davon losgelöstes Verbrechen bestand, wird nicht gesehen. Auschwitz ist historisch singulär und wird so nicht wiederkommen, aber die gesellschaftliche Form aus der Auschwitz entstand wirkt weiter.
Aus der antideutschen Enthistorisierung folgt eine Sicht auf die Welt in den Koordinaten der Anti- Hitler-Koalition.
Die Fixierung auf die spezifisch deutsche Form blendet den allgemeinen Gesamtzusammenhang theoretisch nicht nur aus. Im Gegenteil. Das Gedenken an Auschwitz ist demnach nicht der Ausgangspunkt radikaler Kritik an den ursächlichen Verhältnissen, sondern Ausgangspunkt der völlig unreflektierten positiven Bezugnahme auf die bürgerliche kapitalistische Ideologie, verbrämt als Prozeß der Zivilisation. Die »reale kapitalistische Zivilisation« wird so zum emanzipativen kontinuierlichen Fortschritt erklärt. Das mündet folgerichtig in eine »Kreuzzugsmentalität« und der Irak-Krieg wird quasi zur »militanten Aufklärung«. Völlig kompatibel zur neoliberalen Entsolidarisierung und Vereinzelung, wird gerade der Individualismus zur notwendigen Voraussetzung jeglicher Emanzipation verklärt. Für uns besteht Emanzipation aber gerade in der Überwindung der Individualität der totalen kapitalistischen Konkurrenz. Ohne diese Überwindung ist Solidarität über persönliche Beziehungen hinaus nicht denkbar. Um diesen Widerspruch aufzulösen, wird in der antideutschen Theorie eine abstrakte Kollektivität zum alleinigen Gegenmodell des Individualismus aufgebaut und zugleich mit der Volksgemeinschaft in eins gesetzt. Jegliche Form der Gemeinschaft wird
so zum Faschismus.
Die Linke als Feind
Nicht nur, dass jegliche soziale Frage völlig negiert, jegliche Form sozialer Organisierung denunziert wird, Antikapitalismus bzw. Kapitalismuskritik wird vehement mit dem Antisemitismus- Vorwurf belegt. Logischerweise wird die nicht-antideutsche Linke zum primären Feindbild. VertreterInnen antideutscher Gruppen propagieren seit einiger Zeit den Slogan »die deutsche Linke zerschlagen«. Wir halten eine derartige Position nicht nur für gefährlich. Wir ziehen daraus auch Konsequenzen: Wer die deutsche Linke zerschlagen will, mit dem kann es keine Bündnisse und keine Zusammenarbeit geben.
Das AIB setzt sich seit seiner Gründung vor 15 Jahren mit Rassismus und Antisemitismus ? natürlich auch innerhalb der Linken in Deutschland ? auseinander. Zuletzt haben wir die mitunter stark verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der sog. Antiglobalisierungs- Bewegung und die antiamerikanischen Argumentationsstränge innerhalb der Anti-Kriegs- Bewegung kritisiert. Wir führen diese Auseinandersetzungen mit Gruppen, die sich der radikalen oder der bürgerlichen Linken zugehörig fühlen, weil wir die antifaschistische Bewegung als eine Teilbereichsbewegung der Linken verstehen und es deshalb für selbstverständlich halten, konstruktiv und solidarisch da zu intervenieren, wo antifaschistische Positionen und Erfahrungen in neuen ? und alten ? sozialen Bewegungen schlichtweg nicht reflektiert oder ignoriert werden. Uns geht es dabei grundsätzlich darum eine linke Bewegung mit einem durchaus kritischen Verständnis von Internationalismus und zugleich einem Blick für die realen Machtverhältnisse jenseits »deutscher wohlstandschauvinistischer Befindlichkeiten« und Nationalgrenzen zu stärken und Anschlussstellen und Einfallstore für eine bürgerliche und/oder extreme Rechte zu verhindern.
Wer, wie die VertreterInnen der antideutschen Strömung, zwischen dem extrem problematischen, mitunter stark verkürzten und sehr populistischen Antikapitalismus bei Teilen der globalisierungskritischen Bewegung und dem Antisemitismus von einem Horst Mahler nicht unterscheiden kann oder will, verharmlost den tödlichen Antisemitismus der Nazis, relativiert den Antisemitismus der gesellschaftlichen Mitte eines Martin Hohmann und verhöhnt die Opfer des Holocaust. Und nicht nur das. Das Feindbild »deutsche Linke« zeigt sich seit einiger Zeit auch in entsprechender Praxis. So haben es einige antideutsche Gruppen zu ihrer vorrangigen politischen Strategie erklärt antifaschistische Demonstrationen und andere Aktionen nicht nur pauschal unter Antisemitismus-Verdacht zu stellen, sondern davon ausgehend diese um jeden Preis zu stören. Dass bei einer solchen Feindzuschreibung auch das Mittel der Militanz nicht mehr ausgeschlossen wird, wundert nicht mehr.
Zum Grundverständnis antifaschistischer Politik
Einer der Grundpfeiler antifaschistischen Selbstverständnisses ist es jede Verwendung von rassistischen und antisemitischen Stereotypen, Ethnisierungen und rassistischen Zuschreibungen in der Gesellschaft, aber auch in der Linken selbst zu bekämpfen. VertreterInnen der antideutschen Strömung setzen sich über diese Prinzipien hinweg, indem sie mit rassistischen Zuschreibungen arbeiten, gezielt Islamphobie schüren und MigrantInnen denunzieren, deren Herkunft nicht im »Europäischen Abendland« verortet werden kann. Gesellschaftliche Verhältnisse lediglich unter dem Gesichtspunkt ethnischer und religiöser Zugehörigkeit zu analysieren, ist Ausdruck eines reaktionären Politikverständnisses und schürt chauvinistische Ressentiments. Das bedeutet, dass ein Politikverständnis, das auf völkischen Kategorien beruht und den TrägerInnen jeweiliger Staatsbürgerschaften ? seien es, um hier im bipolaren Weltbild von VertreterInnen der antideutschen Strömung zu bleiben, StaatsbürgerInnen Israels oder Deutschlands ? aufgrund ihres Herkunftslandes bestimmte positive oder negative Eigenschaften zuschreibt, sich von selbst verbietet. Ein antifaschistisches Grundverständnis geht davon aus, dass sich innerhalb eines jeden Nationalstaats eine Gesellschaft befindet, in der es unterschiedliche Gruppen, Segmente und AkteurInnen mit unterschiedlichen, oft gegensätzlichen Interessen gibt. Aufgrund von Gesellschaftsanalysen werden BündnispartnerInnen oder politische GegnerInnen bestimmt und nicht anhand völkischer oder religiöser Zuschreibungen, die die Betroffenen vereinnahmen. Kein Wunder also, dass Rassismus als Themenkomplex nicht aufgegriffen wird.
Ebenso selbstverständlich sollte es sein, dass sich ständige Vergleiche und Gleichsetzungen des (politischen) Gegners mit dem Nationalsozialismus und/oder Faschismus verbieten. Sie tragen zur Verharmlosung der NS-Verbrechen bei. Gleiches gilt für den Begriff des Antisemitismus. Wer Antisemitismus zum politischen Kampfbegriff macht, um ihn im Kampf um die theoretische Lufthoheit an linken Stammtischen taktisch zum eigenen Vorteil zu gebrauchen, entwertet, verwässert und verallgemeinert den Begriff und offenbart, dass die wirksame Bekämpfung des Antisemitismus nicht wirklich das Ziel der eigenen Politik ist. Der Antisemitismus- Vorwurf ist zur Allzweckwaffe der antideutschen Strömung verkommen und wird wahllos auf alle angewandt, die dem eigenen politischen Koordinatensystem
nicht entsprechen.
Vereinnahmung von Israel
Derzeit wird das Staatssymbol Israels, die israelische Nationalfahne, massiv missbraucht und vereinnahmt. Die israelische Nationalfahne und der David-Stern sind Symbole mit einer jeweils spezifischen politischen, historischen und religiösen Bedeutung. Es ist verantwortungslos und anmaßend, sie taktisch einzusetzen, sich damit eine Identität zu borgen, um Kritik an der Politik antideutscher Positionen als antisemitisch auslegen zu können.
Der antideutsche Fahnenappell führt in letzter Konsequenz dazu, sich aus der Verantwortung antisemitischer und rassistischer Positionen stehlen zu können. Dieses Verhalten, von deutschen, nicht-jüdischen Linken praktiziert, bedeutet faktisch eine Vertauschung von Täter- und Opferrollen und stellt in seiner Extremform eine neue Art deutscher Schuldabwehr dar. Opfer von Antisemitismus sind Juden und Jüdinnen und nicht die Enkel- und Großenkelkinder der TäterInnen.
Keine Solidarität mit Nationalstaaten
Für uns als AntifaschistInnen ist es selbstverständlich, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Die Notwendigkeit des Existenzrechts Israels ist für uns kein Diskussions-, sondern Ausgangspunkt jeder Betrachtung des Konflikts zwischen Israel und den PalästinenserInnen. Gerade weil es sich um eine Selbstverständlichkeit handelt, muss sie nicht gebetsmühlenartig und als identitäres politisches Glaubensbekenntnis ständig wiederholt werden.
Nationalstaaten und ihre Staatsvölker sind Konstruktionen bürgerlicher Herrschaft, deren Verherrlichung wir prinzipiell zurückweisen. Das schließt auch den positiven Bezug auf die Nationalstaaten (und Flaggen) Großbritanniens, der USA und der ehemaligen Sowjetunion mit ein. Der Kampf der Roten Armee führte zum Ende von Auschwitz und machte den Sieg über den Nationalsozialismus erst möglich, dennoch machten sich die staatssozialistischen Parteien immer wieder bei politischen Säuberungen den gesellschaftlichen Antisemitismus in Osteuropa zu nutze. Die ehemalige Sowjetunion als Bollwerk gegen Antisemitismus hochzuhalten, verharmlost die antisemitischen Säuberungen unter Stalin und die antisemitische Diskriminierungspolitik der 80er und 90er Jahre. Ähnliches ließe sich in Bezug auf rassistische Unterdrükkungspolitik in den USA oder kolonial- rassistische Unterdrückungspolitik der jeweiligen britischen Regierungen sagen. Großbritanniens Rolle bei der Behinderung der israelischen Staatsgründung müsste eigentlich gerade bei denjenigen bekannt sein, die die Fahne Israels für sich beanspruchen. Kurzum, Fahneneide und Treuebekenntnisse zu Nationalstaaten verhindern eine differenzierte politische Analyse und sind Ausdruck eines Politikverständnisses, das in den 70er Jahren von kommunistischen Splittergruppen und Kleinstsekten gepflegt wurde. Ein Mittel, um erfolgreich Politik im Sinne einer antifaschistischen Bewegung zu machen, sind sie nicht.
Militanzverständnis
Da Antifaschismus von der antideutschen Strömung als konsequente Durchsetzung der »westlichen Werte« propagiert wird, werden militärische Interventionen gleichbedeutend mit »Antifa heißt Angriff« übersetzt.
Das zugrundeliegende Militanzverständnis ist bodenlos. Es verbindet antifaschistische Militanz, in der Form einer Parole, welche leider manchmal auch unreflektiert in der Auseinandersetzung mit Neonazis benutzt wird, mit militärischen Kategorien und damit mit dem Töten von Menschen.
Innerhalb der antideutschen Strömung ist natürlich nicht von einer homogenen Gemengelage zu sprechen. Der Begriff der antideutschen Strömung charakterisiert für uns deshalb am besten die ideologische Bandbreite, die sich mit dem oben beschriebenen aggressiven Versuch einer Neuausrichtung bzw. Umdefinierung linker Politik hinein in den Schoß der kapitalistischen Verhältnisse verbindet. Eine Umdefinierung, die die prinzipielle Gleichheit der Menschen negiert und die Ungleichheit predigt.
ergänzung
solidarität aus allen ecken....
bilder beachten....
Ich versteh diese Welt nicht mehr
ehrlich gesagt ich verstehe diese welt nicht mehr.
Statt gemeinsam gegen die Nazis zu kämpfen, bekämpfen sich diese Linken gegeneineander!
Was ist Bahamas? Wer steckt da dahinter?
Werden wir alle von diesen Leuten diskriminiert?
Ich denke schon.
Wir sind doch alle Geschöpfe in einer Welt!
Salim
Aufklärung
danke an jean-claude van damme
wie wärs mal mit einer ganz neuen Losung?!
FRIEDEN und FREIHEIT und DEMOKRATIE FÜR ALLE! (Und zwar im ursprünglichen Sinne) D.h. keine Diktatur, keine Unterdrückung, kein Mord.
Dh. auch: Kampf den Nazis (Platz eins), Kampf dem Antisemitismus und dem Rassismus (gleichwertig auf Paltz zwei), Kampf der Unterdrückung einzelner freiheitsliebender Menschen (Zusammenfassung von Platz eins und zwei).
Ich weiß, dass mich jetzt einige anschimpfen werden, dass sei zu vereinfacht dargestellt, blabla.
Aber ich frage: Ist es wirklich nötig, im wichtigen Kampf gegen den Faschismus (welcher Rassismus UND Antisemitus beinhaltet) die gemeinsamen Potenziale durch Selbstausgrenzung und damit verbundener Ausgrenzung anderer zu zerhacken?
Ein nachdenklicher Mensch
@ "adorno"
noch einfacher
Zensur? @Mods
bilder
AUSzählen
bitte versenkt euch selbst mit eurem geschwafel-ab in die havel!
Demo wird wiederholt