ANARCHISTiNNEN RUFEN ZUM SCHWARZEN BLOCK AUF!

anarchosyndikalistischer Türkyie Beobachter 21.06.2004 07:44
AnarchistInnen, Antiautoritäre, AntimilitaristInnen, Libertäre in der ganzen Türkei organisieren die Aktivitäten gegen den Istanbuler NATO-Gipfel in einer Koordinationsgruppe namens "Libertäre Koordination gegen Nato" und rufen zu einen Schwarzen Block/Kara Blok auf! Schon zehn verschiedene anarchistische Gruppen, Kollektive, Kreise und Zeitungen haben die Erklärung des Schwarzen Blocks/Kara Blok unterzeichnet.
Es soll ein Aufruf untersucht werden der nicht zur Gewalt aufruft.

In der Erklärung heisst es:"Es wird durch direkten Aktionen ob entschlossen oder gewaltfrei unsere Liebe zur Freiheit gezeigt. Die Tyrannen und ihre Macht werden nicht standhalten... Lasst uns den Weg finden unsere Rebellion gegen das [NATO-Treffen] mit all seinen Inhalten in eine soziale Revolution zu verwandeln."

Im Gegensatz zu bisherigen Aktionen von Özgür Hayat und ANARŞİSTANBUL NATO'YA KARŞI ORGANİZASYON wird der Schwarze Block aus Gruppen der oben erwähnten NATO KARŞITI ÖZGÜRLÜKÇÜ KOORDİNASYON vorbereitet.

In dem Aufruf, das sich wie ein Gedicht liest, heisst es:

"Wir lassen sie [durch Symbolik?]spüren dass Ihre Macht und Herrschaft in Gefahr ist und und wir werden ihre etablierte Ordnung kaputtmachen, deswegen rufen wir alle AnarchistInnen, Anti-Autoritäre Gruppen und Individuelle dazu auf sich im Schwarzen Block am 28. - 29. Juni zu treffen. Als Anti-Autoritäre und AnarchistInnen dieses Landes [ TÜRKEI] müssen wir zeigen das den Kampf gegen das blutige System wirklich aufrichtig meinen."

Dabei sehen sie sich in der Tradition vorangegangener Schwarzer Blöcke und beziehen sich dabei auf den Anarchismus, in dem Aufruf heisst es:

"Wie würden unsere GenossInnen das auf der ganzen Welt das machen: Wir als AnarchistInnen werden das Willkommenste was die vor Blut triefenden Hände tragenden Tyrannen, Mörder und ihre Puppen verdient haben tuen."

Wohl nicht das was die Herrschenden mit den Unterdrückten tuen denn sonst wäre es ja die das Selbe.

Und was werden sie tuen? Sie schreiben es weiter unten:

Der Schwarze Block erlaube eine Form des Zusammenhalts in welchem Anti-Autoritäre und Anarchistische Individuen oder Gruppen eben das tuen und zwar klar und direkt. Der Schwarze Block sei keine Organisation und auch keine bestehende Assoziation (Vereinigung) von isolierten Individuen.

Im Gegensatz (Zur puren Gewalt des Staates) sei der Schwarze Block das freieste Werkzeug welches den Zorn der Unterdrückten in Sozialer Weise, mit auferstehender Solidarität zeige und ihnen helfe: "eine anarchistische Situation (klassenlose Gesellschaft) bei grösseren Menschenmengen oder Gruppen und Individuellen unter Massen zu schaffen."

Es muss wohl nicht erwähnt werden das eine Anarchistische (herrschaftsfreie) Situation das Gegenteil von Gewalt des Menschen über andere Menschen ist. Denn mit Gewalt setzen Menschen ihre Autorität gegen Nicht Autoritäre Menschen durch. Durch Gewalt wird Herrschaft legitimiert. Soetwas lehnen AnarchistInnen natürlich ab.

Der Aufruf ist Unterschrieben von:

A4 Asymmetrische Untergrund Publikation
Anarch-Izmir
Ankaras Anarchistische Initiative
ImlasIz Zeitung
Inat Zeitung
Schwarzes Papier
Malatyas Freies KarArt Kollektiv
Autonom
Pasl Teneke Fanzine
Grüne AnarchistInnen

Und der Aufruf endet mit: "Lasset uns bei der Revolution zusammen sein."

Gibt anarcho-syndikalistischtischen Kampf auch in der Türkei?
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Ergänzungen

Die Bilder

... 21.06.2004 - 14:12
Die Bilder sind wild zusammengestellt. Unter anderem aus Genua, Göteborg, den USA etc.

Keins aus der Türkei

Krawalltourist 21.06.2004 - 14:23
Keins der Bilder ist aus der Türkei. Die Bilder stammen aus den USA, Griechenland, Genua und Götheborg. Der Beitrag ist unter aller Sau, aber leider typisches Indymedia/Bild Niveau. Die 80er Jahre sind vorbei und das Konzept des Schwarzen Blocks ist überholt, weil nicht vermittelbar. Legal agierende Gruppen und Zeitungen die sich unter den Aufruf "für einen schwarzen Block" setzen haben nicht mehr alle Tassen im Schrank und müssen sich über Kriminalisierung nicht wundern. Naja viel Spass bei euerm Popanz.
PS: In türkischen Gefängnissen wird gefoltert, auch systematische Vergewaltigungen von politischen Gegnerinnen sind an der Tagesordnung.

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