KARAWANE Dauerkundgebung in München
Nach den bundesweiten Massenabschiebungen der letzten Monate und der akuten Abschiebedrohung gegen zahlreiche Münchner Familien, reagiert die KARAWANE:
Mit einer Dauerkundgebung am Karlsplatz/Satchus wird – parallel zum KARAWANE-Hungerstreik in Berlin – vier Tage lang gegen die BRD-Abschiebepolitik protestiert. Exilgruppen machen auf die Lage in ihren Herkunftsländern aufmerksam, ein Kulturprogramm wird geboten.
Mit einer Dauerkundgebung am Karlsplatz/Satchus wird – parallel zum KARAWANE-Hungerstreik in Berlin – vier Tage lang gegen die BRD-Abschiebepolitik protestiert. Exilgruppen machen auf die Lage in ihren Herkunftsländern aufmerksam, ein Kulturprogramm wird geboten.
Flüchtlinge aus verschiedensten Länder, zum Beispiel Togo, Kamerun, Äthiopien, Kongo, Vietnam, Afghanistan Irak, und Ex-Jugoslawien, werden zur Zeit massiv mit Abschiebung bedroht – ungeachtet der unerträglichen Lage in ihren Herkunftsländern. Selbst Kinder, die hier geboren sind, die hier in die Schule oder in den Kindergarten gehen und die noch nie das Land ihrer Eltern gesehen haben, werden abgeschoben.
Die Kundgebung hat bereits am Samstag begonnen, und wird noch bis Dienstagabend andauern. Lasst euch nicht vom miesen Wetter abschrecken - wir haben ein großes, gemütliches Zelt - und kommt vorbei.
Hier das Programm der nächsten zwei Tage:
Montag
11.00 Uhr Zeit für Workshops
14.00 Uhr Demo zum Innenministerium
22.00 Uhr Zeltkino
Dienstag
11.00 Uhr Pressekonferenz im Protestzelt
14.00 Uhr Demo zum KVR
KARAWANE München
http://www.carava.net
Die Kundgebung hat bereits am Samstag begonnen, und wird noch bis Dienstagabend andauern. Lasst euch nicht vom miesen Wetter abschrecken - wir haben ein großes, gemütliches Zelt - und kommt vorbei.
Hier das Programm der nächsten zwei Tage:
Montag
11.00 Uhr Zeit für Workshops
14.00 Uhr Demo zum Innenministerium
22.00 Uhr Zeltkino
Dienstag
11.00 Uhr Pressekonferenz im Protestzelt
14.00 Uhr Demo zum KVR
KARAWANE München
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Ergänzungen
Bericht Dauerkundgebung München
Seit dem 19. Juni hat die „Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen“ am Karlsplatz/Stachus, mitten im Herzen von München, ein großes Zelt aufgeschlagen, um gegen drohende Abschiebungen zu protestieren. Rund um das Zelt hängen Transparente mit Losungen wie „Keine Abschiebung von Kindern und ihren Eltern“ oder „Abschiebungen stoppen- Lager schließen“. Konkreter Anlass für die Aktion ist, dass aktuell zahlreiche in München lebende Flüchtlinge durch das KVR unter Druck gesetzt werden, aus Deutschland auszureisen- unter Androhung der gewaltsamen Abschiebung, sollten sie nicht „freiwillig“ ausreisen.
60 Frauen, Männer und Kinder aus Togo, aus dem Kongo, aus Äthiopien und aus Burkina Faso fanden sich seit Samstag zusammen mit deutschen AktivistInnen zeitweise am Stachus ein, um die Münchner Bevölkerung über das Problem der ihnen drohenden Abschiebung aufzuklären. Die einen ziehen mit Gesang und Sprechchören die Aufmerksamkeit auf sich, während andere unermüdlich Informationsblätter an die PassantInnen verteilen. Währenddessen vergnügen sich die Kinder mit Luftballons und Straßenmalkreiden. Auch so manche MusikerInnen finden sich auf dem Stachus ein: Mal gibt es Percussion aus Togo, dann eine Hip Hop Session, Arabic Groove Jazz oder Straßenmusik unplugged.
Viele PassantInnen nehmen die Aktion der „Karawane“ sehr positiv auf, verweilen beim Zelt und geben bereitwillig ihre Unterschrift für die Protest-Resolution, die am Dienstag beim Innenministerium und beim KVR übergeben werden soll. Innerhalb von 2 Tagen wurden, trotz widrigem Wetter, 377 Unterschriften gesammelt. „Ich war vor 14 Jahren zum letzten mal hier und ich finde es unglaublich, wie sich dieses Land seitdem verändert hat!“, bringt ein amerikanischer Tourist seine Empörung über die Abschiebepraxis der deutschen Behörden zum Ausdruck.
Parallel zur Dauerkundgebung in München befinden sich in Berlin 80 Flüchtlinge aus Togo und Kamerun im Hungerstreik, um von der deutschen Bundesregierung einen Stop der Abschiebungen in ihre Herkunftsländer einzufordern.
Als abschließender Höhepunkt der Zeltkundgebung in München werden sich am Dienstag die bedrohten Flüchtlinge im Rahmen einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit wenden, danach soll noch direkt bei den Verantwortlichen im bayerischen Innenministerium und im KVR lautstark gegen die geplanten Abschiebungen demonstriert werden.
Dauerkundgebung geht weiter bis Freitag!
Dauerkundgebung mittlerweile beendet
Trotzdem bewerten wir das 5-tägige "Camp-In" auf diesem zentralen Platz Münchens als Erfolg und möchten uns bei allen Unterstützern bedanken.
Die Münchner Polizei hat durch ihr kompromislosses, arrogantes Verhalten mal wieder deutlich veranschaulicht, was für eine kleingeistige Weltanschauung sie besitzt. Wenn man grinsend daneben steht, wenn Leute versuchten das Zelt zu retten, bedarf dies keines weiteren Kommentars.
www.carava.net
Fotos von der Dauerkundgebung in München
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Und weiter geht´s... — Münchner Gsindl