Sommeraktionstage FREIe HEIDe
Seit 12 Jahren gelingt es der BI FREIe HEIDe, den Anliegergemeinden und ihren vielen MitstreiterInnen, die militärische Nutzung dieses zentralen Projekts der neuen Bundeswehr zu verhindern.
In diesem Jahr werden die Sommeraktionstage vom 21.-26.7. gemeinsam mit den MusikerInnen von "Lebenslaute durchgeführt. Wir arbeiten basisdemokratisch und gewaltfrei. Ziviler Ungehorsam gehört zu den meisten unserer Aktionen.
Am 25. Juli wollen wir das militärische Gelände in einen öffentlichen Konzertraum verwandeln. Wir bitten dafür um musikalische und sonstige Unterstützung.
In diesem Jahr werden die Sommeraktionstage vom 21.-26.7. gemeinsam mit den MusikerInnen von "Lebenslaute durchgeführt. Wir arbeiten basisdemokratisch und gewaltfrei. Ziviler Ungehorsam gehört zu den meisten unserer Aktionen.
Am 25. Juli wollen wir das militärische Gelände in einen öffentlichen Konzertraum verwandeln. Wir bitten dafür um musikalische und sonstige Unterstützung.
Aufruf zu den Sommeraktionstagen FREIe HEIDe 21.7. - 26.7. 2004
Die Bundeswehr entwickelt sich im Rahmen der NATO und der EU immer mehr in Richtung einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee. Dieser offensichtliche Verfassungsbruch wird nur unzureichend durch die üblichen Formulierungen wie "Sicherung deutscher Interessen", "Präventiveinsätze" und "Kampf gegen den Terror" verschleiert.
Besonders die Beschaffungsvorhaben bis 2012, die insgesamt rund 40 Mrd. ? allein für die Luftwaffe umfassen, sollen der Bundeswehr Eingreifkräfte garantieren, die innerhalb der NATO und der EU in der Luftkriegsführung konkurrenzfähig sind. Das Personal wird zahlenmäßig reduziert, aber in der Qualität wird kräftig aufgerüstet. So sollen in den nächsten Jahren weitere Eurofighter, Marschflugkörper, lasergelenkte Spreng- und Penetrations-Bomben angeschafft und ein taktisches Luftabwehrsystem für kurze Entfernungen entwickelt werden. Der Gebrauch dieser Waffen muss vor dem Kriegsfall geübt werden.
Für die kriegsrelevanten Übungen aus großer Höhe will die Bundeswehr den ehemaligen sowjetischen Bombenabwurfplatz in der Kyritz-Wittstock-Ruppiner Heide nutzen, der mit rund 7 mal 20 km der größte seiner Art in Europa ist. Die Bundeswehr will nach ihrem offiziellen Nutzungskonzept, dort nur in geringem Ausmaß Tiefflüge, die meisten Einsätze jedoch aus Höhen bis 4000 Meter durchführen. Natürlich werden auch die NATO-Verbündeten dort üben - inklusive der A10, die Uranmunition verschießen kann.
Der Stand der Auseinandersetzung
Seit 12 Jahren gelingt es der BI FREIe HEIDe, den Anliegergemeinden und ihren vielen MitstreiterInnen die militärische Nutzung dieses zentralen Projekts der neuen Bundeswehr unter Ausnutzung der föderalen Struktur und der Möglichkeiten der Rechtswege zu verhindern. Die Widmung des Geländes als Truppenübungsplatz durch das Bundesverwaltungsgericht im Dezember 2000 deutete aber bereits an, dass eine echte Gewaltenteilung nicht existiert und langfristig die Bundeswehr sich formaljuristisch durchsetzen können wird. Die politische Auseinandersetzung um das Bombodrom steht noch bevor. Was kommt nach der Landtagswahl? Werden wir es akzeptieren, wenn die Bundespolitik das diktatorische Unrecht Stalins zum "berechtigten bundesdeutschen Interesse umdefiniert? Werden wir uns der Rhetorik beugen, es gäbe keine Alternative zur militärischen Interventionspolitik? Wie viel ist uns die Gerechtigkeit wert? Was wird unsere Antwort sein? Diesen Fragen wollen wir im Rahmen der Sommeraktionstage theoretisch und praktisch nachgehen. In diesem Jahr werden die Sommeraktionstage gemeinsam mit den MusikerInnen von "Lebenslaute durchgeführt.
Lebenslaute
Unter dem Namen "Lebenslaute" finden sich seit 1986 engagierte Musikerinnen und Musiker (Laien und Profis) aus ganz Deutschland zusammen, die klassische und auch andere Musik gerade an Orten zum Klingen bringen, wo dies nicht erwartet wird; vor den Toren von Atomfabriken, Raketen und
Giftgasdepots,Rüstungsexportfirmen und Abschiebeflughäfen. Als Menschen verschiedenen Alters, mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Berufen leisten wir gemeinsam musikalischen Widerstand gegen die Bedrohung von Leben und Menschenrechten durch Militarismus, Umweltzerstörung, Rassismus und Unmenschlichkeit.
Wir finden uns zu jeder Aktion neu zusammen, arbeiten basisdemokratisch und gewaltfrei. Ziviler Ungehorsam gehört als ein Teil zu den meisten unserer Aktionen, wobei immer jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer selbst entscheidet, ob und wie weit er oder sie an einem begrenzten Gesetzesübertritt teilnimmt.
Am 25. Juli wollen wir das militärische Gelände in einen öffentlichen Konzertraum verwandeln. Es wird zunächst ein (kürzeres) klassisches Programm geben und anschließend einen Teil mit "unterhaltender" und
auch tanzbarer Musik.
Wir bitten dafür um musikalische Unterstützung: wir laden Einzelne - InstrumentalistInnen und SängerInnen - und auch ganze Musik-Ensembles herzlich zur Teilnahme ein!
Programm
Mi. 21.7. Anreise, Aufbau, 18.00 Auftaktplenum 20.30 Treffen mit Aktivisten aus der Region ,,12 Jahre Widerstand gegen das Bombodrom''
Do. 22.7. 10.00 Exkursion in die Heide
15.00 Seminar zu Rechtsfragen bei Aktionen
17.00 Training in gewaltfreier Aktion
21.00 Historische Videoaufnahmen zur FREIen HEIDe und Vieques
Fr. 23.7. 10.00 Start zur Radtour ,,Rund ums Bombodrom''
17.00 Ausstellungseröffnung ,,Bomben sind nie human'' (vom Antikriegsmuseum Berlin, in der Klosterkirche Neuruppin)
20.00 Uhr ,,Bombenabwurfplätze und Krieg''
Sa. 24.7. Aktionstag
unter anderem mit einem Workshop des Barnimer Aktionsbündnisses gegen Gentechnik.
15.00 Widerstand gegen Bombenabwurfplätze - Vieques - mit Vorbereitung einer Rundreise einer VertreterIn durch die BRD im November
So. 25.7. 14.00 Konzertaktion mit "Lebenslaute"
Mo 26.7. 10.00 Abschlussplenum, Perspektiven zur Kampagne ,,200 Gruppen in die FREIe HEIDe"
Organisatorische Hinweise:
Fahrräder sind in der Gegend von großem Vorteil. Musikinstrumente und Material für Aktionen werden immer gebraucht.
Die Selbstkosten für die Gemeinschaftsverpflegung (Kochkollektiv) und Zeltplatznutzung betragen 7-15 ? pro Tag. Für Kinderbetreuung wird gesorgt.
Anreise
Autobahn A24 bis Wittstock, dann L15 bis Schweinrich; Regionalexpress RE06 bis Wittstock (oder Rheinsberg, jeweils weiter mit Fahrrad)
Anmeldung, Anfragen bitte an: Eckhard Häßler
Evangelisch Offenes Jugendzentrum
Rudolf-Breitscheid-Str. 38
Neuruppin 16816
Tel: 03391/3256
e-Mail:
kontakt@freieheide-nb.de
www.freieheide-nb.de
Die Bundeswehr entwickelt sich im Rahmen der NATO und der EU immer mehr in Richtung einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee. Dieser offensichtliche Verfassungsbruch wird nur unzureichend durch die üblichen Formulierungen wie "Sicherung deutscher Interessen", "Präventiveinsätze" und "Kampf gegen den Terror" verschleiert.
Besonders die Beschaffungsvorhaben bis 2012, die insgesamt rund 40 Mrd. ? allein für die Luftwaffe umfassen, sollen der Bundeswehr Eingreifkräfte garantieren, die innerhalb der NATO und der EU in der Luftkriegsführung konkurrenzfähig sind. Das Personal wird zahlenmäßig reduziert, aber in der Qualität wird kräftig aufgerüstet. So sollen in den nächsten Jahren weitere Eurofighter, Marschflugkörper, lasergelenkte Spreng- und Penetrations-Bomben angeschafft und ein taktisches Luftabwehrsystem für kurze Entfernungen entwickelt werden. Der Gebrauch dieser Waffen muss vor dem Kriegsfall geübt werden.
Für die kriegsrelevanten Übungen aus großer Höhe will die Bundeswehr den ehemaligen sowjetischen Bombenabwurfplatz in der Kyritz-Wittstock-Ruppiner Heide nutzen, der mit rund 7 mal 20 km der größte seiner Art in Europa ist. Die Bundeswehr will nach ihrem offiziellen Nutzungskonzept, dort nur in geringem Ausmaß Tiefflüge, die meisten Einsätze jedoch aus Höhen bis 4000 Meter durchführen. Natürlich werden auch die NATO-Verbündeten dort üben - inklusive der A10, die Uranmunition verschießen kann.
Der Stand der Auseinandersetzung
Seit 12 Jahren gelingt es der BI FREIe HEIDe, den Anliegergemeinden und ihren vielen MitstreiterInnen die militärische Nutzung dieses zentralen Projekts der neuen Bundeswehr unter Ausnutzung der föderalen Struktur und der Möglichkeiten der Rechtswege zu verhindern. Die Widmung des Geländes als Truppenübungsplatz durch das Bundesverwaltungsgericht im Dezember 2000 deutete aber bereits an, dass eine echte Gewaltenteilung nicht existiert und langfristig die Bundeswehr sich formaljuristisch durchsetzen können wird. Die politische Auseinandersetzung um das Bombodrom steht noch bevor. Was kommt nach der Landtagswahl? Werden wir es akzeptieren, wenn die Bundespolitik das diktatorische Unrecht Stalins zum "berechtigten bundesdeutschen Interesse umdefiniert? Werden wir uns der Rhetorik beugen, es gäbe keine Alternative zur militärischen Interventionspolitik? Wie viel ist uns die Gerechtigkeit wert? Was wird unsere Antwort sein? Diesen Fragen wollen wir im Rahmen der Sommeraktionstage theoretisch und praktisch nachgehen. In diesem Jahr werden die Sommeraktionstage gemeinsam mit den MusikerInnen von "Lebenslaute durchgeführt.
Lebenslaute
Unter dem Namen "Lebenslaute" finden sich seit 1986 engagierte Musikerinnen und Musiker (Laien und Profis) aus ganz Deutschland zusammen, die klassische und auch andere Musik gerade an Orten zum Klingen bringen, wo dies nicht erwartet wird; vor den Toren von Atomfabriken, Raketen und
Giftgasdepots,Rüstungsexportfirmen und Abschiebeflughäfen. Als Menschen verschiedenen Alters, mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Berufen leisten wir gemeinsam musikalischen Widerstand gegen die Bedrohung von Leben und Menschenrechten durch Militarismus, Umweltzerstörung, Rassismus und Unmenschlichkeit.
Wir finden uns zu jeder Aktion neu zusammen, arbeiten basisdemokratisch und gewaltfrei. Ziviler Ungehorsam gehört als ein Teil zu den meisten unserer Aktionen, wobei immer jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer selbst entscheidet, ob und wie weit er oder sie an einem begrenzten Gesetzesübertritt teilnimmt.
Am 25. Juli wollen wir das militärische Gelände in einen öffentlichen Konzertraum verwandeln. Es wird zunächst ein (kürzeres) klassisches Programm geben und anschließend einen Teil mit "unterhaltender" und
auch tanzbarer Musik.
Wir bitten dafür um musikalische Unterstützung: wir laden Einzelne - InstrumentalistInnen und SängerInnen - und auch ganze Musik-Ensembles herzlich zur Teilnahme ein!
Programm
Mi. 21.7. Anreise, Aufbau, 18.00 Auftaktplenum 20.30 Treffen mit Aktivisten aus der Region ,,12 Jahre Widerstand gegen das Bombodrom''
Do. 22.7. 10.00 Exkursion in die Heide
15.00 Seminar zu Rechtsfragen bei Aktionen
17.00 Training in gewaltfreier Aktion
21.00 Historische Videoaufnahmen zur FREIen HEIDe und Vieques
Fr. 23.7. 10.00 Start zur Radtour ,,Rund ums Bombodrom''
17.00 Ausstellungseröffnung ,,Bomben sind nie human'' (vom Antikriegsmuseum Berlin, in der Klosterkirche Neuruppin)
20.00 Uhr ,,Bombenabwurfplätze und Krieg''
Sa. 24.7. Aktionstag
unter anderem mit einem Workshop des Barnimer Aktionsbündnisses gegen Gentechnik.
15.00 Widerstand gegen Bombenabwurfplätze - Vieques - mit Vorbereitung einer Rundreise einer VertreterIn durch die BRD im November
So. 25.7. 14.00 Konzertaktion mit "Lebenslaute"
Mo 26.7. 10.00 Abschlussplenum, Perspektiven zur Kampagne ,,200 Gruppen in die FREIe HEIDe"
Organisatorische Hinweise:
Fahrräder sind in der Gegend von großem Vorteil. Musikinstrumente und Material für Aktionen werden immer gebraucht.
Die Selbstkosten für die Gemeinschaftsverpflegung (Kochkollektiv) und Zeltplatznutzung betragen 7-15 ? pro Tag. Für Kinderbetreuung wird gesorgt.
Anreise
Autobahn A24 bis Wittstock, dann L15 bis Schweinrich; Regionalexpress RE06 bis Wittstock (oder Rheinsberg, jeweils weiter mit Fahrrad)
Anmeldung, Anfragen bitte an: Eckhard Häßler
Evangelisch Offenes Jugendzentrum
Rudolf-Breitscheid-Str. 38
Neuruppin 16816
Tel: 03391/3256
e-Mail:
kontakt@freieheide-nb.de www.freieheide-nb.de
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Ergänzungen
Thema Gentechnik auf den Sommeraktionstagen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Pfaffen verdienen mit — Anti-Kleriker