Freies Andalusien
Marinaleda - Symbol für unabhängigen Sozialismus : Geschichte
eines mehr als 25 Jahre andauernden ( erfolgreichen ! ) Kampfes
um Autonomie und Selbstbestimmung ....
eines mehr als 25 Jahre andauernden ( erfolgreichen ! ) Kampfes
um Autonomie und Selbstbestimmung ....
Freies Andalusien
Marinaleda - Symbol für unabhängigen Sozialismus : Geschichte
eines mehr als 25 Jahre andauernden ( erfolgreichen ! ) Kampfes
um Autonomie und Selbstbestimmung ....
In dem Online-Bulletin !" Andalusia Libre " ( siehe :
http://www.de.indymedia.org/2004/05/84540.shtm)l
erschien auch der folgende ,gekürzt zusammenfassend übersetzte , Artikel über das realexistente und immer noch aktive MARINALEDA , ein kaum 3000 Seelenort im Herzen Andalusiens : TagelöhnerInnen wurden zu AlternativunternehmerInnen ; Arbeitsplätze selbst geschaffen ; das Rathaus wird kontrolliert ; öffentliche Abgaben sind gesenkt und die kollektive Schenkung von Bauland wurde ermöglicht ....
" Marinaleda wie es heute ist , verdankt sich seiner millitanten Arbeit , seinen Kapazitäten - aber auch seinen Entbehrungen , Kompromissen und Prioritäten und der Fähigkeit eines kleinen , andalusischen TagelöhnerInnendorfes , die Lektion und Ethik Che`s ( Che Guevaras ) in die Realität übertragen zu können.... "
CHRONOLOGIE :
In den 30iger Jahren regierte die Monarchie in dem ausgedörrten Landstrich mit so gut wie keinen Möglichkeiten der Bewässerung der kargen Landwirtschaft : Weizen , Gerste und Eichenbüsche waren die Hauptanbauprodukte
Während der Diktatur unter Franco kam es zu Verfolgungen und Repression
Zwischen 1945 - 50 gab es eine Zeit des Hungers und die TagelöhnerInnen waren gezwungen , sich von Oliven und Eicheln zu ernähren. Die Guardia Civil setzte indessen unvermindert die Respressionen fort
In den 60iger Jahren folgte daraufhin eine Welle der Abwanderung - mehr als Hälfte der BewohnerInnen emigrierte nach Barcerlona , Deutschland , Frankreich oder die Schweiz
1977 wurde die Gewerkschaftsorganisation der LandarbeiterInnen , die heutige " Avda de la Libertad " ins Leben gerufen.
1978 kam es zur ersten Besetzung : der Finca Bocatinaja zwischen Osana und Los Corrales. Dies war die allererste Besetzung in Andalusien nach der Zeit der 2.Republik.Eine gewaltsame Räumung durch die Guardia Civil und zahlreiche Inhaftierungen beendeten diesen Anfang der Kämpfe um Autonomie
Bei den ersten freien Wahlen , 19979 , erreichte die CUT , Colectivo de Unidad de l@s Trabajador@s
(Kollektive der vereinigten ArbeiterInnen ) 8 von 9 Sitzen im Rathaus.
Im selben Jahr wurden die Strassennamen umbenannt : General Grandes = Che Guevara ; General Queipo de Llano = Avda de la Libertad ( die eigene Gewerkschaft ) ; Primo de Revera=Andalucia ;Acceso de Llano = Mariana Peneda ; Miguel Osuna = Pablo Neruda ; Plaza de Franco = Plaza de Salvador Allende u.a.
1980 nahmen 700 BürgerInnen Marinaledas an einem 3 tage dauernden Hungerstreik teil : ein Hungerstreik gegen den Hunger ; für bessere Entlohnung und für die Neuregelung der althergebrachten öffentlichen Beschäftigungsverhältnisse. Der Streik war erfolgreich...und ihm folgte der Kampf um Land und die Besetzungen der Fincas( land/wirtschaftl. Güter der Grossgrundbesitzer ) mit welchen wir dem Geist der Revolution um die Erde für welche wir arbeiten , zu neuem Leben verhalfen .....
1985 gab es mehr als 100 Besetzungen. Wir wandten alle möglichen Formen der Aktion an - am gewichtigsten jedoch war jene Besetzung von 90 Tagen und Nächten...natürlich fanden Vertreibungen durch die Guardia Civil statt , ebenso wie gerichtliche Prozesse wegen unseres Kampfes ....
1991 hatten wir , zum ersten Mal in der Geschichte Andalusiens , 1200 Has ( ha ?) Land erobert
1992 - 94 wurden , im Ramen des Kampfes der ungelernten ArbeiterInnen um Anstellung , die Kämpfe radikaler : es kam u.a. zur Besetzung der Bank von Spanien ; Blockaden der Eisenbahn bei mehreren Gelegenheiten und des internationalen Flughafen San Pablo von Sevilla ; ausserdem zu Besetzungen des Palacio von San Telmo , dem Radio-TV Kanal Süd und zu permanenten Demonstrationen in allen möglichen Strassen Sevillas. Letztlich gab es für 35 von 60 ungelernten ArbeiterInnen Anstellungen und auch dies nur nach Betrugsversuchen der Regierungsdelegation Andalusiens ....
1999 begann die erste Inbetriebnahme der verarbeitenden Industrie Marinaledas als kollektives Eigentum der ArbeiterInnen - was ausserdem die Anstellungen maximieren und ,im Verhältniss der kollektiven Produktion angemessen , ein qualitatives Gehalt sichern sollte
Bereits 2000 waren wir , durch die Verarbeitung unserer selbstangebauten landwirtschaftlichen Güter
( Piment , Artischocken , Ackerbohnen , Knoblauch und Oliven ) nahe am erstrebten Arbeitsplatzniveau
2001 trug unsere Gewerkschaft einen ländlichen Generalstreik im Kreis von Sevilla , unter Teilhabe von Arbeitslosen mit , um ein gerechtes ( tarifliches ) Abkommen zu fordern.Täglich nahmen hieran mehr als 100 Personen teil.
In Rinconada erfolgten zur selben Zeit Angriffe gegen uns seitens eines Grossgrundbesitzers , ohne
dass die Justiz anders reagiert hätte denn üblich : auf Seiten des Angreifenden ....
2002 gab es in Marinaleda ein Treffen der spanischen Globalisierungskritischen Bewegung - obwohl in Sevilla Abgeordnete und Rathaus versucht hatten dagegen zu intervenieren : aus Angst vor "einhergehender Kriminalität " . Für uns war dies Treffen eine Ehre , da wir schon jahrelang für die Realisierung von Nahrungsmittelsouveränität , das Recht der Bevölkerung/en auf Land , Wasser und Saatgut kämpfen und die multinationalen Zerstörer und Unterdrücker anprangern ....
Heute arbeiten in Marinaleda mehr als 300 ehemalige TagelöhnerInnen fest in der kollektiven Agrarindustrie , für einen Lohn von 32 € . Die Produkte werden unter der Marke " Humar " an Handelslager vertrieben.
Die öffentlichen Abgaben in Marinaleda sind die niedrigsten in ganz Andalusien .Der öffentliche Raum wird durch eingeteilten Gemeinschaftsdienst gesäubert; die Müllgebühren betragen noch 12 € .
Das Rathaus hat das gesamte Umland aufgekauft .... will ein Bürger/eine Bürgerin ein Haus bauen , so erhält sie / er aus dem Gemeinschaftsfond PER eine geschenkte Parzelle , ausserdem werden Arbeitskräfte - und Material gestellt. Auf diese Weise verbleibt eine monatliche " Hypothek " von 15 €.
So entstanden bereits 350 Wohungen ; weitere 150 Häuser sind projektiert ( und dies bei kaum 3000 EinwohnerInnen )
Es gibt keine Polizei in Marinaleda - der Ortsposten der Guardia Civil wurde verlegt.
" Zu bemerken ist , dass all dies auf einer in 25 Jahren gemeinsamen Kampfes gewachsenen Moral und der Stabilität dieser sozial-politischen Bewegung basiert ....frei von dem Hass wie er unter Reaktionären und Ultranationalisten herrscht - in einer ( kleinen ) Gesellschaft ohne Bourgoisie aber mit starker gewerkschaftlicher Verankerung . "
Heute engagiert sich Marinaleda u.a. mit Veranstaltungen gegen den Krieg
www.Marinaleda.com
Weitere Beispiele für selbstorganisierte Ökonomie :
Gegen Patente
http://de.indymedia.org/2003/12/70671.shtml
Genfreie Saatgutbank
http://de.indymedia.org/2004/05/83049.shtml
Arbeitskämpfe dato:
Internationaler Kongress: Prekaisierung
http://de.indymedia.org//2004/05/82414.shtml
www.labournet.de
Precaridad feminina
www.traficantes.net
www.globalproject.info/
Marinaleda - Symbol für unabhängigen Sozialismus : Geschichte
eines mehr als 25 Jahre andauernden ( erfolgreichen ! ) Kampfes
um Autonomie und Selbstbestimmung ....
In dem Online-Bulletin !" Andalusia Libre " ( siehe :
http://www.de.indymedia.org/2004/05/84540.shtm)l erschien auch der folgende ,gekürzt zusammenfassend übersetzte , Artikel über das realexistente und immer noch aktive MARINALEDA , ein kaum 3000 Seelenort im Herzen Andalusiens : TagelöhnerInnen wurden zu AlternativunternehmerInnen ; Arbeitsplätze selbst geschaffen ; das Rathaus wird kontrolliert ; öffentliche Abgaben sind gesenkt und die kollektive Schenkung von Bauland wurde ermöglicht ....
" Marinaleda wie es heute ist , verdankt sich seiner millitanten Arbeit , seinen Kapazitäten - aber auch seinen Entbehrungen , Kompromissen und Prioritäten und der Fähigkeit eines kleinen , andalusischen TagelöhnerInnendorfes , die Lektion und Ethik Che`s ( Che Guevaras ) in die Realität übertragen zu können.... "
CHRONOLOGIE :
In den 30iger Jahren regierte die Monarchie in dem ausgedörrten Landstrich mit so gut wie keinen Möglichkeiten der Bewässerung der kargen Landwirtschaft : Weizen , Gerste und Eichenbüsche waren die Hauptanbauprodukte
Während der Diktatur unter Franco kam es zu Verfolgungen und Repression
Zwischen 1945 - 50 gab es eine Zeit des Hungers und die TagelöhnerInnen waren gezwungen , sich von Oliven und Eicheln zu ernähren. Die Guardia Civil setzte indessen unvermindert die Respressionen fort
In den 60iger Jahren folgte daraufhin eine Welle der Abwanderung - mehr als Hälfte der BewohnerInnen emigrierte nach Barcerlona , Deutschland , Frankreich oder die Schweiz
1977 wurde die Gewerkschaftsorganisation der LandarbeiterInnen , die heutige " Avda de la Libertad " ins Leben gerufen.
1978 kam es zur ersten Besetzung : der Finca Bocatinaja zwischen Osana und Los Corrales. Dies war die allererste Besetzung in Andalusien nach der Zeit der 2.Republik.Eine gewaltsame Räumung durch die Guardia Civil und zahlreiche Inhaftierungen beendeten diesen Anfang der Kämpfe um Autonomie
Bei den ersten freien Wahlen , 19979 , erreichte die CUT , Colectivo de Unidad de l@s Trabajador@s
(Kollektive der vereinigten ArbeiterInnen ) 8 von 9 Sitzen im Rathaus.
Im selben Jahr wurden die Strassennamen umbenannt : General Grandes = Che Guevara ; General Queipo de Llano = Avda de la Libertad ( die eigene Gewerkschaft ) ; Primo de Revera=Andalucia ;Acceso de Llano = Mariana Peneda ; Miguel Osuna = Pablo Neruda ; Plaza de Franco = Plaza de Salvador Allende u.a.
1980 nahmen 700 BürgerInnen Marinaledas an einem 3 tage dauernden Hungerstreik teil : ein Hungerstreik gegen den Hunger ; für bessere Entlohnung und für die Neuregelung der althergebrachten öffentlichen Beschäftigungsverhältnisse. Der Streik war erfolgreich...und ihm folgte der Kampf um Land und die Besetzungen der Fincas( land/wirtschaftl. Güter der Grossgrundbesitzer ) mit welchen wir dem Geist der Revolution um die Erde für welche wir arbeiten , zu neuem Leben verhalfen .....
1985 gab es mehr als 100 Besetzungen. Wir wandten alle möglichen Formen der Aktion an - am gewichtigsten jedoch war jene Besetzung von 90 Tagen und Nächten...natürlich fanden Vertreibungen durch die Guardia Civil statt , ebenso wie gerichtliche Prozesse wegen unseres Kampfes ....
1991 hatten wir , zum ersten Mal in der Geschichte Andalusiens , 1200 Has ( ha ?) Land erobert
1992 - 94 wurden , im Ramen des Kampfes der ungelernten ArbeiterInnen um Anstellung , die Kämpfe radikaler : es kam u.a. zur Besetzung der Bank von Spanien ; Blockaden der Eisenbahn bei mehreren Gelegenheiten und des internationalen Flughafen San Pablo von Sevilla ; ausserdem zu Besetzungen des Palacio von San Telmo , dem Radio-TV Kanal Süd und zu permanenten Demonstrationen in allen möglichen Strassen Sevillas. Letztlich gab es für 35 von 60 ungelernten ArbeiterInnen Anstellungen und auch dies nur nach Betrugsversuchen der Regierungsdelegation Andalusiens ....
1999 begann die erste Inbetriebnahme der verarbeitenden Industrie Marinaledas als kollektives Eigentum der ArbeiterInnen - was ausserdem die Anstellungen maximieren und ,im Verhältniss der kollektiven Produktion angemessen , ein qualitatives Gehalt sichern sollte
Bereits 2000 waren wir , durch die Verarbeitung unserer selbstangebauten landwirtschaftlichen Güter
( Piment , Artischocken , Ackerbohnen , Knoblauch und Oliven ) nahe am erstrebten Arbeitsplatzniveau
2001 trug unsere Gewerkschaft einen ländlichen Generalstreik im Kreis von Sevilla , unter Teilhabe von Arbeitslosen mit , um ein gerechtes ( tarifliches ) Abkommen zu fordern.Täglich nahmen hieran mehr als 100 Personen teil.
In Rinconada erfolgten zur selben Zeit Angriffe gegen uns seitens eines Grossgrundbesitzers , ohne
dass die Justiz anders reagiert hätte denn üblich : auf Seiten des Angreifenden ....
2002 gab es in Marinaleda ein Treffen der spanischen Globalisierungskritischen Bewegung - obwohl in Sevilla Abgeordnete und Rathaus versucht hatten dagegen zu intervenieren : aus Angst vor "einhergehender Kriminalität " . Für uns war dies Treffen eine Ehre , da wir schon jahrelang für die Realisierung von Nahrungsmittelsouveränität , das Recht der Bevölkerung/en auf Land , Wasser und Saatgut kämpfen und die multinationalen Zerstörer und Unterdrücker anprangern ....
Heute arbeiten in Marinaleda mehr als 300 ehemalige TagelöhnerInnen fest in der kollektiven Agrarindustrie , für einen Lohn von 32 € . Die Produkte werden unter der Marke " Humar " an Handelslager vertrieben.
Die öffentlichen Abgaben in Marinaleda sind die niedrigsten in ganz Andalusien .Der öffentliche Raum wird durch eingeteilten Gemeinschaftsdienst gesäubert; die Müllgebühren betragen noch 12 € .
Das Rathaus hat das gesamte Umland aufgekauft .... will ein Bürger/eine Bürgerin ein Haus bauen , so erhält sie / er aus dem Gemeinschaftsfond PER eine geschenkte Parzelle , ausserdem werden Arbeitskräfte - und Material gestellt. Auf diese Weise verbleibt eine monatliche " Hypothek " von 15 €.
So entstanden bereits 350 Wohungen ; weitere 150 Häuser sind projektiert ( und dies bei kaum 3000 EinwohnerInnen )
Es gibt keine Polizei in Marinaleda - der Ortsposten der Guardia Civil wurde verlegt.
" Zu bemerken ist , dass all dies auf einer in 25 Jahren gemeinsamen Kampfes gewachsenen Moral und der Stabilität dieser sozial-politischen Bewegung basiert ....frei von dem Hass wie er unter Reaktionären und Ultranationalisten herrscht - in einer ( kleinen ) Gesellschaft ohne Bourgoisie aber mit starker gewerkschaftlicher Verankerung . "
Heute engagiert sich Marinaleda u.a. mit Veranstaltungen gegen den Krieg
www.Marinaleda.com
Weitere Beispiele für selbstorganisierte Ökonomie :
Gegen Patente
http://de.indymedia.org/2003/12/70671.shtml Genfreie Saatgutbank
http://de.indymedia.org/2004/05/83049.shtml Arbeitskämpfe dato:
Internationaler Kongress: Prekaisierung
http://de.indymedia.org//2004/05/82414.shtml www.labournet.de
Precaridad feminina
www.traficantes.net
www.globalproject.info/
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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