Argentinien: Benetton gegen Mapuche
Landkonflikt im dünnbesiedelten Patagonien, wo die Firma Benetton mit 900 000 ha mittlerweile größter Grundbesitzer ist, während die Nachkommen der Ureinwohner meist an den Rändern der Städte ihr Dasein fristen müssen:
Am 26. 5. begann in Esquel/Chubut das Gerichtsverfahren gegen die Mapuche-Familie Curiñanco-Nahuelquir, die von einer Tochterfirma des Unternehmens Benetton wegen Landbesetzung verklagt worden war. Im August 2002 hatte die Familie gewagt, ein ungenutztes Stück Land zu kultivieren, war aber nach wenigen Wochen von der Polizei gewaltsam vertrieben worden.
Am 26. 5. begann in Esquel/Chubut das Gerichtsverfahren gegen die Mapuche-Familie Curiñanco-Nahuelquir, die von einer Tochterfirma des Unternehmens Benetton wegen Landbesetzung verklagt worden war. Im August 2002 hatte die Familie gewagt, ein ungenutztes Stück Land zu kultivieren, war aber nach wenigen Wochen von der Polizei gewaltsam vertrieben worden.
Übersetzung zweier Artikel auf IMC Argentina
Herkunft der Bilder:
http://argentina.indymedia.org/news/2002/11/64328.php (1 ? 4),
http://argentina.indymedia.org/news/2004/05/198371.php (5)
Dort sind zahlreiche weitere Bilder zu finden.
Zur Vorgeschichte siehe:
http://de.indymedia.org/2004/05/83922.shtml - Der Kampf Benettons gegen Mapuche (Mittelspalten-Feature auf de.indymedia vom 20. 5. 2004)
I. Puelmapu*: Vor Gericht
Original: Puelmapu: Ante la ley -
http://argentina.indymedia.org/features/pueblos, Feature vom 24.5.2004, von Hernán Scandizzo
Atilio Curiñanco und Rosa Rúa Nahuelquir brauchen kaum vorgestellt zu werden, ihr Name ist all denen vertraut, die den Kampf des Mapuche-Volkes kennen. Sie weigerten sich einfach zu glauben, daß ihr Schicksal besiegelt sein sollte. Sie weigerten sich zu glauben, daß sie ihre Tage für immer in den Randvierteln von Esquel (Chubut) zubringen sollten und zuzusehen, wie Rosas Entschädigungszahlung nach der Schließung der Fabrik Texcom aufgebraucht sein würde. Sie weigerten sich zu glauben, daß sich ihre Familie unausweichlich auf ganz Patagonien zerstreuen sollte, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Sie weigerten sich zu glauben, daß sie kein Recht haben sollten, ihre Zukunft selbst zu bestimmen und aufzubauen. Atilio und Rosa wurden für alle die die Resignation predigen, einfach zu gefährlichen Ketzern.
Das Grundstück Santa Rosa in der Gegend von Leleque im Nordwesten des Staates Chubut war für sie der ideale Ort, wo sie diese Zukunft, für die sie sich entschieden hatten, aufbauen wollten. Am 23. August 2002 betraten sie dieses von Bergen und Pampasgras umgebene, dem Wind ausgesetzte Areal in der Überzeugung, daß dieses dauerhaft ungenutzte Grundstück Staatseigentum sei. Atilio wußte das, weil er in dem Gebiet geboren und aufgewachsen war, und das Siedlungsinstitut (Instituto Autárquico de Colonización) bestätigte es ihnen. Aber eine Woche nach ihrer Ankunft wurden sie davon in Kenntnis gesetzt, daß die zur italienischen Benetton-Gruppe gehörende Compañía de Tierras Sud Argentina S.A. (Südargentinische Grundstücksgesellschaft) sie wegen widerrechtlicher Besitzaneignung angezeigt habe. Am Morgen des 2. Oktober wurden sie von Polizeibeamten des Polizeireviers von El Maitén vertrieben. Der vor kurzem abgesetzte Untersuchungsrichter José Colabelli hatte die "vorsorgliche Zwangsräumung" angeordnet. Vierzig Tage intensiver Arbeit und lebenslange Träume blieben damit auf der anderen Seite des Stacheldrahtzauns. Aus der Auseinandersetzung wurde ein Kampf, ein Kampf des Volkes. Am 26. Mai wird das Mapuche-Volk vor Gericht stehen.
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* Östlicher, argentinischer Teil des Landes der Mapuche (Patagonien), der chilenische wird als Gulumapu bezeichnet.
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II. Mapuche gegen Benetton: die Kräfte vereinen
von sebastian hacher ((i)), 25. 5. 2004, 03:09 PM
sebastian@riseup.net
Original: (Adelanto) Mapuche vs. Benetton: juntando fuerzas
http://argentina.indymedia.org/2004/05/198371.php
Am 26. 5. beginnt in Esquel der Prozeß, der juristisch darüber befinden wird, ob sich Atilio und Rosa Curiñanco widerrechtlich Ländereien des italienischen Latifundisten Benetton angeeignet haben oder nicht.
Die Curiñanco, eine aus diesem Gebiet stammende Mapuche-Familie, wurde vor fast zwei Jahren von dem Land vertrieben, das sie sich zum Leben ausgesucht hatten. Das von ihnen besetzte Grundstück, ein kleiner Teil [angeblich] des Territoriums der Firma Benetton, die über 900 000 ha. in der Region verfügt, wurde von dieser als ihr Eigentum beansprucht.
Während Anwälte und Staatsanwälte ihre Plädoyers vorbereiten, begannen sich heute nacht Familien verschiedener Mapuche-Gemeinden zu versammeln, um die Familie Curiñanco während des Prozesses zu begleiten.
Heute morgen stiegen vor Morgengrauen etwa hundert Männer, Frauen, Alte und Kinder, die aus allen Teilen Patagoniens herbeigekommen waren, auf einen Berg in der Nähe der Stadt, um ein Nguillatum, eine traditionelle Mapuche-Zeremonie, zu feiern.
Der Nebel hüllte noch die Berge ein und die Stadt lag noch im Schlaf, als auf dem Loma del Tero die ersten Feuer brannten. Atilio und Rosa Curiñanco waren beauftragt, die Eingeladenen zu empfangen, das Muday zuzubereiten ? ein traditionelles Getränk auf Maisbasis ? und den Transport vorzubereiten, damit alle hingelangen können.
Einige, wie der Lonko (Häuptling) Segundino, waren 200 Kilometer weit gereist, um von ihren Gemeinschaften herzukommen. Was ihn betrifft, war er seit 1932 nicht aus seinem Dorf (?) gekommen, aber heute durfte er nicht fehlen. Aus Vuelta del Río kam die Familie Fermín, die sich gerade einer neuerliche Räumung widersetzt und diese verhindert hat. Von der Station Leleque [kamen] die Familien, die sich organisiert haben, um die Ausweisung durch Benetton und den Staat Chubut zu verhindern. Es kamen auch Leute von der Gemeinschaft Prane, wo der Widerstand bereits seit vier Generationen andauert; aus Bariloche, wo die Jugendlichen begonnen haben sich zu organisieren und ihre Identität wiederzugewinnen; vom Lago (See) Puelo, wo sie einem Versuch der Entwurzelung von seiten der Stadtverwaltung von El Bolsón Widerstand leisten.
Es gab sogar jemand, der ganz Patagonien durchquert hatte, um herzukommen.
"Sie haben sich nicht mit einem von uns angelegt, sie haben sich mit allen Mapuche angelegt?, erklärte Mauro Millán, Werken (Sprecher) der Organisation 11. Oktober. "Wir machen schwierige Momente durch", sagte er, ?und der Kampf der Mapuche ist sehr bedeutend; wir hinterlassen eine Spur für die nächsten Generationen. Der Kampf ist sehr schwierig, aber wir sind dabei uns zu emanzipieren [estamos emergiendo], so wie die Pflanzen und Bäume austreiben, die Berge sich mit Pflanzenwuchs bedecken, denn noch immer gibt es in unserer Erde (Mapu) Nehuen* (Kraft)."
Mapuche bedeutet "Menschen der Erde"; sie gehen respektvoll mit ihr um; die Zeremonie, die wir heute erleben, dient dazu, mit den Kräften der Natur in Verbindung zu treten, um zu bitten, aber auch um zu danken und zu geloben.
"Morgen", sagte Atilio Curiñanco, "kommt die Stunde des großen Streits mit den Benetton. Ich fühle mich stark. Ihr Denken, das Sie heute hierhergeführt hat, ist auf den Sieg gerichtet. Und irgendwie ist das schon ein Sieg, daß Benetton klarwurde, daß es nicht so leicht ist, mich zu hetzen. Mir hat Benetton kein Papier vorzeigen können, worauf steht, daß sie die Besitzerin ist, das Land ist noch nicht einmal vermessen.... Sie hat es dem ganzen Mapuche-Volk an Respekt vermissen lassen. Sie respektieren gar nichts.... Ich fürchte mich vor nichts, auch nicht davor, im letzten Winkel des Kerkers zu sein. Ich habe großen Glauben an Futa Chao (Gott), an alle Nehuen (Kräfte) und an die Geister unserer Vorfahren."
Die Reden endeten damit, daß die Ältesten Atilio und Rosa Kraft spendeten; diese empfingen den Segen der Alten mit großer Ergriffenheit.
Morgen, vielleicht bevor die Sonne aufgeht, mit der heute die Zeremonie endete, werden beide vor ein Gericht treten, das wenig mit ihren Traditionen und ihren Werten zu tun hat.
Dort werden sie ein weiteres Mal ihre Wahrheit vorbringen, eine, die viele nicht hören wollen.
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* Andernorts oft als "Newen"; die Transkription der Mapuche-Worte ins Spanische wird oft unterschiedlich wiedergegeben.
Herkunft der Bilder:
http://argentina.indymedia.org/news/2002/11/64328.php (1 ? 4),
http://argentina.indymedia.org/news/2004/05/198371.php (5) Dort sind zahlreiche weitere Bilder zu finden.
Zur Vorgeschichte siehe:
http://de.indymedia.org/2004/05/83922.shtml - Der Kampf Benettons gegen Mapuche (Mittelspalten-Feature auf de.indymedia vom 20. 5. 2004) I. Puelmapu*: Vor Gericht
Original: Puelmapu: Ante la ley -
http://argentina.indymedia.org/features/pueblos, Feature vom 24.5.2004, von Hernán Scandizzo Atilio Curiñanco und Rosa Rúa Nahuelquir brauchen kaum vorgestellt zu werden, ihr Name ist all denen vertraut, die den Kampf des Mapuche-Volkes kennen. Sie weigerten sich einfach zu glauben, daß ihr Schicksal besiegelt sein sollte. Sie weigerten sich zu glauben, daß sie ihre Tage für immer in den Randvierteln von Esquel (Chubut) zubringen sollten und zuzusehen, wie Rosas Entschädigungszahlung nach der Schließung der Fabrik Texcom aufgebraucht sein würde. Sie weigerten sich zu glauben, daß sich ihre Familie unausweichlich auf ganz Patagonien zerstreuen sollte, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Sie weigerten sich zu glauben, daß sie kein Recht haben sollten, ihre Zukunft selbst zu bestimmen und aufzubauen. Atilio und Rosa wurden für alle die die Resignation predigen, einfach zu gefährlichen Ketzern.
Das Grundstück Santa Rosa in der Gegend von Leleque im Nordwesten des Staates Chubut war für sie der ideale Ort, wo sie diese Zukunft, für die sie sich entschieden hatten, aufbauen wollten. Am 23. August 2002 betraten sie dieses von Bergen und Pampasgras umgebene, dem Wind ausgesetzte Areal in der Überzeugung, daß dieses dauerhaft ungenutzte Grundstück Staatseigentum sei. Atilio wußte das, weil er in dem Gebiet geboren und aufgewachsen war, und das Siedlungsinstitut (Instituto Autárquico de Colonización) bestätigte es ihnen. Aber eine Woche nach ihrer Ankunft wurden sie davon in Kenntnis gesetzt, daß die zur italienischen Benetton-Gruppe gehörende Compañía de Tierras Sud Argentina S.A. (Südargentinische Grundstücksgesellschaft) sie wegen widerrechtlicher Besitzaneignung angezeigt habe. Am Morgen des 2. Oktober wurden sie von Polizeibeamten des Polizeireviers von El Maitén vertrieben. Der vor kurzem abgesetzte Untersuchungsrichter José Colabelli hatte die "vorsorgliche Zwangsräumung" angeordnet. Vierzig Tage intensiver Arbeit und lebenslange Träume blieben damit auf der anderen Seite des Stacheldrahtzauns. Aus der Auseinandersetzung wurde ein Kampf, ein Kampf des Volkes. Am 26. Mai wird das Mapuche-Volk vor Gericht stehen.
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* Östlicher, argentinischer Teil des Landes der Mapuche (Patagonien), der chilenische wird als Gulumapu bezeichnet.
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II. Mapuche gegen Benetton: die Kräfte vereinen
von sebastian hacher ((i)), 25. 5. 2004, 03:09 PM
sebastian@riseup.net Original: (Adelanto) Mapuche vs. Benetton: juntando fuerzas
http://argentina.indymedia.org/2004/05/198371.php Am 26. 5. beginnt in Esquel der Prozeß, der juristisch darüber befinden wird, ob sich Atilio und Rosa Curiñanco widerrechtlich Ländereien des italienischen Latifundisten Benetton angeeignet haben oder nicht.
Die Curiñanco, eine aus diesem Gebiet stammende Mapuche-Familie, wurde vor fast zwei Jahren von dem Land vertrieben, das sie sich zum Leben ausgesucht hatten. Das von ihnen besetzte Grundstück, ein kleiner Teil [angeblich] des Territoriums der Firma Benetton, die über 900 000 ha. in der Region verfügt, wurde von dieser als ihr Eigentum beansprucht.
Während Anwälte und Staatsanwälte ihre Plädoyers vorbereiten, begannen sich heute nacht Familien verschiedener Mapuche-Gemeinden zu versammeln, um die Familie Curiñanco während des Prozesses zu begleiten.
Heute morgen stiegen vor Morgengrauen etwa hundert Männer, Frauen, Alte und Kinder, die aus allen Teilen Patagoniens herbeigekommen waren, auf einen Berg in der Nähe der Stadt, um ein Nguillatum, eine traditionelle Mapuche-Zeremonie, zu feiern.
Der Nebel hüllte noch die Berge ein und die Stadt lag noch im Schlaf, als auf dem Loma del Tero die ersten Feuer brannten. Atilio und Rosa Curiñanco waren beauftragt, die Eingeladenen zu empfangen, das Muday zuzubereiten ? ein traditionelles Getränk auf Maisbasis ? und den Transport vorzubereiten, damit alle hingelangen können.
Einige, wie der Lonko (Häuptling) Segundino, waren 200 Kilometer weit gereist, um von ihren Gemeinschaften herzukommen. Was ihn betrifft, war er seit 1932 nicht aus seinem Dorf (?) gekommen, aber heute durfte er nicht fehlen. Aus Vuelta del Río kam die Familie Fermín, die sich gerade einer neuerliche Räumung widersetzt und diese verhindert hat. Von der Station Leleque [kamen] die Familien, die sich organisiert haben, um die Ausweisung durch Benetton und den Staat Chubut zu verhindern. Es kamen auch Leute von der Gemeinschaft Prane, wo der Widerstand bereits seit vier Generationen andauert; aus Bariloche, wo die Jugendlichen begonnen haben sich zu organisieren und ihre Identität wiederzugewinnen; vom Lago (See) Puelo, wo sie einem Versuch der Entwurzelung von seiten der Stadtverwaltung von El Bolsón Widerstand leisten.
Es gab sogar jemand, der ganz Patagonien durchquert hatte, um herzukommen.
"Sie haben sich nicht mit einem von uns angelegt, sie haben sich mit allen Mapuche angelegt?, erklärte Mauro Millán, Werken (Sprecher) der Organisation 11. Oktober. "Wir machen schwierige Momente durch", sagte er, ?und der Kampf der Mapuche ist sehr bedeutend; wir hinterlassen eine Spur für die nächsten Generationen. Der Kampf ist sehr schwierig, aber wir sind dabei uns zu emanzipieren [estamos emergiendo], so wie die Pflanzen und Bäume austreiben, die Berge sich mit Pflanzenwuchs bedecken, denn noch immer gibt es in unserer Erde (Mapu) Nehuen* (Kraft)."
Mapuche bedeutet "Menschen der Erde"; sie gehen respektvoll mit ihr um; die Zeremonie, die wir heute erleben, dient dazu, mit den Kräften der Natur in Verbindung zu treten, um zu bitten, aber auch um zu danken und zu geloben.
"Morgen", sagte Atilio Curiñanco, "kommt die Stunde des großen Streits mit den Benetton. Ich fühle mich stark. Ihr Denken, das Sie heute hierhergeführt hat, ist auf den Sieg gerichtet. Und irgendwie ist das schon ein Sieg, daß Benetton klarwurde, daß es nicht so leicht ist, mich zu hetzen. Mir hat Benetton kein Papier vorzeigen können, worauf steht, daß sie die Besitzerin ist, das Land ist noch nicht einmal vermessen.... Sie hat es dem ganzen Mapuche-Volk an Respekt vermissen lassen. Sie respektieren gar nichts.... Ich fürchte mich vor nichts, auch nicht davor, im letzten Winkel des Kerkers zu sein. Ich habe großen Glauben an Futa Chao (Gott), an alle Nehuen (Kräfte) und an die Geister unserer Vorfahren."
Die Reden endeten damit, daß die Ältesten Atilio und Rosa Kraft spendeten; diese empfingen den Segen der Alten mit großer Ergriffenheit.
Morgen, vielleicht bevor die Sonne aufgeht, mit der heute die Zeremonie endete, werden beide vor ein Gericht treten, das wenig mit ihren Traditionen und ihren Werten zu tun hat.
Dort werden sie ein weiteres Mal ihre Wahrheit vorbringen, eine, die viele nicht hören wollen.
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* Andernorts oft als "Newen"; die Transkription der Mapuche-Worte ins Spanische wird oft unterschiedlich wiedergegeben.
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Ergänzungen
Link zum 2. Artikel
vorläufiges Urteil
Die Anklagen der Benetton-Company wurden vollständig zurückgewiesen.
Jetzt muss das Gericht darüber entscheiden, wer der Besitzer der 500ha Land ist.
In einem 12-stündigen Prozess wurde dann gestern am sehr späten Abend der Prozess geschlossen, da die Staatsanwaltschaft der Familie Curiñanco keine Rechtswidrigkeiten vorzuwerfen hatte und somit das Gericht sich ausserstande sah, angesichts fehlender Anklagepunkte ein Urteil zu fällen.
Dieses Urteil, welches von der Familie und Unterstützern mit Tränen in den Augen und Umarmungen aufgenommen und in einem traditionellen improvisierten Tanz gefeiert wurde, entscheidet jedoch nicht, wem das Land nun letzendlich gehört.
Doch in dem Prozess wurde die Rolle der Firma Benetton, sowie ihre Legitimation für die 900.000 ha Land in Patagonien zur Sprache gebracht und hinterfragt.
Über die 500 ha Land nördlich der Estancia Leleque (Chubut) wird das Gericht am Montag weiterverhandeln, ein Urteil wird für den späten Abend erwartet.
weiterführende Infos:
wer nicht des spanischen mächtig ist: links gibts n button
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weiteres urteil
Am Montag hat Richter Jorge Eyo mit den einfachen Worten "Das Land gehört Benetton" sein Urteil gefällt. Wenige Worte, welche das Publikum mit einer verwirrenden Stille aufnahm, einer Stille, welche die Schreie des Streites erstickte. Eine Stille, welche (mantuvieron?) die Representanten der Benetton-company, welche sich aus dem Saal zurückzogen ohne Statements zu geben, vor hunderten von Augen, die sie verdammen.
Eine Stille in welcher Atilio und Rosa erschöpft waren, welche ohne Wörter seit Jahrhunderten sagt, dass ihnen nie Gerechtigkeit wiederfahren ist, dass Grossgrundbesitzer und Staat für das Gleiche (rumbear?) handeln, dass der Kampf nach wie vor nicht beendet ist, dass die Geister ihrer Vorfahren (schon) alles wussten, was ihnen wiederfuhr und dass sie fortfahren werden, sie zu begleiten auf ihrem Weg. (die Geister der Vorfahren werden die Mapuche von heute in ihrem Kampf weiter begleiten. Anm. d. Ü.)
In den folgenden Tagen werden die Mapuche in die nächsten Instanzen ziehen, um ihren Kampf fortzusetzen. Sicher ist, dass er noch nicht vorbei ist. Patagonien ist wieder aufs neue dem Grossgrundbesitz verdammt und die Gemeinschaft Rural hebt ihre Tassen um die Fortsetzung des Rechtsstaates / rechten Staates zu feiern.
Orig. von
Las tierras son para Benetton, en esas pocas palabras se resume el fallo del juez Jorge Eyo. Pocas palabras que el público recibió con un silencio perturbador, un silencio que ahogaba los gritos de bronca. Un silencio que mantuvieron los representantes de la compañía Benetton, que se retiraron de la sala sin hacer declaraciones, ante centenares de ojos que los condenaban.
Un silencio que fue roto por Atilio y Rosa que con palabras nacidas hace siglos dijeron que nunca habrá justicia para ellos, que el latifundio y el Estado rumbean para el mismo lado, que la lucha no había terminado, que los espíritus de sus antepasados sabían todo lo que allí había sucedido y que los seguirían acompañando en su camino.
En los próximos días los mapuche definirán las instancias a seguir en su lucha. Seguro es que no terminó. La Patagonia ha sido condenada nuevamente al latifundio, y la Sociedad Rural alza sus copas para celebrar la continuidad de su estado de derecho.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Que se vayan todos — tod@s