BuchRezension: Philosophie der ökolog. Krise
Dass ökologische Katastrophen auf die Menschheit zukommen, ist sicher - trotz aller kollektiven Anstrengungen, dies zu verdrängen. Wie ist es dazu gekommen, dass der Mensch seinen Planeten in einer Weise gefährden konnte, wie wir es heute erleben? Und hat in Anbetracht dieser Situation die Idee des Fortschritts noch einen Sinn? Vittorio Hösle gibt in fünf Vorträgen, die er 1990 vor der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Moskau gehalten hat, Antworten auf diese Fragen, indem er die Fehlentwicklungen nennt, die in die Krise führe, und zu einem radikalen Umdenken aufruft.
Mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen allein ist die ökologische Krise nicht zu bewältigen. Es ist ein Werte- und Kategorienwandel erforderlich, in dessen Zentrum der Naturbegriff stehen muß: Das Verhältnis von Mensch und Natur muss anders bestimmt werden als in einem großen Teil der neuzeitlichen Wissenschaft. Ziel ist eine Naturphilosophie, welche die Autonomie der Vernunft mit der eigenständigen Würde der N atur verbindet. Es genügt nicht, wenn sich die Philosophie darauf beschränkt, die metaphysische Dimension der ökologischen Krise zu konstatieren. Gangbare Wege aus der Gefahr müssen gesucht werden. Vittorio Hösle zieht aus der ökologischen Krise ethische, ökonomische und politische Konsequenzen und beschreibt konkrete Maßnahmen zur Einrichtung einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft.
Autorenportrait
Vittorio Hösle, geb. 1960, ist Professor für Philosophie an der Universität Notre Dame, USA. Zuletzt von ihm erschienen: Die Krise der Gegenwart und die Verantwortung der Philosophie (1997), Moral und Politik (1997), Philosophie der ökologischen Krise (1994), Die Philosophie und die Wissenschaften (1999), Philosophiegeschichte und objektiver Idealismus (1996), Praktische Philosophie in der modernen Welt (1995), zusammen mit Nora K. Das Cafe der toten Philosophen (1997/1998).
Erhältlich u.a. bei amazon.de
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406340245/028-1997981-9854159
Autorenportrait
Vittorio Hösle, geb. 1960, ist Professor für Philosophie an der Universität Notre Dame, USA. Zuletzt von ihm erschienen: Die Krise der Gegenwart und die Verantwortung der Philosophie (1997), Moral und Politik (1997), Philosophie der ökologischen Krise (1994), Die Philosophie und die Wissenschaften (1999), Philosophiegeschichte und objektiver Idealismus (1996), Praktische Philosophie in der modernen Welt (1995), zusammen mit Nora K. Das Cafe der toten Philosophen (1997/1998).
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Ergänzungen
Cafe der toten Philosophen
Und tatsächlich - der Mann ist zwar kein "Philosoph" aber wenigstens Philosophie-"Professor" und hat dazu noch den poetischen Namen:
"Vittorio Hösle"!
Wenn das kein Grund ist um Philosoph zu werden!
Gespräch mit Vittorio Hösle
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Wertester
Diese Labornatur in ihrer geometrischen Planung, die daraus resultierenden Planungsunfälle bei zukünftiger Planungsunsicherheit,
meinen sie doch sicher nicht.
Ich hoffe sie suchen ihre Wurzeln nicht bei Rousseau -
die schönen Wilden sind fast alle in den assozialen Kämpfen der letzten
Jahrhunderte ausgerottet worden.
Die Versuche sie zurückzuzüchten um wissenschaftliche Neugier rückwärts
zu befriedigen fiele eigendlich unter die Formel des Neonaturellen.
Wie verbindet man Reste von Natur mit der dominanten Neonatur in permanenter Neukreation?
Und wie bewertet man sie - außer an der Börse?