Mein Resümee zum 1. Mai
Schlecht war der diesjährige 1. Mai für die Linke in Deutschland nicht.
Mein pesönliches Resümee zum 1. Mai:
1. Die Demonstrationen und Veranstaltungen des DGB waren gut besucht. Diese Veranstaltungen haben Traditionscharakter für die Generation der 50-jährigen Altlinken und älter. Auf den DGB-Kundgebungen kommt es wenig auf den Inhalt der Reden an. Wer nicht zuhören muss, hört auch nicht zu. Man sieht sich und sieht, dass man älter wird und politisch nichts erreicht hat. Man diskutiert ein bisschen. Der politische Nutzen des Ganzen ist nicht hoch. Schaden tuts aber nicht.
2. Eine beträchtliche Zahl von Jüngeren begreift den 1. Mai als spielerische Machtprobe mit der Staatsmacht oder mit rechten Berufsdemonstranten. Auch hier ist der politische Nutzen des Ganzen nicht hoch, der Schaden aber auch nicht. Wer nicht mitmachen will, macht halt nicht mit.
Ich denke zu Machtproben mit der Staatsmacht, braucht man immer höhere Promillezahlen, um da mitzumachen, denn die Staatsmacht ist zu dem Zeitpunkt vorbereitet und hochorganisiert. Viel lässt sich da nicht reißen.
3. Neu ist, dass in vielen Orten jüngere Linke entweder eigene Demonstrationen organisierten oder wenigsten eigene Kundgebungen am Rande der DGB-Veranstaltungen, ein Beispiel für mehrere aus Münster:
?Nachdem mensch sich 2003 eine unsägliche DGB Veranstaltung zum 1.Mai antuen musste, beschloß ein unabhängiges Bündnis dieses Jahr eine eigene, linke, unabhängige Demo durchzuführen. Und die war gar nicht schlecht. Trotz der relativ kurzen Vorlaufzeit, kamen statt der erwarteten 100 Menschen etwa 250 Leute ...?
4. Sinnvoll und erfreulich sind auch alle Aktionen (mit oder ohne angemeldete Demonstration) , die die politische Aufmerksamkeit am 1. Mai für gezielte Aktionen zur Unterstützung aktueller Kämpfe nutzen: Gegen Atomtransporte, Gegen die Armutsverwaltung in Arbeits- und Sozialämter, für Hausbesetzungen etc. Solche Aktionen gab es in verschiedenen Städten. Solche politischen Aktionen sind auch mit wenigen Kräften machbar.
5. Alles in Allem: Lasst hundert Blumen blühen! Das Blumenbeet enthält die ganze Schönheit, nicht eine einzelne Blume.
Gruß Wal
1. Die Demonstrationen und Veranstaltungen des DGB waren gut besucht. Diese Veranstaltungen haben Traditionscharakter für die Generation der 50-jährigen Altlinken und älter. Auf den DGB-Kundgebungen kommt es wenig auf den Inhalt der Reden an. Wer nicht zuhören muss, hört auch nicht zu. Man sieht sich und sieht, dass man älter wird und politisch nichts erreicht hat. Man diskutiert ein bisschen. Der politische Nutzen des Ganzen ist nicht hoch. Schaden tuts aber nicht.
2. Eine beträchtliche Zahl von Jüngeren begreift den 1. Mai als spielerische Machtprobe mit der Staatsmacht oder mit rechten Berufsdemonstranten. Auch hier ist der politische Nutzen des Ganzen nicht hoch, der Schaden aber auch nicht. Wer nicht mitmachen will, macht halt nicht mit.
Ich denke zu Machtproben mit der Staatsmacht, braucht man immer höhere Promillezahlen, um da mitzumachen, denn die Staatsmacht ist zu dem Zeitpunkt vorbereitet und hochorganisiert. Viel lässt sich da nicht reißen.
3. Neu ist, dass in vielen Orten jüngere Linke entweder eigene Demonstrationen organisierten oder wenigsten eigene Kundgebungen am Rande der DGB-Veranstaltungen, ein Beispiel für mehrere aus Münster:
?Nachdem mensch sich 2003 eine unsägliche DGB Veranstaltung zum 1.Mai antuen musste, beschloß ein unabhängiges Bündnis dieses Jahr eine eigene, linke, unabhängige Demo durchzuführen. Und die war gar nicht schlecht. Trotz der relativ kurzen Vorlaufzeit, kamen statt der erwarteten 100 Menschen etwa 250 Leute ...?
4. Sinnvoll und erfreulich sind auch alle Aktionen (mit oder ohne angemeldete Demonstration) , die die politische Aufmerksamkeit am 1. Mai für gezielte Aktionen zur Unterstützung aktueller Kämpfe nutzen: Gegen Atomtransporte, Gegen die Armutsverwaltung in Arbeits- und Sozialämter, für Hausbesetzungen etc. Solche Aktionen gab es in verschiedenen Städten. Solche politischen Aktionen sind auch mit wenigen Kräften machbar.
5. Alles in Allem: Lasst hundert Blumen blühen! Das Blumenbeet enthält die ganze Schönheit, nicht eine einzelne Blume.
Gruß Wal
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Ergänzungen
zu punkt 2 muss ich sagen
die bullen waren zwar agressiv aber auch ziemlich verplant, es war möglich ne menge zu machen, und bis auf wenige, kam man auch gut weg!
denn es wurde entschlossen den faschos und bullen etwas entgegen gesetzt!
beispiel:
frankfurter allee (berlin, npd-aufmarsch): beim ruckzug vor den bullen und dem barribau, kamen von der rechten seite plötzlich 4 bullenpferde + reiter. im normalfall schreckt die masse davor zurück, doch diese wurden innerhalb von 10sekunden entschlossen vertrieben, mit pyros und steinen, denn zu diesem zeitpunkt, gehörte die strasse uns!
ich hoffe, "die linke" bleibt weiter im aufwind! (beispiele: hamburg(faschoaufmärsche); gladenbach(jeder weiß bescheid*g*); mai-steine und, und, und)
Missverständis bei Promille
sich Nazis entgegenstellen, dafür braucht es keine Promille. So ist mein Punkt zwei nicht gemeint und so isses auch nicht gesagt.
Gruß Wal