News zum Naziaufmarsch in Berlin

Bündnis gegen den Naziaufmarsch in Berlin 28.04.2004 15:36 Themen: Antifa
Die Route für den Naziaufmarsch am 1. Mai steht fest und der Friedrichshainer/Lichtenberger Kiez bereitet sich gebührlich darauf vor. Nazis bringen gefälschte Flugblätter in Umlauf um Verwirrung zu stiften und die Vorbereitungen des Bündnisses aus antifaschistischen und antirassistischen Gruppen gegen den Aufmarsch von NPD und Freien Kameradschaften läuft auf Hochtouren..
Die derzeitige Route des Aufmarschs von NPD und Freien Kameradschaften führt vom Bahnhof Lichenberg durch Berlin-Friedrichshain zurück noch Lichtenberg.

Genaue Route: Treffpunkt 11 Uhr Bahnhof Lichtenberg > Frankfurter Allee > Petersburger Str. > Landsberger Allee > Weißenseer Weg > Möllendorfstr. > Frankfurter Allee zurück zum Bhf. Lichtenberg

Die Nazis werden von einem Wanderkessel der Bullen begleitet.

Quelle:  http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/336061.html


Unsere Taktik

Da es in Vergangenheit nicht möglich war durch vereinzelte dezentrale Aktionen Naziaufmärsche dieser Größenordnung zu verhindern, haben wir uns dieses Jahr für eine große Gegendemo in unmittelbare Nähe zum Naziaufmarsch entschieden, um unseren Protest öffentlich zu zeigen. Dennoch finden wir dezentrale Aktionen an der Route für unbedingt notwendig und richtig.

10.30 Uhr // AntifaDemo // Strausberger Platz in Richtung Lichtenberg
Infotelefone: 0173 1070626 // 030 40056999 // 030 27560756


Wer wider erwarten doch durch die Polizeisperren kommt, kann sich an folgenden Punkten in Lichtenberg aufhalten.

1. Ab 10:00 Uhr ist das Dienstgebäude in der Frankfurter Allee 187 (U-Bahnhof Magdalenenstraße) geöffnet. Hier informiert die Ausstellung "Motiv Rechts" über rechtsextremistische Umtriebe im Bezirk. Weiterhin gibt es Live-Musik.

2. Ebenfalls ab 10:00 Uhr wird die Ausstellung "Neofaschismus in der Bundesrepublik Deutschland" der VVN-BdA im Rathaus Lichtenberg (Möllendorffstraße / Normannenstraße) gezeigt.

3. Die PDS hat am Bahnhof Lichtenberg, Ausgang Weitlingstraße im Rahmen ihres Europa-Wahlkampfes einen Stand ab 10:00 Uhr angemeldet.

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Stadtpläne, Kopiervorlagen für Flyer, Pennplätze, Tips und Trix gegen Repression usw. unter  http://www.mai-berlin.de.vu

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27.04.04 Nazis bringen falsches Flugblatt im Umlauf, um Anitfaproteste zu verhindern. Darin fordert der "Polizeipräsident von Berlin" vermeintlich dazu auf, sich an der friedlichen Nazidemo zu beteiligen und sich von Gegenprotesten fernzuhalten.

Quellen:
 http://www.berlin.de/polizei/Presse/archiv/20033/index.html
 http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story674789.html

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weitere Postings zum Naziaufmarsch am 1. Mai

Berlin: Naziaufmarsch am 1. Mai 2004
 http://de.indymedia.org/2004/04/81476.shtml
Nazis marschieren durch Friedrichshain
 http://de.indymedia.org/2004/04/81437.shtml
Naziroute am 1. Mai in Berlin
 http://de.indymedia.org/2004/04/80888.shtml
Nazismussweg- Kein Naziaufmarsch am 1.Mai
 http://de.indymedia.org/2004/04/80828.shtml
Berlin: Naziaufmarsch blockieren!
 http://de.indymedia.org/2004/04/79521.shtml
Polizei verheimlicht Anschlag auf Harakiri
 http://de.indymedia.org//2004/04/80101.shtml
Erster Mai: Naziaufmarsch kippen!
 http://de.indymedia.org//2004/03/78111.shtml
1. Mai Berlin: Naziaufmarsch kippen!
 http://de.indymedia.org//2004/03/76062.shtml
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Ergänzungen

8 uhr blockaden!

barrikadenbauerin 28.04.2004 - 16:27
kommt um 8 uhr geschlossen auf die naziroute! sucht euch mitblockierer und material aus!

geht am besten schon vor 8 uhr! die polizei will extrem kontrollieren! zieht euch dezent an!

viel glück allen beteiligten teams, combos & kleingruppen!

Achtung!

Gottvater 28.04.2004 - 16:52
Um noch mal darauf hinzuweisen: Dies könnte der größte Naziaufmarsch der letzten Jahre überhaupt werden (was zwar nicht viel heißen will), da sich erstmals die meisten unabhängigen "Kameradschaften" dieser NPD-Demo anschließen. Das ist eine neue Qualität. Umso wichtiger ist es denen zu zeigen, wer in Berlin das sagen hat.
Erstmals wird es auch einen "schwarzen Block" in der Nazi-Demo geben. In diesem Zusammenhang interessant, Zitat aus einem Nazi-Forum:
"AusländerRaus
Senior Member
Joined: 22 Feb 2004

Posted: Mon Apr 26, 2004 11:35 am Post subject:
...
Vielleicht kann man ja auch eine nachfolgende kreuzberg division aufstellen, Nachts sind die da ja alle am randalieren und vor 2 jahren war es nur zu geil sich als Linker verkleidet unter das Volk zu mischen und in den linken Reihen sich einzelne rauszuschnappen etc. und gegen Bullen mache ich eh gerne mit."
Also: Nicht jeder Hooligan, der wie ein Linker aussieht, ist auch einer.

Ruhig bleiben

kostenlos Tipps vom Fachmann 28.04.2004 - 20:04
Indymedia eignet sich natürlich nur begrenzt zur Koordination von einzelnen Aktionen. Es wird am 1. Mai nicht möglich sein alle Nazis von Randalen unter "linker" Fahne abzuhalten. Im letzten Jahr war ich das erste Mal da und es war so ein bunter Haufen an Antifaschisten, Punks, bürgerlichen Jugendlichen, Gewaltgeilen, Hooligans, Abenteuertouristen und Normalos, dass es äußerst schwer gewesen wäre gemeinsam gegen einen Greiftrupp der Polizei zu wehren. Ich hoffe, dass die Antwort auf diese Entwicklung über die letzten Jahre nicht sein wird, dass Leute, die rechts oder wie vermeintliche Zivilbullen aussehen, angegriffen werden und das Mißtrauen untereinander noch weiter wächst. Es mag zwar in einer großen Gruppe schwerer sein durch eine Polizeiabsperrung zu kommen, aber viel wichtiger ist, dass es die Bullen viel schwerer haben werden einzelne rauszuziehen. Also, bitte nicht von Postings bei indy irritieren lassen, sondern selbst denken. Was für die Strasse gilt, gilt auch hier im Forum: Auch Nazis und Zivis mischen fleißig mit, um Verwirrung zu stiften. Thinking before action!

Kritik an der weitverbreiteten Ignoranz

egal 29.04.2004 - 04:00
da ja weder bei der Veranstaltung der Hummel Antifa
 http://www.hummel-antifa.de.vu/

"Volksgemeinschaft und Gloablisierungswahn"
Veranstaltung zum 1. Mai 2004
 http://maiwoche.piranho.com/texte/230404.htm

sonderlich viele Menschen anwesend waren, wie auch

gestern im Baobab beim Vortrag
"Bunt und Braun? Ideologien und Propaganda der Neonazis von heute"
 http://www.apabiz.de/bildung/RefKat/r4.htm

läßt das nicht gerade auf zukünftigen kritischen Tiefgang antifaschistischer Proteste hoffen.

Außer dem üblichen "Nazis raus" Gegröhle und der Fixierung auf Glatzen, werden wieder viele der Neo Nazis unbehelligt herumlaufen können, da sie normal bzw häufig sogar "alternativ" gestylt sind.
Die Chance sich führende Nazikader aus der Nähe anzusehen, zum Beispiel beim seit 6.2.2004 stattfindenden Prozess gegen Mahler, Oberlercher, Meenen
 http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=Mahler%2C+Oberlercher%2C+Meenen&meta=
haben leider nur sehr wenig Linke wargenommen.
Der von Horst Mahler als antisemitische Endlos Vorlesung umfunktionierte Prozess www.deutsches-kolleg.org/hm/prozess.html
läßt sich auf seiner Homepage nachlesen.
Um die Nazi Kader und Mitläufer genauer kennen zu lernen, dafür müßte mensch sich zum Prozeß begeben. Was anscheinend kaum jemand für nötig hält.
Neo Nazi Prozeße und Aktivitäten
 http://de.indymedia.org/2004/03/78448.shtml

Hier ein paar Fotos von Nazis bei den Großdemos vom 3.4.
deren Anwesenheit ja viele aus der indy-Gemeinde nicht wahrhaben wollten

Stuttgart:
www.freier-widerstand.net/texte/2004/02/20040405080717.shtml
www.freier-widerstand.net/demos/2004-04-03-Stuttgart/01.jpg
www.freier-widerstand.net/demos/2004-04-03-Stuttgart/02.jpg
www.freier-widerstand.net/demos/2004-04-03-Stuttgart/03.jpg

 http://de.indymedia.org/2004/04/79372.shtml

Neo Nazis in Berlin am 3.4.
 http://www.krasse-zeiten.de/foto/demo0304/images/demo014.jpg

als Zugabe noch Fotos vom 1.Mai 2003
 http://www.krasse-zeiten.de/foto.php?dir=mai2003

Stand in der BZ

Alles 29.04.2004 - 15:45
(Berliner Zeitung, Sabine Deckwerth) Der Termin scheint nicht zufällig gewählt. Gestern, drei Tage vor dem 1. Mai und den befürchteten Krawallen, stand ein 19-Jähriger wegen schweren Landfriedensbruchs und Widerstands gegen Polizeibeamte vor einem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Tiergarten. Er hat am 1. Mai 2003 mit Steinen und Flaschen geworfen. Christian K. könnte man als Krawalltouristen bezeichnen. Er wohnt in Eberswalde, hat keinen Job und rechnete sich damals noch der Punk-Szene zu. Verwahrlostes Äußeres, strähnige bunte Haare, ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Deutschland verrecke" - so fuhr er mit Freunden nach Berlin "um dabei zu sein", wie er sagte.

196 Festnahmen

Getrunken hatten sie schon im Zug, Bier und Apfelkorn, dann in Kreuzberg auf einer Wiese rumgelümmelt und abends randaliert. 196 junge Leute hatte die Polizei bei den Krawallen 2003 festgenommen, 56 landeten in Untersuchungshaft. Christian K. wurde nicht erwischt und konnte unbehelligt am nächsten Tag seinen Rausch ausschlafen. Aber Polizisten hatten den Steinewerfer mit einer Videokamera gefilmt, sein Foto landete ebenso wie das von 29 anderen Randalierern auf einem Fahndungsplakat unter der Überschrift "Die Polizei bittet um Mithilfe - 500 Euro Belohnung". Diese Belohnung hat sich ein befreundeter Punk verdient. Seit März saß Christian K. deshalb in Untersuchungshaft. Insgesamt konnten von den 30 Unbekannten 14 identifiziert werden. Von Mitschülern, Nachbarn oder Polizisten in anderen Bundesländern, die die Plakate zugeschickt bekamen. In einem Fall zeigte ein Onkel den Neffen an und freute sich über die Belohnung.

Inzwischen ist offenbar auch Christian K. klar geworden, dass einiges auf dem Spiel steht. Vor Gericht war er wortkarg und kaum wiederzuerkennen, seine Haare sind kurz und gepflegt. Vielleicht haben sich andere Urteile herumgesprochen. Das Gros der Prozesse ist erledigt. Wie viele es genau gab, kann die Staatsanwaltschaft nicht sagen. "Wir führen darüber keine Statistik", erklärte Sprecher Michael Grunwald. Nachsicht mit Krawall-Tätern zeigte jedenfalls kaum ein Richter - und wenn, dann wurde sein Urteil aufgehoben.

Ein 22-jähriger Fleischerlehrling etwa, der einen Pflasterstein auf einen Polizisten warf, wurde zunächst zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten verurteilt. Dann verhandelte das Landgericht in zweiter Instanz und ließ den Mann noch im Gerichtssaal verhaften. Zwei Jahre ohne Bewährung lautete das Urteil. Ein 26-Jähriger musste für drei Jahre ins Gefängnis. Christian K. wiederum erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten. Das ist nicht wenig dafür, dass er zwar geworfen, aber niemanden getroffen hat. Außerdem muss er sich am 30. April und 1. Mai 2004 und 2005 zweimal pro Tag auf dem Eberswalder Polizeirevier melden - so dass keine Zeit mehr für Ausfahrten nach Berlin bleibt.

Das Signal ist deutlich: "Wer mit Steinen oder Flaschen wirft, muss sich darüber im Klaren sein, dass das keine Lappalien sind, sondern schwere Straftaten", sagte Justizsprecher Michael Grunwald.

Quelle: Berliner Zeitung

reclaim the streets

rosi 29.04.2004 - 18:58

LesbiSchwulTransVerqueere RECLAIM THE STREETS

Da die Nasen vor haben, am ersten Mai, Friedrichshain zu entehren, werden
wir uns dem Spuk ,mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln entgegen
stellen.

WEITERSAGEN***SCHMINKEN***BLOCKIEREN

mach´s mit, mach´s nach, mach´s besser

samstag,1.mai, 11:00 uhr, Frankfurter Allee/ecke Proskauer strasse

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Re: ACHTUNG !!! — xyz