Ende des Sektenkriegs?
Fast zwei Jahre nachdem mit indymediazensur.tk erstmals der Konflikt zwischen den damals "neuesten emanzipatorischen Bewegung" und den Anti-Imperialisten der ganz alten Schule auf dem Rücken eines zu dieser Zeit noch recht jungen Medienprojekts voll entbrannt war, herrscht im Frühjahr 2004 noch immer Sektenkrieg im Openposting und den Kommentarspalten.
Weitestgehend unbeeindruckt von Fakten und der politischen Entwicklung läßt jeweils eine Handvoll unverzagter Dogmaten auf jeder Seite kaum eine Chance aus, Meldungen der Gegenseite mit Duzenden erbitterter Kommentaren zu brandmarken und belästigen die LeserInnen mit dem regelmäßig wiederholten Einkopieren der jeweils drei bis vier gerade aktuellen Aufrufen und Positionspapieren.
Weitestgehend unbeeindruckt von Fakten und der politischen Entwicklung läßt jeweils eine Handvoll unverzagter Dogmaten auf jeder Seite kaum eine Chance aus, Meldungen der Gegenseite mit Duzenden erbitterter Kommentaren zu brandmarken und belästigen die LeserInnen mit dem regelmäßig wiederholten Einkopieren der jeweils drei bis vier gerade aktuellen Aufrufen und Positionspapieren.
Die ModeratorInnen von Indymedia haben mit ihrer Stellungname damals schon relativ weitsichtig versucht von dieser innerdeutschen Szene-Pseudodebatte so viel Abstand wie möglich zu gewinnen. Nichtsdestotrotz werden sie auch heute noch von beiden Seiten in den Ergänzungen unter den Artikeln kräftig beschimpft und mit Unterstellungen versehen. Dabei sind sie gleichzeitig "willige Vollstrecker des deutschen Volkskollektivs" und "dreckige Handlanger der imperialistischen Völkermöder".
Beide Seiten werfen den ModeratorInnen explizit vor, pateiisch zugunsten der Gegenseite zu sein, ohne auch nur ein mal (zumindest ironisch) auf die absurdität dieses Doppelvorwurfs einzugehen. Naja, über sich selbst lachen war noch nie das Ding deutscher Linker.
An der verbohrten Weltsicht alternder AntiimperialistInnen wird sich wohl nicht mehr viel ändern. Auf dieser Seite ist man sich für kein Klischee zu schade. Das geht soweit, dass immer wieder in Kommentaren auf indymedia und anderswo angedeutet wird, der Mossad bezahle die indymedia-ModeratorInnen dafür, die gelegentlich geposteten Sharon/Hitler- oder Israel/NS-Vergleiche nicht unzensiert auf der Seite stehen zu lassen.
Auf der antideutschen Gegenseite scheint die sophistischen Dogmaten immer weniger LeserInnen mit ihren Provokationen überzeugen - oder wenigstens noch unterhalten - zu können. Zwar versucht man diesen Verlust an Bedeutung durch ein Mehr an plakativen Banalität (Hitler = Bin Laden | original / bahamas) auszugleichen. Aber einmal als reine Provokation enttarnt verlieren auch Reizthemen ihre Zugkraft.
Zwar machen sich immer wieder ein paar Spätbekehrte die eher simpleren, dafür aber umso griffigeren Bilder und Slogans aus dem bahamas Universums zueigen, um damit in ihrer lokalen Sub-Szene für ein bischen Wirbel zu sorgen. Aber über ein paar "Bomber Harris"-Reime geht das kaum hinaus.
Ach wenn es sicher nach wie vor supernervig ist, die immergleichen Kommentare und Provo-Crosspostings moderieren zu müssen,auch wenn die "zerstörende Kritik" an der "deutschen Linken" für viele gescheiterte DogmatikerInnen bequeme Exit- und Abgrenzungsstrategie gegen die eigenen verworfenen Utopieansätze bleibt,im Vergleich zu den Auseinandersetzungen der letzten 2 Jahre, wird die Situation im Moment immer erträglicher.
Verschwunden sind die pauschalen Antisemitismus-Vorwürfe gegen alles was in Deutschland ist und sich für "links" hält. Weitestgehend vorbei die relativenden NS-Vergleiche und auch die unappetitleiche Opfer-Parallele der "antisemitischen Progromstimmung gegen Antideutsche" wird auf indymedia zumindest nicht mehr bemüht.
Die Strategie der bahamas-redaktion mit Zuspitzung, platter Provokation und bedingungslosem Dogmatismus für Wirbel zu sorgen hat sich totgelaufen. Die permanent notwendig Erhöhung der Dosis (= Verschärfung der Provokationen) hat ein Niveau erreicht, das die AkteurInnen in ihrer Extrempositon isoliert. Einzig verbleibende Reaktion ist, noch enger Zusammenrücken, eine weitere Zuspitzung und der fortgesetzte Abschied aus der politischen Realität.
Die einstige Speerspitze der Bewegung verliert damit aber auch ihr Potential, weil sie einfach in der Realität (auch von ehemals engen Verbündeten) immer weniger ernstgenommen wird.Ein relativ überschaubarer Abriss dieser Entwicklung finder sich im 2. Teil einer Antwort der berliner Gruppe "Antideutsche Kommunisten Berlin" auf eine Kritik aus der bahamas-redaktion. ( II. Allgemeines zum antideutschen Kopf )
Hier wird auch auf die Rolle von Wolfgang Pohrt eingegangen, der gerade in einem neuen Buch viele Thesen, die Kernaussagen der antideutschen Weltsicht geworden sind, mit dem lapidaren Wort: "Irrtum. . . " revidiert hat.
Wie aber ist Pohrt "Vordenker der Antideutschen" geworden, wie es oft heißt? Pohrt antwortet: Neben einer natürlichen "Affinität zur Programmatik", die einige Texte von früher besäßen, seien es schlichtweg Fehler gewesen: "Ich jedenfalls habe damals 1989ff. in den Kategorien von 1933 interpretiert ? ich hatte keine anderen. Damals war es ein Irrtum, heute ist daraus Ideologie geworden."
aus:Ist doch alles supergut: Wolfgang Pohrt revidiert alte Thesen
Immer mehr politisch aktive Gruppen, die vor 2 Jahren noch zusammen mit der bahamas in das "alles Antisemiten"-Horn geblasen haben, setzten sich kritisch mit dem "Antideutschentum nach bahamas-Strickmuster" auseinander und formulieren eigene Positionen, die eine konstruktive destruktive politische Arbeit gegen Deutschlandwahn, Antisemitismus und autoritäre Strukturen wieder möglich machen.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang der klare Trennstrich, den zB die linksradikale Frankfurter Hochschulgruppe sinistra gezogen hat.feature: bahamas | dialektik des abschieds
Mittelfristig werden durch diese Entwicklung wohl Worte wie antideutsch, antinational oder israelsolidarisch ihren Charakter als Kampfbegriffe innerlinke Dogmaten verlieren. Sie werden dann wieder für die emanzipatorischen Inhalte stehen, die auch heute schon viele Gruppen unter diesem Label vorantreiben.
Erfreulicherweise werden dann auch deutsche Mainstream-Linke nicht mehr jegliche Kritik an ihren Thesen und Aktionen mit einem panischen "Du bist wohl antideutsch? Oder was ist Dein Problem?" abbügeln können, wie es heute leider einige tun.
Aber, anders als viele glauben, sind deutsche Linke sowieso viel offener für konstruktive Kritik und Anregungen. Solange sie nicht unter der Prämisse daherkommt, "dass die Linke als prinzipiell unreformierbar erkannt wurde und daher destruiert werden sollte."
Beide Seiten werfen den ModeratorInnen explizit vor, pateiisch zugunsten der Gegenseite zu sein, ohne auch nur ein mal (zumindest ironisch) auf die absurdität dieses Doppelvorwurfs einzugehen. Naja, über sich selbst lachen war noch nie das Ding deutscher Linker.
An der verbohrten Weltsicht alternder AntiimperialistInnen wird sich wohl nicht mehr viel ändern. Auf dieser Seite ist man sich für kein Klischee zu schade. Das geht soweit, dass immer wieder in Kommentaren auf indymedia und anderswo angedeutet wird, der Mossad bezahle die indymedia-ModeratorInnen dafür, die gelegentlich geposteten Sharon/Hitler- oder Israel/NS-Vergleiche nicht unzensiert auf der Seite stehen zu lassen.
Auf der antideutschen Gegenseite scheint die sophistischen Dogmaten immer weniger LeserInnen mit ihren Provokationen überzeugen - oder wenigstens noch unterhalten - zu können. Zwar versucht man diesen Verlust an Bedeutung durch ein Mehr an plakativen Banalität (Hitler = Bin Laden | original / bahamas) auszugleichen. Aber einmal als reine Provokation enttarnt verlieren auch Reizthemen ihre Zugkraft.
Zwar machen sich immer wieder ein paar Spätbekehrte die eher simpleren, dafür aber umso griffigeren Bilder und Slogans aus dem bahamas Universums zueigen, um damit in ihrer lokalen Sub-Szene für ein bischen Wirbel zu sorgen. Aber über ein paar "Bomber Harris"-Reime geht das kaum hinaus.
Ach wenn es sicher nach wie vor supernervig ist, die immergleichen Kommentare und Provo-Crosspostings moderieren zu müssen,auch wenn die "zerstörende Kritik" an der "deutschen Linken" für viele gescheiterte DogmatikerInnen bequeme Exit- und Abgrenzungsstrategie gegen die eigenen verworfenen Utopieansätze bleibt,im Vergleich zu den Auseinandersetzungen der letzten 2 Jahre, wird die Situation im Moment immer erträglicher.
Verschwunden sind die pauschalen Antisemitismus-Vorwürfe gegen alles was in Deutschland ist und sich für "links" hält. Weitestgehend vorbei die relativenden NS-Vergleiche und auch die unappetitleiche Opfer-Parallele der "antisemitischen Progromstimmung gegen Antideutsche" wird auf indymedia zumindest nicht mehr bemüht.
Die Strategie der bahamas-redaktion mit Zuspitzung, platter Provokation und bedingungslosem Dogmatismus für Wirbel zu sorgen hat sich totgelaufen. Die permanent notwendig Erhöhung der Dosis (= Verschärfung der Provokationen) hat ein Niveau erreicht, das die AkteurInnen in ihrer Extrempositon isoliert. Einzig verbleibende Reaktion ist, noch enger Zusammenrücken, eine weitere Zuspitzung und der fortgesetzte Abschied aus der politischen Realität.
Die einstige Speerspitze der Bewegung verliert damit aber auch ihr Potential, weil sie einfach in der Realität (auch von ehemals engen Verbündeten) immer weniger ernstgenommen wird.Ein relativ überschaubarer Abriss dieser Entwicklung finder sich im 2. Teil einer Antwort der berliner Gruppe "Antideutsche Kommunisten Berlin" auf eine Kritik aus der bahamas-redaktion. ( II. Allgemeines zum antideutschen Kopf )
Hier wird auch auf die Rolle von Wolfgang Pohrt eingegangen, der gerade in einem neuen Buch viele Thesen, die Kernaussagen der antideutschen Weltsicht geworden sind, mit dem lapidaren Wort: "Irrtum. . . " revidiert hat.
Wie aber ist Pohrt "Vordenker der Antideutschen" geworden, wie es oft heißt? Pohrt antwortet: Neben einer natürlichen "Affinität zur Programmatik", die einige Texte von früher besäßen, seien es schlichtweg Fehler gewesen: "Ich jedenfalls habe damals 1989ff. in den Kategorien von 1933 interpretiert ? ich hatte keine anderen. Damals war es ein Irrtum, heute ist daraus Ideologie geworden."
aus:Ist doch alles supergut: Wolfgang Pohrt revidiert alte Thesen
Immer mehr politisch aktive Gruppen, die vor 2 Jahren noch zusammen mit der bahamas in das "alles Antisemiten"-Horn geblasen haben, setzten sich kritisch mit dem "Antideutschentum nach bahamas-Strickmuster" auseinander und formulieren eigene Positionen, die eine konstruktive destruktive politische Arbeit gegen Deutschlandwahn, Antisemitismus und autoritäre Strukturen wieder möglich machen.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang der klare Trennstrich, den zB die linksradikale Frankfurter Hochschulgruppe sinistra gezogen hat.feature: bahamas | dialektik des abschieds
Mittelfristig werden durch diese Entwicklung wohl Worte wie antideutsch, antinational oder israelsolidarisch ihren Charakter als Kampfbegriffe innerlinke Dogmaten verlieren. Sie werden dann wieder für die emanzipatorischen Inhalte stehen, die auch heute schon viele Gruppen unter diesem Label vorantreiben.
Erfreulicherweise werden dann auch deutsche Mainstream-Linke nicht mehr jegliche Kritik an ihren Thesen und Aktionen mit einem panischen "Du bist wohl antideutsch? Oder was ist Dein Problem?" abbügeln können, wie es heute leider einige tun.
Aber, anders als viele glauben, sind deutsche Linke sowieso viel offener für konstruktive Kritik und Anregungen. Solange sie nicht unter der Prämisse daherkommt, "dass die Linke als prinzipiell unreformierbar erkannt wurde und daher destruiert werden sollte."
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
solange einige darauf bestehen,....
vor allem aber: solange die menschen dieses schwarz-weiß denken, dass die antideutschen, aber auch diverse andere k-gruppen und diverse anti-imp-hardliner in ihren schädeln mit sich rum tragen, solange wirst du diese diskussionen hier haben.
denn diese gruppen und sekten (egal ob jetzt antideutsche pseudokommunisten oder antiimp-verschwörungstheorethiker) benutzen indymedia nicht als übergreifendes kommunikations- oder nachrichtenplattform, sondern lediglich als weiteres propagandainstrument. und wenn indy nicht so mitmacht, wie sich das einige sekten wünschen, dann geht man eben zu den bullen bzw. zum staatsschutz und zeigt indy an, damit indy dichtgemacht wird. so in der schweiz passiert.
diese auseinandersetzung der völkisch-nationalistisch orientierten sekten mit mao-merkmalen ("die antideutschen" gibts natürlich als kollektiv genausowenig wie "die antiimps") mit den sogenannten "antiimps", die sich allerdings ebenfalls durch volks- und nationendenken kennzeichen hat so nichts, aber auch gar nichts mit einer diskussion um linke politik und linke positionen oder gar mit irgendwelchen ereignissen zu tun, von denen auf indy berichtet wird.
da gehts einzig und allein darum die eigenen interessen zu propagieren, also z.b. eine linke revolution zu verhindern und antisemitismus zu bekämpfen (bahamas-standpunkt...) oder eben den kapitalismus nach us-prägung abzuschaffen und die macht der us-regierung zu brechen, da er alleine ursache von antisemitismus und nationalismus sei (klassische antiimps...)
das problem von indy-mods ist aber nun das, das sie zwischen allen stühlen sitzen und eigentlich nur eins wollen: indy als unabhängiges und freies newsportal, über das man auch an news kommt, die nicht in den kommerziellen mainstream-medien verbreitet werden, da unliebsam.
indy ist kein diskussionsforum und keine anwerbeplattform und kein terminplaner.
so sind sie bemüht propaganda und derartiges aus den postings und kommentaren rauszuhalten, und wenn dann sowohl die antideutschen als auch die antiimps sich über eine "einseitige zensur" beklagen, dann scheint es ja ganz gut gelungen zu sein...
anmerkung
Das Problem
In Nazi-Foren streiten sich die Leute darum, wer den besten "antideutschen" oder "anti-imp" Kommentar rausgehauen hat.
Persönlich kenne ich wirklich niemanden, der sich an diesen dämlichen Diskussionen beteiligt.
Somit gehe ich davon aus, dass mindestens die Hälfte dieser destruktiven inhaltlichen "Debatte" einfach nur Provo von Nazis ist.
Nutzerinnen und Nutzer von indymedia müssen in ihren Schädel reinkriegen, dass das ein Informationsportal ist.
Ergänzung
Der Antisemitismusvorwurf schwächt vielleicht ein wenig ab, da man sich nicht immer wiederholen möchte, nur die Gewichtung der Politik verläuft immer mehr in eine rassistische Moslemfeindlichkeit, die manche leider nicht bemerken wollen.
Ein Ende dieser Auseinandersetzung wird es nicht geben.
So lange Menschen, die offen den Wunsch äußern , die deutsche Linke zu zerschlagen, die offen Linke als Lumpenpack u.A. bezeichnen, die andere Linke als Antisemiten beschimpfen, die nicht das Ende sondern die Intensivierung eines Krieges wünschen, die Menschen meinen beschimpfen zu können mit "Ihr seid alle Palästinenser" , . . .,
sich innerhalb der linken Szene bewegen, obwohl sie schon lange versprochen hatten zu gehen und von Niemandem außer sich selbst noch als pogressiv, freiheitlich (und was sie sich noch alles auf ihre Fahnen schreiben)angesehen werden, wird es kein Ende dieser Auseinandersetzung geben.
Warum auch?
Sind wir etwa nicht in der Lage mit einer Hand voll Durchgeknallter umzugehen?
Schaffen wir es etwa nicht ihre vermeintliche "Kritik" konstruktiv abzuweisen?
Ist es etwa eine neue Herausforderung nicht 'die' geschlossene Linke zu haben? Nein und das ist auch gut so...
Freiheit oder Kommunismus!
und nicht vergessen
Maos Erben
In den 80ern kehrten mit den Neuen Sozialen Bewegungen wieder emanzipatorische und basisdemokratische (bzw. grassroots-) Ansätze zurück in die politischen Subkulturen.
Maoistische Sekten schafften es durch ihre Strategien und Taktiken immer wieder zu dominieren (Trotzkisten haben übrigens eine ähnliche, aber friedlichere Strategie)... RIM und Co beispielsweise waren nur Wenige. Durch ihre Aggressivität und ihre strategisch geschickten Interventionen und Diskussionsführungen (garniert mit Gewaltexessen gegen andere Linke) liessen sie sich aber wie Viele wirken. Irgendwann in den 90ern isolierten sich die meisten Mao-Sekten zunehmend.
Aus Teilen der Mao-Szene entwickelte sich um 1989 die "antideutsche" Szene, die in 3 Wellen immer mehr Beachtung fand. Waren die Inhalte von denen der Maoisten nun verschieden, blieben die Denkstrukturen und vor allem Strategien gleich: Obwohl sie nur wenige waren, schafften sie zu dominieren. Innerkommunistische Flügelkämpfe wurden der gesamten Linken aufdominiert.
Problematisch sind bestimmte Auswüchse einiger kommunistischer Ideologien, die bei diesen innerkommunistischen Flügelkämpfen zu tage treten:
Innerhalb kommunistischer Strömungen gibt es immer wieder den Hang zu rechtsextremen Erklärungsmustern. Das ist nichts Neues (lest mal R.Rocker, E.Goldmann oder Bakunin - die beschreiben ganz gut die Auswirkungen des kommunistischen Unfehlbarkeits- und Rezeptedenken). Antisemitismus, Rassismus, Militarismus, Intoleranz, Gewaltfetisch, Sexismus usw. wurden von kommunistischen Missionaren bei Indymedia so oft propagiert und in linke Diskurse hineindominiert, daß schon von Querfront gesprochen werden kann.
Antideutsche Praxis ist im Grunde nichts anderes, als auf sich aufmerksam zu machen. Viele Antiimps sind da den Antideutschen sehr ähnlich - Grabenkampf ist das politische Hauptprogramm. Politisch aktive Gruppen haben dagegen gar keine Zeit für sowas und werden weniger wahrgenommen.
Indymedia war für antideutsche Strategen immer ein wichtiges Werkzeug gewesen. Ohne Indymedia wären die Antideutschen nie so stark geworden, wie 2002/2003, als sie mehrere Hundert Anhänger mobilisieren konnten.
Mitläufer wurden gewonnen, indem ihnen das Gefühl gegeben wurde, etwas "Besseres" zu sein, typisch maoistisches Elite-Denken halt.
Antideutsche Gruppen, die sich heute von den Hardlinern der Bahamas oder AANO abspalten, sind nachwievor elitär - nur eben mit etwas anderen, neuen Themen (sinistra hat sich beispielsweise nicht für bestimmte Aktionen (Buttersäure in linke Zentren) entschuldigt und versucht heute mit anderen Angriffen auf sich aufmerksam zu machen).
Nun noch ein Kommentar zur Wahrnehmung von Diskussionen bei Indymedia:
Unter den vielen Menschen, die die Berichte ergänzen, sind immer einige Trolls und Verrückte (zu denen ich jetzt auch mal kommunistische Missionare zählen möchte). Das ist aber überall im Interent so, das ist ein allgemeines Problem des Netzes. Indymedia ist da teilweise sogar weniger schlimm dran als z.B. heise.de oder andere. Die Zahl derer, die Indymedia mit einem Diskussionsforum verwechseln, dürfte so irgendwo zwischen 20 und 40 liegen (grob geschätzt) - das ist verschwindend gering, wenn man bedenkt, daß 10.000e diese Seite nutzen. Diese Handvoll würde nicht ins Gewicht fallen, wenn Genervte sie nicht ständig in Diskussionen verwickeln und thematisieren würden. Das ist Teil derer Strategie. Das ist auch genau das, was Trolls wollen: Diskussionen anzetteln, die Inhalte dominieren. Wenn auf Indymedia solche Spinner dominieren können, sind nicht die Mods schuld, sondern die User, die den Spinnern Aufmerksamkeit schenken.
@ medienaktivist
Antideutsche haben fertig
Gemeinsam kämpfen! Gegen Bonzen und Reiche, gegen den Klassenkampf von oben den Klassenkampf von unten organisieren!
indymedia ergänzung
ich erwische mich immer wieder dabei das ich erst nach ergänzungen gucke statt den eigentlichen bericht zu lesen. das müsste echt verändert werden.
durch einen falschen oder hässlichen "sekten" kommentar kann ein ganzer bericht so kaputtgemacht werden.
danke
für einen netten und notwendigen artikel.
am beispiel pohrt kann man prima sehen, wo
die ursache dafür liegt, dass intellektuelle
und linksradikale mitbürger manchmal anfangen
blödsinn zu erzählen.
wer so wie die herren gremliza oder pohrt
die überwiegende zeit der woche in schreibstuben
verbringt, muss einfach darin fehlen eine klare
gesellschaftsanalyse zur vorbereitung der
sozialrevolution zu erarbeiten.
sie reduzieren ihre denkmuster auf richtig/falsch,
links/nicht-links, und weil sie sich oft zu sehr
zu spezialisten für fachfragen entwickeln, um auch
die ganze wahrheit herauszufinden über ein thema,
haben sie keine zeit mehr für scheinbar unpolitische
betrachtungswinkel wie ökonomie, kunst und kultur,
die gefühle von menschen, oder was der durschnitts-
kollege so am stammtisch erzählt.
vor allem pohrt ist spezialist darin, sich z.b. auf
fiktive philosphische auseinandersetzungen mit ALDI,
- oder tatsächlichen mit reemtsma - zu konzentrieren
und dabei triviale, naheliegende wege der betrachtung
völlig wegzulassen.
dass pohrt heute einiges revidiert, spricht für ihn,
damit ist er aber leider ein einzelfall im radikalen-
blätterwald. er war eben immer ein kritiker der kritik,
und das schloss immer auch die selbstkritik ein - die
leider nicht jeder von uns beherrscht.
als einen "anti-deutschen", den begriff bewusst
negativ besetzt benutzt, konnte man ihn wohl nie
bezeichnen, aber es waren eben diese vereinfachten
denkmuster, die auch in diesen AD kreisen zu finden
sind.
eines jedoch wird häufig übersehen, nicht alle
nicht-inhaltlichen ergänzungen von selbsternannten
oder von anderen so bezeichneten ADs auf indymedia
sind teil des "sektenkrieges".
es gibt in diesen gruppen pohrts, maos, RAFler, nazis
und VS-leute, die aus geltungsdrang oder wegen sexueller
defizite mal ein bischen wind machen und eine antifa
demo sprengen wollen, aber es gibt es genauso eine gruppe
von leuten die tatsächlich an eine strategie der ADs
glauben, die da heisst: man überwinde den kapitalismus
am besten, in dem man erst nationalstaaten abschafft,
um in einem vereinten weltkapitalismusreich frei von
rassissmus und völkerkriegen die sozialrevolution
starten zu können.
die argumente für diesen fantastischen plan sind unter
anderem karl marx´ haltung zum staat (im gegensatz zu
lenin´s), und ein paar zusätzliche, von noch weiter
her geholte ideen.
da kommt man dann schon einmal auf die idee allen
ernstens zu fordern, die USA mögen 2004 bitte
deutschland bombardieren, um die böse nationalitische
SPD und ihr volk auszulöschen, weil das der menschheit
dann dauerhaft liebe und frieden bringen wird.
und andere stehen mit offenem mund daneben, und
wundern sich warum sich solche leute noch als "links"
bezeichnen dürfen. zu recht.
die liste der gegenargumente gegen die ganze antinationale
theorie ist lang, angefangen von einer erneuten betrachtung
von marx, bis zu einem simplen "krieg und gewalt ist immer
schlecht".
auseinandersetzung aber nicht durch zurück-trollen, sondern
immer nur mit ehrlicher inhaltlicher auseinandersetzung.
nicht alles was jemand sagt ist inhaltlich "falsch",
nur weil er mit einer israelflagge herumrennt.
FAU-flaggen, GDP-flaggen oder linksruckflaggen sind
genauso unpraktisch wenns stürmt und regnet, und dabei
noch nicht einmal graphisch so gut gestaltet wie die
nationalflagge von israel, die wirklich fesch daherkommt.
und die meisten ADs sind genauso liebe leute wie deine
leute, meine leute, wir sind alle eins, du bist ich,
ich bin du ..
kann mensch nicht
Oh, oh....
"Die moderateren ziehen in Berlin umher mit der Forderung "Die deutsch-arabische Gesellschaft zerschlagen"."
Die DAG ist ein Club, dem bürgerliche Politiker fast aller Parteien angehören, Hardcore-Antiimps und Faschos lieben ihn auch. Dieser Club hat als Hauptaufgabe, beste Beziehungen zu reaktionären Unterdrückern in Nahost zu pflegen, und das Business mit Diktaturen zu fördern. Wieso hat ein Anarchosyndikalist Probleme damit, wenn Antideutsche genau vor, und genau gegen so einen Schuppen demonstrieren?
schwarz.rot schrieb:
"...nur die Gewichtung der Politik verläuft immer mehr in eine rassistische Moslemfeindlichkeit, die manche leider nicht bemerken wollen."
Welche Moslemfeindlichkeit? Generell dürften doch eigentlich für Linke die Basics klar sein, dass die Kritikmöglichkeit an der Religion auch eine Vorbedingung jeglicher Kritik ist. Die "Islamophobie" ist ein Konstrukt von kulturellen Relativisten, Ethnopluralisten und dem politischem Islam in Deutschland, um ein Opfer zu präsentieren.
Europaweit gesehen, werden innerhalb der Linken eher Thesen der Islamisten übernommen, als die der Arbeiterkommunisten in Irak und Iran, die mit diesen Faschisten jeden Tag klarkommen müssen. Der polemische Satz "es werden deutsche Linke sein, die immer noch das Kopftuch verteidigen, wenn es in Nahost keine mehr trägt" ist nicht ohne Hintergrund.
Der deutsche Staat fördert den politischen Islam nach Kräften, ob nun Konferenzen des "Dialogs" mit der Hamas und Hizbollah abgehalten werden, oder ob man damit aktiv ist, dass deutsche Beamte in Kabul islamischen Sittenwächtern behilflich sind, Frauen wegen Vergehen gegen die "islamischen Gesetze" einzukerkern, oder ob die islamische Henker-Regierung im Iran künstlich am Leben gehalten wird. Also welche "Moslemfeindlichkeit" witterst Du?
Die FAU hatte übrigens dazu mal folgendes zu lesen (früher? auf ´ner alten Site?):
Trappi schrieb:
"Bahamas & Co haben fertig"
Ich weiß nicht, ob das so ist, aber wenn, dann ist es zu begrüßen. Bahamas bedeutet invertierte aik´s und Pirkers.
Trappi schrieb:
"Ihr realitätsfernes "Der-Islamismus-ist eine-Gefahr"-Geschwätz kann doch keiner mehr hören."
Erzähl das den Mädchen und Homosexuellen, die in deutschen Städten in islamischen Milieus drangsaliert werden. Erzähl das den Angehörigen der Opfer von Madrid.
Trappi schrieb:
"Es kann doch nicht sein, daß deutsche Linke ständig ihre Nase in Angelegenheiten stecken, die sie nichts angehen."
Erzähl das der Frauenrechtsaktivistin Yanar Mohammed im Irak, deren Leben von islamischen Todesschwadronen bedroht wird.
Trappi schrieb:
"Wir haben uns um Deutschlands Zerschlagung zu kümmern und nicht um eine handvoll unbedeutender Islamistenspinner, die im Gegensatz zur deutschen Neonaziszene total isoliert sind."
Die "unbedeutenden Islamistenspinner" sind besser international vernetzt, unterstützt und finanziell gesponsort, als es sich die Worchs und Mahlers wünschen könnten.
Mit dem politischem Islam, einer zutiefst anti-emanzipatorischen, totalitären, stink-rechten, massenmörderischen Bewegung der Geschlechterapartheid und des Terrors gegen Andersdenkende und Anderslebende, werden sich auch deutsche Linke auseinandersetzen müssen. Früher oder später, ob´s ins aktuelle Welterklärungs-Schema paßt, oder nicht.
foto ?
@problemkind aka fozzybär
sinistra & ivi abschalten!
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Knick — Optik
Die Wahrheit — Rechthaber
@gregoryin — uschi obermüller
@FraG Du bist wohl antideutsche oder was... — GGrrr!
@ GGrrr! — ich
@ich — Wurzlsepp
FraG kennt sich aber gut aus — GGGrrr II
alle? — muhhamad
Wie jetzt? — pcp
sinistra-Werbung — Jodeli