Schutzengel LTU verleiht Flügel
Am Samstag, den 24.4.04 startete das Hilfswerk missio eine große Fotoaktion im Rahmen der Kampagne "Schutzengel". Auftakt war eine Festveranstaltung mit viel Prominenz und Presse im Düsseldorfer Flughafen. Die LTU als Hauptsponsor der begrüßenswerten Initiative gegen Sextourismus und Kinderprostitution erntete viel Applaus, verschwieg jedoch seine ausgeweiteten Aktivitäten im Abschiebegeschäft. AntirassistInnen aus NRW füllten diese Lücke.
Für Aufregung und Interesse sorgten AntirassistInnen auf dem festlichen Auftakt der missio Aktion "Schutzengel" im Düsseldorfer Flughafen. Die LTU als Hauptsponsor der begrüßenswerten Initiative gegen Sextourismus und Kinderprostitution erntete viel Applaus, verschwieg jedoch seine ausgeweiteten Aktivitäten im Abschiebegeschäft. AntirassistInnen aus NRW füllten diese Lücke.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir begrüßen ausdrücklich die heute gestartete Aktion Schutzengel des Hilfswerk missio und freuen uns über so breite und prominente Unterstützung für dieses Projekt unter anderem durch die LTU. Auch wir halten Sextourismus und Kinderprostitution für ein schmutziges und bekämpfenswertes Geschäft.
Ebenso schmutzig ist das Geschäft mit der Abschiebung von Flüchtlingen in Armut, Verfolgung, Folter und Tod. Daran beteiligt sich der Ferienflieger LTU seit geraumer Zeit. Abgelehnte Asylbewerber und Ayslbewerberinnen bzw Menschen ohne Aufenthaltsstatus werden zwangsweise und zum Teil mit körperlicher Gewalt abgeschoben. Jungendliche ab 16 werden teilweise unbegleitet abgeschoben. Kinder, die hier geboren sind, müssen mit ihren Familien in ein Land, was ihnen völlig fremd ist.
Ungefähr einmal im Monat startet am Düsseldorfer Flughafen ein Airbus 321 der LTU nach Istanbul. Mit diesen Sonderflügen werden jeweils rund 100 türkische Staatsbürger mit abgelaufener Aufenthaltsgenehmigung abgeschoben. Die meisten von ihnen sind Kurden. Darüber hinaus fliegt LTU solche Charterabschiebungen von Düsseldorf nach Belgrad und seit kurzem ebenfalls von Hamburg nach Ankara.
Die LTU bewirbt sich aktiv bei der Düsseldorfer Charterfirma "Air Traffic GmbH" um jeden einzelnen dieser Flüge, für die sie nach eigenen Angaben jeweils rund 50.000 Euro erhält. Sie stellt ihre Flugzeuge und ihr Bord- und Bodenpersonal zur Verfügung, während "Air Traffic" im Auftrag der Landesregierung NRW für die organisatorische Abwicklung der Abschiebeflüge sorgt. Da die LTU in ihrem touristischen Kerngeschäft nicht ausgelastet sei, sei das marode Unternehmen im Rahmen des laufenden Sanierungsprogramms auf das Geschäftsfeld Deportationsflüge angewiesen, rechtfertigt sich die LTU-Unternehmensspitze. Geradezu zynisch die Rechnung von LTU-Geschäftsführer Jürgen Marbach "Mit jedem dieser Flüge haben wir das Jahresgehalt eines unserer Mitarbeiter gesichert".
Gerade eine wirtschaftlich angeschlagene Airline sollte sich allerdings ernsthafte Sorgen um den Imageschaden machen, den eine weitere Beteiligung am deportation business mit sich bringt.
Wir fordern die LTU auf, sich sofort aus dem Geschäft mit den Abschiebungen zurückzuziehen!
Wir fordern ein Bleiberecht und Freizügigkeit für alle Menschen, die hier leben.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir begrüßen ausdrücklich die heute gestartete Aktion Schutzengel des Hilfswerk missio und freuen uns über so breite und prominente Unterstützung für dieses Projekt unter anderem durch die LTU. Auch wir halten Sextourismus und Kinderprostitution für ein schmutziges und bekämpfenswertes Geschäft.
Ebenso schmutzig ist das Geschäft mit der Abschiebung von Flüchtlingen in Armut, Verfolgung, Folter und Tod. Daran beteiligt sich der Ferienflieger LTU seit geraumer Zeit. Abgelehnte Asylbewerber und Ayslbewerberinnen bzw Menschen ohne Aufenthaltsstatus werden zwangsweise und zum Teil mit körperlicher Gewalt abgeschoben. Jungendliche ab 16 werden teilweise unbegleitet abgeschoben. Kinder, die hier geboren sind, müssen mit ihren Familien in ein Land, was ihnen völlig fremd ist.
Ungefähr einmal im Monat startet am Düsseldorfer Flughafen ein Airbus 321 der LTU nach Istanbul. Mit diesen Sonderflügen werden jeweils rund 100 türkische Staatsbürger mit abgelaufener Aufenthaltsgenehmigung abgeschoben. Die meisten von ihnen sind Kurden. Darüber hinaus fliegt LTU solche Charterabschiebungen von Düsseldorf nach Belgrad und seit kurzem ebenfalls von Hamburg nach Ankara.
Die LTU bewirbt sich aktiv bei der Düsseldorfer Charterfirma "Air Traffic GmbH" um jeden einzelnen dieser Flüge, für die sie nach eigenen Angaben jeweils rund 50.000 Euro erhält. Sie stellt ihre Flugzeuge und ihr Bord- und Bodenpersonal zur Verfügung, während "Air Traffic" im Auftrag der Landesregierung NRW für die organisatorische Abwicklung der Abschiebeflüge sorgt. Da die LTU in ihrem touristischen Kerngeschäft nicht ausgelastet sei, sei das marode Unternehmen im Rahmen des laufenden Sanierungsprogramms auf das Geschäftsfeld Deportationsflüge angewiesen, rechtfertigt sich die LTU-Unternehmensspitze. Geradezu zynisch die Rechnung von LTU-Geschäftsführer Jürgen Marbach "Mit jedem dieser Flüge haben wir das Jahresgehalt eines unserer Mitarbeiter gesichert".
Gerade eine wirtschaftlich angeschlagene Airline sollte sich allerdings ernsthafte Sorgen um den Imageschaden machen, den eine weitere Beteiligung am deportation business mit sich bringt.
Wir fordern die LTU auf, sich sofort aus dem Geschäft mit den Abschiebungen zurückzuziehen!
Wir fordern ein Bleiberecht und Freizügigkeit für alle Menschen, die hier leben.
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Danke für den Flug nach Thailand — Sextourist