Köln: 700 Antikaps und dennoch für'n Arsch
Erste Zusammenfassung aus Köln +++ 100.000 bei DGB-Kundgebung +++ 700 bei Antikap-Block +++ keine Parolen und schlechte Stimmung +++ auch nur eine Latsch-Demo unter anderem Namen
Erstmal war es schon schwer den Antikap-Block zu finden, was bei 3 verschiedenen Treffpunkten im Internet und fehlenden Stangentranspas und Fahnen kein Wunder ist (Hätte mensch sich doch denken können, daß bei 100.000 DGBlerInnen ohne Fahnen & Stangentranspas das ist wie die Nadel im Heuhaufen zu suchen - zumindest das Fronttranspa war ganz schön!). Dort angekommen konnten die Lautiansagen auch nicht wirklich überzeugen.
Irgendwann (oder besser schon recht bald) ist mensch dann eine andere Strecke gegangen wie der DGB. Hier konnte mensch auch zum ersten Male sehen wie viele Antikapitalistas wirklich im Block waren (War vorher eine Antikap-DGB-Mischung) - schätzungsweise 700; zu Beginn vielleicht ein paar mehr, später ein paar weniger. Aber dieses "weitergehen" wie es im Aufruf stand war wohl schon mit den Grün-Weißen abgesprochen, jedenfalls reihte mensch sich nach 5 Minuten Pause (angeblich wegen irgendwelchem Streß mit einigen DGB-Affen) schön brav hinter der Pozilei ein und zog nun alleine weiter.
Danach war es (wie auch davor) nur noch eine Latschdemo wie jede andere, mit ein oder zwei Redepausen, die mensch aber kaum verstand weil der Lauti zu klein war. Dann noch durch ein paar (fast) menschenleere Straßen und ohne Parolen (wie während dem ganzen Block oder Demo).
Wir sind dann vor der Abschlußkundgebung abgehauen, ob danach noch was war, keine Ahnung.
Zusammengefasst eher langweilig und sicher keine Reise wert gewesen. So wie es war hätte mensch auch weiter beim DGB mitgehen können. Nächstes Mal besser nach Berlin!
Irgendwann (oder besser schon recht bald) ist mensch dann eine andere Strecke gegangen wie der DGB. Hier konnte mensch auch zum ersten Male sehen wie viele Antikapitalistas wirklich im Block waren (War vorher eine Antikap-DGB-Mischung) - schätzungsweise 700; zu Beginn vielleicht ein paar mehr, später ein paar weniger. Aber dieses "weitergehen" wie es im Aufruf stand war wohl schon mit den Grün-Weißen abgesprochen, jedenfalls reihte mensch sich nach 5 Minuten Pause (angeblich wegen irgendwelchem Streß mit einigen DGB-Affen) schön brav hinter der Pozilei ein und zog nun alleine weiter.
Danach war es (wie auch davor) nur noch eine Latschdemo wie jede andere, mit ein oder zwei Redepausen, die mensch aber kaum verstand weil der Lauti zu klein war. Dann noch durch ein paar (fast) menschenleere Straßen und ohne Parolen (wie während dem ganzen Block oder Demo).
Wir sind dann vor der Abschlußkundgebung abgehauen, ob danach noch was war, keine Ahnung.
Zusammengefasst eher langweilig und sicher keine Reise wert gewesen. So wie es war hätte mensch auch weiter beim DGB mitgehen können. Nächstes Mal besser nach Berlin!
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Ergänzungen
eher 800-900 Leute...
Gleich mal ne Frage aus Berlin
zur "ehrenrettung" der organisatoren!
also:
ne 3+ für die organisatoren
ne 5- für die leute !!!
@ Berliner
In Köln ist mal wieder nix los:(
Die Gewerkschaften standen mit 100 000 Leuten am Ring und machten gar nix,von Politik war nicht die Rede.
Und der Anti-Kap Block - tja - nach einer RICHTIG guten Rede hauten alle,die so geklatscht haben,so schnell wie möglich,und obwohl durchaus noch was zu machen wäre,waren die Leute,die s machen wollten,gar nicht zu der Demo gegangen...oder nach ner halben Stunde abgehauen...
Aber schon die Hausbesetzung ist doch an ähnlichen Problemen gescheitert - in Kölle geht nur dann was,wenn die Leute sich in ihren Stadtteilen koordinieren - denn nach der Demo alles wieder sein zu lassen undann von vorne anzufangen bringt nichts!Macht alle in Stadtteilen,wo ihr wohnt,,Stadtteilgruppen auf,denn auch mit 5 Leuten ist ne menge möglich,-
deswegen www.koelnlinks.tk
So schlecht nun auch wieder nicht
Die Stimmung ließ leider zu wünschen übrig (trotz vereinzelter lauter Parolen),dafür waren die Redebeiträge nicht schlecht. An der Route hätte sich noch dran pfeilen lassen können.
doch viele....
Aber was ist wann sinnvoll?
Wäre es nicht besser gewesen, in der Demo als linksradikaler Block zu bleiben? Und dort attraktiv auf Leute zu wirken, die die Schnauze voll haben und weitergehen wollen als der DGB?
Als z.B. Blüm gesprochen hat (aber auch bei anderen Promis) gab es vorne ganz schön viele Leute, die das Maul aufgemacht haben. Blüms komplette Rede ist von Pfiffen, Buh-Rufen und Lärm begleitet gewesen. Die Cops zogen an der Seite und hinter der Bühne in Kampfmontur auf. Wäre da nicht eher ein Ort für die radikale Linke gewesen?
Das heute in Köln war langweilige Selbstbeweihräucherung der angeblich radikalen Linken. Völlig unangemessen als Antwort auf den Angriff des Kapitals und die zögerlichen, halbherzigen Antworten des DGB. DO wird die radikale Linke nicht stärker, so entwickeln wir keinen ernsthaften Widerstand.
Wir werden genauer diskutieren und besser eingreifen müssen.
Latschdemo
es war eine kleine gruppe rechtzeitig bei nobbi blühm und störte diesen durch lautes rufen pfeifen etc. reaktion beim bürgermob war allerdings gespalten, manche machten mit andere gingen recht offensiv gegen eben diese gruppe vor ("verpisst euch ihr chaoten" und kleinere schubsereien).
den nationalwahnsinn vom palästina/irakfetischclub konnte ich beim besten willen auch nicht supporten, das es gegen diesen noch lautidurchsagen gab hab ich nicht mitgekriegt.
NIE WIEDER DEUTSCHLAND!
FÜR DEN KOMMUNISMUS!
Ein paar Bilderchen
www.antifa-siegburg.de.vu
Re:
Konsum
Hört mal Leute ihr wart nicht im Kino oder Konzert, wo man Unterhaltung präsentiert bekommt und anschließend beim Bier darüber redet, ob es einem gefallen hat oder nicht.
Eine Demonstration ist eine Veranstaltung bei der sich jede/r aktiv beteiligen sollte.
Ich sehe es eher als Erfolg, dass es in dem großen Chaos der hunderttausend Demonstrant/innen überhaupt möglich war, einen eigenen Block (ca. 1000 Leute) mit anschließender Demo unter antikapitalistischem Vorzeichen hinzukriegen. Auch die Demoroute fand ich recht gut. Zentraler als vom Heumarkt über Neumarkt zum Zülpicher Platz geht es kaum noch. Die Redebeiträge am Gesundheitsamt, Zeitarbeitsfirma, zum sozialen Zentrum etc. waren ebenso o.K. Dass die Stimmung recht lau war und keine Aktionen gelaufen sind, obwohl an einigen lohnenden Objekten vorbeigelaufen wurde, dafür muss sich jeder an die eigene Nase packen.
Diejenigen, denen noch mehr "geboten" werden sollte, wären vielleicht doch besser zu Nena gegangen.
mal ein Lob!
köln
2. leider war die stimmung wirklich nicht so nett
einzig aus dem fau-block kamen angemessene parolen und eine positive stimmung rüber.
3. nett war auch die anwesenheit der düsseldorfer antifa. diese hatte zusammen mit der fau schon zu einer demo am 31.01.04 mobilisiert, und verteilte auf der demo in köln fleyer für die demo "kein bock auf kapitalismus" am 30.04.04 in düsseldorf (oberbilker markt, 18.oo uhr)
4. es darf nicht vergessen werden das erst relativ kurz vor der demo in köln ein entschluß gefasst wurde überhaupt etwas zu tun, dafür waren, bei allen schwächen relativ viele leute anwesend
5. einfach nur "gegen den kapitalismus sein" reicht leider nicht aus, es braucht auch ein bewußtsein darüber was das eigentlich ist, wie mensch individuell und kollektiv direkt davon betroffen ist und WIE mensch am besten meint den kapitalismus überwinden zu können. jenseits aller staatsfetischistInnen (die sich leider auch immer in der "radikalen linken" finden lassen) gibt es nur wenige gruppen und organisationen die an solchen vorstellungen arbeiten und diese auch versuchen in die praxis um zu setzten. eine davon ist die FAU (freie arbeiterInnen union). diese ist mitglied in der internationalen arbeiterInnen assoziation, mit schwesterorganisationen in den amerikas, europa, afrika, asien und australien. diese anarchistInnen und syndikalistInnen sind mir immer noch am sympathischsten. schaut doch einfach mal auf deren homepage, schaut euch ihre statuten und prinzipienerklärung an und überlegt ob ihr nicht mitglied werden wollt - ich für meinen teil werde nächste woche mal zur nächsten ortsgruppe gehen!
für den kommunismus - für die anarchie!!
chance verpaßt
Die 0815s andererseits interessiert es einen Scheißdreck. Wer schon mal Zeitarbeit gemacht hat, weiß, wie scheiße das ist, aber was die Leute sehen wollen, sind KONKRETE Wege aus dem Dilemma. Nicht von Solidarität reden, sondern sie ihnen vorleben und zwar so, daß sie mitmachen können. Das war ja gerade das, warum die Maybach-26-Besetzung so positiv war: weil halt wirklich was für die Anpolitisierten lief, statt Szeneinterna. Besser etwas tun, wenn auch auf politisch nicht so anspruchsvollem Niveau, als vom hohen Roß herab Revolution und Generalstreik predigen aber nichts, was die Praxis angeht (wer soll einen Generalstreik denn bitte organisieren? Der DGB? Einen Dreck werden die tun. Eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaft? Wenn 5000 Leute streiken, ist das noch lange kein Generalstreik.)
Auf der DGB-Demo andererseits fiel auf, wie stark auch Spießbürger politisch radikalisiert sind (teilweise zumindest). Parolen, für die du auf jeder autonomen Demo kassiert worden wärest ("Alle Gewalt geht vom Volke aus - wann fangen wir an?"). Wenn es bei der Blüm-Rede Streß gegeben hätte, wäre die Sache richtig eskaliert. So viele Bürger, die bereit waren, vielleicht nicht gerade Mollis, aber doch sicher die eine oder andere Tomate zu schmeißen, hat diese Stadt seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen.
Alles in allem war die Stimmung sehr viel angepißter als bei der 'Großdemo' 2002. Das ist aber auch ein Warnsignal, denn wir wissen ja alle, wo das sich radikalisierende Kleinbürgertum landen wird, wenn die Linke nix liefern kann. Das scheint mir einer der Hauptjobs dieses Sommers für die Linke in (West-)Europa zu sein: das Protestpotential durch konkretes Vorleben von Alternativen zu mobilisieren. Es wird nichts zu erreichen sein, wenn man BürgerInnen direkt das volle Programm vor den Latz knallt; wenn diese Leute andererseits erstmal verstehen, daß wir tatsächlich nicht nur von 'Solidarität' reden, sondern sie auch leben und das nicht nur exkusiv für HaßkappenträgerInnen, werden sie auch peu a peu bereiter sein, sich mehr von Revolution, Generalstreik etc anzuhören. Wir haben gegen 20 Jahre neoliberale Indoktrination anzukämpfen; es sollte selbstverständlich sein, daß dieser Schaden in den Köpfen der Menschen nicht durch ein paar schöne Reden wiedergutgemacht werden kann! Die ewigen Mitläufer warten auf jemanden, der den Anfang macht, und das muß die Linke sein. Seit den 60ern war die Wahrscheinlichkeit für ein allgemeines soziales Aufbegehren nicht so gut wie heute; es ist unsere Entscheidung allein, ob wir das nutzen oder durch die alten Fehler auch diese Chance vertun, denn die Regierung kann nix, die Opposition ist komplett indiskutabel und die Rechten sind nur in der Lage, auf ein etwaiges versagen unsererseits zu reagieren. Der Weg der CDU/CSU ins rechtsreaktionäre Lager hat zumindest ein Gutes: alles, was rechts von denen ist, hat eine zu hohe Faschoquote, um noch für den Durchschnittsdeutschen leichter Dinge akzeptabel zu sein. Denn so ist das Wesen des Mitläufers: aus eigener Initiative schmeißt er keine Steine (oder zündet Synagogen an), sondern nur, wenn alle um ihn herumn es schon längst tun.
Auf einen heißen Sommer - revolutionär, anarchisch, frei und solidarisch!
Bei Blüm wurde gepfiffen
auf die Frage und entgegen der Ansicht der bis hierhin gesprochenen "wahren" und "radikaleren" (um nicht zu sagen die mit der richtigen Wahrheit...ha ha) Anti-Kapitalisten wurde, als Blüm auf die Bühne kam, 5 Minuten oder noch länger so laut gepfiffen, dass man seine Rede nur in Bruchteilen verstand. Dadurch war er dan auch gezwungen zu sagen: "Jetzt hören Sie doch mal auf zu pfeifen." Und gepfiffen wurde übrigens auf DGB-Pfeifen von DGB-Mitgliedern und Anderen (Attac, DKP,MLPD usw), während der "wahre" anti-kapitalistische Block irgendwo durch Köln latschte, um zu zeigen das sie die letzten echten Linken sind. Schon mal über die Begriffe Solidarität und Selbstdarstellung nachgedacht?
Was ist für`n Arsch?
Für`n Arsch ist sich vor der Abschlusskundgebung zu verpissen und für`n Arsch ist auch ein Würstchen vor`m DGB.Stand zu verdrücken...das einzige was nicht für`n Arsch ist, ist Fahne zeigen und mitmachen...egal ob du alleine stehst oder mit 700Leuten alleine...auch wenn es 7000 hätten sein können. Also ich bereue nichts, die Rede von dem 78-jährigem Ex-Gewerkschaftler beispielsweise waren doch die einzig wahren Worte, die ich an diesem Tag überhaupt gehört habe.Ich bin stolz darauf nicht einer von den Trotteln gewesen zu sein, der den Künsten eines auf der Bühne stehenden Techno-dj`s gelauscht hat.
Apropo...gab es eigentlich IRGENDEINEN Grund zu feiern?
Es ist wie dieser alte Mann gesagt hat: Eine riesige Demonstration an einem Samstag durchzuführen ist Paradox und tut niemandem Weh, ganz im Gegenteil, der Kapitalismus wurde nur durch Würstchen- und Kölschstände bestätigt.
Der Widerstand ist bunt
www.farbigerwiderstand.de
kein überraschungsei
der hammer war ja, dass dgb-funzis tatsächlich versucht haben, die leute am weitergehen zu behindern. - obwohl die ganze sache angekündigt war.
super demo, hat spass gemacht und war nicht so erfolglos, wie einige meinen!
llllllllllliiiiiebe leute !
ich denke, dasz die armut vieler dieser kommentare sich im reichtum ihrer feindbilder auszeichnet ... und darin, zwanghaft 'feind' sein zu wollen / zu müszen. schade, weil sie ohne ihre feinde intellektuell verkümmern, solange sie sich einzig über sie definieren !
moderne ausbeutung efordert als reaktion nicht minder monderne mittel. darüber laszt uns streiten ... und nicht über demo-quoten mit werbe-unterbrechung.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
6- für einige Leute!!!
Da hat auch der Hinweis vom Lautiwagen am Ende der Demo, daß diese Leute auf einer Linken Demo nichts zu suchen haben, nicht mehr viel geholfen. Die hätten direkt zu Beginn der Demo rausgeworfen werden müssen.
Wo waren da die Leute, die sonst immer als erste den Ausschluß irgendwelcher Flaggen und Transpas (in erster Linie Israelfahnen) fordern???
Gegen jeden Nationalismus!
Für den Kommunismus!
@ ANTIFA
Wo ist der Zusammenhalt?
Warum nicht mal durch die Einkaufsstraße laufen? Dafür habe ich jetzt Ecken in Köln kennengelernt, in die ich mein Leben lang nicht gekommen wäre. Wo ist der Zusammenhalt unter den Antifas in NRW? Warum kein geschlossener Block? Warum lassen wir uns beim Verlassen der DGB Route von deren Ordnern verarschen?
Ganze schwache Demo...
Simon
@ - 19:03
ansonsten stimme ich mit dir überein: gegen jeden nationalismus!
JAEIN
Nicht mehr die Gestaltung der Aktion, sondern die Präsenz alleine befriedigt schon das Selbstverständnis wenn es heißt: Wir machen eine Demonstration.
Paradox wird es in der Tat erst recht dann, wenn man sich als radikal und kämpferisch versteht.
Es wird aber nicht die letzte Aktion dieser Art sein, spätestens am 30 Aprill soll es in Düsseldorf besser werden. Auch wenn man wohl wieder im großen und ganzen unter sich bleiben wird, sollte man mal wieder zumindest durch Dynamik bestechen.
www.antifa-siegburg.de.vu
antikaps
war doch alles wunder wunderschön... ich weiß gar nicht, was ihr habt, der "weitergehen"-block war groß genug um nicht peinlich zu sein und die stimmung war recht chillig. Wenn ich mich stressen will, kann ich auch arbeiten gehn, oder son scheiß. Fands jedenfalls wesentlich cooler als der antikapitalistische Block auf der attac/DGB-Jugend Demo 2002 in Köln, wo man einfach deren Route mitgelaufen ist und sich dann fern von jeden Leuten volllaufen lassen konnte.
Kampf der Arbeit!
Ja, Latschdemo - aber
>ob danach noch was war, keine Ahnung.
Tja, tut mir leid für euch. Dadurch habt ihr die superkämpferische Rede eines
über 70jährigen Ex-Gewerkschaftsmitglieds verpasst, welche vor allem den
richtigen Ton hatte. Vielen Dank dafür, Opa !
Endlich mal was anderes als die sonst üblichen rumwinselnden Kinderstimmen, die
meist kaum gescheit zu verstehen sind und wo einfach keine Power rüberkommt!!
Kleiner Tip am Rande: Einfach ein Erdloch rauchen, wie Saddam! Dann geht's auch
besser mit laut sprechen wollen hahaha...
Ansonsten ist es aus meiner Sicht schade, dass der Plan möglichst viele aus dem
DGB Haufen loszueisen und umzulenken nicht aufgegangen ist. Die meisten dieser
Leute dürften auch nicht mitbekommen haben, dass als Protest zur DGB Protestsimulation
die Möglichkeit bestand sich bei den Antikapitalisten einzureihen.
Es hätte vielleicht mehr gebracht den antikapitalistischen Block möglichst lange
am Abbiegepunkt zu "parken" um die DGB-Lemminge ein wenig aufzuschlauen und
sich dann in die DGB-Kundgebung zu begeben, um Friede, Freude, Eierkuchen zu
versalzen.
Amüsant war die Rangelei mit den DGB-Ordnern, welche sich alle Mühe gaben
zu verhindern, dass Leute in den Antikap-Block ausscheren konnten..
Hmm ja - sicher wäre mehr möglich gewesen, aber lernen wir aus Fehlern?!
@Action
die organisatorInnen, aufruferInnen etc. von demos prägen im vorfeld immer schon den rahmen, welcher am tag selbst zur verfügung steht. und das ist gerade in köln sehr wohl ein problem (ich bin nicht aus köln, habe aber neben einiger in köln auch schon demos in einem dutzend anderer städte besucht).
nirgendwo sonst habe ich es bislang erlebt, daß die demos mit so einschäfernder musik berieselt werden;
nirgendwo sonst habe ich es erlebt, daß sich die cops soviele freiheiten rausnehmen können;
nirgendwo habe ich es erlebt, daß dennoch von anmelderInnen-seite häufig bis zum schluß mit den cops so kooperativ verhandelt wird ("kölner klüngel" heißt das glaub ich), statt die demo z.b. frühzeitig aufzulösen;
nirgendwo habe ich es erlebt, daß selbst organisierte gruppen so löse und zusammengewürfelt auf demos rumlaufen, teilweise mit riesigen löchern in der demo;
nirgendwo sonst habe ich es erlebt, daß jede 2. demo durch menschenleeres gebiet geht;
nirgendwo sonst habe ich erlebt, daß selbst bei übergriffen der cops kettenbildung ein fremdwort ist.
auch in manch anderen städten fährt die police eine harte linie, aber überall macht demonstrieren mehr spaß als in köln.
@ action
>hunderttausend Demonstrant/innen überhaupt möglich war, einen eigenen
>Block (ca. 1000 Leute) mit anschließender Demo unter
>antikapitalistischem Vorzeichen hinzukriegen.
wenn uns das schon nicht mehr gelingen sollte, wäre es wohl wirlich zeit linke politik an den nagel zu hängel. ich fand die demo auch akzeptabel, aber gut ist anders. und solche pali-selbstmordattentäter-fans haben auf antifa-demos echt nichts zu suchen. besonders weil die ihr kommen schon vorher auf indy angekündigt hatten (wurde aber als fake abgetan), hätte man reagieren müssen.
Wo die "Demo-Blockwarte" waren...
> auf einer Linken Demo nichts zu suchen haben, nicht mehr viel geholfen.
> Die hätten direkt zu Beginn der Demo rausgeworfen werden müssen.
>
> Wo waren da die Leute, die sonst immer als erste den Ausschluß
> irgendwelcher Flaggen und Transpas (in erster Linie Israelfahnen)
> fordern???
Es gab etwas schlimmeres als Israel-Fahnen: Einige Mitglieder der Grünen Jugend hatten sich anscheinend verlaufen und waren im Antikapitalistischen Block, inklusive Fahnen. Und DIE Jungs rauszukicken war natürlich wichtiger...
Leider gab es auch eine kleine Gruppe von Junggrünen, die sich nicht getraut haben sich durch die DGB-Ordner zu kämpfen und lieber brav mit dem Strom geschwommen sind. Obwohl sie wirklich nicht so wirklich viel verpasst haben.
kinderkacke!
fakt ist, daß die kölner linke sich seit einiger zeit immer etwas weit aus dem fenster leht, wenn es darum geht ihre "tollen" aktionen anzukündigen (ich erinner z.b. mal an chorweiler 2003 oder die grenzcamp-naziaufmärsche). nur das versprochene wird in den seltensten fällen gehalten, geschweige denn eine anständige infrastruktur geboten. das sind mehr provinz-possen als linksradikale großstadtpolitik.
kommt endlich herab von eurem hohen ross!
Radikale Linke?
bischen mehr aktion und ein Samba trupp der nicht neben dem Lauti mitläuft wär schon besser gewesen.
P.S.:
Sollte mal ein Bündniss draus gemacht werden, damit auch aktionen geplant werden können.
machts gut
Fazit
Anstatt den Massen unsere Inhalte zu vermitteln und mit ihnen gemeinsam zu demonstrieren, schmollen unsere ,,Linken" rum und spielen sich als grosse Revolutionäre Kraft auf.
Das was am Ende herauskommt, wird in den Köpfen der Menschen entschieden. Also geht auf die ,,normalen" Mitbürger, demonstriert gemeinsam, zeigt Flagge, anstatt bei den Demonstrationen in der Ecke schmollend immer nur zu behaupten, dass ihr sowieso immer alles besser wisst.