Klein aber fein - Bilder aus Frankfurt / Main

küsschen 03.04.2004 18:49 Themen: Antifa Globalisierung Soziale Kämpfe
Antifa und FAU gemeinsam haben, wie bereits berichtet, am 2. April gegen Kapitalismus, Sozialkahlschlag und deutsche Verhältnisse demonstriert.
Ein Schwerpunkt war der Gegenpol zur bizarren Situation, dass sich bei den Großdemonstrationen heute in Berlin, Köln und Stuttgart die DGB-Führung an die Spitze gestellt hat.

Der DGB als Nationalgewerkschaft vertritt das Interesse, den deutschen Wirtschaftsstandort zu erhalten. Um seine Macht zu behalten, vertritt er keineswegs die Klasse, deren Interessen er vordergründig wahren sollte. Die DGB-Führung spielt das kapitalistisch-nationalistische Spiel mit, die Arbeiterinnen der verschiedenen Nationen gegeneinander auszuspielen.

Ein schönes Beispiel dafür, neben der Beteiligung des DGB an der Entwicklung des Hartz-Konzepts, ist die inab, ein DGB-eigener Sklavenhändler (Personal Service Agentur). Der DGB selbst vermittelt Zwangsarbeiter zu Schandlöhnen und macht ein Geschäft aus dem Elend der Arbeitslosen.

Daher stattete die FAU auch der inab sowie dem bfw vor der Demo einen Besuch ab (siehe Webseite).

Auf der Demo nahmen knapp über 250 Personen teil. Die Stimmung war sehr schön. Der Eindruck der Bilder - nur schwarze und schwarz-rote Fahnen - trügt nicht; ich habe seit langem keine so sympathische Demo mehr erlebt - keine nationalen Symbole, keine antisemitischen Hetzflugis, keine trotzkistischen Sekten.

Harmonisch verlief die Kooperation zwischen FAU und Antifa gestern und heute. Der ursprünglich für heute geplante Naziaufmarsch wurde von der NPD abgesagt. Da überraschte die starke Beteiligung. Schade war es, dass die Beteiligung aus dem Spektrum des Anti-Hartz-Bündnisses und der Arbeitsloseninitiativen sehr gering war.

Trotz der gelungenen Demonstration und trotz der Großdemonstrationen heute darf eines nicht vergessen werden, was auch in einem Redebeitrag gesagt wurde:

"Demonstrationen sind wichtig. Noch viel wichtiger ist es, den Reichen da weh zu tun, wo sie es spüren: Im Geldbeutel. Und das geht am besten mit Streik."
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Ergänzungen

kritik an der demo

dubdidu 03.04.2004 - 21:12
also die demo war eigentlich normal bis ganz nett....

was aber scheiße war, war das die route viiieeelll zu kurz war....

des weiteren wurde dem redebeitrag am ende zwar von vielen passanten aufmerksamkeit geschenkt, aber ich denke auch wenn eine vernünftige kapitalismuskritik nicht mit parolen erklärt werden kann war er doch für viele passanten die sich sonst nicht mit solchen begrifflichkeiten beschäftigen nicht so einfach zu verstehen...

anonsten auch wenns hier nicht ganz rein passt...die demo heute morgen gegen nazis war mehr als nur traurig und deprimierend....50-70 leute und viele junge....dort war nicht die gesamte antifaschistische szene vertreten

... und hier nach Berlin

Vernetzer 06.04.2004 - 19:25

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Hätten wir das gewußt!

n.n. 03.04.2004 - 19:21
Coole Bilder, hätten wir das gewußt waren wir sicher nach Bankfurt gekommen. Heute in Köln waren es zwar mehr im sozialrevolutionär-antikapitalistischen Block aber die Stimmung war zu ko***tzen. Keine Action, kein Spaß, einfach Laaangweilig! Nur was Wetter war gut, und später das Bier :-)

Grüße aus dem Pott nach Frankfurt

Eigene Demos statt "antikap.- Blöcke"

Florida Rolf 03.04.2004 - 19:47
Finde die Idee eigene, linksradikale Demonstrationen zum Thema Kapitalismus & Sozialabbau zu organisieren um vielfaches besser als sich dem Volksmob aus DGB, PDS und GdP(!) in Form eines antikapitalistischen Blocks, der in der Menge so gut wie untergeht, anzuschließen. Solche Gewerkschaft-Demos für ein besseres Deutschland & einen besseren Kapitalismus, sind in der Regel ziemlich beschissen.

Deutschland abschaffen!
Für den Kommunismus/Anarchismus

@ n.n.

zunder 03.04.2004 - 20:52
Wenn es dir bei einer Demo nur um Spaß geht, dann tust du mir leid.

Seh ich anders.

saul 03.04.2004 - 23:06
Es erinnerte mich an den Begriff repressive Toleranz. Man kann doch demonstrieren, nur interessierts keine Sau. Genauso hab ichs erlebt, keiner ließ sich groß stören der nicht dazugehörte. Nichtmal das wer neugierig stehenblieb. Demo eben, na und? Über das Medienecho braucht man sich auch nicht zu wundern, s war niemand mit den fetten Digicams vom Preis eines halben Monatslohns da, was heißt das kein großer Marktwert gegeben ist. Damit Demos heute beachtet werden müßen schon mehr dabei sein. Vor allem mehr "Normalos." Demos der Scene beeindrucken niemand, schon gar nicht die Politiker. Klingt recht negativ? Sorry kann nix dafür. Hätt ja wegbleiben können dann hätt ich das nicht gesehen.

Mai-Action

blackrain 04.04.2004 - 05:44
Hallo Ihr anderenn FFM´ler,

wie wäre es mit einer Mai-Action, wenn die Nazis schon nicht kommen könnte man doch eine netter Maifeuer am Stadtrand oder im Taunus veranstalten...

Gibt immer was zu tun

blackrain

strukturell antideutsch

Baumwürger 11.04.2004 - 19:30
Die Frankfurter "Antifa G" und ihre Webseite  http://antifa.frankfurt.org/ sind immer noch strukturell antideutsch. Das war auch vor und während der Demo so. Schade.