Drogendeal von Polizei eingefädelt
Es war der größte Kokaindeal Deutschlands. Hessens Innenminister Volker Bouffier triumphierte. Doch nach Recherchen hatte seine eigene Polizei das Drogengeschäft organisiert.
Interne Polizei-Unterlagen dokumentieren das Geschäft
Nach Recherchen der Hessenschau haben bei dem Fund von 1,2 Tonnen Kokain verdeckte Ermittler des hessischen Landeskriminalamtes in Kolumbien Lieferanten geworben und den Transport nach Deutschland gesteuert. Das Fernsehmagazin beruft sich auf ihm vorliegende interne Polizei-Unterlagen.
Dealer milde bestraft
Den TV-Recherchen zufolge sind so die milden Urteile in dem Fall zu erklären. Der Hauptangeklagte hat lediglich fünf Jahre Haft bekommen. Die Dealer seien aus Kolumbien und Spanien milde behandelt worden, weil ihre Verteidiger sich mit dem Argument durchgesetzt hätten, der Drogenhandel sei erst durch die Polizei möglich geworden. Das Drogengeschäft sei somit nicht selbständig geplant gewesen, hätten die Anwälte intern erfolgreich argumentiert.
Versteckt unter Melonen - Der Zoll schaute weg
Verdeckte Ermittler des Landeskriminalamts haben im Frühjahr 2002 in der Kasseler Königsgalerie das Kokain mit Ricardo, einem kolumbianischen Drogenbaron, vereinbart. Im Sommer 2003 lief das Geschäft dann an. Versteckt unter 200 Tonnen Melonen traf Ricardos Lieferung Mitte September in Hamburg ein. Der Zoll spielte mit: Er fand mit Hilfe seiner Röntgenanlage zwar die Drogen, ließ die weiße Ware aber passieren: 1.248 Kilo Kokain. Marktwert: rund 120 Millionen Euro. Die Polizisten selbst brachten den Stoff nach Kassel, wo sie über eine von ihnen gegründete Scheinfirma eine Halle angemietet hatten.
Als „Lebensfreude pur“ auf den Markt geworfen
Zum Weiterverkauf verpacken die Beamten das Kokain in Weinkartons. Aufschrift: „Rheingau - Lebensfreude pur“. Doch die Beamten haben Absatzprobleme: Erst nach zwei Wochen finden sie Interessenten in Italien und Spanien. An der Autobahnraststätte Kassel kommt es zu einem Treffen. Als die Ware verladen wird, schnappt die Falle zu. Die Polizei beschlagnahmt ihr eigenes Kokain.
Polizei frisiert ihre Erfolgsstatistik
Zehn Tage später meldet das Hessische Landeskriminalamt den größten Kokainfund in Deutschland. Innenminister Volker Bouffier sagte damals "Das was dort liegt, ist geeignet, tausende von Menschen ins Elend zu stürzen". Bouffier sprach von einem wichtigen Schlag gegen das organisierte Verbrechen. Ein Deal, der die Erfolgsstatistik der Polizei anhob: Von 2001 auf 2002 verdoppelt die Polizei die Menge des von ihr sicher gestellten Kokains - durch ihr eigenes Geschäft. „An dieser Stelle muss man sich klar machen, dass die Mittel des Strafprozessrechts und des Polizeirechts verlassen sind“, sagt der Rechtswissenschaftler Klaus Lüderssen dazu.
Nach Recherchen der Hessenschau haben bei dem Fund von 1,2 Tonnen Kokain verdeckte Ermittler des hessischen Landeskriminalamtes in Kolumbien Lieferanten geworben und den Transport nach Deutschland gesteuert. Das Fernsehmagazin beruft sich auf ihm vorliegende interne Polizei-Unterlagen.
Dealer milde bestraft
Den TV-Recherchen zufolge sind so die milden Urteile in dem Fall zu erklären. Der Hauptangeklagte hat lediglich fünf Jahre Haft bekommen. Die Dealer seien aus Kolumbien und Spanien milde behandelt worden, weil ihre Verteidiger sich mit dem Argument durchgesetzt hätten, der Drogenhandel sei erst durch die Polizei möglich geworden. Das Drogengeschäft sei somit nicht selbständig geplant gewesen, hätten die Anwälte intern erfolgreich argumentiert.
Versteckt unter Melonen - Der Zoll schaute weg
Verdeckte Ermittler des Landeskriminalamts haben im Frühjahr 2002 in der Kasseler Königsgalerie das Kokain mit Ricardo, einem kolumbianischen Drogenbaron, vereinbart. Im Sommer 2003 lief das Geschäft dann an. Versteckt unter 200 Tonnen Melonen traf Ricardos Lieferung Mitte September in Hamburg ein. Der Zoll spielte mit: Er fand mit Hilfe seiner Röntgenanlage zwar die Drogen, ließ die weiße Ware aber passieren: 1.248 Kilo Kokain. Marktwert: rund 120 Millionen Euro. Die Polizisten selbst brachten den Stoff nach Kassel, wo sie über eine von ihnen gegründete Scheinfirma eine Halle angemietet hatten.
Als „Lebensfreude pur“ auf den Markt geworfen
Zum Weiterverkauf verpacken die Beamten das Kokain in Weinkartons. Aufschrift: „Rheingau - Lebensfreude pur“. Doch die Beamten haben Absatzprobleme: Erst nach zwei Wochen finden sie Interessenten in Italien und Spanien. An der Autobahnraststätte Kassel kommt es zu einem Treffen. Als die Ware verladen wird, schnappt die Falle zu. Die Polizei beschlagnahmt ihr eigenes Kokain.
Polizei frisiert ihre Erfolgsstatistik
Zehn Tage später meldet das Hessische Landeskriminalamt den größten Kokainfund in Deutschland. Innenminister Volker Bouffier sagte damals "Das was dort liegt, ist geeignet, tausende von Menschen ins Elend zu stürzen". Bouffier sprach von einem wichtigen Schlag gegen das organisierte Verbrechen. Ein Deal, der die Erfolgsstatistik der Polizei anhob: Von 2001 auf 2002 verdoppelt die Polizei die Menge des von ihr sicher gestellten Kokains - durch ihr eigenes Geschäft. „An dieser Stelle muss man sich klar machen, dass die Mittel des Strafprozessrechts und des Polizeirechts verlassen sind“, sagt der Rechtswissenschaftler Klaus Lüderssen dazu.
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Ergänzungen
Hintergrund
selbst geschrieben,
solltest du das nächste mal dazuschreiben. wenn ich auf der tagesschauseite lesen will, dann mach ich das da und nicht hier auf indymedia. schreib es zumindest dazu.
Crossposting
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Tja
Wir gehen davon aus,das die Bullen in der Berliner szene,A ) drogensüchtige als spitzel einsetzen,Leute,die nichtmal mehr ihren namen sagen können,aber am Körper ein mikrofon tragen und in besetzerkneipen gehen und b) das sie klauen,um anderen leuten das Sich-aufhalten an unerwünschten orten so unangenehm wie möglich zu machen,warumnicht auch koks ?
pogo-polizisten raus
die bürgerlichen medien setzen den fall inzwischen
mit der BND/plutonium geschichte gleich.
man könnte allerdings auch eine andere parallele ziehen:
polizeibeamte in hessen wären ja nicht das erste mal
in den drogenhandel verstrickt.(d.h. originäre kriminelle
handlungen, nicht irgendwelche V-mann-grauzonen-probleme)
ebenfalls aufgrund von recherchen des hessischen rundfunks
flog vor enigen jahren ein drogendealer-ring auf,der
über jahre hinweg die frankfurter nachtclub-szene mit
ectasy tabletten versorgt hatte.
die beiden köpfe der bande, die (laut ermittlungsbericht
der staatsanwaltschaften) zwischen 24 und 70 mitgliedern
hatte, waren zwei ausbilder der bundesgrenzschutzschule am
rhein-main flughafen, einer davon in gehobenerem dienst.
sie hatten mit viel krimineller energie ihre eigenen
kollegen dazu angehalten sich an diesen geschäften zu
beteiligen. (über die mittel dazu wurde nie viel bekannt)
bei einer blitzaktion des rauschmitteldezernats vom wiesbadener
LKA gegen die "kollegen" in der BGS akademie wurden in den
privateigenen kraftfahrzeugen dieser beiden herren mindestens
6800 ecstasy pillen sichergestellt.
das sind also die personen, die unsere jungen beamten in sachen
"sicherung der grenzen der bundesrepublik deutschland gegen
die gefahren des internationalen terrors" ausbilden sollten.
und weil es halt spass macht, am schluss noch ein bischen
unsachlich zu werden, kann ich mir die bemerkung nicht
verkneifen, dass es uns das wenig wundern sollte wenn unser
freund bouffier wieder mittendabei ist.
ist er doch schon die ganzen letzten jahre immer wieder in
merkwürdigen zusammhängen bekannt geworden, seine privates umfeld
scheint das rotlichttmilieu zu sein, seine offenen immobilienfonds
kauft er bei der scientology church, und so weiter und so fort ...
YA BASTA
Umweltzerstörung und die Gesundheit
Jugendlicher zu ruinieren wäre
KÄMPFEN :
coole cops
schniiiiiiiiiief