Hausbesetzung in Köln beendet
Die Besetzung des Hauses Maybachstraße 26 ist zu Ende gegangen.
Im Plenum wurde ein überwältigend positives Fazit der Aktion gezogen. Da sich niemensch fand, das Haus weiter besetzt zu halten, wurde es vorhin geräumt. In und außerhalb der Szene kam die Besetzung und das kulturelle Programm sehr gut an; von den AnwohnerInnen kamen zu nahezu 100% positive Reaktionen auf die Initiative.
Die Notwendigkeit, die Kürzungen der Stadt im sozialen Bereich zugunsten dubioser 'Prestige'projekte und zum Profit der lokalen Klüngelmafia wieder richtigzustellen, sowie das überwältigende Verlangen vieler und auch gerade nicht ur-linker Menschen in Köln hat in dem Projekt Maybachstraße einen ersten Ausdruck gefunden. Erwähnenswert ist das dezente Auftreten der Staatsmacht, die wohl wegen des Timings der Besetzung und der positiven Resonanz der Bevölkerung besseres zu tun hatte, als einem populären, nichtkommerziellen sozialen und Kulturevent in die Suppe zu spucken.
Es wurde noch einmal darauf hingewiesen, daß anläßlich der Demo am 3.4. nicht den Gewerkschaften ihr telegenes Menschenmaterial gestellt werden sollte, sondern die Problematik Sozialabbau offensiv thematisiert werden wird. Weitere Informationen entnehmt den Berichten und Statements der teilnehmenden Gruppen auf indymedia etc.
Wie weiter jetzt?
Ein Plenum zur weiteren Vorgehensweise der Initiative für ein soziales Zentrum in Köln (eigentlich: für soziale Zentren. Die Stadt hat bereits mehr als das Äquivalent einer solchen Einrichtung zerspart) finret am Dienstag um 20:30 Uhr im Ladengold (Körnerstraße, KVB Körnerstraße, Bahnlinien 3/4) statt. Am Donnerstag ist eine Filmvorführung über die sozialen Bewegungen in Argentinien geplant (Studio 672, Stadtgarten, KVB Haltestelle Hans-Böckler-Platz, Linien 3+4).
Und am Samstag natürlich die Demo.
Dank an alle, die das Projekt unterstützt haben.
An Team Grün: die bei etwaigem Betreten des Gebäudes vorzufindenden Verwüstungen gehen zum allerüberwiegensten Teil auf die Räumung durch den Gebäudebesitzer bzw deren Umstände zurück. Umfangreiches Dokumentarmaterial dieser Tatsache wird vorliegen, sobald die Fotos entwickelt sind (im Laufe der kommenden Woche).
Die Notwendigkeit, die Kürzungen der Stadt im sozialen Bereich zugunsten dubioser 'Prestige'projekte und zum Profit der lokalen Klüngelmafia wieder richtigzustellen, sowie das überwältigende Verlangen vieler und auch gerade nicht ur-linker Menschen in Köln hat in dem Projekt Maybachstraße einen ersten Ausdruck gefunden. Erwähnenswert ist das dezente Auftreten der Staatsmacht, die wohl wegen des Timings der Besetzung und der positiven Resonanz der Bevölkerung besseres zu tun hatte, als einem populären, nichtkommerziellen sozialen und Kulturevent in die Suppe zu spucken.
Es wurde noch einmal darauf hingewiesen, daß anläßlich der Demo am 3.4. nicht den Gewerkschaften ihr telegenes Menschenmaterial gestellt werden sollte, sondern die Problematik Sozialabbau offensiv thematisiert werden wird. Weitere Informationen entnehmt den Berichten und Statements der teilnehmenden Gruppen auf indymedia etc.
Wie weiter jetzt?
Ein Plenum zur weiteren Vorgehensweise der Initiative für ein soziales Zentrum in Köln (eigentlich: für soziale Zentren. Die Stadt hat bereits mehr als das Äquivalent einer solchen Einrichtung zerspart) finret am Dienstag um 20:30 Uhr im Ladengold (Körnerstraße, KVB Körnerstraße, Bahnlinien 3/4) statt. Am Donnerstag ist eine Filmvorführung über die sozialen Bewegungen in Argentinien geplant (Studio 672, Stadtgarten, KVB Haltestelle Hans-Böckler-Platz, Linien 3+4).
Und am Samstag natürlich die Demo.
Dank an alle, die das Projekt unterstützt haben.
An Team Grün: die bei etwaigem Betreten des Gebäudes vorzufindenden Verwüstungen gehen zum allerüberwiegensten Teil auf die Räumung durch den Gebäudebesitzer bzw deren Umstände zurück. Umfangreiches Dokumentarmaterial dieser Tatsache wird vorliegen, sobald die Fotos entwickelt sind (im Laufe der kommenden Woche).
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Ergänzungen
zum verständnis
Daß dieses Haus zur Einrichtung eines Sozialen Zentrums für das Mediapark-Veedel extrem gut geeignet wäre, steht auf einem anderen Blatt und ist allen Anwesenden, denke ich mal, klar geworden; betrachtet das, was am Wochenende gelaufen ist einfach als einen Startschuss und seid wieder so zahlreich dabei wenn es heißt: hier hat gerade ein Soziales Zentrum Köln eröffnet!
Anwohnermeinung
Grundsätzlich habe ich nichts gegen die Einrichtung eines "sozialen Zentrums", allerdings möchte ich folgende Anmerkungen zu euer obenstehenden Veröffentlichung machen:
Längst nicht alle Nachbarn standen hinter der Bestzung. Alle Nachbarn, mit denen ich gesprochen habe, waren Sonntag Abend froh, dass die Besetzung durch war.
Die Gründe dafür: Der Platz vor dem Haus wurde mit Sofas zugestellt, Klopapierrollen wehten in den Bäumen, Samstag Abend wurden Dinge vor dem Haus verbrannt [vermutlich Einrichtungsgegenstände?], alles lag voller Scherben von kaputten Bierflaschen, die Besucher einfach vor dem Haus und einigen Nachbarhäusern hingeworfen haben.
Mit vermittelt sich in solchen Fällen immer der Eindruck, dass die Szene, die sich für ein offenes Gemeinschaftsleben abseits von Kommerz einsetzt,
genau dieses aber überhaupt nicht leben kann, da nur nach ihren Regeln gespielt wird. Warum müssen solche Sachen immer in Zusammenhang mit Chaos und Dreck zusammenhängen?
Außerdem frage ich mich ernsthaft, ob die Öffentlichkeit [abseits der Anwohner und des sog. Team Grün] die Besetzung und eure Ziele so wahrgenommen hat, wie ihr das darstellt... ich denke, dem ist [leider] nicht so.
Wie dem auch sei: Viel Glück für die nächsten Aktionen, vielleicht geht es dann ja auch etwas zivilisierter, dafür aber mit längerem Durchhaltevermögen... würde sicherlich helfen, die Ziele zu erreichen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
traurig :-( — schade