Dresden: Nazihools versuchten zu stören

checkcheck 12.02.2004 16:39 Themen: Antifa
Die gruppe sabotage aus Dresden macht zur Zeit eine Veranstaltungsreihe zum 13. Februar in Dresden. Am 11. Februar stand "Der 13. Februar - ein nationaler Feiertag?" auf dem Programm. Schon Wochen vorher kündigten organisierte Neonazis ihr Kommen an und waren dann auch da.
Referent der Veranstaltung war Martin Blumentritt, der mit seinem hervorragenden Aufsatz "Keine Träne für Dresden - Über die Dresdenmythen" einen der besten und vor allem umfangreichsten Texte zum 13. Februar geschrieben hat.
In ihren Drohungen schrieben die Neonazis von ihm als "DER JUDE" und kündigten an, der Veranstaltung beiwohnen zu wollen.
Das sah dann aber anders aus. Eine halbe Stunde vor Beginn waren schon etwa 15 Schläger-Nazi-Hools anwesend, telefonierten wie wild und hielten sich teilweise direkt vor dem Saal auf. Die Veranstalter hatten schon die Tür verbarrikadiert und schnell waren es auch viel mehr Antifas, die um die Nazis herumstanden.
Herr Zita vom Staatsschutz kam dazu, so wie er es schon bei der letzten Veranstaltung der gruppe sabotage angekündigt hatte. (Da war ihm gesagt worden, das auch er nicht an der Veranstaltung teilnehmen solle.) Er war sowas wie der Befehlshaber über die Polizei und nach einer längeren Diskussion mit der Veranstaltungsleitung, an der auch die bekannten Nazi-Kader Ronny Thomas und Ellie Dobberstein teilnahmen wurden die Nazis dann auch endlich weggeschickt.
Die Veranstaltung konnte beginnen, auch wenn die Nazis sich noch in der Nähe aufhielten. Es war ein tolles Referat und auf die Frage aus dem Publikum, wie man das Gedenken der Dresdner am 13.2. besser machen könnte war die Antwort, das zuallererst auch der gefallenen Bomberpiloten der Royal Air Force gedacht werden müsse. Ein Denkmal für Sir Arthur Harris, den Oberbefehlshaber der RAF wäre ein guter Anfang für ein würdiges Gedenken am 13.2.
Als die Veranstaltung zu Ende war, waren die erfolglosen Nazis über alle Berge und alle konnten ruhig nach Hause oder in eine Neustädter Kneipe gehen.
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Ergänzungen

Sir arthur Harris

l.do 12.02.2004 - 17:32
Es sei nur hinzuzufügen, dass Sir Arthur Harris seine militärische Laufbahn unter anderem dem Ober-Kolonialisten Cecil Rhodes erdankt. Unter ihm hatte Harris die steilsten Sprünge in seiner Karriere. Ein Denkmal für die gefallenen alliierten Kampfflieger: JA. Für den kompromisslosen Rassisten und Rhodes-Freund Harris: Undenkbar!

den deutschen opfermythos im visier

freitag-der-13te 12.02.2004 - 17:40
also ich möchte gern noch den erwähnten artikel von blumentritt ("über die dresdenmythen") hier verlinken und auf die demo am 13.2. in dresden hinweisen (so jetzt wisst ihr bescheid)

 http://venceremos.antifa.net/13februar/onlinedoku/blumentritt.htm

13.2. + 14.2. 2004 Dresden und vieles mehr

ein Überblick 13.02.2004 - 04:01
 http://venceremos.antifa.net/13februar/2004/ticker.htm
 http://venceremos.antifa.net/

Geschichtsrevisionismus am Beispiel Dresden
 http://germany.indymedia.org/2004/02/74639.shtml

Keine Träne für Dresden
Am 14. Feb. (12 Uhr) veranstaltet die rechtsextreme "Junge Landsmannschaft Ostpreußen" einen "Trauermarsch" in Dresden anlässlich der alliierten Bombenangriffe auf diese Stadt im 2. Weltkrieg.
 http://de.indymedia.org/2004/01/71185.shtml
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Mit zahlreichen Störungen muss gerechnet werden
Freitag und Sonnabend viele Demos in der Innenstadt
Von Alexander Schneider
 http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=573512

Ein Wolf im Schafspelz
Nationales Bündnis will sich in Dresden zur Wahl stellen
Von Alexander Schneider
 http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=573513
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Dresden gedenkt der Opfer der Bombenangriffe vom Februar 1945
 http://www.freiepresse.de/TEXTE/NACHRICHTEN/SACHSEN/TEXTE/759574.html
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HIER DIE DRESDENER NAZITERMINE, NAZI KONTAKTTELEFONE etc
aus der MIA Fan Zeitschrift
 http://www.deutsche-stimme.com/Ausgaben2004/Sites/01-04-Mode.html
dem Zentralorgan der NPD Die"Deutsche Stimme"
dessen Namen das ZDF für ihre Chasting Show benutzte
 http://www.de.indymedia.org/2003/08/58884.shtml

14. Februar: Trauermarsch der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen zur Erinnerung an die Opfer des alliierten Bombenterrors in Dresden.
Redner u.a.: Rechtsanwalt Jürgen Rieger
(derzeit Anwalt von Reinhold Oberlercher im MOM Prozeß
 http://germany.indymedia.org/2004/02/73642.shtml
 http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/12.02.2004/972213.asp )
+ Liedermacher: Frank Rennicke.
 http://lexikon.idgr.de/r/r_e/rennicke-frank/rennicke-frank.php
 http://go.to/rennicke
Beginn: 12 Uhr hinter der Semperoper. Infotelefone: 0173-9555980, 0174-4632288, 0163-4441144,
www.jlo-sachsen.de oder www.nationales-buendnis-dresden.de
in der Jungen Freiheit heißt das ein wenig anders:
14.02.2004: Trauermarsch der Jungen Landsmannschaft Sachsen zum Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe von 1945.

14. Februar: Saalveranstaltung des Nationalen Bündnis Dresden mit Liedermacher Frank Rennicke. Beginn: ca. 17.00 Uhr.
Nähere Infos: Tel.: 0173-9555980 oder
www.nationales-buendnis-dresden.de
Quelle:
 http://www.deutsche-stimme.com/Sites/Veranstaltungshinweise.html
 http://www.deutsche-stimme.de/

EIN ARTIKEL ZU DRESDEN AUS DER "Deutschen Stimme"
"3. Februar als Gedenktag" (gemeint ist der 13.Februar)
 http://www.deutsche-stimme.com/Ausgaben2004/Sites/01-04-Kleber.html
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Der Wiederaufbau der Frauenkirche zu Dresden
Die N24-Dokumentation am 13.02.04, um 20:15 Uhr.
 http://www.presseportal.de/story.htx?nr=526771
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DER BRAUN dominiert und regierte FREISTAAT SACHSEN UND SEINE GESCHICHTSREVISIONISTISCHE TOTALITARISMUS POLITIK:

1. das braune Institut (mit dem Mißbrauch Hannah Arendts)
HANNAH-ARENDT-INSTITUT FÜR TOTALITARISMUSFORSCHUNG e.V. AN DER TU DRESDEN
Dr. Uwe Backes + Co
 http://www.tu-dresden.de/hait/

2. der aktuelle Gedenkstättenstreit:

Korn kritisiert Gedenkstätten-Politik in Sachsen (22.1.)
 http://www.mdr.de/nachrichten/1166955.html
Gedenkstätten
Kritik an Sächsischer Stiftung verschärft sich
 http://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/1166621.html

Sächsische Gedenkstättenpolitik relativiert NS-Verbrechen und diskriminiert Opfer
Rückzug des Zentralrats der Juden aus Gedenkstätten-Stiftung zwingt zu Kursänderung
 http://www.gruenesachsen.de/presse/pm_20040122_gedenkstaetten.html

Samstag, 24. Januar 2004 GEDENKSTÄTTEN
Sachsen verdoppelt seine Vergangenheit
Volker Müller
 http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/feuilleton/310711.html
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JÜNGERE + ÄLTERE NAZI AUFMÄRSCHE (unvollständig):

Militante "Kameradschaft"s-Nazis gegen Sozialabbau?
Bildberichte zu den drei Montagsdemos im Dezember 2003
 http://venceremos.antifa.net/ddneonazis/uebergriffe/montagsdemo1.htm#15
Militante "Kameradschaft"s-Nazis und ein Haufen finster abgedrehte Bürger
- zusammen gegen Sozialabbau?
5. und 12. Januar 2004: Miniatur-Bürgermob mit Neonazis

 http://venceremos.antifa.net/braunersumpf/montagsdemo2.htm

Dresden: Neonazis auf Montagsdemo die Fünfte
 http://germany.indymedia.org/2004/01/71803.shtml

Wieder Nazis bei Montagsdemo in Dresden
 http://de.indymedia.org//2003/12/70179.shtml

Dummdreiste Neonazis bei Montagsdemo Dresden
 http://de.indymedia.org//2003/12/68754.shtml

Montagsdemo in Dresden von Neonazis angeführt
 http://de.indymedia.org//2003/12/69419.shtml
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8. Mai in Dresden: Nazis gequirlt, nicht geschüttelt
 http://www.adf-berlin.de/html_docs/schwerpunkte/rechte_aktivitaeten/dresden_8_5_03.html
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17. Juni 2002 Dresden - sonniges Gedenken mit Neo-Nazis
 http://lola.d-a-s-h.org/~zittau/news.php?article=10
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1999
Dresden: Nazis mahnen für »deutsches Hiroshima«
 http://venceremos.antifa.net/ddneonazis/nazidemosdd/130299.html
 http://www.antifaschistische-nachrichten.de/1999/05/020.htm
 http://www.vsp-vernetzt.de/soz/9904042.htm

denkmäler für soldaten...

wurscht 13.02.2004 - 15:58
ist ja klasse!
zuerst den gefallenen soldaten gedenken? denkmal für bomber harris?
in die debatte ob diese bombardierung militärisch notwendig war oder nicht will ich nicht einsteigen, dazu fehlt mir ehrlich gesagt auch der sachverstand. ich gesteh euch auch gerne zu dass immer wieder in der geschichte ein vorgehen gegen nazis und faschisten und kolonialherren und chefs und regierungen und warlords... auch mit militärischen mitteln nötig war und immer wieder sein wird. und dass wir die geschichtsschreibung darüber nicht nur den bürgerlichen überlassen ist auch klar.

nur: ein unkritischer, positiver bezug auf irgendein militär ist mit einem emanzipatorischem anspruch null zu vereinbaren.
antimilitarismus ist nicht deshalb linkes basic weil wir pazifistische hippiedogmatiker sind und gerne die andere backe hinhalten, sondern aus vielen guten gründen:
z.B. dass armeen (darüber dass das bild vom idealsoldaten ein steigerung des boldes vom iedealen mann ist) krasse patriachale unterdrückungsdinger sind. dass aus praktisch allen armeen im einsatz heraus vergewaltigt wird, auch wenn die soldaten (z.B. deutsch kfor-hanseln) genug geld für nutten hätten, ist kein zufall.
Armeen funktionieren am besten mit nationalisten als soldaten. auch die die nicht mitkämpfen dürfen nicht an militärischen einsätzen herummäkeln, weil sie sonst "der truppe in den rücken fallen". allein die existenz einer landesarmee, noch mehr ihr einsatz, verschärfen also nationalische diskurse.
armeen disziplinieren ihre soldaten und bereiten sie so aufs berufsleben vor.
armeen sind krass hierarchische institutionen, und die idee bomber harris dafür zu ehren dass seine untergebenen sich haben abschissen lassen ist owas von beschissen.
mit den verstrickungen militär - wirtschsft fang ich erst garnicht an, darüber wurde (wie über den rest hier) viel lesenswertes geschrieben.

insgesamt verbietet es sich einfach für uns, den bomberpiloten zuzujubeln.
auch deshalb, weil viele linke hier ihren eigen gewaltfetisch und militarismusfimmel ausleben. dem ein forum bieten? fällt aus!

genausowenig kann es angehen sich über zivile opfer zu freuen. auch wenn diese wegen ihrem mitläufer/nazi/nichgenugwiderstandleistend sein sicher was auf die mütze verdient haben, sich über flachgebombte wohnviertel freuen ist einfach zu krass.

der dresden mythos wird (erstmal geziehlt geschaffen und dann) dazu instrumentalisiert über diese opferschiene eine deutsche identität herzustellen, die dann als legitimation für sozialabbau (wir alle (=arbeitslose, niedrigverdienende...) müssen den gürtel enger schnallen, damit es uns allen (=dein chef & deine bank) irgendwann mal besser geht), festung europa, verteidigung am hindukusch... und den ganzen scheiss herhält. das funktioniert nich nur über die opferschiene, da spielt noch mehr rein (mia, fussball).
DAS müssen wir angreifen!
aber in diese 'identitätsbildung via opfer sein' - schiene passt es leider saugut wenn wir uns auf das spiel 'nationale identität' einlassen indem wir uns nur in frontstellung zu 'deutschland' begeben, in diesem konkreten fall indem wir uns über die deutschen opfer freuen.
gegen jeden nationalismus heisst für uns auf diesem fleck zwischen den ganzen idioten natürlich zuerst gegen den deutschen nationalismus vorzugehen. aber dass darf nicht heissen dass wir uns linke mit anderen linken (z.B. welchen aus london...) darum prügeln welche rolle bomber harris in der geschichte zukommt.

13. Februar in Dresden - Kranzniederlegung

Verlinker 13.02.2004 - 21:57

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 20 Kommentare

liebe mods

l.do 12.02.2004 - 17:47
während mein beitrag eindeutig eine inhaltliche ergänzung zu den aussagen blumentritts darstellt und der beitrag zu dem link vom blumentritts ausgezeichnetem Artikel lediglich ein art technische ergänzung darstellt, frag ich mich doch wie und wo eure ausschlusskriterien funktionieren (sollen)
ergebenst
l.do

man

sind 12.02.2004 - 17:49
die hässlich

hallo mods

nadja 12.02.2004 - 18:24
BEITRÆGE DIE KEINE INHALTLICHE ERGÆNZUNG DARSTELLEN sind doch wohl etwas anderes als der kommentar von i.do, oder? Rassisten müssen Rassisten genannt werden, egal ob sie Bomber-Harris heißen oder sonstewie... auch wenn den spezial-deutschen solche Zusammenhänge zu kompliziert sind!

Hähh?

Mig 12.02.2004 - 19:12
Also ich glaube man muss nicht ein Nazi sein, um Bomber Harris schlecht zu finden. Dresden wurde völlig grundlos bombardiert. Eine Kulturhauptstadt die darüberhinaus noch voll Flüchtlinge war, wurde grundlos zerlegt. Und vergessen wir auch nicht die Tiefflieger, die über die Elbufer geflogen sind und die Wehrlosen Zivilisten zusammengeschossen haben. Wiegesagt, man muss kein Nazi sein, um diese Tat ebenfalls als Kriegsverbrechen einzuschätzen. Denn bei der Dresdner Bevölkerung handelte es sich nicht nur um Nazis, sondern auch um normale Leute, die alle seit Jahren unter diesen Kriegt litten. Das Leid der Leute war da und das unabhängig wer diesen Krieg begonnen hatte.

Mig

pearl 12.02.2004 - 20:34
ist wohl ein nazi!

sir harris als kindersoldat?

do it again, art... 12.02.2004 - 20:59
zu den ausführungen von i.do sollte hinzugefügt werden dass der "oberkolonialist" cecil rhodes bereits 1902 verschied und sir arthur harris 1892 geboren wurde, harris also nur die ersten zehn jahre seines lebens die chance hatte "unter ihm (rhodes) die steilsten sprünge seiner karriere" zu machen. revisionismus fängt halt im kleinen an...

@ Mig

hinweiser 12.02.2004 - 21:27

Bomber-Harris

sickbhoy 12.02.2004 - 21:57
Einem Sir(!!!) Arthur Harris ein Denk(!)mal??? da solltet ihr aber nochmal genauer drüber nachdenken!!!!

diskussion mit bullen und nazis ?

frager 12.02.2004 - 22:13
versteh ich das richtig,dass bei euren verhandlungen mit den bullen die nazis dabei waren ?
"herr zita vom staatsschutz kam hinzu....nach einer längeren diskussion bei der auch die beiden nazikader xxx anwesend waren...."
das klingt ja schon so als hättet ihr quasi mit den nazis verhandeln müssen oder die euch wenigstens abchecken konnten....
war dem so ? oder wie war das sonst ?

Unglaublich

mig 12.02.2004 - 23:00
Jetzt wird man schon als Nazi hingestellt, nur weil man der Meinung ist, dass der Angriff auf Dresden, auch menschenverachtend war. Versetzt euch mal in die Lage. Ihr seid Bürger in einem Land, auf einmal kommt ein Diktator, es gibt keine Chance ihn zu bekämpfen, die nicht lebensgefährlich ist. DAnn sterben die eigenen Brüder am Arsch der Welt, obwohl sie da nie hinwollten und schließlich fliegt das eigene Haus in die Luft.
Und 60 Jahre später kommen noch welche daher und finden diese Flieger geil. Da ist es doch nur häuchlerisch, wenn einem die deutschen Kriegsopfer Leid tun, aber die Zivilbevölkerung nicht!

@mig usw.

nkotbb 12.02.2004 - 23:32
argumente von neonazis lassen nur den schluss zu, dass du eine bist. dresdens trauerfeierlichkeiten sind einfach nur abscheulich und ein hohn für alle opfer des holocausts und des gesamten völkischen kriegs nazideutschland und passt hervorragend zur diskussion um das geplante zentrum gegen vertreibung und die diskussion um den hobbyhistoriker jörg friedrich.

deutschland denken, heisst auschwitz denken!
deutsche täterinnen sind keine opfer!

link der sächsischen zeitung von heute zum wochenende:
 http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=573512

Oops

mig 12.02.2004 - 23:34
Mit deutschen Kriegsopfern meinte ich natürlich die Opfer der Deutschen.

@ nkotbb

mig 13.02.2004 - 00:09
Was du hier für einen Schwachsinn vertrittst ist im Prinzip der Denkansatz von Sippenhaft. Getreu den Motto, wenn Deutsche einen Krieg angefangen haben, müssen alle dran glauben. Das ist aber absoluter Quatsch. Wenn man der Opfer in Dresden gedenkt, schwächt man die Holocaus Opfer überhaupt nicht ab. Das kann durchaus gleichzeitig existieren. Auch dein Vorwurf, ich wäre Nazi ist totaler Quatsch. Allerdings bin ich für Selbstbestimmung des Menschen und für seine Handlungsfreiheit. Daher tun mir auch die Dresdener Leid, die 1945 auch tierisch am Arsch waren, denn die konnten auch nicht mehr selbst bestimmen, was sie machen wollten.
Du allerdings bist einfach menschenverachtend. Du siehst die eine Gruppe, und die andere Gruppe gegenüber und stellst dich ohne Reflektion zur stärkeren. Es scheint nur schwarz weis zu geben. Daher auch die radikale Parteiergreifung. Das ist faschistisch.

Super! Noch mehr Bomben...

ennil 13.02.2004 - 06:40
Tolle argumentation: Weil das deutsche kapital die nationalsozialistische karte gespielt hat, solidarisieren sich deutsche "linke" mit der kriegsmaschinerie des britischen imperialismus. klassenkriterien für die einschätzung des 2. imperialistischen weltkrieges fallen unter den tisch. Da sag ich doch bloß: viel spaß im sumpf...

Die Antideutschen

sandankoro 13.02.2004 - 09:37
sind in ihrem Fanatismus, ihrem Rassismus, ihrer Menschenverachtung und ihrer Engstirnigkeit schon wieder so typisch DEUTSCH!, dass sie in der linken Szene nichts mehr zu suchen haben sollten!

Nazis und Antideutschen aufs Maul!
Gegen nationalen Wahn und Rassismus!

@mig

bonne 13.02.2004 - 10:26
hallo mig, das ist ja 'n ding das du tatsächlich voller ernst postest. dein erstes posting zum thema las sich für mich wie real-satire weil du eine so naive zusammenfassung über alle dresdenmythen gegeben hast! Hol dir bitte mal ein update, es gibt wissenschaftler, die die legende von den tieffliegerangriffen untersucht haben und festgestellt haben, es kann und hat sie nicht gegeben. die militärische sinnlosigkeit ist ein ebenso immer und immer wiederholtes absurdes element.
DRESDEN lag direkt im Rücken der Ostfront, wo die Rote Armee unter grossen Verlusten gegen die Nazis kämpfte!!! DRESDEN war logistisches und militärisches Zentrum in unmittelbarer Nähe dieser Front, und wurde noch im April 1945 zur Festung erklärt, die "mit allen Mitteln" verteidigt werden sollte! (Bitte befasse dich mit der militärischen Lage bevor du sowas wie "militärisch sinnlos" von Nazis und nazistischen Bürgern übernimmst, es ist noch einiges dazu zu sagen)
Es hat auch seine Gründe, das Dresden eben für eine solche Legendenbildung herhält, auch das solltest du untersuchen, bevor du dich ihnen anschliesst. Zum Beispiel durch die früh einsetzende nationalsozialistische Propaganda, die bis heute Teile des Vokabulars prägt, welches in diesem Zusammenhang verwendet wird. (z.B. "Anglo-Amerikanische Luftgangster" und ähnliches)
Also bitte, ein bisschen mehr Verständnis dafür, dass die Alliierten schließen einen Krieg geführt haben und sich bei der Kriegsführung auch etwas gedacht haben, oder willst du auf solche Geschichtsverdreher wie Jörg Friedrich hinaus, die sagen, das deutsche Volk sollte ausgerottet werden??????

@irgendein antifa

sandankoro 13.02.2004 - 11:22
Es gibt sicherlich immer einen Weg, um Bombenangriffe zu rechtfertigen, genauso wie es z.B. US - Militärs bis heute tun mit der Rechtfertigung der Atombomen auf Hiroshima und Nagasaki. Fakt ist jedoch, dass bei Bombenangriffen in erster Linie die Zivilbevölkerung leidet und nicht die Machthaber oder Generäle. Die Zerstörung von Fabriken und Infrastruktur mag militärisch sinnvoll sein, allerdings frage ich mich, ob es Sache von Linken sein kann und darf, dieses zu unterstüzen oder nachträglich gut zu heissen.
Versteh mich bitte richtig, ich weine keinem getöteten Nazikader eine Träne nach, damit muss rechnen wer sich so einem Regime anbietet, allerdings ist die Freiwilligkeit schon bei den Soldaten teilweise zweifelhaft, vorallem aber ist sie in Frage zu stellen bie den Zivilisten. Was immer wir heute sagen, ich denke wir können uns nur bedingt in die damalige Situation hineindenken, die Wirkung von jahrelanger Propaganda einschätzen oder wirklich sicher sein, wie wir selber uns verhalten hätten.

Es sollte eigentlich Konsens sein, dass alle totalitären Regime und alle Kriege abzulehnen sind, eine Entschuldigung oder Relativierung bietet in sich bereits die Rechtfertigung für die Aktionen der Zukunft.
Das bedeutet nicht, dass es keine militärischen Interventionen geben soll und darf, ich habe auch hier schon für ein Eingreifen von UN-Soldaten in Sierra Leone oder im Kongo plädiert, aber in einem Krieg die Zivilbevölkerung zum Ziel zu erklären halte ich für ein Verbrechen.

...

anti 13.02.2004 - 13:14
es war sogar strategie der alliierten, linke arbeitersiedlungen anzugreifen, in der hoffnung, dort die unzufriedenheit gegen hitler besonders schnell zu schüren. wie mensch als "linker" toll finden kann, dass die damaligen kommunisten und sozialdemokraten besonders heftig bombardiert wurden (in gewisser weise doch auch unsere genossen - und zwar
welche, die noch WIRKLICH kämpfen mussten), entzieht sich leider meiner kenntnis. ein weiterer punkt ist, dass die niederlage d-lands ab ende 1944
vorauszusehen war und die westalliierten ihr möglichstes getan haben, den später sowjetischen teil deutschlands (war ja alles schon festgelegt) möglichst großflächig zu zerstören - schließlich befand man sich ja immer noch im "wettstreit der systeme". warum ist die linke so bescheuert und verdirbt sich mit solchen nebensächlichkeiten sympathien? schlagt die faschisten, wo ihr sie trefft - aber ohne hilfe von sir arthur "bomber" harris, wenn's ginge.

@bonne

X 13.02.2004 - 14:14
Meines wissens befanden sich zur Zeit der Bombardierung mehrere hunderttausend Flüchtlinge in Dresden, außerdem wurde die gesamte Stadt samt Wohnvierteln in Brand gebombt, denke nicht dass das "militärisch notwendig" war...nichtmal so wie Agent Orange in Vietnam. Also mit Militärlogik zu argumentieren, nanana...siehst ja wo das hinführt.
Ich halte diese Kampagne für grundfalsch! Ob die Opfer deutscher Nationalität waren oder nicht, darf doch für Leute, die auf jeden (National)Staat scheißen keine Rolle spielen. Und dass in Deutschland Nazis an der Macht waren, rechtfertigt gar nichts, man kann doch nicht tausende Zivilisten umbringen, mit der Begründung die produzieren für die Wehrmacht. Die haben in aller erster Linie produziert um Geld für was zum Fressen zu haben. Ich will nicht behaupten, daß "die Deutschen" keine Verantwortung haben, aber die meisten Leute in Dresden waren genauso Opfer wie andere Tote. Was da abgeht ist schon heftig: Während sich manche Historiker etc. Gedanken machen, wie eine europäische Geschichtsschreibung aussehen kann, die nicht aus X verschiedenen Geschichten von X Nationalstaaten besteht sondern allen Opfern gerecht wird, eine Art kollektive Erinnerung an die Greul auf dem Kontinent (an der Deutschland einen gewaltigen Anteil hat), zielt diese Kampagne darauf, in arme Ofper und Opfer, die es schon irgendwie verdient haben, zu teilen.

schnabeltasse

der name 14.02.2004 - 01:13
Nun, was fuer ein Glueck:
Bei Veranstaltungsende waren die Nazis schon ueber alle Berge.
So konntet Ihr schoen in Eure Neustaedter Alternativ-Yuppie-Kneipe zockeln und ein Bierchen trinken. So hat dieser lehrreiche Tag doch ein froehliches Ende genommen. Bestimmt habt ihr nach paar Bieren dann den Bomber-Harris gelobt und darueber siniert, was Ihr wohl mit den Nazis gemacht haettet, wenn sie noch nicht weg gewesen waeren. Theorie und Praxis wie immer im Einklang.
Bleibt anzumerken, dass Berliner Antifas auch gern mal als "rote Faschisten" in der Neustadt bezeichnet werden.
Sachsen macht Faxen!