Nazidemo in Hamm wird zur Projektionsfläche
Nachdem die in Antifa-Gelegenheiten sonst inaktiven antideutschen Antifagruppen aus dem Ruhrgebiet, sich des Titels "Antifagruppen aus NRW" anmaßend, bereits den Naziaufmarsch in Hamm unter dem Motto "Solidarität mit Palästina" als Projektionsfläche für ihre Theorien ausgesucht haben, schlagen nun auch die Intifada-Freunde von...
...der nicht weniger unsäglichen Jungen Welt zu.
Lehnten die antideutschen Gruppen sonst schonmal öffentlich das "Abarbeiten an Neonazikadern" ab, da die deutsche Bevölkerung ja mindestens genauso schlimm ist/sei (eine Bekämpfung der Ursachen und der Auswirkungen, und zwar sowohl Nazikader, als auch rassistischer Bürgermob, scheint im geistigen Horizont der entsprechenden Gruppen nicht möglich zu sein) oder brandmarkten die direkte Konfrontation mit Nazis in Reden als "dumme Jungs-Sache", mit der unsere feinen "Intellektuellen gegen Deutschland" sich nicht die elitären Fingerchen dreckig machen wollen, kommen sie zu bestimmten Anläßen dann doch wieder aus der Versenkung hervor. Leider kann man ihnen dies nicht wirklich als wieder aufkommendes Engagement, welches sonst besonders im Dissen der nicht antideutschen Linken besteht, anrechnen, nutzen die entsprechenden Gruppen den Aufmarsch doch nur, um ihn als Beleg für ihre teils aberwitzigen und apodiktischen Theorien zu nutzen. Eine Intervention der "Antifa-gruppen aus NRW" hätte wohl kaum stattgefunden, würde er nicht so offensichtlich einen Anlanß bieten, mit Israel- und vielleicht auch USA-Fahnen zu schwenken.
Dabei sind die Bemühungen des antideutschen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch sicherlich nicht komplett abzulehnen, aber die Vorgehensweise, die ohne Rücksprache und ohne Kontaktaufnahme mit dem regionalen Organisationsbündniss rund um Hamm stattfand, lässt einen üblen Beigeschmack aufkommen. Offensichtlich störte man sich an der Forderung des Orga-Bündnisses, Israel-Fahnen zu Hause zu lassen, wobei entsprechende Transpis kein Problem darstellen sollen.
Nicht weniger befremdlich ist nun der Kurzartikel der Jungen Welt, die den antideutschen Gruppen pauschal "geheuchelten Antifaschismus" vorwerfen, ohne auch nur ansatzweise zu sehen, dass deren Antifaschimsus auf einer anderen Analyse fußt. Gleichzeitig ruft die Junge Welt zu einer offenen Spaltung der Gegenaktivitäten auf, was wohl weder von den Antideutschen, noch den anderen Antifagruppen gewünscht ist. Dieses Vorgehen der Jungen Welt ist nicht minder unpassend und unverschämt, mißbrauchen sie den Aufmarsch der Nazis nun in ähnlicher Weise, geben ihm aber einfach die aus dem Blatt bekannte anti-antideutsche Stoßrichtung. Um den Naziaufmarsch geht es den Pali-Freunden von der JW dabei wohl genauso wenig, Kontakt wurde auch hier nicht mit dem Orga-Bündniss oder der Antifa Hamm aufgenommen.
Seltsam auch, wie wenig die JW auf die Themenwahl der Nazis eingeht, die sich doch gut mit ihren Lieblingsthemen und -postulaten decken dürfte, aber die Themenwahl der Kameradschaft Hamm wird als bloße Provokation abgetan, der antisemitische Gehalt wird weder registriert, noch führt er zu einer Überdenkung der eigenen dämlichen antiimperialistischen, antizionistischen (immer öfter auch antisemitischen) Positionen.
Bleibt zu hoffen, dass am 17.1. ohne größere innere Reibungen sich entschlossen den Nazis der höchst aktiven Kameradschaft Hamm entgegengestellt wird.
Samstag - 17.1.2004
Naziaufmarsch in Hamm verhindern!
http://www.antifa-hamm.de
http://www.no-nazis.de (antideutsche Mobilsierungsseite)
http://www.jungewelt.de/2004/01-07/013.php
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der Artikel aus der JW:
Geheuchelter Antifaschismus
Hamm: Antideutsche nutzen Neonaziprovokation, um Angriffe gegen Linke zu verstärken
Unter dem Motto »Antisemitismus und Faschismus bekämpfen ? für eine kosmopolitische Linke« will die Antifa Hamm am 17. Januar gegen einen Aufmarsch von Neonazis protestieren. Die wiederum will in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt ihre »Solidarität mit Palästina« demonstrieren.
Der Aufzug der Rechten könnte indes die weitere Spaltung der Antifaszene des Ruhrgebietes fördern. Denn neben der sich gemäßigt antideutsch gebenden Antifa Hamm mobilisieren auch die Bellizisten diverser Gruppen mit einem eigenen Aufruf zu Aktionen, die den Neonaziaufmarsch zum Anlaß nehmen. So findet sich auf der Internetseite www.no-nazis.de ein Aufruf verschiedener antideutscher Gruppen, in dem zum wiederholten Mal eine Art antisemitische Volksfront aus »deutschen Nazis, DemokratInnen und nicht unwesentlichen Teilen der radikalen Linken« herbeifabuliert wird, die »Israel und die USA, also »Individualität, Weltbürgertum und Fortschritt«, bekämpfen wolle. Im weiteren Text findet sich allerdings ohne Bezug zum oben Zitierten, die Erkenntnis, daß der Kapitalismus »Verblendungszusammenhänge« produziert, die sich »unter anderem als Nationalismus, Rassismus oder eben Antisemitismus äußern können«.
Antifaschisten, die gegen die Neonaziprovokation protestieren wollen, ohne imperialistische Aggressionen zu befürworten, bleibt wohl nichts übrig, als abseits der »Antideutschen« zu demonstrieren.
Lehnten die antideutschen Gruppen sonst schonmal öffentlich das "Abarbeiten an Neonazikadern" ab, da die deutsche Bevölkerung ja mindestens genauso schlimm ist/sei (eine Bekämpfung der Ursachen und der Auswirkungen, und zwar sowohl Nazikader, als auch rassistischer Bürgermob, scheint im geistigen Horizont der entsprechenden Gruppen nicht möglich zu sein) oder brandmarkten die direkte Konfrontation mit Nazis in Reden als "dumme Jungs-Sache", mit der unsere feinen "Intellektuellen gegen Deutschland" sich nicht die elitären Fingerchen dreckig machen wollen, kommen sie zu bestimmten Anläßen dann doch wieder aus der Versenkung hervor. Leider kann man ihnen dies nicht wirklich als wieder aufkommendes Engagement, welches sonst besonders im Dissen der nicht antideutschen Linken besteht, anrechnen, nutzen die entsprechenden Gruppen den Aufmarsch doch nur, um ihn als Beleg für ihre teils aberwitzigen und apodiktischen Theorien zu nutzen. Eine Intervention der "Antifa-gruppen aus NRW" hätte wohl kaum stattgefunden, würde er nicht so offensichtlich einen Anlanß bieten, mit Israel- und vielleicht auch USA-Fahnen zu schwenken.
Dabei sind die Bemühungen des antideutschen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch sicherlich nicht komplett abzulehnen, aber die Vorgehensweise, die ohne Rücksprache und ohne Kontaktaufnahme mit dem regionalen Organisationsbündniss rund um Hamm stattfand, lässt einen üblen Beigeschmack aufkommen. Offensichtlich störte man sich an der Forderung des Orga-Bündnisses, Israel-Fahnen zu Hause zu lassen, wobei entsprechende Transpis kein Problem darstellen sollen.
Nicht weniger befremdlich ist nun der Kurzartikel der Jungen Welt, die den antideutschen Gruppen pauschal "geheuchelten Antifaschismus" vorwerfen, ohne auch nur ansatzweise zu sehen, dass deren Antifaschimsus auf einer anderen Analyse fußt. Gleichzeitig ruft die Junge Welt zu einer offenen Spaltung der Gegenaktivitäten auf, was wohl weder von den Antideutschen, noch den anderen Antifagruppen gewünscht ist. Dieses Vorgehen der Jungen Welt ist nicht minder unpassend und unverschämt, mißbrauchen sie den Aufmarsch der Nazis nun in ähnlicher Weise, geben ihm aber einfach die aus dem Blatt bekannte anti-antideutsche Stoßrichtung. Um den Naziaufmarsch geht es den Pali-Freunden von der JW dabei wohl genauso wenig, Kontakt wurde auch hier nicht mit dem Orga-Bündniss oder der Antifa Hamm aufgenommen.
Seltsam auch, wie wenig die JW auf die Themenwahl der Nazis eingeht, die sich doch gut mit ihren Lieblingsthemen und -postulaten decken dürfte, aber die Themenwahl der Kameradschaft Hamm wird als bloße Provokation abgetan, der antisemitische Gehalt wird weder registriert, noch führt er zu einer Überdenkung der eigenen dämlichen antiimperialistischen, antizionistischen (immer öfter auch antisemitischen) Positionen.
Bleibt zu hoffen, dass am 17.1. ohne größere innere Reibungen sich entschlossen den Nazis der höchst aktiven Kameradschaft Hamm entgegengestellt wird.
Samstag - 17.1.2004
Naziaufmarsch in Hamm verhindern!
http://www.antifa-hamm.de
http://www.no-nazis.de (antideutsche Mobilsierungsseite)
http://www.jungewelt.de/2004/01-07/013.php -----------------------------------------------
der Artikel aus der JW:
Geheuchelter Antifaschismus
Hamm: Antideutsche nutzen Neonaziprovokation, um Angriffe gegen Linke zu verstärken
Unter dem Motto »Antisemitismus und Faschismus bekämpfen ? für eine kosmopolitische Linke« will die Antifa Hamm am 17. Januar gegen einen Aufmarsch von Neonazis protestieren. Die wiederum will in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt ihre »Solidarität mit Palästina« demonstrieren.
Der Aufzug der Rechten könnte indes die weitere Spaltung der Antifaszene des Ruhrgebietes fördern. Denn neben der sich gemäßigt antideutsch gebenden Antifa Hamm mobilisieren auch die Bellizisten diverser Gruppen mit einem eigenen Aufruf zu Aktionen, die den Neonaziaufmarsch zum Anlaß nehmen. So findet sich auf der Internetseite www.no-nazis.de ein Aufruf verschiedener antideutscher Gruppen, in dem zum wiederholten Mal eine Art antisemitische Volksfront aus »deutschen Nazis, DemokratInnen und nicht unwesentlichen Teilen der radikalen Linken« herbeifabuliert wird, die »Israel und die USA, also »Individualität, Weltbürgertum und Fortschritt«, bekämpfen wolle. Im weiteren Text findet sich allerdings ohne Bezug zum oben Zitierten, die Erkenntnis, daß der Kapitalismus »Verblendungszusammenhänge« produziert, die sich »unter anderem als Nationalismus, Rassismus oder eben Antisemitismus äußern können«.
Antifaschisten, die gegen die Neonaziprovokation protestieren wollen, ohne imperialistische Aggressionen zu befürworten, bleibt wohl nichts übrig, als abseits der »Antideutschen« zu demonstrieren.
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Ergänzungen
lieber fahne statt helfen
hinter ihrem pseudo militanten gehabe und gelaber steckt absolut nichts, das haben ja auch schon andere demos gezeigt.
ps: mit 195.00 einwohnern ist hamm ja nun nicht wirklich eine kleinstadt, dann wären bochum und gelsenkirchen ja auch welche.
Nazitreffpunkt steht fest!
vernünftiger aufruf
Einen vernünftigen Aufruf gibt es auf
@mods
die nasen sagen:
"Diesmal besteht das Problem bei der Antifa, dass einmal die Anti-Deutschen aufrufen zu einer Gegendemo und auf anderer Seite die Antifa-Hamm. Die Antifa-Hamm hat verboten auf ihrer Demo Israelfahnen mitzubringen [was meines wissens nicht so ganz stimmt, nur darum gebeten. Anm. des tippers] und das wollen die Anti-Deutschen nicht akzeptieren. Ein Ziel unserer Demonstration haben wir damit schon erreicht."
man kann den bekloppten antideutschen eigentlich nur gratulieren, aber als linker muss man ja auch auf jeden pfurz den die nazis ablassen auch direkt thematisch eingehen. die themenwahl der nazis zu ignorieren, denn egal zu welchem thema sie marschieren, sie bleiben immer antisemiten, heisst noch lange nicht, sich dann auch nicht mit dem thema antisemitismus, antisemitismus in der linken und der gesamten gesellschaft zu beschäftigen!
also ein dickes dankeschön an die a-ds ausm miefigem ruhrpott, herzlichen glückwunsch für soviel politischen feinsinn!!!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
scheiß junge welt — ali
junge Welt — draupe
@toll!! — a.g.r.o.